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Pylonen, Fahnen vnd Fackelreiier

DNB. Berlin, 15. Juli. Auf Vorschlag des Reichs- und preußischen Ministers für Wissenschaft,

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als er auf ein am Kai liegendes Schiff 56 Kilo­gramm Rauschgift schmuggeln wollte. Bisher sind sieben Helfershelfer verhaftet worden. Die Bande schmuggelte in der Hauptsache Rauschgifte aus den Schwarzmeerhäfen nach Antwerpen.

Der Prozeß gegen den jüdischen Schieber Vofel in Wien.

Im Strafverfahren gegen den jüdischen Finanz­schieber Basel stellte der Staatsanwalt den Straf­antrag. Er erklärte, daß seiner Ansicht nach der Angeklagte des Meineides schuldig sei, der nach dem österreichischen Strafgesetz als Betrug gewertet wird. Der Staatsanwalt verlangte demnach eine Strafe von fünf bis zehn Jahren Kerker. Rach der Rede des Verteidigers Bösels, der den Schieber und Kriegsgewinnler sogar als einenWohltäter des Vaterlandes" hinzustellen suchte, brach das hauptsächlich aus Juden zusammengesetzte Audito­rium in Bravorufe und Beifallsklatschen aus. Der Vorsitzende ließ daraufhin den Saal räumen.

Ein mächtiger Triumphbogen spannt sich über den Eingang zur Maximilianstraße. In dieser Straße, der letzten, durch die der Festzug zieht, rauscht noch einmal ein gewaltiger Schluhakkord auf. Rotviolett und Gold schmücken Dächer und Sockel.

Zahllose Fremde kommen in diesen Tagen nach München. Ihnen bietet die Kunststadt einen w ü r -

Der ehemalige Reichsgerichkspräfidenl Dr. Simons gestorben.

Am Mittwochnachmittag starb in Nowawes bei Berlin der ehemalige Reichsgerichtspräsident Dr. Walter Simons im Alter von 75 Jahren.

(Transocean-M.)

Kunst und Wissenschaft.

Umbildung

der preußischen Akademie der Künste

deutschen Kun st im Kongreßsaal des Deutschen Museums am Freitag von 11 bis 12 Uhr wird vom Reichssender München und vom Deutschlandsender übertragen und am gleichen Tage, jedoch zu an­deren Zeiten, von allen übrigen deutschen Sendern wiederholt. Von der Jahrestagung der Reichskammer der bildenden Künste am Sams­tag bringen der Reichssender München und der Deutschlandsender von 15.30 bis 16.45 Uhr bemer­kenswerte Ausschnitte. Am Sonntag von 10.30 bis 12 Uhr wird von allen deutschen Sendern ein­schließlich des deutschen Kurzwellensenders die feier­liche Einweihung desHauses der deut­schen Kunst" und damit zugleich die Eröffnung der Großen deutschen Kun st aus st el- l un g übertragen. Darüber hinaus sieht der Reichs­sender München als Sender der Hauptstadt der Bewegung zumeist gemeinsam mit dem Deutsch- landsender die Uebertragung der bedeutsamsten Er­eignisse in der Zeit vom Freitag bis Sonntag vor. Dazu eine Reihe von Funkberichten. Das Pro- gramm des Reichssenders München wird von den übrigen Reichssendern wechselweise übernommen.

Zum Tag der deutschen Kunst wird ein großer Teil des Diplomatischen Korps aus Berlin als Gast der Reichsregierung in die Hauptstadt der Bewegung kommen. Die Diplomaten treffen am Freitagmorgen unter Führung des Chefs des Pro­tokolls, Gesandten von Bülow-Schwante, in München ein und werden am Hauptbahnhof von dem Dolmetschkommando der 7. Reiterstandarte Berlin unter Führung von SS.-Standartenführer Brantenaar empfangen.

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direktors Glum hat Geheimrat Bosch im Ein­vernehmen mit dem Reichserziehungsminister den Direktor der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft Dr. Ernst Telschow zum Vorstand der Generalverwaltung und zum Generalsekretär der Kaiser-Wilhelm-Ge- ellschast berufen. Dr. Telschow ist Frontkämpfer und Parteigenosse, Schüler von Geheimrat Emil Fischer und bereits seit sieben Jahren in der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft tätig.

Aus aller Welt.

Gedenktafel im Reichsehrenmal von Tannenberg.

Mit Genehmigung des Reichs- und preußischen Ministers des Innern wird in einer Rische des Reichsehrenmales von Tannenberg eine Gedenk­tafel für die gefallenen Kameraden der im Bund der Waffenringe zusammengeschlossenen Waffen­ringe und Bünde angebracht werden. Die Tafel wird als Widmung die Worte tragen:Seinen im Weltkrieg gefallenen Kameraden, der Bund der Waffenringe." Darunter werden die Namen der im Bund der Waffenringe zusammengeschlossenen Was- fenringe und Bünde stehen. Die Weihe der Ehren­tafel wird voraussichtlich im Herbst erfolgen.

Bericht der .,hindenburg".Unlersuchungskommission.

Nach zweimonatiger Arbeit hat jetzt der Unter­such u n g s a u s f ch u ß des Wirtschaftsministeriums den Bericht über die U r s a ch e der Katastrophe des LuftschiffesHindenburg nahezu fertiggestellt. Der umfangreiche Bericht der m der nächsten Woche von Wirtschaftsmmlster Röper unterbreitet wird, läßt, wie verlautet, die eigentliche Ursache des Unglücks ungeklärt und beschrankt sich auf eine Aufzählung verschiedener Theorien als Ergebnis der Aussagen der Sachverständigen und der Ueberlebenden.

Den Opfern des Jlanga Parbat geweiht.

Als Auftakt zu der 63. Jahresversammlung des Deutschen und Oe sterreichisch en Alpen­oereins ist im Münchener Alpinen Museum ein Saal zu Ehren der Leistungen deutscher Bergfteiger in außereuropäischen Gebirgen emgewecht und der Oeffentlichkeit zugänglich gemacht worden. Die dort au gestellten Reliefs, Bilder und Karten geben dem Besucher einen Einblick in die großen Expeditionen, die deutsche Bergsteiger in den letzten Jahren un­ternommen haben. Die Mitte des Saales nimmt ein mit Trauerflor geschmücktes RelrefdesNan g a- P ar bat-Massivs im Maßstab 1:10 000 em, eine Ehrung für die Opfer, die der Berg erst vor wenigen Wochen wieder gefordert hat. An den

Reichsfestspiele Heidelberg.

Die R e i ch s f e st s p i e l e H e id e l b e r g 19 3 7 werden am 20. Juli mit Heinrich von Kleists Amphytrion" im Schloßhof eröffnet werden. Vor der Vorstellung findet eine Eröffnungsfeier statt, die mit Fanfarenrufen eingeleitet wird. Die Begrüßungsansprache hält Oberbürgermeister Dr. Neinhaus. Umrahmt wird die Ansprache durch die Oberon-Ouvertüre und die Coriolan-Ouverture von Beethoven, gespielt vom Städtischen, Orchester unter Generalmusikdirektor Kurt O v e rh o ff. Bei Regenwetter wird stattAmphytrion" im Komgs- saal des SchlossesPantalon und seine Sohne von Paul Ernst aufgeführt.

München am Vorabend großer Ereignisse.

Vor der Eröffnung desTages der deutschen Kunst". Die Stadt im Iestschmuck

München, 15. Juli. (DNB.) Am Freitagvor­mittag wird im Kongreßsaal des Deutschen Mu- eums derTag der deutschen Kun st" eierlichst eröffnet und damit eine Folge estlicher Veranstaltungen eingeleitet, die ohne Bei- piel sind. Sie werden eine großartige Hul- »igung für deutsche Kun st und Kultur ein, ein symbolhaftes Bekenntnis der deutschen Volksgemeinschaft zum Kunstwillen und zur Kul- turaestnnung des Dritten Reiches sein. Es ist ein Wesenszug dieses Festes, daß der Schmuck der Stadt ein lebendiger, künstlerisch bedeutsamer Teil des F e st e s s e l b st ist. So ist es kein Wunder, daß München, der Stadt der deutschen Kunst, der der Führer die Mission anoertraut hat, als erste unter den deutschen Städten Trägerin und Hüterin der heiligen Flamme der deutschen Kunst zu sein, ein Festkleid erstanden ist, wie es so schön noch niemals eine deutsche Stadt getra­gen. Eine Rundfahrt am Vorabend des Eröff­nungsaktes vermittelt bereits einen überw älti- genden Eindruck.

Die Straßen des Festzuges.

Vier mächttge 14 Meter bohe Pylonen mit den in Gold ausgeführten Hoheitszeichen der Be­wegen krönen den Eingang zur Prinzregenten­straße. Der weiße Stein des Ehrentempels der deutschen Kunst ist schmucklos geblieben. Die einzig­artige Schönheit der Architektur spricht durch sich elbst. Zwei hohe Pylonen mit je einem golüschim- mernben Pegasus betonen den Eingang von-der- Tann-Straße. Ganz in Weiß ist sie gekleidet. Nur die roten Schilder der Kunst auf den lang

herabwallenden weißenKun st sahnen bringen eine besondere Note in die lichte Helle des Straßen­zuges. Vier je 12V2 Meter hohe Pylonen mit reiten­den Fahnen- und Fackelträgern bilden eine mäch­tige Pforte zur Ludwigstraße. Lohrot lodert diese tausend Meter lange Via Triumphalis. Zu bei­den Seiten der Straße bauen sich in ihrer ganzen Länge die Haupttribünen auf. Auck) die üb­rigen Plätze und Straßen der Feststadt haben ihr eigenes Gesicht. Auf dem Odeonsplatz, der ganz in das leuchtende Rot der Bewegung ge­kleidet ist, lodert vor der Feldherrnhalle auf mäch­tigem grauem Sockel eine Opferflamme. Der Platz ehrt die Opfer des 9. November 19 23. Zur Linken der Feldherrnhalle, über der Residenzstraße, weht die schwarze Novemberfahne, ihr zur Rechten über der ' Theatiner Straße die Flamme der Kun st. So begegnen sich im Sinnbild Opfer und Frucht.

Die anschließenden Straßenzüge führen das sinnvolle Spiel der Farben fort. So wallt in der Theatiner Straße Orange und Gelb. Die Weinstraße leitet mit lichtem Grün zum Ma- rienplatz über. Vom Odeonsplatz aus bewegt sich der Festzug durch einen mächtigen Triumphbogen mit riesigen Hoheitsadlern in die Brien- ner Sttaße. In ein sattes Braun sind die Sockel der Häuser gehüllt. Der Wittelsbacher Platz prangt in tiefem Blau.

Der Königliche Platz mit den steinernen Zeugen des neuen Bauwillens des Dritten Reiches ist ohne Schmuck geblieben. Auch die königlichen Bauwerke sind ohne künstlerische Zier. Das Forum wirkt allein durch seine steinerne Wucht. Durch das nördliche Tor der Propyläen verläßt der Festzug den Platz und wendet sich über die Luisenstraße und die Elisenstraße zum Lenbach- und Karlsplatz. 96 Pylonen von je fünf Meter Höhe, fahnenum­säumt und mit goldenem Spitzendach gekrönt, stehen an diesem Teil des Weges. In hellem Blau leuch­tet das weite Rondell des Karlsplatzes. Von den Türmen der Karlstores wallen breite goldgelbe Fahnentücher herab. Sie tragen das Hoheitszeichen der Bewegung über den Schildern der Kunst. Das Schwarzgelb der Münchener Stadt­farben weht von den hohen Giebeln um den Marienplatz. In dunkles Weinrot getaucht sind der Max-Joseph-Platz und die Residenzstrabe.

Zum Besuch der Heidelberger Reichsfestspiele, die vom 20. Juli bis zum 22. August stattfinden, gibt die Reichsbahn auf allen Bahnhöfen im Umkreis von 200 Kilometern Sonntagsrückfahrkar­ten mit längerer Geltungsdauer nach Heidelberg aus. Die Karten gelten hin jeweils von Freitag 0 Uhr bis Montag 24 Uhr und nur, wenn sie auf der Rückseite den Stempel der Festspiele tragen. Furtwängler und Tietjen dirigieren in Bayreuth.

Bei den diesjährigen Bayreuther Fest- spielen dirigiert Wilhelm Furtwängler die Neuinszenierung desParsifal" und die beiden Ring-Zyklen; Heinz Tietjen dirigiert die Auf­führung desLohengrin". Im die Kammersängerinnen Maria M u l l e r und Kate Heidersbach von der Berliner Staatsoper ab­wechselnd die Elsa. Für den Monat August find noch Festspielkarten erhältlich.

Geheimrat Bosch zum Präsidenten der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft ernannt., DNB Berlin, 15. Juli. Reichsminister Rust hat auf Vorschlag des neuen Senats der Kaiser- Wilhelm-Gesellschaft zur Forderung der Wissenschaften Geheimrat Bo s ch 3" deren Präsi­denten ernannt. In der Person des Prof B o f ch), des bekannten Erfinders der Sttckstoff-Verbmdun gen aus der Luft, die Deutschland die völlige Un­abhängigkeit auf dem Gebiete der Düngemittel und Sprengstoffe einbrachte, hat der Reichswissenschafts- Minister eine Persönlichkeit berufen und der deut­schen Forschung verpflichtet, die m besonderem Maße die Gewahr dafür bietet, daß die Kaiser Wilhelm-Gesellschaft ihren großen Forschungsa^ gaben in noch stärkerem Maße als bisher gerecht werden wird. Geheimrat Bosch hat sein Amt am 15. dieses Monats übernommen und im Emver nehmen mit Reichsminister- R.u st zum-Ersten Viz Präsidenten der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft Staa Minister Dr. Wacker, den Chef des Amtes für .Wissenschaft im Reichserzlchungsmimsterlum, be rufen. An Stelle des ausgeschiedenen General

Oie zweite Zahrestagung der Reichskammer der bildenden Künste.

München, 15. Juli. (DNB.) Die Beteiligung der deutschen Künstlerschaft an der 2. Jahres- tagung der Reichskammer der bilden­den Künste im Rahmen desTages der deutschen Kunst" wird bedeutend stärker, als man erwartet hat. Die Leitung der Reichskammer der bildenden Künste hatte mit einer Beteiligung von etwa 2000 Personen gerechnet. Bis Mittwoch waren jedoch schon über 6000 Tagungskarten an Mitglieder der Kammer und geladene Gäste aus­gegeben worden. 1200 Ehrengäste aus München und dem Reich nehmen an den Veranstaltungen teil. Das Ausland ist durch Vertreter der Museen und die Repräsentanten der Künstlerschaft verschiedener Länder d er treten. Die Münchener Jahrestagung der Reichskammer der bildenden Künste wird das größte künstlerische Tagungsereignis der letzten vier Jahre sein. Da es nicht möglich ist, alle Teilneh­mer im Kongreßsaal des Deutschen Museums un­terzubringen, wird neben der Festsitzung im Kon­greßsaal eine Parallelversammlung im Bürger­bräukeller abgehalten, wohin dieser Festakt über­tragen wird. In den Fachgruppenversammlungen am Samstagvormittag sprechen Reichskulturwalter M 0 r a l l e r und andere Redner.

Die bevorstehenden Münchener Ereignisse wer­den von allen deutschen Sendern und für die Deut­schen in aller Welt vom deutschen Kurzwellensen­der übertragen. Die Eröffnung des Tages der

di gen Empfang. Der Hauptbahnhof ist wie umgewandelt. Der große Platz vor dem Bahn­hof und die angrenzenden Seitenstraßen haben sich in ein Meer von Fahnen verwandelt. 243 Masten säumen das weite Rund, und von jedem der über 11 Meter hohen Masten weht in buntem Wechsel eine Kunstfahne oder eine Fahne der Be­wegung. __

Wänden hängen die Bildnisse und ein Abguß der Gedenktafel mit den Namen der tapferen Bergstei­ger und ihrer Träger, die bei der Expedition 1934 den Tod fanden. Neben den Porträts bekannter deutscher Bergsteiger sieht man Bilder und Karten von allen europäischen Expeditionen, u. a. auch ein großes Diapositiv vom Smiolchu im Himalaja, dem schönsten Gletscherberg der Erde, dessen Erstbestei- gung den jetzt verunglückten deutschen Forschern G ö t t n e r und Dr. Wien im September 1936 gelang.

Vorn Karussellgetriebe zermalmt.

In Herdorf (Kreis Altenkirchen), ereignete sich ein tödlicher Unfall. Während der Fahrt auf einem Raupenkarussell fiel der achtjährige Junge des Hüttenarbeiters Trapp vom Sitz und geriet in das Getriebe des Karussells. Der bedauernswerte Junge wurde fürchterlich zugerichtet und konnte nur noch als Leiche geborgen werden. Die Ange­hörigen des verunglückten Jungen befanden sich zur gleichen Zeit ahnungslos in der Nähe des Karussells. Heber die Ursache des Unfalls wurden sofort eingehende Ermittelungen ausgenommen.

hohe Zuchthausstrafen für jüdische Rassenschänder.

Zwei Fälle von Rass en schände beschäftigte die Große Strafkammer Zweibrücken. Der Jude Max Kahn aus Pirmasens hatte die Ottilie Büt­tel 1933 kennengelernt, fing mit dem artvergesse­nen Mädchen ein intimes Verhältnis an und setzte den Verkehr auch nach dem Erlaß der Nürnberger Gesetze fort. Der Offizialverteidiger plädierte auf eine Gefängnisstrafe mit Rücksicht darauf, daß das artvergessene Mädchen dem Juden nachgelaufen sei. Diese Tatsache und das Geständnis Kahns berück­sichtigte das Gericht als strafmildernd und erkannte auf zwei Jahre Zuchthaus unter Anrechnung von drei Monaten Untersuchungshaft. Der Jude Robert Strauß hatte sich in Kaiserslautern an ein junges Mädchen herangemacht, wobei er ihm absichtlich seine Rassezugehörigkeit verschwieg. Das Gericht erkannte gemäß dem Antrag des Staatsan­walts auf 4V2 Jahre Zuchthaus.

Jüdische Rauschgiftschmuggler in Bulgarien verhaftet.

Die Kriminalpolizei in Warna am Schwarzen Meer verfolgte bereits seit einiger Zett die Spuren einer internationalen Bande von Rauschgift- schmugglern, der hauptsächlich Juden ange­hören. Nun gelang es den Behörden, den Anführer der Bande, einen von der Insel Korfu stammenden Mann namens Skordiles, dingfest zu machen,

Wetterbericht

des Relchswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.

Im Laufe des Spätnachmittags am Donnerstag erreichte der erste Schwall kühlerer Luft Westdeutsch­land und löste auch bei uns wieder vielerorts Ge­witter aus. Durch ein sich über Südengland er­neut gebildetes Tief, das sich rasch entlang der deutschen Küste ostwärts verlagern wird, stößt auf der Rückseite noch kühlere Luft nach, so daß die Temperaturen einen weiteren Rückgang erfahren werden. Die Niederschlagstätigkeit wird aber haupt­sächlich auf den nördlicheren Teil unseres Gebietes beschränkt bleiben und sich mehr in Schauern äußern.

Aussichten für Samstag: Bei lebhaften westlichen bis nordwestlichen Winden vorübergehend stärker bewölkt mit Niederschlag, dann wieder er­neute Besserung, Temperaturen um 20 Grad.

Aussichten für Sonntag: Bewölkt bis heiter, abflauende westliche Winde, geringe Schauer­tätigkeit, Temperaturen um 20 Grao.

Lufttemperaturen am 15. Juli: mittags 27,9 Grad Celsius, abends 19,6 Grad: am 16. Juli: morgens 19,7 Grad. Maximum 20,2 Grad, Minimum heute nacht 12,2 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 15. Juli: abends 25,6 Grad; am 16. Juli: mor­gens 20,6 Grad. Niederschläge 9,1 mm. Son­nenscheindauer 11,2 Stunden.

Die Straßen der Hauptstadt der Bewegung werden für denTag der Deutschen Kunsts vom 16. bis 18. Juli prächtig geschmückt. Unser Bild zeigt die Entwürfe für die Dekoration der Ludwig- und der von-der-Tann-Straße. (Scherl-Bilderdienst-M.)

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Erziehung und Volksbildung als Kurator der Preußischen Akademie der Künste in Berlin hat Ministerpräsident Generaloberst Gö­ring die Satzung der Preußischen Akademie der Künste mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Der Ministerpräsident beauftragte Reichsminister R ust, eine neue, nationalsozialistischen Grundsätzen ent­sprechende Satzung auszuarbeiten und sofortige Maßnahmen zur Umgestaltung und Neu­organisation der Akademie zu treffen. Wetter übernahm Ministerpräsident Generaloberst Göring das Amt eines Protektors der Akademie. Demgemäß hat Reichsminister R u st zunächst fol­gende Künstler als ordentliche Mitglieder in die Preußische Akademie der Künste ausgenommen:

Architekten: Pros. Brinkmann, Bremen; Fick, München; Prof. Gall, München; Gies- I e r, Sonthofen; Prof. Klotz, Köln; Prof. March, Berlin; Prof. Sagebiel, Berlin; Prof. Dr. Schumacher, Hamburg; Prof. Speer, Ber­lin; Robert Tischler, München.

Bildhauer: Prof. Sre ter, Berlin; Philipp Harth, Berlin; Prof. Richard Klein, München; Prof. Knecht, München; Gerhard Marcks, Berlin; Pros. Scheibe, Berlin; Schmid- Ehmen, München; Prof. Th 0 rack, München; Prof. W a l d s ch m i d t, Stuttgart.

Maler: Prof. B urmann, Berlin; Georg E m i g , Berlin; Otto H e r b i g, Berlin; K a s p e r, München; Kowalski, Breslau; Prof. Lenk, Berlin; M a h l a u , Lübeck; Prof. Nobel, Kassel; Brof. Partikel, Königsberg; Prof. P e i n e r, Kronenburg (Eifel); Pros. Preetorius, Mün­chen; Prof. Ferdinand Spiegel, Berlin.

Kunsthandwerker: Prof. Douglas- Hill, Berlin; Prof, von E i f f, Stuttgart; Prof. G Her, Berlin; Emil ßettre, Berlin; Julius Schramm, Berlin; F. R. Wilm, Berlin.

Musiker: Prof. Dr. Furtwängler, Ber­lin; Prof. Dr. Kn ab, Berlin; Heinrich Kamin­ski, Tiengen; Hermann Reuter, Frankfurt-M.

Ausgeschieden ist bereits der größte Teil von Mitgliedern einer vergangenen Kunstepoche, die einer nationalsozialistischen Neubelebung der Akademie nicht im Wege stehen wollten. Die m der Akademie Verbleibenden werden, um jüngerem Nachwuchs Platz zu machen, zum Teil in eine inaktive Gruppe übergeführt werden.