ltr.87 Drittes Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)
Donnerstag, 15. April 1937
Das Dankopfer der Nation
Kalbfleisch,
Aus der Stadt Gießen
ichten.
in
211
inor allem den Kindern, eine Badegelegenheit zu
(Nachdruck verboten.)
N
-
-SCHWARZ KÖPF
Züch.
0 Mark
irtklasse I: Helm Lud« g-Göns. 'Bertunqs«
Wilhelm MMm
tzihneÄer,
I7.^ortsetzung.
-
1951 136{ 115/' Itil
An der Arbeit für die Laufstege des neuen Bades. (Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.)
von ihrem Körper weg.
Emil verzieht schmollend die Lippen.
Jetzt winkt der Fremde dem Kellner, zieht seine Brieftasche und bezahlt.
Dann steht er auf, wirst sich den Mantel über die Schultern und verläßt das Lokal.
von den Sichern gerne besucht werden, vielmehr wird sich wohl auch die Jugend von Steinbach und Albach gerne dort einfinden. Und wer von der Stadt Gießen aus mit einem Kraftfahrzeug das neue Bad rasch erreichen kann, wird es sich wohl ebenfalls nicht entgehen lassen, hin und wieder einmal in dem klaren Wasser des Albacher Teiches zu baden. Die Wasserverhältnisse des Teiches sind sehr günstig, da ein ständiger gleichmäßiger und reichlicher Zufluß und entsprechender Ablauf vorhanden
161
|3
steht auf ihrer Stirn, die Zunge brennt von etwas Scharfem, das man ihr zu trinken gab .
„Na, sehen Sie!" sagt eine Stimme, die ihr wie aus weiter Ferne dünkt. „Es geht ja schon wieder. Wollen Sie noch einen Kognak?"
Diese Stimme ist warm, beruhigend, zärtlich fast. Sie starrt den Sprechenden an und kann nicht glauben, daß es der Fremde ist.
Jetzt wendet er sich an Emil. „Es wäre gut, wenn Sie die Dame nach Hause brächten! Falls Sie meinen Wagen benützen wollen —?"
„Nein, danke!" sagt Gisch und ist auf einmal wieder ganz bei sich. „Ich mag ganz gern noch eine Weile bleiben."
Der Fremde nickt und zieht sich sofort zurück.
Vielleicht wäre noch alles gut geworden, wenn Emil Knack nun einen freundlichen Zuspruch, ein Wort liebender Sorge für Gisch gefunden hätte.
Zuerst sagt er gar nichts. Dann platzt er los. „So ein Theater zu machen! Einfach blamabel ist das. Alle Leute sind aufmerksam geworden. Hättest eben mit dem zudringlichen Kerl nicht tanzen sollen, wenn du dich nicht wohlfühltest!"
Gisch gab keine Antwort. Sie nimmt das Weinglas und leert es auf einen Zug. Sie schaut dabei unentwegt Emil an, sein aufgedunsenes, fettes Gesicht, die kleinen Augen, — der Ekel würgt sie.
„Ich will noch etwas zu trinken haben!" verlangt sie. „Komm, Emilchen, gib mir noch zu trinken."
Emil lacht, es ergeben sich ungeahnte Aussichten für die nächsten Stunden. Er nimmt die Flasche aus dem Eiskübel und gießt ihr das Glas bis zum Rande voll.
In Gisch fiebert eine ungeheure Erregung. Sie blickt aus gesenkten Augen zu dem Fremden hinüber, aber der kümmert sich nicht mehr um sie.
Emil wird zusehends unternehmungslustiger. Er beugt sich zu ihr, legt die Hand auf ihren Schenkel. „Immer noch so unerbittlich? Du, Gisch!"
Gisch hat den Mund halb geöffnet, ihr Atem geht keuchend. Sie nimmt Emils Hand und schiebt sie
Gautagung des NS.-Lehrerbundes.
NSG. Der NS.-Lehrerbund, Gau Hessen-Nassau veranstaltet am 17. und 18. April in Mainz eine Gautagung, auf der u. a. Reichsleiter Alfred R o - s e n b e r g, Reichswalter Gauleiter W ä ch t l e r, Bayreuth, Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger und SA.-Oberführer Z ö b e r l e i n, München, sprechen werden.
Der Leitspruch, unter dem die hessen-nassauische Gautagung des NS.-Lehrerbundes am 17. und 18. April in Mainz stattfindet, heißt: „Jugend und Heimat". Die vorgesehene Veranstaltungs-
178-i?
135-S 152-15
schaffen, werden an der Straßenseite des Teiches Schwimmkästen angelegt, deren Böden gedielt werden und von den Kindern bzw. von Nichtschwimmern ohne jegliche Gefahr benützt werden können. Das Holz für den gesamten Badbau stellt die Gemeinde.
Die landschaftliche Lage des Bades ist geradezu idyllisch. Sicherlich wird das neue Bad nicht nur
'"S
121
i). Weitzel, irob; Frhrl. ); Konrad 1, Angers- i; Wilhelm npettenrod: ich Fölling, nchörgern: ul XI, 2In- ■ Nger II, irl Döring, d Fölzing,
150
260
179
Eber des Wucher, lagen auf» von rund von rund vk bezahlte r Wilhelm für rund t, die nach enkopf und
137 46,25 160-75
120 151.5
145
125
210,5
141,25
115
166
128,75
167
Gischs Hände umkrallen das Polster des Sofas. Ihre Zähne schlagen aufeinander.
Es ist ja Unfinn! Es ist ja Unfinn! geht es ihr durch den Kopf.
Sie erhebt sich, die Beine drohen ihr den Dienst zu versagen. Nimm dich zusammen. Gisch!
„Emil, entschuldige mich einen Augenblick!"
Noch einmal sieht sie sein Gesicht, ein fremdes Gesicht, dann läuft sie durch den Raum, ohne Mantel, ohne Hut, dem Ausgang zu.
12.
„Bitte, nehmen Sie mich mit!"
Der Mann am Steuer, eben im Begriff, abzufahren, blickt auf die aufschluchzende Gestalt, zieht rasch die Bremsen an und öffnet die Wagentür.
„Steigen Sie ein, wir wollen hier auf der Straße kein Aufsehen erregen."
Im nächsten Augenblick sitzt Gisch neben ihm.
„Bitte, nehmen Sie mich mit!" fleht sie noch einmal.
Der Mann klappt die Türe zu und gibt Gas. Der Wagen setzt sich in Bewegung und läßt die Gaffer mit langen Hälsen zurück.
Jetzt legt er den Arm um sie, beugt den Kopf nieder und lehnt die Stirn an die ihre. „Nun sag mal, kleines Mädel, was haben sie denn mit dir gemacht?"
Gisch weint still vor sich hin. Alle Spannung, aller Druck der letzten vierundzwanzig Stunden bricht nun erlösend auf.
„Schon gut, schon gut, Mädel! Nicht weinen! Ich bringe Sie jetzt nach Hause. Hoffentlich wohnen Sie nicht gar zu abgelegen?"
„In Charlottenburg, Olbersstraße 4."
„Wie? — In Berlin? — Nach Berlin soll ich Sie mitnehmen?" Er ist ein wenig außer Fassung geraten.
„Ja, bitte, ich will nach Hause."
„Kind, Kind!" er reibt sich sorgenvoll das Kinn. „Hernach kommt Ihr kleiner Suppenkaspar und hetzt mir den Staatsanwalt an den Hals. Wegen gewaltsamer Entführung seiner Braut. Eine schone Geschichte brocken Sie mir da ein!"
Frühlingsgeheimnisse.
Der Frühling hat sich eingestellt, mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Wir fühlen das geheimnisvolle Walten und Schaffen in der Natur. Die Erde wird frei, die Tage sind länger geworden. Alles drängt zur Sonne.
Die Stare plustern sich auf. Sie schnalzen und zwitschern, ahmen die Amsel nach und lachen über die Sorgen des Winters. Sie wollen auch uns Menschen erwecken aus dem Winterschlaf und neue Wanderlust in unser Herz legen.
Und immer mehr Bilder der Auferstehung tauchen auf. Dort schwebt — noch etwas unsicher und taumelnd — der erste gelbe Zitronenfalter. Er hat den Winter überstanden. Nun wird er zu neuem Leben gelockt.
Der Frühling ist ein großer Zauberer. Auch uns Menschen erregt er. Der eine schaut nach den letzten Zeichen des Winters, nach den kahlen Bäumen und den schmutzigen Schneeresten und — seufzt. Der andere aber blickt hinauf nach dem blauen Himmel, hört die ersten Lerchen und Amseln jubilieren, sieht überall quellendes, schwellendes Leben in den Knospen und — sein Herz jubelt mit.
Die Sonne strahlt wärmer, die Luft wird linder, und wir spüren es in unserm Blut, daß in der Natur eine geheimnisvolle Kraft wirkt und schafft. Neues Leben will sich gestalten. Noch stehn uns zwar auch noch rauhe Tage bevor, an denen der Winter noch einmal mit dem Frühling ringen wird. Stürme werden die Lande durchbrausen, und der Regen wird an unser Fenster schlagen. Aber unge-
U
en guten
Für 20 Pf.: mit „Haarglanz“-Bad
Für 30 Pf.: „Haarglanz“ - Wirkung bei der Wäsche
Serini
““ , IZtÄ jwktiä? tuti | an
13.4.1
Skandal
>M Dr.Vandergruen
Vornan von Hans Hirthammer.
CCcp/right by Verlag Oskar Meister, Werdau i. S.
Aber Mut haben Sie, das muß man sagen! Hat das Mädel keine Ahnung, wer der Kerl ist, und läßt sich einfach — hast du nicht gesehen — von ihm entführen. — Wenn ich nun ein Raubritter wäre und ?©ie in meinem Burgverlies verschwinden „Sie sind aber kein Raubritter!"
„Haha! Nicht? Na, für was halten Sie mich dann?"
„Ich — weiß es nicht. Vielleicht ein Kaufmann?"
„Oh, pfui! Gänzlich fehlgeschossen!"
„Oder vielleicht ein — ach, ich weiß es nicht."
Der Mann löst den Griff um ihre Schultern. „Sie sind müde, kleines Mädchen. Vielleicht versuchen Sie ein wenig zu schlafen. Kommen Sie, der Platz im Rückteil des Wagens ist breit genug. Sie können sich ruhig querlegen. Eine Decke haben wir auch da, und„ bis Sie wieder aufwachen, sind wir in Ber-
Gisch scheint einige Bedenken zu haben, aber da stoppt der Wagen, sie wird kurzerhand gepackt, zappelt noch ein Weilen, und dann liegt'sie da und wagt vor Beklommenheit keinen Muckser mehr zu tun. Wenn sie die Augen aufmacht, ist ein wohliges Dämmerlicht über ihr.
Der Fremde hat wieder am Steuerrad Platz genommen und die Fahrt fortgesetzt.
Gisch liegt geborgen und warm.
Das gleichmäßige, gedämpfte Hämmern des Motors wird sie bald in den Schlaf gesungen haben.
„Wer sind Sie eigentlich?" fragt sie nach einer Weile. Die Augen hat.sie fest geschlossen.
Der Mann blickt auf die nächtliche Landstraße hinaus. Auf seinen Lippen formt sich ein kurzes Lachen. „Ich bin ein Wanderer. Kind, eine ruheloser Wanderer durch diese Welt. Und was ist mit dir, Mädchen? War das wirklich dein Herzliebster, der kleine Dicke da?"
Es dauert eine Zeit, bis aus der Tiefe des Wagens die Antwort kommt „Mein Verlobter! — Aber Sie dürfen nicht denken, daß — daß ich —" Und dann beginnt sie unvermittelt die Geschichte ihrer Beziehungen zu Emil Knack zu erzählen, in jähem Drang, sich ihm anzuoertrauen. Er soll, er darf nicht glauben, daß sie ein leichtfertiges Mädchen sei.
(Fortsetzung folgt!)
öch.
)enbe an.
? ■) Un, lü : 1199 » 170 Mt, 446 5 « > Wal. ■mittel 40 ,bls 52,50 ■ ^geteilt,
1810,40
l on- heu
8 5-90, “r 9ebün,
Netzen Mntan. ■Wer. \Wnorb. des Ab, ‘ iT 274:
Bolivien ). —. 275. deutschm uchern.
Als er aber merkt, daß Gisch vor Schrecken still geworden ist, lacht er dröhnend auf. „Na, wird I mir schon nichts anderes übrig bleiben, was? —
Gießener Anzeiger), sind in der Stadt Gießen noch folgende Einzeichnungsstellen vorhanden:
SA.-Brigade 147, Moltkestraße 27.
SA.-Standarte 116, Landgraf-Philipp-Platz 2.
11/116 Laden am Kreuzplatz (neben Winterhoff), oder Konto Sturm 11/116 Bezirkssparkasse.
14/116, Studentenhaus, „Stuttgarter Hof" (Seltersweg), oder Dresdener Bank.
Pi- H/116, „Zum Löwen", Neuenweg.
R 41/116, „Frankfurter Hof", Marktlaubenstraße.
42/116, „Aquarium", Walltorstraße.
43/116, „Zum Burghof", Am Burggraben.
San./116, „Bayerischer Hof", Bahnhofftraße.
Nachr./116, „Zum Löwen", Neuenweg.
Marine-SA.: Sturmbüro, Ludwigstraße 56 p/Ecke Alicenstraße, ferner Sturmbannbüro, Frankfurter Straße 4, Hinterhaus.
Reiter-Standarte 147: Unioersitäts-Reitinstitut Schömbs, Brandplatz 5.
chon jetzt ist zu erkennen, welche Form das zu- lütttige Bad gewinnen wird. Ein stattlicher Teil Teiches wird als Bad einbezogen, es wird aber von Schwimmern in Anspruch genommen wer- iteti können, denn der Teich ist auf der Seite, an -ler der Badbau errichtet wird, bis zu fünf Meter lief. Um nun aber auch den Nichtschwimmern,
folge wird hierauf in weitem Maße Bezug nehmen.
Die Haupttagung der Lehrerschaft des Gaues Hessen-Nassau findet in der Mainzer Stadthalle am Sonntagvormittag statt. Es spricht zunächst Gau- walter Ringshausen (Darmstadt). Danach wird Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger das Wort ergreifen. Reichsleiter Alfred Rosenberg und Reichswalter, Gauleiter W ä ch t l e r werden zu dieser Haupttagung bestimmt als weitere Redner erwartet.
Außerdem sind folgende Veranstaltungen vorgesehen: von Prof. Dr. Konrad Guenther (Freiburg i. Br.) über die „Deutsche Heimatlehre", die Eröffnung der Ausstellung „Jugend und Hei- m a t" durch Gauwalter Ringshausen, ein Vortrag der Reichsreferentin für weibliche Erziehung im NSLB. Frau Dr. Reber-Gruber über die „kulturpolitische Aufgabe der deutschen Erzieherin". In einer Abendveranstaltung liest SA.- Oberführer Hans Zöberlein aus seinem Kriegsbuch „Glaube an Deutschland".
Ein froher „Mainzer Abend" in der Mainzer Stadthalle bildet den Ausklang der Gautagung des NS.-Lehrerbundes.
Badbau derGtadtLich im AlbacherTeich
Sief), 15. April. Die Stadtverwaltung hat sich Ddr einiger Zeit entschlösset, für unsere Stadt eine zeitgemäße Badearl a g e zu schaffen. Die Arbeiten wurden bereits in, Angriff genommen. Infolgedessen ist es jetzt um den sonst so still da- lükenden Albacher Teich leimas unruhiger gewor- bu.
Gegenwärtig sind die Zimmerleute am Ufer des Teiches dabei, die Pfosten p bearbeiten, die in den ®anb des Teiches gemimt werden und die Laufstege tragen sollen. Sir Teil der Pfosten M7de bereits eingerammt in? zwar geschieht diese llrc eit von einem schwim-
135,25
beugt und unerschrocken steht die Natur. Das neue Leben wird Sieger bleiben.
Auch das menschliche Herz, das in diesen Tagen so lebhaft schlägt. Mit gläubigen Augen schauen die Menschen nun nach der Sonne, die wohl zeitweise noch von düsteren Wolken überschattet wird. Aber das hindert nicht, daß wir unsere Blicke nach den großen lichten Flecken, die sie auf die erwachende Erde malt, richten. Nicht nach den Wolken werden wir schauen, nicht nach den dunklen Schatten, sondern "hinein in die helle Landschaft.
Der Frühling wird nur von denen recht erlebt, die fest auf dieser Erde stehen und an die Zukunft glauben. Deshalb müssen wir hinschauen nach dem neu sprudelnden Bergwasser, müssen dem Gesang der Frühlingsvögel lauschen und die ersten Blümchen begrüßen. Wir müssen'uns freuen über jeden sonnigen Tag und teilnehmen an dem Wachsen und Gedeihen in der Natur.
Wir müssen wieder Kinder werden und den Früh-
Das ist ein lästiges Übel, sehr oft mit starker Schuppenbildung verbunden! /Abhilfe ist leicht: pflegen Sie Haar und Kopfhaut regelmäßig so, daß kein Alkali und keine Kalkseife im Haar Zurückbleiben, also mit
In den Hauptverkehrsstraßen erblicken die Passanten die von der SA. lingerichteten Einzeich- lungs ft eilen für das Danto pferber N a- ion. Mit Fahnen, sri- hem Grün, Werbein- chriften und Werbebil- ern sind diese Stätten iur Bekundung des Gemeinschaftssinnes wir- ungsvoll geschmückt. SA.- ^länner als Ehrenposten ehen zum ersten Gruß er SA. an die Einzeich- ner vor den Eingängen. rieEinzeichnungsstellemit der Liste weist in gleicher art schönen Schmuck auf. Spruchbänder über den Ctraßen rufen noch be= slnders zur Mithilfe <pf.
Neben den Dienststellen der SA. und einigen str diesen Zweck zur Verfügung gestellten Laden- Turnen steht den Volksgenossen aber auch eine Unzeichnungsliste im Foyer unseres Gieße- ter Stadttheaters zur Ablieferung ihrer Cpende zur Verfügung. Hier an der Statte der Kunst, am Sammelpunkt vieler frohgestimmter Denschen, wird es eine besondere Auszeichnung sl n, wenn der von des Alltags Wirken und Mühen e tspannte Besucher durch eine Einzeichnung in die Tankopferliste seinen Beitrag leistet für die Gell, rtstagsgabe, die dem Führer als Dankopfer der Nation zur Fortführung und Ausweitung der Sied- ll igsbauten für alte Kämpfer der Bewegung, für Fontkämpfer und für kinderreiche Familien über- N cht werden soll. Jedermann opfere für d ese hochherzige Spende nach besten Kräften! Die Einschreibungen in die Spenden- li« en können noch bis zum 1. Mai einschließlich er- ftigen.
JJleben der Zeichnungsstelle im Stadttheater-Foyer, di wir hier im Bilde zeigen (Aufnahme: Neuner,
10-j
1--M -hi
,s*q
160- ’ifl 'M N i ^5 £
Die Brezeln sind fast größer
5) Nonnenroth (Kr. Gießen), 14. April. In diesem Jahre wurden Zwei Knaben und fünf Mädchen in die S chu l e ausgenommen. Unter Glockengeläute marschierte die Schulklasse gemeinsam mit den Kleinen und ihren Müttern zum Gottesdienst. Um 10 Uhr fand die Aufnahme der Kinder in der Schule statt. Sie erhielten an diesem für sie denkwürdigen erstenSchul- tag nach einer alten Sitte große Brezeln, mit seidenen Bändchen ge- chmückt, die sie mit Stolz und Freude nach Hause trugen.
(Aufnahme: Ploch)
Hub dann fühlt sie sich von seinem Arm umfaßt, mit -einem so eisernen Zugriff, daß ihr für einen Aiig nblick der Atem vergeht.
Ei tanzt mit weitausladenden, schleifenden Schritte, ihr Körper ist an den seinen gepreßt, noch rilsie oat ein Mann so rücksichtslos von ihr Besitz genommen.
Gfch sieht dicht vor ihren Augen einen weißen KrEN, eine dunkelblaue, gestreifte Krawatte, in Mn Knoten eine Perle schimmert. Gisch blickt un- emto’gt auf diese Perle. Ihr matter Glanz hat eimQ5 Beruhigendes, ist wie eine Rettung in dem Wildln Aufruhr ihres Herzens.
„Wer ist der Herr, mit dem Sie gekommen sind? Smr Freund?"
„Mn Verlobter!" Sie braucht ihre ganze Wil- Idnsfraft, dieser Stimme zu antworten.
Wmn bloß der Tanz schon zu Ende wäre!
,$>r Verlobter? Ich begreife, daß Sie unglück- lihjnd."
/„Die können Sie--"
Nieder lacht er auf, in dieser wissenden, über- lctgm-n Art.
2e" Tanz will nicht zu Ende gehen.
„Schade, daß ich in einer halben Stunde auf» brcii)- n muß, es hätte mir Spaß gemacht, mich nrtyi mit Ihnen zu beschäftigen. Leider kann ich Mir Wiedersehen mit Ihnen vereinbaren. Ich fahre nnd) Berlin."
Aach Berlin!
Esch fühlt eine Uebelkeit aufsteigen. Sie sieht fü-lh?!llhafte Gesichter an sich voruberhuschen, grinse nü geöffnete Münder kreischen den Kehrreim der tioißineloöie.
„Mte, mir ist nicht gut."
2ii n sitzt sie c . ihrem Platz, kalter Schweiß
n-den Rammbock aus, i nem merkwürdigen Sih ff, auf dem drei Mann hi nicht leichte Arbeit


