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Die kalten Monate sind für weite Kreise Nicht mehr nur die Zeit, wo man sich einmummen und die Wohnung heizen muß, sondern Monate, die Gelegenheit zu erwünschter und sonst nicht mög­licher sportlicher Betätigung geben. Davon legt auch die Tatsache Zeugnis ab, daß, wer schon nicht in die Berge fahren kann, doch wenigstens die Wintersportmöglichkeiten der näheren Umgebung seines Wohnorts ausnutzt. Der Pnger- zua mit Skiern und Rodelschlitten, wenn das Wm- terwetter günstig ist, sei in diesem Zusammenhang genannt. Und für die Kinder tuts auch eine Rodel­bahn.

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Weiterbericht

des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.

Währerll) im Osten arktische KalÜuft westwärts an Raum gewonnen hat, haben die atlantischen Wirbel im Westen ihren Einfluß weiter auf bas Festland vorgetragen. Auch bei uns kann Zunächst mit Wetterverschlechterung und leichten Niederschla­gen gerechnet werden.

Aussichten für Donnerstag: Vielfach dunstig oder neblig und meist bewölkt, strichweise leichte Niederschläge (anfänglich wahrscheinlich Re­gen), Temperaturen bei 0 Grad, lebhaftere südöst­liche Winde.

Aussichten für Freitag: Voraussichtlich wechselhafteres Wetter mit einzelnen Niederschlägen, im Gebirge wahrscheinlich Schnee, nachts Frost.

Lufttemperaturen am 12. Januar: mittags 3,2 Grad Celsius, abends2,5 Grad; am 13. Januar: morgens 4 Grad. Maximum 3,4 Grad, Minimum heut nacht6 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 12. Januar: abends0,7 Grad; am 13. Januar: morgens1,1 Grad Celsius. Son­nenscheindauer 5,7 Stunden.

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land, England, Norwegen, Schweden usw. Nur durch seine hohe Dualität kann sich her deutsche Schlittschuh durchsetzen; so ist er bei den 1 ap ani- schen Sportlern recht beliebt geworden, und die Olympischen Spiele dürften ihm neue Freunde tn Japan geworben haben. Aber auch dort smd eigene Fabriken errichtet worden, und wie lange uns Ja­pan als nennenswertes Absatzgebiet erhalten bleibt, steht unter diesen Umständen dahin. Eme größere Ausfuhr findet noch nach der Schweiz und England ^Der Absatzkampf der deutschen Firmen spielt sich unter diesen Umständen hauptsächlich auf dem hei- mi dien Markt ab. Dabei kommt ihnen die Nach­drücklichkeit, mit der für den Eislauf geworben wird, recht entgegen. Mehr und mehr Eltern legen Wert darauf, daß ihre Kinder, besonders die Mäd­chen, recht früh bas Eisläufen erlernen; und die Erwachsenen haben durch die Kurse, die das KdF.- (5por tarnt veranstaltet, eine billige und ange­nehme Gelegenheit, in die Kunst des Eislaufs ein- aeweiht zu werden. Von dieser Gelegenheit wird auch gern Gebrauch gemacht, denn zu den bisher festgesetzten Kursen dieses Winters haben sich bereits Tausende von Lernbegierigen gemeldet.

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3. Vortrag am Sonntag, dem 17. Jan. 1937, um UV» Uhr pünktlich im Physiologischen Institut, Friedrichstraße 24 Prof. Dr. Bürker. (2240

Die deutschen Schlittschuhhersteller sind bemüht, sich den Wünschen der Käufer nach Möglichkeit an- zupassen. Sie haben dadurch z. B. erreicht daß die Sportler in steigendem Maße deutsche Eishockey- Schlittschuhe kaufen, während es noch vor einigen Jahren unbedingt kanadische sein mußten. Sie' bestehen aus einer Leichtmetall-Legierung mit einer Schiene aus Spezialstahl. Eine sinnreiche Kon­struktion verleiht ihnen die notwendige Stabilität und ihrer besonderen Beanspruchung entsprechende Widerstandsfähigkeit. Für Kinder sind durch eme kleine Konstruktionsänderung Schuhe geschaffen worden, die ohne Beeinträchtigung des Laufs länger als ein Jahr benutzt werden können. Früher mußten sie, wenn sie trotz des Fußwachs- tums länger reichen sollten,auf Zuwachs berech­net" gekauft werden, wobei dann die entsprechende Mehrlänge über die Schuhspitze hinausragte und das Laufen erschwerte. , . .

»Die Erfahrungen und Anregungen bekannter Läufer werden beim Herausbringen neuer Modelle weitgehend berücksichtigt. Für Käufer von Weltruf stellen die Firmen nach ihren Angaben Sonder­modelle her, die der Lauftechnik und Flguren- ausführung der einzelnen Eiskünstler angepaßt sind Solche Sonderkonstruktionen sind aber keines­falls immer ein Geschäft, weil sie oft zu individuell

Todesurteil vollstreckt.

In Altona ist der 1913 geborene Otto Krepp aus Altona hingerichtet worden der vom Schwurgericht in Altona wegen Mordes schwe- ren Raubes, widernatürlicher Unzucht, Sittlichkeits- verbrechen, Kuppelei und Diebstahl verurteilt wor­den war. Krepp hat in der Nacht vom 3. zum 4 März 1935 in seiner Wohnung m Altona den 48 Jahre alten Schiffszimmermann Ludwig Bib­bern ermordet und feiner Habseligkeiten beraubt.

Hochschulnachnckten.

Ernannt wurden: der ao. Professor Dr. Alfred Buhl (Physik) an der Technischen Hochschule Karls­ruhe zum ordentlichen Professor daselbst; der ao. Professor Dr. Willy Baensch (Chirurgische Ra­diologie) an der Universität Leipzig zum ordent­lichen Professor daselbst.

Don den amtlichen Verpflichtungen entbunden wurden: die ordentlichen Professoren Dl August öertwiq (Statik) an der Technischen Hochschule Berlin und Dr. Josef Sickenberger (neu- teftamentliche Exegese) an der Universität München.

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zwölf Personen verunglückte. Die Rettungsexpedi- > tion, die von San Fernando zur Absturzstelle eilte, hat mitgetevlt, daß ein Passagier getötet worden ist. Die drei Besatzunqsmitglieder und die übrigen neun Passagiere wurden verletzt, sieben von ihnen schwer. Unter den Schwerverletzten smd auch der bekannte Afrikaforscher Martin Johnson unt) dessen Frau, die beide Beinbrüche erlitten haben.

vier englische Soldaten ertrunken.

Bei der südarabischen Hafenstadt Aden kamen vier englische Soldaten auf einer Vergnügungsfahrt im Segelboot ums Leben. Das mit junf Artil­leristen der Festung besetzte Segelboot kenterte sechs Kilometer vor der Stadt. Einem der Insassen gelang es, trotz der zahlreichen Haifische, unver­sehrt an Land zu schwimmen.

Drei Todesopfer einer Bluttat im Berliner Norden.

In Berlin-N. wurde eine furchtbare Bluttat entdeckt, die sich nachts in einem Hause m der Jvachirnstraße abgespielt hat. Als dort der 27jahrige Adol K. in seine Wohnung kam, fand er feine 27jähriqe Ehefrau Elisabeth, feinen 34jai)rigen Schwager Hans G. und seinen Freund, den 50- iähriqen Fritz Sch, mit tödlichen Brustschutzen in Blutlachen am Boden liegend aus. Die Mord­kommission stellte sest, daß Fritz Sch. noch «ne Mehrladepistole in der Hand hatte, also aller Wahr­scheinlichkeit nach die todbringenden Schüsse abge­geben hat. Die Mordkommission ist nut der Auf­klärung des geheimnisvollen Verbrechens beschäftigt.

Ein Auto vom Zuge überrannt

Ein von Bad Schmalbach kommender Personen- zuq überfuhr an einem unbeschrankten Bahnüber­gang zwischen den Bahnhöfen Bleidenstadt und Bad Schmalbach einen Personenkraftwagen. Der Wagen wurde zertrümmert und der Fahrer, Au­gust Fehr aus Wiesbaden, getötet; Zwei In­sassen wurden verletzt. Der Fahrer hat anschei­nend die Warnsignale der Lokomotive überhört.

Grenze liegt dabei für Sonderkonstruttionen bei 50 Mark. Am billigsten sind von den Ganzmetall schuhen naturgemäß einfache Stahlschuhe, wahres die vernickelten, deren Lebensdauer aber auch be- deutend größer ist, eine höhere Ausgabe erfordern. Nicht zuletzt die geringen direkten im allgemei­nen einmaligen und mittelbaren Ausgaben, i zum Schlittschuhlaufen erforderlich sind, verschaffen dem Eislauf Anhänger unter denen, für bie andere Wintersports infolge größerer 2Iu5ruftung5foften und notwendiger Reisen zu teuer stnd. Und die Schlittschuhindustrie wurde eme wachsende Anhän­gerschaft sehr begrüßen, denn infolge der vielen Hemmungen im Ausfuhrgeschäft ist ste z. 3*- nur zu etwa 50 v. H. ihrer Leistungsfähigkeit beschäf­tigt, abgesehen von dem wenig günstigen Wmter- roetter der letzten Jahre.

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Der Herr über Leben und Tod hat heute meinen lieben, herzensguten Mann, den treusorgenden Vater seines Kindes, unseren lieben Bruder, Schwiegersohn, Schwager, Onkel und Neffe

Karl Müller

im Alter von 31 Jahren, nach schwerem, mit grober Geduld ertragenem Leiden zu sich genommen.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Luise Müller und Kind.

Hausen (Siebener Str. 12). den 12 Januar 1937.

Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 14.Januar, nachmittags um 2% Uhr statt

Schon in sehr frühen Zeiten wurden S ch l i t t - schuhe aus Knochen angefertigt; im Mittel­alter kam der Holzschlittschuh mit Stahlschiene auf, und Remscheid nebst Umgebung, also das Ber- qi che Land, entwickelte sich infolge des dort von altersher heimischen Schmiedehandwerks bald zu einem Mittelpunkt der Schlittschuh- Her ft e l l u n g. Ruhrgebiet und Siegerland liefer­ten das Erz, woraus in den in der Nähe gelegenen Hammerwerken der erforderliche affinier« stahl erzeugt wurde. Holland "ilt seinen zahl­reichen Wasserläufen und Norddeutschland, haupt­sächlich Bremen, waren die Hauptabnehmer für Remscheider Schlittschuhe. Verschiedentlich ist m den Jahrzehnten vor dem Kriege versucht worden, in anderen Gegenden Deutschlands, wo ebenfaU5 Kleineisenwaren erzeugt werden auch die icbuhherstellunq zu betreiben. Aber diese Plane brachten meist nur Mißerfolge, und so ist Remscheid bis heute die Gegend geblieben, wo tn Deutschland Schlittschuhe hergestellt werden. Don den acht Unternehmen, die es heute noch gibt, sind sieben in Remscheid selbst und eins m der Nähe in Radevormwalde gelegen. Es sind mittlere und kleinere Betriebe, die sich, um eme Ausgleichs- Möglichkeit für abfatzungünftlge Winter zu schaffen, teilweise noch mit der Herstellung anderer Klem- eisenwaren, wie Rollschuhe, (Bartengerate und Werkzeuge, befassen. Insgesamt durften zur Zeit mit der Herstellung von Schlittschuhen, wenn die Rohmaterialherstellung mit embezogen wird, im Durchschnitt etwa 650 Volksgenossen beschafttgt sein

Der Auslandabsatz deutscher Schlittschuhe ist auf einen Bruchteil des Vorkriegsexports zuruck- qeqanqen. Bedeutende Absatzgebiete von einstmals sind gänzlich ausgefallen, vor allem Rußland und Kanada. In anderen Ländern ist mit Hilfe von i Schutzzöllen oder anderen staatlichen Maßnahmen : eine heimische Industrie emporgezuchtet worden > gegen deren Wettbewerb der deutsche Schlittschuh - nur ehr schwer ankommt, so in Polen, der Tschecho- sowakei, der Schweiz, in Frankreich, Belgien, Hol-

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Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilden Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyrwt; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen- leiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D.A. XII. 36: 11250. Druck und Verlag: Brühl'sche Unioersitats- Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Emzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags

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