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HSV., Ortsgruppe Gießen-Ost.

Betr.: 2vHI0..Pfundspenden.

Die Sammlung wird Mittwoch, 13., und Donners­tag, 14. d. M., von der NS.-Frauenschaft durchge- füyrt. Diejenigen Volksgenossen, die sich im Laufe des Sommers nicht an dem Lebensmittel-Opferring beteiligt haben, werden gebeten, sich nicht auszu- schließen, da die Pfundspende restlos dem WHW. zugeführt wird. Der Inhalt der Päckchen ist außen sichtbar anzugeben.

Velr.: DHD.-Anlräge.

Bedürftige Volksgenossen, die seither noch keinen WHW.-Antrag auf WHW.-Unterstützung gestellt haben, werden gebeten, während der Dienststunden, die täglich von 15 bis 18 Uhr festgelegt sind, auf unserer Geschäftsstelle, Kaiserallee 52, vorzusprechen. Unterlagen, die Auskunft über die wirtschaftliche Lage geben, sind vorzulegen.

*

** Arbeitsjubiläum. Der Bürobote Al- bert R e u s ch l i n g in Gießen, Walltorstraße 65 H, konnte in diesen Tagen auf eine 25jährige Tätig- keit im Hause der Firma Fritz Flimm zurück- blicken. Der Jubilar hat in dieser langen Zeit nur unterbrochen durch zwei Jahre Frontdienst, wo er sich das Eiserne Kreuz 2. Klasse und die Hes­sische Tapferkeitsmedaille verdiente die ihm ge­stellten Aufgaben stets gewissenhast und treu er­füllt. Eine kleine Feier wird auf Einladung des Betriebsführers die Gefolgschaftsmitglieder ver- einen, um den treuen Arbeitskameraden zu ehren.

** Meisterprüfungs-Vorbereitungs- kurse. Die Kreishandwerkerschaft Gießen kündigt wiederum die Durchführung von Meisterprüfungs- Vorbereitungskursen innerhalb des Kreises Gie­ßen an. Anmeldungen bis 20. Oktober.

* Unfälle. Der 35 Jahre alte Schlosser Karl Hormann, wohnhaft im Seltersweg, erlitt bei seiner Arbeit eine schwere Handverletzung. Das fünfjährige Töchterchen Elisabeth des Arbeiters Pfeiffer, Liebigftraße, zog sich bei einem Sturz einen Unterarmbruch zu. Frau Driesch, Sel- terswea 85, kam aus der Straße unglücklich zu Fall und erlitt ebenfalls einen Unterarmbruch. Die Ver­unglückte mußte in die Chirurgische Klinik gebracht werden.

Unfälle auf dem Lande.

Der 58 Jahre alte Invalide Adolf Heller aus Lang-Göns erlitt durch einen unglücklichen Sturz einen Schenkelhalsbruch.Einen Kniescheibenbruch zog sich der 20 Jahre alte Weißbinder Heinrich Müller aus Stockheim zu. Beim Hand­ballspiel erlitt der 24jährige Heinrich Plitsch aus Grüningen einen Schlüsselbeinbruch. Die 54jährige Ehefrau des Landwirts P e p p l e r von Ober-Widdersheim erlitt einen Oberarm­bruch. Alle Verunglückten mußten zur ärztlichen Behandlung in die Chirurgische Klinik nach Gießen eingeliefert werden.

Schaffende opfern, Schaffendesammeln!

Eröffnung des Grünberger Gallusmarktes

+ Grünberg, 13. DFL Während sich sonst die Eröffnung des Gallusmarktes am Dienstagabend in der Hauptsache um die Ansprache des Bürgermeisters und die Hissung der Markt­fahne am Rathause drehte, wozu einige Musikdar­bietungen den äußeren Rahmen abgaben, hatte man für dieses Jahr eine besondere Form für diese Feier gewählt. Einer Anregung unseres Mitbür­gers Hrch. Robert folgend, verfaßte Kafsenrevi- sor Henner B ö ch e r (Friedberg), ein geborener Grünberger, ein E r ö f f n u n g s f e st s p i e l, wozu der frühere Kapellmeister am Gießener Stadt- theater, Ernst Bräuer, die passende Begleit- musik schrieb. Die darin auftretenden Personen sind: Der Bürgermeister, ein Bürger, ein kaiser­licher Rat (1481), ein Landmann, ein Vertreter der Grünberger Geschäftsleute, ein Vertreter der Grün­berger Wirte, ein Vertreter der auswärtigen Kauf­leute und Schaubudenbesitzer.

Vor dem im roten Lichterglanz erstrahlenden Rathaus hatte man eine Bühne für die Auffüh- rung errichtet. Nachdem sich der Marktplatz mit einer zahlreichen Zuschauerschar gefüllt hatte, be­gann kurz nach 20 Uhr die Aufführung. Die ver­stärkte Kapelle H o r st leitete das Spiel mit dem Schlag der Trommel und Kesselpauken ausklingend in den Gallusmarktruf ein. Der Bürgermeister (erster Beigeordneter A l b a ch als Vertreter) be­grüßt die Menge; ein Bürger (Spenglermeister Fr. Schröder) erzählt vom Bürgersinn und -fleiß der Ahnen, die Grünberg zum Blühen brach­ten und diesen Markt schufen. Fanfaren endigend im Gallusmarktruf künden das Auftreten eines kaiserlichen Rates (Bahninspektor Gg. Schütz) an, der die Stiftungsurkunde verliest.' Das Andenken des hessischen Edelmannes Wilhelm von Bibra, der diese Urkunde von Kaiser Friedrich III. im Jahre

NSG. Am 16. und 17. Oktober wird im Rahmen des Winterhilfswerkes 1937/38 die erste Reichs- ftraßensammlung durchgeführt. Als erste Männer werden in diesem Jahre Angehörige der Deutschen Arbeitsfront, die Träger die­ser Sammlung ist, an die Volksgenossen herantre­ten und sie um ihr Opfer für den Kampf gegen Hunger und Kälte bitten. Einsatzbereit werden die Männer ihren Dienst für die Volksgemeinschaft tun. Sie werden alles daransetzen, diese Sammlung zu einem Erfolg werden zu lassen, der den vorjährigen weit übertrifft.

Zu der Reichsstrahensammlung kommt dies­mal ein Abzeichen in Form eines kleinen Büch­leins zum 'Jet

Von diesem Buchabzeichen sind vorläufig 20 Mil­lionen in Auftrag gegeben worden, an deren Her­stellung drei Buchdruckereien in Berlin, München und Leipzig und fünf Buchbinderfirmen beteiligt waren. Die Buchabzeichen, von denen es fünf ver­schiedene gibt, werden im Buchdruckoerfahren her­gestellt. Die Aufnahmen stammen vom Reichsbild­berichterstatter Heinrich Hoffmann. In einer Berliner Druckerei liefen zur Herstellung der Ab­zeichen vier Maschinen zu gleicher Zeit in drei Schichten. In jeder Stunde verließen jede Maschine 1000 Bogen, die einen Seitenumfang hatten, der zehnBüchlein" entsprach. Die druckfertigen Bogen wurden in der Buchbinderei mit der Maschine ge­falzt, mit einem festen Umschlag versehen, gedrahtet und mit der zweifarbigen Druckseite kaschiert. Durch die letzte Umschlagseite wurde dann eine rote Kor­del gezogen.

Jedes dieser fünf Buchabzeichen zeigt den

Führer in seinen Beziehungen zum Volke.

Das AbzeichenDer Führer und die Be­wegung" läßt in klaren und gutgeschnittenen Bildern den Siegeszug der Kämpfer Adolf Hitlers vor unserem Auge erstehen. Wir sehen den Führer im Gespräch mit Verwundeten, an den Gräbern gefallener Kameraden, während der Feier des 9. Novembers, im festlichen Glanz der Nürnberger Reichsparteitage und im einfachen Rahmen seiner Arbeitsstätte. Die Bilder lassen erkennen, welch' be­zwingende Macht die Persönlichkeit des Führers auf feine Gefolgsleute ausübt, und daß wohl jeder, der dem Führer einmal Treue geschworen hat, ihm verbunden blefbt für alle Zukunft.

Ebenso zeigt das BüchleinDer Führer und der Arbeiter", daß das ganze schaffende deut­sche Volk den Führer verehrt, nicht nur, weil es in ihm den Retter in letzter Stunde erblickt, sondern weil der arbeitende deutsche Mensch unerschütter­liches Vertrauen in seinen Führer setzt, der sich mit Stolz als der erste Arbeiter seines Volkes bezeich­net. Heinrich Hoffmanns Bilder zeigen den Führer inmitten von Arbeitern, in Fabriken, Schiffswerf­ten, an Straßenbauplätzen und an der Reichsauto­

1481 für Grünberg erwirkt und damit als Stifter des Marktes anzusehen ist, wird gebührend geehrt:

Solange die Rechte dieser Stadt bestehn, Soll drum seine Name nimmermehr verwehn!"

Es folgt nach Fanfarenrufen eine Hymne zu Ehren von Wilhelm von Bibra.

Im folgenden Teil schildern dann der Bürger und ein Landmann (Karl Horst, Queckborn) die Bedeutung des Gallusmarktes für Grünberg und seine ländliche Umgebung. Hierauf erklärt auf Be­fragen ein Vertreter der Gastwirte und Metzger (Metzgermeister Karl Böß jr.), daß für das leib­liche Wohl der Gäste ausreichend und zu billigen Preisen vorgesorgt sei:

He nun, da gibt es keinen Zank und Stunk: Wer bei uns ißt, kriegt einen guten Bissen, Wer bei uns trinkt, kriegt einen guten Trunk Für gutes Geld, wie das sich so gebührt. Kommt nur mit gutem Hunger, gutem Durst! Geschlachtet ist, das Feuer ist geschürt, Und in den Kesseln kocht Grünbergs Wurst: ,'s is alles e ©rieb!' Unn der Aermste wird sott. Und wenn er auch bloß einen Fünfziger hat!" Alsdann traten zwei Vertreter der Kaufleute auf, ein Grünberger (Uhrmachermeister Richard I ö ck e l) und einer für die auswärtigen Kaufleute und Buden- besitzer des Marktplatzes (Herr N e t h aus Wupper­tal). Besonders originell ist die Anfrage an die aus­wärtigen Kaufleute:

Nun, ihr von draußen, von den Ständen, Buden, Vernehmt: hier gilt kein Handeln wie bei Juden! Daß ihr wie grade Deutsche handeln wollt, Auch ihr jetzund und mir hier geloben sollt."

Beide geloben, gute Waren zu führen und ehrlichen.

bahn. Diese Bilder sprechen mehr, als eine begei­sterte Feder zu schildern vermag.

Wie sehr sich das junge Deutschland zum Führer bekennt, geht aus dem AbzeichenDer Führer und die Jugend" hervor, in dem sich die An­hänglichkeit und ^Begeisterung der jungen Genera­tionen ausdrückt. Jungen und Mädel, große und kleine Kinder strecken ihm in überschäumender Be­geisterung ihre Hände entgegen. Der Reichsjugend­führer Baldur von Schirach begründet in feinem Begleitwort diese Verehrung und läßt sie selbstver­ständlich werden.

Die neue deutsche Wehrmacht sieht in Adolf Hit­ler ihren Schöpfer und obersten Herrn. Ausgezeich­nete Bilder im BuchabzeichenDer Führer und die Wehrmacht" führen in das Manö­vergelände, zur Flotte, zu prächtigen Paraden und zur Luftwaffe. Gerade die Soldaten, die den Marsch aus der Knechtschaft in die Freiheit am unmittel­

barsten empfunden haben, sind dem Führer mit Leib und Seele ergeben.

Die wenigen freien Stunden, die dem Führer infolge seiner schweren politischen Arbeit nur zur Verfügung stehen, rufen ihn in seine geliebten Berge. Doch auch dort hat er, wie das Büchlein Der Führer in den Bergen" zeigt, nur wenig Ruhe und Ausspannung; denn es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht wichtige Telearamme, Besprechungen usw. den Führer beanspruchen. Außerdem sind die zahlreichen Besuche vor dem Haus Wachenfeld Zeugen dafür, daß die Verbindung des Führers zu seinem Volke nicht abreißt.

Diese fünf kleinen Kunstwerke, die die Reichs­führung des Vinterhilfswerkes in diesem Win­ter herausgibt, werden jeden Volksgenossen zu einem Opfer veranlassen.

Mancher wird die ganze Serie erwerben wollen, um sie nachher als Erinnerung für den Einsatz der Volksgemeinschaft aufzubewahren. Das Motto des Taoes wird fein: Schaffende opfern! Schaffende sammeln!

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Färben von Stoffen wird am zweckmäßigsten von einer Fär­berei übernommen. Will man selbst Stoffe färben, so bedient man sich dabei der fertig erhält­lichen Färbemittel, die streng nach Anweisung zu verwenden sind. Manche Stoffe müßen vor dem Färben mit Esiigsaurer Tonerde gebeizt werden. Es emp­fiehlt sich, beim Färben Gummi­handschuhe überzuziehen. Da nas­ser Stoss dunkler wirkt als trok- kener, drückt man ein Stück des Stoffes zwischen Watte aus, um die richtige Farbe zu beurteilen. Helle Stoffe laßen sich immer umfärben, ebenso künstlich ent­färbte Stoffe.

Färse, weibliches Rind, das noch nicht gekalbt hat.

Fäulnis, Zersetzung von Pflan­zen- und Tierteilen durch Fäul­nisbakterien, wobei meist üble Gerüche entstehen Faulende Le­bensmittel sind nicht mehr zu verwenden. Schränke mit Fäul-

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