Nr. 159 Erstes Blatt
187. Zahrgang
Montag,12.)uli 1957
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Abbruch aller Verhandlungen in Nordchina.
N<ue Kampfe bei peiping —Verstärkung der japanischen Garnisonen in Rorbchina.
Das Bauerntum - der Mtsqiiell der Mion.
Von R. Walther L)arr^, ^eichsbaueinführer und Reichs- und preußischer Minister
für Ernährung und Landwirtschaft
Unter dem Leitwort „Volksgemeinschaft — Blutsgemeinschaft" hat der Nationul- ozialistische Lehrerbund in diesem Jahr für die ge- □ mte Schuljugend einen „Hilf-mit!"-Wettoe-
Oerb ausgeschrieben, dessen Ausgabe es sein soll, en Blick unserer Jugend für die Grundfragen ^.ationalsoizalistischer Weltanschauung und ihrer praktischen Zielrichtung zu schärfen. Bei der Beantwortung der mit dem Wettbewerb gestellten Fragen werden die Jungen und Mädel sehr bald von selbst i uf die Wurzeln unserer Bluts- und Volksgemein- chaft stoßen und die Tatsache entdecken, daß das Bauerntum der Blutsquell des deutschen Volkes ist: Zlutsquell nicht nur im Rückblick auf das Werden mferes Volkes, das noch vor wenigen Jahrzehnen überwiegend ein Bauernoolk war und feinem Irfprung nach aus bäuerlicher Wurzel stammt, ondern auch im Blick auf fein Weiterleben in der Zukunft; denn die Zukunft unseres Volkes — das st eine bevölkerungspolitische Grundtatsache — wird 1 ('Ute getragen oon der Fruchtbarkeit der ländlichen mb vor allem der bäuerlichen Bevölkerung. Im Lahre 1932, dem Tiefstand der Geburten in Deutsch- lanb, würben auf je 1000 Einwohner auf dem Lande 18,1 Geburten, dagegen in den Großstädten ur 11,2 Geburten gezählt. Wir verschließen dabei !«ineswegs die Augen vor der Feststellung, daß mit : em Einfluß einer wesensfremden Weltanschauung : er Wille zum Kinde auch im Bauerntum vor der Machtübernahme durch den Nationalsozialismus ; händig abnahm, aber dennoch zeigten uns die Zah- : len. wo der Hebel zur Erhaltung des Lebens unsres Volkes angesetzt werden muß — beim Bauernmm. Sein ständiger Geburtenüberschuß hat Jahr mr Jahr die Lücken in der Bevölkerung unserer : roßen Städte aufgefüllt; ohne diesen ständigen Zufluß würde beispielsweise die Einwohnerschaft Berlins innerhalb oon 100 Jahren von 4 Millionen ruf 90 000 zusammenschrumpfen.
Dem BDM.-Mädel oder dem Pimpf mögen diese Zahlen vielleicht wenig sagen; aber sie werden ynen zu bewußter Vorstellung, wenn sie auf großer sxahrt, im Ferienlager ober im Lanbjahr nicht chne Neid feststellen müssen, daß ihre gleichaltrigen Lameraden vom Lande meistens aufgewachsen sind h einem großen Kreis von Geschwistern, der ihnen zwangsläufig ein stark ausgeprägtes Selbstbewußt- pin anerzogen hat. Dieser festgeschlossene Geschwi- j-erfreis fehlt den Stadtkindern leider in der überwiegenden Zahl der Fälle, sie erleben den einmütigen Lilien einer Gemeinschaft, der der Jugend auf dem Lande von Anbeginn etwas Selbstverständliches ist, trft, wenn sie in die Rechen der Hitlerjugend treten. Der häufige Kinderwunsch nach einem Bruder ober einer Schwester zeigt uns vielleicht am tcutlichsten, wie sehr unsere Stadtjugend in ihrer Vereinsamung den Kreis der Geschwister entbehrt nib vermißt. So bleibt einem Stadtkind der erste Eindruck, den es auf dem Lande gewinnt, oft unvergeßlich, wo der Kreis gleichaltriger Kameraden soviel größer ist und wo jeder einzelne selbst wieder 'in der Gemeinschaft feiner Geschwister und damit feiner Familie fest wurzelt.
Mit solchem Erlebnis erschließt sich auch für den jüngsten Pimpf der Sinn jener für ihn zunächst Haffen Zahlen der Geburten in Stadt und Land, mb sie werben ihm in ihrer für unser Volk so schick - snlhaften Bebeutung zu lebenbiger Vorstellung. Er tirEennt plötzlich die unerläßliche Notwendigkeit, das Bauerntum als Blutsquell unseres Volkes zu er- ttüten und feinen Bestand zu erweitern, um so die Grundlage unseres völkischen Seins tragfähiger zu machen für die Gestaltung deutscher Zukunft.
Damit öffnet sich unserer Juaend der Blick für ias richtige Verständnis nationalsozialistischer Agrar- ivlitik, die neben der Ernährungssicherung die Grundlage unseres Volkstums, das Bauerntum im dienst der Lebenssicherung unseres Volkes schützt mb förbert Mit bem Reichserbhofgesetz wirb bas Bauerntum seinem heutigen Umfang nach vor jeher Einbuße an feiner Kraft geschützt, inbem ber Bauernhof allen wirtschaftlichen Schwankungen, allen unberechenbaren Zufällen unb allen Möglichkeiten f-iner Auflösung burch Zerstückelung ober Ueber- ffijulbung entzogen unb bamit zur unantastbaren I k ebensgrunblage tüchtiger, bäuerlicher Familien gemacht wird; die wichtigste Voraussetzung für deren Kinderreichtum ist damit gegeben; die unzerreißbare Einheit und Kraft des Hofes kommt nicht nur dem tiinen zugute, der ihn von feinem Vater ererbt, fon- tern allen Kindern des Bauern. Durch die Neubil- hung deutschen Bauerntums, die ihnen die Grün- iung eigener bäuerlicher Existenz ermöglicht, oder iiird) eine den Verhältnissen des Hofes entsprechende Ausbildung oder Aussteuer wird ihnen der Weg pm sozialen Aufstieg in anderen Berufen erleichtert.
Die Neubildung deutschen Bauerntums aber bildet iie folgerichtige Ergänzung des Reichserbhofgesetzes. Äurch sie wird die Zahl bäuerlicher Familien von Hahr zu Jahr vergrößert, die Lebenskraft unseres Volkes mehr und mehr gestärkt.
Damit sind alle Voraussetzungen erfüllt, um das teutfdje Bauerntum als Blutsquell der Nation zu sichern, für die Zukunft des Lebens unseres Volkes in Stadt und Land zu erhalten und zu höchster Blüte zu entfalten. Von den Wurzeln unseres Volkstums, vom Bauerntum her wird so die Einheit von L.olks- unb Blutsgemeinschaft sich bis in die fernste Zukunft unseres völkischen Schicksals immer von neuem mit lebendiger Kraft erfüllen.
peiping, 12. Juli. (DRV. Offafienbienff des DRV.) Die Lage in Norbchina gestattete sich am Sonntag um Mitternacht folgenber- maßen: Alle Unterhändler haben ihre Aufgabe niebergelegt, unb bie chinesischen Unterhändler haben ausbrücklich ihre Erklärung widerrufen, baß mit ben Japanern eine Vereinbarung wegen ber Zurückziehung ber Truppen getroffen sei. Als Grunb wirb von chinesischer Seife angegeben, bas Oberfommanbo ber japanischen Truppen in Norbchina in Tientsin habe ben Befehl erhallen, alle Verhanblungen abzubrechen unb bie militärische Macht voll einzufehen.
Hm Wapinghs ien unb huangtupo an ber Tientsin-Dahn hinter Fenglai find bie Kämpfe in vollem Gange. Das Angriffsziel ber japanischen Truppen scheint bas chinesische Militärlager unb ber Flugplatz Ranyuan zu sein. Die Bevölkerung peipings Hal bis jetzt ihre Ruhe bewahrt.
Wie gleichzeitig bekannt wirb, soll bas japanische Generalkonsulat in Tientsin ber japanischen Zivilbevölkerung Norbchinas ben Befehl gegeben haben, sich nach ber Küste zurück- zuziehen. *
Tokio, 10. Juli. (DNB. Ostasiendienst des DNB.) Zwischen chinesischen und japanischen Truppen kam es westlichvon Peipingzu neuen Feindseligkeiten. Dabei verloren die japanischen Truppen 20 Mann
Das Kriegsministerium gibt einen amtlichen Bericht über den Wiederbeginn der Feindseligkeiten westlich von Peiping aus. In dem Bericht wird erklärt, daß rund 10 0 0 chinesische S o ldaten die japanischen Stellungen nördlich von Lukouchau an griffen. Gleichzeitig wurden die japanischen Truppen vom westlichen Ufer des Hunho, Flusses aus Minenwsrfern beschossen. Die Eisenbahnlinie Peiping—Mukden wurde unterbrochen..
In Tokio will man wissen, daß auf chinesischer Seite der Befehl zur Mobilisierung von vier Divisionen und der gesamten Luftstreitkräfte ausgegeben worden ist. Man
London, 12. Juli. (DNB. Funkspruch.) Heber die Vorschläge, die die englische Regierung im Rahmen ihres Vermittlungsauftrages dem Nichteinmifchungsausfchuß im Lxufe dieser Woche vorlegen wird, sind in London verschiedene Mutmaßungen im Umlauf, die jedoch vorläufig mit großer Zurückhaltung aufzunehmen find. Die Sonntagsblätter glauben, daß der N i ch t e i n m l - chungsausschuß voraussichtlich schon am Mitwoch zusammentreten werde. Vorher werde möglicherweise eine Sitzung des englischen Kabinetts, oder aber eine Besprechung der führenden Minister stattfinden.
In unterrichteten Londoner Kreisen wurden während des Wochenendes hauptsächlich Zwei Lösungsmöglichkeifen in den Vordergrund gestellt. Die erste geht dahin, daß an Stelle der Küstenpatrouitte neutrale Beobachter in den spanischen Häfen eingesetzt werden sollen, und die zweite, daß eine internationale fiüftenpatro uille unter Teilnahme solcher Staaten wie Norwegen, Schweden und Holland vorgeschlagen wurden, preß Association schreibt hierzu, daß keiner der beiden Vorschläge mehr als ein Kompromiß darsielle; man könne kaum erwarten, daß einer von beiden die volle Zustimmung der betroffenen Staaten finden würde. Der diplomatische Korrespondent der „Sunday Times" meint, daß der Plan, neutrale Beobachter in den spanischen Hasen einzu- setzen, noch am ehesten zu Hoffnungen berechtig In einem Leitaufsatz vertritt das Blatt die Ansicht, Lß der wirkliche Schwerpunkt der Krise in der Zurückziehung der Freiwilligen aus Spanien liege.
Der diplomatische Korrespondent des „Observer" beurteilt die Lage ziemlich pessimistisch.
Der diplomatische Korrespondent des Labour- Organs „Daily Hera Id", ist der Ansicht, falls keine Einigung in der Richteinmischungsfrage zusiandekomme, werde die britische Regierung mitteilen, daß der einzig übrigbleibende Schritt darin bestehe, dasRichtein- mischungssystem völlig aufzuheben und beiden Parteien in Spanien d i e Rechte als K r i e g f ü h r e n d e zu gewäh-
glaubt, daß ein Vorstoß auf Tientsin unternommen werden soll.
Politische Hochspannung in Tokio
Tokio, 11. Juli. (DRV.) Ostasiendienst des DRV. Arn Sonntag fand in Tokio eine von der gesamten Bevölkerung mit größter Spannung erwartete Sondersitzung des Kabinetts statt, die die letzten Ereignisse in Ehina zum Gegenstand hatte. In der Sitzung wurde als wichtigste Maßnahme die Entsendung von Trup- penoerffärfungen aus Japan nach R o r d ch i n a beschlossen.
Gleichzeitig mit dem Kabinett war der o b e r st e Kriegsrat zu einer außerordentlichen Beratung zusammengetreten. Außerdem rief der Ministerpräsident die Vertreter der Parteien, des Oberhauses, der Finanzkreise und der Regierung zu einer Sondersitzung zusammen, um über die praktische Durchführung aller Maßnahmen zu beraten, die sich im Zusammenhang mit der Verstärkung der Nordchina- Garnisonen und etwaiger bedeutsamer Entwicklungen in China als notwendig erweisen könnten. Die erforderlichen Mittel für diese Maßnahmen wurden bereits vom Finanzministerium bereitgestellt.
Während das japanische Auswärtige Amt Maßnahmen zum Schutze der japanischen Staatsangehörigen in China angeordnet hat, gab das Kommando der Militärpolizei die Erklärung ab, daß der Schutz der Ausländer und vor allem der zahlreichen Chinesen, die in Japan leben, gesichert werde.
Eine wettere bedeutsame Maßnahme ist bie Ent- fenbung bes Generalinspektors für bas Militärer- ziehungswefen, Generalleutnant k a t f u k i, nach China anzusehen, ber nach einer Hnterrebung mit bem Kriegsminister mit wichtigen Anweisungen im Flugzeug Japan verlassen hat.
Katsuki wurde zum Kommandeur der japanischen Garnisonen in Nordchina ernannt. Man vermutet allgemein, daß die Berufung Katsukis verschärfte Maßnahmen der japanischen Nordchina-Truppen zur Folge haben wird.
ren unter ber Bebingung, baß feine Vlockabe unb keine Beschlagnahme von konlerbanbe auf hoher See vorgenommen werben bürfe.
Gegen Greuel- und Kriegshetzer.
Treffende Worte des englischen Arbeitsministers.
London, 11. Juli. (DNB.) Der englische Arbeitsminister Brown übte im Verlauf einer Rede in Coupar (Fifeshire) scharfe Kritik an den m a r - x i st i s ch e n F r i e d en s h e u ch l e r n , die in Wirklichkeit nichts anderes als Kriegshetze be-
p a r i 5, 10. Juli. (DNB.) havas meldet: „Amt- l i ch wirb heute morgen mitgeteilt, baß bie französische Regierung am Montag, 12. Juli, bem Nichteinmischungsausschuß in Lonbon mitfeilen wirb, baß bie internationale Kontrolle ab Dienstag, 13. Juli, an ber französisch-spanischen Grenze auf gehoben wirb."
Wie hierzu verlautet, soll biese Mitteilung nur bann gelten, wenn bie Bebingungen nicht erfüllt werben, bie ber französische Vertreter in Conbon bem Lonboner Nichteinmischungsausschuß gestellt habe. Man fügt in ben gleichen Kreisen ausbrücklich hinzu, bah biese Maßnahme keine Oeffnung ber Grenze bebeuten würbe, fonbern bah biefelbe nach wie vor gemäß ben Verwattungsanorbnungen vom August 1936 weiterhin für Gelb- unb Munitions - fenbungen nach Spanien geschloffen bleibt.
Pariser Kommentare.
„Sorge um die nationale Würde." — „Nur Franzosen zur Ueberwachung."
Paris, 11. Juli. (DNB.) Die Pariser Sonntagmorgenpresse hebt hervor, daß die Ankündigung Frankreichs, die internationale Kontrollbefugnisse an seiner Pyrenäengrenze am Montag aufzuheben, keine Aufhebung der aus eigener Hoheitsgewalt angenommenen Nichteinmischungsoer p f 1 i ch t u n g bedeute.
Angesichts der wachsenden japanfeindlichen Stirn» mung in China wird eine baldige friedliche Losung des Konfliktes für immer unwahrscheinlicher gehalten.
In der amtlichen Verlautbarung über die Sondersitzung des japanischen Kabinetts heißt es u. a.: Um den Frieden im Osten zu erhalten und in Zukunft ähnliche Vorfälle zu vermeiden, ist es erforderlich, daß sich China wegen feines ungefetz- mäßigen Vorgehens gegenüber Japan entschuldigt.
Einmischung und Protest Nankings Mückgewiesen.
Tokio, 12. Juli (DNB. Funkspruch.) (Ostasiendienst des DNB.) Wie der Sprecher des Auswärtigen Amtes ausdrücklich erklärt, sind die letzten Zwischenfälle örtlicher Natur und durch Verhandlungen am Ort lösbar. Die örtlichen Verhandlungen hätten militärischen Inhalt, ohne augenblicklich das Auswärtige Amt zu beschäftigen. Die Einmischung Nankings in die Ver* Handlungen werde ab gelehnt und der Protest der Nanking-Regierung zurückgewiesen. Die in Nanking von Hidaka geführten Verhandlungen beschränken sich auf allgemeine Fragen der wachsenden Antijapan-Propaganda und die daraus entstehende Gefahr für japanische Staatsbürger und hätten nicht die Nordchinakrise zum Inhalt. Eine neue Lage würde geschaffen, falls die Gerüchte über einen Einmarsch der Nanking-Truppen ins Kopei-Tschachar-Gebiet richtig feien. Ein solcher Einmarsch würde die Verletzung der Abmachung vom 25. Mai 1935 bedeuten.
Der Sprecher bestätigte ausdrücklich, daß die im Gange befindlichen örtlichen Verhandlungen und ihr — möglicherweise — günstiger Ausgang die nunmehr von der japanischen Regierung beschlossene Verstärkung der Nordchina-Garnison nicht mehr rückgängig machen könnten.
Das Kriegsministerium meldet, daß entgegen anders lautenden Gerüchten, wonach die Einigungs- Verhandlungen zwischen chinesischen Truppen und den japanischen China-Garnisonen erfolgreich seien, die V o r p o st e n der Hunan-Armee bereits mit japanischen Soldaten in ein Gefecht verwickelt seien.
trieben. Er erklärte u. a.: „Es ist nicht unsere Pflicht, scharfe Worte über die Regierungsform anderer Länder zu benutzen. Es ist wahr, daß eines der Elemente der Unruhe auf internationalem Gebiet die ungezügelte Sprache über die Häupter anderer S t a a t en ist. Sie wird von Leuten angewandt, die sich rühmen, linksstehende Friedensadvokaten zu sein. Die K r i e g s l u st der „P a z i f i st e n" wird damit zu einem feststehenden Faktor. Zu viele Mitglieder der englischen Regierung haben aber im Weltkrieg gedient, als daß sie ihr Land auf einen Kurs festlegen ließen, der unsere Jugend ohne gebietende Notwendigkeit in einen neuen Krieg führen würde."
So stellt der „Petit P a r i f i e n" fest, daß der französische Beschluß in richtiger Sorge um die n a - tionale Würde getroffen worden sei. Er fei nur das Gegenstück zu der Haltung, die Portugal an seiner Grenze eingenommen habe. Die Ueberwachung müsse entweder überall herrschen, oder nirgends.
Der „M a t i n" schreibt, die Maßnahme der französischen Regierung bedeute nicht etwa die freie Oeffnung der Pyrenäengrenze, die durch einen französischen Verwaltungsbeschluß seit August 1936 geschlossen sei. Der französische Beschluß bedeute lediglich, daß nur Franzosen die Ueberwachung ausüben.
„F i g a r o" verteidigt ebenfalls die Gleichstellung der beiden spanischen Landesgrenzen, tritt aber gleichzeitig auch für die Anerkennung der kriegsrechtlichen Stellung des Generals Franco ein, die nur den Tatsachen entsprechen würde.
Den Linksblättern ist — wie nicht anders zu erwarten — die Ankündigung von der Aufhebung der internationalen Kontrolle nicht genügend, sie fordern auch noch, die Aufhebung der Nicht- einmischungspolitik, um ihre bolschewistischen Freunde in Valencia und Barcelona offen und völlig ungestört unterstützen zu können.
Die Men nach Moskau
9t o m, 11. Juli. (DNBI Die französische Ankündigung der Aufhebung der Kontrolle an der Pyrenäengrenze wird von der italienischen Presse stark beachtet. „Ein neuer Stein ist von französischer Hand in das brüchige Netz der euro- päischen Zusammenarbeit und der Nicht-
Was wird die englische Regierung Vorschlägen?
Zwei Löiungsmöqlichkeiten in Erwägung. - Beim Scheitern Rechte als Kriegführende?
Frankreich hebt die internationale Grenzkontrolle auf.


