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§reitag,16.Zuli 1937
Hr.165 Zweites Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)
Oberbürgermeister Ritter
diese geschlossene Front, und er wünschte ihnen und
Eine neue Etappe des Ausbaues
Nicolaus
r.arkt.
Sehr erfreuliche Sieuerbilanz
im Jahre
und mit
1933 für
1934 „
1935 „
1936 „
523 170,20 Mark
726 626,58 „
614 717,75 „
534 000,— „
nicht mitgerechnek, die
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konnte, das Dezernat der gesamten triebe übertragen.
Ehrenamtlicher Beigeordneter
-nies zunächst auf den Zweck der Sitzung hin irinnerte an die Besprechung der Ratsherren
ist geborener Oberhesse. Er wurde am 9. November 1873 in Herbstein geboren und besuchte bis zu seinem 10. Lebensjahre die Schule in Grebenhain. Als sein Vater als Lehrer nach Hausen bei Gießen versetzt wurde, besuchte er das Landgraf-Ludwigs- Gymnasium in Gießen, bestand dort das Abitur und studierte dann an unserer Universität die Forstwissenschaften. Nach beendetem Studium leistete er seine Dienstzeit bei den 116ern ab und war anschließend als Oberforstmeister in Londorf bei den Herren von Rabenau vier Fahre lang im Forstdienst tätig. Dann wurde er nach Darmstadt an das Ministerium berufen. Dort wirkte er acht Fahre lang. Fn diese Zeit fiel als besonders hervorragende Leistung die Neubearbeitung des „Handbuches für
Die Bürger st euer war für 1936 veranschlagt mit 275 000 Mark, eingegangen sind 302 075,48 Mark, mithin ein Mehr von 27 075,48 Mark. Die Bürgersteuer für 1937 ist mit 360 000 Mark veranschlagt worden, und es ist damit zu rechnen, daß dieser Betrag auch eingehen wird.
Die Uebersicht ist aufgestellt nach dem Stand vom 30. Funi 1937. Daher rührt auch die Differenz bei der Grund- und Gebäudesteuer mit rund 45 000 Mark her die in Ausständen besteht. Das gleiche gilt für die Gewerbesteuer mit 12 000 Mark rund.
Insgesamt waren für das Rechnungsjahr 1936 an Reichssieuerüberweifungen und an anderen Steuern 2 165 780 Mack vorgesehen, es find
(Aufnahmen aus Privatbesitz.)
Für die Verkehrsinteressen unserer Stadt auf dem Gebiete der Stadtverschönerung und der Schaffung und Unterhaltung von guten Ausflugsmöglichkeiten nach der näheren Umgebung, insbesondere nach unserem schönen Stadtwald, hat er sich immer mit großer Tatkraft eingesetzt. Seine Förderung der Arbeit galt aber auch der Umgebung von Gießen, insbesondere dem Schiffenberg; so ist er denn auch seit einer Reihe von Fahren Vorsitzender der Heimatoereinigung Schiffenberg und warmherziger Betreuer dieser schönen Stätte auf unserem Berge im Stadtwald. Fn dankbarer Anerkennung des Wirkens des Oberforstmeisters Nicolaus wurde eine Quelle im Schiffenberger Wald nah bei Watzenborn-Steinberg „Nicolaus-Brunnen" benannt. Seit 1933 ist er Ratsherr, ferner Vorstandsmitglied der Bezirkssparkasse Gießen.
Mit Beigeordneten Nicolaus erhält unser Stadtwald und städtischer Grundbesitz einen fachlichen Betreuer. Der Oberbürgermeister hat denn auch dem Beigeordneten Nicolaus das Dezernat des städtischen Forstes, der land- und forstwirtschaftlichen Verwaltung, als Arbeitsgebiet übertragen.
einem Auftrieb von etwa 200 Schwei - n« n, 150 Kälbern und 100 Stück G r o ß- ri eh stattfinden soll. Das soll aber nur ein Anfang s'än, der Ausbau des Marktes wird folgen. Diese Einrichtung wird auch ein guter Erfolg sein für d n jetzigen Rückgang auf dem verjudeten Nutzoieh-
roir alle mit Stolz auf die Entwicklung während dieser vier Jahre zurückblicken können.
Wenn auch manche Projekte, die bisher besprochen und bearbeitet wurden, wegen finanzieller Schwierigkeiten noch nicht durchgeführt werden konnten, so war doch das, was gegenüber früheren Möglichkeiten nach 1933 geleistet werden konnte, so groß, daß es alle Erwartungen von 1933/34 weit übertraf.
Mit diesem kurzen Hinweis auf die bisherigen Arbeitsergebnisse ging der Oberbürgermeister zur Einführung der beiden neuen Beigeordneten über. Er begrüßte es, daß der Gauleiter sich entschlossen hat, diese beiden verdienten Parteigenossen ihm (dem Oberbürgermeister) und dem Bürgermeister Dr. Hamm an die Seite zu geben. Beide sind bewährte Beamte und kennen die Verpflichtung und die Aufgaben, die sie dem Staat gegenüber zu erfüllen haben. Sie finden in Gießen einen geschlossenen Derwaltungskörper vor, der in Kameradschaft und Dienstfreudigkeit zusammenarbeitet und auf den sie sich als Mitarbeiter verlassen können. Diese Tatsache ist für jeden, der ein solches Amt übernimmt, eine Beruhigung. Die Beamten sind nicht mehr, wie vor der Machtübernahme, durch Parteiengeist und Zwietracht gespalten, sondern sie sind heute einheitlich ausgerichtet im Staate und kennen die Pflicht und den Weg, den sie nach den Weisungen des Führers gehen und der ihnen in der Gemeinde von dem Leiter des Gemeinwesens im Sinne und Geiste des Führers vorgezeichnet wird.
So haben wir auch in der Gießener Stadtverwaltung ein Arbeitsfeld der kameradschaftlichen Gemeinschaft von oben bis zum letzten
Arbeiter.
Oberbürgermeister Ritter beglückwünschte die beiden neuen Beigeordneten zu ihrem Eintritt in
Fn dieser Sitzung am Beginn eines neuen behutsamen Arbeitsabschnitts gab Oberbürgermeister Witter in großen Umrissen eine Uebersicht über Le Aufbaumaßnahmen der nächsten Zeit. Er er- tinerte dabei zunächst an die dringliche Aufgabe der heimbeschaffung für die Hitler-Jugend, bmit unsere Jungens und Mädels dort auch im Sinter und bei ungünstiger Witterung gut und irdnungsmäßig untergebracht find und in frucht- . inrer Weise arbeiten können. Für die Errichtung ieines HJ.-Heims sind im Haushaltsplan t« reits 10 000 Mark zur Verfügung gestellt. Nunmehr ist von einer besonderen Seite noch ein Zuschuß von 60000 Mark zu erwarten, so mß es möglich ist, das ausgearbeitete Projekt in lvllem Umfange durchzuführen. Das Heim soll an einem der schönsten Plätze ber Stadt, auf der (chönen Aussicht, wo die HJ.-Führung jetzt nur hhelfsmäßig untergebracht ist, errichtet werden.
Das Ernährungs-Hilfswerk,
hs allenthalben so ausgezeichnet von den Hausfrauen, aber auch von der Stadt selbst durch die Ergäbe der Fahrzeuge für das Einsammeln der .Wchenabfälle gefördert wird, soll nun von der (tadt eine weitere Förderung erfahren. Am Rande ter Stadt soll ein Gebäude mit schönen (tallungen für die Schweinemästerei inb einer Wohnung für den Betreuer dieser Tiere eirichtet werden. Die Kosten hierfür belaufen sich cuf 48000 Mark, die zur Verfügung stehen.
Ein Schlachtvieh-rNitlelmarkl in Gießen.
hauptamtlicher Beigeordneter Vogt
stammt aus Offenbach a. M., wo er am 11. Dezember 1901 geboren wurde. Nach der Reifeprüfung an der Gießener Oberrealschule im Jahre 1920 widmete er sich an unserer Universität dem Studium der Rechtswissenschaft. Zu seiner weiteren Ausbildung arbeitete er bei der Mitteldeutschen Kreditbank, Depositenkasse Schotten und Friedberg, im Jahre 1926 bestand er an der Universität Gießen die Referendar-Prüfung, 1930 die Staatsprüfung im Justiz- und Verwaltungsfach. Seit. Juli 1931 gehört er der Partei an. 1932 ließ er sich als Rechtsanwalt bei dem Amtsgericht in Alsfeld nieder. Dort wurde er 1933 Ortsgruppenleiter der NSDAP., ferner. Mitglied des Stadtrats und Führer der NS.-Fraktion, später Beigeordneter der Stadt Alsfeld. Vom 1. Oktober 1933 ab stand er auch als Direktor an der Spitze der Bezirkssparkasse Alsfeld. Ende November 1933 kam er als kommissarischer Provinzialrat der Provinz Oberhessen zur Provinzialdirektion in Gießen, am 1. April 1934 erfolgte seine Ernennung zum Provinzialrat. Nach der Auflösung der Provinz Oberhessen ab 1. April d. I., deren Verwaltung sich gegenwärtig in der Abwicklung befindet, wurde er als Beigeordneter in die Gießener Stadtverwaltung berufen und in der Besprechung der Ratsherren mit dem Beauftragten der NSDAP, für die Stadt Gießen, dem Gauleiter, am 17. April d. I. für den hauptamtlichen Beigeordnetenposten vorgeschlagen.
genszuwachjes der Stabt in diesen vier Jahren beziffert sich also auf 2398514,53 Mark.
Der erhebliche Wert dieses Vermögenszuwachses der Stadt wird noch besonders dadurch
aber 2 300 079,05 Mark eingegangen, so daß sich ein Mehrertrag dec Steuern von 134 299,05 Mark ergibt.
Die Stadtverwaltung hat für das Haushaltsjahr 1937 nach diesen beiden Steuergruppen vorgesehen: an Reichs st euerüberweisungen 538 830 Mark, an Gemeinde st euern usw. 1 937 030 Mark, so daß zu erwarten sind rund 2 475 860 Mark.
An Hand dieser schönen Steigerung der Steuererträgnisse stellte der Oberbürgermeister mit Recht fest, daß wir daran überzeugend die erfreuliche Entwicklung leicht erkennen können, die allgemein auf- wärtsweisend verläuft.
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auch schon weitere Sanierungsmaßnah- m e n überlegt, denn unsere Stadt ist ja im Innern außerordentlich verbaut, und die Verkehrsverhältnisse sind infolgedessen an mancherlei Stellen sehr schlimm. Wir müssen da mit besonderen Mitteln vorgehen. Die Vorentwürfe für zwei weitere Altstadt-Sanierungsprojekte sind bereits ausgearbeitet, es ist aber bis zur Entscheidung noch allerlei bar'an zu tun. Der Oberbürgermeister hofft, baß biese Vorprojekte im Laufe bieses Jahres noch enbgültige Form erhalten werben.
Sportplatz- und Schwimmbadanlage.
Ein Plan für diese Anlage sieht eine Zusammenfassung der Gießener Sporteinrichtungen auf drei großen Sportplätzen auf einem Platz in Verbindung mit einer Schwimmhalle vor, die so gelagert werden soll, daß die Schwimmhalle im Sommer auch als offenes Schwimmbad benutzt werden kann. Die Sporttreibenden können also dann sofort nach ihrem Sport auch baden. Das Stadtbauamt ist jetzt mit der genaueren Gestaltung des Planes beschäftigt, der dann erst mit den zuständigen Stellen und den interessierten Formationen bzw. Sportvereinen besprochen werden muß, bevor er endgültig festgelegt werden kann. Die Mittel für diese Anlage sind vorhanden, so daß bann sofort an bie Durchführung gegangen werben kann. Es soll bann etwas geschaffen werben, bas nach jeher Richtung hin gut unb für bie Zukunft von Dauer ist.
Derbefferung der Feuerwehr-Alarmanlage.
Um ben Erfordernissen gerecht zu werben, soll bie Alarmanlage ber Feuerwehr eine Ausgestaltung erfahren, bie es ermöglicht, {eben Berufsfeuerwehrmann sofort in seiner Wohnung zu alarmieren. Die Kosten biefer Verbesserung belaufen sich auf 8000 Mark.
Neuer Müllwagen für die Straßenreinigung.
Bei ber Straßenreinigung kommt ber Betrieb mit ben jetzt vorhanbenen Müllwagen nicht mehr aus. Deshalb hat ber Oberbürgermeister bie sofortige Anschaffung eines weiteren Müllwagens an- georbnet, ber etwa 14 000 Mark kostet.
Die rvohnungsbautätigkeit
entspricht trotz aller bisherigen Leistungen noch lange nicht ben Er'forbernissen. Seit 1933 sinb burch bie private Wohnungsbautätigkeit 6 25 neue Wo h - nungen mit einem gesamten Bauwert von Mark 3 125 000 lebiglich aus Privatmitteln geschaffen worben. Die Stabt hat bie Volkswohnungen an ber Krofborfer Straße errichtet. Neuerbmgs ist im Schwarzlachgebiet mit bem Bau von 4 0 Wohnungen begonnen worben, in Kurze wirb am Leimenkauterweg ein Bau von weiteren 46 Wohnungen folgen. Der Gesamtbauwert beläuft sich auf 207 000 Mark einschl. eines Reichs- barlehens von 46 000 Mark. Die Errichtung von Wohnungen burch bie private Bautätigkeit wirb bie Stabt auch weiterhin förbern, ohne Steuermittel ba- für zu oerwenben.
BierZahre nationalsozialistische Aufbauarbeit in Gießen
Oberbürgermeister Niiier gibt vor den Naisherren einen Bericht über die Kommunalarbeit von 1933 bis heute. — Weitere wichtige Aufbauarbeiten in Gicht.
Gießen, 16. Juli 1937.
Oberbürgermeister Ritter hatte bie R a t s - ! e r r n ber Stabt Gießen am gestrigen Don- rerstagnachmittag zu einer Sitzung in bas Stabt- laus Bergstraße eingelaben Auf ber Tagesorbnung fanb
die Einführung der neuen Gießener Beigeordneten Vogt und Nicolaus in ihre Aemter.
Ünläßlich bieses feierlichen Aktes war der Sitzungsstal in schöner Welse geschmückt. Mit Oberbürger- neifter Ritter waren Bürgermeister Prof. Dr. fromm, die Beigeordneten Vogt und Nico- iau.5, sowie JA Ratsherrn und die Amtsvorstände ter städtischen Dienststellen erschienen.
Das Vermögen wächst
Von 1933 bis Ende 1936 sind durch die Tätigkeit der Stadtverwaltung auf den verschiedensten Gebieten andauernd neue SBerte geschaffen worden, die dem Vermögen zugingen. Im einzelnen wurden durch Neubauten aller Art, Neueinrichtungen, Anschaffungen, Grundstückskäufe usw. an Vermögenswerten geschaffen
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hierbei sind die Beträge laufend in der Betriebsrechnung behalten werden. Die Gefamtfumme des vermö-
IDberbürgermeifter Ritter gab dann einen Überblick über die Entwicklung der wichtigsten eilen er n im Verlause des verflossenen Jahres uib über die Hauptsteueransätze im jetzigen Haus- ^Danach waren für den städtischen Haushalt des »i>chnungsjahres 1936 die Re > chsste u - r u b e r - Heilungen mit 527 630 Mark veranschlagst e,n- iqangen sind aber 634961.17 Mark, also ein Mehr !in 107 331,17 Mark. Die Mehreinnahme von 1(7 331 17 Mark aus Reichssteuerüberweifungen ähr. ch der^auptsache her mm d-n Mehrüberwe.- üngen an Körperschaftssteuer der öffentlichen Ver ia-gungsbetriebe (Gaswerk, Wasserwerk unb Elek
em Gauleiter am 17. April b. I. über bie Vvr- chläge zur Besetzung ber Beigeorbnetenstellen. Daei würben bem Gauleiter ber bisherige Prvvm- fralrat Vogt als hauptamtlicher unb ber Leiter bes Forstamts Schiffenberg Oberforstmeister Nicolaus als ehrenamtlicher Beige- : r b n e t e r vorgeschlagen. Durch Verfügung bes steichsstatthalters in Hessen ist bem Vorschlag bes Zeauftragten ber NSDAP, für bie Stabt Gießen, les Gauleiters selbst, stattgegebeü worben, so baß "er Oberbürgermeister nunmehr im Auftrag des Bauleiters unb Reichsstatthalters bie beiben neuen Seigeorbneten in ihre Aemter zu berufen unb ein- jkiführen hatte.
, Oberbürgermeister Ritter erinnerte bie Rats- lerren an" bie verflossenen vier Jahre bes gemein« stmen Willens im Dienste ber Stabt unb an die lielfachen Schwierigkeiten, die bisher zu überwin- ten waren. Er wies auf die zunehmende kvrnmu-
trizitätswerk), die im Voranschlag 1936 mit 118 000 Mark veranschlagt waren und in Wirklichkeit 207 800 Mark, also 89 800 Mark mehr, erbracht haben.
Die Gemeindesteuern unb bie Lanbes - st euerüberweisungen haben zum Teil mehr, ober auch weniger gebracht.
Bei ber Grunb- unb Gebaubesteuer waren im Vorjahre 449 300 Mark vorgesehen, es sinb aber nur 404 380,89 Mark eingegangen, also weniger 44919,11 Mark.
An So nbergebäubefteuer waren vorgesehen 379 800 Mark, eingegangen sinb 416 091,91 Mark, mithin ein Mehr von 36 291,91 Mark.
. - Sehr guter Stand.
unterstrichen, daß die Stadtverwaltung für diese Investierungen Neukapital in höhe von nur 1 0 6 1 1 7 3 211 a r f aufgenommen, also den größten Teil der Gesamtsumme aus eigenen Mitteln geleistet hat.
In der gleichen Zeit von vier Jahren hat die Stadt eine Schuldentilgung in höhe von 1 562 904 2Nark vorgenommen.
Der Aufbau in den verflossenen vier Jahren hat also eine erhebliche Verbesserung der Vermögensanlagen der Stadt gebracht und darüber hinaus sind noch 5 0 1 7 3 1 Ma r k an Schulden mehr getilgt worden, als N e u k a p i t a l aufgenommen wurde.
Bei bei: Schulbentilgung sinb die Beträge, bie hoch verzinsbar waren, abgeberft worben. Die Neukapitalaufnahme ist zu günstigen Sätzen erfolgt. Darüber hinaus war es aber auch noch möglich, die gesetzlich geforderten Rück-
Für bie Viehversteigerungshalle Rhein-Main hat t e Stabt bisher schon erhebliche Aufwenbuügen ssmacht, bie sich aber tm Verhältnis zu ben Vor- i: ilen unb wirtschaftlichen Möglichkeiten biefer Halle ii mäßigen Grenzen hielten. Nunmehr soll hier Zorn Reichsnährstanb ein Schlachtvieh- M i1 - ie Im ar ft errichtet werben. Unser jetziger Nutz- c ehmarkt war lange Zeit ber zweitgrößte Markt Üieutschlanbs. Leiber ist er aber bis in bie jüngste ^eit hin verjubet geblieben, ein Zustanb, ber aus die Dauer nicht bleiben kann; hier muß unbebingt ÜSanbel geschaffen werben, benn bte 3 u b e n m ü s - Ihn von unserem Markt verschwinben. Die Stabtverwaltung hat baher bie Absicht bes Hieichsnährstanbes begrüßt, hier einen Schlachtvieh- Kittelmarkt zu errichten, ber vom 1. September o>er 1. Oktober b. I ab wöchentlich mit
Forst- unb Karneralverwaltungen im Großherzogtum Hessen", bas 1913 erschien. Nach seinem Dienst beim Ministerium kam Oberforstmeister Nicolaus nach Romrob unb war bort 15 Jahre lang Amtsoorstand ber bortigen Oberförsterei. Für seine mannigfachen Derbienste um bie Gemeinbe Romrod würbe er zum Ehrenbürger ber dortigen Gemeinde ernannt.
Kurz nach Ausbruch bes Krieges melbete sich Oberforstmeister Nicolaus freiwillig zum Heeres- bienft unb nahm am Felbzug vom Frühjahr 1915 bis Weihnachten 1918 teil. In ber Zeit vom Frühjahr 1916 bis zum Schluß bes Weltkrieges war er Regimentsabjutant beim Ref.-Jnf.-Regt. 94. Er ist Träger bes Eisernen Kreuzes 1. Klasse. — Seit November 1931 gehört ber neue ehrenamtliche Bei- georbnete ber Partei an. — Seit bem Frühjahr 1935 wirkt Oberforstmeister Nicolaus als Gau- und Kreisjägermeister für bie jagblichen Belange in unserer Heimat.
Seit 1. Dezember 1927 steht Oberforstmeister Nicolaus an ber Spitze bes Forstamts Schiffenberg in Gießen. Schon feit Jahren hat er sich in unserer Stabt bem Dienst für bas Gemeinwohl gewibmet. Besonbers arbeitet er seit etwa zehn Fahren im Vorstanb bes früheren Verkehrs- und Verschönerungsvereins, des jetzigen Frembenver- kehrsvereins Gießen, mit, wo er bas Amt bes zweiten Dorsitzenben seit etwa acht Jahren betleibet.
Weitere Projekte der Altsiadtfauierung.
Die Arbeiten zur Altstabtsanierung sinb soweit 9 biefjen, baß in Kürze mt dem Abbruch ber hierfür in Betracht kommenben Oebäube begonnen Beerben kann. Die Stabtverwaltung hat sich aber
pale Derschulbung vor ber Machtübernahme hin unb f eilte biefer Tatsache gegenüber, baß seit ber Macht- ibernahme burch ben Führer völlig neue Wege be- ...
dritten unb bamit auch neue Aussichten für bie unserem Gemeinwesen, baß ihre Arbeit zum Segen kntwicklung ber Stabt Gießen eröffnet würben. Der ber Stabt Gießen unb unseres herrlichen Vater- iberbürgermeifter betonte, baß | lanbes fein möchte.
Mit Beigeordneten Vogt erhält unsere Stabtverwaltung roieber einen Juristen. Das Tätigkeitsfeld) bes neuen Beigeorbneten ist ben juristischen Verwaltungsangelegenheiten gewibmet, ferner hat ihm ber Oberbürgermeister im Hinblick auf bie reichen Erfahrungen, bie Beigeorbneter Vogt als Provinzialrat bei ber Leitung ber wirtschaftlichen Betriebe ber Provinz Oberhessen sich erwerben stäbtischen Be-


