ReichStmmster Kml über das Verhältnis von Staat und Kirche
Erringung welt-
zur
nicht daran, eine
Aus aller Welt
Sechzehnte Ziehung der Auslosungsrechte der Anleiheablösungsschuld des Deutschen Reichs
gar eine der
Vornehm/ Geschmackvoll!
Die beiden Komplicen des Mörders Weidmann, Roger Million und Jean Blanc, die in Paris verhaftet wurden, sind in Frankfurt a. M. nicht unbekannt. Sie unternahmen planmäßig Autofahrten nach Deutschland, um Registermarkgeschäfte zu machen. Drei solcher Reisen konnten festgestellt werden. Aber ehe es dazu kam, wurden sie verhaftet.
Gowjetrussische Angriffsbasis am Eismeer.
nach den Evangelien der Beurteilung offen liegen, widersprechen diese nicht den Lehren des Nationalsozialismus. Der Nationalsozialismus hat das deutsche Volk durch die Erweckung eines unerschütterlichen Gemeinschaftsgefühls zu einem positiven Christentum der Tat geführt. Wenn unsere Bewegung daher religiös ist und sein muß, so ist sie keineswegs konfessionell, sie achtet das Recht jedes einzelnen, sich selb st feine Gottvorstellung zu schaffen und sich frei zu entscheiden, welcher religiösen Gemeinschaft er angehören will. Sie muß daher allmählich einen Zustand herbeiführen, in dem die religiösen Gemein-
richtungen erhalten bleiben. Doch ist der Reichserziehungsminister ermächtigt, e i ni z e l n e Institute und Einrichtungen der beiden selbständigen Hochschulen zusammenzulegen sowie gemeinsame Institute neu einzurichten und auszubauen Die frühere preußische Staatsregierung hatte 1932 beschlossen, die Technische Hochschule in Breslau als ingenieurwissenschaftliche Fakultät der Universität anzugliedern. Die Durchführung hätte sich als ein Abbau kultureller Einrichtungen in Schlesien auswirken können. Nunmehr bleiben beide Hochschulen bestehen.
Kranschiff im Hafen gesunken.
Im Rheinhafen von Oberlahnstein sackte das Kranschiff der Rhenus-Transportgesellschaft, als es von einem andern Schiff Brennstoff übernahm, mit dem vordersten Teil ab. Das Schiff füllte sich mit Wasser. Sofort wurde die Oberlahnsteiner Feuerwehr alarmiert, die alsbald mit vier Pumpen in Tätigkeit trat. Es gelang aber nicht, das Schiff über' Wasser zu halten. Der vordere Teil sank bis auf den Grund. Da die Gefahr besteht, daß auch das Hinterschiff sinkt, wurden die Räume geleert. Die Ursache des plötzlichen Sinkens ist noch nicht genau bekannt, doch vermutet man, daß sich an der Schiffswand einige Nieten gelockert haben.
„Staats kirche"
Staat stehen auf konfessioneller
meinschaft wählen dürfen. Dies kann nur den sprechen reIigiöfen Gemeinschaft selbst ent-
An die Beseitigung der Körperschaftsrechte der Kirchen ist nicht gedacht, zumal der nationalsozialistische Staat keinerlei Interesse a n e in er uferlosen Sektenbilduna hat. Unabhängig von den Körperschaftsrechten ist die Steuergesetzgebung. Diese bedarf einer zlenberung in der Richtung, daß der Staat tatsächlich die Freiheit seiner Bürger wahrt und den Kirchen seinen Arm zur Beitreibung der Steuern erst dann leihen kann, wenn die absolute religiöse Freiheit verwirklicht ist.
Auf die Feststellung, daß namentlich in der Auslandspresse immer wieder die unsinnige Behauptung auftauche, unser Staat beschränke das religiöse Leben, erklärte der Minister, daß noch nie ein Pfarrer an der Ausübung seines Amtes gehindert worden sei, kein einziger Gottesdienst und keine einzige Messe je gestört worden seien. Alle Verhaftungen und Bestrafungen seien nur wegen Vergehen gegen die Gesetze unseres Staates erfolgt, denen alle Volksgenossen ohne Unterschied zu gehorchen hätten.
Zur Frage der Kirchenwahlen führte der Minister aus, er habe sie auf Wunsch der Kirchenparteien aufschieben müssen, weil zwischen diesen keine Erniguna zu erzielen gewesen sei. „Ich mußte mich entschließen", stellte der Minister fest, „die äußere Ordnung möglichst in die Hände der Kirchenverwaltungen zu legen. Durch meine 17. Verordnung zur Durchführung des Gesetzes zur Sicherung der Deutschen Evangelischen Kirche habe ich mit der Leitung der Kirchen den Leiter der Kirchenkanzlei der Deutschen Evangelischen Kirche beauftragt. Die Leitung der Landeskirchen habe ich bei den im Amt befindlichen Kirchenregierungen belassen bzw. den im Amt befindlichen Leitern der obersten kirchlichen Verwaltungsbehörden übertragen. Ich werde selbstverständlich dafür sorgen, daß auch den Pfarrern innerhalb der Deut-
schaften auf die Opfer ihrer Gläubigen olle in angewiesen sind. Es ist aber selbstverständlich niemals daran gedacht worden, etwa aus irgendeiner Gehässigkeit heraus gegen die Konfessionen zu handeln. Wir werden volle Rücksicht auf den überkommenen Zustand nehmen. Ich habe daher nicht angekündigt, daß wir jetzt der Kirche die staatlichen Zuschüsse entziehen wollen, vielmehr wollen wir dafür Sorge tragen, daß sich die privilegierten Konfessionen z u rein religiösen Gemeinschaften entwickeln. Die Form, in der dies geschieht, hängt wesentlich auch vom Verhalten der Konfessionen ab. Je zuverlässiger und sicherer dieses ist, um so wohlwollender wird sich Staat einstellen.
Der Minister erklärte weiter: „Der gegenwärtige Zustand, daß ein Volksgenosse gezwungen ist, aus einer kirchlichen Gemeinschaft auszutreten, wenn er sich einer anderen anschließen will, ist zunächst ein rein negativer Akt. Ohne freie Willenserklärung wird der einzelne bereits von einer religiösen Gemeinschaft in Anspruch genommen. Der tatsächliche Zustand der Freiheit in der Willensentschließung ist aber nur dann gegeben, wenn der erwachsene Mensch eine freie positive Entscheidung treffen kann, welcher Gemeinschaft religiöser Art er angehören will, d. h. daß jeder Volksgenosse sodann der politischen Gemeinde gegen- ' über eine entsprechende Erklärung zu geben habe. Selbstverständlich soll das Recht den Eltern unbenommen bleiben, ihre Kinder nach ihrer religiösen Anschauung zu erziehen. Der e r w a ch s e n e Me n s ch jedoch soll slch nicht um eine Entscheidung herurnd ruck en , er soll sich frei und ungezwungen seine religiöse Ge-
Oie pariser Mordaffäre Weidmann.
DNB. Paris, 12. Dez. Die Frage, ob der fünffache Raubmörder Weidmann noch andere Verbrechen auf dem Gewissen hat, beschäftigt nach wie vor die Pariser Kriminalpolizei. Wie erinnerlich, hat man in der Villa in St. Cloud in einer Stahlkassette eine ganz« Namensliste aufgefunden und in einem verschlossenen Koffer Kleider und Unterwäsche von Frauen, die verschiedene Initialen trugen. — Die Straßburger Polizei hat jetzt festgestellt, daß einige dieser Wäschestücke einer gewissen Frau Berst, geschiedenen Keller, gehören, die Straßburg vor zwei Monaten verlassen hat, um sich nach Paris zu begeben, wo ihr durch eine Zeitungsanzeige eine gute Stellung angeboten worden war. Seither hatte man ihre Spur verloren. — Die Ausgrabungen im Garten der Villa sollen auf alle Fälle wieder aufgenommen werden. Aus der Vernehmung eines der Helfershelfer geht hervor, daß der inzwischen ebenfalls verhaftete Million und feine Freundin Tri c o t zum mindesten an der Ermordung des Agenten Le Blond beteiligt gewesen sind. Million soll die Leiche des Unglücklichen eingewickelt und ins Auto gebracht haben, wofür er 2000 Franken und die Uhr des Opfers erhielt. Seine Freundin wischte inzwischen die Blutspuren vom Fußboden auf.
schen Evangelischen Kirche die Möglichkeit gegeben wird, ihrer eigenen religiösen Auffassung folgen zu können. Ich werde weiter dafür sorgen, daß der Streit über die Kirche ngebäude endlich aufhört und daß auch in der Ausübung der Gottesdienste, die so viel böses Blut erregen, Behinderungen der kirchlichen Gruppen untereinander aufhören. Ich brauche wohl nicht besonders zu betonen, daß ich nach wie vor gar nicht daran denke, mich in Dogma, Kultus oder Bekenntnis der Kirchen einzumischen, ebenso wenig wie Partei oder Staat sich mit irgendwelchen kultischen Erperimen- ten befassen. Auf die Frage nach dem Verhältnis der sogenannten Bruderräte zum Kirchenregiment antwortete der Minister: „Diese Bruderräte haben mit dem Kirchenregiment nicht das geringste zu tun. Sie sind für dieses völlig illegal und werden von der Leitung der Deutschen Evangelischen Kirche nicht anerkannt. Den Staat interessieren sie als nichtamtliche kirchliche Organe überhaupt nicht."
Der Minister brachte abschließend zum Ausdruck, daß er zuversichtlich auf eine endgültige Befriedung der kirchlichen Verhältnisse hoffe, die seine schönste Aufgabe sei; er rechne dabei auf die Unterstützung aller Kreise des deutschen Volkes. In hohem Maße sei die Erreichung dieses Zieles von der Haltung der Pfarrerschaft abhängig, die das deutsche Volk von ihr fordere. Es läge ihm fern, die Geistlichkeit in Bausch und Bogen zu verurteilen. Er erkenne voll und ganz an, daß viele Pfarrer schon in der Kampfzeit Leib und Leben in die Schanze geschlagen und die nationalsozialistische Bewegung mit allen Mitteln unterstützt hätten. Er erkenne auch an, daß heute viele Pfarrer, insbesondere deutsch-christliche Pfarrer, mit absoluter Hingabe zum national» sozialistischen Staat ständen. Alle diese, schloß der Minister, könnten sich darauf verlafsen, daß ihnen diese Treue nicht vergessen werde, und daß der Staat sie nie verlassen werde.
In ihrer Begleitung befanden sich drei Pariserinnen, die Gefahr liefen, auch festgenommen zu ^werden. Die beiden Franzosen bestritten, irgendwelche ^Schiebungen unternommen zu haben und legten erst nach längerer Inhaftierung ein Geständnis ab. Sie wurden 1935 vom Schöffengericht in Frankfurt a. M. abgeurteilt und jeder erhielt anderthalb Jahre Gefängnis und 9000 Mark Geldstrafe. Während der Verbüßung ihrer Strafe im Gefängnis zu Preungesheim bei Frankfurt lernten sie ihren späteren Komplicen Weidmann kennen.
Reue internationale Flugrekorde.
Der italienische Rekordflieger Ingenieur Furio M i c l o t s unternahm auf der Strecke Montecavo— Neapel und zurück auf einer zweimotorigen Breda- Maschine mit 1000 Kilogramm Nutzlast einen neuen Rekordversuch auf die internationalen Klassenrekorde über eine Strecke von 1000 Kilometer. Miclots eroberte mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 524,185 km/st die drei Bestleistun- g e n für Maschinen mit 1000 Kilogramm, 500 Kilogramm und ohne Nutzlast wieder für Italien zurück, die erst am 22. November von dem deutschen Piloten Ni et sch ke und Dieterle auf Heinkel mit 504,09 km/st Oberst Biseo und Leutnant Bruno Mussolini abgejagt worden waren. Zu berücksichtigen ist dabei, daß das Mittelmeerklima in Italien Rekordflüge noch zuläßt, während, in Deutschland der Einbruch des Winters weitere Versuche vorläufig unmöglich gemacht hat.
Universität und Technische Hochschule in Breslau bleiben.
Das preußische Staatsministerium hat beschlossen, daß die Universität und die Technische Hochschule in Breslau a l s selbständige Hochschule in-
Hannover, 11. Dez. (DNB.) In einer Unterredung mit dem Hauptschriftleiter der Niedersächsischen Taaeszeituna Hannover nahm der Reichsminister für die kirchlichen Angelegenheiten K e r r l eingehend Stellung zu kirchenpolitischen Gegen-
Schon vor längerer Zeit haben wir darauf hingewiesen, welche große seestrategische Bedeutung der Weiße - Meer - Kanal für die sowjetrussische Kriegsmarine hat, der 1933 unter ungeheuren Menschenopfern fertig wurde und Leningrad über den Ladoga- und den Onegasee mit dem Weißen Meer verbindet. Dieser Kanal ist jedoch nur für leichtere Flottenstreitkräfte benutzbar und überdies sieben Monate im Jahr vereist. Da nun auch der Kriegshafen K r o n st a d t und alle sonstigen Flottenstützpunkte Sowjetrußlands im Finnischen Meerbusen ebenfalls im Winter vereisen und die sowjetrussische Ostseeflotte lahmlegen, gibt Sowjetrußland nunmehr diese Flottenhäfen aus und weist der bisherigen Ostseeflotte den schon in den letzten Jahren neu erbauten Kriegshafen P o l j a r n o in der Nähe von Murmansk an, der früher unter dem Namen Alexandrowsk bekannt war. Poljarno liegt an der eisfreien Murmanküste nicht weit von der fin- nischen Grenze. Seine Einwohnerzahl ist infolge der großen Hafen- und Arsenalbauten für die Flotte in 10 Jahren von 2500 auf 100 000 hinaufgeschnellt. Eine doppelte Eisenbahnlinie verbindet es mit Leningrad. Der Hafen und seine Anlagen soll auch für Großkampfschiffe erweitert werden.
rvartsfragen.
Darin erklärte der Minister: „Eine Trennung vonStaatund Kirche in dem Sinne, daß sich der Staat an dem Wohl und Wehe der Kirche desinteressieren oder sie sogar schädigen wolle, ist niemals erklärt worden. Im Gegensatz zum Liberalismus kann der nationalsozialistische Staat jedoch keine „st aatsfreien Räume" dulden, die der Zersetzung der Nation dienen. Jeder deutsche Mensch hat sich den Grundsätzen unserer Staatsführung unterzuordnen. Der innerste Drang des Volkes verlangt nach der Freiheit der Religion. Die Streitigkeiten zwischen Kirche und Staat entbehrten stets der religiösen Grundlage. Durch ihre Entwicklung sind die christlichen Konfessionen von ihrer religiösen Aufgabe fort und zur Politik hin geführt worden. Es sek jedoch grundfalsch, diese Entwicklung der christlichen Religion selbst zur Last zu legen, sie sei vielmehr die Folge davon gewesen, daß die Kirchen zu politischen Instrumenten — licher Macht wurden.
„Partei und Staat denken >,S t a a t s r e l i g i o n" oder zu gründen. Die Partei und religiöser, aber nicht auf , , , _______
Grundlage christlicher, deutschgläubiger oder irgendeiner anderen Art. Allein gültig für uns ist der Punkt 24 des Parteiprogramms mit dem klaren Bekenntnis zu einem positiven Christentum. Nach dem Leben, den Worten und Taten Christi, wie sie
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520 670 675 682 695 696 706 795 809 88038
222 243 409 557 684 778 798 801 826 870 889 917 89133
30068 156 189 212 363 438 484 501 543 570 601 652 770
-------------* 958
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... — ßl8
893 _______________
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Bei dei am 6. Dezember 1937 erfolgten öffentlichen Ziehung der Auslosungsrechte wurden ^ende Nummern gezogen. Die Änniniern gelten fiir aHe Rappen jedles WerU abschnltts. Bel der Einlösung werden gezahlt für je 100,- RM. Nennwert der Auslosungsrechte 500 - RM, dazu 4 r Zinsen Iür 1.2% Jahre - 275,62a RM„ zusammen .775,625 RM.
Die Zahlung erfol^gegen Quittung und Rückgabe der Auslösungsscheine und etoes gleichet Nennbetrages in Schuldverschreibungen der Anleiheablösungsschuld des Reichs bei der Reich. schnldMkasIe in BerlfnSWG«, Oranienstraße 1(8/109, oder auch bei allen Reichsbankanstalten mit Ausnahme der Reichshauptbank Berlin MH dem Ablauf des 81. Mdrz 1988 hort die Verzinste des Eüüosnngsbetrags aut. Die Einlösungsbeträge für die gezogenen Auslosungsrechte, die im Reichsschuldbuch eingetragen sind, werden den Gläubigern ohne Ihr Zutun durch
_ ® . . 1 rx O - 1 1 JL. 1 nMhto 711 VAfOnl QCCßn H flhArt
977 978 1 3019 092 140 148 212 240 686 729 735 795 800 819 928 1 4031 702 883 950 15027 049 086 114 121 626 692 712 823 907 941 16026 0d2 608 732 734 748 797 882 899 958 9o9
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Q-71 147 485 571 602 55DU3O xhu lc.q 172
Qll 393 395 534 558 601 663 674 681 689 724
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615 876 914
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