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Meine voliiifche Nachrichten.

Am Samstagabend ist über den Gesundheitszu­stand des Generals Ludendorff folgender Be­richt veröffentlicht worden:In dem Befinden Ge­neral Ludendorffs hält die langsam fortschrei­tende Besserung an."

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König Karol von Rumänien empfang am Samstagabend den Jugendführer des Deutschen Reiches, Baldur von Schirach, zu einer längeren Unterredung.

Reichsminister K e r r l empfing anläßlich seines 50. Geburtstages zahlreiche Glückwünsche einer Reihe von führenden Persönlichkeiten und aus allen Krei­sen der Bevölkerung. Der Führer besuchte den Minister in dessen Wohnung in Spandau und sprach ihm seinen herzlichen Glückwunsch aus. Außerdem statteten ihm u. a. Ministerpräsident Göring und Frau sowie mehrere Reichsminister und Reichsleiter ihren Besuch ab.

Der sowsetrussische Geschäftsträger In Berlin hat im Auswärtigen Amt vorgesprochen und mitgeteilt, daß der sowjetrussische Botschafter Jureneff auf seinen Berliner Posten nicht mehr zurück­kehren wird.

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Dom 12. bis 17.12. wird auf Einladung des Reichsministers der Luftfahrt und Oberbefehlsha­bers der Luftwaffe der Chef der polnischen Luft­waffe, General R a y s k i, der deutschen Luftwaffe einen Besuch abstatten.

König Georg VI. wird am ersten Weihnachts­feiertag eine Rundfunkansprache an sämt­liche Völker des britischen Weltreiches richten. Kö­nig Georg folgt damit einem langjährigen Brauch seines Vaters.

Der ungarische Honveüminister, General R ö - der, ist in Rom eingetroffen. Er wird auch von Mussolini, Graf Ciano und Marschall Badoglio empfangen werden.

Pfarrvikar wegen schwerer Verleumdung von Or. Goebbels verurieilt.

Drei Monate Gefängnis wegen Vergehens gegen das Heimtückengesetz.

Darmstadt, 11. Dez. (DNB.) Eine üble Ver­leumdung fand am Samstag, dem 11.12., in einer Verhandlung vor dem Sondergericht in Darmstadt ein Ende. Gegen den 25jährigen Adolf Weine! aus Diebach (Oberhessen), zur Zeit Pfarrvikar in Allendorf an der Lda., war Anklage wegen Vergehens gegen das Heimtückegesetz erhoben, da er schwere Ver­unglimpfungen gegen führende Männer des Rei­ches und der Bewegung in Umlauf gefetzt hatte. Ueber Reichsminister Dr. Goebbels hatte er die folgenden Behauptungen aufgestellt: Er fei in einem Jesuitenkloster erzogen worden und seine zehnjährige Tochter sei heute noch in einem Je- fuitenheim in Frankfurt a. M. Die Verhandlung ergab die völlige Haltlosigkeit der von dem Angeklagten verbreiteten Behauptungen. Der An- geklaate gibt die ihm zur Last gelegten Aeußerun- gen selbst zu, will sie jedoch nur in einer erregten Diskussion über religiöse Fragen zur Verteidigung und Abwehr benutzt haben. Er gehört zur Bekennt­niskirche und will die verleumderischen Behauptun­gen während seiner Vorbereitungszeit als Pfarr­anwärter in Rheinhessen gehört haben. Die Quellen dieses Gerüchtes find ihm bezeichnenderweise un­bekannt.

In der Beweisaufnahme wurden die Tat­zeugen gehört, die zum Teil unter Eid die Schuld des Angeklagten erhärteten.

Veichsminister ör. Goebbels

nahm den Fall zum Anlaß, den immer wieder von der gleichen Seite in die Welt gefetzten Verleum­dungen die Spitze abzubrechen und ein Ende zu machen. In feiner in Berlin am 30.11. 37 erfolgten Vernehmung bekundete er unter Eid, daß er niemals eine Jesuitenschule, noch ein Jesuiten­kloster oder ein anderes Kloster auch nur zu Be­

suchszwecken aufgesucht und auch nicht einen einzigen Tag in einem solchen Institut ver­weilt habe oder erzogen worden sei. Das gleiche erklärte er für seine sämtlichen Anver­wandten, seine Brüder und Schwestern. Ebenso habe er auch zu Exerzitien oder zu sonstigen reli­giös-erzieherischen Leistungen niemals auch nur einen Augenblick in einem Kloster zugebracht. Von seinen Kindern sei keines in einem Jesuitenheim oder in einer sonstigen Erziehungsanstalt erzogen worden. Der Verleumder habe übersehen, daß sein ältestes Kind überhaupt erst fünf Jahre zähle und daher überhaupt noch keine Erziehungs­anstalt habe besuchen können. Es werde auch nie­mals in einem Jesuitenheim oder einer katholischen Erziehungsanstalt, sondern nur in einer beut» sch e n Gemeinschaftsschule erzogen werden: Auf die Frage nach seinem Bildungsgang und der Art seiner Erziehung wies Reichsminister Dr. Goeb­bels darauf hin, daß er in seiner Heimatstadt Rheydt die Volksschule und dann neun Jahre das Gymnasium besucht habe. Danach habe er an den Universitäten Bonn, Freiburg, Würz­burg, Münster, München, Heidelberg, Köln und Berlin studiert. In diesen Anstalten und Universi­täten sei er erzogen worden. Demgemäß habe er auch niemals eine ausgesprochen kon­fessionelle Erziehung genossen.

Oberstaatsanwalt Or. Kraetl

wies in feinem Plädoyer auf die Schwere der Ver­unglimpfungen des Angeklagten hin, die nur ein Glied feien in der langen Kette von Verunglimp­fungen aus Kreisen, von denen bekannt ist, daß sie mit der neutralen Haltung des Staates und der Partei in religiösen Dingen unzufrieden sind. Der Nationalsozialismus bekenne sich nach seinem Pro­gramm zum positiven Christentum, allerdings nicht

im Sinne des Gezankes einer der zur Zeit existie­renden christlichen Kirchen. In Glaubensdingen er­strebt er vollkommene Glaubens- und Ge­wissensfreiheit. Darum wendet sich der Staat auch nicht gegen bieBekennenbe Kirche" in ihren Religionsbestrebun- g e n, aber er wendet sich dagegen, daß Leute aus diesen Kreisen einen politischen Kampf beginnen. Wer, wie der Angeklagte, zu persönlichen Verunglimpfungen greife, müsse sich gefallen lassen, in die Reihe unserer alten Gegner gestellt zu wer­den, deren Taktik und Methode es von jeher war, die Führer der Bewegung persönlich zu verun­glimpfen.

Im vorliegenden Falle ist behauptet worden, Dr. Goebbels, einer der engsten Mitarbeiter des Füh­rers, fei in einem Jesuitenkloster erzogen worden und lasse seine Kinder noch heute in einem Jesuiten­heim in Frankfurt a. M. erziehen. Der Angeklagte wußte genau, daß dem nicht so ist, aber er setzte diese Verleumdungen in bie Welt, in ber Hoffnung, baß etwas hängen bleiben werbe, wenn es nur oft genug wieberholt werbe. Diese Lügen finb planmäßig fabriziert unb verbreitet worben. Daher habe es Dr. Goebbels für not- roenbig befunben, sich zu biefen Verleumbungen vernehmen zu lassen.

Auf bie Tat bes Angeklagten eingehend, kam ber Ankläger zu bem Ergebnis, baß biefer vorfätz - l i ch gehanbelt habe, benn bei seinem Bilbungsgrab habe er bie Schwere ber Verleumbung genau er­kennen müssen. Er sehe als Fanatiker nurseine Kirche" unb nicht den Staat unb bie Bewegung. Der Angeklagte hat s i ch mißbrauchen lassen, während bie eigentlichen Drahtzieher im Hinter- grunb blieben. Eine Freiheits st rafe von sechs Monaten scheine gerechtfertigt.

Rach bem Pläboyer bes Offizialverteidigers, der ben Angeklagten wegen grober Fahrlässigkeit zu einer Geldstrafe verurteilt haben wollte, ver- künbete bas Gericht als U r t e i l s s p r u ch : Der Angeklagte Adolf W^inel aus Diebach (Oberhessen) wird wegen Vergehens gegen § 1 des Heimtücken­gesetzes mit drei Monate Gefängnis be­straft und trägt bie Kosten bes Verfahrens. In ber kurzen Urteilsbegründung unterstrich der Vor­sitzende, Landgerichtsdirektor H e ck l e r , daß bie Beweisaufnahme die Schuld des Angeklagten voll und ganz erwiesen habe. Er hat Dinge be­hauptet, die geeignet sind, bas Ansehen ber Reichs- regierung unb führender Männer ber Bewegung herabzusetzen.

Kunst und Wissenschaft.

Italienische Künstler singen für das WHW.

Berlin, 11. Dez. (DNB.) Auch in biesem Jahre stellten sich roieber zwei ber hervorragendsten Ver­treter italienischer Gesangskunst, bie erste Koloratur­sängerin Toti bat Monte unb ber erste Bari­ton Luigi Mo n t e s a n t o von ber Mailänder Scala, in einem großartigen Konzert mit bem Ber­liner Philharmonischen Orchester unter Leitung von Generalmusikbirektor Carl S ch u r i ch t in ben Dienst des Winterhilfswerkes. In Anwe­senheit bes Führers gestaltete sich bas Konzert in ber Berliner Scala zu einem überragenben künstlerischen unb gesellschaftlichen Ereignis. Mit bem Führer wohnten ber Königlich Italienische Bot­

schafter In Berlin, AttokIeo, und Reichsmlnistek Dr. Goebbels, bie bas Protektorat über bie Ver­anstaltung übernommen hatten, bem Konzert bei. Es waren ferner zahlreiche weitere führenbe Per­sönlichkeiten bes diplomatischen, politischen unb bes künstlerischen Lebens erschienen. Die mufiffreubige Gemeinbe ber Reichshauptstabt füllte ben riesigen Saal bis auf ben letzten Platz, so baß ein voller Erfolg für bas Winterhilfswerk bes beutschen Vol­kes zu verzeichnen ist.

In ber Pause empfing ber Führer bie italieni­schen Künstler in seiner Loge unb sprach ihnen sei­nen herzlichen Dank für ihren Einsatz für bas Winterhilfswerk bes beutschen Volkes aus. Reichs­minister Dr. Goebbels überreichte bem italieni­schen Botschafter in ber Pause einen Scheck über die Hälfte des Reinertrages des Abends für die italienische Kolonie. Die in künstlerischer Vollendung selten gehörten Kostproben italienischer Gesangs­kunst und die großen Leistungen des Berliner Phil­harmonischen Orchesters rissen die Anwesenden zu stürmischen Ovationen hin. Mit Begeisterung feier­ten sie die beiden italienischen Künstler und das Philharmonische Orchester und grüßten ebenso freudig nach Schluß des Konzertes den Führer. So gestaltete sich dieser Abend zu einer neuen Kundgebung deutsch-italienischer Solidarität im Zeichen bei; Kunst unb ber gemeinsamen Hilfsbereit­schaft, ber Not bes Winters zu steuern.

Wetterbericht

des Relchswetkerbienstes. Ausgabeort Frankfurt.

Hinter ber Störungsfront, bie in ber Nacht zum Sonntag auch unserem Gebiet verbreiteten Schnee­fall brachte, hat sich in einem Zwischenhoch zum Teil roieber Besserung eingestellt. Inzwischen ist ein neuer Atlantikwirbel rasch zum Kanalgebiet vorge­stoßen unb wirb bald auf unser Wetter Einfluß nehmen unb neue Verschlechterung mit Nieberschlä- gen herbeiführen.

Aussichten für Dienstag: Zunächst wie« ber verstärkte Unbeständigkeit, verbreitete Nieder­schläge, voraussichtlich auch in ben Niederungen als Schnee faüenb. Auffrischende Winbe um Süb unb West.

Aussichten für Mittw o ch: Voraussichtlich mieber kälteres Wetter, zeitweise Aufheiterung und nur einzelne Nieberschläge.

Lufttemperaturen am 12. Dezember: mittags 2,2 Grab Celsius, abenbs 2,1 Grab; am 13. Dezember: morgens3,5 Grab. Maximum 2,4 Grab, Mini­mum heute nacht3,9 Grab. Erbtemperaturen in 10 cm Tiefe am 12. Dezember: abenbs 0,4 Grab; am 13. Dezember: morgens 0,4 Grab. Nieder* schlüge 1,2 mm. Sonnenscheindauer 0,2 Stunden.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bes Hauptschristleiters: Ernst Blum« schein. Verantwortlich für Politik unb für die Bilden Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für ben übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen« leiter: Hans Beck. Verantwortlich für ben Inhalt ber Anzeigen: Theobor Kümmel. D. A. XI. 37: 10 780. Druck unb Verlag: Brühlsche Universitätsbruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs- preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit ber Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der

Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.

im Alter von 43 Jahren

Klein-Linden, Meiningen, den 13. Dezember 1937

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Johannes Brückel

Staufenberg,

Münzenberg, Gr.,Linden, Mainzlar, 11, Dez. 1937.

8283 D

Die trauernden Hinterbliebenem Familie Heinrich Wagner Familie Fritz Schmidt Familie Karl Brückel Familie Karl Grölz.

Am Samstagmittag wurde unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel

Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 14. Dezember, nachmittags 2 Uhr vom Trauerhause, LützelUndener Straße 3, aus statt

In tiefer Trauer:

Karl Weih und Kinder Familie Karl Weller I.

von seinem langen, schweren Leiden durch einen sanften Tod erlöst

Ächtung

Weihnachisbäumeü Retchhalllges Lager in iebenen Weihnachtsbäumen von x/, Meter ros 6 Meter Höbe, darunter sehr iebene Edeltannen.

Verkant im Garten der alten Bürgermeisterei, Gartenstr. 2.

Otto Lotz.

Die Beerdigung findet Dienstag, den 14. Dezember, nachmittags 2 y2 Uhr statt

llllllllllllllllllllllllllllll jtvetW^eicmpTunfltxi Schwarzarbeit können Arbeits Ange bete von Handwerkern nur mit Tiamensnen nunq n. unter Vorlage besGewerbenochweize« au.genommen werden

Verlag

*«Mt«beo erÄn, ei ger, llllllllllllllllllllllllllllll

Weinet nicht an meinem Grabe, gönnet mir die ewge Ruh; denkt was ich gelitten habe, eh ich schloß die Augen zu

Samstag abend entschlief sanft nach langem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden meine innigstgeliebte Gattin, unsere treue herzensgute Mutter, unsere liebe Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante

Katharine Weiß, geb. Weller

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DANKSAGUNG

Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme,die vielen Kranzspenden, die trostreichen, aufrichtigen Worte des Herrn Pfarrers Weisel, den Lehrern und Schulkameraden und allen Beileidwünschenden bei dem Heimgänge unserer lieben, teuren Entschlafenen sprechen wir unseren innigsten Dank aus

Familie Philipp Germer V.

Heuchelheim, den 13. Dezember 1937

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Gießen, den 13. Dezember 1937.

Der Oberbürgermeister.

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Miete hat an der Theaterkasse, Johannesstraße 3, zu erfolgen, und zwar: 82780

Donnerstag, den 16. Dezember 1937, für die Frei­tag-Mieter,

Freitag, den 17. Dezember 1937, für die Dienstag- Mieter,

Samstag, den IS. Dezember 1937, für die Mitt­woch-Mieter

in der Zeit von 10 bis 13 und von 17 bis 18 Uhr.

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