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Aus der engeren Heimat
Ein Volk, ein Führer, eine Jugend! Jahrgang 1927 tritt geschloffen an. So ist es in Deutschland: Jeder Junge von 10 Jahren gehört in das Deutsche Jungvolk, jedes Mädel in den Jungmädelbund, damit ihr. deutsche Eltern, auch in eurem Alter in einem freien Volke leben könnt.
Generalversammlung der Molkereigenossenschaft Hungen.
* Hungen, 13. April. Die Molkerei-Ge- no s s e n s ch a s t Hungen hielt am Sonntag im 3iale des „Darmstädter Hofes" ihre 43. ordentliche gmeralversammlung für das abgelaufene Jahr li-36 ab. Der Vorsitzende des Auffichtsrates Fritz jfiie ff e (Hungen) eröffnete die Versammlung und bigrüfjte die Mitglieder,^ besonders den Vertreter bts Milchwirtschastsoerbandes Weber (Gießen) foie die Vertreter der Milchleistungskontrolle, als ach die Gründer der Genossenschaft. Direktor Schneider gab dann einen ausführlichen Bericht über das abgelaufene Geschäftsjahr, das wieder ßrnz im Zeichen der Erzeugungsschlacht sowie des tr. Molkereiwesen angestrebten Aufbaues stand.
2)2 Auswirkungen machten sich besonders in einem »fiteren starken Steigen der Milchanlieferung, so- ir= in der besseren Qualität der angelieferten Milch, Ll- auch in einer bedeutend höheren Butterausbeute gegenüber den Vorjahren bemerkbar. Unter dem «rutze der Marktordnung konnte im abgelaufenen Qcjre der Ausbau der Molkerei weiter vorwärts gerieben werden. Während in den Vorjahren der rLmliche Ausbau und Erweiterung der Molkerei ör genommen wurde, so wurde im letzten Jahre bit Maschinenanlage vollkommen erneuert. Es Ptnen hier zur Aufstellung: eine neuzeitliche Er- hiMngsanlage für Vollmilch, Rahm und Mager- Mch, zwei automatische Milchwaagen, zwei Herme- trifte Milchzentrifugen mit je 5000 Liter Stund en- leiiung, ein weiterer Rahmreifer und eine Säure- firuranlage. Mit der Schaffung dieser Anlage ist «i» höchstmögliche Auswertung der Mich gegeben.
Lnschließend erstattete Geschäftsführer F r u t i g bc zahlenmäßigen Geschäftsbericht, aus dem u. a. fönendes zu entnehmen war: Der Genossenschaft fit « von 1410 Einzelmitgliedern im Jahre 1936 ins- gcomt 8 879 892 Kilogramm Milch geliefert wor- bev für die 1090 537,02 Mark sowie weitere 77538,88 Mark als zugewiesene und mitausbezahlte Satzung auf die Werkmilch durch den Milchwirt- sch ftsverband Hessen-Nassau bezahlt worden sind. Hirnach sind im Jahre 1936 gegenüber dem Vor- t-afte 1935 in gesamt 836 282 Kilogramm Milch wider mehr eingeliefert worden. Von der einge- [teten Vollmilch wurden 6 879 318 Kilogramm beouttert und hiervon 284 963 Kilogramm Deutsche Irr tenb utter gewonnen. Die übrige Vollmilch
'de als Frischmilch abbesetzt sowie zur Käse- und »neherstellung verarbeitet. Im Jahre 1935 wur- nur 5 816 547 Kilogramm Milch zu Butter ver- »itet. Aus der Mehrverbutterung im Jahre 1936 insgesamt 64 480 Kilogramm Butter, das sind D Zentner Butter gegenüber dem Vorjahre mehr gestellt worden. Allgemein gesehen beweisen die chäftszahlen sowie die Abschlußzahlen der Bilanz Serum ein Jahr günstiger Weiterentwicklung für Genossenschaft.
. Ko wurde auch der Abschluß von der Versamm- hirg einstimmig gutgeheißen und angenommen und ber Vorstand und dem Aufsichtsrat Entlastung er» kiL Die satzungsgemäß ausscheidenden Aufsichts- poi Mitglieder Fritz Hesse (Hungen), Müller
(Bellersheim), Keil (Steinheim), Sang (Rabertshausen) und Alter (Berstadt) sowie das Vorstandsmitglied Ferd. Kammer (Hungen) wurden durch Zuruf einstimmig wieder gewählt.
Anschließend konnte der Vorsitzende den inzwischen erschienenen Leiter der Milchleistungskontrolle für Hessen-Nassau, Dr. Hartmann (Frankfurt a. M.), bearüßen, der in seinem längeren Vortrag ausführlich über Zweck und Ziel der eingeführten Leistungskontrolle sprach. Nach einer regen Aussprache und der Erledigung verschiedener sonstigen Anfragen konnte der Vorsitzende die in allen Teilen gut verlaufene Versammlung schließen.
Landkreis Gießen.
1) Heuchelheim, 14. April. Recht schön ver-, lief die V H C. - W a n b c r u n g am letzten Sonnbag. Trotz Regen hatte sich eine stattliche Zahl von Wanderern eingefunden, die über Kinzenbach gehend, den Weg durch den Wald nach Grube Morgenstern zu nahmen, um zur Schwalbenmühle ZU gelangen. Hier wurde Rast gemacht, während der die Auszeichnung der tüchtigsten Wanderer vorgenommen wurde. Die „Goldene" konnte mit launigen Versen an fünf DHCer überreicht werden.
K Alt en -Buseck, 14. April. Als Schul- rekruten wurden in der hiesigen Volksschule in diesem Jahre zwölf Jungen uno zwölf Mädchen aufgenommen. Aus der Schule entlassen wurden sieben Jungen und zehn Mädchen, so daß sich die Schülerzahl um sieben vergrößert hat. — Die Fleisch- und Wurstsammlung des Winterhilfswerks 1 9 3 6/37 hatte ein sehr gutes Ergebnis in der Zelle Alten-Buseck gebracht. Es wurden im Laufe des Winters von den Hausschlachtungen annähernd 300 Kilogramm Büchsen abgeliefert.
+ Staufenberg, 14. April. Die Bautätigkeit in unserem Ort ist sehr rege. An drei Wohnbauten und einem Werkstattbau wurde mit den Arbeiten begonnen. Weitere Bauvorhaben sind in Vorbereitung.
= Mainzlar, 14. April. Die Pflicht- feuerwehr hielt dieser Tage eine Hebung ab. Die Feuerloschgertite wurden einer Probe unterzogen; anschließend wurde nach den neu herausgegebenen Richtlinien exerziert.
± Albach , 14. April. Wie schon berichtet, konnten am Sonntag die Eheleute Jakob Schmitt und Margarete, geb. Damm, das Fest der Goldenen Hochzeit feiern. Im Gotteshause hatte sich unsere Gemeinde zahlreiche versammelt, um den Ehrentag des Paares mitzufeiern. Pfarrer D ö l l segnete den Bund ein, übermittelte die Glückwünsche der Kirchenbehörde und überreichte ein Buch als Ehrengeschenk. Nach dem Gottesdienst begaben sich Stützpunktleiter Schäfer, Bürgermeister Lenz und Lehrer Groh ins Haus des Jubelpaares. Der Stützpunktleiter Pg. Schäfer überbrachte die Glückwünsche der Partei und ein Glückwunschschreiben des Führers. Bürgermeister Lenz überbrachte Glückwunschschreiben des Gauleiters Reichsstatthalters Sprenger und des Kreisamtes und gratulierte darauf namens der Gemeinde und des Gemeindevorstandes. Er würdigte den goldenen Bräutigam, der früher Feldschütz der Gemeinde gewesen war, als treffliches Gemeindeglied und vorbildlichen Diener der Gemeinde und überreichte ein Ehrengeschenk der Gemeinde. Lehrer Groh sprach als Leiter der Kriegerkameradschaft Albach die Glückwünsche der Kameradschaft aus und überreichte als Ehrengeschenk ein Bild Hindenburgs. Immer sei der Jubilar ein treues Mitglied der Kameradschaft gewesen, wie auch ein treuer Soldat, der im Weltkrieg dem Dctt- terland einen Sohn geopfert habe. Die ganze Gemeinde wünschte dem Jubelpaare einen schönen Lebensabend.
! Großen-Linden, 14.April. Am Sonntag unternahm der Z w e i g o e r e i n „Hüttenberg"
vomVHE. seine Aprilwanderung, die von Großen- Linden über Mendorf und Dutenhofen nach Gar- benheim führte. Dort wurde Kaffeerast gehalten. Nach einem kleinen Regenschauer zu Anfang der Wanderung herrschte das schönste Frühlingswetter. Das zeiate sich erst, als die Wandergenossen den Bismarcksturm in Garbenheim erftieaen und die Aussicht bewundern konnten. Im herrlichsten Sonnenschein lag das Lahntal do. Von Garbenheim führte die Wanderung nach Wetzlar, von da brachte die Bahn die Mitglieder des Vereins nach Großen- Linden zurück.
gfs. Leihgestern, 14. April. Ein Kameradschaftsabend vereinigte die F r a u e n f ch a f t und die Mitglieder des Frauen werks von Großen- Linden und Leihgestern in der Rindsmühle. Ein als Kanon gelungener Flabgenspruch leitete den Abend ein. Frau Will begrüßte die zahlreich anwesenden Frauen und Gäste. Mit herzlichen Worten rief sie die Frauen auf, nach der beendeten Mitarbeit am Winterhilfswerk auch in der kommenden Zeit für jede Art von Hilfe bei der NSV. bereit zu sein. Ganz besonders legte Frau Will den Frauen die Werbung für das deutsche Frauenwerk ans Herz. Mundartgedichte und gemeinsame Lieder hielten die Frauen noch lange beisammen.
ch Lang-Göns, 14. April. In dem Abendgottesdienst am Sonntag führte ein Spielschar oas geistliche Spiel „Der verlorene Sohn" in unserer Kirche auf. Die Vorführung wurde umrahmt von Gesängen des hiesiaen Mädchenchores.
= Li ch, 14. April. Am morgigen Donnerstag kann Maurermeister Heinrich Uhrhan IV. in voller geistiger und körperlicher Frische sein 7 0. Lebensjahr vollenden.
# Ettingshausen, 14. April. Dieser Tage fand die Einführung der diesjährigen S ch u l n e u - finge statt. Die Zahl beträgt 11, davon 8 Knaben und 3 Mädchen.
Kreis Friedberg.
+ Butzbach, 13.April. Die Ortsgruppe der Partei hielt im Saale des „Hessisch-m Hofes" ihre Monatsversammlung ab. Ortsgruppenleiter Dr. Mörschel gab nach kurzen Begrüßungsworten und dem gemeinsamen Gesänge
des Liedes „Volk ans Gewehr" eine Reihe Verordnungen der Gau- und Kreisleitung bekannt. Me- dizinalrat Dr. Z i n ß e r sprach über Rassefra - gen. Die interessanten Ausführungen wurden durch Lichtbilder ergänzt und fanden allgemeinen Beifall. — In den Räumen des ehemaligen Mathil- denstiftes findet gegenwärtig eine Werkaus» stellung des B D M. statt. Die Ausstellung zeigt selbstgefertigte Gegenstände, Spielsachen, Wäschestücke u. a. m. in großer Zahl.
Kreis Bübingen.
© Nidda, 14. April. Unter Leitung von Frau Münch hielt gestern die NS.-Frauenschaft bei starker Beteiligung einen Pflichtabend ab. Durch die Leiterin sowohl, als auch durch Frl. H o s s i n - g e r, Landwirtschaftslehrerin dahier, kamen wichtige, insbesondere die „politische Hausfrau" berührende Fragen zur Besprechung. Im Herbst soll eine Ausstellung der in den Frauenabenden angefertigten Kleidungsstücke unter dem Motto „Neues aus Altem" stattfinden.
Kreis Alsfeld.
£ Groß-Felda, 14. April. Die Konfirmanden des hiesigen Kirchspiels unternahmen in Begleitung ihres Pfarrers einen Ausflug nach Fulda. Verschiedene von ihnen fuhren zum ersten Mal mit der Bahn — auch das gibt es heute noch! Die reichen Sehenswürdigkeiten der Stadt haben bei den Kindern einen Eindruck hinterlassen, der nicht so bald vergessen sein wird.
£ Groß-Felda, 14. April. Die 79jährige Witwe Anna Maria Müller, die allein ihr Häuschen bewohnt, wollte sich am vergangenen Sonntag einen Korb Holz holen. Dabei fiel sie so unglücklich, daß sie mit einem schweren Beinbruch ins Alsfelder Kreiskrankenhaus gebracht »erben mußte. An den Folgen ihrer Verletzungen ist sie nunmehr gestorben.
—.— Homberg, 14. April. In diesem Jahre wurden in die hiesige Volksschule 20 Schulneulinge aufgenommen. Die Gesamtschülerzahl beträgt 202 Schüler, gegen 212 im Vorjahre. Unsere Realschule wird gegenwärtig von 20 Schülern besucht.
Die veruntreute Schafherde.
2Vz Jahre Zuchthaus für einen gefährlichen Gewohnheitsverbrecher.
LPD. Frankfurt a. M., 14. April. Die Große Strafkammer verurteilte den in den vierziger Iah- ren stehenden Karl Laux wegen Unterschlagung und Untreue zu zweieinhalb Jahren Zuchthaus, drei Jahren Ehrverlust und dreijährigem Berufsverbot.
Der Angeklagte, den man seinerzeit wegen Trunksucht entmündigt hat und mit dem sich die Gerichte schon wiederholt befassen mußten, war zuletzt Schäfer. Er 30g »mit 272 Schafen, die Eigentum eines Großschäfereibesitzers in Großmaischeid bei Engers waren, im Westerwald herum. Im Januar gefiel dem Angeklagten die Arbeit nicht mehr; er will sich darüber geärgert haben, daß er die von ihm gewünschten Weideplätze nicht bekam. In Wetzlar gab es sich als Eigentümer der Herde aus und trat mit einem Viehaufkäufer in Verbindung, dem er d i e Herde für 11400 Mark zugunsten einer Firma in Düsseldorf verkaufte. Er bekam 6400 Mark bar in die Hand und einen Scheck über 5000 Mark, die Stimmer aber wanderten zur Schlachtbank. Als Laux das Geld in der Hand hatte, kam er in den folgenden Tagen aus dem Vergnügen nicht mehr heraus. Mit dem Auto gings nach Gießen, wo er sich Kleider kaufte und das Geld mit vollen Händen ausgab, so daß es schon auffällig wurde. Immerhin hatte er Glück, noch nicht erwischt zu werden. Die Fahrt wurde dann mit der Taxe nach Frankfurt fortgesetzt, wo er drei Tage in der Schüppengasse wohnte. Dann lud er seine Quartiergeberin zu
einer Fahrt nach der Pfalz ein, doch gab er ihrem Wunsche, Stuttgart zu besuchen, nach. Dort händigte er ihr den Scheck über 5000 Mark aus, den sie nach ihrer Rückkehr nach Frankfurt einlösen sollte, während er noch in die Pfalz zum Besuch eines Freundes fahren wollte. Laux hatte so getan, als sei er Bauer und habe bei dem Verkauf von Schafen einen guten Schnitt gemacht. Den Freund in der Pfalz traf er nicht, und er plante, mit den noch vorhandenen 5500 Mark nach Frankreich zu fahren. Er nahm bann aber davon Abstand, vernichtete seine Papiere, kaufte sich andere und fuhr nach Riesa an der Elbe, weil er dort unter falschem Namen eine Schafzucht anfangen wollte. Er kam nach Leipzig, machte dort für 900 Mark Einkäufe, gab fürstliche Trinkgelder, und bald ging es wieder nach Frankfurt, denn es wurde allmählich Zeit, sich um den Scheck zu kümmern. Dieser war inzwischen gesperrt und die Quartiergeberin sowie der Chauffeur, der sie nach Stuttgart gefahren hatte, waren wegen Begünstigung festgenommen worden. Bei seiner Ankunft in Frankfurt waren des Schäfers glückliche Stunden schon gezählt, und bald saß auch er in Haft.
Das Gericht bezeichnete den Angeklagten in der Urteilsbegründung als einen gefährlichen Gewohnheitsverbrecher, aber doch nicht als restlos unbelehrbar. Deshalb wurde von Sicherungsverwahrung noch einmal Abstand genommen. Die beiden Mitbeschuldigten wurden freigesprochen.
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Bekanntmachung.
ar.t Entwässerung der Stadt Gießen.
L Jede Neuherstellung ober Deränberung von Grunbstücksentwässerungen ist nur nach vorheriger Einholung ber baupolizeilichen Ge- I nehmigung zulässig, Das Ausführen jeglicher Arbeiten an Entwässerungsanlagen ist nur durch Installateure ober Unternehmer gestattet, welche den erforderlichen Zulassungsschein be- sitzen.
L. Das Ausgießen ober Einleiten von Schmutzwasser in die Straßenrinnen ist verboten.
Hi Von Grunbstücken, die an die Straßenkanäle angeschlossen sind, darf kein Niederschlagswasser über den Bürgersteig abfließen, auch nicht, wenn die Hof- ober Regenrohrsinkkasten verstopft finb. Die Sinkkasten sind regelmäßig zu reinigen.
Zuwiderhandlungen gegen diese Bestimmungen die Unterlassung der Reinigung der Sinkkasten Hnt rüegen den Rechtsfolgen des § 42 der Pol.-Der- :biung, die Entwässerung von Grundstücken im An- cliiß an die städtische Kanalisation in der Stadt ließen betr., vom 1. August 1904.
Weßen, den 12. April 1937. 2631C
Der Oberbürgermeister. 3. 23.: Dr. Hamm.
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Salzmandeln
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für den Ausbau und Ernährung des Körpers außerordentlich wichtig sind,
Salzmandeln, süße Mandelkerne, die in Salz gewälzt und im Backofen getrocknet sind.. Man reicht sie zu Wein.
Salzsaure, gelblich rauchende Lösung von Chlorwasserstoff in Wasser, die in Stoffe Löcher frißt und auch Metalle angreift. Der Gefährlichkeit wegen darf Salzsäure nur in gut kenntlichen Eiftflaschen aufbewahrt werden. Mit Salzsäure werden Aborte, angebrannte Töpfe und Emaillebadewannen gereinigt und Kesselstein gelöst. Nach Möglichkeit sollte man jedoch auf die Anwendung von Salzsäure verzichten.
Salzsäurevergiftung, siehe Säure- Vergiftung, Schwefelsäurevergiftung.
Samenernte nehmen wir von schönen und gesunden Gartengewächsen vor. Vor dem öffnen werden Kapseln und Hülsen ab- geschnitten und die Samenkörner nach völligem Trocknen entnom- men Aus Saftfrüchten werden die Körner ausgewaschen und getrocknet. Die Aufbewahrung erfolgt in kleinen Säckchen, luftig und mäusesicher. Samenernte im eigenen Garten soll nicht jahrelang durchgeführt werden, da sonst Inzucht eintritt.
Sammelheizung, entweder Fernheizung für mehrere Gebäude oder Zentralheizung eines gan- zen Hauses vom Keller aus oder Etagenheizung, die meist von der Küche aus für eine Wohnung be
dient wird. Warmwasserheizung ist bester als Dampfheizung, da sie die Luft nicht so sehr austrocknet. Heizkörper müssen stets von Staub frei gehalten werden und werden zweckmäßig mit einem Wasserbehälter, am besten einer porösen Tonröhre versehen, damit die Zimmerluft immer feucht bleibt.
Sammeln von Gegenständen ist ein allgemein menschlicher Trieb, den man auch bei Kindern unterstützen soll, solange er nicht in eine Leidenschaft ausartet, über der alles andere vergeßen wird. Nicht jede Sammlung hat Wert, aber die Beschäftigung des Sammelns selbst ist anregend. Jede Sammlung muß übersichtlich geordnet sein und vor Schädlingen geschützt werden. Dies gilt besonders von Schmetterlings- und Käfersammlungen.
Sammeltrieb ist eine bei Schwachsinnigen und bei geistig minderwertigen Menschen beobachtete Neigung, die sinnlosesten Dinge zusammenzuraffen und irgendwo aufzustapeln.
Samos, süßer Frühstückswein von der kleinafiatischen Insel Samos. Samowar, rustische Vorrichtung zur Teebereitung. Der Samowar selbst enthält Wasser, das im echten Samowar mit Holzkohlen erhitzt und aus einem Kränchen abgezapft wird. Auf dem Samowar steht ein Kännchen mit Tee- extrakt, der mit dem heißen Wasser beliebig verdünnt wird.
Samt, ähnlich wie Plüsch mit Noppen gewebter Stoff, der nachher geschoren wird unb dadurch
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