stellungen. Durch Behinderung der Atmung konnte der häßliche Alpdruck künstlich erzeugt werden. — Der Zusammenhang zwischen Sinnesreiz im Schlaf und Traum ist damit für eine große Zahl von Träumen ganz klar bewiesen.
Die Hirnanhangdrüse, die vielaeschäftige, ist übrigens auch am Schlaf beteiligt. Wenn die Müdigkeit einen gewissen Grad erreicht hat, überschwemmt sie das Gehirn mit einem besonderen Hormon, das man auch als das Traumhormon oder Schlafhormon bezeichnen könnte, denn es hat an den verschiedenen Vorgängen während des Schlafes maßgebenden Anteil. Zu dieser Erkenntnis gelangte die Wissenschaft durch Blutuntersuchungen kurz nach dem Erwachen und auch durch Versuche der Traumbeeinflussung mittels eingespritzter Chemikalien. Bei Menschen, deren Gehirn auch während des Schlafes nicht ruht und ohne Not, also ohne durch Sinnesreize dazu gezwungen zu sein, ihn mit aufregenden oder gar quälenden Träumen belästigt, besteht der Verdacht, daß das Schlafhormon nicht in genügender Menge vorhanden ist, oder mindestens nicht für die Beruhigung des vielleicht überreizten Nervensystems ausreicht. Traumexperimente
haben hier schon den Weg zu Schlafmitteln gezeigt, die Sinne und Gehirn stillegen und den erquickenden traumlosen Schlaf erzeugen, den wir alle als das Ideal nächtlicher Körperruhe empfinden.
Mit der Stellung als Wächter des Schlafes begnügt sich allerdings der Traum durchaus nicht immer, dafür sorgt schon das „Unterbewußt- s e i n". Dinge, Fragen, Sorgen, mit denen wir uns am Tage beschäftigen, verfolgen uns auch oft in den Schlaf. Gewisse Angstträume kennt jeder, der jemals ein Examen bestehen mußte. Die Nöte der Schulbank prägen sich manchmal der Seele tief ein, daß sie auch im hohen Mannesalter in Form von Träumen wiederkehren. Geheime Wünsche verwirklichen sich oft auf sonderbare Weise in schönen Bildern, die uns nächtlich die Phantasie vorgaukelt. Vielfach vermischen sich auch Zweckträume, Wunschträume und Angstträume miteinander und man kann nur schwer die einzelnen Bestandteile trennen. — Die moderne, wissenschaftliche „Traumdeutung" aber findet gerade in solchen komplizierten Gebilden ihr interessantestes Forschungsmaterial, denn hier kommt sie den Rätseln der menschlichen Seele am nächsten.
Aus -en Gießener Gerichtssälen.
Amtsgericht Gießen.
Der K. F. aus Bieber hatte einen Strafbefehl über 5 RM. wegen Uebertretung der Reichsstraßenverkehrsordnung erhalten. Sein Einspruch wurde gestern vor dem Amtsgericht verhandelt. Der Angeklagte war am 27.6.37 gegen Abend mit seinem Kleinkraftrad gekommen und schickte sich gerade an, in die Walltorstraße einzubiegen. Dabei gab er laut Signal, obwohl damals Hupverbot herrschte. Er aab gestern zu seiner Entlastung an, er pflege bei jeder Kreuzung zu hupem da er immer mit einem plötzlich auftauchenden Verkehrshindernis rechnen müsse. Da die Straßeneck.e jedoch verkehrsübersichtlich vollkommen ist und aüch in dieser Zeit gar kein Verkehr herrschte, so daß also keine Veranlassung zum Hupen vorlag, wurde der Einspruch zurückgewiesen und die erkannte Geldstrafe bestätigt.
Große Strafkammer Gießen.
Gestern hatte sich der K. Sch. aus Leihgestern wegen Steuerhinterziehung vor der Großen Strafkammer zu verantworten. Der Anaeklagte, der eine Großhandlung betreibt, wird beschuldigt, fortgesetzte Steuerhinterziehung begangen zu haben.
Im ersten Falle soll er von 1924 bis 1934 steuerpflichtige Vermögenswerte im Betrage von 75 000 Mark nicht angegeben und eine bereits abgegebene falsche Steuererklärung bis zum Ablauf der Erklärungspflicht nicht berichtigt haben. Außerdem wirft ihm die Anklage vor, in fortgesetzter Begangenschaft durch Angabe eines zu niedrigen Umsatzes sich unrechtmäßige Vermögensvorteile verschafft zu haben dadurch, daß er neben den für die Steuerbehörde bestimmten Büchern noch andere Kassenbücher mit den Bezeichnungen O., P., Hamburg und noch ein Postscheckbuch Hamburg geführt hat. In diesen Büchern sind 165 000 Mark verschleiert.
die einen hinterzogenen Umsatzsteuerbetrag von rund 2000 Mark ausmachen.
Weiterhin wird ihm zum Vorwurf gemacht, durch falsche Bilanz-, Gewinn- und Verlustrechnungen Gewerbe-, Bürger- und sonstige Gemeindesteuern im Gesamtbeträge von rund 8800 Mark, sowie die neben der Vermögenssteuer herlaufende Aufbringungsumlage von 5200 Mark hinterzogen zu haben.
In der gestrigen Hauptverhandlung gab der Angeklagte lediglich einige Verfehlungen zu, die vor 1930 liegen, bestritt jedoch von diesem Zeitpunkt ab alles. Er machte seine Angestellten für die ganzen Vorgänge verantwortlich und behauptete im übrigen, in steuertechnischen Angelegenheiten überhaupt nicht bewandert zu sein. Er benahm sich dabei sehr zurückhaltend und vermied es peinlich, irgendeine präzise Aussage zu machen.
Im Gegensatz hierzu erklärte sein Buchhalter mit aller Bestimmtheit, die Sonderkonten auf seine Anweisung hin angelegt zu haben. Die Beweisaufnahme, zu der eine größere Anzahl'von Sachverständigen und Zeugen zugezogen war, konnte noch keine einwandfreie Klärung der recht komplizierten Vorgänge bringen, so daß sich die Kammer zwecks Ladung weiterer Zeugen auf Freitag vertagte.
Gtaatslose rechtzeitig einlösen!
DNB. Der Präsident der Preußisch-Süddeutschen Staatslotterie teilt mit: Bereits am 20. Oktober beginnt die Ziehung 1. Klaffe der Jubiläumslotterie. Die Nachfrage nach Losen der Preußisch-Süddeutschen Staatslotterie — auch nach großen Los- aoschnitten — ist diesmal so stark, daß eine große Zahl der Lotterieeinnehmer nahezu ausoerkauft haben. Es wird daher dringend empfohlen, das Einlösungsgeschäft sofort vorzunehmen, zumal in den letzten Tagen vor Ziehungsbeginn in den Lotterieeinnahmen erfahrungsgemäß großer Andrang besteht.
SJl.-tfport
Sportfest der OAF. Abteilung Wehrmacht.
Am fon menben Freitagnachmittag findet auf dem Universitäts-Sportplatz ein Sportfest der Deutschen Arbeitsfront, Abt. Wehrmacht des Standortes Gießen, statt. Zum Austrag gelangt ein Fünfkampf, der aus einem 100-Meter-Lauf, aus Hochsprung, Weitsprung, Kugelstoßen und Handgranaten-Weitwurf besteht. Außerdem wird eine 4X100-Meter-Staffel gelaufen und ein Hindernislauf gestartet. Den Abschluß bildet ein Handballspiel zwischen einer Militär-Mannschaft und einer Mannschaft der DAF., der Abt. Wehrmacht. Während der Wettkämpfe wird die Kapelle / des Inf. - Regts. 116 konzertieren. Der Eintritt für diese Sportveranstaltung ist frei.
Gauliga-Kämpfe
des kommenden Sonntags.
Spv. Kassel—Hessen Hersfeld. Borussia Fulda—1. FC. Hanau 93. VfB. Groß-Auheim—VfB. Friedberg. Kewa Wachenbuchen—SC. 03 Kassel.
Der Meister Spielverein Kassel hat die mit ihm nach zwei Spielen punktegleiche Els von Hessen Hersfeld zu Gast. Man geht wohl nicht fehl in Oer Annahme, daß sich der Meister auf eigenem Feld siegreich behauptet. Schon ein Punktegewinn wäre ein Erfolg für den Gast. — Borussia Fulda kann gegen Hanau 93 nur den Platzvorteil als Gewinnchance geltend mchen. Rein spielerisch sind die Mannen um Sonnrein höher einzuschätzen und wenn es bei ihnen im Sturm genau so gut klappt wie in der Abwehr, dann sollte auch ein Sieg auf fremdem Boden möglich sein. — Der Neuling VfB. Groß-Auheim wird dem VfB. Friedberg einen großen Kampf liefern und es würde gar nicht üver- rafchen, wenn die Punkte in Auheim bleiben würden. Auch Kewa Wachenbuchen hat im Kampf gegen Kassel 03 die besten Aussichten, den Punktbestand etwas aufzubessern.
1927 Ztensungen-Mücke.
Göbelnrod I — Flensungen-TNücke I 1:4 (1:1).
Zum fälligen Verbandsspiel trafen sich beide Mannschaften auf dem Waldsportplatz in Göbelnrod. Kurz nach dem Anpfiff fing es kräftig an zu regnen, so daß alle Spieler völlig durchnäßt das Spiel durchgehen mußten. Die Gastgeber konnten das Spiel jederzeit offen halten. Durch einen Elfmeterball kam Flensungen-Mücke zum ersten Erfolg. Göbelnrod ging daraufhin mächtig aus sich heraus und vermochte auch, nachdem ein Elfmeter- ball verschossen worden war, den Ausgleich zu erzielen. Nach der Pause hatten die Gäste den Vor- tell, bergab zu spielen und gestalteten den Kampf leicht überlegen. Die Gäste drängten den Gegner ^ehr und mehr zurück und schossen in regelmäßigen Abstanden nach taktisch klugen Kombinationen drei Tore und stellten damit den Sieg sicher.
Spreiabsehungen im Fachamt Handball.
Auf Grund einer Verständigung mit der SA.- Standarte 116 werden hiermit aus Anlaß der Einweihung der unser Gebiet berührenden Teilstrecke der Reichsautobahn nachstehende Pflichtspiele ab
gesetzt. Neuansetzung erfolgt in Kürze. Die Termine werden noch bekanntgegeben.
B e z i r k s k l a s s e : Spvg. 1900 Gießen — Tv. Lützellinden, Mtv. Gießen — Tuspo W.-Niedergirmes, Tv. Heuchelheim — Tv. Hörnsheim.
1. Kreisklasse: Tv. Holzheim — Tv. Hausen, MSV. „Barbara" — To. Lang-Göns.
2. Kreisklasse: Tv. Dutenhofen 2. — Tv. Allendors (Lahn), To. 1846 Gießen — Mtv. Gießen 2., Tv. Wißmar — SA.-Kampsspielgemeinschaft Standarte 116, Tv. Ruttershausen — SA.-Kampf- spielgemeinschaft Sturmbann 1/116.
Meister Bautz an der Spitze.
Die deutsche Straßenrennzeit 1937 wurde mit dem Berliner Kriterium abgeschlossen. 39 deutsche und 36 ausländische Berufsfahrer starteten in den einzelnen Wettbewerben,'die in der wiedererstandenen Deutschland-Rundfahrt ihre Krönung fanden. An der Spitze der erfolgreichen Fahrer in deutschen Rennen steht
mJLh kein anständiger Veutfcher kann sich MN MM dem Ruf des wkw.sammlera ent- riesten, denn er flestt im Vienste der
Volksgemeinschaft.
unser Meister Erich B a u tz (Dortmund), der eine gleichmäßig gute Form an den Tag legte und neben drei Siegen noch 13 zweite ‘bis vierte Plätze erkämpfte. Noch erfolgreicher war vielleicht sein Landsmann Emil K i j e w s k i, der es sogar auf fünf Siege brachte; dafür allerdings weniger Ehrenplätze herausfuhr und somit in der Tabelle erst an zweiter Stelle klar vor Weckerling erscheint, der seine Lorbeeren in der Rundfahrt erntete. Die nächsten sind der nicht mehr junge K u t s ch b a ch , Exmeister Roth und Ludwig Geyer sowie der vielversprechende Nachwuchsfahrer D i e d e r i ch s.
Zwei neue deutsche Echw.mmrekorde.
Im Rahmen eines Jugend-Schwimmfestes in Halle unternahm der Hallesche Schwimmoerein 02 Zwei Rekordversuche, von denen einer erfolgreich abgeschlossen wurde. Ernst Küppers, Fischer und Walther verbesserten über 3 X 100-Meter- Rücken die vom eigenen Verein mit 3:44,4 gehaltene deutsche Bestleistung auf 3:44,1. Altmeister Ernst Küppers schwamm dabei als Startmann 1:08,2 Minuten und schaffte damit gleichfalls neuen Rekord. Bisheriger Rekordhalter war Heinz Schlauch (Gera) mit 1:08,3. Küppers tjatie den Rekord feit 1929 inne und holte sich ihn nun von dem Geraer zurück. Der Hallesche Schwimmverein unternahm noch einen Versuch über 4X100-Meter° Rücken. Der Angriff auf den vom Bremischen SV. mit 5:01 gehaltenen Rekord mißglückte jedoch, da die Hallenser nur 5:04 Minuten erzielten.
Kurze Gportuoiizen.
Ern st Lehner, unser bester Rechtsaußen, wird nun doch am 24. Oktober im Berliner Olympia-Stadion in der deutschen Angriffsreihe gegen Norwegen stehen. Die Meldung von der Aufstellung des Dortmunders Lenz hat sich als Irrtum herausgestellt.
*
C a pt. E y st o n , der englische Rekordfahrer, wird am 16. Oktober am Großen Salzsee bei Utah (USA.) mit seinem Ueberrennroagen versuchen, den von M. Campbell mit 404,49 km/st gehaltenen absoluten Geschwindigkeits-Weltrekord zu überbieten.
Wirtschaft.
Allgemeine Viehzählung
am 3. Dezember.
ZdR. Ein Runderlaß des Reichs- und Preußischen Ministers für Ernährung und Landwirtschaft setzt für den 3. Dezember 1937 eine allgemeine Viehzählung an. Mit der allgemeinen Zählung werden Erhebungen über die nicht beschau- pflichtigen Hausschlachtungen von Bullen, Ochsen, Kühen, Jungrindern, Kälbern, Schweinen,' Schafen und Ziegen in der Zeit vom 1. bis 30. September 1937 und nach Inkrafttreten des neuen Fleischbeschaugesetzes am 1. Oktober 1937, sowie der weniger als drei Monate alten Schafe und Ziegen in den Monaten Oktober und November 1937 verbunden. Ferner wird die Zahl der in den Monaten September, Oktober und November 1937 geborenen Kälber ermittelt. Gegenüber der letztjährigen Zählung fällt die Zählung der Kaninchen und Edelpelztiere fort
Rindermarkt in Gießen.
Auf dem gestrigen Rinder-Nutzoiehmarkt in Gießen standen 350 Stück Großvieh, 67 Fresser und 93 Kälber zum Verkauf. Es kosteten: Milchkühe ober hochtragende Kühe 1. Qualität 420 bis 560 Mark, 2. Qualität 320 bis 400, 3. Qualität 200 bis 270; Rinder V2-- bis ^jährig 70 bis 100, ’/<= bis 2jährig 120 bis 180, tragend 300 bis 420; Kälber bis 2 Wochen 25 bis 35, bis 4 Wochen 40 bis 50, bis 6 Wochen 55 bis 65 Mark. Ausgesuchte Tiere über Notiz. Marktverkauf: Anfangs lebhaft, später abflauend. Nächster Markt: 26. Oktober.
Vhein-Mainische Börse.
TNitlagsbörfe: Aktien weiter schwach.
e Frankfurts. M., 12. Okt. An der Börse setzte ' ich die Abwärtsbewegung der Aktienkurse ort, da die Abgabeneigung unter dem Eindruck der chwachen Auslandbörsen anhielt. Obwohl sich das Angebot wieder in engen Grenzen hielt, erfuhren die Kurse durchschnittliche Rückgänge von 1 v. H., weil sich die Zurückhaltung noch stärker ausgedehnt hat. Später erfolgten auf dem ermäßigten Stand kleine Käufe, so daß ein weiteres Äbgleiten der Kurse zunächst vermieden wurde. Bei sehr kleinem Umsatz ausgesprochen schwach lagen am Montan- markt Rheinstahl mit 147,75 (150,65), Mannesmann ermäßigten sich auf 117,75 (119), Verein. Stahl auf 115,13 bis 115 (115,50) und Hoesch auf 122,75 (123,50). Verhältnismäßig schwach lagen ferner Westdeutsche Kaufhof mit 56,75 (58,25), Norddeutsche Lloyd mit 81,50 (83), außerdem gingen Rheinmetall auf 146,25 bis 145,50 (147,75), Zellstoff Waldhof auf 150,75 (151,75), AEG. auf 125,25 (126,25), JG.-Farben auf 160,50 (161), Cement Heidelberg auf 170 (170,65), Adlerwerke Kleyer auf 112,50 (113,25), Daimler auf 137 (137,50) und Lechwerke Augsburg auf 112 (113) zurück.
Am Rentenmarkt erhielt sich weiterhin etwas Anlagebedarf, das Geschäft war aber ebenfalls klein. Gefragt blieben Stadte-Altbefitzanleihen inkl. Ziehung zu 133,50, exkl. Ziehung zu 131,50, sowie Industrie-Obligationen. Etwas schwächer waren Kommunal-Umschuldung mit 94,70 bis 94,80. Am Pfandbriefmarkt erhielt sich weiter etwas Nachfrage, Liquidationswerte bröckelten dagegen eher leicht ab. Stadtanleihen blieben behauptet, etwas niedriger 4,50 v. H. Darmstadt v. 26 mit 97,75 (98). Staatsund Länderanleihen sowie Industrie-Obligationen lagen unverändert. Im Freiverkehr erholten sich Kommunal-Umschuldungauf 94,80 nach 94,70.
Im Verlaufe blieb der Aktienmarkt unerholt, weitere Rückgänge traten aber kaum mehr ein, Cement Heidelberg gingen jedoch um 1 v. H. auf 169 zurück. Montanwerte erzielten vereinzelt kleine Besserungen, Mannesmann 118,50 nach 117,75, Hoesch 123 nach 122,75. Die später notierten Werte,
kamen überwiegend 1 bis 1,50 v. H. unter gestern zum Kurs, darüber hinaus ermäßigten sich MAN. auf 132,75 (135,75), Feld müh le Papier auf 138,75 (141,25), Demag auf 146,75 (148,65), Goldschmidt auf 141 (143,50), Gesfürel auf 148 bis 148,25 (150) und Holzmann auf 150,50 (152,50). Etwas höher lagen Moenus Maschinen mit 122 (121), Harpen er mit 174,50 (174), Ilse Genuß mit 136 (135,40). Von Großbankaktien gaben Deutsche auf 124,50 (125), Commerzbank 119,75 (120) nach, Dresdner uno. 114,75.
Der Freiverkehr war ebenfalls schwach. U. a. wurden genannt: Wayß & Freytag 148 (149,50), I Dinqler 85 50 (88,50), Katz & Klump 106 (zuletzt 110), Schuh Berneis 73 (74), Rastatter Waggon 53 (54), Ufa 71,25 (72,25) Tagesgeld etwas leichter Mit 2,50 (2,75) v. H. *
Abendbörse beruhigt.
Die Abendbörse war im Anschluß an den Mittagsschlußverkehr weiter etwas beruhigt. Indessen war die Kursentwicklung uneinheitlich und gegen den Frankfurter Schluß noch meist etwas schwacher, während gegen Berlin durchweg Erholungen von 0,25 bis 0,50 v. H. zu verzeichnen waren. Aus dem ermäßigten Stand erfolgten kleine Rückkäufe sowohl der Kundschaft als auch der Kulisse. Aschaffenburger Zellstoff waren 1,50 v. H. höher gesucht mit 139,50 (Berlin 138), Gesfürel erhöhten sich um 1,13 0. H. auf 148,25 (147,13) und MAN um 1 v. H. auf 133,75. Auch Lahmeyer mit plus 0,90 v. H. auf 126,90 zogen über den Durchschnitt an. Etwas Angebot verblieb in einzelnen Maschinenwerten, so in Eßlinger zu 120, Moenus ermäßigten sich auf 121,25 (122), Demag auf 146 (146,75). Montan-, Chemie- und Elektroaktien lagen im wesentlichen unverändert. Das Ratengeschäft hielt sich ebenfalls in engen Bahnen bei behaupteten Kursen. 4,5proz. Krupp 99,13, 6proz. JG.-Farben 130,40, 4,5proz. Nass. Landesbank Komm. II 98,75, 4,5proz. Heidelberg 97,50, Kommunal-Umschuldung 94,80.
$ranffurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 12. Okt. Auftrieb: Kälber 747 (gegen 707 am letzten Dienstagsmarkt), Hammel und Schafe 356 (372), Schweine 3213 (2702). Notiert wurden je 50 Kilogramm Lebendgewicht in Mark: Kälber a) 62 bis 65 (am 5. Oktober 60 bis 65), b) 54 bis 59 (55 bis 59), c) 43 bis 50 (45 bis 50), d) 33 bis 40 (36 bis 40). Hümmel b2) 43 bis 48 (46 bis 50), c) 38 bis 42 (40 bis 45), d) 29 bis 36 (30 bis 39). Schafe a) 38 bis 46 (38 bis 44), b) 26 bis 37 (30 bis 37), c) 15 bis 22 (18 bis 28). Schweine a) 55 (55), bl) 55 (55), b2) 55 (55), c) 54 (54), d) 51 (51). Sauen gl) 55 (55). Marktverlauf: Kälber und Schweine zugeteilt. Hümmel und Schafe langsam.
Fleischgroßmarkt. Angebot: 717 (861) Viertel Rindfleisch, 4 (62) halbe Schweine, 75 (182) ganze Kälber, 101 (47) Hümmel, 69 (58) Kleinvieh. Nottert wurden je 50 Kilogramm in Mark: Ochsen« fleisch a) 80, b) 69. Bullenfleisch a) 77, b) 66, c) 58. Kuhfleisch a) 77, b) 65, c) 54. Färsenfleisch a) 80, b) 69, c) 61. Kalbfleisch 81 bis 95. Hammelfleisch a) 96 bis 98, b) 90 bis 95. Schweinefleisch b) 73. Fettwaren. Roher Speck unter 7 Zentimeter 78, Flomen 80 Mark je 50 Kilogramm. Marktverlauf: Lebhaft.
Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachlen sind ohne Verbindlichkeit der Schr'ttleitung )
A. Sch. in G. Bei Gebäuden mit mehr als 5 v. H. Verzinsung zum Zeitpunkt des 1. Juli 1914 tritt im Falle einer Ermäßigung der Sondergebäude- fteuer gemäß Art. 9 4c ganzer Erlaß der anteiligen auf dem sondergebüu de steuerbegünstigten Gebäudeteil lastenden Sonder- gebüudesteuer im Verhältnis der anteiligen Friedensmiete zur Gesamtfriedensmiete ein.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt veschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 0 H.. Lombardzinsfuß 5 0. H
Frankfurt a. M.
Berlin
Schluß- kurs
Schluß!. Abendbörse
Schluß- turs
Schluß! Mittag börse
Darum
11.10.
12.10.
11.10.
12.10
5% Deutsche Retchsanleihe v. 192?
101,7
101-6
101,6
101,5
4% Deutsche Reichsanl. von 1934 4y2% Deutsche Reichsschatzanwet-
99
J9
99
99
jungen von 1935 ... .....
*y2% Deutsche Reichsschatzanwei-
—
—
jungen von 1935, II. Folge ... 4%% Deutsche Reichsschatzanwei-
99,4
99,5
99,4
99,5
sungen von 1936, III. Folge ..
99
99
99
99
6y2% Doung Anleihe von 1930 ..
105,5
105,5
105
105
4y2% Hessische Volksstaat von 1929 4%% Deutsche Reichspostschatz von
100,25
—
—
—
1934 1......................
4y2% Deutsche Reichsbahnjchatz
100,4
100,4
100,5
100,5
von 1936 1..................
99,65
99,65
99,65
99,65
Reichsanleihe-Altbesitz..........
Oberhessen Provinz-Anleihe mit
128,5
128,6
128,75
128,65
Auslos.-Rechten..............
4y2% Hess. Landesbk. Darmstadl
—
—
—
136
Goldpfe. R. 12..............
5y2% Hess. Landes-Hyp.-Banl
99,5
99,5
99,5
99,5
Ltqu. Goldpfe...............
4’/2% Preuß. Landespfdbr.-Anst.
101,5
101,25
—
—
Goldpfe. R. 19..............
—
99,5
98.75
—
99,5
4y2% Preuß. Gold-Komin. R. 20
4y2% Darmstädter Komm.-Lan-
98,75
98,75
98,75
desbank R. 6................
Deutsche Komm.-Sammel-Anleihe
98,25
98,25
—
—
Auslos.-Rechte I..............
135
135,15
135,4
135,4
4y2% Franks. Hyp. Goldpfe. R. 15 4>/2% Franks. Hyp. Gold-Komm.
99,75
99,75
99,75
99,75
Öbl. 2 3..................
6y2% Franks. Hyp. Liquidation
98,5
98,75
—
—
Goldpfe.....,................
6y2% Rheinische Hyp. Liquidation
101,7
101,6
—
—
Goldpfe.....................
101,6
101,6
101,65
101,75
Steuergutschein. Verrechnungskurs
111,13
111,13
111,25
111,25
A.G. für Verkehrswesen .... 6%
127,5
127,25
127 25
127
Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0
——
—
46
45,5
Hamburg-Amerika Palet......0
Norddeutscher Lloyd..........0
82,5
80,5
83
30
83
81,5
83
81
Deutsche Reichsbahn Borz.-Akt. 7
128,5
128,75
128.5
128,75
Reichsbank................. 12
202
200
202
200,13
Berliner Handelsgesellschaft . 6%
—
—
135,25
135,25
Commerz, und Privat-Bank ... 5
120
119,75
120
119,75
Deutsche Diskonto............ 6
125
124,5
125
124,5
Dresdner Bank..............*
114,75
114,75
114,75
114,75
Frankfurt a. M.
Berlin
Schluß. kurs
Schluß!. Abend börse
Schiuß- kurS
Schluß!. Mittag, börse
Da
mi
11.10.
12.10.
11.10.
12.10.
Aceumulatoren-Fabrik......
. 14
224
—
225
222,5
Aschaffenburg Zellstoff......
.. 6
139,5
139,5
139,75
138
Bemberg.................
.. 0
140,5
140 ,65
142,75
140,13
Bekula...................
.. 8
166,65
168
167,25
167,5
Buderus Ellen.............
.. 5
122,5
121,5
122,5
121,25
Cement Heidelberg.........
.. 7
170,65
169
—
Cement Karlstadt ..........
.. 6
—
—
—
—
Conti Gummi.............
. 12
185,5
185
185
184,5
Daimler Motoren..........
6-/2
137,5
137
138
137,5
Dessauer Gas.............
.. 4
—
—
120,65
119,25
Deutsche Erdöl ............
.. 5
147,5
146,5
148,25
146,75
Deutsche Gold- und Silber ..
.. 9
261,5
261,5
—
Deutsche Linoleum.........
. 10
163,5
162
163,5
162,25
Elektrische Lieferungen......
.. 6
131,4
130
131,5
129,5
Elektrische Licht und Kraft...
.. 7
152
151
152,5
151
I. K. Färben-Industrie.....
.. 7
161
1160,75
161
160,5
Felten & Guilleaume.......
.. 6
133,75
133,5
134,5
132,5
Gesfürel..................
.. 7
150
148,25
150.5
147,13
Th. Goldschmidt...........
.. 6
143,5
141,25
144,25
141,13
Gritzner Maschinen.........
.. 0
—
50,25
51
50
Harpener.................
8’4
174
174,5
175
174,75
Hoesch Eisen...............
3/2
123,5
123,4
124
123,25
Philipp Hvlzmann.........
.. 8
152,5
150,5
152,5
150,25
Ilse Bergbau..............
.. 6
——
——
164,75
164
Ilse Genüsse..............
.. 6
135,4
136
135,9
135,25
Kali Aschersleben..........
.. 4
115
—
114,75
114,75
Klvcknerwerke ............
<yz
128,5
127
128,75
158,25
127
Kokswerke und Chemische Fabrik 7
—
——
156.13
Lahmeyer ................
.. 6
127,4
126,9
126,5
126
Mainkrafl.................
.. 4
95,5
95,5
Mannesmann.............
4V?
119
118,4
118,9
117,75
Mansfelder Bergbau.......
.. 7
152
152
152,75
152,75
Metallgesellschaft...........
.. 6
150
149
150
149
Orenstein & Koppel........
.. 0
——
—
110,4
108.75
Rheinische Braunkohle......
. 12
230,25
229,5
230,25
230
Rheinische Elektro..........
.. 6
126,25
126
126.25
126,5
Rheinstahlwerke............
.. 6
150,65
147,25
150
147,13
Rheinisch-Westfälische Elektro
.. 6
132
131,5
132,7
131.25
Rütgerswerke .............
.. 7
—
145,5
146,4
144,13
Salzdetfurth Kali..........
.. 6
—
162
162
Schuckert L Co.............
.. 7
165
164,5
165 5
164.25
Schultheis Patzenhofer......
.. 4
—
95
94,13
Siemens & Halske .........
.. 0
211,5
211,5
213
212,25
Süddeutsche Zucker.........
. 10
200,5
201
Bereinigte Stahlwerke......
4-/,
115,5
115,25
115,75
115,25
Westdeutsche Kaufhof.......
.. 0
58,25
57
58,25
57
Westeregeln Alkali..........
.. 4
114,75
113,5
114,75
113,4
Zellstoff Waldhos..........
.. 6
151,75
150,75
152
151.5
Lraoi Minen..............
. 0,6
31,5
31,65
31,13
Buenos Arres.............
Brüssel...................
Mo de Janeiro............
Bolen....................
Kopenhagen...............
Danzig..................
London...................
helsingfors................
Paris....................
Holland..................
Italien...................
Deoifenmarfl Berlin — Frankfurt a. ZIL
11 .Oktober
12. Oktober
11 .Oktober
12-Oktober
AmU'ch, Rvueruiii
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1 Brie,
0,747
0,751
0,747
0,751
Japan....................
0,718
0,720
0,718
0,720
41,97
42,05
41,99
42,07
Jugoslawien ..............
5,694
5,706
5,694
5,706
0,149
0,151
0,149
0,151
Oslo ...................
62,00
62,12
62,05
62,17
47,00
47,10
47,00
47,10
Wien.....................
48,95
49,05
48,95
49,05
55,07
55,19
55,12
55,24
Lissabon..................
11,205
11,225
11,215
11,235
47,00
47,10
47,00
47,10
Stockholm................
63,60
63,72
63,65
63,77
12,335
12,365
12,345
12,375
Schweiz..................
57,27
57,40
57,31
57,43
5,455
5,465
5,46
5,47
Spanien..................
16,98
17,02
16,98
17,02
8,262
8,278
8,317
8,333
Prag....................
8,701
8.719
8,706
8,724
137.67
13,09
137,95
137,71
137,99
Budapest.................
—
13,11
13,09
13,11
Reuyork..................
2,491
2,495
2,491
2,491


