kehrswerbung in
zuteil.
Landkreis Gieren.
der
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Nachtwandeln
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bet Nervösen, Epileptischen durch Sugge-
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mens und kommt Hysterischen und vor Beseitigung stion
Nackensteifigkeit.
Nackenmuskulatur
»■*> Alsfeld, 14. Juni. In der vergangenen Woche hielt der Verein seine diesjährige ordentliche Mitgliederversammlung ab. Der Lercinsführer, Rektor Rohrbach, erstattete zunächst den allgemeinen Tätigkeitsbericht über die Arbeit des Vereins im abgelaufenen Jahre. Dem
hatte. Die Diebin besuchte nach ihren Angaben auf ihren Beutezügen Uhrengeschäfte, ließ sich Auswahlen vorlegen und lenkte dabei die Aufmerksamkeit des Bedienungspersonals ab, um Uhren zu stehlen, die sie dann verkaufte. Die Festgenommene hat zugegeben, auch in Mannheim und Ludwigshafen Versuche zu derartigen Diebstählen unternommen zu haben.
Starre der bei Muskel-
sich durch Auswaschen mit übermangansaurem Kali entfernen. Nachtwandeln. Umherwandeln in der Nacht, ohne datz es dem 'Betr. zum Bewußtsein kommt. Es ist eine Art bet tiefen Trau-
Jahresversammlung des Verkehrs- und Verschönerungsvereins Alsfeld
20. Juni zu gewinnen.
Der Eschenburgturm vollendet.
LPD. Dillenburg, 15. Juni. Der auf einer der höchsten Erhebungen des Dillgebietes im vorigen Jahre errichtete Eschenburgturm mußte seinerzeit nach der Einweihung für die Besteigung gesperrt werden, da die baupolizeiliche Prüfung Mängel in der Bauausführung ergeben hatte. In sechswöchiger Arbeit hat nunmehr eine Spezialfirma den Turm in andersartiger Konstruktion erneuert und die beanstandeten Mängel beseitigt, so daß der Turm, in dem fid). auch ein Heimatmuseum befindet, zur Besichtigung freigegeben werden kann. Die Deffnung des Turmes erfolgt anläßlich einer Sonnwendfeier am 19. Juni.
Feuer durch Blitzschlag.
LPD Biedenkopf, 15. Juni. Bei einem schweren Gewitter schlug der Blitz in das Anwesen einer Witwe im Kreisort Gönnern. Die Scheune brannte völlig nieder, während das Wohnhaus erheblich beschädigt wurde. Die Feuerwehren von Gönnern und Umgebung mußten sich auf die Sicherung der Nachbargebäude beschränken.
Kreis Wehlar.
T Lützellinden, 14. Juni. Das im vorletzten Jahr eröffnete Schwimmbad, das die „Badegesellschaft Lützellinden" errichtet hat, erfreut sich eines außerordentlich starken Besuches. Am gestrigen Sonntag herrschte Hochbetrieb. Das Bad wird namentlich auch von den Bewohnern der benachbarten Dörfer sehr gut besucht. Während des verflossenen Winters wurden wieder einige Verbesserungen vorgenommen. Der Liegeplatz um das Bad herum ist mit Gras eingesät worden und macht einen recht freundlichen Eindruck. Auch sind einige Holzpritschen zum Lagern aufgestellt worden, und der Einbau zweier Brausen bietet Gelegenheit, Brausebäder zu nehmen. Diejenigen, die einst den Bau des Schwimmbades angeregt und unterstützt haben, können mit Befriedigung feststellen, wie sehr sie der Allgemeinheit gedient haben.
Lpd. Frankfurt a. M., 15. Juni. In einem hiesigen Krankenhaus starb ein 78jähriger Mann, der als mittellos auf dem Friedhof beerdigt wurde. Sein Nachlaß im Krankenhaus bestand aus einigen alten Kleidern und fünf Mark. Auffällig war immerhin, daß der Alte die Krankenhauskosten bezahlt hatte. Als man in seiner letzten Behausung Umschau hielt, fand sich im Schrank ein Paket, das Bargeld und Wertpapiere im Betrage von 20 000 Mark enthielt.
Jüdin stiehlt Uhren.
Lpd. Worms, 15. Juni. Die in Mannheim wohnende jüdische Hausangestellte Erna Benedict wurde festgenommen, als sie in einem Wormser Uhrengeschäft einen Uhren dieb stahl begangen
Lpd. Marburg, 14. Juni. Am 19. und 20. Juni veranstaltet die K r e i s l e i t u n g M a r b u r g d e r NSDAP, eine Gedenkfeier anläßlich der 50jäh- rigen Wiederkehr der Wahl des ersten antisemitischen Reichstagsabgeordneten. 1887 hielt als erster Antisemit Dr. Otto B ö ck e l, der Vertreter des Wahlkreises Marburg—Kirchhain—Frankenberg, seinen Einzug in den Deutschen Reichstag. Die antisemitische Bewegung, die Anfang der 80er Jahre im ganzen Reiche zum Durchbruch kam, hatte in Hessen einen günstigen Boden gefunden. Obwohl durch die kurhessische Verfassung von 1833 den Juden die volle Gleichberechtigung zugestanden war und ihnen alle Berufe offen standen, blieben sie auch weiterhin als Viehhändler und Geldverleiher eine Plage für das hessische Landvolk. Als Student in Gießen und später als Hilfsbibliothekar in Marburg hatte der junge Dr. Böcke! diese Not kennen gelernt. Er nahm in Wort und Schrift den Kampf gegen das Judentum auf. Dr. Böcke! brachte nunmehr im Reichstag rücksichtslos die von den anderen Parteien ängstlich gemiedene Judengefahr zur Sprache.
Zu seinen engeren Mitarbeitern gehörte bald em junger Student, der spätere Professor Dr. Werner, einer der betontesten Vorkämpfer der antisemitischen Bewegung vor und nach dem Weltkrieg. Der Kreisleitung der NSDAP, ist es gelungen, neben dem Leiter des Nassenpolitischen Amtes NSDAP., Dr. Groß (Berlin), auch Professor Werner als Redner für die Großkundgebung
Hier abschneiden!
als im Vorjahre). Die Schulsparkasse legte 641 Mark ein. Die langfristigen Darlehen belaufen sich auf 17 000 Mark und sind um 1100 Mark gesunken. Bei der Landesbauernkasse besteht ein Guthaben von 54 000 Mark (23 000 Mark mehr als im Vorjahre). An Warenforderungen stehen 6000 Mark aus, 1100 Mark weniger als im Vorjahre. Der Reingewinn betrug 434 Mark gegen 585 Mark. Die Kasse stellt ihren Mitgliedern je eine Saatgutreinl- gungs-, eine Düngerstreu- und eine Beizmaschine zur Verfügung. Der Geschäftsbericht gab erfreuliche Feststellungen und zeigt deutlich eine Aufwärtsentwicklung.
Gedenkfeier für Or.Böckel in Marburg.
rheumatismus (f. d.), aber auch verbunden mit allgem. Krankheitserscheinungen (Fieber usw.) ein Zeichen für Gehirnhautentzündung.
Nacktheit wird von kleinen Kindern nicht empfunden, man soll sie daher auch nicht gutmütig als Nacktfrosch verspotten Sobald bei ihnen ein natürliches Schamgefühl auftritt, ist ihm Rechnung zu tragen.
Nadel. An Nadelarten gibt es Nähnadeln, Stecknadeln, Sicherheitsnadeln, Haarnadeln, Hutnadeln und Schmucknadeln, ferner die in der Küche verwendete Spicknadel, mit der Fleisch mit Speck durchzogen wird. Die Nähnadel muß immer der Stärke des benutzten Fadens entsprechen. Nadeln glättet man, indem man sie durch ein Stück Seife hindurchsticht. Beschädigte Spitzen machen die Nähnadel, besonders die Nähmaschinennadel unverwendbar
Nadelarbeit sind alle Stickereien, die mit Nadeln und Seide- oder Wollgarnen ausgeführt werden im Gegensatz zu Häkeln. Stricken usw.
und zwar mit Erfolg, da der Fremdenverkehr tatsächlich zugenommen habe. Notwendig für die Stadt Alsfeld sei die größere Aufnahmefähigkeit für Gäste durch Schaffung privater Unterkünfte, da die vorhandenen Gaststätten nicht ausreichen. Als nächste wichtige Aufgabe des Vereins bezeichnete Rektor Rohrbach die' Erweiterung der Erlenanlagen und die rege Werbung von neuen Dereinsmitgliedern.
Für den V e r k e h r s a u s s ch u ß berichtete Obertelegraphenbauführer E. E m r i ch, der insbesondere auf die Neueinführung des Eilzugspaares auf der Strecke Gießen—Fulda hinwies. Lebhafte Klage wurde von dem Berichterstatter über die schlechte Beschaffenheit der Durchgangsstraßen Alsfeld— Hersfeld und Alsfeld—Kirchhain geführt. Wiederholt hat der Verkehrsverein sich um Abhilfe bemüht. Für den Werbeausschuß berichtete Fabrikant Hans Jakob Bücking über die einzelnen Werbemaßnahmen. Für den Der schöne- rungsausschuß referierte Kaufmann Otto Ginsberg, insbesondere über die Anpflanzungen und die Durchführung des Wettbewerbs für Fen-
frug 17 772 641,62 Mark Die Neuauslechungen auf dem Hypotheken- und Schuldscheinkonto wurden hauptsächlich für volkswirtschaftlich wertvolle, der Arbeitsbeschaffung dienende Maßnahmen verwendet. Die geldlichen Angelegenheiten werden mit der Landesbauernkasse Rhein-Main-Neckar in Frank- furt a. M. erledigt. Die Liquidations-Abwicklung des Langder Spar und Darlehensvereins e. G. m. b. H. zu Langd, der Spar- und Darlehenskafsenvereine in Fauerbach und Wallernhausen, sowie der Spar- und Darlehenskasse in Ober-Lais wurde unter Ueber- nahme der Ausfallbürgschaft der Landesbauernkasse Rhein-Main-Neckar zu Frankfurt a. M. in dem erforderlichen Umfange Übernommen. Um der im Bannkreis Ober-Lais, Unter-Lais, Glashütten und Steinberg wohnenden Kundschaft eine Erleichterung bei ihren Geldgeschäften zu bieten, wurde mit Genehmigung des Reichskommissars für das Kreditwesen eine Zahlstelle in Ober-Lais errichtet. Im Zuge der allgemein eingetretenen Belebung der Wirtschaft wurde der Kreditbedarf, soweit er vertreten werden konnte, in vollem Umfange befriedigt. Die Mehrausleihungen an Hypotheken- und KaufgeIdern im Berichtsjahr betrugen 89 227,67 Mark. Für etwaige Verluste, die insbesondere irnZusammenhang mit dem landwirtschaftlichen Entschuldungsgesetz stehen, wurde durch ein Wertberichtigungskonto in Höhe von 19 247,35 Mark hinreichend Rechnung getragen. Bei denZins- eingängen wurde im Berichtsjahr eine weitere Besserung erreicht. Die am Jahresschluß vorhandenen Rückstände sind als normal zu bezeichnen. Der Wertpapierbestand hat sich gegenüber dem Vorjahr um 16 848,07 Mark erhöht. Die Wertpapiere sind zum Anschaffungspreis in die Bilanz eingesetzt, so daß bei einer Realisierung derselben mit einem bedeutenden Mehrerlös gerechnet werden kann. Die Spareinlagen, verteilt auf rund 1912 Konten mit kleinen und kleinsten Beträgen, haben im Geschäftsjahr 1936 um 127 813,99 Mark zugenommen und mit einem Stande von 1026366,76 Mark erstmals seit der Nachkriegsinflation die Millionengrenze überschritten. Durch den Zufluß von anvertrauten Mitteln konnten die früher vorübergehend in Anspruch genommenen Bankkredite zurückgezahlt und darüber hinaus Guthabenbeträge als jederzeit flüssige Mittel unterhalten werden. Die Bilanz schließt am 31. DezeiNber 1936 mit 1 406 353,63 Mark in Aktiva und Passiva ab. Die Gewinn- und Verlustrechnung weist den Betrag von 43 044,55 Mark auf. Don dem auf 2 516,29 Mark sich belaufenden Reingewinn werden 5 v. H. Dividenden — 2 351,09 Mark auf das eingezahlte Aktienkapital gezahlt und 165,18 Mark auf neue Rechnung vvrgetragen. Die satzungsgemäß ausscheidenden Äuftichtsratsmitglieder Bürgermeister i. R. R u l l m a n n und Kaufmann Hermann Roth werden wieder und Bürgermeister U h l (Borsdorf) neu gewählt. Die Gefolgschaft betrug im Jahresdurchschnitt sieben Personen, denen für treue Pflichterfüllung Dank und Anerkennung gezollt wurden. Insbesondere wurde dem seit 25 Jahren an dieser Kasse tätigen Rechner Hermann Seum für sein rastloses Streben zur Weiterentwicklung des Geldinstituts Anerkennung und Dank
sterblumenschmuck. Die von dem Rechner des Vereins, Stadtinspektor Se i p p e l, vorgelegte Rechnung des Jahres 1936, die einen Ueberschuß von 59,50 Mark aufweist, wurde unter Entlastungserteilung genehmigt. Das Vermögen des Vereins beträgt zur Zeit 2232,99 Mark. Der Vereinsführer gab bekannt, daß nach den neuen Bestimmungen über die Regelung des Fremdenverkehrs der Bürgermeister der Fremdenoerkehrsgemeinde die Vereinsführung zu übernehmen hat. Bürgermeister Dr. V ö l s i n g übernahm hierauf den Vorsitz unter Dankesworten an den seitherigen Vorstand.
Der Voranschlag für das Rechnungsjahr 1937, der sich mit 875 Mark in Einnahme und Ausgabe bewegt, wurde angenommen. In der sich an die Erledigung der Tagesordnung anschließenden allgemeinen Aussprache über die Der - kehrswerbungsmaßnahmen gab der Vertreter der Deutschen Arbeitsfront beachtenswerte Hinweise für Ausflugszüge der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" nach Alsfeld. Bürgermeister Dr. V ö l f i n g berichtete über die demnächst nach Fertigstellung der Reichsautobahn von der Stadtverwaltung in Aussicht genommenen Werbemaßnahmen zur Hebung des Fremdenverkehrs. Ortsgruppenleiter Kimmel erklärte sich bereit, die Betreuung der in der Gemarkung Alsfeld zur Verschönerung des Landschaftsbildes ausgeführten Anpflanzungen zu übernehmen.
kein Nagel im haus?
Ja, das ist peinlich, wenn bann gerade welche gebraucht werden. Besser ist es, Sie halten stets darin einen Vorrat im Hause. Denken Sie also daran, wenn Sie das nächste Mal bei Häuser vorbeikommen: Nägel und Schrauben nicht vergessen.
J. B. Häuser Gießen, am Oswaldsgarlcn. Fernsprecher 2145/2146.
Gchwurgerichi Gießen.
Am zweiten Tage der lausenden Schwurgerichtsperiode am hiesigen Landgericht hatte sich die Ehefrau E. H. aus Alsfeld wegen Meineides zu verantworten. Das Verfahren hatte folgende Vorgeschichte: Die Eheleute H. bewohnen mit mehreren anderen Familien die Klostermannsiedlung in Alsfeld. In der gleichen Siedlung wohnt auch der alleinstehende pensionierte Eisenbahnbeamte Sch., der gestern als Zeuge vernommen wurde. Sch. ist im Jahre 1934 zu mehreren verheirateten Frauen der Siedlung in nähere Beziehungen getreten, bzw. hatte er solche anzuknüpfen versucht. Da der Zeuge auch in der Familie der Angeklagten öfters verkehrte, entstand in Alsfeld das Gerücht, daß er unerlaubte Beziehungen zu der Angeklagten unterhalte. Gegen eine der Verbreiterinnen des Gerüchtes, Frau R., die ebenfalls als Zeugin vernommen wurde, erhob der Zeuge eine Beleidigungsklage, die am 9. November 1935 vor dem Amtsgericht in Alsfeld verhandelt wurde. In der damaligen Verhandlung hat die Angeklagte unter Eid ausgesagt, daß sie niemals mit dem Zeugen Sch. ehewidrige Beziehungen unterhalten habe und daß insbesondere auch die Haustür niemals verschlossen gewesen sei, wenn der Zeuge in ihrer Wohnung anwesend war. Die Tür sei lediglich verquollen und daher schlecht zu öffnen gewesen. Diese Aussage bildete den Gegenstand des jetzigen Strafverfahrens gegen die Angeklagte; die damalige Verhandlung endete mit einer Verurteilung der Zeugin R. zu einer Geldstrafe. Das Urteil wurde jedoch in zweiter Instanz von der Kleinen Strafkammer des Landgerichts in Gießen aufgehoben und die
Zeugin R. freigesprochen, da die Kammer der AilÄ sage der Angeklagten keinen Glauben schenkte.
Die gestrige Hauptverhandlung bot im wesent« lichen folgendes Bild: Die Angeklagte bestritt nach wie vor mit dem Zeugen Sch. intime Beziehungen unterhalten zu haben und hielt ihre damalige Aus- sage auch gestern voll aufrecht. Demgegenüber bekundeten mehrere Zeugen, davon der Polizeibeamte L., unter Eid, daß er, als er in einer dienstlichen Angelegenheit die Angeklagte einmal habe aufsuchen müssen, die Haustür verschlossen gefunden habe. Bei seinem Eintritt in die Wohnung habe er auch den Zeugen Sch. dort angetroffen, und zwar in einer Situation, die den Verdacht bei ihm aufkommen ließ, daß es zwischen den beiden unmittelbar vorher zu intimen Berührungen geformt men sei. Zwei andere Zeugen sagten ebenfalls unter, Eid aus, daß der Zeuge Sch. eines Abends, mäh-, renb der Ehemann der Angeklagten in der Gesangsstunde war, in Richtung der Wohnung der Angeklagten gegangen sei. Die Zeugen konnten allerdings nicht bekunden, daß der Zeuge Sch. die Wohnung betreten habe. Sie nahmen jedoch wahr, daß kurz nach dem Vorfall das Licht in einem Zimmer der Angeklagten anging und sich deutlich zwei Schatten hinter dem Vorhang abhoben. Der Zeuge Sch. bestätigte im Gegensatz dazu die Darstellungen der Angeklagten und stellte ehewidrige Beziehungen mit ihr ganz entschieden in Abrede. Daraufhin wurde er nach mehrfachen Belehrungen durch den Vorsitzenden auch beeidigt.
Der Vertreter der Anklagebehörde vertrat in seinem Plädoyer den Standpunkt, daß die Angeklagte auf Grund der Aussagen der zuerst genannten Zeugen als überführt anzusehen sei und beantragte eine Zucht Haus st rafe von zwei Jahren und die Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf drei Jahre. Die entgegenstehende Aussage des Zeugen Sch. bezeichnete er als vollkommen unglaubwürdig und beantragte, diesen wegen dringenden Verdachtes des Meineides aus dem Gerichtssaal verhaften zu lassen. Der Verteidiger beantragte Freisprechung. Er zweifelte vor allem die Richtigkeit der die Angeklagte belastenden Aussagen an und wies insbe- sonoere daraufhin, daß keiner der Zeugen aus eigner Wahrnehmung unerlaubte Beziehungen zwischen der Angeklagten und dem Zeugen Sch. beobachtet habe.
Das Gericht kam nach längerer Beratung zu einem freisprechenden Urteil. In der Urteilsbegründung führte der Vorsitzende aus, daß trotz gewisser Verdachtsmomente die Indizien für eine Verurteilung der Angeklagten nicht ausreichten. Da das Urteil im wesentlichen darauf beruhte, daß das Gericht den Aussagen des Zeugen Sch. Glauben schenkte, erübrigte sich eine Entscheidung über den Antrag der Staatsanwaltschaft auf Haftbefehl gegen den Zeugen.
Jtunöfuntproaromm.
Donnerstag. 17. Juni.
6 Uhr: Choral, Morgenspruch, Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Bäderkonzert. 9.30: Nur Koblenz- Trier: Nachrichten. 10: Schulfunk. Dolksliedsingen. Wiederholung aus Liederblatt 5. 10.30: Hausfrau, hör zu! 11.45: Deutsche Scholle. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten — Offene Stellen; Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Suiten, Märsche, Rhapsodien. 15: Für unsere Kinder. 15.30: Volk und Wirtschaft. Der Fahrradbrief schützt gegen Diebstahl. 16: Nachmittagskonzert des Danziger Landesorchesters. 18: Aus der Regelkunde des Sportes: „Fußball". 18.15: Frühpirsch mit dem Mikrophon. Wir belauschen unsere gefiederten Sänger. 18.30: Auf, auf, ihr Wandersleut, / Zum Wandern kommt die Zeit. 19: Unterhaltungskonzert. 19.45: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: „Die verkaufte Braut". Komische Oper. In der Pause: Nachrichten. 22.45: Unterhaltungskonzert. 24 bis 2: Nachtmusik.
Bericht war zu entnehmen, daß die Fremdenver- erfter Linie gefördert worden ist folg, da der Fremdenverkehr tat-
* Wieseck, 16. Juni. Unser Mitbürger, Schmiede- meister und Pumvenmacher Georg B i e r a u , kann heute in geistiger und körperlicher Frische seinen 7 8. Geburtstag feiern.
* Klein-Linden, 14. Juni. Für den Samstagabend hatte der Turnverein 1889 Klein- Linden feine Mitglieder zu einer Versammlung in sein Vereinslvkal eingeladen. Vereinsführer Karl Weiß verlas die Eingänge der letzten Tage, zu denen Stellung genommen wurde. Es wurde u. a. beschlossen, daß sich der Verein am 50. Stiftungsfest des hiesigen Männergesangvereins „Harmonie" beteiligt. Turner und Turnerinnen werden mit Darbietungen aufwarten. Ferner wurde der Beschluß gefaßt, zu dem diesjährigen Kreisturnfest in Dillenburg einige Turner zu entsenden. Der Verein wird sich'ebenfalls am 10jährigen Stiftungsfest des FC. „Teutonia" in Watzenborn-Steinberg beteiligen. Um namentlich den älteren Turnern Gelegenheit zu geben, sich sportlich zu betätigen, wurde durch Den Vereinsführer die Aufstellung einer Faustballabtei- lung zugesagt. . m .... ..
st Großen-Linden, 16. Juni. Der älteste Mann Großen-Lindens, Balthasar Schäfer, vollendet am morgigen Donnerstag sein 8 5. Lebensjahr. _
! Großen-Linden, 14. Juni. Die Jumwan- derung des Zweigvereins „Hüttenberg" vom V H C. führte am Sonntag in das liebliche Tal der Salzböde. Auf schönen Waldwegen ging es von Odenhausen (Lahn) über Salzböden und die Schmelz bis Reimershausen. Don hier folgte man dem Derstal bis Kirchners. In einem stillen Waldwinkel liegt hier das Waldbad der Gemeinde Kirchners, das wohl ganz einfach ist, aber durch seine wundervolle Lage verdient, daß es von den Wanderern besucht wird. Nach einem erfrischenden Bade ging es durch Tannen- und Buchenwälder über das Forsch aus „Waldhaus" nach Krofdorf, von da mit dem Autobus bis Gießen. Trotz der starken Hitze war es eine sehr lohnende Tageswanderung.
+ Ruttershausen, 15. Juni. Dem hiesigen Jagdaufseher L. Krämer gelang es dieser Tage, in unserer Gemarkung einen Keiler zur Strecke zu bringen.
Kreis Schotten.
# Unter-Seibertenrod, 14. Juni. Dieser Tage wurde in der Wirtschaft von Konrad G o tz (früher Erbes) ein K e l l e r e i n b r u ch verübt, wobei die Diebe mehrere Flaschen Bier, Limonade und Mineralwasser mitgehen hießen.
Kreis Alsfeld.
*!* Mücke, 14. Juni. Die hiesige Ortsgruppe der Bienenzüchter tagte bei Gastwirt B a i ft. Vorsitzender Erb gab einen Bericht über die Einweihung des neuen Hauses der Lehranstalt für Bienenzucht bei der Universität Marburg. Der Besuch der Marburger Kurse wurde jedem Imker empfohlen. 'Weiterhin hielt Lehrer Becker (Lardenbach) einen Vortrag über die Bildung von Kunstschwärmen und die Neubeweiselung der Bienenvölker.
*!* Ruppertenrod, 14. Juni. Dieser Tage hielt die hiesige Spar- und Darlehenskasse ihre diesjährige ordentliche Generalversammlung bei Gastwirt Doll ab. Präsident Joh. Kratz V. eröffnete die Versammlung. Direktor Voizing hielt einleitend eine Ansprache über die Aufgaben des Vierjahresplanes. Die Ausführungen ernteten großen Beifall. Alle Aemter blieben bei ihren bisherigen Inhabern. Der Rechner wurde entlastet. Direktor Volzing schlug eine Erhöhung der Passivkreditgrenze auf 150 000 Mark vor, die genehmigt wurde. Der Geschäftsbericht ergab folgendes Bild: Der Umsatz betrug 260 000 Mark gegen 280 000 Mark des Vorjahres. Die Spareinlagen erreichten 190 000 Mark (13 000 Mark mehr
Nägelkasen
Nadelgeld ist eine regelmäßige Zuwendung in Geld, die die Frau meist in den ersten Jahren der Ehe von ihren Eltern zur freien Verfügung bekommt. Das Nadelgeld fällt unter die Ausstattung (s. d.). Als Nadelgeld wird ferner auch oft der Geldbetrag bezeichnet, den der Mann der Frau zur freien Verfügung überläßt (s. Taschengeld!
Nadelhölzer (Coniferen) verschönern das winterliche Gartenbild. Kommen in vielen Wuchsformen vor. Pflanzzeit von Mitte August bis Anfang Oktober und Ende April bis Anfang Mai. In strengen Wintern Bodendecke mit Torf (f. Fichte. Tanne. Wacholder. Lebensbaum)
Nadelkisien, meist mit Sägemehl gefüllte kleine Säckchen, die bei Anproben die Nadeln leicht er- fasien lasten und verhindern, daß Nadeln verloren gehen.
Nächtliche Angst, \. Angst, Aufschrecken.
Nägel, hornige Anhangsgebilde der Haut an Fingern und Zehen. Entstehen von der Nagelwurzel aus und liegen auf dem Nagelbett. Sie wachsen während des Lebens ständig nach und bedürfen wie Zähne und Haare einer angemestenen Pflege. Siehe auch Nagelpflege.
Nägelkauen ist nach neueren Feststellungen nicht immer auf schlechte Angewohnheit oder Nervosität, sondern bei Kindern vielfach auf Vitaminmangel zurückzuführen. Läßt sich das Nägelkauen nicht auf gütliche Art. z. B durch


