Ausgabe 
14.9.1937
 
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über stehenden faschistischen internationalen Organi­sation sei. Im Gegenteil. Es liegt im tiefsten Wesen des Faschismus und des Nationalsozialismus be­gründet, daß es sich hier um politische Lehren han­delt, deren Ideologie und Wirksamkeit nur inner­halb der Grenzen der eigenen Völker liegt. Ebenso ist es sicher, daß ein nationales Spanien national, d. h. spanisch sein wird, wie es umgekehrt aber nicht abgestritten werden kann, daß der Bolsche­wismus bewußt international ist und nur eine Zentrale besitzt, im übrigen aber nur Sek­tionen dieser Zentrale kennt.

Genau so wie man in England und Frankreich vorgibt, beunruhigt zu sein wegen des Gedan­kens, daß Spanien vielleicht gar von Italien oder Deutschland beseht werden könnte, genau so entsetzt sind wir angesichts der 2HÖg- lichkelt, daß es von Sowjetrußland er­obert wird! Diese Eroberung braucht dabei keineswegs in der Form einer Besetzung durch sowjetrussische Truppen zu erfolgen, sondern sie ist in dem Augenblick eine vollzogene Tatsache,

ln dem ein bolschewisiertes Spanien Sektion, d. h. ein integrierender B e st a n d t e i l der bolschewistisch - moskauischen Zentrale geworden ist, eine Filiale, die von Moskau sowohl ihre politischen Direktiven als auch materiellen Subventionen erhält. Ueber- Haupt: wir sehen in jedem Versuch einer wei­tern Ausbreitung des Bolschewismus in Eu­ropa grundsätzlich eine Verschiebung des euro­päischen Gleichgewichts. (Brausender Beifall.) Und so wie England interessiert ist an der Ver­hinderung einer solchen nach seinen Auffassungen, so sind wir interessiert an der gleichen Verhinderung nach unserer Auffassung. Wir müssen es dabei kategorisch ablehnen, Belehrungen entgegenzuneh­men über das Wesen einer solchen bolsche­wistischen Gleichgewichtsverschiebung von Staats­männern, die auf diesem Gebiet nicht das W i s. sen haben wie wir und auch nicht in der Lage waren, jene praktischen Erfahrungen zu sam­meln, wie wir es leider mußten.

Roispamen kann nur mit gestohlenem Geld Geschäste machen.

2. Nicht weniger schwer wiegt darüber hinaus die Tatsache, daß eine solche bolschewistisch, politische Gleichgewichtsverschiebung vor allem identisch ist mit einer wirtschaft- l i ch e n Entwicklung, die in dem nun einmal so eng miteinander verbundenen europäischen Staaten­gebilde nur von katastrophalen Folgen sein kann. Denn: Der erste sichtbare (Erfolg jeder bolschewisti­schen Revolution ist zunächst keine Steigerung der Produktion, sondern eine totale Zerstörung der vorhandenen wirtschaftlichen Werte sowohl, als aller wirtschaftlichen Funktionen in den davon be­troffenen Ländern. Nun lebt aber die Welt nicht von den von Zeit zu Zeit irgendwo abgehaltenen Wirtschaftskonferenzen wie es die Erfahrung bewiesen hat, sondern sie lebt vom Aus- tausch ihrer Güter und damit primär von der Produktion der Güter. Wenn also durch einen verbrecherischen Wahnsinn allmählich die Güterproduktion in den einzelnen Staaten ver­nichtet wird, dann können die Folgen nicht durch Weltwirtschaftskonferenzen beseitigt werden, son- dem sie werden zwangsläufig auch auf jene Völker übergreifen, die innerhalb ihrer eigenen Grenzen vor dem Bolschewismus selbst gesichert sind, aber durch die Art ihrer wirtschaftlichen Verflechtung mit den so heimgesuchten Völkern wichtige wirt- lchaftliche Beziehungen verlieren wer­den. Wir haben nun allerhand Erfahrungen auf diesem Gebiet praktiscb vor uns liegen. Im Moment, in dem in Spanien der Bolschewismus zum Aus- bruch kam, wurde die gesamte nationale Produk­tion so geschädigt, daß ein augenblickliches Nach­lassen eines wirklich wertvollen Güteraustausches eintrat.

Venn mir demgegenüber enlgegengehallen wird, daß andere Länder mit Rotfpanien noch gute Geschäfte machen konnten, so Han- dell es sich dabei um eine Bezahlung ihrer Lieferungen in Gold, das nicht durch den spanischen Bolschewismus seinen Wert erhal­

ten hatte, sondern nur als Wertausdruck frühe­rer nationalspanischer Arbeit und Leistung durch den spanischen Bolschewis­mus gestohlen und geraubt und in das Ausland gebracht wurde. Darauf aber kann man nicht einen dauernden und soliden Wirt­schaftsverkehr aufbauen, denn der kann nur fußen auf dem Austausch reeller Werte und nicht auf der Betätigung von Hehler- oder Diebesgeschäftent

Die Produktion wirklicher Werte wird aber vom Bolschewismus zunächst restlos vernichtet und kann von ihm wie dies Sowjetrußland beweist unter der Zugrundelegung eines wahren Hunde­daseins für seine Arbeiter noch nicht einmal nach zwanzig Jahren wieder in Ordnung gebracht wer­den! Dies mag nun z. B. das reiche Groß-Britan­nien gar nicht interessieren. Vielleicht ist es für Eng- land auch gänzlich gleichgültig, ob Spanien eine Wüste wird, wirtschaftlich ^um bekannten bolsche­wistischen Chaos ruiniert wird oder nicht. Vielleicht denkt England in dieser spanischen Frage wirklich nur politisch. Allein für uns Deutsche, die wir nicht die Möglichkeit besitzen, unseren Handelsver­kehr auf ein eigenes Weltreich zu verlagern, ist Europa, und zwar so wie es heute ist, eine der Voraussetzungen für unsere eigene E x i st e n z. Ein bolschewisiertes Europa würde jede Handelspolitik unseres Staates unmöglich machen, und zwar nicht weil wir nicht handel treiben wol­len, sondern weil wir keinen Handelspartner mehr bekämen.

Dies ist daher für uns nicht eine Angelegenheit theoretischer Betrachtungen, moralischer Bekümmer- nisse, allerdings auch kein Problem zu internationa­len Klagen denn wir haben nicht so viel Respekt vor den internationalen Institutionen, als daß wir auch nur eine Sekunde glaubten, von ihnen außer Redensarten irgend eine praktische Hilfe erhalten zu können sondern eine der lebens­wichtig st en Fragen.

Line Volschewifienmg Europas würde die wirt- schastliche Katastrophe Deutschlands bedeuten.

Dir wissen es ganz genau: wenn Spanien endgültig bolschewistisch geworden wäre, und sich dann diese Welle vielleicht über das übrige Europa weiter ausgebreitet hätte oder wenn sie sich noch einmal ausbreiten sollte und der Bolschewismus selbst behauptet dies ja als sicher, und er will es jedenfalls dann würde dies für Deutschland eine schwere wirt­schaftliche Katastrophe bedeuten. Denn wir müssen nun einmal mit diesen Ländern im ge­genseitigen Güteraustausch stehen, und zwar im nackten Interesse der Erhaltung des Lebens des deutschen Volkes selbst. Dieser Austausch ist aber nur möglich, wenn diese Länder unter ge­regelten normalen Verhältnissen auch selbst Gü­ler fabrizieren. Sollte dies nun durch eine bol­schewistische Katastrophe aufhören, dann würde auch Deutschland wirtschaftlich schwersten Zeiten entgegengehen.

Wir alle sind uns nun dessen bewußt, daß im Falle einer solchen Entwicklung der Genfer Völ­kerbund vermutlich dieselbe Kraft entwickeln würde, wie einst unser innerdeutsches Frankfurter Bundesparlament. Wie wenig von einer solchen internationalen Hilfe überhaupt zu erwarten ist, sehen wir doch schon heute. Kaum begann in Spa­nien der bolschewistische Aufruhr, als nicht nur der handel mit Deutschland sofort zurückging, sondern vor allem auch über 15000 Reichsangeho - riqe dieses von inneren Unruhen zerrissene Land verlassen mußten. Ihre Geschäfte wurden ge­plündert, deutsche Schulen zerstört die Ge- meinschaftshäuser zum Teil a n g e jun bet, das Vermögen aller dieser fleißigen Menschen war mit einem Schlage vernichtet Sie sind um die Er­gebnisse jahrelanger redlicher Arbeit gebracht wor­den. Ich glaube nun kaum, daß sie der Völkerbund dafür entschädigen wird. Wir kommen in Kenntnis dessen auch mit'gar keiner Bitte zu ihm, wir wissen, er hat seine eigenen Probleme und Aufgaben. Er muß sich z. B. seit Jahren bemühen, die verschiede­nen marxistischen und jüdischen Emigrationen zu unterstützen, um sie so am Leben zu erhalten! (Jubelnder Beifall.) Ich stelle ja auch nur fest, was ist! Wir besitzen daher ein ernstes Interesse daran, daß sich diese bolschewistische Pest nicht weiter über Europa ausbreitet.

3m übrigen haben wir mit einem nationalen Frankreich zum Beispiel im Laufe seiner Ge­schichte natürlich viele Auseinandersetzungen gehabt. Allein irgendwie und irgendwo gehö­ren wir doch in der großen europäischen Völker­familie zusammen und vor allem wenn wir alle ganz in unser Innerstes blicken. Dann glaube ich, möchten wir doch keine der wirk­lichen europäischen kulturnalionen vermissen oder sie auch nur wegwünschen. Wir verdanken uns nicht nur mancherlei Aerger und Leid, sondern doch auch eine ungeheuere ge­

genseitige Befruchtung. Wir gaben uns ebenso Vorbilder, Beispiele und Beleh­rungen, wie wir uns ober auch manche Freude und vieles Schöne schenkten. Sind wir gerecht, dann haben wir allen Grund, uns gegenseitig weniger zu hassen als uns zu bewundern! In dieser Gemeinschaft europäischer Kullurnationen ist der jüdische Weltbolschewismus ein ab­soluter Fremdkörper, der nicht den geringsten Beitrag zu unserer Wirtschaft oder unserer Kultur stiftet, sondern nur Ver­wirrung angerichtet, der nicht mit einer einzigen positiven Leistung auf einer interna­tionalen Schau des europäschen und Weltlebens aufwarten kann, sondern nur mit propagan­distischen Tabellen und verlogenen Ziffern und hetzerischen Plakaten.

Ich möchte dabei auch nicht versäumen, jenen zu antworten, die mit Beharrlichkeit der Notwendigkeit internationaler Wirtschaftsbeziehun­gen, ihrer dauernden Verbesserung und im Zu­sammenhang damit der internationalen Solidari­tät das Wort reden, und die nun glauben, bekla­gen zu müssen, daß sich das nationalsozialistische Deutschland nach ihrer Meinung in eine g e - wollte Vereinsamung zurückzu^iehen ver­sucht. Ich habe schon betont, wie groß Der Irrtum der Staatsmänner oder Leitartikler ist, die so et­was ernstlich glauben. Er wird durch die prak­tische Wirklichkeit schlagend wider­legt. Wir haben weder die Lust noch die Absicht, politisch oder wirtschaftlich Eremiten zu sein! Deutschland hat sich gar nicht isoliert, und zwar weder politisch noch wirtschaftlich! Nicht politisch isoliert, denn es ist im Gegenteil bestrebt, mit allen denen zusammenzuarbeiten, die ein wirk­lich europäisches G e m e i n s ch a f t s z i e l im Auge behalten. Wir lehnen es nur kategorisch ab, uns mit jenen zusammenkoppeln zu lassen, deren Programm die Zerstörung Europas ist und' die aus diesem Programm auch gar kein Hehl machen! Auch wenn wir selbst uns vor dieser Zerstörung sicher fühlen, dann scheint es uns do» ein Widerspruch in sich zu sein, für die europäische Solidarität mit Leuten Abmachungen zu treffen, die gerade diese Solidarität zu vernichten beabsichtigen. Mit diesen Elementen ein Zusammengehen ablehnen, heißt deshalb auch nicht sich isolieren, sondern heißt nur: s j ch sichern. Um so größer ist daher auch unsere Entschlossenheit, mit allen denen eine Verständi­gung zu suchen und zu finden, die nicht nur von Solidarität reben, sondern die sie vor allem auch ernstlich wollen, und zwar nicht eine Soli­darität im negativen Sinne 'einer gemeinsamen Zerstörung, sondern im positiven eines gemein­samen Aufbaues.

Noch wahnsinniger aber ist der Vorwurf, wir suchten eine wirtschaftliche Isolierung. Ich glaube, unsere Handelsziffern sind die beste Wider­legung dieser durch nichts begründeten einfältigen Meinung. Mein, selbst wenn unser Handel nicht'

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