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Berlin, 15.Juni. (DNB.) Auf der General­versammlung der Deutschen Är^hansa AG. sprach der Aufsichtsratsvorsitzende Staatsrat Dr. v Stautz. Bor drei Tagen hat die Lufthansa ihren 250. Flug auf der Transatlantik-Luftpoststrecke Deutschland- Südamerika erfolgreich beendet. Rund 13 Mil­lionen Luftpostbriefe wurden bis heute von den deutschen Flugzeugen in diesem Dienst befördert. Die Beförderungsleistung steigt von Flug zu Flug ichtbar. Seit dem 1. April d. I. beförderten Die Flugzeuge, die ganze eilige Briefpost und unterhalten auch während des ganzen Jahres einen ununter­brochenen wöchentlichen Luftpostdienst nach Süd­amerika.

Das wichtigste Ereignis des Geschäftsjahres 1936 war die erste Versuchsreise zur Schaffung eines planmäßigen Luftverkehrs über den NordatlanNk. Die Lufthansa überflog mit zwei Dornierflugbooten unter Einsatz des schwimmenden FlugstützpunktesSchwaben­land" im vergangenen Herbst den Rordatlanttk viermal in beiden Richtungen. Der Erfolg dieser Flüge erbrachte den Beweis, daß es möglich ist, auch das tuftverkehrsmähig schwierigste Welt­meer, den Rordatlantik, zu überwinden. Inzwi­schen ist in dem MotorschiffF r i e s e n l a n d" ein zweiter Flugstützpunkt vorhanden. Autzer- dem wurden die Probeflüge mit einem neuen Langstrecken-Seepostflugzeug, der viermotorigen HA 139 der Hamburger Flug­zeugwerke, abgeschtosfen. Dieses Flugzeugmuster sott für die nächste Versuchsreihe, die ab August d. 3. geplant ist, an die Stelle des sür den Süd­atlantikdienst entwickelten, ebenfalls mit guten

deutsche Botschafter und der Landesgruppenlelter riefen das vorbildliche Leben des Ermordeten, sein Wirken als Soldat und als Parteigenosse ins Ge­dächtnis. Bei gesenkten Fahnenklang das Lied vom guten Kameraden über den Friedhof und fchloh die eindrucksvolle Feier.

Bilbao fast ganz umzingelt.

Paris, 16. Juni. (DNB.) Der französische Konsul in Bilbao ist an Bord eines französischen Torpedobootes in St. Jean de Luz eingetroffen. Er erklärte, daß die Nationaltruppen die baskische Hauptstadt fast ganz umzingelt hätten. Nur auf wenigen vorgelagerten Hügeln hielten me baski­schen Bolschewisten noch stand, sie seien aber den Bombenangriffen der nationalen Flugzeuge sehr

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Fortschritte im deutschen Luftverkehr

Neue bequeme und schnelle Flugzeuge für den Sommer 1938. Neue Versuchsfahrten über den Nordatlantik.

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Eine freche Erfinduna des Pans Soir.

Berlin, 15. Juni. (DNB.) Amtlich wird mitgeteilt: Der Paris Soir bringt eine Meldung, derzufolge Fr au Leni Riefen st ahl von Reichsminister Dr. Goebbels bei einer Abend­veranstaltung bei Reichsminister Dr. Frick in brüsker Weise beleid.igt und entfernt worden sei. Diese Meldung ist einer ganzen Reihe ausländischer Zeietungen, vR allem in Pa­ris und Wien, unbesehen übernommen worden. Sie ist in allen Teilen frei erfunden.

Kleine politische Nachrichten.

Amtlich wird mitgeteilt: Der Reichskriegsminister Generalfeldmarschall v. Blomberg wird auf Ein­ladung des ungarischen Honoedministers General Roeder am 28. Juni in Erwiderung des Ber­liner Aprilbesuches des Generals Roeder zu einem mehrtägigen Aufenthalt in Budapest emtrefftn. Generalseldmarschall v. Blomberg wird diese Ge- legenheit benutzen, um die Einrichtungen und Ab- teuungen der ungarischen honvedarmee zu besich-

Geheimrat Rudolf Böhmer konnte Vertreter des auswärtigen Amtes, des Reichsinnen- und des Reichsernährungsministeriums, der Ausländsabtei­lung der DAF. und des Reichsbauernführers, der Reichsstelle für Auswandererwesen und des Reichs- kolonialbundes begrüßen. Dr. Schröder berichtete über die Tätigkeit des Vereins. Professor Dr. Nauck, Abteilungsvorsteher am Institut für Schiffs- und Tropenkrankheiten in Hamburg, sprach über das Thema:Ist eine D a u e r s i e d l u n g deutscher Auswanderer i n d e n Tr o v e n möglich5 Er gab einen interessanten, durch Lichtbilder oer= anschaulichten Bericht über seine Studienreise nach Espirito Santo in Mittelbrasilien. Pommersche Landarbeiter, die in den 70er Jahren in dieses Gebiet auswanderten, haben hier eine Kolonisations­tätigkeit entfaltet, die ohne Hilfe von Eingeborenen große Flächen des Landes dem Urwald abgerungen und in fruchtbare Plantagen verwandelt hat ein Beweis dafür, daß auch in tropischen Gegenden Europäer zu einer erfolgreichen Kolonisation im­stande sind. Professor Nauck berichtete ausführlich über me wirtschaftliche und kulturelle Lage der deutschen Ansiedler.

Einstellung von Freiwilligen in die Lustwaffe 1938.

Berlin, 12. Juni. (DNB.) Das Reichsluft­fahrtministerium gibt bekannt: Im Frühjahr 1938 werden bei der Fliegertruppe und der Luftnachrichtentruppe Freiwillige einge­stellt. Bewerber können sich schon jetzt bei den Truppenteilen melden.

Auskunft erteilen die Truppenteile, die Wehr­bezirkskommandos und die Wehrmeldeämter. Ein­stellungsgesuche bei anderen militärischen Dienst­stellen verzögern die Bearbeitung zum Nachteil des Bewerbers. Bei Flakartillerie und beim Regiment General Göring werden im Frühjahr 1938 keine Freiwilligen eingestellt. Der Zeitpunkt für die Meldungen von Freiwilligen für die Herbsteinstellungen 193 8 bei der Flieger­truppe, der Flakartillerie, der Luftnachrichtentruppe und dem Regiment General Göring wird noch be­kanntgegeben.

Eröffnung der HZ.-Zeltlager am 20. Juni.

Wenn wir auch an französische Sonderleistungen auf dem Gebiet der Presseverleumdung gewöhnt sind, so haben wir doch die böswillige Erfindung des französischen Boulevard-BlattesParis Soir' als Handlungsweise von besonderem Tiefstand emp­funden. Was mag sich das Pariser Blatt unter deutschen Gesellschaftssitten oorstellen? Deutschland ist nicht Sowjetrußland! Es kennzeichnet den ordi­nären Charakter des französischen Schmierfinken zur Genüge, wenn er den Reichsminister Dr. Goebbels einer solchen Taktlosigkeit gegenüber einer Frau für fähig hält. Bekanntlich ist Frau Riefen­stahl an dem großen Film über die Olympiade i m Auftrage des Propa gandamini st eriums tätig. Sehen mir ganz von der Tatsache ab, daß der so verleumdete Minister sie seit Mona­ten nicht gesehen hat (wodurch der Schwin­del schon entlarvt ist), so besteht die Gemeinheit desParis Soir" darin, die Ehre einer wehrlosen Frau aus sichprer Entfernung zu begeifern und eine bekannte Künstlerin in unerhörter Weise her­obzusetzen. Es ist nicht der erste derartige Versuch, das nationalsozialistische Deutschland zu diffamieren. Er wird aber noch übler, wenn man sieht, daß andere Pariser und auch Wiener Blätter die Lüge unbesehen weiter verbreiten. Der Appell des Staatspräsidenten Lebrun zu wahrhaftiger, anstän­diger Berichterstattung ist demParis Soir" an­scheinend unverständlich geblieben.

Kreuzer ^Leipzig" auf seiner planmäßigen Position

Berlin, 14. 3uni. (DRV.) Gerüchte über eine angebliche Torpedierung des deut- Ichen KreuzersLeipzig" durch rotfpa- nifd)e Kriegsschiffe, die, aus einer unkontrollier­baren ausländischen Quelle stammend, heute in leichtfertiger Weise in Umlauf gesetzt wurden, sind 1 r e l erfunden. KreuzerLeipzig" befindet sich Planmäßig im westlichen INittelmeer. Schiff und Vesahung find nach einer heute abend eingegangenen Meldung des Kreuzers unver­sehrt und wohlauf. Auch bei den übrigen Einheiten der deutschen Seestreitkräfte in Spanien hat sich kein neuer Zwischenfall ereignet.

Trauerfeier für den ermordeten parteigenoffen siedle

B u e n o s A i r e s, 16. Juni. (DNB. Zunksvruch.) Die Londesgruppe Argentinien der NSDAP, ver­anstaltete aus dem deutschen Friedhof eine Trauer­feier für den durch kommunistische Mörderhand ge­fallenen Pg Joseph Riedle. Die Fahnenabord­nungen der Parteigliederungen, der Arbeitsfront und des Kyffhäuserbundes marschierten beim Schein der Fackeln am Sarge des toten Kameraden aus, während die SA.-Svortabteilungen und die Ma- rine-SA. der im Hafen liegenden deutschen Schiffe ebenfalls mit Fackeln Ehrenspalier bildeten. Der

Auch in diesem Jahre hat der Reichsarbeitsmim- ster reichliche Mittel zur Durchführung der Kin­de r h e i l f ü r s o r g e zur Verfügung gestellt. Es handelt sich um K u r e n f ü r h i l f s b e d u r f t i g e Kriegerwaisen, um Kinder von Knegsbescha-. tagten und Sozialversicherungsberechtigten. Die Durchführung erfolgt durch die Reichszentrale Land­aufenthalt für Stadtkinder.

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Der Präsident der Gemischten Kommis­sion für Oberschlesien, der frühere Schwei- zer Bundespräsident C a l o n d e r, machte anläßlich der bevorstehenden Beendigung se ine r Ta - t i g k e i t in Begleitung seiner beiden Mitarbeiter Huber und Dr. Vetterli dem Oberpräsidenten und Gauleiter Wagner seinen Abschiedsbesuch.

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Königin Johanna von Bulgarien, eine Tochter des italienischen Königspaares, hat am Mittwoch früh einem Kronprinzen das Leben geschenkt. Mutter und Kind erfreuen sich ausgezeichneter Gesundheit. Der Ehe des Kö­nigs Boris war bislang nur eine Tochter, die am 13. Januar 1933 geborene Prinzessin Marie-Luise, entsprossen. *

Der tschechoslowakische Ministerpräsident Hodza traf in Bukarest ein. Auf dem Bahnhof wurde er von Ministerpräsident Avarescu und den diplo- matischen Vertretern der Kleinen Entente begrüßt. Dr. Hodza wurde kurz nach seiner Ankunft von König Carol empfangen. Die Besprechungen wer- den sich auf die tschechoslowakischen Rustungslrefe- rungen und die Beziehungen zu Sowjetrußland be-

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gemeinsamen Fahrt der Freude zusam­menzuholen. Denn auch diese Fahrt werde eine rechte Fahrt der Freude und Erholung werden, an die jeder mit frohem Herzen und dankbar denken werde.

Unter Vorantritt der Fahnenabordnungen aller Gliederungen der Bewegung marschierte die Alte Garde, an ihrer Spitze die vom Stellvertreter des Führers geweihte Fahne, zum Stettiner V a h n h o f. Auf dem ganzen Wege wurde der Zug von Tausenden von Volksgenossen mit herzlicher Freude begrüßt. In der Jnvalidenstraße ging die Marschkolonne durch ein Spalier von 1500 Fackel­trägern. Auf dem Vorplatz des Bahnhofes loderten rote Magnesiumfeuer. Im Wartesaal richtete der stellvertretende Gauleiter Staatsrat G ö r l i tz e r kurze Abschiedsworte an die Alte Garde.

Jubelnder Empfang in Danzig.

Danzig, 16. Juni. (DNB. Funkspruch.) Heute früh trafen in Danzig in vier Sonderzügen die Teilnehmer an der Ostlandfahrt der Alten Garde der NSDAP, ein. Trotz der frühen Morgenstunde hatten sich unzählige Danziger auf dem Bahnhofs­vorplatz eingefunden, wo Ehrenformationen aller Gliederungen Spalier bildeten. Der Vizepräsident des Senats, Huth, begrüßte die Alte Garde. Ihre Ankunft bedeute für den Nationalsozialismus in Danzig eine neue Rückenstärkung und einen An- sporn bis zur restlosen Durchsetzung der national­sozialistischen Weltanschauung auch in Danzig. Die alten Nationalsozialisten sollten von Danzig das Bewußtsein mitnehmen, daß sie sich hier a u f a l - tem, deutschen Boden befänden, und daß die Nationalsozialisten hier ebenso ihrem Vorbild nacheiferten, wie im Reich. Unter den jubelnden Heil-Rufen der dichten Spaliere, unter denen HI., Jungvolk und BDM. besonders stark vertreten sind, ging der Zug dann zu dem überreich geschmückten Friedrich-Wilhelm-Schützenhaus. Hier wurde den Gästen nach der anstrengenden Nachtfahrt ein Früh­stück gereicht. Danach besichtigten die Fahrtgemein­schaften die Stadt unter sachkundiger Führung.

Nationale Würdelosigkeit eines katholischen Zugendführers in Danzig.

u. a. die erstaunliche Erklärung abgegeben, daß es den Zentrumsangehörigen ganz gleich sei, ab sie einem polnischen Bischof oder einem deutschen gehorchen (!). Das würde der Heilige Vater bestimmen. Nachdem er eine unerhörte Be­merkung über Vorgänge in Danzig gemacht hatte, scheute er sich nicht, den Bombenangriff auf das PanzerschiffDeutsch! an o" und das Zeppelinunglück ebenfalls für seine Hetze gewissenlos auszunutzen. Der Schnellrichter ver­urteilte den Angeklagten, dem jedes Gefühl für nationale Würde abzugehen scheint, in Ueberein- stimmung mit dem Antrag des Staatsanwaltes zu sechs Monaten Gefängnis.

Diffenschaflliche Tagungen in Vad-Nauheim.

Im Rahmen eines Fortbildungskurses für eng­lische Aerzte und Medizinstudenten, der von der Universität Frankfurt veranstaltet wird, ist ein Be­such der Teilnehmer in Bad-Nauheim vorgesehen. Neben Führungen durch die Badeanlagen werden die wissenschaftlichen Institute und dasKonitzky- Stift" besichtigt und dort Vorträge gehalten. Die Deutsch-Jbero-Amerikaniscbe Aerzte-Akademie, 'Ber­lin, veranstaltet im August einen Fortbildungslehr- gang für ibero-amerikanische Aerzte. Im Balneolo- gischen Universitäts-Institut, im William-G.-Kerck- Hoff-Institut und im Konitzkri-Stift werden den Teil­nehmern Vorträge in spanischer Sprache gehalten. Außerdem besuchen vor dem Staatsexamen stehende Medizinstudenten unter Führung von Dozenten der

Mater NSG.; Aufnahme: HJ.-Bildstelle Gebiet Hessen-Nassau.

NSG. Die So mm e rzeltl a ger der HI. sind als wesentlicher Teil der Erziehungsarbeit der jungen Generation im Gebiet Hessen-Nassau bereits Tradition geworden. In diesem Jahre wer­den 10 Gebietszeltlager mit einer durchschnittlichen Belegschaft von 300 Jugendgenossen durchgeführt. 20 000 Jungen erholen sich in 8- und 14tägigen Lehrgängen in den landschaftlich schönsten Gegen­den des Gaues.

Zu Ehren der Offiziere des französischen Kreuzers Scanne d'Ar c", der als erstes größeres fran­zösisches Kriegsschiff seit der Einweihung des Kni- ser-Wilhelm-Kanals 1895 einen deutschen Hafen anlief, fand beim Oberbefehlshaber der Knegsma- rine ein Empfang statt, an dem der französische »i ter, der ehemalige französische Marinemim- ietri, der Kommandant derJeanne d Arc , mit Offizieren des Kreuzers, der französische Ma- rineattachö und andere teilnahmen.

Danzig, 15. Juni. (DNB.) Der Landesführer des katholischen Windhorstbundes in Danzig, Ernst Riedel, hatte sich vor dem Schnellgericht wegen Beleidigung der NSDAP, und Ver­leumdung Danziger Amts st eilen zu verantworten. Der Angeklagte hatte am 4. Juni Sitzung des katholischen Jugendbundes rrstaunliche Erklärung abgegeben, daß es

Am Dienstag lag der Schwerxunkt der Opera- tionen bei Gald acano im Südosten der baski- chen Hauptstadt. Der am linken Ufer des Nervwn liegende Teil der bolschewistischen Befestigungen wurde von 28 Flugzeugen mit Bomben belegt. Wenige Stunden vor dem Bombardement stteh die I Brigade von den Höhen von Santa Marina her­ab ins Nervion-Tal vor, siel dem am rechten Ufer gelegenen Teil der Galdacano-Befestigungen m den Rücken und gelangte bis an den Fluß beim Ort Galdacano und die Hauptstraße Amorbieta Bilbao. Am späten Nachmittag gelang es den natio­nalen Truppen, Galdacano und Basauri im Süden von Bilbao zu besetzen. Nach dtr Einnahme von Galdacano überschritten die Truppen den Jbaizabal- Fluß.

Oie Auslandsmissionen in Abessinien

London, 14. Juni. (DNB.) Außenminister Eden teilte im Unterhaus mit, die englisch-italie­nischen Verhandlungen über eine Rückkehr der aus Aethiopien verbannten britischen Missio­nare seien erfolglos verlaufen Die italie­nische Regierung habe mitgeteilt, es sei ihre Ab­sicht, keinem Ausländer, ganz gleich, wel­chem Glaubensbekenntnis er huldige, b i e Errich­tung einer Schule in Aethiopien anzuver­trauen. Sie würde aber, wenn britische religwse Missionen Wohlfahrts arbeiten in Aethio- pien durchzuführen wünschten, eine solche Forde­rung erwägen. Eden erklärte, die britische Regie­rung bedauere diesen Beschluß. Es sei nicht die Ab­sicht der britischen Regierung, die Missionstätigkeit in britischen Gebieten durch die Nationalität beein­flussen zu lassen. Da aber die italienische Regierung diese Maßnahme ergriffen habe, so müsse sich auch die englische Regierung das Recht vorbehalten, ähnliche Maßnahmen gegenüber italienischen Mis- jionaren in britischen Gebieten zu verfügen.

Deutsche Kolonisation in den Tropen

Berlin, 12. Juni. (DNB.) Der Evanae- lische Verein für deutsche Ansiedler und Auswanderer gab im Rahmen seiner alljährlichen Mitgliederversammlung einen Rechen­schaftsbericht über seine Tättgkeit. Der Vorsitzende

Sdjroeröhnotoren fliegenden Musters Dornier Do 18 treten.

Da Deutschland keine Kolonien besitzt, sind für einen über unser Land hinausführenden Luft­verkehr nicht nur die technischen Voraussetzungen be­stimmend, sondern auch die politischen Genehmigun­gen. Ich möchte den Vereinigten Staaten und Portugal heute dafür danken, daß sie uns die Durchführung der ersten Versuchsreihe im ver­gangenen Herbst gestatteten. Auch für die zweite Versuchsreihe sind die Genehmigungen vorhanden. Ich hoffe, daß wir im nächsten Jahre in der Lage sind, über die Eröffyung des planmäßigen Luftpost Verkehrs über den Nordatlantik zu berichten. . _.

Der Sommerluftverkehr 1937 brachte in den Di- rektoerbindungen zwischen Hamburg u n d L o n - don und zwischen Berlin und Stockholm, ferner durch eine zweite Strecke Berlin- Paris, die über Frankfurt a. M. geführt wird, neue Luftverkehrslinien. Unser Wunsch, auch die Be- auemlichkeit zu erhöhen, führte juneuenülug» zeugmustern, die kurz vor der Flugerprobung stehen. Es sind dies die viermotorige Junkers Ju90, die 35/60 und die gleichfalls viermotorige Focke- Wulf F 200, die 24 Fluggästen Raum bietet. Sie werden eine Reisegeschwindigkeit von 300 Kilo­meter in der Stunde aufweisen und neben der Be­satzung einen Steward an Bord haben. Die F l u g- s i ch e r u n g wurde durch die Ausrüstung der Flug­häfen mit Bakenanlagen und den Einbau von Ziel- fluggeräten in unsere Flugzeuge weiter verbessert. Die Deutsche Lufthansa dient dem ganzen deutschen Volk und seiner Wirtschaft. Sie ist dankbar dafür, daß der Führer und sein Luftfahrtminister ihr diese hohe Mission im großen Aufbauwerk unseres Va­terlandes angewiesen haben.

Karte zu den Kämpfen um Bilbao. (Scherl-Bilderdienst-M.)

ausgesetzt. Die Flugzeuge seien in erster Linie Vickers-Flugzeuge. Das Fehlen einer Luftwaffe bei den Basken erleichtere die Aufgabe ihrer Gegner. Unter der Bevölkerung herrsche große Verwirrung. In den Sttaßen der Stadt seien durch die Be­schießung nur ganz geringe Sachschäden festzustellen.

Der lettische Außenminister Munters ist in Moskau eingetroffen. Er holt damit einen längst verabredeten Besuch nach, den der estnische und der litauische Außenminister schon vor drei Jahren in Moskau anläßlich der Verlängerung der Nicht­angriffspakte mit der Sowjetunion abgestattet haben.

Kunst und Wissenschaft.

Aufruf an die bildenden Künstler zum Tage der Deutschen Kunst.

NSO. Der Landesleiter Hessen-Nassau der Reichs- kammer der bildenden Künste, Professor Dr.-Jng. Lieser, hat zum Taa der Deutschen Kunst in München vom 16. bis 18. Juli 1937 einen Auf­ruf an alle Kun st schaffenden erlassen.

Aus Anlaß der Eröffnung desHauses der Deut- fchen Kunst" in München durch den Führer. Der- bunöen mit der 2. Jahresversammlung der Reichs- kammer der bildenden Künste, ergeht an alle Kunst­schaffenden der Aufruf zur Teilnahme an dieser großen Festtagung. Sonderzüge mit 50 v. H. Fahr­preisermäßigung werden einem großen Kreis die Teilnahme ermöglichen. Teilnahmeberechtigt sind: Mitglieder der Reichskammer der bildenden Künste, nach § 9 befreite Kammerzugehörige, beamtete und behördenangestellte Künstler, Kunstschüler, Ehegat- ten und Kinder über 16 Jahre. Anmeldungen sind umgehend zu richten an: Reichskammer der bilden­den Künste, Der Landesleiter Hessen-Nassau, Frank- furt a. M., Moselstraße 62 III.

Reichslhealerfestwoche in Düsseldorf.

Als festlicher Abschluß fand im Düsseldorfer Schauspielhaus in Anwesenheit des Autors die Auf­führung des DramasGenie ohne Volk" von Viktor Warfitz statt. Das Stück, das die erste dichterische Arbeit des jungen Autors ist und das im Dezember v.J. im Düsseldorfer Schauspielhaus mit großem Erfolg uraufaeführt wurde, fand auch diesmal wieder stärksten Beifall. Die Reichstheater- feftwoche findet ihre Fortsetzung in Bochum, wo im Stadttheater das SchauspielKleinod m die Silbersee gefaßt" von A i ch i n g e r zur Aufführung gelangt.

Rattonalsozialisttsche Dozen^iakademie an der

In Kiel begann dieWoche der Universität", die dazu dienen soll, allen Volksgenossen einen Einblick in die wissenschaftliche Tagesarbeit der Hochschule zu vermitteln. In einer Festsitzung kündigte der Gaudozentenbundsführer SS.-Oberführer Professor Dr. Löhr die Begründung einer national­sozialistischen wissenschaftlichen A k a- d e m i e an der Universität Kiel an. Die Akademie will durch die Arbeit anerkannter Gelehrter die Universität Kiel und ihre besonderen Aufgaben vorbildlich vertreten. Sie ist der Zusammenschluß nationalsozialistischer Dozenten, die Die wissenschaft­liche Arbeit und Forschung im Sinne bester Tradi­tion und sttengster Maßstäbe aus dem Geiste nativ- nalsozialisttscher Wissenschaftsgesinnung pflegen und in den Dienst des deutschen Aufbaues stellen wollen. Die Satzungen gewährleisten eine wissenschaftliche Fragestellung, die durch die Mittelpunktstellung der Begriffe Rasse, Volk, Raum, Geschichte und durch das Bekenntnis zur exakten Naturwissenschaft und ihrer völkischen Bedeutung gegeben ift.

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