alter sagenhafter Volkshelden, turanischer Flüsse' guten olttürkischen Wort Bay, soviel wie unser
-v... or..* >.<xr Aumnr pnm ftorr". anoeredet. lebe Frau mit der weiblichen
er-
Sprechftunden der Redaktion.
Wirtfchast
Norddeutscher Stotjb
0
107,75
103
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a.M.
0,707 5,654 61,42 48,95
11,095 63,00 57,12 17,98
8,671
2,488
0,705
5,654
61,42
48,95
11,095
63,00
57,12
17,98
8,671
2,488
108 107,75
0,709 5,666 61,54 49,05
11,115 63,12 57,24
18,02 8,689
2,492
0,707 5,666 61,54 49,05
11,115 63,12 57,24 18,02 8,689
2,492
Krupp AG. im Lahre 4936
Zum erstenmal seit 14 Jahren wieder Dividende.
Nassau, Gruppe Fleckvieh und Rotvieh, und der Landesverband der Schweinezüchter hielten ihre erste diesjährige Zuchtviehoersteigerung in der jetzt mit dem Hoheitszeichen an der Stirnwand und dem Wappenlöwen der Stadt Gießen und einer Wandskizze vom Vetzberg und Gleiberg an den Seitenwänden geschmückten Versteigerungshalle Rhein-Main ab. Aufgetrieben waren etwa 34 Bullen des Hessischen Fleckviehs und 6 der Vogelsberger Rasse aus den Zuchtgebieten des Voaels- bevges und der Wetterau sowie 30 Eber des Veredelten Landschweines und 10 des Deutschen Edel-
Japan ......
Jugoslawien. Oslo.......
Wien.......
Lissabon.... Stockholm... Schweiz.... Spanten.... Prag.......
Budapest... Neuyork....
,^Herr", angeredet, jede Frau mit der weiblichen Form Bayan, und zwar westlicher Sitte gemäß vor dem Namen stehend, also beispielsweise Bay
Aras.
Man kann sich vorstellen, daß die Standesämter in den Großstädten, die nur auf die Registrierung von Geburten, Heiraten und Sterbefällen eingerichtet waren, dem plötzlichen Ansturm der Hunderttausende, die sich neue Namen em- tragen ließen, nicht gewachsen waren. Hier zeigte sich abermals, daß die neue Türkei nicht mehr die alte ist, sondern vom Westen auch „Organisation" gelernt hatte: Es wurden in Schulen und anderen öffentlichen Gebäuden Notbüros mit ehrenamtlichen Helfern eingerichtet, die die Bürger sachgemäß bei der Wahl ihrer Namen berieten, die gesamte Presse stellte sich aufklärend in den Dienst der Sache, und fliegende Kolonnen der Volkspartei, der einzigen Partei im autoritär geführten türkischen Staate, besuchten die Häuser, um Säumige an ihre Pflicht zu erinnern oder sie bettlägerigen Kranken zu erleichtern. Auf diese Art wurde erreicht, daß seit Sommer 1936 jeder Türke einen Familiennamen besitzt, den er und seine Kindeskinder mit Stolz und Ehre noch in fernsten Generationen tragen sollen, und daß fortab niemand in der Welt mehr darüber lächeln darf, daß die Türkei dieser selbstverständlichen europäischen Einrichtung ermangelt. Wieder einmal hatten Atatürk und seine Freunde auf dem Wege der Reformen, die durch die nationale türkische Revolution eingeleitet wurden, eine Schlacht gewonnen. Der Sieg ist deshalb nicht kleiner, weil das Schlachtfeld die nüchternen Kanzleien der Standesämter waren, in deren Aktenstaub die Revolution bislang noch nicht einge- drungen war.
E ->7r 2angt®ö^r 3ud)t. 11.30 bis 12.30 U6t. 16 bi, 17 Uhr. Sam.tagnad).
Das nach Typen und Formen stark gesichtete mittag geschloffen.
Fwd. Der Abschluß für das am 30. September abgelaufene Geschäftsjahr der Friedrich Krupp AG. in Essen zeigt einen starken Aufschwung der deutschen Wirtschaft, gibt aber auch ein Bild von den großen Anforderungen, die an die einzelnen Unternehmen gestellt werden. Abgesehen von ■ roei Jnflationsjahren hat die Familie Krupp von Bohlen und Halbach als Inhaber der Firma feit 1917 von einer Dioidendeneinnahme abgesehen im Interesse der Zuwendung der Mittel für den Werksausbau. Nunmehr wird feit 14 Jahren zum erstenmal die Dividendenzahlung, und zwar in Höhe von 4 v. H., ausgenommen. Der Rohertrag brachte 287,80 (232,31), die Beteiligungen 10,25 (8,47) und ao. Erträge 5,86 (5,33) Millionen Mark. Anderseits Liegen die Personalaufwendungen auf 166,36 145,21), Steuern auf 37,63 (25,01), Wohlfahrtsausgaben auf 7,25 (6,55) und sonstige Aufwendungen auf 31,96 (22,71). Nur Zinsen beanspruchten weniger mit 2,86 (4,90). Die Anlageabschreibungen wurden auf 36,76 (27,32), andere auf 6,71 (4,63) erhöht. Damit wird die 4 v. H. Dividende aus dem Reingewinn von 14,40 (10,34) Millionen Mark für das Aktienkapital von 160 Millionen Mark bestritten, 4 Millionen Mark werden für die neuen Aufgaben, 3 Millionen Mark als Sozialreseroefonds für die Gefolgschaft zurückgestellt und 1,0 Millionen Mark (0,04) vorgetragen (i. V. wurden 5 Millionen Mark für den Werksausbau, 2 Millionen Mark für die Pensionsrücklage und 3,3 Millionen Mark für Wohnungsbau verwendet).
Das letzte Jahr verlangte den vollen Einsatz der
industriellen Produktionsmittel für die Leistungs- Steigerung des Unternehmens. Auf dem Jnlands- markt war die Nachfrage nach fast allen Erzeug- nisten unverändert stark. Die große Bautätigkeit, die Wiedererstarkung der Landwirtschaft, die günstige Beschäftigung der Maschinenindustrie, des Schiffs-, Automobil- und Flugzeugbaus, sowie der Bau der Reichsautobahn brachten eine anhaltende Absatzsteigerung der eisenschaffenden und weiterverarbeitenden Betriebe. Auch die Maschinenfabriken des Konzerns hatten eine günstige Beschäftigung. Aus dem Weltmarkt behauptete die Krupp AG. ihre Stellung und erhöhte ihren Export. In den jetzigen Aufgaben findet das Unternehmen seine besondere Betätigung durch die eigene Fabrikation der synthetischen Mineralölgewinnung, sie gründete die Krupp - Treibstoffwerk - G. m. b. H. Im laufenden Jahr hat sich die Erzeugung in allen Hauptproduktionszweigen günstig entwickelt. Auch die Tochtergesellschaften erzielten im letzten Jahre höhere (gewinne. Der Bericht widmet einen besonderen Abschnitt der bekannten Pflege der Fragen, die die Gefolgschaft angehen und hebt dabei die Lehrlingsausbildung, den Werkswohnungsbau besonders hervor. .
Im neuen Geschäftsjahr habe der günstige Beschäftigungsgrad der Werke bisher unvermindert angehalten. Der Kohlenbergbau, der bisher der all- gemeinen wirtschaftlichen Entwicklung nur langsam und in weitem Abstand gefolgt sei, habe in den letzten Monaten einen starken Aufschwung zu ver- zeichnen.
Tiermaterial wies ausgezeichnete Leistungen der Muttertiere auf. Entsprechend den ausgesuchten Qualitäten mar der Versteigerungsoerlauf nicht den Erwartungen gemäß, da einmal nicht genügende Interessenten erschienen waren und die kalte Witterung die Käufer zurückhielt. Käufer waren vorwiegend oberhessische Züchter und solche aus dem Main-Taunus- und dem Frankfurter Gebiet, die von den für den Bauern tragbaren gunfhaen Mittelpreisen von 600 bis 700 Mark für die Bullen regen Gebrauch machten. Die Mittelpreise für Eber waren nicht beftiedigend.
Insgesamt wurden 26 150 Mark, davon rund 22 800 Mark für die Bullen und 3350 Mark für Eber umgesetzt. Qualitätstiere wurden wieder sehr gut bezahlt. Den Spitzenpreis von 1160 Mark für einen Bullen Hessischen Fleckviehes, den die Gemeinde Ober-Breidenbach bezahlte, errang der Züchter Arbeiterkolonie Neu-Ulrichstein, den Spitzenpreis von 980 Mark für einen Vogelsberaer Bullen des Züchters Heinrich Lather III. Kirtorf, bezahl e die Gemeinde Reiskirchen bei Gießen. Die Durchschnittspreise für die Bullen betrugen 691 Mark, für Eber 158 Mark. Die Versteigerung verlief schleppend und hinterließ einen Ueberstand.
Bei der am Vortag durchgeführten Sonderkörung und Einteilung in Wertklassen wurden der Wert- klasse II die Datertiere folgender Züchter zuaeteilt:
Hessisches Fleckvieh: Heinrich Kraft VI., Angersbach; K. Lindemeier, Trais-Münzen- berg; Konrad Gibt, Schwarz; Otto Schäfer, Leihgestern; Aug. Hölscher, Grebenau; Gustav Waas, Bingenheim. .
Vogelsberger Rasse: Aug. Schneider, Unter-Seibertenrod; Heinrich Stein VII., Unter- Seibertenrod; Heinrich Lather III., Kirtorf.
Veredeltes Landschwein: Kurt E u r i ch, Hutzdorf. _______
Frankfurt a. M., 13. Jan. Die Börse eröffnete am Aktienmarkt uneinheitlich wobei sich die Veränderungen zu den ersten Kursen im allgemeinen in engen Grenzen hielten. Das Fehlen von nennenswerten Kundenaufträgen führte beim berufsmäßigen Handel anfangs zu kleinen Abgaben, später stellten sich jedoch wieder leichte Erhöhungen ein. Die Grundtendenz blieb durchaus freundlich, da günstige Wirtschaftsnachrichten eine Stühe gaben, vor allem eine Verlautbarung, wonach die Friedr. Krupp AG. die Dividendenzahlung mit 4 o. H. wieder aufnehmen will. Am Montanmarkt lagen die ersten Kurse meist nur knapp behauptet, Verein. Stahl gingen auf 120.25 bis 120 (121,25), Buderus und Klöckner bis 0,75 v. H. und Ille Genuß 1,50 v. H. zurück, während die übrigen Papiere unverändert blieben. Chemische Werte bröckelten 0,50 bis 1 v. H. ab, nur Metallgefellschaft weiter erhöht mit 155,50 (155). Elektroaktien eröffneten vorwiegend etwas freundlicher, Siemens plus 1,25 v. H. Nachfrage erhielt sich auch nach Mafchinen- unb Motorenaktien bei Besserungen von 0,50 bis 1 v. H. Von Zellstoffaktten Waldhof 160,25 (160), dagegen Aschaffenburger 138,25 (139). Im einzelnen setzten Cement Heidelberg und AG. für Verkehr je 0 50 v. H. höher, Reichsbank und Westdeutsche Kaufhof unverändert ein. Fest lagen Kunstseide Bemberg mit 108 (105).
Bei weiter kleinem Geschäft und nur geringen Veränderungen blieben Aktien auch im Verlaufe uneinheitlich. JG.-Farben 159,75 bis 170 nach 170,50, Scheideanstalt 263 nach 264, Mannesmann 120.50 nach 120,25, Vereinigte Stahl 120.40 nach 120, Gesfürel 146 bis 145,75 nach 144,75, Schuckert 160,75 nach 161, Siemens 198,50 bis 200,50 nach 197,25, Eßlinger Maschinen 104,50 nach 105, Mans- felber Bergbau 153,25 bis 154,50 (157), Deutscher
Eisenhandel 150,50 (151,75), Julius Berger 139,50 (138), Südd. Zucker 204,75 (200).
Am variablen Rentenmarkt traten feine Aenderungen ein, Kommunal-Umschuldung 90,75 nach 90,80. Goldpfandbriefe blieben bei unveränderten Kursen gefragt, Preußische Landesbrief-Anstalt Reihe 19 97,50, die übrigen mangels Material wei- ter gestrichen, ßiquibationspfanbbriefe bröckelten . überwiegend 0,13 v. H. ab, Stabtanleihen unb • Kommunal-Obligationen blieben unverändert. Jn- bustrie-Obligationen waren teilweise weiter gesucht. Von Auslanbrenten 4proz. Ungarn Gold 6,70 (6,90), 5proz. Goldmexikaner 9,85 (9,40) rep., 4,5prozent. ' Jrrigationsanleihe 7,20 (7,13).
Abendbörfe behauptet.
An der Abendbörse war das Geschäft sehr klein. Bei freundlicher Grundtendenz zeigten die zur Notiz gekommenen Papiere gegen den Berliner Schluß eine" meist gut behauptete Haltung. Die Abweichungen hielten sich nach beiden Seiten in engsten Grenzen. Von Montanwerten stiegen Rheinstahl nur zum Einheitskurs auf 153,25 (152), andererseits ließen BMW. auf 140,50 (141,40) nach. Lebhafter waren am Elektromarkt Gesfürel mit 147 (146,50). Muag waren zu 137,75 (137,50) gesucht. IG. Farben blieben mit 169,65 bis 169,75 behauptet, Scheideanstalt weiter abbröckelnd auf 262 (262,50). Am Rentenmarkt lagen die Kurse zumeist unverändert bei kleinen Umsätzen. Höher waren Reichsbahn- Vorzugsaktien mit 126,40 (126,25), ferner würben Zinsvergütungsscheine im Freiverkehr zu 94,75 (94,50) gefragt, Kommunal-Umschuldung etwa 90,70 bis 90,75.
11. a. notierten: Altbesitzanleihe 117,40, 6 v. H. Krupp 102, 6 v. H. IG. Farben 136, Reichsbahn- Vorzugsaktien 126,40, Commerzbank 111, DD.- Bank "114, Dresdner Bank 107,75, Buderus 122,75, Harpener 152,50, Mannesmann 120,13, Rheinstahl E 152,25, Verein. Stahl 120,40, AEG. 39,13, BMW. 140,50, Deutsche Erböl 150, Scheibeanstalt 262. Deutscher Eisenhanbel 151,50, Licht & Kraft E 151,50, IG. Farben 169,65 bis 169,75, Gesfürel 147, Holzmann 140, Muag 137,75, Moenus 100,75, RWE. 129,75, Schuckert 162, AG. für Verkehrswesen 124,50.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 13. Jan. Die Zufuhren von Brotgetreibe blieben klein. Gerste unb Hafer fehlen gleichfalls. Futtermittel bleiben allgemein weiter gefragt, auch Rauhfuttermittel. Das Mehl- geschäst'ift für Weizenmehl lebhaft, für Roggenmehl ruhiger. Es notierten ((Betreibe je Tonne, alles übrige fe 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W13 211, W 16 214, W 19 218, W 20 220, Roggen R 12 174, R15 177, R18 181, R19 183 Großhanbels- preife ber Mühlen ber genannten Preisgebiete. Futtergerste —, Futterhafer —. Weizenmehl Type 812 W13 29,05, W 16 29,15, W19 29.15, W 20 29.50, Rogaenmebl Tyve 997 R12 92.45. R15 : 22,80, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 Mk. Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W 13 10,75, W 16 10,90, W19 11,10, W 20 11,20, Rog
genkleie R 12 9,95, R15 1015, R18 10,40, R19 10,50 Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Soya- schrot —, Palmkuchen —, Erdnußkuchen —, Treber 14,00 Höchstpreis ob Erzeuger-Station, Trockenschnitzel —, Heu 5 bis 5.50, do. drahtgepreßt 5,40 bis 5,90, Weizen- unb Roggenstroh brahtgepreßt ober gebündelt 2,40. Tendenz: ruhig.
Frankfurter Schlacbtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 14. Jan. (Dorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 725 Kälber, 223 Schafe, 377 Schweine. Es kosteten: Kälber 25 bis 65 Mark, Lämmer unb Hämmel 34 bis 38 Mark, Schafe 20 bis 40 Mark, Schweine 48,50 bis 52,50 Mark. — Marktverlauf: Kälber langsam, Hümmel und Schafe ruhig, Schweine würben zugeteilt.
Die Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 20: Neufestsetzung ber monatlichen Freigrenze für Stubien- unb Erziehungsaufenthalt in ber Schweiz für Jugenbliche unter 18 Jahren. — 21: Umsatzfteuerumrechnungsfätze für Ausfuhrumsätze im Monat Dezember 1936. — 22: Die Aenberung ber Paritätsberechnung im beutfch- nieberlänbischen Verrechnungsverkehr. — 23: Frachtbegünstigungen für Güter zur Internationalen Ausstellung in Paris 1937. — 24: Sperrung bes Treu- hänberkontos Nieberlanbe. — 25: Nachtrag zur Ge- bührenorbnung ber Ueberwachungsstelle für Holz (V). — 26: Anorbmmg Nr. 39 ber Ueberwachungsstelle für Kautschuk und Asbest (Hanbel mit Regenerat, gemahlenem Altgummi unb Hartgummistaub). — 27: Herabsetzung ber Reisezahlungsmittel im Verkehr mit Italien. — 28: Die französischen Einfuhr- kontingente für Jnbustrieerzeugnisse unb für lanb- wirtschaftliche Erzeugnisse für bas 1. Vierteljahr 1937. — 29: Anordnung Nr 3 der Ueberwachungsstelle für Papier (Kennzeichnung von Papiersäcken). — 30; Anordnung WH 2 der Ueberwachungsstelle
Die Verwendung von Roggen und Weizen
und Erzeugnissen hieraus zu Futterzwecken.
Fwd. Im Reichsgesetzblatt vom 12. Januar 1937 wird eine vom 9.1.1937 datierte Verordnung veröffentlicht, der mir folgendes entnehmen:
Roggen ober Weizen ober Erzeugnisse hieraus dürfen zu Futterzwecken nicht gekauft, erworben, verkauft, veräußert ober sonst in ben Verkehr gebracht werben. Tierhalter dürfen gekauften ober sonst erworbenen Roggen ober Weizen ober Erzeugnisie hieraus ober gekaufte ober sonst erworbene Erzeugnisse aus Roggen ober Weizen nicht zu Futterzwecken verwenden. Soweit Roggen oder Weizen ober Erzeugnisse hieraus zur Erfüllung eines Deputats ober eines ßeibgebinges geliefert werben ober geliefert worben finb, trifft ber Reichsnährstand eine besondere Regelung, um sicherzustellen, daß solches Getreide unb solche Erzeugnisse in möglichst großem Umfang ben Zwecken ber menschlichen Ernährung zuqesührt werben. Vor Inkrafttreten ber vorgenannten Vorschriften abgeschlossene Kaufverträge, bie bie Lieferung von Roggen ober Weizen ober Erzeugnissen hieraus für Futterzwecke zum Gegenstanb haben unb hinsichtlich ber Lieferung noch nicht erfüllt finb, sind von den Verkäufern ben für sie zw ständigen Getreibewirtschaftsverbänben unverzüglich zu melben. Die Verkäufer finb verpflichtet, ben Weisungen ber Getreibewirtschastsverbänbe über bie Verwertung ber verkauften Mengen Folge zu leisten. Die Tierhalter finb verpflichtet, bie in ihrem Betrieb vorhanbenen Bestäube an gekauftem ober sonst erworbenem Roggen unb Weizen unb Erzeugnissen hieraus unb an gekauften ober sonst erworbenen Erzeugnissen aus Roggen ober Weizen ben für sie zu- ftäribigen Getreid: .virtschaftsverbänben zu melben. Sie finb verpflichtet, ben Weisungen ber (Betreibe- wirtschaftsverbänbe über bie Verwertung biefer Bestäube Folge zu leisten. Die Vorschriften gelten nicht für Kleie unb Futtermehle im Sinne ber §§ 21, 24 br Verorbuuug zur Ausführung bes Futtermittel- gesebes vom 21. Juli 1927. Die Getreibewirtschafts- üerbänbe finb berechtigt, zum Zwecke ber Überwachung ber Einhaltung ber Vorschriften biefer Verorbuuug auf Grund der Verordnung über Auskunfts- pfticht vom 13. Juli 1923 von den Tierhaltern Auskunft zu verlangen, auch soweit diese nicht Mitglieder ber Getreibewirtschastsverbänbe finb. Schließlich setzt bie Verorbuuug noch bie Strafbestimmungen fest.
* 1 Million Ausschüttung ber D. B. S. Das Jahr 1937 beginnt bie Deutsche Bau- unb Sieb- lun-rsgemeiuschaft (D. B. S.) in Darmstabt mit ber Monatsausschüttung von 1 027 000 RM. zur Erstellung ober Entschulbuug von 99 Eigenheimen. Die Gesamtsumme ber ausgeschütteten zinslosen Bauspar- fummen erreicht bamit über 74 Mill' neu Mark zur Erstellung unb Entschulbuug von über 6600 Eigenheimen.
Bhein-Mainische Börse.
IHiffagsbörfe uneinheitlich.
ober Berge zurückgegrifseu. Auch der Humor kam zu seinem Recht: ein Witzbolb nannte sich Son- gülen , zu beutsch „ber zuletzt Lacheube". Anbere setzten ihren neuen Namen in Beziehung zu ihrem Beruf wie ber (Beneralbireftor ber größten türkischen Bank, der Jsch Banakasi, auf deutsch Arbeitsbank, ber sich Erisch, Arbeitsmann, nannte ober ein bekannter Arzt, ber feinen arabischen Namen Salem mit dem ähnlich ausgesprochenen türkischen „S a g I a m" vertauschte, das gesund bedeutet. Nicht gerade ganz fair handelte der Hersteller eines dem weithin bekannten Aspirin von Bayer ähnlichen Mittels, der die'unstreitig urtürkischeu Worte Bay (Herr) und Er (Manu) in Bayer zusammenzog und mit uuschuldsvoller Miene nicht eiusah, warum er sich auf türkisch nicht Hermann nennen solle.
Aber nicht nur neue Namen unb zwar Namen rein türkischen Ursprungs verlangte das Gesetz. Die bemokratische unb rein weltliche türkische Republik nahm bamit gleichzeitig die Gelegenheit wahr, alle alten unb überlebten Titel arabischer ober persischer Herkunft ein für allemal abzufchaffen, bie, solange Familiennamen unbekannt waren, die Unterscheidung erleichterten. So finb Zusätze zum Namen wie: Aga, Hadschi, Hafis, Hodscha, Mollah (geistliche Titel), Efendi Bej, Bejefendi (gnädiger Herr), Pascha, Hazeretleri (Exzellenz), Hanum, Hanum Efendi (gnädige Frau) im Standesamtsregister nicht mehr z u g e 1 a f \ e n und sollen auch aus dem Sprachgebrauch verschwinden. In der Armee, in der Pascha auch ben Rang eines Generals bezeichnete, ist biete Rangstufe burch bas international gebräuchliche Wort „General" ersetzt worden. An Stelle ber abgeschasften allgemein bekannten Titel Bej ober Efendi, die nach dem Namen geführt wurden und längst kein adelsähnliches Vorrecht mehr waren, wirb heute jeher Türke mit dem
Kurszettel der Berliner und frankfurter Börse.
Die hinter ben Papieren angeführten Ziffern geben bie Höhe ber zuletzt beschlossenen Divibenbe an. Reichsbankbiskont 4 v. H., Lombarbzinsfuß 5 v. H. __________
Deutsche Reichsbahn Vorz.-Akt. 7
Reich sbanl................. 12
Berliner Handelsgesellschaft ... 6
Commerz- und Privat-Bank ... 4
Deutsche Diskonto............4
Dresdner Bant..............4
5% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 5*/2% Doung-Anleihe von 1930 ..
4y2% Hessische Volksstaat von 1929 4*/2% Deutsche Reichspostschatz von
1934 I......................
4y2% Deutsche Reichsbahnschatz von 1936 I..................
Reichsanleihe-Altbesttz..........
Oberhessen Provinz-Anlethe mit
Auslos.-Rechten..............
4%% Hess. Landesbk. Darmstadt
Goldpfe. R. 12..............
5*/2% Hess. Landes-Hyp.-Bank Liqu. Goldpfe...............
4’/2% Preuß. Landespfdbr.-Anst.
Goldpfe. R. 19..............
4%% Preuß. Gold-Komm. R. 20 4%% Darmstädter Ko mm.-Lan
desbank R. 6................
Deutsche Komm.-Sammel-Anleihe Auslos.-Rechte I..............
4Y2% Franks. Hyp. Goldpfe. R. 15 4*/2% Franks. Hyp. Gold-Komm.
Obl. 2 3....................
5*4% Franks. Hyp. Liquidation Goldpfe.....................
5y»% Rheinische Hyp. Liquidation Goldpfe.....................
Steuergutschein-Verrechnungskurs
5% Goldmexikaner von 1899 ....
4% Oesterreichische Goldrente.... 4,2% Oesterreichische Silberrente.
4*/2 Ungarn Staats von 1913 ....
4% Ungarische Goldrente.......
4% Ungarische Staatsrente v. 1910 5% Rumänen von 1903.........
4*/2% Rumänen Gold von 1913..
4% EinheitS-Ruinänen.........
4% Türken Bagdad l...........
4% Türken Bagdad II..........
2*/4% l. Anatolier..............
A.G. für Verkehrswesen......6
Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0
Hamburg-Amerika Paket......0
für Wolle unb andere Tierhaare (Preife für Roßhaare, Küh- unb Ochfenschweifhqare, sowie bereu Abfälle). — 31: Bekanntmachung HP 2 ber lieber- wachungsstelle für Wolle unb anbere Tierhaare (Erzeuger- und Großhanbelshöchstpreise für Roßhaare, Kuh- unb Ochsenschweifhaare, sowie bereu Abfälle). — 32: Verorbuuug über bie vorläufige Anwendung einer Zehnten Zusatzvereinbarung zum beutsch-fchweizerifchen Abkommen über ben gegenseitigen Warenverkehr. — 33: Wieberausnahme ber beutsch-polnischen Vertragsverhanblungen. — 34: Wortlaut ber Vereinbarungen für ben beutsch- schweizerischen Waren- unb Verrechnungsverkehr. — 35: Verorbuuug über bie vorläufige Anwenbung einer Dritten Vereinbarung zum beutsch-polnischen Wirtschaftsvertrag. — 36: Verorbnuna über bie vorläufige Anwenbung einer Dritten Zusatzverein- barung zum Abkommen über ben beutsch-schweize- rischen Rechnungsverkehr. — 37: Kapitalverkehr mit ber Schweiz unb Liechtenstein. — 38: Der Zahlungsverkehr mit ber Schweiz. — 39: Verlängerung bes Hanbelsvertrages mit Chile. — 40: Einführung von Ausnahrnetanfeu zugunsten ber Zellwolle-Ju- bustrie.
Zuchtviehversteigerung in Gießen.
Der Landesverband ber Rinderzüchter Hessen-
Frankfurt a. M.
Berlin
Frankfurt a. M.
Berlin
Schlußkurs
Schluß!. Wendbörse
Schluß- kurs
Schluß! Mittagbörse
Schlußkurs
Schlußk. Wendbörse
Schluß- kurs
Smlutzk. Mittag- börse
Datum
12.1
13 1
12-1
13.1
Datum
12.1
13 1
12.1
13 1
101
98,25
101,13
98,25
101,13
98.25
101,13
98,25
Accumulatoren-Fabrik.......
12
—
202
—
202,5
102,25
103
102,7
102,65
H KU-Kunstseide............
. 0
52,75
52,75
52,75
52 #75
99
99
99
—
Aschaffenburg Zellstoff.......
Bemberg..................
. 3 . 0
139
105
138,25
107,5
138
105
138,5
107,13
99,95
100
100,1
100.2
Bekula....................
. 8
165
165
165
165,13
Buderus Eisen.............
. 4
123,5
122,75
124
122,25
98,5
98,5
98,5
98,5
Cement Heidelberg .........
. 7
162,5
163
—
—
117,25
117,4
117,25
117,4
Cement Karlstadt..........
. 6
——
—
—
—
Chade A.-C................
. 9
227
227
227
227
130,75
130,75
—
—
Conti Gummi.............
11
170
172,25
170
172,25
Daimler Motoren..........
. 5
124
124,5
124,13
124,4
97,25
97,25
_
97,25
. 4
—
113,25
112,65
Deutsche Erdöl ............
. 5
150,25
150
150,4
150,25
101,25
101,5
—
—
Deutsche Gold- und Silber ..
. 9
265
262
—
—
Deutsche Linoleum.........
10
165,5
167
166,25
167
—
97,5
——
—
Elektrische Lieferungen......
. 6
137
138
137,5
138,5
95
95
95
95
Elektrische Licht und Kraft...
. 7
151
151,5
150,5
151,5
F G. Farben-Jndustrie.....
. 7
171
169,75
170,5
169,75
93,75
93,75
—
—
Felten^L Guilleaume.......
. 6
138,5
140
139,25
139,75
Gesfürel..................
. 6
144,5
147
144,5
146,5
122,65
—
122,65
123
Tch. Goldschmidt...........
. 5
129
130,5
128,75
130,5
97,25
97,25
97,25
97,25
Gritzner Maschinen.........
. 0
—
32,4
—
32,4
Harpener.................
- - 2
152,5
152,5
152,5
152,5
95
95
—
Hoesch Eisen...............
3/2
120,25
120,25
119,75
119,75
Philipp Holzmann.........
. 6
140
140
140,9
140
101,4
101,4
. 6
1
—
182,25
184
Ilse Genüsse..............
. 6
152
150,5
151
150,5
101,75
101,65
101,5
101,75
Kali Aschersleben..........
.. 5
135,5
135,75
135,5
136,75
110,13
110,13
110,2
110,2
Klöcknerwerke.............
4*/2
127,25
126,5
127,25
126,5
17
9,85
17,25
9,75
17,13
Kokswerke und Chemische Fabrik 6
Lahmeyer.................. 6
124,9
95,25
124,5
95,75
143,25
124
143,5 124
1,5
—
1,55
1,65
120,4 157
120,13
154,5
119,75
157
120
5,75
6,9
5,75 6,7
5,6
6,8
5,4
6,25
9,65
5,75
6,6
5,4
6,25
9,65
Mansfelder Bergbau.......
6'/r
155
Metallgesellschaft...........
.. b
155
155,5
154,5
155,5
6,13
—
Orenstein & Koppel........
Rheinische Braunkohle......
.. 0 . 12
227,5
225
89,25
227,5
89,5
224,5
5,4
. . £
136 153,25
136 153,25
135,5
152
136
152
5,4
5,4
5,4
Rheinstahlwerke............
.. 6
Rbeinisch-Westfälische Elektro
.. 6
129,25
129,75
129
129,5
21,75
21,75
21,75
21,75
Rütgerswerke .............
Salzdetfurth Kalt..........
.. 6 ?y7
139
178,5
139,5
178
139
180
139,65
178,75
124,25
124,5
123,4
124,9
Schuckert & (So.............
.. 6
161
162
160,75
162
—
——
41
41,5
Schultheis Patzenhofer......
.. 4
102
102,25
15,75
16
15,9
16,25
Siemens & Halske.........
.. 8
196
200,5
199
201,5
15,65
15,75
15,65
16
Süddeutsche Zucker.........
. 10
200
204.75
203
205
125,75
126,4
125,9
126,25
Vereinigte Stahlwerke......
3y2l 121,25
120,4
120,25
120,4
188,75
188,75
188,25
188,5
Westdeutsche Kaufhof.......
.. 0
57,5
57,5
57
57,13
126,4
126,65
126,65
Westeregeln Alkali..........
.. 5
135,25
136
135
134,5
110,75
111
110 J5
111
Zellstoff Waldhof..........
..
160
160,25
159,5
160
114
114
114
114
Ltavi Minen..............
. 0,6
25,65
25,65
25 65
25,65
12. Januar
13.Januar
Amtliche Notierung
Geld Brief
AmUiche Notierung
Geld | Brief
12-Januar
13.Januar
AmUiche Notierung
AmUiche 9 Geld
Dotierung
Bries
Geld |
Brief
Buenos Aire-
0,755
0,759
0,757
0,761
Brüssel.....
41,96
42,04
41,97
42,05
Rio de Jan. .
0,151
0,153
0,151
0,153
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen.
54,57
54,67
54,57
54,67
Danzig.....
47,04
47,14
47,04
47,14
London.....
12,22
12,25
12,22
12,25
HelsingforS..
5,395
5,405
5,395
5,405
Paris......
11 625
11,645
11,625
11,645
Holland.....
136,18
136,46
136,18
136,46
Italien.....
13,09
13,11
13,09
13,11


