I
Führer der Deutschen in Fühlung Man könne sagen, daß die richtige Gelegenheit endlich gekommen sei. Der Weltfrieden erfordere eine dauerhafte Verständigung zwischen dem englischen und dem deutschen Volke, die sicherlich von neun Zehntel der Bevölkerung der beiden Länder gewünscht werde. „Daily Mail" schreibt, daß man dem Besuch von Lord Halifax in Berlin mit dem größten Optimismus entgegensehe und hoffe, daß er den Beginn neuer und freundschaftlicher Beziehungen zwischen den beiden Ländern eröffnen möge. „Daily Expreß" meint, daß Lord Halifax, der später auch nach Rom zu einer Aussprache mit Mussolini reisen könnte, in Berlin herzlich willkommen geheißen werde — „News Chronicle" meint, die Tatsache, daß die deutsche Regierung in der Spanien-Frage dem englischen Plan zugestimmt hätte, hätte die Entscheidung über den Besuch erleichtert. Es gebe nichts, das der britischen Oeffentlichkeit.s o willkommen sein könne, wie ein dauerndes Abkommen zwischen Deutschland und England als Teil einer Generalregelung in Europa.
Japan lehnt erneut ab.
Die Antwort an die Brüsseler Konferenz
Tokio, 12. Jloo. (DJIB.) Das japanische Kabinett beschloß die Ablehnung der zweiten Einladung zur Brüsseler Konferenz. Außenminister, hirota überreichte im Auftrag des Kaisers dem belgischen Botschafter in Tokio die Antwortnote, in der erklärt wird, daß Japan die Einladung ablehnen müsse, da sich die Voraussetzungen auch durch die Einberufung der Brüsseler Konferenz nicht geändert hätten. In der Erläuterung des Außenministers heißt es: Die Lage im Fernen Osten habe sich in den letzten 15 Jahren f o grundlegend geändert, daß die Bestimmungen aus dem Reunmächtevertrag heute nicht mehr anwendbar seien. Weiter betont Japan, daß die veränderte Lage heute auch eine kollektive Lösung nicht mehr zulasse, sondern daß eine normale Lage vielmehr nur durch direkte Verhandlungen zwischen Japan und Ehina wiederhergestellt werden könnte. Die Vote schließt mit der Feststellung, daß durch die Aeberhandnahme des Einflusses der Komintern nicht nur in West- und Vordwestchina, sondern selb st in Nanking eine völlige Verschiebung der zur Zeit des Abschlusses des Neunmächtevertrages herrschenden Lage im Fernen Osten herbeigeführt worden sei, eine Tatsache, die von den Signatarmächten überhaupt nicht berücksichtigt wurde. Japans Vorgehen sei gegen diese Verschiebung der Lage gerichtet und bedeute deshalb den Kampf zur Aeberwindung der Komintern, die den Frieden im Fernen Osten bedrohe.
♦
Die Ablehnung der Brüsseler Einladung durch Japan bedeutet das tatsächliche Ende desNeun- mächtepaktes. Nach dem Weltkriege knöpften England und die Vereinigten Staaten den Japanern den größten Teil der von ihnen während des Krieges gewonnenen chinesischen Einflußsphären wieder ab. Das geschah unter der äußeren Form der Washingtoner Konferenz von 1922, zu deren Unterzeichnern die Vereinigten Staaten. Großbritannen, Frankreich, Italien, Japan, China, Holland, Belgien und Portugal gehörten, denen sich später noch weitere zehn Mächte, vor allem die britischen Selbstverwaltungsgebiete in Uebersee zugesellten. Nach der Zahl der ursprünglichen Unterzeichner hieß der Vertrag „Neunmächtepakt"; er sollte die Unversehrtheit Chinas verbürgen. Zu seinen Unterzeichnern gehörte aber nicht die Sowjetunion. In ihrem heutigen Auftreten sieht Japan einen Umstand, der die Voraussetzungen des damaligen „Neunmächtepaktes" völlig verschiebt, der deshalb „heute nicht mehr anwendbar" sei.
Oie Brüsseler Konferenz bereitet ihre Vertagung vor.
$ r ü n e l, 12 Nov. lDNB.) Die Brüsseler Kon- ferenz wird Samstag vormittag zu einer nichtöffentlichen Vollsitzung zusarümentreten, um von der japanischen Note Kenntnis zu nehmen. Am Nachmittag findet eine öffentliche Sitzung statt, in der die einzelnen Delegierten ihre Auffassung vortragen. Inzwischen soll der Bericht über den Verlauf der Konferenzarbeiten, der zugleich eine Festlegung der juristischen und diplomatischen Situation enthalten soll, fertiggestellt werden, so daß sich die Konferenz am Montag vertagen könnte. Eine Weiterarbeit über diesen Zeitpunkt hinaus ist schon mit Rücksicht auf die Londoner Reise des Königs der Belgier ausgeschlossen, da der König von Außen- mmister Spaak, dem Präsidenten der Konferenz, begleitet werden wird
Brasiliens autoritärer Kurs.
Eine amtliche Darstellung der Berliner Botschaft.
Berlin, 12. Nov. (DNB.) Die brasilia- n iche Botschaft gibt folgende Darstellung der innerpolitlschen Lage Brasiliens. Die Verfassung von 1934 schränkte die Befugnisse des Chefs der vollziehenden Gewalt ein. Sie stand damit im Gegensatz zu der Tendenz, die heute in der Welt aktuell ist, diese Befugnisse zu verstärken, wo diys in anderen Ländern, sogar in den Vereinigten Staaten und Frankreich, der Fall ist, wo Rechte der gesetzgebenden Gewalt auf sie übertragen worden sind Dieser Grundfehler trat noch stärker hervor infolge der Notwendigkeit, ausländische Ideologien zu bekämpfen, die in verbrecherischer Weise sich über die ganze Welt ausdehnen und in Brasilien die öffentliche Ordnung M't Gewalt umstürzen wollten Infolgedessen wurde die Verfassung von 1934 in der Praxis nicht mehr angewandt, und der für Ruhe und Ordnung des Landes notwendige Kriegszustand angeordnet.
Diese Zustände verschlimmerten sich, da für die auf den 3. Januar des nächsten Jahres in Aussicht genommenen Wahlen zwei Präsidentschaftskandidaturen auftauchten. Ihrer bekannten Taktik folgend, nützten die Anhänger Moskaus diese doppelte Präsidentschaftskandidatur aus, um beide Kandidaten gegeneinander auszuspielen Sie hofften späterhin die Nominierung eines Präsidentschaftskandidaten zu vereiteln Deswegen wurden die Kan- didaturen der Herren Szallas Oliveira und Jos6 America de A l m e i d a unmöglich, denn diese doppelte Kandidatur rief in dem ganzen Volk eine untragbare Unruhe hervor.
Die konservativen Kreise ebenso wie die Masse des Voltes und das Militär begannen, sich u m den Präsidenten der Republik zu scharen. Sahen sie doch in diesem d i e einzige Persönlichkeit, das Land vor der drohenden Anarchie zu retten. Im Einklang mit der der öffentlichen Meinung des Landes am meisten entsprechenden politischen Strömung hat die Regierung die große Verantwortung übernommen, den Kongreß aufzulösen und die Verfassung von 1 93 4 durch eine neue zu ersetzen, die wie diejenige des brasilianischen Kaiserreiches im Jahre 1823 dem Präsidenten der Republik weitgehende Vollmachten gewährt, aber die demokratisch repräsentative S t a a t s f o r m und die Autonomie der brasilianischen Einzel st aaten aufrecht erhält. Die beiden Grundelemente, die das politische Leben Brasiliens praktisch immer beherrscht haben, sind also beibehalten worden. Die Verfassung wird in kurzem einer Volksabstimmung unterworfen werden. Die Regierung wird sogleich ein großes Aufbauprogramm durchführen, um dem Lande die wirtschaftliche Großmacht st el-
l u n g zu geben, auf die es Anspruch hat, und um ihm die Rüstung zu schaffen, Die es für seine Verteidigung und Sicherheit braucht. Alle wohlerworbenen Rechte werden sorgfältig geachtet werden, ebenso das ausländische Eigentum, die ausländischen Staatsangehörigen und deren gesetzmäßige Betätigung.
Die Reg erun skrisis in Rumänien.
Bukarest, 11. Nov (DNB.) König Carol hat Parteiführer und maßgebliche Politiker empfangen, um die politische Gesamtlage zu klären, damit Kabinettsrücktritt, Auflösung des Parlaments und Regierungsneubildung unmittelbar aufeinander folgen können Geplant ist eine Regierung der Nationalzaranisten. die jedoch bestimmte Bindungen eingehen sollen, darunter die Fortsetzung der bisherigen Außenpolitik, vielleicht auch eine Verbreiterung Der - Regierungsbasis durch Einbeziehung anderer Gruppen. Sollte das nicht gelingen, so würde. Tatarescu erneut beauftragt werden, eine Regierung der Liberalen zu bilden.
Oie Entwicklung des Arbeitseinsatzes im Oktober 1937 - Um 575000 unter dem Stand des Vorjahres.
Berlin, 12. Nov. (DNB) Die Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung teilt mit:
Die deutsche Volkswirtschaft pflegt im Oktober im Zeichen des Ueberganges von der Sommerarbeit zur Winterbeschäftigung zu stehen Die hierbei auftretenden Beschäftigungsschwankungen sind daher gerade für diesen Monat charakteristisch. Hinzu kommen Rückwirkungen aus den Entlassungsterminen des Arbeitsdienstes und der Wehrmacht. Wenn gleichwohl die Zahl der Arbeitslosen im Mongt Oktober nur um 33 000 gestiegen ist, so prägt sich darin einmal die außerordentlich milde Witterung aus. Zum anderen läßt dieser geringe Anstieg der Arbeitslosenzahl den Schluß zu, daß es den Arbeitsämtern bereits im Oktober weitgehend gelungen ist, die aus der Wehrmacht Ausaeschiedenen planmäßig wieder in Arbeit zu bringen.
Die Zahl der Arbeitslosen betrug Ende Oktober 1937 rund 205 000 Sie lag damit um rund 575 000 unter dem Stand von Ende Oktober 1936. Von der Gesamtzahl waren rund 160 000 ober f a st ein Drittel nicht voll einsatzfähig, rund 255000 volleinsatzfähig, aber nicht ausgleichsfähig, während rund 87 000 volleinsatzfähige Kräfte auch für den Ausgleich zur Verfügung standen. Von den nicht mehr volleinsatzfähigen Arbeitslosen entfielen rund 80 000, also Die Hälfte, allein auf die Berufsgruppe „Ungelernte Arbeiter".
In der Landwirtschaft erforderten die Beendigung der Kartoffelernte und die voll in Gang gekommene Bergung der Zuckerrüben noch einmal Den höchsten Einsatz; in Anbetracht der außerordentlich großen Ernteerträge waren die Arbeiten wie im Vormonat z T. mir unter Mithilfe von Wehrmachts- und Arbeitsdienstangehörigen zu bewältigen. In den Forsten hat der'Wintereinschlag des Holzes fast überall eingesetzt. In den
übrigen Au.ßenberufen, insbesondere im Baugewerbe und in den Baustoffindustrien, hat sich bei der günstigen Wetterlage eine Abschwächung des Beschäftigungsgrades kaum bemerkbar gemacht. Angesichts der Millionenzahl der im Baugewerbe 'unb in ber Jnbustrie ber Steine unb Erben beschäftigten Volksgenossen bedeutet bie in biesen beb ben Berufsgruppen eingetretene Zunahme ber Zahl
Kurze Tage,
wenig Sonne unb wenig Bewegung im Freien bas sinb Nachteile ber Wintermonate, bie unser körperliches Befinben ungünstig beeinflussen
Kinder und Erwachsene nehmen in dieser Zeit Bio- ferrin, das blutbildende Kräftigungsmittel. Bioferrin hat eine vorzügliche Wirkung auf das Allgemeinbefinden bei Appetitlosigkeit, Blutarmut, Schwäche- und Erschöpfungszuständen. Es ist in allen Apotheken erhältlich.
X"b^\
/ A \
BAYER)
der Arbeitslosen um zusammen rund 10 000 nur sehr wenig. Im Metallgewerbe scheint jetzt eine gewisse Sättigung der Betriebe mit Arbeitskräften , erreicht zu fein. In den Verbrauchsgüterindustrien wirkte sich das Weihnachtsgeschäft vielfach weiterhin günstig auf den Beschäftigungsgrad aus. Eine saisonbedingt relativ stärkere Zunahme der Zahl der Arbeitslosen war im wesentlichen nur i m G a st - u n d Schankwi^rtschaftsgewerbe und im'Verkehrsgewerbe zu verzeichnen; aber auch hier hielt sie sich gegenüber früheren Jahren in vergleichsweise engen Grenzen.
Festlichkeiten „Kraft durch Freude" nach Hamburg regelmäßig in einer sehr guten Atmosphäre abspielen."
Wenn es gestattet ist, ein Urteil vorweg zu nehmen, so sei die Empfindung ausgesprochen, daß dem tschechischen Außenminister nicht übermäßig wohl bei seinen Darlegungen gewesen ist. Seine geistigen Interessen sind nicht allein auf die Gegenwart beschränk! unb so scheint uns auch im Hintergrund seiner Rede sein Gefühl zu stehen, daß das, was er sagt — aus seiner übergeordneten Schau gesehen —, eigentlich banal ist oder einer Ausflucht vor der Wirklichkeit verzweifelt ähnlich sieht. Er sagte, daß die Tschechoslowakei mit Sowjetruß i and zwar nicht die offizielle Staatslehre gemein habe, „wohl aber das gleiche gemeinsame Ziel der Aufrechterhaltung der neuen europäischen Ordnung". Der Berliner sagt dazu: „Spiel nid) meschugge!" Der Historiker Krofta weiß ganz genau, daß sich die Sowjets durch mehr als ein Jahrzehnt als die heftigsten Bekämpfer der „kapitalischen" Friedensverträge ä la Versailles unb des „bourgeoisen" Völkerbundes gaben, bis sie aus krassestem Opportunismus bei ben Machern bie- ser Friedensverträge bzw. dem Völkerbund einfach unterkrochen. Vom deutschen Standpunkt aus beglückwünschen wir die Tschechpslowakei aufrichtig zu diesen geborenen und gelernten Bürgen „der Aufrechterhaltung der neuen europäischen Ordnung". Und ist dieses blumenreiche Wort von „der Aufrechterhaltung der neuen europäischen Ordnung" etwas anderes als die peinlichste Reaktion, als die Verkennung aller Kräfte, die die Völker bewegen, als ein Verharren in der Vergangenheit, als eine Blindheit gegen die Zukunft?
Krofta versicherte, daß die Tschechoslowakei niemals — auch nicht in der Zeit der Schwäche Deutschlands — grundsätzlich antideutsche Politik gemacht hat. Leider muß festgestellt werden, daß sein Vorgänger im tschechischen Außenministerium, der bereitwillige Gehilfe bei allen Drosselungen Deutschlands innerhalb oder außerhalb des Völkerbundes gewesen ist. Ja, daß er auch auf die deutsche Innenpolitik mit Hilfe bestimmter Personen unb Fonbs ebenso Einfluß zu gewinnen versuchte, wie noch heute bie Tschechoslowakei allgemein bekannte politische Ableger in Wien hat. Dr. Krofta ist barüber vollkommen im. Bilde. Krofta rühmte schließlich bie Minderheitenpolitik ber Tschechoslowakei über ben grünen Klee. Nun, hat nicht der Staatspräsident B e n e s ch wiederholt Besserung gelobt? Hat nicht der tschechische Ministerpräsident H o d z a noch unlängst einem Vertreter des Daily Telegraph erklärt, daß „Fehler vorgekommen" seien? Pflegt vor einer ähnlichen Aeußerung nicht der tschechische Außenminister befragt zu werden? Es ist charakteristisch, daß Krofta an den Teplitzer Vorgängen gar nichts besonderes Auffälliges findet! Ebensowenig daran, daß heute die Tschechoslowakei — mit Ausnahme der ihr befreundeten Sowjetunion — das einzige Land in Europa ist, das sich vom Staate systematisch organisierter Hungergebiete rühmen darf! B. R.
Das Echo in Amerika.
„Narrische Intoleranz und deutschfeindliche Voreingenommenheit."
Am Waffenstillfiandsiag in London.
#1 X
ff > x > z-
I
:.zT /.-v •’«
, / Hh. t ’ >> :• X" W & 'i -
ftz . A
S..M N W 4 ' f £ 'v - ,
MMM
< ,,, ;
I
Wi< <H - * jkrfi
** $ W
Neuyork, 11. Nov. (DNB.) Die unerhörten Vorfälle in Teplitz-Schönau haben die Auttnerk- samkeit der amerikanischen Presse auf das sudeten- deutsche Problem gelenkt, das bisher dank einer betriebsamen tschechischen Agitation fast völlig totgeschwiegen wurde
Die „Baltimore Sun" schreibt, die Tschechen seien für die unglückseligen Verhältnisse s e l b ft verantwortlich, da sie durch ihre närrische Intoleranz und deutschfeindliche Voreingenommenheit jede Möglichkeit einer normalen Entwicklung verdürben. Die auf Grund des Staatsverteidigungsgefetzes vom Jahre 1936 zur Militarisierung der sudetendeutschen Gebiete aufgebotenen tschechischen Gendarmen sprächen kaum ein Wort deutsch und seien außerordentlich nervös. Sie schritten infolgedessen viel zu oft zu völlig willkürlichen Verhaftungen. Infolge der Sprachschwierigkeiten könnten die Fälle nicht schnell genug geregelt werden, so daß jugendliche Deutsche z. T. unschuldig Wochen und Monate ohne Prozeß eingekerkert würden. Das Prager Erziehungsministerium mache durch Neubauten und Erweiterungen tschechischer Schulen in überwiegend deutschen Gebieten die im Februar getroffenen Abmachungen praktisch zunichte. Während die tschechischen Minderheiten in den deutschen Bezirken reichlich mit Schulen gesegnet seien, könnten die nicht-tschechischen Kinder in den Gegenden, wo der Hundertsatz der Minderheiten weniger als 20 v. H. betrage, lediglich die örtlichen tschechischen Schulen besuchen. Bolschewistischer Fluazeugüber- sall ausdie offene Stabt Pamplona
Getarnte Angreifer
am
nis für die guten Beziehungen der beiten Staaten bilden.
ballverband mit Sitz in San Sebastian anzuerkennen. Das nationale Spanien hat damit die Berechtigung erworben auch internationale Fußball-
In althergebrachtem Rahmen fand auch in diesem Jahre wieder die Waffenstillstandsfeier am Kriegerdenkmal in Whitehall in London statt. Während der zwei Minuten Schweigen stand der König vor dem Denkmal, als plötzlich ein Geisteskranker auf den König zulief und mit lauter Stimme rief: „Es ist alles Heuchelei, ihr bereitet wieder einen Krieg vor!" Der Wahnsinnige konnte jedoch schnell überwältigt werden. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
Das deutsch-tschechische Verhältnis von Prag aus gesehen.
Außenminister Krosta bagatellisiert den Skandal von Teplitz.
kamen über die französische Grenze.
Salamanca, 13. Nov. (DNB. Funkspruch.) Die natioha[fpanifd)en Behördqn geben bekannt: „Die nationalen Rundfunksender teilten bereits mit, daß die spanischen Bolschewisten in der Nähe der spanisch-französischen Grenze Flugzeuge mit nationalen Kennzeichen bereit st e h e n haben, um — in ber Absicht, einen internationalen Konflikt herbeizuführen — A n - griffe auf ausländische Schiffe und auf die französischen Grenzorte durchzuführen. Am Donnerstag überflogen nun zehn bolschewistische Flugzeuge die französische Grenze und bombardierten Pamplona, verursachten über 100 Tote und Verwundete unter der Zivilbevölkerung und kehrten dann nach Frankreich zurück. Das nationale Spanien teilt der Welt diesen barbarischen lieber- fäll mit, dessen Opfer eine friedliche, weit von militärischen Zielen entfernt liegende Stadt geworden ist. Es gibt gleichzeitig seiner Empörung darüber Ausdruck, daß der Angriff von französischem Boden aus erfolgt ist, so daß angenommen werden muß, daß die französischen ^Behörden Kenntnis von diesem Angriff gehabt haben.
Absage des Internationalen Fußba l- vrrbandesand espanischenZZolscbewi^en
Salamanca, 12. Nov. (DNB) Der internationale Fußballoerband FIFA hat beschlossen, als einzige offizielle Der- tretung Spaniens den n a t i o n a l e n Fuß-
Prag, 11. Nov. (DNB.) In den außenpolitischen Ausschüssen der beiden Häuser des Prager Parlaments bemerkte der tschechoslowakische Außenminister Dr. Krofta, daß man bisher Deutschland keine grundsätzliche antitschechoslowakische Politik nachsagen konnte. Leider müsse er heute mit Bedauern darauf Hinweisen, daß die neue scharfe Kampagne der deutschen Presse gegen die Tschechoslowakei im Zusammenhang mit den bekannten Teplitzer Vorfällen diese Behauptung nicht aufrecht erhalten lasse. Die Presse habe ein Ereignis, wie es heute jeden Augenblick in verschiedenen Staaten Europas in weit bedenklicherer Form vorkommen könne, zum Vorwand für Angriffe benutzt, die Minister Krofta glaubte aufs schärfste zurückweisen zu müssen. Ja er versteht sich sogar zu der Behauptung, daß die Wahrheit grob verzerrt worden sei. Er bedauere dies, weil dadurch das Streben nach einem guten gegenseitigen Verhältnis nicht gefördert worden sei Die Frage der deutschen Minderheit werde kein Hinder-
Die administrativen und wirtschaftlichen Beziehungen hatten nicht aufgehört, sich normal und reibungslos zu entfalten Die Tschechoslowakei habe vor kurzem von Deutschland die Versicherung er- halten, daß durch seine Kündigung der Inter- n« t io n ali tat der Flußläufe der Vertrag über die tschechoslowakische Freihasenzone in Hamburg nicht berührt werde In den Verhandlungen über die Ergänzung des gegenseitigen Handelsver- rages hatten be.de Parteien die aufrichtige Bereit- schaft 3um gegenseitigen Verständnis zum Ausdruck gebracht. Im gleichen Geiste seien auch die Der- Handlungen über bas G-richtsstatut geführt worden. Der Minister schloß: „Es entbehrt auch nicht des Interesses, daß sich die gegenseitigen persönlichen Beziehungen z. B. bei der Reise unserer Oder- kanal-Jnteressenten nach Breslau, bei Sportreifen
Jn?f Tsctechchlowakei, &er lKU;,UHUIly etrouroen. aucy internationale yui
ouhrt der tschechoslowakischen Abordnung zu den > wettkämpfe auszutragen. Der erste wird


