Kampf -em Verderb und Entrümpelung.
Ein Appell der Polizeidirektion Gießen.
Es ist wiederholt festgestellt worden, daß ent* rumpelte Dachböden und Kammern nachträglich mit altem Gerümpel gefüllt worden find. Dies entspricht nicht dem Luftscbutzgedanken. Es ist unbedingte Pflicht jedes Woynungsinhabers. den Dach- hoben bzw. Dachkammer entrümpelt zu halten. Das soll jedoch nicht bedeuten, daß auf dem Dachboden überhaupt nichts gelagert werden darf.
Gegenstände, die evtl, noch Verwendung im haushalt finden können, dürfen an diesen Stellen gelagert werden, wenn die Gewähr geboten ist, daß im Falle der Gefahr die Gegenstände sofort entfernt werden. In solchen Fällen darf es sich jedoch keinesfalls um unbrauchbare Sachen, z. V. Altpapier. Pappkartons. Kleider usw. handeln. Derartiges Altmaterial kann nach dem Anfall sofort abgeseht werden, ohne es noch längere Zeit auf dem Dachboden zu lagern.
Damit jedoch bezüglich der Entrümpelung keine Mißverständnisse austauchen, wird hier ausdrücklich darauf hingewiesen, daß wertvolle Sachen, z. B. Gegenstände mit geschichtlichem oder kulturellem Wert, keinesfalls vernichtet oder zerstört werden sollen. Sofern derartiae Sachen oder Gegenstände vorhanden sind, für die der Besitzer kein Interesse mehr hat, kann er diese unter Angabe der Bedeutung abliefern. Solche Sachen werden durch Fachleute überprüft und den zuständigen Stellen zugeleitet.
Vielfach besteht die Unsille, alte Kleider auf den Dachböden zu lagern. Hierdurch wird nur Ungeziefer gezüchtet, und die Kleider sind bald von Motten gefressen.
Wir bitten, alle abgelegten Sachen, z. B. alte Matratzen, Kinderwagen, Kleider usw-, die auf den Böden gelagert werden, abzuliefern. Diese werden,
Unsere Jugendherberge.
Von Or. Wilhelm Ilörke.
Wie alljährlich in den Tagen des Frühlings, so tritt auch Heuer wieder der Reichsverband für deutsche Jugendherbergen mit einem groß angelegten Sammeloorhaben an die Oeffenttichkeit. Buben und Mädchen werden kommen und Spenden heischen, die Politischen Leiter werden an die Haustüren klopfen und um Gaben bitten.
Das deutsche Volk hat in seinem Iugend- herbergsneh ein gewaltiges soziales Derk geschaffen. das in der Delt einzig dafteht.
lieber 7 Millionen Usbernachtungen wurden im vergangenen Jahr in den deutschen Jugendherbergen gezählt. Von Jahr zu Jahr steigt die Zahl der jungen Menschen, die ihre Freizeit und Ferien zur Fahrt durch Deutschlands Gaue nutzen, von Jahr zu Jahr nimmt die Zahl der Schulklassen zu, die in der Jugendherberge eine Woche oder mehr in gemeinsamem Erleben verbringen, von Jahr zu Jahr wächst die Zyhl der Tagungen und Schulungs- kurse unter dem gastlichen Dach der Jugendherbergen in raschem Anstteg. Können wir auch voll Stolz auf das zurückblicken, was zwei Jahrzehnte treuer und zäher Arbeit geschaffen haben, so lehrt doch immer wieder ein Blick auf die Entwicklung des Herbergswerks in den letzten Jahren, daß nicht Heinere Aufgaben in der kommenden Zeit den Herbergsschaffern bevorstehen. Allenthalben wird es zu eng, immer weiter muß darum das Werk aus- gebaut werden. Immer wieder ruft uns unsere Jugend zu:
Wir brauchen neue herbergen, wir brauchen größere Herbergen, helft darum alle dem Reichsverband durch euere Gabe, daß er sie schaffen kann.
Wie das Herbergswerk gewachsen ist, das können wir am besten an unserer Gießener Jugendherberge uns vor Augen führen. Im Jahre 1922 fing es mit zwei recht bescheidenen Räumen in der Schloßgasse an. Bereits 1923 siedelte die Herberge in den Asterweg über, wo sie uns Jahre hindurch vertraut und bekannt war. Dort hatte sie sich in gemeinsamer verständnisvoller Zusammenarbeit zwischen Städtischem Jugendamt und Jugend-
soweit noch brauchbar, an die NSV. zur Verteilung an arme Volksgenossen weitergeleitet.
So wie auf der einen Seite die Entrümpelung hinsichtlich der Sicherheit durchgesührt werden muß, ist auf der anderen Seite die Entrümpelung im Zuge des Vierjahresplanes unter dem Motto „Kampf dem Verderb" erforderlich.
Der Bedarf an Rohmaterial macht es jedem Deutschen zur Pflicht, alles entbehrliche Altmaterial abzuliefern. Wenn jeder Deutsche seine Pflicht tut, wird es möglich fein, den an das deutsche Volk gestellten Anforderungen des Vierjahresplanes gerecht zu werden.
Gleichzeitig wird aber noch darauf hingewiesen, daß Sachen, die für die Verdunkelung brauchbar sind, wie z. B. alte Decken und berg!., für diese Zwecke erhalten bleiben sollen.
Noch im Laufe des Monats April wird in der Stadt Gießen eine Entrümpelung durch den Reichsluftschutzbund durchgeführt. Die Amtsttäger des Reichsluftschutzbundes, einschließlich Luftschutzhauswarte, sind mit der Durchführung beauftragt. Die Tage der Entrümpelung werden in der Presse bekanntgegeben. Die Bevölkerung wird aufgefordert, die alten Sachen an den Tagen der Entrümpelung im Hofe ober im Keller unb bergt bereitzustellen. Für bie Bewohner, die nicht selber in der Lage sind, die Sachen vom Boden herunter^utragen, werden die erforderlichen Kräfte zur Verfügung gestellt.
Rach der Entrümpelung finden Kontrollen durch Polizeibeamte statt. Es wird gegen alle Personen, die nicht entrümpelt haben, mit aller Schärfe vorgegangen.
Einwohner der Stadt Gießen: Stellt euch in den Dienst der guten Sache, denn es dient zu eurem eigenen Schutz!
herbergsverband im Laufe der Jahre immer mehr ausgedehnt und schließlich bas ganze obere Stockwerk des städtischen Dienstgebäudes, in dem sie untergebracht war, erobert. Im letzten Jahre ihres Bestehens umfaßte sie 50 Betten. Eine neue Entwicklung begann vor zwei Jahren, als sich die Stadtverwaltung entschloß, die Herberge zu verlegen und ihr auf der Hardterrasse ein größeres Haus einräumte.
In vorbildlicher Weise hat die Stadt Gießen schon früh eine eigne Jugendherberge geschaffen und hat sie ständig weiter entwickelt. Auch den erforderlichen Hm- und Ausbau des Hauses auf der Hardtterrasse hat sie auf eigne Kosten aus- geführt und hat die Herberge nach vollendetem Ausbau in die Verwaltung des Reichsverbandes für deutsche Jugendherbergen übergeben, der es sich zur Aufgabe gesetzt hat, durch Vervollkommnung und Ergänzung des Gerätes die Herberge den ständig wachsenden Anforderungen, die die steigende Hebernachtungsziffer mit sich bringt, anzupassen.
Die Herberge hat jetzt 8 0 Betten, wozu noch 20 Notlager kommen, unb trotzbem ist es in her Hauptwanderzeit nicht allzu selten, daß das ganze Haus belegt ist unb daß die Herbergseltern auch der einen ober anberen Gruppe abschreiben müssen, weil das Haus schon voll ist. Die Herberge ist aber auch gar hübsch gelegen. Der Blick in das weite Lahntal, der schattige Tummelplatz unter den Kastanien und die große Spielwiese sind Dinge, die den etwas weiten Anmarsch rasch vergessen lassen. Wer aber noch nicht weiß, wie es in einer Herberge überhaupt aus sieht und wer insbesondere die Gießener Jugendherberge noch nicht kennt, der mache sich bei dem schönen Frühjahrswetter am nächsten Sonntag einmal auf die Beine und sehe sich das Haus aus der Nähe an.
Aus Anlaß des Reichsherbergsopfer- und -werbe- tags ist nämlich die Jugendherberge mit allen Räumen am Sonntag, 18. April, für jedermann zugänglich.
fing wie sie erleben. Dann umgeben uns keine Geheimnisse mehr, dann kommt der Frühling wie ein treuer Helfer unb Berater zu uns, auf daß wir mit neuem Lebensmut und gestärkter Willenskraft in die Zukunft schreiten. H.
Lornotizeu.
Tageskalender für Donnerstag.
Gloria-Palast, Seltersweg: „Der Herrscher". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „San Franzisko". — Ortsgruppe Gießen des VDA.: 20.30 Uhr spricht Frau Munier-Wrodlewska in der Aula des Gymnasiums über „Schicksal deutscher Geschlechter im Baltikum". — 16 und 20 Uhr: Frauenvortrag im Hotel „Prinz Carl".
Schulen und Geburtstag des Führers.
Der Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung Abt. VII — weist in einem Erlaß an die Kreis- und Stadtschulämter, die Direktionen der höheren Schulen und die Direktionen der gewerblichen Unterrichtsanstalten darauf hin, daß am Geburtstag des Führers und Reichskanzlers in den Orten, wo öffentliche Feiern stattfinden, Lehrer und Schüler sich diesen Veranstaltungen einzuordnen haben. Wo keine allgemeine Feiern stattfinden, gedenkt die Schule in würdiger Form des Geburtstages.
HZ. und Frühjahrsbestellung.
Der Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung Abteilung VII — hat an die Kreis- und Stadt- schulämter folgende Verfügung gerichtet: Auf Anregung der maßgeblichen Reichsstellen werden die Schulämter ermächtigt, Angehörige der HI., die auf Wunsch des Reichsnährstandes zur Frühjahrsbestellung eingesetzt werden sollen, vorübergehend vom Schulbesuch zu befreien. Der Antrag auf Befreiung ist von einer Dienststelle des Reichsnährstandes zu stellen.
Versammlung
der Ortsgruppe Gießen-Ost.
Arn kommenden Freitag, 16. April, 20.15 Uhr, im Saale des Caf6 Leib, öffentliche Versammlung. Es spricht Kreisleiter Pg. Wilh. Thiele, M. d. R., (Biedenkopf). Alle Volksgenossen sind zu dieser Versammlung eingeladen. Eintritt frei.
Ortsgruppe Gießeu-Nord.
Velr. Pfundsammlung.
Am Mittwoch, 14., und Donnerstag, 15. April, wird im Bereiche der Ortsgruppe Gießen-Nord die Pfundsammlung durchgeführt. Die Hausfrauen werden gebeten, die Pfundpäckchen bereitzulegen.
Ortsgruppe Gisßen-Süd.
Amt für Volkswohlfahrt.
Am Mittwoch, 14., Donnerstag, 15., und Freitag, 16. April findet im Bereich der Ortsgruppe Gießen- Süd die Lebensmittel-Opferringsammlung durch die NS.-Frauenschaft statt. Die Einwohnerschaft wird gebeten, die Spenden bereitzuhalten.
Die Hochschularbeit
des Sommersemesters beginnt.
Von dem Presseamt des NSDStB. in Gießen wird uns berichtet:
Im Konferenzzimmer des Studentenheimes versammelten sich am Montagabend die Amtsleiter der Studentenschaft und des Studentenbundes zu einem Ausspracheabend, der die Arbeit dieses Semesters am Hochschulort praktisch einleitete. Es berichteten die einzelnen Kameraden über Sinn unb Aufgabe ihres jeweiligen Arbeitsbereiches, insbe» fonbere über die vorgesetzten Ziele im neuen Semester und deren praktische Erreichbarkeit. Gegenstand der anschließenden Aussprache war vor allem die Bildung von Arbeitskameradschaften, bie eine wirkliche Nähe von Stubent zu Student in Gesinnung und fachlicher Arbeit gewährleisten. Aus den Erfahrungen der letzten Semester wurde für alle weitere Arbeit der Grundsatz der unbedingten Freiwilligkeit gefolgert. Damit ist für jedes gründliche Tun erst die innere Voraussetzung geschaffen. Es überraschten besonders die Berichte der Fachschaftsleiter, die aus den Ferienschulungslagern an den verschiedensten Orten des Reiches neben ausgezeichneter Stimmung auch wirkliche Arbeitsthemen für die Fachschaftsarbeit und den nächsten Reichsberuss- wettkampf mitbrachten. Die überzeugenden Anregungen fanden allgemeinen Beifall und sorgten dafür, daß der erste Ausspracheabend in einem fröhlich-zuversichtlichen Ton ausklang.
Obmänner- u. Chorleiterversammlung.
Jrn Gasthaus „Hindenburg" tagten am gestrigen Mittwochnachmittag unter dem Vorsitz von Pfarrer Weisel (Heuchelheim), dem Vertrauensmann der Dekanatskirchenchöre des Dekanats Gießen, die Chorobmänner und Chorleiter der evangelischen Kirchenchöre des Dekanats Gießen, um über das diesjährige Kirchengesangvereinsfest zu beraten. Als Festtag wurde, wie dies schon seit einem Jahrzehnt üblich ist, der Sonntag vor Pfingsten, 9. Mai, festgelegt. Als Festort wurde Watzenborn-Steinberg bestimmt. Das Fest soll in der neuen Volkshalle gefeiert werden.
Die Hauptprobe der gemischten Chöre soll um 12.45 Uhr in der Volkshalle stattfinden, die Frauenchöre proben um dieselbe Zeit bei Wirt Sommer. Musiklehrer N e b e I i n g (Gießen) dirigiert die gemischten Chöre, Finanzsekretär Sammer (Wat- zenbom-Steinberg) die vereinigten Frauenchöre.
Der Festgattesdienst in der Volkshalle beginnt um 13.30 Uhr. Die Festpredigt wird voraussichtlich Propst Knodt (Gießen) übernehmen. Im Fest- gottesdienst singen die gemischten Chöre, etwa 500 Sänger und Sängerinnen, als gemeinsame Chöre „Lobt Gott getrost mit Singen...", ferner „Gloria sei dir gesungen..." von I. S. Bach, die Frauenchöre mit über 200 Sängerinnen den Choral „Wunderbarer König ..."
Die Nachfeier soll um 16 Uhr beginnen. Gemischte Chöre und Frauenchöre werden wieder je einen Massenchor fingen. Außerdem fingt jeder angeschlas- sene Chor ein selbstgewähttes geistliches oder ein Lied im Volkston. Der Posaunenchor Watzenborn- Steinberg wird die gemeinsam gelungenen Gemeindelieder begleiten und die ganze Feier mit Musikvorträgen umrahmen.
Die Vorbereitungen zu dem Fest liegen in Händen des gemischten Chores von Watzenborn-Steinberg. Man rechnet, einschließlich der 700 bis 800 Sänger und Sängerinnen, mit einer Gesamtbeteiligung von etwa 2000 Personen.
Vortragsabend des Sparerbundes.
Am Dienstag veranstaltete die Ortsgruppe Gießen des Sparerbundes einen öffentlichen Vortragsabend. Der Landesverbandsführer von Groß-Heffen, Dr. jur. Danner (Gießen), sprach über „Aktuelle Sparerund Rentnerfragen". Ausgehend von dem Grundsatz der Vorkriegszeit, daß Wohlstand nur durch Sparen erworben werden kann, begründete der Redner den Segen der Sparsamkeit von Jugend an. Schon vor dem Kriege floß das Sparaeld in die verschiedensten Kanäle der Industrie und Wirtschaft und wurde für Staats- und Stadtanleihen verwandt und bildete dadurch die Grundlage der Staatswirtschaft. Nach dem Kriege haben internationale Betrüger das deutsche Sparervolk ganz systematisch betrogen. Bereits in dieser Zeit entstand die Sparerbewegung, die sich dagegen aufbäumte. Mit vieler Mühe gelang es ihr, die Aufwertungsgesetzgebung zu erreichen, der dann das Reichsanleihe-Ablösungsgesetz folgte. In großen Prozessen, in den Obligationär- und in den Aktionärversammlungen sowie in vielen Einzelfällen hat sich der Sparerbund für die Sparer und Rentner eingesetzt. Erst die nationalsozialistische Regierung hat grundlegenden Wandel auf allen Gebieten des Geld- unb damit auch des Sparwesens geschaffen. Durch die Inbesitznahme der Reichsbank in die Macht des Reiches, die heute unter besonderer Aufsicht des Führers steht, ist jeder Spekulation von vornherein die Grundlage entzogen, und es ist wieder Vertrauen und Sicherheit in das deutsche Währungs- und Sparwesen eingekehrt. Ein Beweis dafür waren die jüngsten Ueberzeichnungen der Reichsanleihen.
Der Sparerbund hat in dieser Aufwärtsentwicklung ganz bedeutende Erfolge für feine Mitglieder erzielen und der Reichsregierung mit Rat und Tat zur Seite stehen können. Er hat dadurch dem Sparer einen großen Dienst erwiesen, und auch jetzt ist er bestrebt, aufklärend und beratend zu wirken.
Vereinsführer Lorenz wies im Schlußwort auf die vielen Kleinarbeiten zugunsten der Rentner und
Sparer hin und machte auch auf die geselligen Veranstaltungen aufmerksam, durch die den Sparern und Rentnern auch eine persönliche Freude bereitet werden soll. Er verwies auf den nächsten Omnibusausflug durch das Biebertal über Hohensolms ins Blasbachtal, dem sich in Wetzlar ein Treffen mit den dortigen Sparern anschließen wird.
Gießener Wochenmarktpreise.
* Gießen, 15. April. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, Yi kg 1,57 Mark, feine Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60, Landbutter 1,42 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier, deutsche, Klasse S 14, Klasse A 13, Klasse B 12, Klasse C 11^, Klasse D 10%, ungezeichnete 10, Wirsing, % kg (gelb) 12, (grün) 20 bis 25, Weißkraut 10, Rotkraut 12, gelbe Rüben 10 bis 15, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 20, Unterkohlrabi 6 bis 8, Feldsalat, 50 g 10 bis 12, % kg 90 Pf. bis 1 Mark, Tomaten 70 bis 75 Pf., Zwiebeln 10 bis 12, Meerrettich 30 bis 70, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kartoffeln, % kg 5 Pf., 5 kg 44, 50 kg 3,65 bis 3,80 Mark, Aepfel, % kg 20 bis 45 Pf., Hähne 1 bis 1,10 Mark, Suppenhühner 90 Pf. bis 1 Mark, Blumenkohl, das Stück 30 bis 50 Pf., Salat 15 bis 30, Salatgurken 70 bis 80, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 30, Rettich, alte 5 bis 15, neue, das Bündel 20, Radieschen, das Bündel 15 Pf.
*
**D i e Entwässerung der Stadt Gießen ist neuerdings Anlaß zu mancherlei Beanstandungen geworden, jedoch nicht von der Seite der Bevölkerung her, sondern seitens der Verwaltung. Die Klagen richten sich gegen unbefugte Arbeiten bei Neuherrichtungen bzw. Veränderungen, gegen unzulässige Art der Abführung von Schmutzwässern und die Ableitung von Niederschlagswasser über die Bürgersteige. Es sei darauf hingewiesen, daß alle Verstöße gegen die Vorschriften auf diesem Gebiete mit Bestrafung bedroht sind.
** Straßensperrung. Wea-n Herstellung von Neubauten wird der Erdkauterweg zwischen Schisfenderger Weg und Bahnübergang Gießen—Gelnhausen mit sofortiger Wirkung bis auf weiteres für jeglichen Fährverkehr polizeilich gesperrt. Die aufgestellten Sperr- und Umleitungs- schilder sind zu beachten.
** Einziehung d e r bisherigen Preis- nachlaßberechtigungskartenfürScknei- herinnen, Polsterer u f w. Die Wirtschafts, gruppe Einzelhandel, Kreisgruppe Gießen, sowie Die Kreisfachgruppe Textil erklären die bisherigen Preisnachlatzberechtigungskarten mit Wirkung ab 15. Mai d. I. für ungültig. Die Neuausstellung der Ausweise ist von den in Frage kommenden Schneidern, Schneiderinnen, Polsterern und Dekorateuren umgehend zu beantragen.
DasWHW.im Bereich des IX.AK.
Lpd. Für bas WHW. 1 936/37 wurden in der Zeit vom 1.10.1936 bis 31. 3.1937 im Bereiche des IX. Axmeekorps aufgebracht:
Barfpenden.
Abzüge
Eintopfsammlungen
Besondere Sammlungen und
Spenden
Erträgnisse aus 77 Konzerten für das WHW.
Gesamtsumme 310 290,23 RM. Ferner Naturalien im Werte von 49 222,24 RM., die unter Verzicht auf die zustehende Verpflegung für bedürftige Volksgenossen gespendet wurden. Außerdem wurden wieder zahlreiche Fahrzeuge, Feldküchen und Mannschaften dem WHW. für Sammelzwecke usw. zur Verfügung gestellt.
Dieses Ergebnis, insbesondere die Steigerung der Erträgnisse aus besonderen Sammlungen unb Spen- ben, bebautet gegenüber bem WHW. 1935/36 ein Mehraufkommen von 121 484 RM.
In biesem Einsatz aller Dienststellen unb Truppen für bas WHW. kommt die nationalsozialistische Ge- finnung, bie bas Wohl ber Gesamtheit voranstellt, überzeugenb zum Ausbruck. Zugleich beweist bas Er- gebnis bie enge Verbunbenheit ber Wehrmacht mit ber Bevölkerung, die dem Aufruf ber Solbaten für bas WHW. in allen Stanborten unb bei jeher Gelegenheit freubig unb opferbereit folgte.
Neue Landesgruppe der Technischen Nothilfe.
NSG. Ab 1. Mai werben die beiden Landesgruppen ber Technischen Nothilfe Hessen-Westmark und Saarpfalz zu einer Landesgruppe Hessen- Westmark vereinigt. Zum Führer der vereinig- ten Landesgruppen wurde der bisherige Führer der Landesgruppe Saarpfalz, Landesführer Her- manns, bestellt. Der Führer der bisherigen Lan- desgruppe Hessen-Westmark, Landesführer Doe- bei, ist inzwischen in den aktiven Heeresdienst übergetreten. Der Dienstsitz ber neuen Landes- gruppe ist in Frankfurt a. M., Bockenheimer Land- straße 21. Innerhalb des Bereiches ber neuen Lan- desgruppe Hessen-Westmark werden noch die Bezirksgruppen Saarpfalz unb Koblenz-Trier gebildet, bie jedoch ber Landesgruppe unterstellt bleiben.
Derbraucherhöchstpreise für Hühner- und Enteneier.
DNB. Der Reichskommissar für die Preisbildung veröffentlicht im Reichsgesetzblatt eine Verordnung über Verbrauchsrhöchstpreise für Hühner- und En- ten-Eier vom 13. April 1937. Die Verbraucherhöchfl- preise für Eier sind dieselben wie im Vorjahr, wobei gewisse landschaftliche Verschiedenheiten ausgeglichen worden sind. Auch für die bisher nicht im Preis festgesetzten aussortierten Eier sind Verbraucherhöchstpreise vorgesehen. Bei den Auslands- eiern Bulgaren, Polen — „Original" handelt es sich um Eier, die nicht nach Gewicht sortiert sind. Die Erzeuger-, Großhandels- und Kleinhandelspreise werden von dem Eierwirtschaftsverband des Reichsnährstandes mit Zustimmung des Reichskommissars für die Preisbildung festgesetzt.
Bodenbenutzungserhebung -1937.
NSG. Das Statistische Reichsamt, Berlin, sowie die Landesstattstischen Aemter führen auch im Jahre 1937 wiederum eine Bodenbenutzungs- erhebung durch, die den Zweck hat, die tatsächlichen Flächen der land- und forstwirtschaftlichen sowie gärtnerischen Nutzung in jeder Gemeinde genau zu erfassen.
Es wird besonders darauf hingewiesen, daß die Angaben, die von den einzelnen Betriebsinhabern gefordert werden, dem Amtsgeheimnis unterliegen unb nicht für steuerliche ober sonstige Zwecke, wie z. B. für die Getreidekontingentierung, herange- zogen werden. Es wird daher im Interesse einer erfolgreichen Durchführung dieser Erhebung von jedem Betriebsinhaber erwartet, daß er seine Angaben so genau und vollständig als nur irgend möglich macht, da die Bodenbenutzungserhebungen eine unerläßliche Voraussetzung für erfolgreiche Maßnahmen in der Erzeugungsschlacht bilden.
Rundfunkprogramm.
Freitag, 16. April:
6 Uhr: Choral, Margenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Musik am Morgen. 9.45: Nachrichten und Sport« vorschau. 10: Schulfunk. 11: Hausfrau hör zu' 11.30: Tummelstunde. 11.45: Landfunk: Ausbau und Förderung der Milchhygiene. 12: Mittagskon« zert. 13: Nachrichten — Offene Stellen. Nachrichten aus bem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Dem Opernfreund. 15: Volk und Wirtschaft. Nährstoff „Eiweiß" — was ist bas? 15.15: Aus ber alemannischen Heimat. Don Schwarzwaldtälern unb -schluchten. Hörfolge. 15.45: Scharfe Sachen aus Baden. Ein deutsches Gewürz wirb hergestellt. 16: Nachmittagskonzert. 17.30: Ei» Wegbereiter deutschen Denkens! Johannes Rehmke, der Begründer einer bodenständigen Philosophie (2)- 17.45: Tiere wandern in den Tob! Eine Skizze um geheimnisvolle Kräfte ber Natur. 18: Musik aus Dresden. 19: Froher Feierabend! 19.40: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: Schumann-Konzert. 22: Nachrichten. 22.15: Nach' richten aus bem Senbebezirk. 22.30: Unterhaltung^« unb Tanzmusik. 24 bis 2: Nachtmusik.
128 794,21 RM.
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