Zweck, die internationalen Gegensätze zu verschärfen und die Unruhe zu vermehren. Je größer Kriegsang st und Kriegsgefahr, desto höher der Gewinn! Das ist die Parole, unter der Europas größter Munitionslieferant sein Geschäft betrieb und die er erst recht beibehalten dürfte, nachdem er im französischen Generalstab seinen besten Privatkunden verloren hat. Ev. Oie Notlage des Mittelstands in Frankreich.
..Mittelstandsblock" gegen „Volksfront".
Paris, 16. März. (DNB. Funkspruch.) Im Pariser Sportpalast fand eine Kundgebung des französischen Mittelstandes statt, als Auftakt für die vom Kriegsminister Daladier geforderte Bildung eines sogen. Mittelstands-Blocks. Von allen Seiten wurde heftiger Einspruch gegen die Politik der Volksfront-Regierung erhoben, die den Mittelstand erdrosselt habe und lediglich an die handarbeitenden Massen denke. Der Kleinhandel sei am Ende seiner Kraft. Er fordert das Recht zum Leben, Gerechtigkeit und Freiheit. Die Vertreter des Mit- telstaüdes werden den Ministerpräsidenten darauf aufmerksam machen, daß sie, wenn notwendig, vorübergehend sogar zu ungesetzlichen Mitteln schreiten würden. Wenn es keinen Mittelstand mehr gebe, werde es auch keine Volksfront-Regierung mehr geben; dann gebe es nur noch Platz für Diktatoren. Die Kundgebung schloß mit dem Gesang der Marseillaise.
Unter dem Druck der Beamtenschaft, die schon seit Wochen eine Besserung ihrer finanziellen Lage fordert, und schließlich dazu übergegangen war, der Regierung mit dem Streik zu drohen, hat sich der Ministerpräsident veranlaßt gesehen, die Vorlage für die Gehaltsaufbesserung der Beamten zu beschleunigen. Die Vorlage sieht allerdings keine unmittelbare Erhöhung der Beamtengehälter vor, sondern ledigleich Teuerungszulagen für die unteren Gehalts st ufen und die Sicherstellung gewisser Sparbeträge für die mittleren und höheren Beamten.
„Laßt uns aufhören, Deutschland zu fürchten."
Die Kolonialfrage mutz bereinigt werden.
London, 15. März. (DNB.) Im „Eoening Standard" sagte der konservative Abgeordnete Sir Arnold Wilson: Die deutschen Wünsche seien a u f seine früheren Kolonien beschränkt. Das juristische Argument, daß keine Mandatsmacht ohne die einstimmige Billigung des Völkerbundes eine Kolonie an Deutschland zurückgeben könne, sei unbedeutend und könnte bei gutem Willen beseitigt werden. Das gleiche gelte auch für die Behauptung, daß die Eingeborenen die englische Herrschaft der deutschen vorziehen würden. England habe die Somalis von Jubaland sicher nicht gefragt, als es sie im Jahre 1925 an Italien ausgehändigt habe. Ebenso sei die Bevölkerung von Togo, Ruanda und Urundi nicht gefragt worden, als sie den Franzosen bzw. den Belgiern ausgeliefert wurde. Auch den Hereros von Südwestafrika habe man keine Wahl gelassen. Die Behauptung schließlich, daß die Kolonien für Deutschland keinen wirtschaftlichen Wert hätten, klinge schlecht im Munde einer Nation, deren überseeische Besitzungen so zahlreich seien, daß sie kaum jemand aufzählen könne. England sei stark genug, um ohne Furcht vor weiteren Forderungen Zugeständnisse machen zu können. Die Grenze solcher Zugeständnisse sei der Stand von 1914. Deutschlands Forderung zu verneinen, würde eine Explosion unvermeidlich machen. Er würde die Jugend Englands nicht zum Kampf ausfordern, um Deutschland seine früheren Kolonien vorzuenthalten. Er spreche damit für einen großen Teil der öffentlichen Meinung Englands, der im Parlament und in der Presse kaum zu Worte komme.
Abschließend sagt Wilson: „Laßt uns aufhören, Deutschland zu fürchten. Wir müssen anfangen, mit Deutschland im Geiste des Vertrauens zu verhandeln, das sich auf unsere eigene Rüstung und unsere Finanz- und Wirtschaftsstärke stützt. In Deutschland ist heute mehr Freundschaftsgefühl gegenüber England vorhanden, als in irgendeinem anderen großen Staat."
Die besten Heime des BDM
Eine Besichtigungsfahrt des Gauleiters.
NSG. Zu einer kurzen Feierstunde erwarteten Mädel und Jungmädel des Untergaues Dill-Eder am Sonntag den Gauleiter in Herborn, wo 45 Wimpel des BDM. ihre Weihe erhalten sollten. In seiner Ansprache an die Mädel betonte der Gauleiter u. a.: Vorbild und Ansporn werden der jungen Generation immer die Kampfzeit sein und bleiben. Ihr Mädel aber habt eine besondere Aufgabe, das einmal in Zukunft zu werden, was euere Mütter sind und das einmal der kommenden Generation mitzugeben, was ewiges Ziel der Bewegung ist. Vom Führer habt auch ihr den Weg vorgezeichnet bekommen, darum laßt nun die Wimpel flattern. — Durch strömenden Regen ging nun die Fahrt zu den acht ausgesuchten Heimen, die der Gauleiter besichtigte, um unter ihnen das beste Stadt- und Landheim des BDM. auszuzeichnen. Als das beste Landheim bezeichnete der Gauleiter das Heim der Mädel in Groß- Gerau, das sich im alten Wasserturm, dem jetzigen Kreishaus, befindet. Das Heim ist klein, aber gut durchgearbeitet, warm und gemütlich und von den Mädel mit viel Liebe hergerichtet. Selbstgeschnitzte Lampen, Tischdecken und Gardinen geben ihm seinen besonderen Charakter. Als Heim der Stadtmädel gefiel dem Gauleiter das Heim der Hanauer am besten. Es befindet sich in dem alten Stadtschloß, ist aus den einfachsten Mitteln hergerichtet und weist trotzdem eine tadellos klare und saubere Linie auf. Bei der Auswahl dieser beiden Heime lag als Maßstab zugrunde: was haben die Mädel aus den vorhandenen Möglichkeiten geschafft, und welches Heim kommt dem Idealbild eines BDM.- Heimes am nächsten. Groß-Gerau und Hanau werden nun den Preis des Gauleiters erhalten; an alle anderen Orte, Dörfer und Städte des Gaues
&
illy Fritsch hat geheiratet.
MMW
EVE
Am Montagvormittag fand in Berlin die Trauung von Willy Fritsch mit der Tänzerin Dinah Grace statt. Als Trauzeugen waren der Generaldirektor der Ufa Ludwig Klitzsch (halblinks) und die Schauspielerin Lilian Harvey (links) zugegen. (Scherl-Bilderdienst-M.)
geht nochmals der eindringliche Appell, alle Möglichkeiten auszubauen, um oer Jugend des Führers ein würdiges Heim zur Verfügung zu stellen.
Oer Reichsberufswetttampf -er deutschen Landjugend.
Goslar, 13. März. (DNB.) Nachdem am Samstagmorgen in Ohlendorf bei Goslar der Reichsberufswettkampf der Gruppe Reichsnährstand eröffnet worden war, fand in den Nachmittagsstunden auf dem Marktplatz in Goslar der Schlußappell statt. Oberbannführer Fofinger wies darauf hin, daß im ganzen Reiche 360000 Reichsberufswettkämpfer aus der deutschen Landjugend angetreten seien. Reichsobmann M e i n b e r g geißelte jenes überholte kapitalistische Denken, das dem Leistungsprinzip der deutschen Jugend verständnislos gegenüberstehe. Unbekümmert um die ewig Gestrigen wachse eine neue Jugend heran, die weder romantisch, noch individualistisch sei, aber in ihrer nationalsozialistischen Weltanschauung eine Lebensverpflichtung erblicke. „Unsere Kinder sollen einmal mehr leisten als wir geleistet haben, damit ihre Kinder wiederum ein noch schöneres Vaterland besitzen, als wir es haben aufbauen können." In dieser Verpflichtung müßten wir die deutsche Jugend erziehen.
Die Sondermarke
zum Geburtstag des Führers.
Berlin, 15. März. (DNB.) Die angekündigte Sondermarke zum Geburtstage des Führers wird einen Freimachungswert von 6 Pf. haben. Die Marke zeigt das Bild des Führers nach einer Aufnahme des Reichsbildberichterstatters Heinrich Hoffmann; ihr Entwurf stammt von Professor Richard Klein (München). Sie wird in Form eines Viererblocks auf Wasserzeichenpapier gedruckt werden; das ganze Blatt wird die Größe einer Po st karte haben. Die Marken in der Größe 23X27,32 mm werden im Rastertiefdruckverfahren gedruckt, das sich zur Wiedergabe von Lichtvildern besonders gut eignet. Unter den vier Marken des Blockes wird ein Ausspruch des Führers ausgedruckt.
Die reichsrechtliche Regelung der Feldbereiniaungen.
Berlin, 13. März. (DNB.) Durch das Umlegungsgesetz vom 26. Juni 1936 ist der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft ermächtigt worden, das Recht der Grundstücksumlegung neu zu regeln. Der bei der Akademie für deutsches Recht bestehende Ausschuß für Bodenkulturrecht befaßte sich nun mit dem Entwurf einer Reichsumlegungsordnung. An der Sitzung nahmen Vertreter aller beteiligten Ministerien teil. Der Ausschuß befaßte sich mit allen grundsätzlichen Fragen des Verfahrens zur Zusammenlegung des zersplitterten ländlichen Grundbesitzes und billigte den Entwurf in seinen Grundzügen. Es ist zu erwarten, daß die für die Maßnahmen zur Besserung der Ernährungs- und Versorgungsgrundlage im Rahmen des Vierjahresplanes wichtige reichsrechtliche Regelung der Feld - und Flurbereinigung in Gestalt der Reichsumlegungsordnung in Kraft treten wird. Durch die Umlegung soll insbesondere eine bessere Bewirtschaftung der Grundstücke mehrerer Eigentümer und eine allgemeine Förderung der Landeskultur durch Zusammenlegung zersplitterten ländlichen Grundbesitzes herbeigeführt werden.
Nationale Erfolge in Andalusien.
Salamanca, 16. März. (DNB. Funkspruch.) An der Jarama-Front versuchten die Bolschewisten die nationalen Stellungen mit Tanks anzugreifen, wurden aber zurückgeschlagen; zwei sowjetrussische Tanks ließen sie in schwerbeschädigtem Zustand zurück. Die nationalen Truppen konnten einige feindliche Gräben erobern. An der Cordoba- Front eroberten die nationalen Truppen die Ortschaft A l c a r a c e j o s. Ein Bataillon der internationalen Brigade wurde völlig aufgerieben. Alcaracejos liegt 40 Kilometer von den Quecksilberminen bei Almaden entfernt. Durch ihre Eroberung haben sich die nationalen Truppen bis auf 12 Kilometer Pozoblanco genähert.___________
Neuer Streit um die Weihnachtsinsel«?
London, 13. März. (DNB.) Es ist möglich, daß die Vereinigten Staaten die britischen Hoheitsanspr ü ch e über die Weihnachtsinsel im südlichen Stillen Ozean bestreiten werden. Die englische Regierung beabsichtigte die Insel zu einem Flugzeug st ützpunkt auszubauen. Der britische Aviso „Leith" lief kürzlich von Suba (Fidschi-Insel) aus, mit dem Auftrag, eine Funkstation auf der Weihnachtsinsel zu errichten. Die Weihnachtsinsel, die im Jahre 1777 am Heiligen Abend von Kapitän Cook entdeckt worden war, war schon öfters der Gegenstand von Besitzstreitigkeiten zwischen England und den Vereinigten Staaten.
Einigung bei General Motors.
N e u y o r k, 13. März. (DNB. Funkspruch.) Ver- treter der General Motors Co. und der Gewerkschaft gaben bekannt, daß über alle Streitfragen, bie zu dem letzten Ausstand geführt hatten, eine Einigung erzielt worden sei. Das Abkommen sehe ein Verfahren vor, um in Zukunft Streiks zu verhüten. Ein einheitlicher Mindeststunden- l o h n für alle Werke, sowie die für die Gewerkschaft erstrebte 30-Stundenwoche sind in dem Abkommen nicht enthalten. — Die Zahl der A u s - stände in kleineren Betrieben hat weiter zugenommen. In C h i k a g o streiken 9000 Kellnerinnen, Stenotypistinnen und sämtliche Büroangestellte; ferner Schneider und Bäcker.
Kleine politische Nachrichten.
Seine Majestät der König von Dänemark, der auf seiner Rückreise aus dem Süden sich in Berlin aufhält, stattete dem Führer und Reichskanzler einen Besuch ab.
♦
Der Führer und Reichskanzler empfing den deutschen Botschafter in Moskau, Grafen von der Schulenburg, und den deutschen Gesandten in Venezuela, Poensgen, zur Meldung.
Der Ministerialdirektor im Reichsfinanzministerium Willy E r n st ist im Alter von 59 Jahren gestorben. Er war seit 1918 Hilfsarbeiter im Preußischen Finanzministerium; 1919 Geh. Finanzrat und Vortragender Rat; 1921 Ministerialdirigent und 1925 Ministerialdirektor und Leiter der Abteilung für Zölle und Verbrauchsabgaben im Reichs- finanzminifterium. Er hat für die deutsche Zoll- und Handelspolitik, die Verbrauchssteuergesetzgebung und den Grenzdienst hervorragend gewirkt.
*
Nachdem der frühere Parteiführer der im vorigen Jahre aufgelösten Sozialdemokratischen Partei in Danzig, Abgeordneter Brill, sein Mandat als Abgeordneter niedergelegt hat, ist fein Nachfolger, Abg. Großmann, als Hospitant der nationalsozialistischen Fraktion beigetreten. Ferner haben die Abgeordneten Schwertfeger (Soz.) und Günther (Zentrum) ihren Uebertritt als Hospitanten zur nationalsozialistischen Fraktion vollzogen.
*
Bei den Gemeindewahlen in Sonderburg (Nordschleswig) vermochten die Deutschen ihre Stimmenzahl von 936 auf 1048 zu erhöhen. Der neue Stadtrat besteht aus zehn Sozialdemokraten, sieben Dänen und vier Deutschen. Auch in dem Kirchspiel Quars (Kreis Apenrade) errangen die Deutschen zu ihrem Sitz im Kirchspielrat auf Kosten der Dänen noch einen weiteren Sitz.
*
Die litauischen Behörden haben den langjährigen Direktor eines polnischen Gymnasiums und Vorsitzenden der polnischen kulturellen Vereinigung, Jelec, mit Familie aus Litauen ausgewiesen.
In Beirut ist nach einem Bombenanschlag auf das Haus des Oppositionspolitikers Bichera Khoury die Libanon-Regierung unter Einbeziehung zweier Mitglieder der Opposition unter dem bisherigen Ministerpräsidenten Achdab neu gebildet worden. Die Polizei entfernte kommunistische Fahnen, die an Telegraphenmasten von unbekannten Tätern angebracht worden waren.
Kunst und Wissenschaft.
Höchste Auszeichnung
für den neuen Jannings-Film „Der Herrschers *
Der neue Emil - Iannings - Film der „Iobi5* „D e r Herrscher" ist von der Filmprüfstelle mit dem höchsten Prädikat als staatspolitisch und künstlerisch besonders wertvoll ausgezeichnet worden.
49. Mediziner-Kongreß in Wiesbaden.
Die 49. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin wurde durch ihren Vorsitzenden Professor Dr. S i e b e ck (Berlin) in Wiesbaden eröffnet. Etwa 1200 Aerzte sind anwefend, darunter viele Ausländer. In seiner Begrüßungsansprache betonte der VorsiKende die Verpflichtung des Arztes zur wissenschaftlichen Arbeit. Er schilderte die Aufgabe der Inneren Medizin, insbesondere der zeitgemäßen, wie sie sich z. B. aus dem Vierjahresplan ergebe, sowie die jetzige vorbildliche Erziehung des Nachwuchses der praktischen Aerzte. Immer müsse wahres Arzttum die Losung sein. — Ministerialrat Dr. F r e y, als Vertreter der Reichsregierung, gab Sie Zusicherung, daß für die Heranziehung eines ärztlichen Nachwuchses Sorge getragen werde, der durch gediegene wissenschaftliche Ausbildung und durch nationalsozialistische Erziehung eine richtige Berufsauffassung gewinne. Das erste Referat über „Neue Grundsätze der Ernährung" erstattete der Berliner Kinderarzt Prof. B e f f a u. Er betonte, daß die Frauenmilch-Ernährung nach wie vor das Ideal der Ernährung darstelle. Aus der Nährstörung entwickele sich die Nährkrankheit. Das Ziel werde bei einer Nahrung erreicht, die grob-chemisch der Frauenmilch nahekomme unter Hinzufügung bestimmter Stoffe, insbesondere von Peptonen-Extrakten aus der Leber und Cystin. Durch die Ernährung bestehe die Möglichkeit, gewisse Erbträger in der Entwicklung zu hemmen. Auch bei Infektionen befänden sich Fla- jchenfinber gegenüber Brustkindern hinsichtlich ihrer Widerstandsfähigkeit im Nachteil.
Aus aller Welt.
Schneidige Rettungstat deutscher Seeleute.
In Halifax in Neuschottland ereignete sich ein Unfall, der durch beherztes Eintreter deutscher Matrosen glücklicherweise ohne schwere Folgen blieb. Auf einem mit Besuchern besetzten privaten Motorboot erfolgte in dem Augenblick eine Explosion, als es an der Reeling des deutschen Schulschiffes „Schlesien" angelegt hatte. Das Boot stand im Nu in Flammen, und die Passagiere suchten durch schleunigstes Ueberdordspringen ihr Leben zu retten. Besatzungsmitglieder der „Schlesien" griffen sogleich ein, es gelang ihnen, die im Wasser Schwimmenden zu retten. Elf Besucher hatten Brandwunden erlitten, von denen drei in ein Krankenhaus gebracht werden mußten. In einem Reuterbericht über die Rettungstat der deutschen Besatzung wird das schneidige Verhalten eines Offiziers hervorgehoben, der vom Deck der „Schlesien" in das eiskalte Wasser sprang, um rettend zu helfen.
Tiroler Dorf durch Bergrutsch bedroht.
In der Nähe von Innsbruck ist der sog. Blasius- Berg bei Doels in Bewegung geraten. Infolge des Tauwetters und der andauernden Regenfälle bedroht der Berg das hochgelegene Dorf Voels, das etwa 50 bis 60 Häuser umfaßt. Ernstlich gefährdet sind vorläufig das Schulhaus, die Dorfschmiede sowie einige Bauernhäuser. Bisher hat sich die Basis des Berges um etwa 30 Meter verschoben.
Lawinenschäden in den italienischen Alpen.
Eine Lawie hat am Falzarego-Paß in den Dolomiten das Hotel Falzarego, in dem sich vier Personen befanden, verschüttet. Einer Rettungskolonne gelang es nach großen Anstrengungen, die Verschütteten zu befreien, doch ist die Köchin ihren Verletzungen erlegen. Auch weitere Lawinenschäden werden aus den italienischen Alpen gemeldet. Am Sinclom ist ein Schneeschaufler von einer Lawine verschüttet worden. In Val Do- rezzo bei Brescia sind drei Arbeiter, die eine Stromleitung ausbessern wollten, von einer Lawine erfaßt worden. Der jüngste konnte sich selbst aus dem Schnee befreien und Hilfe holen. So gelang es, seine Kameraden lebend zu bergen.
Bombenanschlag
gegen die Kathedrale von Montpellier.
An einem der Haupteingänge der Kathedrale von Montpellier (Süd-Frankreich) explodierte eine Bombe, die von unbekannten Tätern dort niedergelegt worden war. Durch die Explosion wurden nicht nur die Kirchentür und das Innere der Kirche beschädigt, sondern auch sämtliche Fensterscheiben der umliegenden Häuser zertrümmert. Man glaubt, daß es sich um einen anarchistischen Anschlag handelt.
19efferberid>t
des Reichs Wetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.
Die unter heftigen Böen und Schauem eingebrochene Kaltluft hat über dem Festland zum Aufbau eines kräftigen Zwischenhochs geführt. In seinem Bereich hat sich besonders in West- und Süddeutschland bereits Aufheiterung und Beruhigung eingestellt, wobei es in der Nacht zum Dienstag vielerorts zu leichten Strahlungsfrösten kam. Inzwischen macht sich über England und Frankreich das Herannahmen eines Atlantikwirbels durch starken Druckfall und Wetterverschlechterung bemerkbar, der von Westen her auch auf Deutschland übergreifen wird.
Aussichten für Mittwoch: Nach meist noch heiterer und fajter Nacht Bewölkungszunahme und anschließend neue verbreitete Niederschläge, wieder auffrischende, zunächst südöstliche und südliche Winde.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen- (eiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. II 37: 10 933. Druck- und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags
15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.
! '9ül 1^4- iMä btwc!
Auch Fett! Nur noch mit Wasser kurze Zeit kochen! Der Würfel 10 Pf. — für gut 1/4 Liter


