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Doch ist Heidelberg in der glücklichen Lage, bei schlechtem Wetter auch den Königssaal im Schloß benützen zu können. Es wird dann stetsPhantalon und feine Söhne", das fröhliche Spiel von Paul Ernst, das durch den Erfolg des letzten Jahres feine Eignung als Kammerspiel bewiesen hat, auf­geführt. Die Leistungen der unter der Schirmherr­schaft von Reichsminister Dr. Goebbels im vier­ten Sommer stattfindenden Reichsfestspiele werden auch in diesem Jahre wieder vorbildlicher Höhe­punkt des deutschen Freilichtspieles sein.

Büchertisch.

Die Japanische Sphinx. Von Konter­admiral a. D. Johannes F. E. Meier. (Verlag Karl Poths, Frankfurt a. M. Geb. 2,85 Mark.) 515 Rach dem Willen des Verfassers soll das Buchein Beitrag zum Verständnis des Landes

LPD. Wie es nun eben keine Freude auf Erden gibt, ohne daß, wie bei den Rosen, die Dornen gleich daneben stehen, so muß es der Mensch in Kauf nehmen, daß die schöne Sommerzeit von einer manchem wenig angenehmen Begleiterschei­nung getrübt wird.

Da sind z. B. die verschiedenen Insekten- arten, die uns in den Sommermonaten um­schwärmen und mehr oder weniger zu Plagegeistern für Mensch und Vieh werden. Besonders lästig werden können Fliegen und Mücken, die gleichzeitig als gefährliche Ueberträger von Krankheiten anzusehen sind. Weniger dadurch, daß diese Insekten vorher auf Aas gesessen haben, als vielmehr dadurch, daß Mücken oder Stechfliegen kranke Menschen oder Tiere bereits gestochen und sich mit den Jnfektionsanregern beladen Huben, werden die Krankheitsstoffe dem gesunden Men­schen übertragen. Die Re gen bremse oder blinde Fliege gilt als besonders gefährlich. Wissen­schaftlich konnten noch nach 12 Tagen im Fliegen­magen Tuberkelbazillen festgestellt werden, während andere Fliegenarten noch vier Wochen lang Bak-

und seiner Bewohner" sein. Wer diese fesselnde Ar­beit mit der gebührenden Aufmerksamkeit liest, wird sein Wissen über Japan sehr bereichern, und er wird am Schlüsse der Lektüre feststellen können, daß die selbstgestellte Aufgabe des Verfassers in guter Weise gelöst ist. Admiral Meier gibt in dem Buche auf Grund langjähriger Studien und eigener Erfahrun­gen während seines Aufenthalts in den ostafiatl- schen Gewässern ein knapp umrissenes, aber auf­schlußreiches und übersichtliches Bild der Entwick­lung Japans in geographischer, geschichtlicher, kul­tureller und religiöser Hinsicht. Man lernt weiter in großen Zügen Wesen, Sitten und Gebräuche der Japaner, ihre landwirtschaftlichen, industriellen und kommerziellen Verhältnisse, ihre sozialpolitischen Be­stimmungen usw. kennen. Ein Kapitel überIm­perialismus und Kriegsausfichten" bildet den Ab­schluß der interessanten Schrift.

terien übertragen können. Selbst bei toten Fliegen erhalten sich Milzbrandbazillen lebensfähig. Auch Flöhe kommen als Bazillenträger in Betracht, wenn auch bei ihnen wie bei den Wanzen die Ueber- tragbarkeit sehr rasch erlischt.

Es ist aber jetzt wieder die- Zeit zur Bekämp­fung dieser Plagegeister gekommen. Aeußerste Sauberkeit in Haus und Hof ist oberstes Gebot, weil gerade durch Schmutz, Pferdemist und Kot diese Insekten angezogen werden. Häufige Reinigung muß auch dem Kehrrichteimer zuteil werden, in dem man zur heißen Jahreszeit keine Speisereste oder sonstige feuchte Stoffe hineinwerfen sollte. Bei Mückenstichen bestreicht man die be­treffenden Hautstellen mit Salmiakgeist, essigsaurer Tonerde oder einem sonstigen zweckmäßigen Prä­parat, worauf Juckreiz und selbst Beulen bald ver­schwinden. Auch gegen die von Bienen, Wespen oder Hornissen verursachten Stiche hilft Salmiak­geist tresflich.

Ein einfaches aber wirksames Mittel, um Fliegen von der Wohnung fernzuhalten, besteht darin, am Fenster eine Tomatenpflanze zu ziehen, wäh­

rend Mücken durch Verbrennen von zerknülltem Zeitungspapier und Zugluft vertrieben werden. Gegen zudringliche Ameisen verwendet man ein Gemisch aus gleichen Teilen Staubzucker und Borax oder einer Lösung von zwei Eßlöffeln Zucker und zwei Eßlöffeln Hefe in einem halben Liter Wasser aufgelöst, das man in flachen Tellern auf den Boden stellt.

Zur Motten bekämpfung nimmt man Walnußblätter, Holunderblüten oder mit Petroleum oder Terpentinöl getränkte Lappen, die man zwi­schen Wollsachen oder Pelze bezw. zwischen Rücken- und Seitenlehnen der Polstermöbel steckt. Auch kann man diese Plagegeister der Kleiderkammer durch Büschel von Lavendel, Rosmarin oder ge­trocknete Apfelsinenschalen vertreiben. Ist man so mit den entsprechenden Bekämpfungsmitteln gegen die schädliche Jnsektenwelt versehen, dann können uns alle diese Plagegeister nichts mehr anhaben. Namentlich aber für die Ferien und Ur­laubsreisenden empfiehlt es sich, vor An­tritt der Reise die für die oben aufgeführten Fälle erforderlichen Mittel sich zu besorgen. Diese kleine Mühe bei geringen Unkosten wird sich durch ihre wohltätigen Wirkungen sehr gut lohnen.

Das Wetter vom 15. bis 24. Juli.

herausgegeben von der Forschungsslelle für lang­fristige Millerungsvorhersagen des Reichsweller­dienstes in Bad Homburg vor der höhe am 14. Juli, abends.

Der langsame Durchzug eines Kaltluftkörpers von Nordwest nach Südost hat das vordem bestandene freundliche Wetter unterbrochen und in Mittel­deutschland stellenweise ungewöhnlich große Nieder­schlagsmengen gebracht. Danach ist wieder Beruhi­gung eingetreten.

Das Witterungsgepräge der nächsten zehn Tage läßt sich kurz folgendermaßen kennzeichnen: Im großen und ganzen freundlich, häufig heiter, warm, oft schwül, wiederholte verbreitete Gewitterstörun­gen mit nachfolgender leichter Abkühlung. Die Auf­heiterung und Erwärmung wird in den nächsten Tagen von West nach Ost fortschreiten, aber bereits am Donnerstag können im Westen einzelne Gewitter auftreten. Die Gewitter werden teilweise, besonders

im Westen und Süden, von starken Regenfallett begleitet sein.

Die Sonnenscheindauer wird in dem zehntägigen Zeitraum fast allerorts 70 Stunden überschreiten. Die Zahl' der Tage mit Niederschlägen wird wahr.' scheinlich an vielen Orten, besonders im mittleren Norddeutschland, unter 5 bleiben.

Wetterbericht

des Reichswellerdiensles. Ausgabeort Frankfurt.

Im Bereich einheitlicher subtropischer Warmluft und zugleich begünstigt von absteigender Luftbewe­gung liegt über ganz Deutschland heiteres und sehr warmes Wetter. Durch vom Atlantik her neuerdings vordringende kühlere Luft, die teilweise Westeuropa schon erreicht hat, erfährt die Gewitterneigung eine weitere Verstärkung. Im großen und ganzen wird sich jedoch der Witterungscharakter freundlich ge­stalten, wobei die Temperaturen allerdings etwas niedriger liegen werden.

Aussichten für Freitag: Wolkig bis hei. ter, gewittriger Regenschauer, Temperaturen etwa; zurückgebend, südwestliche bis östliche Winde.

Aussichten für Samstag: Bei südwest, lichen bis östlichen Winden wolkig mit Ausheite. rung, örtliche Schauer, Temperaturen unverändert.

Lufttemperaturen am 14. Juli: mittags 26,2 Grad Celsius, abends 19,2 Grad; am 15. Juli: morgens 16,7 Grad. Maximum 26,8 Grad, Minimum heute nacht 16,5 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 14. Juli: abends 23,6 Grad; am 15. Juli: mor­gens 18,6 Grad. Sonnenscheindauer 6,4 Stunden.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum, schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange (beurlaubt), Vertreter: Ernst Blumschein; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; fist den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen- leiter: Hans Beck Verantwortlich für den Inhalt bet Anzeigen: i. V. Hans Thein D. A. VI. 37: 9101 Druck und Verlag: Brühl'fche Universitäts-Buch' und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf, mehr Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstitgz

15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig,

3m Kamps gegen die Plagegeister des Sommers Einfache und wirkungsvolle Mittel gegen Insekten.

Statt Karten.

im Alter von 64 Jahren.

Allendorf a d. Lumda, den 15. Juli 1937.

In tiefer Trauer: Karoline Häuser

Die Beerdigung findet Freitag, den 16 Juli, nachmittags 2% Uhr statt.

4723 D

Watzenborn-Steinberg, Leihgestern, den 14 Juli 1937.

Die Beeidigung findet am Freitag, dem 16. Juli, nachmittags 4 Uhr statt

03527

4732 D

Herr Christoph Formhals

4730 D

4735 D

Sieben

4733 A

4727 D

Ruttershausen, den 15. Juli 1937.

BORRMANNo

Ruf 4165

Gießen, Neustadt 5

w

Heute nacht entschlief sanft nach kurzem Krankenlager mein lieber, herzens* guter Mann, unser lieber treusorgender Vater, Schwiegervater und Großvater

Familie Georg Wagner

Familie Otto Reitschmidt

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Christine Formhals, geb. Damm.

Spar- und Vorschußverein Allendorf a. d. Lumda.

Am 13. Juli 1937 starb infolge eines Herzschlages unser Direktor

Durch seine großen Verdienste, die er sich als Vor­standsmitglied erworben hat, wird er uns unver­geßlich bleiben.

Dentist Koch

verreist bis 28. Juli 1937.

Für die Hinterbliebenen.-

Kath. Herbst

Gestern abend 8 Uhr verschied nach langem schweren, mit Geduld ertragenen Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwie­germutter, Großmutter, Schwägerin, Gote und Tante

Frau Leonore Schomber, geb. Jünger

im Alter von 59 Jahren.

Für die mnigeTeilnahme und für die Kranz­spenden beim Hinscheiden meines Mannes sage ich allen meinen herzlichen Dank.

Meline Wittich

Gießen (A.d. Bahnhöfen 30), 14. Juli 1937.

03525

Bei Einsatz der Ernte kauft jede Menge

Koggenfivoh

Seeresveroslegungs - fjaiwmmf

Teieobon 2951

_______________47201

Gestern abend verschied infolge Herzschlages

Herr Christoph Formhals

Gemeinderechner i R. und 1. Beigeordneter der Gemeinde Allendort/Lda.

Allzufrüh wurde uns dieser ausgezeichnete pflichttreue Beamte entrissen, der seit über 37 Jahren in muster­gültige! Weise seinen Posten voll ausfüllte.

Aufrichtig ist unsere Trauer um den wertvollen Mann, der bei allen Gemeindeangehörigen Ansehen besaß und sich Achtung und Zuneigung sicherte.

Er wird in unserem Andenken fortleben.

Die Gemeindeverwaltung Allendorf an der Lumda.

Krieb, Bürgermeister.

Allendorf/Lda., den 14. Juli 1937.

In tiefer Trauer:

Wilhelm Schomber nebst allen Angehörigen.

Reiskirchen, Rödgen, Schadenbach, den 15. Juli 1937.

Die Beerdigung findet am Samstag, dem 17. Juli, nachm.2 Uhr statt

Vertreter:

Dentist Theis, Ludwigstr. 60

BOI ifiesichlshaarei ^iiamenhan u.m.läst.Haarew. nur d.die von mir angew.,einz.sick. Meth. unt. l9ar. inun.mitd.Wurz. ichmerü.entfernt Frau B. Gulden, seit 1935 Fr. W. Henkel Svrechstd. reden Areitag/Wiel en Am Riegelpad 32 9-7 Uln hiircfia.

Ludwig Häuser

Bäckermeister

Für die überaus zahlreichen Beweise wohltuender Teilnahme beim Heimgange unseres 1b. Entschlafenen Ernst Herbst, Lehrer sagen wir auf diesem Wege unseren innigsten Dank.

Plötzlich und unerwartet verschied am 13. Juli abends infolge eines Herzschlags mein herzensguter Mann, unser treusorgender Vater, Bruder und Onkel

der Gemeinderechner und Untererheber i. R.

Christoph Formhals

im Alter von 66 Jahren.

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Samstag ZO.SOUhr imSchüüenliaus (Liederbücher

mitbringen) 4720V tieschattsdrucksachen Rechnungen BrlefblÄtter Briefumschläge Postkarten Geschäfts karten

bei Brühl. Schulstr.7

03538

Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, nach langer, mit großer Geduld ertragener Krankheit meine herzensgute Frau, unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante

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Gießen (Sonnenstr. 29), den 13. Juli 1937.

Die Beerdigung findet Freitag, den 16. Juli, nachmittags 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Knoch.

Frau Elisabeth Knoch geb. Sonntag

im Alter von 66 Jahren zu sich in die Ewigkeit abzurufen.