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Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Die Partei führt den Vierjahresplan

der Die wie

einflußten.

Diese Wahlen in Lippe-Detmold waren vor allem ein Ringen zwischen Nationalsozialismus und Marxismus, alle anderen Gruppen spielten nur noch eine Nebenrolle. Am Wahltage hatte der Na­tionalsozialismus allein neun Sitze von den 21 Mandaten des Landtages errungen, ebensoviel wie die Marxisten beider 'Richtungen. Das war aber nicht das Entscheidende: sondern daß die NSDAP, ihre Stimmen in Lippe wieder um 6000 gegenüber der' vorangegangenen Reichstagswahl st e i g e r n konnte, darauf kam es ihr an! DieScharte", von der die Gegner gern gesprochen hatten, war aus­gewetzt, es 'ging wieder im Sturmschritt vorwärts. Die Hoffnungen gewisser Cliquen in Berlin und anderswo waren gründlich zerstört. In einer Zeit des allgemeinen Zerfalls in Deutschland war und blieb der Nationalsozialismus die einzige zusam­menfassende Kraft. Lippe-Detmold hatte das wieder bestätigt. Der Berliner Gauleiter Dr. Goebbels aber schrieb am Abend des 15. Januar in sein Tagebuch: Noch in der Nacht gebe ich in einem AufsatzSi­gnal Lippe" die Parole für die Berliner Ogani- sation. Ich proklamiere unentwegten Kampf und ziehe aus dem Lipper Ergebnis die Folgerung, daß alles gelingt, wenn wir Zusammen­halten und nicht nachgeben." Am 30. Januar, zwei Wochen später, war im Reiche gelungen, wofür Lippe-Detmold den Auftakt gegeben hatte.

Ehrengerichtsbarkeit anbahnt, die Verurteilung von Steuerhinterziehungen als eines Unrechtes an der Allgemeinheit, der sich wieder altem Rechtsempfin­den nähernde Begriff des Eigentums als einer Verpflichtung, die stärkere Ver­bundenheit zwischen B e t r i e b s f ü h r e i und Gefolgschaft, seien die kennzeichnenden Merkmale solcher Gesinnungsänderung. Der Mim- ster schloß nach einem Appell an die Verantwortung und die Verpflichtung jedes Einzelnen zu opferwil­liger Mitarbeit mit den Worten von Walter Luex: Wer auf die preußische Fahne schwört, hat nichts mehr, was ihm selbst gehört."

Die internationale Lage, der Wohlstand und das Glück der Welt könnten gehoben werden durch in- ternationaale Verständigung, freie Zusammenarbeit zwischen den Völkern, Verkleinerung der internatio­nalen Wirtschaftsbeschränkungen und durch den ehr­lichen Versuch, die Gefühle, so tief und stark sie auch sein mögen, zurückzustellen. Ziehe man sich aber auf sich selbst zurück, verstärke man die Isolierung und die Rüstungen bis zur wirtschaftlich tragbaren Grenze und darüber hinaus, so nähere sich die Welt vielleicht einer noch gr öße- r en Katastrophe a l s der, von der man ge­rade beginne, sichzu erholen. Dsa sei ein Weg der Torheit. Es möge eine Zeit gegeben haben, in der Nationen unabhängig und selbstoersorgend gewesen seien, diese Zeit sei aber vorüber. Heute könne keine Nation von dem Niedergang der anderen leben. Gehe man von dem von ihm ausgezeichneten Ge­sichtspunkten aus, schloß der Außenminister, so werde sich eine Losung der anscheinend unlösbaren Probleme finden lassen.

NSG. Gauleiter Sprenger hat bereits am 19. Dezember 1936 ein Rundschreiben betr. den Vierjahresplan herausgegeben, das wir der Wichtigkeit halber nachstehend im Wortlaut bringen:

Zur Durchführung des Vierjahresplanes ist im Gau Hessen-Nassau eine Abteilung:Vier­jahresplan" eingerichtet worden. Die Anschrift lautet: NSDAP.» Gau Hessen-Nassau, Abteilung Vierjahresplan, Frankfurt a. IN., Gutleutstrahe 8/12, Adolf- Hitler-Haus.

Die L e ll u n g der Abteilung habe ich s e l b st übernommen und zu meinem ständigen Ver­treter den Gauamtsleiter Parteigenossen A v i e n y ernannt.

Der Beauftragte für den Vierjahresplan General­oberst Göring hat bei der generellen Besprechung über die Durchführung des Vierjahresplans am

27. 11. 36 bestimmt, daß die Durchführung des Vierjahresplans der Partei, für die Gaue also den Gauleitern übertragen ist, und erhatdieBehördenverlreter angewiesen, mit der Partei im Rahmen ihrer Aufgaben zu­sammenzuarbeiten. Auf Grund dieser An­weisung ersuche ich, alle im Zusammenhang mit dem Vierjahresplan stehenden Angelegenheiten und bei ihnen eingehenden Vorschläge zur Sicherstellung einer einheitlichen Durchführung an die Abteilung Vierjahresplan weiterzuleiten. Sobald ein Projekt spruchreif ist, werde ich die Vertreter der zuständigen Behörden mit den einschlägigen Fach­männern zu einer Besprechung zusammenrufen, da­mit sie jederzeit orientiert sind und im Rahmen der ihnen obliegenden Aufgaben mitarbeiten können." Sprenger.

man sich vor aller lebensfernen Zentralisierung hüten. Ebensowenig wie der Staat auf die schöpferische Kraft des Unternehmers in der Wirtschaft verzichten wolle und könne, dürfe er die Initiative und Verantwortung in StaalundGemeinde über Gebühr beein- trächtigen.

London, 13. Jan. (DNB.) Der englische Außenminister Eden erklärte bei einem Presse- Bankett: Die Situation in Spanien 'gebe in der ganzen Welt weiter zu großer Besorgnis Anlaß. England sei ein demokratisches Land und der Eng­länder glaube daher, daß die Bewohner jedes Lan­des selbst darüber zu entscheiden hätten, welches Regierungssystem sie vorzögen. Es sei ihre eigne Angelegenheit, die keinen anderen etwas angehe. Jeder Versuch, dem spanischen Volk ein Regierungs­system aufzuzwingen, sei nach englischer Auffassung unberechtigt und könne auch keinen dauernden Frieden bringen. Aus diesem Grunde habe Eng­land jeden Versuch fremder Einmi­schung in Spanien zu verhindern ver­sucht und werde dies- auch in Zukunft tun. Es herr­sche vielfach die Ansicht, daß am Ende des spani­schen Bürgerkrieges Spanien unvermeidlich eine faschistische oder kommunistische Regierung haben müsse. Das sei aber nicht seine Ansicht. Eng­land glaube, daß keine dieser Regierungsformen Spanien entspräche und auch nicht von Dauer wäre. Spanien werde mit der Zeit seine eigene Regierungsform entwickeln, und je weniger Fremde sich einmischten, um so kürzer werde die Übergangszeit sein.

Eine der beängstigendsten Tendenzen in der internationalen Lage des vergangenen Jahres fei die gewesen, Europa entsprechend dem Sinn politischer Doktrinen in Zwei entgegen- gesehte Lager zu teilen. Die englische Regierung habe wiederholt öffentlich erklärt, daß sie die Tei­lung Europas in zwei feindliche Ideologien ablehne. 3m Namen der ganzen englisch- sprechenden Welt müsse er das volle moralische und politische Gewicht Englands gegen eine derartige Doktrin der Ausschließlichkeit in die Wagschale werfen.

So sei auch die Lehre des Klassenkamp- f e s vom englischen Volke niemals angenom­men worden, weil es Praxis genug hätte, um zu sehen, daß das sinnlos sei. Klasseninteressen seien nicht ausschließlich, sondern ergänzten sich. Für ebenso falsch sähe er die Auffassung an, die die Nationen nach politischen Weltanschauungen trenne. England vertraue der parlamentari­schen Demokratie und stelle die ganze Macht hinter sie, weil man sie für ein praktisches System halte. Es werde gesagt, daß Europa jetzt in das heroische Zeitalter eintrete. Auch England wolle Heroismus haben, aber man müsse Europa als Land ansehen, in dem Helden leben und nicht in erster Linie sterben sollten. Der Begriff Heroismus und Heroen dürfe nicht ver­fälscht werden. England habe den Glauben an die Demokratie noch nicht verloren. Man mache kein großes Aufheben von feiner Ergebenheit zu ihr, obwohl zweifellos die Bereitschaft vorhanden sei, notwendigenfalls Opfer dafür zu bringen.

England wünsche den kreis seiner Freunde und Mitarbeiter s o weil und umfas send wie möglich zu gestatten. Nicht einen Kon­flikt wolle man, wohl aber d i e Zusammen­arbeit. Die Wett habe gelernt, daß der Le­bensstandard nur in geduldiger Zusammenarbeit gehoben werden könne, niemals aber durch

Mer oder Kanonen?"

Der politische Umbau habe zu einer Aenderung Wirtschaftsauffassung in Deutschland geführt, starke Betonung des Gedankens der Ehre, sie sich in der Erbhofgesetzgebung und der

Lippe.

Der Weg zur Wilhelmstratze.

Jetzt beginnen große Tage in Detmold und an­deren Städten des Lipperlandes. Das Treffen zur Erinnerung an die Landtagswahlen vom 15. Januar 1933 führt zahlreiche füh­rende Männer der Bewegung dorthin. In Reden und Gesprächen, in Kundgebungen und Erinnerungs­feiern wird die Bedeutung jener Zeit vor vier Jahren wieder lebendig werden. Mancher mochte bis dahin sagen: was ift schon Wichtiges mit Lippe- Detmold? Das ehemalige Fürstentum mit kaum 250 000 Einwohnern, meist Kleinbauern, Hand­werkern und Arbeitern, bot politisch gewiß kein besonderes Feld. Die Hauptstadt Detmold mit ihren 18 000 Einwohnern liegt friedlich am Teutoburger Walde, der das Hermannsdenkmal trägt. Sonst gibt es noch alte Städtchen, wie Lage und Lemgo, Brake und Schwalenberg, Schötmar und Salzuflen. Viele kleine Landorte geben dem Ländchen das Ge­präge, das einen besonderen Erwerbszweig in den Zieglern besitzt, die im Sommer als Facharbeiter nach auswärts gehen, früher in fast alle Länder Europas. Wie ein Märchen lieft sich heute der Thronfolgestreit vor 30 Jahren, dex das Haus Biesterfelü in den Fürstensitz von Detmold brachte. Um solche Dingen ist damals in Lippe mit west­fälischer Zähigkeit gekämpft worden. Seit Jahr­zehnten dominierte im Parteiwesen die Linke, seir der Revolte von 1918 die Sozialdemokratte. Daran hatte sich im Laufe der Zeit wenig geändert. Erst der Nattonalsozialismus brachte das Land in Be­wegung, räumte mit den alten überlebten Partei- begriffen auf und stürzte schließlich das morsche

Jahr um Jahr sind en sich die Getreuen des Füh­rers, die bei diesem entscheidenden Wahlkampf in Lippe eingesetzt waren, zu einem Erinnerungs­treffen zusammen, um zu bekunden, daß ihnen

Hannover, 13.Jan. (DNB.) Am Mittwoch, 13. Januar, sprach der Reichsminister der Finan­zen Graf Schwerin von Krosigk in der Leibniz-Akademie in Hannover überF ragen der gegenwärtigen Finanzpoliti V Er führte u. a. aus: Die Ziffern der Arbeitslosig­keit und der Steuereinnahmen hätten sich im Jahre ' 1936, vor allem auch in den letzten Monaten des Jahres, noch günstiger entwickelt als im Vorjahre. Diese Erfolge seien die Folge der erst durch die Machtübernahme durch Adolf Hitler mög- : lich gewordenen zielbewußten Ausnut- jzung und Zusammenfassung der gesam­ten finanziellen, wirtschaftlichen und politischen Kräfte der Nation. Diese Gesundung der na­tionalen Krätts und die Wiedererweckung des durch Inflation, Mißwirtschaft und Krise verlorengegange­nen Vertrauens hätten eine aktive Kredit- und Konjunkturpolitik möglich gemacht. Durch eine Reihe ineinandergreifender Maßnahmen sei es gelungen, die Krisenerstarrung zu überwin- ' den und die Arbeitslosigkeit praktisch zu beseitigen. Es handele sich jetzt darum, die großen in der Wehrhaftmachung des deutschen Volkes und ' im Vierjahrespla'n uns gegebenen Aufgaben | zu erfüllen.

Die Konzentrierung aller finanziellen und wirt­schaftlichen Kräfte fordere den Verzicht auf manchen Wunsch und die Verschiebung manches berechtigten Anspruches auf spätere Zeiten. Sie fordere auch eine einfache und zweckmäßige, Doppelarbeit und Neben- und Gegeneinander­arbeit vermeidende, fortschreitende Durch- organisation unseres gesamten öffentlichen Apparates. Dabei müsse

Eden begrüßt die Reujahrsbotschafi des Führers

Die Grundlinien der britischen Außenpolitik unverändert.

Krieg, Mißtrauen, Haß und Rü­stung. Die englische Regierung begrüße warm die Sähe des Führers, in de­nen er sich für eine Verständigung und Versöhnung unter den Nationen ein­sehe und daß durch dies allein die wirtschaft­lichen Grundlagen, das Blühen und der Fort­schritt der Menschheit gesichert werden können. Solange kein politisches Vertrauen herrsche, gäbe es keine wirtschaftliche Gesun­dung in Europa. Die britischen. Rüstungen, die den nationalen Wohlstand belasteten, seien auf­gezwungen. England zöge Butter nun einmal den Geschützen vor. Es sei bereit, sein Bestes auf dem Gebiete der wirtschaftlichen Zusammen­arbeit und der europäischen Befriedung zu tun. Er wolle auch bemüht sein, zu helfen, daß an­dere auch Butter haben in einer Welt, die keine Kanonen brauche.

Die Rede des englischen Außenministers vor der ausländischen Presse verdient gelesen zu werden. Schon weil sie eine echt eng l i s ch e Rede ist, worunter wir das Verfechten politischer Tendenzen verstehen, die wir widerspruchsvoll finden, die man aber offenbar jenseits des Kanals für absolut klar und einleuchtend ansieht. Daß Eden die Neu- j ah rsbot schäft des Führers in vollem Umfange unterstrichen und unterstützt hat, begrüßen wir natürlich. Wir würden uns freuen, wenn man in London möglichst rasch aus dieser Haltung die entsprechenden Konsequenzen ziehen würde. Es wäre in der Tat auch merkwürdig gewesen, wenn der englische Außenminister an der Botschaft des Führers vorbeigegangen oder sie gar verneint hätte. Wer ehrlich den Frieden will, ift gezwungen, ihr zuzustimmen. Und Enden hat wiederholt betont, daß feine Außenpolitik auf die Erhaltung und För­derung des Friedens abgeftimmt fei. Daß er die Gelegenheit nicht vorübergehen ließ, um eine Hymne auf die Demokratie anzustimmen, lag auf der Hand. In England liebt man es, im­mer wieder von der Demokratie zu sprechen, obwohl man sehr oft wenig demokratisch verfährt. Emen Satz aus der Rede Edens möchten wir hervorheben, und das ist der, wonach der demokratische Eng­länder den Bewohnern eines jeden Landes das Recht zugestehe, selbst darüber zu entscheiden, wel­ches Regierungssystem er für richtig halte. Merk­würdig ift nur, daß Eden im gleichen Atemzuge Faschismus und Bolschewismus als zwei für Spa­nien ungeeignete Regierungssysteme ausdrücklich ablehnt und den Spaniern unverhohlen die Demo­kratie anpreist. Wenn Eden erklärt, England wolle lieber Butter als Kanonen, so ist das ein Standpunkt, der auch unsere volle Sympathie genießt. Aber ebenso sehr wie der britische Außen­minister es als feine Pflicht ansieht, für ein höchst­mögliches Maß der Landesverteidigung Englands in einer bis an die Zähne bewaffneten Welt ein­zutreten und im Interesse dieser Landesverteidi­gung auch größte Opfer zu Lasten des nationalen

Wohlstandes fordert, ebenso sehr hat Deutschland, das länger als ein Jahrzehnt hindurch politische Ohnmacht als Folge seiner in Versailles erzwunge­nen militärischen Entwaffnung hat ertragen müs­sen, nun die Pflicht, alle Kräfte der Nation daran zu setzen, um eine Wiederkehr dieses Zustandes der Unfreiheit für immer zu verhüten.

Labvurparty gegen,/Moroni" und Kommunismus.

London, 13. Jan. (DNB.) In einem Aufruf an die Mitglieder der ßabour Party nimmt der Vollzugsausschuß dieser Partei eindeutig gegen die immer wieder von kommunistischer Seite befürwor­teten Bemühungen zur Errichtung einerVolks­front" Stellung. Der Ausschuß erinnert daran, daß bereits 1934 mit überwältigender Mehrheit eine Zusammenarbeit mit d e r Kommuni­stischen Partei abgelehnt worden sei. Nichtsdestoweniger seien in der Zwischenzeit neue Organisationen gegründet worden, von denen einige die offenkundige Absicht verfolgt hätten, kommu­nistische Ansichten zu propagieren, während sich an­dere Abmachungen zwischen der Labour Party und anderen Oppositionsparteien, u. a. den Liberalen und Kommunisten, zur Aufgabe gemacht hätten. Dan gegnerischer Seite feien im vergangenen Jahr angestrengte Bemühungen gemacht worden, um die Entschlossenheit der Labour Party in ihrer Gegner­schaft gegen derartige Versuche zu untergraben. Einen Höhepunkt habe dieser Feldzug auf der Jah­restagung in Edinburgh im vergangenen Oktober erreicht. Unter diesen Umständen halte es der Voll­zugsausschuß für feine Pflicht, die Parteimitglie­der darauf hinzuweisen, daß eine Zusammenarbeit mit Organisationen, dieVolksfrontziele" erstreb­ten, abzulehnen sei. Die einzige Trägerin der sozialistischen Ziele Englands fei die Labour Party.

System. K .

Dach nicht darin lag die Bedeutung der hppf scheu Wahl vom Januar 1933. Das Jahr 1932 hatte den Kamps des Nationalsozialismus um die deutsche Erneuerung auf den Höhepunkt gebracht. Entspre­chend den damaligen Mitteln und Möglichkeiten waren die Wahlen die beste Gelegenheit, die neuen Gedanken in das Volk zu tragen und dort zu ver­ankern. Der 1. und 2. Wahlgang zur Wahl des Reichspräsidenten, die Reichstagswahlen unter Po­pen vom 31. Juli und 6. November, dazu verschie­dene Landtagswahlen, hatten das Land in eine starke Spannung versetzt, die das ganze Jahr er­füllte. Dazu trat die steigende W i r t f ch a f t s n o t und die immer drohender werdende kommuni.- st i f ch e G e f a h r. Im Sommer hatte es geschienen, als ob Adolf Hitler am Ziele sei. Er lehnte es aber ab, sich und seine Bewegung verbrauchen zu lassen, d. h. er lehnte eine Verantwortung ab, die nicht zugleich die Mittel und die Macht zur Erfüllung der großen Ziele gab. Das war ein weitschauender Ent­schluß und eine Nervenprobe zugleich. Es fehlte natürlich nicht an Besserwissern, die den Weg des Führers kritisierten. Die Reichstagswahl vom 6. No­vember, die für die NKDAP. nicht ganz die Stim­menzahl der Präsidentenwahl brachte, schien dieser Tendenz zu entsprechen. Die Gegner träumten schon davon, daß der Nationalsozialismusauch nur eine Partei" fein werde wie andere Parteien.

Da kam die Wahl von Lippe-Detmold. Es entsprach dem kämpferischen Geist des Führers und seiner Mitarbeiter, diesen Wahlgang mit aller Kraft anzupacken und die direkte Auseinander­setzung mit dem Volke allen Verhandlungs­künsten vorzuziehen. Es sollte gewissermaßen eine Probe sein, was sich in Detmold vollzog. So wurden Henn die besten Redner der Bewegung in das Land gerufen. Eine Versammlungswelle ohnegleichen ging über Lippe, um auch dem letzten Mann im kleinsten Dorfe klar zu machen, was der Nationalsozialismus sei und was er wolle. Da es an großen Sälen fehlte, wurde ein großes Zelt angeschafft, das in den wichtigsten Orten aufgeschlagen wurde, um den zu- strömenden Massen bei der kalten Jahreszeit Schutz zu bieten. Bald war Lippe im Mittelpunkt des po­litischen Interesses. Dr. Goebbels sprach täglich meist in drei Versammlungen, die anderen Männer der Bewegung setzten sich in gleicher Tatkkaft ein. Allen voran aber stand der Führer, dessen große Reden, vor allem in Lemgo und in Detmold, den Höhepunkt des Wahlkampfes bildeten und ihn entscheidend be»

Zielbewußte Zusammenfassung aller Krasse

Oie finanzpolitischen Aufgaben innerhalb -es Vierjahresplanes.