187. Zahrgang
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Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberheffen
rung, nachdem sie sogar die volle Unterstützung der sozialen Massenparlei, einer bisherigen Oppositionspartei, zugesagt bekommen hat, zur Durchführung ihrer Nordchina-Polilik mit der geschlossenen Einheitsfront aller Volk streife rechnen.
Düsseldorf, 14. Juli. (DNB. Funkspruch.) Eine nächtliche Feierstunde, die allen Beteiligten ein Erlebnis wurde, und die, da sie auf alle Reichssender übertragen wurde, rund eine Million Angehörigen eines ganzen Gewerbes Sammlung und Aufrichtung gab, wurde in der Nacht zum Mittwoch auf der Reichsausstellung „Schaffendes Volk" durchgeführt.
Reichsorganisationsleiter Dr. L e y sprach hier zum ersten Male zu den gesamten Schaffenden des Gaststätten- und Beherbergungsgewerbes Deutschlands, das 300 000 Betriebe umfaßt. Im großen Festsaal der Ausstellung und im großen Hauptrestaurant hatten sich 4000 Betriebsführer und Gasthausangestellte versammelt. Als Dr. Ley gegen 1.30 Uhr den Hauptfestsaal betrat, wurde er herzlich begrüßt.
Nach einer feierlichen Einleitung durch einen Werkschar-Musikzug und Sprechchöre eröffnete der Leiter der Reichsbetriebsgemeinschaft „Handel , Feit den Reichsbetriebsappell und meldete Dr. Ley,'daß rund 300 000 Betriebsführer mit ihren Gefolaschaftsmitgliedern aus den deutschen Gaststätten in Düsseldorf und im Reich dem Appell beiwohnten.
Tokio, 13. Juli. (Ostasiendienst des DNB.) Bei Nanyuan, südlich von Peiping, kam es zwi- chen japanischen und chinesischen Truppen zu Ge- echten. Drei Japaner sanden den Tod.
Politische Kreise in Tokio bezeichnen, so heißt es, eine friedliche Lösung der ernsten Lage als ausgeschlossen, da die neuesten Meldungen von einer Mobilisierung der Zentral- armee und der Luftwasfe, sowie deren Vormarsch nach Norden sprechen.
wie ein offizieller Bericht des Kriegsministeriums meldet, find in Peiping zahlreiche Verhaftungen und Mißhandlungen japanischer Staatsbürger und Beamter erfolgt.
*
Das deutsche Wunder.
Dr. Ley spricht in einem Reichsbetriebsappell des Gaststätten- und Beherbergungsgewerbes.
Die Nachricht von der Konzentration der ch i n e - fchen Luftflotte im Flughafen von Loyang
Flucht aus peiping.
D a i r e n 13. Juli. (DNB. Ostasiendienst des DNB.) Das Personal der Filiale der s ü d m a n d - schurischen Bahn in Peiping hat diese Stadt verlassen und wird noch am heutigen Dienstag in Dairen erwartet. Aus Peiping hat inzwischen eine Massenflucht reicher Chinesen in Richtung Tientsin eingesetzt, da angeblich Nanking die allgemeine Mobilmachung angeordnet habe.
Die chinesische Regierung hat den Vertretern der ausländischen Mächte in Peiping empfohlen, den Abtransport ihrer dort lebenden Staatsangehörigen in die Wege zu leiten, da die chinesische Regierung ihre Sicherheit nichr mehr gewährleisten könne.
„Alle Vorbereitungen für den Ernstfall."
Tokio, 14. Juli. (DNV. Funkspruch. Ostasien- diensl des DNB.) Auf einer vom Ministerpräsidenten K o n o e einberufenen Versammlung der parlamentarischen Vizeminister und Berater berichtete 6 a z a m i, der Hauptsekretär des Kabinetts, über die e r n st e Lage in N o r d chi n a und forderte zu enger Zusammenarbeit aller Ministerien in Anbetracht der drohenden Entwicklung auf. Die Ver- ammlung beschloß, das gesamte Volk für die Durchführung der von der Regierung emgeschlage- nen Politik in Nordchina zu gewinnen und alle Vorbereitungen für den Ernstfall zu treffen. Im Lande finden zahlreiche Versammlungen von Partei- und Wirtschaftsführern statt, die alle die einmütige Unterstützung der von der Regierung eingenommenen festen Haltung im Nord- china-Zwischenfall betonen. Somit kann die Regie-
Japanische Flottenverstärkungen.
S ch a n g h a i, 13. Juli. (Ostasiendienst des DNB.) Im Hafen von Schanghai, wo die Japaner bereits einen Kreuzer, zwei Zerstörer und ein Kanonenboot zusammengezogen haben, trafen am Dienstag zwei weitere japanische Zerstörer ein. .
In den Hafenplätzen der F u k i e n - Provinz sind japanische Kriegsschiffsverstärkun- gen zum Schutze der dort lebenden Japaner em- getroffen.
10000 Japaner in Nordchina.
Schanghai, 13. Juli. (Ostasiendienst des DNB.) Wie die chinesische Presse behauptet, sollen sich zur Zeit in Nordchina mindestens 10 0 0 0 japanische Soldaten befinden, die durch Heranholen von Verstärkungen aus der Mandschurei und aus Japan in Kürze auf das Doppelte verstärkt werden sollen. Wie die Presse weiter ausführt, seien hiermit die im Boxer-Protokoll zuge- lassenen Ist-Stärken von Seiten der Japaner überschritten worden.
Friedliche Lösung ausgeschlossen?
Geschloffene Front aller Volkskreise Japans.
Präsident Generaloberst Göring hat dem Ministerpräsidenten Köhler, der sich letzt wieder in vollem Umfange feinen besonderen Aufgaben a.s badischer Ministerpräsident, sowie als Finanz- und Wirtschaftsminister widmen wird, in einem Handschreiben seinen Dank für die von ihm im Rahmen des Vierjahresplanes geleistete wertvolle Arbeit ausgesprochen und sich vorbehalten, die reichen Kenntnisse und (Erfahrungen bes bad.schen M>- nisterpräsidenten auch weiterhin dem Dieriahres- plan nutzbar zu machen.
Ministerpräsident Generaloberst Göring hat folqenbe, der geschäftlichen Entwicklung entspre- chende Aenderungen der O r g anlsation des Dierjahresplanes verfügt:
I Zur Pflege der Außenhandelsgeschäfte ist die „Geschäftsgruppe für Außenhandelsgeschäfte" gegründet worden. Ihre Leitung hat Ministerpräsident Generaloberst Goring dem Major a. D. Eberh. v. Iagwitz übertragen. Aufgabe dieser Geschäftsgruppe ist es, unbeschadet der grundsätzlichen und allgemeinen Betreuung des Auslandes durch die hierfür zuständigen Ministerien und durch die Geschäftsgruppe für Devisen - deren Zuständigkeiten unverändert bleiben ".die geschäftliche Ausfuhrtätigkeit im einzelnen nach leder Richtung hin zu fördern und zu beleben. Die Geschafts- gruppe für Außenhandelsgeschäfte steht m enger Verbindung mit der Auslandsorganisatwn der NSDAP.
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(Nordwestchina), wo angeblich auch das chinesische Hauptquartier errichtet werden soll, hat in Japan ungemein stark gewirkt. Dazu mag beigetragen haben, daß bei gelegentlichen Zusammentreffen die japanischen Truppen sich gegen die zahlenmäßig sehr viel stärkeren Chinesen nicht aus den ersten Anhieb haben durchsetzen können. Immerhin haben die Japaner einen schon ziemlich dichten Einkreisungsring um die nordchinesische Hauptstadt Peiping (Peking) gezogen. Tokio hat die fünfte Division aus Japan bereits nach China übersetzen lassen und die zehnte Division auf Kriegsfuß gebracht. Dabei muß freilich in Betracht gezogen werden, daß die japanischen Truppen in Nordchina und in der Mandschurei auf einem räumlich sehr großen Gebiet unter nicht gerade leichten Umstanden ihren Dienst zu erfüllen haben. Diese Truppen werden unter dem Namen „Kwantung- Armee" zusammengefaßt, so genannt nach dem Sitz des Stabes auf der Halbinsel Kwantung, deren größter Hafen das einmal berühmte Port Arthur ist. Angesichts dieser Beanspruchung der Kwantung- Armee läßt es sich verstehen, daß Japan zusätzliche Truppen bereitstellt. Umgekehrt sind naturgemäß auch die Chinesen sehr eifrig und suchen an Verstärkungen alle erreichbaren Truppen heranzuziehen. Die japanische Regierung hat jetzt zwei Maßnahmen getroffen, die großes Aufsehen erregen Sie hat die Provinz-Gouverneure nach Tokio berufen, um ihnen die patriotische Pflicht zur nationalen Einigkeit ans Herz zu legen, und außerdem mit den zehn leitenden Wirtschaftlern Japans „die einschlägigen Fragen" erörtert. Solche Maßnahmen werden gewöhnlich nur in Zeiten getroffen, „die zum Zerreißen gespannt sind , aber sie pflegen auch noch immer, angesichts so brenzlicher Lagen, als letztes Droh- und Druckmittel verwendet zu werden.
II. Die Geschäftsgruppe R o h st o f f v e r te i- l u n g ist nach dem Ausscheiden des Ministerprast- denten Köhler aus der Organisation des Vierjahresplanes a uf g e l ö st worden.
III. Für die bisher in der Geschäftsgruppe Rohstoffverteilung bearbeiteten Angelegenheiten der Eisen- und Stahl Bewirtschaftung ist eine besondere Geschäftsgruppe gegründet worden. Zum Leiter dieser Geschäftsgruppe und zum Generalbevollmächtigten für die Eisen- und Stahlbewirtschaftung hat Ministerpräsident Generaloberst Goring den Oberst des Generalstabes von Hannecken ernannt.
IV Die übrigen Arbeitsgebiete der Geschäfts- gruppe Rohstoffoerteilung sind den in Betracht kommenden anderen Geschäftsgruppen überwiesen worden. Demgemäß werden nunmehr bearbeitet: 1. Die bisher in der Geschäftsgruppe Rohstoffoerteilung bearbeiteten Außenhandelsgeschäfte von der Geschäftsgruppe für Außenhandelsgeschäfte, 2 die Aufgabe der Verdrängung des Holzes durch die Kohle von dem Amt für deutsche Roh- und Werkstoffe, 3. die Erfassung und Bearbeitung des gesamten nichtlandwirtschaftlichen Zwecken (Schweinemast) dienenden Altmaterials einschl. der Mull- Verwertung durch einen besonderen Kommissar, 4. die bisher in der Geschäftsgruppe Rohstoffver- teilung verarbeiteten Nichteisenmetalle und sonstige Rohstoffe von der Geschäftsgruppe Devisen.
schwerfälliger geworden, aber ste habeni m kei em Augenblick eine rückläufige Bewegung gehabt. Alle Versuche ber Roten, bas Gesetz des Handelns wie- ber an sich zu reißen, fmb °n dem WiberftanbswÜ. [en an dem Opfermut der Soldaten Francos gescheitert. Auch die Madrider Offensive, mit der die Bolschewisten den Jahrestag des spanischen Kne- ge° feiern wollten, wurde im Feuer der nationalen
6oPhäbeÄ alles Recht zu ber Mfnun3, bafe ber ft r ei heilstampf ber f P a n t f cf) e n 51:a- t i o n zu einem enbgültigen Siege über bte Machte ' Bewerbens fuhren wirb. Denn auf ber Jben- fchen Mbinfel wirb heute ganz Europäer- t e i d i g t.
Aenderulisen jm Vierjahresplan.
™ „Hin 13 Juli. (DNB.) Der Beauftragte für ben^Sierjatjrespian, TOinifterpräfibent Seneraloberft
Krina hat den badischen Ministerpräsidenten, Finanz" unb Wirtschaftsminister Pg. Walter K äh- [er auf seinen Wunsch mit Wirkung vom 31. Juli 1937 von dem von ihm gleichzeitig ausgeubten Amt als Leiter der Geschäftsgruppe Nohstoffver- teilung des Vierjahresplanes entbunden, da Ml- nferpräfibent Köhler fi* auf bte Dauer außer- ftanöe sah, die beiden Tätigkeiten bei den stelgen- v Vplinioruchunqen nebeneinander auszuuben, bah T Aufgabe habet notleibet. Minister-
Dr. Ley
betonte in seiner Rede zunächst, daß es immer wieder notwendig sei, das Deutschland der Ohnmacht und des Verfalls vor der Machtübernahme ins Gedächtnis zurückzurufen, um den gewaltigen Wandel des deutschen Volkes in den vergangenen vier Jahren zu verstehen, den man das deutsche Wunder nennen könne. Der Reichsorganisations- leiter erläuterte dann im weiteren Verlaus seiner Ausführungen den Begriff der Ehre und des Führer tu ms. „Wir Deutschen haben nun eine Ehre, die Ehre der Leistung, der Wahrhaftigkeit und der Treue. Der Führer einer Gemeinschaft muß immer und überall die Sorgen der Gefolgsleute zu seinen eigenen Sorgen machen. So verlange ich von dir, Unternehmer, daß du dich in der S o r g e u m d e i n e G e f o l g s- leute von niemanden übertreffen laßt .
Dr. Ley erinnerte dann die Männer und Frauen des Gaststättengewerbes, die täglich mit anderen Menschen in Beziehung kommen, daran, daß ste gerade in dieser Berufsstellung dem neuen
Deutschland unendlich viel helfen können. In ihrer Haltung müßten sie alles dienerische ablehnen, stolze deutsche Menschen sein und ihre Pflicht tun. Die Unternehmer des Gewerbes bat Dr. L e y, ihr besonderes Augenmerk auf die sozialen Verhältnisse ihrer Mitarbeiter zu richten. Die Gewerkschaften hätten sich früher um diese Dinge nie bemüht. Gerade im Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe sei, sozial gesehen, sehr viel gutzumachen; so in der Unterkunfts- und Urlaubsfrage; in der Nachwuchsfrage fei es ähnlich. In all diesen Dingen, rief Dr. Ley den Betriebsführern zu, „laßt euch nicht nötigen, sondern fange t s e l b st a n".
Dr. Ley schloß den Appell mit einem Bekenntnis zur Freude und einem Treuegelöbnis zum Führer. Mit dem gemeinsamen Gesang der Lieder der Deutschen klang die eindrucksvolle nächtliche Feierstunde aus.
„Gute Beziehungen zu Deutschland und Italien."
L o n d o n, 14. Juli. (DNB. Funkspruch.) Im Zusammenhang mit der Flottenschau im Kanal, die die Schlagkraft der Unterseeboots- und Luftwaffe bewiesen haben soll, fordert die „D a i l y Mai l" die Schlußfolgerung daraus zu ziehen, daß nämlich England mit äußerster Geschwindigkeit bis zur Grenze seiner nächsten Fähigkeit aufrüsten, sich aus allem Streit heraushalten und in gute Beziehungen zu Deutschland und Italien kommen müsse. Die Anzeichen wüchsen, daß eine solche englische Außenpolitik auf realistischer Grundlage sich schon anbahne. Die jüngsten Vorgänge auf internationalem Gebiet ließen schon eine Würdigung des Standpunktes von Deutschland und Italien erkennen. Der nüchterne praktische Sinn Chamberlains mache sich bemerkbar. Sein klarer Blick und seine Behandlung gefährlicher Probleme gewännen ihm schnell das Vertrauen des ganzen Landes.
Mehrheit der spanischen Menschen ergriffen wurde. One diese nationale und soziale Erneuerung des ßristes, ohne diese Hinwendung zur Idee des $c t e r I a n d e s , zur Idee der gemeinsamen Lp f e r b e r e i t s ch a f t im Dienste der Volks- g famtheit, die gerade dem individualistisch iranlagten Spanier besonders schwer fallen muß, vire auch die militärische Schlagkraft der Armeen Fancos bald erloschen, würde das verwaltungs- irißige und wirtschaftliche Aufbauwerk der natio- nlen spanischen Regierung nicht jene Festigkeit er- r cht haben, die es heute besitzt. Niemals auch tire die Bewegung über ihre ersten Anfänge in Marokko, in Sevilla, in Burgos, Daladolid, Saragossa und Pamplona hinaus gelangt, wenn nicht il e Träger von dem lodernden Feuer echter Be- gi sterung für eine große und gerechte Sache «füllt gewesen wären.
Wie war doch die Situation vor einem Jahr? 5r der Nacht vom 12. zum 13. Juli 1936 wurde Kl[D0 Sotelo, der nationale Führer und ehe-
Ein Ireiheitskamps.
Am 16. Juli jährt sich zum erstenmal der Tag, an dem General Franco das Zeichen zum Freiheitskampf des spanischen Voltes gegen die bolschewistischen Unterdrücker gab. Mnn wir heute in einem Rückblick auf zwölf Monate grauenvollster Entzügelung, aber auch elttsten Heldentums in diesem Krieg die Frage stillen, welches denn das Ergebnis dieses beifpiel- lcen Geschehens ist, so steht wohl als erste Ant- ujrt vor unseren Augen die Tatsache, daß heute dri Fünftel des spanischen Gebietes unter der ord- nnden, segenstiftenden Hand des nationalen Staats- ck fs leben, während vor einem Jahr zu Beginn dr Erhebung außer den Kanarischen Inseln und Marokko nur ganz geringfügige Landesteile sich dn nationalen Generälen angeschlossen hatten, ^eilich, dieser gebietsmäßige Erfolg des nationalen fi-eiheitskampfes ist nur ein äußeres Zeichen der panischen Revolution. Wichtiger und weittragender die innere Umwandlung, von der die
milige Minister im Kabinett Primo de Reveras, kmtückisch von marxistischen Polizeibeamten er- mrdet. Seinen Leichnam ließ man auf der Straße lügen. Es war sowohl den roten Hetzern, die hinter dlr damaligen Regierung standen, als auch den na- lifmafen Widerstandskreisen in der Armee klar, daß bi; ser Mord der Auftakt zur entscheidenden blutigen il. seinandersetzung zwischen den gegnerischen Kräf- jeti fein sollte und würde. Aber diese Kräfte waren bomals sehr ungleich verteilt, sie waren auch in ifren Vorbereitungen für den bevorstehenden Kampf Mht gleich weit gediehen. Die Parteien und Orga- mctionen der Linken hatten, vorwärtsgetrieben von in Agenten Mos^-is, den ärmeren Teil der Be- Ekerung, große Teile der Arbeiterschaft, der Armee, ir Marine, der Polizei und der Verwaltungs- m^ane planmäßig verseucht, sie hatten sich in der Iren Regierung, die am 16. Februar 1936 durch di sogenannten Dolksfrontwahlen unter schärfstem Trror gebildet war, ein machtpolitisch und propa- ocridistisch gleich wertvolles Instrument geschaffen, uri den Vorteil der ersten Stunde auf ihre Sette zu bringen. Denn überall im Auslande und teilweise auch in Spanien selbst galt dieses rote Kabinett als Ü< „legale Regierung", obgleich die Stimmabgabe des nationalen Bevölkerungsteiles künstlich unterbinden worden war und die Linke dennoch nuf w D. H. der abgegebenen Stimmen erhielt. Wie virksam diese durch den ungeheuerlichsten W ah l - d trug geschaffene Waffe bei der Beeinflussung bcc Weltöffentlichkeit gewesen ist, das haben wir bei alien politischen und diplomatischen Verhandlungen nm den spanischen Konflikt zur Genüge erlebt. Vom allen Auaenblick der Erhebung an haben es die wischen Weltblätter ebenso wie die Zeitungen, die ^'Zweiten und der Dritten Internationale zur Jtirfügung stehen, geschickt verstanden, die eigent- jid>e Ursache des Krieges zu verdecken und dafür lern General Franco alle Schuld aufzuladen. Noch beute will man in den sogenannten neutralen Staa- jen die Wahrheit nicht sehen, verschließt man Augen M Ohren hartnäckig vor der historisch feststehenden Icllsache, daß schon Lenin Spanien als den Schauplatz der nächsten bolschewistischen Revolution bezeichnete, daß seit Jahren schon die Abgesand- tem Sowjetrußlands in b i e spani sch e ^"publik eindrangen, um ste für den Um- frirfr reif zu machen, daß schon wenige Tage nach B .ginn des nationalen Freihettskampfes die f r an - -i'sische Volksfront begann, Waffen und Munition über die französische Grenze zu transpor- littren, daß dann später die Konsuln und Botscbaf- ter öer Sowjets mit zynischer Offenheit die Lei- Imq Rot-Spaniens in die Hand nahmen, daß unter ihrem Befehl Tausende von Kirchen und Klöstern zerstört, Zehntausende von Nonnen und Priestern, oori Frauen, Kindern und Greisen in viehischer W-ise hingeschlachtet wurden, daß unersetzliche Kultur schätze vernichtet oder verramscht wurden, daß es ni£)t Spanier, sondern Juden, Freimaurer, Zuhälter. Zuchthäusler und anderes Verbrechergestndel mrert, die die eigentliche Herrschaft im „republikanischen" Spanien ausübten.
Dies alles will und wollte man tn der „neutrale" Welt draußen nicht sehen, und vur Deutschland Men und Portugal stellten sich vorbehaltlos au bit Seite des völkischen e ch t e s, das m Manien gegen den Machtanspruch des bolschewisti- kten Weltfeindes verteidigt wird. Die Entwicttung bat unserem Gefühl und unserer Vernunft Recht oeaeben. Die spanische Nationalbewegung, die an- äiglid) von den Ereignissen überrascht wurde und di trofcbem mit einem Vorsprung von wenigen 5:unben die Initiative ergriff, erfocht zunächst irn ncrwärtsstürrnenden Bewegungskrieg. dann irn ma terial- und menschenEschlingenden Stellungskamp 2eg auf Sieg. Die Operationen sind langsamer,


