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Nr. 265 Zweites Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen)

Freitag, l2. November (937

LangemaMeier der Gießener Studentenschaft.

stadt ausschließlich zentralisiert, sondern nach Mög­lichkeit auf die Städte des Gaugebietes verteilt- auch in allen Kreisen werden in der Zeit vom 13 bis 20. November kulturell wertvolle Veranstaltungen im Rahmen und nach den Richtsätzen des Gesamt­programms der Gaukulturwoche stattfinden. Die Er­öffnung der großen Ausstellung auf dem Frankfurter Festhallengelände soll nur der Auftakt sein für eine ganze Reihe ähnlich gearteter Dar­bietungen im ganzen Gaugebiet. Aus dem bereits veröffentlichten Ueberblick über die Gau-Ausstellung wird jedermann ersehen haben, daß es darauf an­kam, ein Gesamtbild zu entwickeln: alle Gebiete des kulturellen Schärens, wie es in den sieben Einzelkammern der Reichskulturkammer organisa­torisch zusammengefaßt ist, sind berücksichtigt und werden in charakteristischen Beispielen vertreten sein: Theater und bildende Kunst, Schrifttum und Bresse, Musik, Film und Funk im Rhein-Main- Gebiet. Aus den L a n d e s t a g u n g e n der Ein­zelkammern werden führende Persönlichkeiten unseres kulturellen Lebens, wie der Präsident der Reichsmusikkckmmer, Professor Dr^ Peter Raabe, der Geschäftsführer der Reichstheaterkammer, Gau­leiter Frauenfeld, der Präsident der Reichs­rundfunkkammer, Reichsamtsleiter K r i e g l e r, und (in einer Dichterlesung) Staatsrat Hanns I o h st, Präsident der Reichsschrifttumskammer, das Wort ergreifen. Wie die große Ausstellung selbst ein höchst farbiges und vielgestaltiges Bild kulturellen Lebens in unserem Gaugebiet vermitteln wird innerhalb der Arbeitsgebiete der einzelnen Kammern werden beispielsweise Gemälde und Plastiken gezeigt, Mo­delle der Landeskultur (Riedrode, Rosengarten, All­mendfeld), Theaterdekarationen, Kostüme und Noten, Filmlehrschau und Fernsehvorführungen geboten, so werden die über das Gaugebiet verteilten Einzel­veranstaltungen auf die Arbeit der verschiedenen großen Kult'urgebiete im Besonderen eingehen. So kommt unter dem LeitwortUm der Mensch­heit große Gegenstände" das Theater des Rhein-Main-Geknetes gleich am ersten Tage im Frankfurter Schauspielhause mit einer Veranstaltung zu Worte, die als Querschnitt und Ausschnitt gedacht ist und auf den Zuschauer wirken soll; die Bühnen des Gaugebietes werden Szenen aus großen klassi­schen Schauspielen und aus bedeutsamen Werken des zeitgenössischen dramatischen Schrifttums zur Auf­führung bringen. Ein F e st k o n z e r t von hundert Kammermusikern rhein-mainischer Orchester unter Leitung von Generalmusikdirektor Professor Her­mann Äbendroth im Großen Hause des Hessi­schen Landestheaters zu Darmstadt wird unter Mit­wirkung bedeutender Solisten Werke deutscher Mei-

Sonderzüge

zur Gau-Kulturausstellung

NSG. Um den Besuch der großen Gaukultur­ausstellung, die in einer einmaligen, vorher nie ge­zeigten Zusammenfassung einen Leistungsquerschnitt durch das gesamte kulturelle Schaffen des Rhein- Main-Gebietes gibt, jedem Volksgenossen im Gau Hessen-Nassau zu ermöglichen, läßt die Gaupropa­gandaleitung in Verbindung mit der NS.-Gemein- schaftKraft durch Freude" 12 Sonderzüge nach Frankfurt a. M fahren Der Fahrpreis der Züge

Studententum in einer Front marschiere für das deutsche Volk Das deutsche Studententum sei zu einem starken Sproß des Dritten Reiches gewor­den. In den Kameradschaften, als der neuen stu­dentischen Gemeinschaftssorm, werde der Student unter die Zucht der nationalsozialistischen Lebens­gesetze gestellt, nach denen zu allen Zeiten die besten Männer unseres Volkes in freier Verantwortung gelebt hätten Pflicht, Ehre, Freiheit, Opfermut, Einsatzbereitschaft, Führer, Vorbild seien alte ger­manische Tugenden, die heute wieder lebendig ge­worden seien

So wollen wir am 11 November, dem Tag von Langemarck, das die Studentenschaft zum Wallfahrts­ort der deutschen Jugend gemacht habe unserem Füh­rer unverbrüchliche Treue und nie wankende Ge­folgschaft geloben So werde auch das ewige Ver­mächtnis derer, die so heiß am Leben hingen, wie wir, und die sich opferten auf dem Altar der Na­tion, erfüllt Dem Manne, der den Geist eines neuen Langemarck in die Herzen der deutschen Ju­gend gebracht hat, dem Führer Adolf Hitler Sieg Heil!

Das Deutschlandlied und das Horst-Wessel-Lied und der Ausmarsch der Fahnen beschlossen die wür­dig verlaufene Feierstunde

Gestern nachmittag nahm eine Mannschaft des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenhundes vor dem 116er Denkmal auf dem Landgraf- Philipp-Platz Aufstellung, wo der Studentenführer einen Kranz zu Ehren der im Weltkrieg Gefallenen mederlegte Zur gleichen Stunde legte der stellv. Reichsstudentenführer Pg. Horn auf dem Ehren- friedhoi in Langemarck für die gesamte deutsche Studentenschaft einen Kranz nieder und in allen Universitäts- und Fachschulstädten legten ebenfalls die Studentenführer Kränze nieder Mit diesem Akt war die Langemarck-Gedenkfeier der Gießener Stu­dentenschaft beendet. \

Händel und einem Satz aus der Trauersinfonie von Loccatelli würdig die Feier ein. Der Schwertspruch von Walter Flex wurde vorgetragen, und ein Chor von Studenten sang das Lied:Nichts kann uns rauben .nach einer Vertonung von Professor Dr. Temesvary.

Stubentenführer Frank

hielt die Langemarck-Rede. Er begrüßte zunächst die zahlreich erschienenen Vertreter von Partei, Wehr- wacht und Behörden. Besonders galt sein Gruß einigen Mitkämpfern von Langemarck, die zur Feier gekommen waren, ferner dem Bereichsführer Rhein des Reichsstudentenführers, Sturmführer Groß, dem Rektor der Universität Professor Dr Baader, den Vertretern der Partei, Dr Baumgärtner von der Gauleitung und Kreis­leiter Backhaus. Dann hieß er die Vertreter der Gliederungen willkommen Insbesondere wurden noch die Offiziere und Mannschaften der Wehr­macht begrüßt, an ihrer Spitze Generalmajor Wil - l i ch als Vertreter des alten Heeres General­major i. R Mohr und die Abordnungen der Soldatenbünde und Kameradschaften

Am 9 November, so führte Studentenführer

Nach dem Willen des Führers ist die Deutsche Studentenschaft Träger und Gestalter der Lange­marck - Feiern in den deutschen Hoch- und Fach­schulstädten. Am gestri­gen Tage fand, wie an allen Universitäten, auch in Gießen die Lange- morck-Feier statt.

Festlich war die Neue Aula der Ludwigs-Uni­versität geschmückt, und an dem Ehrenmal der Universität hielten Stu­denten im schlichten Braunhemd Ehrenwache. Die Aula war bis auf den letzten Platz gefüllt.

Die Feierstunde nahm ihren Anfang mit dem Fahneneinmarsch der Or­ganisationen. Das Colle­gium musicum leitete mit einem Marsch von

Die Kranzniederlegung am 116er-Denkrnal: Im Vordergrund der Rektor Professor Dr. Baader, daneben der Studentenführer Frank mit der FahnengruMe.

I Symphonie

schöpferischen Lebens.

Zur Gaukulturwoche.

Was Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger in seiner Ansprache zur Eröffnung der von der Reichskammer der bildenden Künste veranstal- ieten Gau-Ausstellung in der Gießener Volkshalle ' im März dieses Jahres ankündigte, wird jetzt mit t inem groß angelegten Programm verwirklicht: am !3. November wird die erste G a u k u l t u r w o ch e i> e 5 Gaues Hessen-Nassau in Frankfurt j icierlich eröffnet. Wenn im Zuge der nationalsozia- '! Mischen Aufbauarbeit in Deutschland das gesamte !. iulturelle Leben und Schaffen der Nation in der j Reichskulturkammer zusammengefaßt von ihr be- i ireut und geleitet wird, so kann das nicht bedeuten, laß damit die einzelnen Gaue der eigenen kultur- II schöpferischen Initiative und Verantwortung ent- i| loben werden sollen im Gegenteil: Veranstal- s iimqen größten- Stiles wie beispielsweise der Tag ler deutschen Kunst, die Woche des deutschen Bu- ii fies oder die alljährlich stattfindenden Reichstheater- ,! schwachen, die ihrem Wesen nach selbstverständlich sür das gesamte deutsche Reichsgebiet bedeutungs- loll, kulturell verpflichtend und richtunggebend sind unb bleiben werden, müssen als außerordentliche unb also verhältnismäßig vereinzelte Leistungen gewertet werden; was hier erarbeitet und gezeigt loirö, muß im engeren Raume ausgenommen ! Derben von den Kulturtagungen der einzelnen Gaue. Der Gedanke der Leistungsschau kehrt hier ;i tüieber in einer Form, die vom landschaftlichen Ge j präge und dem geistigen Charakter des einzelnen 1 Baues bestimmt wird. Leistungsschau und Rechen­schaftsbericht über das kulturelle Schaffen auf allen Bebieten das sind auch die Grundprinzipien, rad) denen das Programm der Gaukultur- voche Hessen-Nassau zusammengestellt mürbe. Es soll hier gezeigt werden, welchen Weg dos kulturelle Leben, das künstlerische Schaffen in rnserm Gau in den letzten Jahren auf allen Ge­beten eingeschlagen hat; dies soll nicht einem | Feinen Kreise etwa nur von Künstlern oder inter­essierten Laien, sondern der gesamten Bevölkerung tu Gaugebiet vor Augen geführt werden Auch lier gilt der immer wieder verkündete Leitsatz, daß he Kunst heute in Deutschland nicht eine Privat- l ebhaberei und die Sache einiger Weniger, sondern dne Angelegenheit des ganzen Volkes ist; diesem (iebanfen entspricht bie Organisation im einzelnen, die das Programm nicht etwa in der Gauhaupt-

Frank bann u a. aus, habe das gesamte deutsche Volk der ersten Blutzeugen der nationalsozialisti- fchen Bewegung gedacht. Der 11 November, als der Tag von Langemarck, sei ein Markstein in der Geschichte des deutschen Studententums Lange­marck sei Symbol für die soldatische Haltung deut­scher Männer, für das Gefühl höchster Pflicht­erfüllung, für die nie versagende Vaterlandsliebe, |für deutsches Heldentum. Der Geist von Langemarck 'ebe heute in unserer Jugend, Langemarck sei geblie- K den in der studentischen Jugend über Zeiten hin­weg, in denen Vaterland und Heimat, Mut und ' Heldentum, Opfersinn und Tatkraft nichts weiter l larfteUten als abstrakte Begriffe. Langemarck habe '»gelebt im 9 November 1923, habe gelebt in Män- iiern wie Horst Wessel und Schlageter. Langemarck joUe und werde ewig ein Mahnmal für uns fein.

Nach diesen Worten erklang die Weise des Lie­des vom guten Kameraden, die Fahnen senkten sich und die Versammelten gedachten der gefallenen Helden. Der Studentenführer und der Rektor be= Haben sich mit der Fahnengruppe des Studenten- i»undes in die Ehrenhalle der Universität und leg- icn an der Tafel der gefallenen Kameraden einen Lorbeerkranz nieder.

Nach dieser Ehrung fuhr Studentenführer F r a n f m seiner Rede fort. Der Geist von Langemarck war Einigkeit und Geschlossenheit. Der größte Dank für ilie Helden von Langemarck sei, daß das deutsche

ist um 75 v. H. ermäßigt, so daß jeder Volks­genosse sich an der Fahrt beteiligen kann. Außer­dem zahlen die Teilnehmer an den Sonderzügen einen verbilligten Eintrittspreis in die Ausstellung von nur 0,50 Mark.

Melde sich jeher fqjort bei der zuständigen Dienst­stelle der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" zu den Sonderzügen an!

Die Züge ab Gießen.

A b Gießen werden an den beiden kommenden Sonntagen, 14. und 21 November (für 1,45 Mark nach Frankfurt und zurück) folgende Züge gefahren. 9.05 Uhr ab Gießen, 9.28 ab Butzbach, 9.40 ab Bad-Nauheim, 9.48 ab Friedberg, 10.06 ab Vilbel-Nord, 10.24 an Frankfurt a M Zu diesen Zügen werden Anschlußzüge gefahren: 7.59 Uhr ab Dillenburg, 8.40 ab Wetzlar, 8.53 an Gie­

ßen; 7.17 Uhr ab Biedenkopf, 8.22 ab Marburg, 8.57 an Gießen; 9.01 Uhr ab Hungen, 9.40 an Friedberg.

Die Rückfahrt dieser Züge ab Frankfurt am Main erfolgt um 21 10 Uhr mit Anschlußzügen nach Hungen (ab Friedberg), an 23.15 Uhr, ferner nach Marburg und Biedenkopf bzw Wetzlar und Dillenburg.

Außer den Sonderzügen gibt die Reichsbahn am Donnerstag, 18., und Freitag, 19 November, Sonn­tagsrückfahrkarten aus die jeweils von 0 Uhr bis 3 Uhr des nächsten Tages gelten. Diese Sonntags­rückfahrkarten berechtigen nur dann zur Rückfahrt, wenn sie von der Geschäftsstelle der Ausstellung abgestempelt sind. Die Fahrkarten sind von allen Bahnhöfen erhältlich, die normalerweise Sonntags­rückfahrkarten nach Frankfurt a M ausgeben.

Aus der Giadi Gießen.

Zehn Gebote für Tierhalter.

Lpd. Tierhaltung bedeutet die Uebernahme wich­tiger Pflichten Diese werden in dem Reichs-Tier- schutz-Kalender für 1938 folgendermaßen formuliert:

1. Halte keine Tiere, wPnn du nicht wirkliche Liebe zu ihnen haft, denn sie benötigen Pflege zu ihrem Gedeihen und Wohlbefinden

2. Halte keine Tiere, bevor du dich über ihre Eigenart und ihre Bedürfnisse, ihre Seelenregungen, kurz, ihre Lebens- und Wohlseinsbedingungen gründ­lich unterrichtet hast. Sie vergelten dir dein Ver­ständnis tausendfach.

3. Halte keine Tiere, wenn du nicht soviel Zeit hast, ihre Sprache verstehen zu lernen Der Hund spricht zum Beispeil deutlich mit Stimme, Ohren, Schwanz, den Augen und dem ganzen Gesicht; das Kaninchen mit Ohren und Schwänzchen; der Vogel mit besonderen Lauten in seiner Stimme, mit Lock-, Warn-, Bitt-, Freude-, Angstlauten

4. Halte keine Tiere als Spielzeug Junge Tiere sind Hilfs- und pflegebedürftig wie Kinder. Erwach­sene Tiere sind achtunggebietend und haben ihr Eigenleben Sie sind Eltern ihrer Kinder mit den gleichen Sorgengefühlen wie Menscheneltern

5 Halte keine Tiere, nur um dir damit Vergnü­gen oder Kurzweil oder Nutzen zu verschaffen, son­dern behandle sie als deine Lebenskameraden, um ihnen aus Gerechtigkeit und Güte ein möglichst an­genehmes Dasein zu bereiten Sie verdienen es. Jedes Tier ist gut, falls es der Mensch nicht böse geneckt gereizt, geärgert oder auf andere Weise mißtrauisch gemacht hat.

6 Halte keine Tiere, wenn du dir nicht zur Be­dingung machen willstErst versorge ich sie, dann setze ich mich zu Tisch, denn sie sind Gefangene, ich aber bin frei" Freiheit ist das höchste Glück jedes Geschöpfes. Du nimmst es dem Tier, wenn du es einsperrst Verschaffe allen deinen Tieren reichlich Luft, Wärme und freie Bewegung, sonst werden sie krank.

7. Halte keine Tiere, weün dir nie der Gedanke kommt, womit mache ich ihnen eine besondere Freude; einen Leckerbissen sollen sie haben, eine kleine frohe Abwechslung; denn sie schätzen das ge­nau so wie du.

8. Halte deine Tiere, wenn du vergessen willst, daß sie, falls sie bir'zur Nahruna dienen sollen, ihr kurzes Leben für dich opfern. Schon darum haben Fie ein Recht darauf, daß du ihnen durch gute Be­handlung und Pflege das Leben so angenehm wie möglich machst.

9. Halte keine Tiere, wenn du nicht begreifen tannft daß sie oft dankbarer, treuer, anhänglicher und ehrlicher als mancher Mensch sind, und daß sie d'r Beschützer, Freund, Begleiter und uneigen­nütziger Diener sein können.

10. ' Halte nur dann Tiere, wenn du ernstlich ge­willt bist, alle die Pflichten gegen deine Tiere ge- wisienhaft zu erfüllen, die sie als lebendige, auch angst- und schmerzempfindende Wesen von dir zu ihrem Wohlbefinden erwarten dürfen. Nimm dich

der Hilfbedürftigen an, lehre es auch deinen Näch­sten; das ist wahres Menschentum

Vornotizen.

Tageskalender für Freitag.

Stadttheater: 20 bis 22.30 UhrMein Sohn, der Herr Minister". Gloria-Palast, Seltersweg:Der Mustergatte". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Das große Abenteuer" Stadtkirche: 20.15 Uhr Gemeindabend des Evangelischen Bundes.Die gesunde, frohe Küche" 13.30 Uhr und 20 Uhr Vor­trag imBurghof"

Stadttheater Gießen.

Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute abend zum letztenmal .Mein Sohn, der Herr Minister" Lustspiel von Andre Birabeau Spiel­leitung Dr. Erich Schumacher Die Vorstellung fin­det als 8. Vorstellung der Freitag-Miete statt Be­ginn 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr.

Das Polnische Nalional-Ballett im Stadttheater.

Am Sonntag, 14. November, findet im Gießener Stadttheater ein einmaliges Gastspiel des Polnischen National-Balletts Parnell statt, das sich auf einer Europatournee befindet Von dem Polnischen Natio- nal-Ballett wurde der erste Preis derWeltmeister­schaft" errungen. Das Programm enthält alle Tanz­dichtungen in der gesamten Olympia-Besetzung, ohne irgendwelche Kürzungen. Der Verkauf der Karten hat bereits stark eingesetzt. Das Gastspiel beginnt um 20 Uhr. Außer Miete

Konzertverein Gießen. *

Der Gießener Konzertverein weist darauf hin, daß der Liederabend der Meistersängerin Gertrude P i tz i n g e r am morgigen Samstag, um 20 Uhr, in der Universitäts-Aula stattfindet. Die Künstlerin ent[tcqnmt der sudetendeutschen Heimat Auch vom Volksdeutschen Standpunkte aus sollte ihr Konzert Beachtung finden. Em unvergeßliches Erlebnis nennen Pressestimmen den Besuch ihrer Konzerte.

Hitler-Jugend Bann 116 Gießen.

Vetr.: Wochenendschulungen im Bann 116 am 14. November

Die Unterbanne 1/116, 2/116 und 4/116 haben am kommenden Sonntag, 14 Nov., Unterbann­schulungen durchzuführen. Die Unterbannschulung d"s Unterbannes 1'116 findet in Gießen (Heim der MHI.), die des Unterbannes 2/116 in Großen- Buseck (Heim der HI.), die des Unterbannes 4'116 im HI.-Heim in Lollar statt. Die Wochenend­schulungen beginnen um 8 Uhr und bauern b;5 17 Uhr. Genaue Anweisungen über die Durchfüh­rung dieser Schulungen geben die Unterbannführer.

Vetr. Lesung von ^'Oberführer Staatsrat Hanns )ohst in Gießen am 15. November

Am kommenden Montag, 15. November, 20 Uhr. wird in der Neuen Aula der ---Oberführer, Staats­rat Hanns I o h st, Präsident der Reichsschrift-

fter Beethoven, Schubert, Weber und Richard Wagner zu Gehör bringen Auf einer festlichen Äulturtagung b e r Partei in Mainz, wo Gaupropaganbaleiter S t ö h r unb Gaukulturwart Go nr ab sprechen werben, sollen die Richtlinien für die kulturelle Arbeit im Gau während des kom­menden Winters gegeben werden Eine fröhliche Veranstaltung der NS-GemeinfchaftKraft durch Freude" im Mainzer Stadttheater wird sich unter dem MottoBunt ist die Welt der Bühne" an die Kulturtagung anschließen; hier werden sich Musiker und Solisten aus Orchestern und Theatern des Gaugebietes in einer reichen Vortragsfolge ver­einigen: Ausschnitte aus Opern von Weber, Puc- cini und Verdi, aus Operetten von Strauß, Lehär und Künnecke stehen auf dem Programm. Neben die­sen repräsentativen Veranstaltungen, die sich als Höhepunkte in dem farbenreichen Bilde der großen Leistungsschau darstellen werden, wird der Bevölke­rung in allen Kreisen des Gaues der tiefere Sinn und die verpflichtende Aufgabe der Kulturwoche in Morgenfeiern, Konzertabenden, Filmvorführun­gen, Werkskonzerten, Volkstumsabenden ufw. zu einem lebendigen Erlebnis werden; u. a. wird auch der Tag der deutschen Hausmusik unter Mitwirkung der Hitler-Jugend im Rahmen der Kulturwoche eine festliche Ausgestaltung erfahren.

Der hier gegebene Ueberblick über die Veranstal­tungen für Gießen ist u. a. eine Feierstunde der Wehrmacht im Stadttheater auf dem Programm verzeichnet kann und soll nicht erschöpfend sein; er wird aber gezeigt haben, worauf es ankommt: die Gaukusturwoche wird der große Appell aller kul­turell Schaffenden im Gebiet Hessen-Nassau sein, sie wird in der Summe ihrer Veranstaltungen einen Querschnitt durch das geistige Leben und Schaffen unserer Landschaft geben, sie wird die lebendige Be­ziehung und die innere Verbundenheit von Volk und Kunst in unserer engeren Heimat in gleicher Weise bekunden, wie das die auf das gesamte Reichsgebiet bezogenen Kulturveranstaltungen in den letzten Jah­ren immer wieder haben erleben lassen.

Dr Hans Thyriot.

Zeitschriften.

Eine neue, größere Hansestadt Hamburg ist im Entstehen In derI l l u st r i r t e n Zei­tung Leipzig" schreibt Prof Dr. Rud Schmidt über Hamburgs deutsche Aufgabe; ein aufschluß­reicher BildberichtAus Hamburg wird Großham- burg" schildert in Bild und Wort an Hand einer Karte die neueste Entwicklung der Stadt. Die Ham­burger Kunst kommt mit einer bebilderten Würdi­

gung Richard Kuöhls, eines Hamburger Meisters der Bauplastik zu ihrem Recht Ein Artikel über vorgeschichtliche Funde in der Umgebung von Po­sen, eine Würdigung der Werke und.der Persönlich­keit Gerhart Hauptmanns zum 75 Geburtstage und eine BildseiteVon den Bühnen" schließen sich an.

Lichtspielhaus:

Das große Abenteuer."

Diesen Film schrieb Georg Hurdaleck nach dem RomanMädel, warum fährst Du nach Ber­lin?" von Harald Baumgarten Das Dreh­buch vielleicht auch schon der Roman selbst mir kennen ihn nicht enthält alle Bestandteile die. in geschickter Dosierung, Mischung und Aufma­chung, die erfolgversprechenden Ingredienzien zu einer spannenden Unterhaltung bilden: Liebe und Eifersucht, einen lange ungeklärten Kriminalfall, eine abenteuerliche Schwarzfahrt Übers Meer von Neuyork nach Deutschland, den ewigen Theater­zauber hinter den Kulissen, die glanzvolle Ausstat­tung einer großen Revue; außerdem als musikali­sches Leitmotiv ein hübsch gesetztes, einfaches Lie- beslied, gesungen von Maria A n b e r g a ft : sie ist das kleine Mädel mit der großen Liebe und dem großen Abenteuer, und sie spielt das sehr über­zeugend, herzlich und schlicht, im geeigneten Augen­blick sogar mit Humor Ihr Partner ist Albrecht Schoenhals, ein Schauspieler, der für diese Rolle und für eine bestimmte Art von Filmen überhaupt wie geschaffen scheint, gepflegte Erschei­nung, guter Charakter, gewinnendes Lächeln; an­ständig, ritterlich und im gegebenen Moment durch­aus in der Lage, einen Berufsboxer von bedroh­lichem Format und Aussehen mit einem einzigen Haken auf die Bretter eines öffentlichen Lokals zu legen. Das sieht jeder gern. Charlotte Susa gibt, elegant und raffiniert, die intrigante Gegenspiele­rin zwischen den Kulissen. In den kleineren Auf­gaben sieht man eine ganze Reihe hübsch poin­tierter Figuren, Otto Wernicke zB als Kri- minalrat, Gustav Wa ' dau als Musikprofessor. Obern ar als Revuetheaterbirektor. Erich Fieb - l e r als Kapellmeister unb Paul Westermeier (Chauffeur Schliffke). Regie führte, lebendig, beweglich, mit guter Bildwirkung, Johannes Meyer. (Märkische-Panorama-Schneider.)

Im Beiprogramm läuft u. a. ein KulturfilmIn Nordafrika" und ein Vorspann zumVolksfeind" mit Heinrich George. Hans Thyriot.