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KrJ37 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Mittwoch, 16. Zuni 1957

Zugens uns Hochschule.

Gin GauehrenaussOuß der ÄS -Studemenlampsdilse. NSG. Zur Förderung der Arbeit der NS.-Stu- dentenkampfhilfe, des Altherrenbundes der Deut­schen Studenten, sind in den Gauen Ehrenaus- schüsse gebildet worden, denen führende Persön­lichkeiten der Partei, des Staates, des Kultur­lebens und der Wirtschaft angehören. Dem Ehren­ausschuß des Gaues Hessen-Nassau der NS.-Stu- dentenkampfhilfe gehören folgende Persönlichkeiten an, die sich beim Aufbau des Deutschen Studenten- tums an den Hoch- und Fachschulen des Gaues vor der Machtübernahme oder im Kampf der letzten Jahre beteiligt haben:

Sprenger, Gauleiter Hessen-Nassau und Reichsstatthalter in Hessen; Simon, Gauleiter Koblenz-Trier, Preußischer Staatsrat; Reiner, stellv. Gauleiter Hessen-Nassau, Hessischer Staats­rat, MdR.; Heyse, Gauverbandsleiter NS.-Stu- dentenkampfhilfe, Gaupersonalamtsleiter, MdR.; Dr. Baader, Professor, Rektor der Hess. Lud­wigs-Universität Gießen; Becker, Gauobmann der DAF., Provinzialrat; Dr. Behrens, Gau­amtsleiter (Amt für Volksgesundheit), Gauführer des NS.-Aerztebundes; Becker le, SA.-Grup­penführer, Polizeipräsident, MdR.; Bethge, stellv. Generalintendant und Chefdramaturg der Städt. Bühnen Frankfurt a. M., Reichskultursena­tor; Bickendorf, Gauorganisationsamtsleiter, Stadtrat, Frankfurt a. M.; Boehm, Gauamts­leiter (Amt für Technik); Dörrbecker, Kunst­maler, Fachschaftsleiter in der Gauwaltung der DAF.; Faatz, Gauamtsleiter, Gauarbeitsfuhrer des Reichsarbeitsdienstes; Gräntz, SA.-Grup- penführer; Gutterer, Reichsamtsleiter, Mini­sterialrat; Dr. Hildebrandt, Kreisleiter; Dr. H ü b e n e r, Professor, Rektor der Technischen Hochschule Darmstadt; Dr. Krebs, Kreisleiter, Oberbürgermeister der Stadt des Deutschen Hand­werks, Frankfurt a. M.; Preußischer Staatsrat; Dr. Lieser, Professor, Gaudozentenbundsführer, Landesleiter Hessen-Nassau der Reichskammer der bildenden Künste; Dr. Lüer, Professor, Gau­amtsleiter, Leiter der Reichsgruppe Handel, Prä­sident der Industrie- und Handelskammer für das Rhein-Main. Wirtschaftsgebiet, MdR.; Lorsch, SA.-Oberführer, Landrat; G. W. Müller, per- sönl. Adjutant des Reichsministers für Volksauf­klärung und Propaganda; Dr. Platzhoff, Pro­fessor, Rektor der Johann-Wolfgang-Goethe - Uni­versität in Frankfurt a. M.; Ringshausen, Gauamtsleiter (Amt für Erzieher), Gauwalter des NS.-Lehrerbundes, Ministerialrat, MdR.; Ruder, Gauamtsleiter (Gauschulungsamt), Ratsherr der Stadt Frankfurt a. M.; Rühle, Reichsamtsleiter, Landrat; Dr. Dr. A. Schmidt, Professor, ord. Vor­standsmitglied der IG.-Farbenindustrie i. R.; Dr. Schmieden, Professor. Direktor der Chirurgi­schen Universitätsklinik Frankfurt a. M.: Dr. Scriba, Oberlandesgerichtspräsident; Selck, Professor, ord. Vorstandsmitglied der JG.-Farben- industrie AG.; Stadelmann, Oberlandes­gerichtspräsident; Stöhr, Gauamtsleiter, Adju­tant des Gauleiters Hessen-Nassau, MdR.; Dr. Wagner, Gauamtsleiter, Landesbauernführer, SS.-Oberführer; Dr. Wifser, Universitätskura- tor, Amtsgerichtsrat, Ratsherr der Stadt Frank­furt a. M.; Wirth, Gauamtsleiter (Gaurechts­amt), Gauführer des NS.-Rechtswahrerbundes, Provinzialrat.

SchuWchem und Fachbücherei.

Von Erich Lanaenbucher

Der Schulbücherei kommt im Gesamtplan des Schulunterrichts eine nicht zu unterschätzende Bedeutung zu. Zum ersten erwächst ihr die wichtige Aufgabe, die Schüler zum Lesen zu erziehen und ihnen die Urteilsbildung über ein Buch zu ermög­lichen, besonders denjenigen, die selbst wirtschaftlich nicht dazu in der Lage sind, sich Bücher zu kaufen. Zum anderen wird es der gutgeleiteten und in der Auswahl sorgfältigen Schulbücherei gelingen, ihre Benutzer, und das find junge Menschen, weg­zuführen von Kolportageliteratur und jenen Zehn- Pfennig-Heftchen, die, aus irgendeiner Quelle stam­mend, den Weg immer wieder in die Klassen finden und dortdie Runde machen". Darüber hinaus wird aber die Schulbücherei eine Quelle des Kön­nens und Verstehens fein und wertvolle Hilfe zur Fortbildung werden. Natürlich soll sie nie und nim­mer den Schüler dazu verleiten, sich nun in Bücher zu vergraben, aus ihm die bekannte Gestalt des Bücherwurms" zu machen, jenen bleichgesichtigen Schülertyp, den wir Gott sei Dank überwunden haben. Sie soll auch nicht einseitig einem engen Kreis von Schülern dienen, sondern soll für alle das bedeuten, was wir oben angedeutet haben. Aus die­sem Grund wird eine Schülerbücherei vielseitig sein müssen, reichhaltig, nicht dem Umfang nach, aber dem Inhalt der Bücher nach. Der zur Ver­fügung stehende Raum und noch mehr die beschränk­ten Mittel werden ja hier schon Begrenzungen auf­legen. Die Aufgaben der Schülerbücherei erfordern es ja sowieso, daß nur das Beste aus jedem Schrift­tumsgebiet Aufnahme findet.

Zunächst wird eine Schulbücherei dem Bedürfnis ihrer jungen Leser nach Unterhaltung, Spannung und Abenteuer nachzukommen haben, nach Werten, die meist im schöngeistigen, erzählenden Buch be­schlossen liegen, denn sie soll ja keine Handbibliothek für den Unterricht sein, und der Schüler soll sie nicht benutzen, um etwas zu lernen, was erim Unterricht wissen muß", sondern er soll sich Bücher holen, wenn er Lust verspürt, zu lesen. Diese Lust zu wecken, ist vorerst das wesentlichste Ziel; wenn dieses erreicht ist, wird auch die Schulbücherei über den allgemein notwendigen Bestand ihrer erzählen­den Bücher hinausgreifen können, um Bücher auf­zustellen, die gelegentlich auch der Schularbeit zu­gute kommen, so z. B. geschichtliche Werke, erdkund­liche Werke. Hier kann ein erzählendes Buch, das die Unterrichtsarbeit unterstützt, oft bessere Dienste tun als ein Leitfaden aus irgendeinem Wissensge­biet, der in den seltensten Fälle so angelegt ist, daß der Schüler ihn ohne Hilfe lesen kann und frei­willig danach greifen wird. Es feien hier zum Bei­spiel nur jene erzählenden Bücher erwähnt, in deren Mittelpunkt das System der Himmelskörper steht oder Werke, die unterhaltend den Gang einer Er­findung aufzeigen, das Leben eines Entdeckers, Er- fittders oder eines Gelehrten. Wir geben gerne zu,

daß wir aus solchen Büchern gelernt haben, ohne daß man spürte, daß hier etwas zu lernen war und ohne das Gefühl des Lesen- und Lernenmüssens.

Solche Bücher werden die Brücke sein zu einer Art von Büchern, die am Wege zum Fachbuch des erwachsenen Menschen stehen und die gerade heute nicht mehr in unseren Schulbüchereien fehlen sollten, weil, das wissen wir, der Schüler sie haben und kennenlernen will. Die Schularbeit umschließt ja gegenwärtig viel mehr als das reine Dozieren und wissensmäßige Arbeiten, sie vermittelt dem Schüler gleichzeitig praktische Fähigkeiten und Fer­tigkeiten, die, wenn sie ernschaft betrieben werden, eine nicht zu unterschätzende Vorschule für die spä­tere Berufsarbeit sein können. Da sind vor allem die Bastel büch er von großem Wert, die An­leitung zur Ausbildung von Handfertigkeiten geben. Basteln bedeutet für uns nicht mehr Spielen! Die Werte, die ausgelöst werden beim Bau eines Segel­flugzeugmodells, eines Motorenmodells, eines Rund­funkempfängers u. a. Arbeiten, dürfen nicht zu

Ein wenig bekanntes Ausbildungsziel ist noch das des Diplomlandwirtes mit einer Zu­satzprüfung in Landeskultur. Es ist dies ein be­sonderer Zweig des landwirtschaftlichen Studiums, der nach der verantwortlichen Einschaltung des Reichsnährstandes in das Meliorationswesen und infolge der gesteigerten Flurbereinigungstätigkeit, der Durchführung der Reichsbodenschätzung, der Siedlung usw. gute Aussichten bietet. Dem Diplom­landwirt fällt dabei insbesondere die Rolle zu, die Landeskulturmahnahmen für die bäuerlichen Be­triebe wirklich nutzbringend werden zu lassen. Er' ist infolge seiner landwirtschaftlichen und zugleich kulturtechnischen Kenntnisse besonders befähigt, den Wert oder Unwert der kulturtechnischen Maßnahmen für die beteiligten Bauern zu erkennen.

Der Ausbildungsgang ist derselbe wie für alle Diplomlandwirte, nämlich zwei Jahre landwirt­schaftliche Praxis und sechs Semester landwirtschaft­liche Hochschule bzw. Universität mit Diplom­prüfung. Hierzu kommt eine praktische Tätigkeit von sechs Monaten an einem Kulturamt, Kultur­bauamt, einer Unterabteilung Landeskultur der Landesbauernschaften, einer Landeskulturaußenstelle der Landeskulturzentralstelle der Landesbauern­

niedrig angeschlagen werden im Rahmen der ge­samten Schularbeit. Jugendarbeit in der Schule wird handwerkliche Fertigkeiten ausbilden, um diese Ausbildung also in keinem Falle zur halben Sache werden zu lassen, wird sie nicht auf Fachbücher ver­zichten können. Diese Bücher werden anderer Art sein als Fachbücher für Lehrlinge und Gesellen eines Berufsgebietes, sie werden trotzdem nicht weniger wertvoll sein können. Hinzu kommt ein nicht zu unterschätzendes Moment: Der Schüler wird er­kennen, daß Bücher Hilfe sein können, daß sie dort beraten, wo er selbst nicht mehr weiter kann. Solche Erkenntnis wird aber nicht ohne Einfluß sein auf seine spätere Einstellung zum Buch und besonders zum Fachbuch.

Deshalb meinen wir, daß die Schülerbücherei ihre Aufgabe erst dann erfüllt und allen Wünschen ge­recht wird, wenn sie ihre Aufmerksamkeit auch den Fachbüchern zuwendet, dem Hilfsbuch für Wert­arbeit in der Schule und in der freien Zeit des lernenden jungen Menschen.

schäft in Sachsen (die gleichzeitig mit den Aufgaben einer staatlichen Landeskulturbehörde beauftragt ist) oder bei einer anderen Arbeitsstätte im Rahmen der praktischen Landeskultur, z. B. auch bei einem Landeskulturunternehmer usw. Diese Tätigkeit kann auch in den Semesterferien geleistet werden. Die Zusatzprüfung in Landeskultur kann nach der Ver­ordnung des Reichs- und preußischen Ministers für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung vom 17. November 1936 erst nach Ablegung der Diplom­prüfung abgelegt werden. Die Zulassung muß aber spätestens zwei Jahre nach Ablegung der Diplom­prüfung erfolgen.

Die Prüfung erstreckt sich auf folgende Wissens­gebiete: Allgemeine Uebersicht über die klimatischen, bodenkundlichen, wasserwirtschaftlichen und wasser- gesetzlichen Grundlagen der Kulturtechnik, Hoch­wasserschutz sowie Ent- und Bewässerung einschließ­lich Abwasserverwertung, Grundlagen der Moor- und Heidekultur, Kultur der Wiesen und Weiden einschließlich Gräserkunde, Uebersicht über die Flur­bereinigung und den Wirtschaftswegebau, Feld- mefsen und Nivellieren. Die ungeahnte Entwicklung der deutschen Kulturtechnik im Dritten Reich zur Sicherung seiner Nahrungsfreiheit hat die Kultur­

und Grünlandtechnik in die vorderste Linie gestellt. Es besteht nach erfolgter Prüfung für den Diplom­landwirt gute Aussicht, als Sachbearbeiter für Landeskultur oder Grünland bei einer Landes­bauernschaft oder im Staats-, Kommunal- und Prioatdienst unterzukommen. Z. d. R.

Erfolge des studentischen Fadrttdienstes.

Leistungsbilanz aus dem Einsatzgebiet des Gaues Hessen-Nassau.

NSG. Nach der Beendigung des Fabrikdienstein­satzes der Studenten innerhalb des Gaues Bayrische Ostmark, der bas Betreuungsgebiet des Gaues Hessen-Nassau ist, fertigte die Gauftudenten- führung in Bayreuth eine Leistungsbilanz an, aus der sich von vornherein ergibt: Der studentische Ein­satz im Fabrik- und Landdienst stellt innerhalb unseres Grenzgaues, der einen harten Kampf um feine Wiedererftarkung und um die Stabilisierung seiner politischen Kraft führt, einen nicht mehr weg­zudenkenden Faktor dar, der bei der Lösung all der zahlreichen aufgegriffenen Aufgaben ausschlaggebend ins Gewicht fällt.

Diese Tatfache verzeichnen wir mit Genug­tuung, weil der studentische Einsatzdienst aus der Erkenntnis der Erziehung des jungen Akademikers zum politischen Denken geschaffen wurde. An die Stelle des Reife- und Ausleseprozesses der Kampf­zeit trat der Fabrikdienst, der im freiwilligen Ein­satz die akademische Jugend zur Persönlichkeit er­zieht und die Gemeinschaft läutert und zusammen­schließt.

Schon das zahlenmäßige Ergebnis des Einsatzes zeigt seine offensichtlichen Erfolge. Im Jahre 1936 verzeichnete die Bayrische Ostmark bei einem Ein­satz von 329 Studenten und Studentinnen 784 in zusätzlichen be$at)tten Urlaub entlassene Arbeiter und Arbeiterinnen, während der Frühjahrseinsatz 1937 bei 202 Einsatzmännern und -mädeln 486 in zusätzlichen bezahlten Urlaub geschickte Arbeitskameraden und -kameradinnen aufwies. Die­ser Erfolg des Einsatzes darf nicht unterschätzt wer­den, besonders wenn man berücksichtigt, daß in den vorgesehenen Einsatzgebieten die meisten Arbeiter einen Urlaub früher überhaupt nicht kannten.

Ungleich größer aber als der zahlenmäßige Er­

kmwrtechniWe Ausbildung des Ap-omiandwirls

Giudenien bauen auf."

Eine Reichsleistungsschau der Deutschen Studentenschaft.

Berlin, 15. Juni. (DNB.) In einer von musi­kalischen Darbietungen umrahmten Feierstunde wurde im Haus der NS.-Kulturgemeinde d i e Aus­stellungStudenten bauen auf" eröffnet, die neben anderen Werken auch die Sieg er ar­beiten des zweiten Reichsberufswett­kampfes der deutschen Studenten zeigt. Bei der Eröffnungsfeier hielt Reichsstudentenführer Dr. Scheel eine Ansprache, in der er u. a. ausführte: In jedem Jahr legt die gesamte deutsche Studenten­schaft im Reichsberufswettkampf Zeugnis ab von ihrem Leistungswillen und ihrer nach Ge­staltung drängenden Kraft. Die F a ch a r b e i t und der Leistungskampf find die beiden Formen, die zum sichtbaren Ausdruck dieses studentischen Wil­lens zur wissenschaftlichen Leistung geworden sind. Die studentische Facharbeit setzt im vierten Semester ein, nachdem der Student den Dienst in der Kame­radschaft geleistet hat. Die gesamte Studentenschaft ist in Fachgruppen durchgegliedert, die im Reich in neun Reichsfachgruppen zusammengefaßt sind. Der Schwerpunkt der 400 Fachgruppen liegt in den Arbeitsgemeinschaften, deren Zielsetzung völlig parallel mit der des Reichsberufswettkampfes geht. In diesem Sommersemester werden über 1000 studentische Arbeitsgemeinschaften durchgeführt. Es ist Aufgabe der Fachgruppen, die Kameraden an die fachliche Arbeit im Dienste des völkischen Lebens heranzuführen und sie zu Männern zu erziehen, die in der Gestaltung ihrer Aufgaben ihre entschei­dende hohe und verpflichtende Aufgabe suchen. Es wäre wertlos, wenn der deutsche Student, losgelöst von den Notwendigkeiten des Lebens, nur abstrakten Wissenschaftlichen Problemen nachjagen würde; denn jede studentische Arbeit ist immer gebunden an d i e unmittelbare Wirklichkeit. Dies ist auch einer der wesentlichsten Gründe, weshalb der studentische Reichsberufswettkampf als Arbeitsform d i e Mannschaft in den Vordergrund stellt. Die Mannschaft bildet sich auf Grund der Aufgabe, und in der Mannschaft sind die verschiedensten Fachrich­tungen vereinigt, um zu verhüten, daß die Aufgabe' einseitig aus dem Blickwinkel eines einzigen Fach­gebietes heraus gesehen wird

Während sich 1935/36 3820 Hochschulstudenten und 5170 Fachstudenten beteiligten, ist in diesem Jahre die Beteiligung von den Hochschulen auf 6968 ge­stiegen, bei den Fachschulen sogar auf 9341. Von den rund 16 000 Teilnehmern wurden nach dem dies­jährigen Wettkampf 1572 Arbeiten eingereicht. In welch starkem Maße die Arbeiten des Reichsberufs­wettkampfes bereits zur Auswertung gelangten, zeigt die Tatsache, daß sich zur Zeit 40 v. H. aller eingereichten Arbeiten bei den verschiedensten Staats- und Parteistellen befinden, die sie zur Ver­wertung angefordert haben. Darüber hinaus ver­dienen noch einige Arbeiten Erwähnung.

Die Mannschaft 803 hat einen neuen voll gelunge­nen Typ eines Segelflugzeuges mit liegender Be­dienung entwickelt. Das Reichsluftfahrtministerium hat dieser Arbeit höchstes Lob gezollt. Eine Mann­schaft in Breslau befaßte sich vorbildlich mit dem Ausbau einer Hafenanlage. und der Lösung der da­zu notwendigen Verkehrsprobleme.

Eine Mannschaft der Universität Hamburg ar­beitete vorzüglich über die Lebenshaltungskosten der Hamburger Hafenarbeiter mit Hilfe neuester Me­thoden statistischer Erfassungen. Weitere sehr aut bearbeitete Themen lauten:Der gesamtdeutsche Ge­danke in Oesterreich-Ungarn nach 1866",Unter­suchung des deutschen Grenzortes Schlaufenbach (Eifel) und des auslandsdeutschen Dorfes Gnaden­feld, Bessarabien in Rumänien",Kolonialwirt­schaftsprobleme", Die Landarbeiterfrage in der Bayerischen Ostmark",Volkheitkundliche Erhebun­gen im deutschen Siedlungsgebiet in der südslawi­

schen Bcttschka",Die Auseinandersetzungen des Ger­manentums und Deutschtums mit dem Römertum und Christentum im süddeutschen Raum",Sied­lung für Kinderreiche",Die Schulfeier",Grund­lagen für eine fruchtbare Zusammenarbeit deutscher und polnischer Wissenschaft und ihr schulischer Nie­derschlag, aufgezeigt an dem Beispiel der Vor- und Frühgeschichte Deutschlands",Flugsport als Er­ziehungsmittel an der Volksschule",Die Jndustrie- arbeiterin im deutschen Recht" undHygienische Un­tersuchungen als Beittag zur Bekämpfung der Säuglingssterblichkeit in einem Grenzgebiet der Bayerischen Ostmark".

Dabei hat der Reichsberufswettkampf den Be­weis erbracht, daß es besonders d i e national­sozialistischen aktiven Studenten und Studentinnen sind, die sich an ihm in hervor­ragendem Maße beteiligt und die mit den besten Leistungen abgeschnitten haben. Der dritte Reichs- berufswettkampf, zu dem ich heute das gesamte deutsche Studententum aufrufe, wird den Studenten vor neue große Aufgaben stellen im Dienste des Volkes und feiner hohen Ideale. Jeder national­sozialistische Student möge seine Aufgaben er«

Der dritte Reichsberufswettkampf der deutschen Studenten erfolgt in 16 Sparten, für die jeweils mehrere zur Anregung und Ausrichtung dienende, beispielhafte Rahmenthemen aufgestellt sind: Deut­sche Volkstumforschung: Der deutsche Mensch in der deutschen Landschaft. Germani­scher Sinngehalt in Sitten und Bräuchen des deut- sen Landvolkes. Die biologischen Grundlagen des Brauchtums in Dorf und Stadt. Kulturelle und geistige Strömungen im deutschen Volkstum. Volksgeschichte: Der Reichsgedanke bei den rpbsburgern und Hohenzollern. Priestertum J.O völkisches Schicksal in der frühen deutschen Ge­schichte. Glaubenskämpfe und Geistesfreiheit in der nachreformatorischen Zeit. Judentum und deutsche Volkwerdung in der Neuzeit. Geschichte der Studentenschaften und studentischen Bewegun­gen. Erziehung: Theoretische Grundlegung einer völkisch-politischen Pädagogik. Die Forde­rungen des Dorfes als politischer Gemeinschaft an den neuen deutschen Lehrer. Die außerschulischen Erziehungsfaktoren im nationalsozialistischen Staat. Traditionsbewährte und neue Erziehungssysteme des Auslandes. Die Grundlagen nationalsozia­listischer Leibeserziehung. Bildendes Kunst­schaffen: Planung und Gestaltung eines Stu­dentenhauses nach örtlichen Gegebenheiten. Ent­wurf einer Arbeitersiedlung. Ausgestaltung von Arbeiteraufenthalts- und Feierräumen. Planung und Gestaltung von Heimen der Gliederungen. Musik und Feiergestaltung: Das deutsche Volkslied als Lebensäußerung von Landschaft und Rasse. Lieder unb Feiern für den Tages- und Jahreslauf. Instrumentale Spiel- und Unter­haltungsmusik. Neue Tanzmusik. Deutsche Naturerkenntnis: Leben und Denkweise großer Naturforscher. Die Stellung der Kirche zu neuen Erkenntnissen der Naturwissenschaften. Chemie und Physik und ihre Auswirkung auf die Technik. Volksgesundheitsführung: Der Einfluß von Lebensraum und Lebensweise auf die Volksgesundheit (Dorfuntersuchung). Die Be­deutung der Eigenheiten des Betriebes und der Arbeitsgänge für die Gesundheit des schaffenden Volkes (Betriebsuntersuchung). Die deutsche So­zialversicherung. Heilpflanzenbeschaffung. Deutsches Rechtsleben: Nationalfozialisti«

kennen und mitarbeiten an dem Reichsberufswett- kampf der deutschen Studenten. Die Parole lautet auch diesmal wieder:Studenten bauen auf!"

Anschließend verkündete der Leiter des Reichs­berufswettkampfes der Deutschen Studentenschaft SS.-Untersturmführer Dr. K u b a ch den dritten Reichs berufs wettkampf der deutschen Studenten, der ebenfalls die Mithilfe des Deutschen Stüdententums an der Behandlung völkisch-vor­dringlicher Probleme auf den Gebieten von Wissen­schaft, Kunst und Technik zum Ziele hat. Der Kampf wird in der Zeit vom 15. November 1937 bis 15. Februar 1938 durchgeführt. Die Leistungs­schau bringt in erster Linie künstlerische und tech­nische Arbeiten aus dem zweiten Reichsberufswett­kampf der deutschen Studenten zur Darstellung. Wissenschaftliche Arbeiten, die ihrem Wesen nach dem auf das Auge berechneten Charakter einer Ausstellung schwerer zugänglich sind, sind in einer kleineren Auswahl ausgelegt. Unter den Ehren­gästen bemerkte man u. a. Staatssekretär Zintzsch, Gruppenführer Prinz August Wilhelm und Generalarbeitsführer Dr. Decker.

sche Bodenverfafsung. Das Leistungsprinzip im Arbeitsrecht. Die deutsche Gemeinde. Fami­lienrecht im Dritten Reich. Nationalsozia- listische Wirtschaftsgestaltung: Wirt­schaftspolitische Maßnahmen für die Eigenversor­gung der deutschen Wirtschaft. Die Verordnung zur Mehrung der persönlichen Verantwortlichkeit in der deutschen Wirtschaft. Der zweite Vierjahres- planals sozialistischeMaßnahme.Verlagerungen im Handel zugunsten der mittelständischen Betriebs­form. Ernährungsfreiheit: Auswirkung gen und Erfolgsaussichten der Erzeugungsschlacht. Die landwirtschaftliche Marktordnung. Kampf dem Verderb Aktion in Stadt und Land. Die Land­arbeitsfrage als wirtschaftliches und soziales Pro­blem. Raum und Siedlung: Siedlungs­geschichte einer Landschaft, ihre Abhängigkeit von Raum, Rasse und Recht. Die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Beziehungen zwischen Stadt und Land, Landschaft und Industrie in einem Raum. Die Landflucht als wirtschaftliches, so­ziales und kulturelles Problem. Städtisches und ländliches Siedlungswesen. Der deutsche Verkehr: Wechselbeziehungen zwischen Kraftver­kehr und Städtebau. Die Binnenschiffahrt im Rahmen des deutschen Verkehrs. Der deutsche Schnellverkehr. Deutsche Energiever­sorgung: Dezentrale Energiewirtschaft, insbe­sondere auf dem Lande. Einfluß der Benutzungs­dauer von Werken und Verteilungsanlagen auf die Energiekosten. Das Windkraftproblem. Ener­giewirtschaftliche Zusammenfassung der Gas- und Elektrizitätserzeugung. Deutsche Roh - und Werkstoffe: Die Erschließung neuer Rohstoff­quellen. Austausch von Sparstoffen durch metal­lische und nichtmetallische Heimftoffe. Oer Alt­stoff als volkswirtschaftlicher Faktor. Austausch­stoffe sind keine Ersatzstoffe. Deutsche Helmstoffe im Schiffs-, Luftfahrzeug- und Fahrzeugbau. Die deutsche Textilindustrie: Aufgaben der deutschen Textilwirtschaft. Textile Muster aus deutschen Neustoffen. Werbungsmaßnahmen für die deutschen Neustoffe. D i c deutsche Seefahrt: Die Bedeutung der deutschen See­fahrt. Der technische Fortschritt im Schiffsbau. Der deutsche Seemann und seine Aufgaben.

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