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heitswesen, keine Einnahme, 50 000 Mark Ausgabe; Finanzverwaltung 1 292147,02 Mark Einnahme, 120 523,64 Mark Ausgabe.

Sie Steuersätze.

Die Ratsherren erklärten sich mit dem Voran- schlag in seiner Gesamtheit und in seinen Einzel- positronen einverstanden. Daraufhin stellte der Ober­bürgermeister den Voranschlag mit der vorgenann­ten Abschlußsumme fest. Die Haushalts- a tz u n g des Voranschlags wurde einstimmig gut- zeheißen. Darin werden die Steuersätze (Hebe- ätze) für die Gemeindesteuern im Rechnungsjahr 1937 wie folgt festgesetzt:

1. Grundsteuer a) von Gebäuden und Bau­plätzen auf 45,2 Pfennig für je 100 Mark Steuer­werk; b) vom land- und forstwirtschaftlich oder gärt­nerisch genutzten Grundbesitz auf 65,3 Pfennig für je 100 Mark Steuerwert.

2. Gewerbe st euer a) vom Gewerbekapital und b) vom Gewerbeertrag auf 310 o. H. der Steuermeßbeträge.

3. S o n d e r g e b ä u d e st e u e r für je 1 Mart des staatlichen Sonderaebäudesteuersolls von den Steuerwerten a) bis 7u00 Mark 60 v. H. auf 54,9 Pfennig, b) über 7000 Mark 60 o. H. auf 47,93 Pfennig.

4. Burger st euer 600 v. H. des Reichssatzes.

5. Zweig st ellen st euer 400 v. H. der Steuer­meßbeträge.

6. Warenhaus st euer 400 v. H. der Steuer­meßbeträge.

Der Gesamtbetrag der Kapitalaufnahme als Darlehen zur Bestreitung von Ausgaben der Dermöoensrechnung wurde auf 1 184 383,19 Mark festgesetzt. Daraus sollen die Aufwendungen bestritten werden, die im Rahmen der Dermögens- rechnung vorgesehen und von uns in der vorstehen­den Uebersicht verzeichnet sind. Mit dieser Beschluß­fassung und mit der Feststellung des Oberbürger­meisters gilt der Voranschlag 1937 als festgestellt.

Weitere Beschlüsse.

Der Haushaltsplan der Plockschen Stif­tung wurde in Einnahme und Ausgabe mit je 2 782,25 Mark festgestellt.

Bei der Wertzuwachs st euer wurde durch eine Abänderung die Freigrenze von bisher 10 Mark auf 50 Mark erhöht.

Der Forstbetriebsstock für die Waldungen der Stadt wurde aufgehoben.

Dem Verbot des Verkaufs von Arz­neimitteln auf Märkten stimmten die Ratsherren zu. Es handelt sich dabei um eine Ab­änderung der Gießener Messe-Ordnung.

Ebenso wurde der Aufhebung des Schluß­schein- und Kennze i ch nungszwanges im Rahmen der Polizeiverordnung für den Betrieb des Nutzviehmarktes zugestimmt. Einverstanden er­klärten sich die Ratsherren auch mit einer Polizei­verordnung, nach der Jugendlichen unter 14 Jahren das Betreten der Vieh marktanlagen verboten wird und der Zutritt dort nur den dienstlich oder geschäftlich berufenen Personen ge­stattet ist, ferner die Milch von den aufgetriebenen Tieren nicht mehr, wie bisher, von irgendwelchen Melkern oder Melkerinnen gewonnen werden darf, sondern nur durch solche Melker zu entnehmen ist, die von der Stadt dazu bestimmt werden und wo­bei die Milch als Werkmilch zur Verar­beitung in das Eigentum der Stadt über geht. Der Gelderlös aus dieser Milchgewin- nung soll zur Unterstützung notleidender minder­bemittelter Familien Verwendung finden. Diese Neuregelung der Milchgewinnung ist aus hygieni­schen Gründen im Interesse der Volksgesundheit dringend erforderlich.

Der Oberbürgermeister kündigte bann an, daß nunmehr die Ausschüsse schon in Kürze sich mit der Durchführung der vorgesehenen Projekte beschäfti­gen werden und daß unsere Stadt von dieser Neu­gestaltung eine weitere gute Aufwärtsentwicklung zum Besten der Bevölkerung erwarten kann.

Mit dem freudigen Gruß an den Führer und mit dem Gelöbnis zu weiterer treuer Mitarbeit in seiner Gefolgschaft fand die Sitzung ihren Abschluß.

Aus der Stadt Gießen.

Es blüht des Maien Schein.

Rings um die Dörfer und Städte zieht sich ein Kranz von blühenden Obstbäumen. Tulpen und Narzissen blühen in den Gärten. Unser Blick richtet sich nach der schneeigen Pracht der Bäume. In vollem Sonnenlicht leuchten Millionen der kleinen Blütensterne und heben sich wundervoll von dem tiefen Blau des Himmels ab. Die Wiesen haben ihr Festgewand angezogen. Das neue Grün ist durch­wirkt von den buntfarbigsten Blumen.

Schön sind die Straßen und Wege, die von blühenden Obstbäumen eingerahmt werden. Von der Höhe des Berges gesehen gleichen sie weißen Per­lenbändern, die durch die grüne Flur gelegt wur­den. Und wenn wir mit der Eisenbahn durch die Lande fahren, dann grüßen uns links und rechts blühende Sträucher und Bäume.

Die ganze Welt steht in Blüte. Die Vögel singen laut, und die ersten Schmetterlinge fliegen. Kommt da nicht auch die Frühlingstrunkenheit in das menschliche Herz? Die Winterkälte ist gewichen, die Knospen sind erwacht, und die seidenweichen Blätt­chen wiegen sich schon im Winde.

Die Sonne scheint wieder über grünen Saaten, und der Himmel ist blau. Auf den Kleeäckern spielen die jungen Hasen. In jedem Strauch, auf jedem Baumwipfel trillert und flötet es. Hier laut und schmetternd, dort leise und zärtlich. Alles lebt und webt. Von unendlicher Sehnsucht ist jedes Vogellied erfüllt. Alles ist jung und frisch. Ueberall summen und brummen Bienen und Hummeln. Unerschöpflich ist die Natur. Tag für Tag schafft und wirkt sie, und immer neue Wunder lassen uns stillestehen.

Ganz fern schon liegt die Erinnerung an die kal­ten, unfreundlichen Wintertage. Gab es auch ein­mal Schnee und Eis? Kann diese Blütenpracht überhaupt schwinden? Ist es nicht so, als ob ein ewiger Frühling wäre? Jeden Tag schmückt sich ein neuer Strauch, jeden Tag erscheinen neue Blüten.

Wie soll der Mensch all die Blütenwunder in sich aufnehmen? Staunend und schweigend soll er stehen, in dieser Pracht und soll die Vögel den Frühling preisen lassen!

Dornotizen.

Tageskalender für Mittwoch.

Großkundgebung der NSDAP.: 20.30 Uhr spricht Gauinspekteur Pg. H o l z k ä m p e r in der Volks- Halle. Gloria-Palast, Seltersweg:Gleisdreieck" Lichtspielhaus, Bahnhosttr.:Der Mann, von dem man spricht." Oberhess. Kunstverein, Turmhaus am Brand: 16 bis 18 Uhr, Ausstellung von Ge­mälden, Aquarellen und Zeichnungen von Lotte

Zeitsragen der Gießener Verkehrswerbnng.

Bedeutsame Projekte des Gießener Iremdenverkehrsvereins.

Der Gesamtvorstand des Fremdenver­kehrsoereins Gießen hielt unter der Lei­tung des Vorsitzenden, Bürgermeister Professor Dr. Hamm, am gestrigen Dienstagabend eine Sitzung ab, die der Beratung einer Reihe von wichtigen Fragen der Gießener Derkehrswer- bung gewidmet war. Darüber hinaus brachte das Ergebnis der Beratungen auch zahlreiche wertvolle Ausblicke und Anhaltspunkte für die kommunale weitere Entwicklung unserer Stadt, lieber den Ver­lauf der Sitzung ist im einzelnen zu berichten:

Iflifglieberroerbung und Schaffung eines Schau- sensler-Mitgliederabzeichens. Fremdenwer­bungsabgabe oder Mitgliedschaft?

In längerer Aussprache beschäftigte man sich mit der schon seit Jahren als Problem bestehenden Frage der M i t g l i e d e r w e r b u n g. Es ist heute leider immer noch so, daß nur ein Teil der Ge­schäftsleute, die doch in erster Linie an der Arbeit der Fremdenoerkehrswerbung materiell interessiert sind, dem Fremdenverkehrsoerein als Mitglied an­gehört und dadurch zur Bestreitung der Kosten der Fremdenoerkehrswerbung beiträgt, während der weitaus größere Teil der Geschäftswelt sich dieser moralischen Verpflichtung bis jetzt immer noch ent­zogen hat. Ein Werbeschreiben des Vereinsvorstan­des an die Geschäftsleute, das vor einiger Zeit ver­schickt wurde, hat leider nur einen verhältnismäßig bescheidenen Erfolg gehabt, so daß die frühere un­liebsame Erscheinung der Opferfreudigkeit auf der einen Seite und der Interesselosigkeit auf der ande­ren Seite nicht wesentlich aeändert worden ist. Es soll nunmehr eine erneute Werbung von Mann zu Mann bei allen in Betracht kommenden Geschäfts­leuten durchgeführt werden, um sie zur Erwerbung der Mitgliedschaft im Fremdenverkehrsverein und damit zur Mitübernahme der Kosten der Werbung zu gewinnen. Ferner ist die Veranstaltung einer Werbeversammlung zu diesem Zweck geplant. Der Mitgliedsbeitrag von 6 RM. pro Jahr ist wirklich nicht so groß, daß er nicht von jedem Geschäftsmann getragen werden könnte. Man hofft denn auch, daß die neue Maßnahme zur Mitgliederwerbung einen besseren Erfolg haben wird, als alle frühren Schritte nach dieser Richtung hin. Sollte allerdings, entgegen allen Erwartungen, auch jetzt wieder kein befriedi­gendes Ergebnis erzielt werden, so wird man sich auch in unserer Stadt vor der Notwendigkeit sehen, eventuell durch Erlaß einer Ortssatzung allen am Fremdenverkehr beteiligten Wirtschaftskreisen eine entsprechende Beisteuer zu den Kosten aufzu­erlegen, oder ihnen als Abgeltung die Verpflich­tung zur Mitgliedschaft im Fremdenver­kehrsoerein zuzuweisen. Eine ähnliche Regelung ist bereits in anderen Orten, u. a. auch in Bad-Nau­heim, getroffen worden. Man hofft jedoch lieber auf den Erfolg durch Mitgliedschaft aus freiwilli­gem Entschluß. Eine Reihe von neuen Mitglie­dern konnte in den Verein ausgenommen werden.

Mit der Schaffung eines Schaufenster-Mit­gliederabzeichens durch den Verkehrsverein erklärte sich der Gesamtvorstond einverstanden. Die­ses Abzeichen sollen die Vereinsmitglieder an ihren Schaufenstern anbringen, um sich dadurch als Mit­glieder des Vereins kenntlich zu machen. Das Ab­zeichen dürfte schon bald zur Einführung kommen.

Fremdenverkehrswerbung im Jahre 1937.

Durch die Versendung von Werbeschriften, durch Zeitungsanzeigen usw. hat der Verein auch in diesem Jahre wieder eine rege Werbung zum Besuch unserer Stadt veranstaltet. Allein während der Reisezeit kommen in diesem Jahre rund 5000 Werbeschriften zum Versand. Die Kraftwagenunternehmungen in allen Teilen des Reiches sind gebeten worden, bei ihren Fahrtveranstaltungen auch unsere Stadt Gießen als Reiseziel vorzusehen. Die Behörden und die Betriebe in den Nachbarorten haben die Ein­ladung erhalten, bei ihren Betriebsgemeinschafts­fahrten auch unsere Stadt zu besuchen. Zwecks Steigerung des Fremdenbesuchs wird am 22. und 23. Mai ein großes Reit- und Fahrturnier auf dem Waldsportplatz unter der Schirmherrschaft des Reichsstatthalters Gauleiter Sprenger durch- geführt werden. Der Gauleiter und der Reichsnähr­stand haben dafür Ehrenpreise gestiftet. Nach Ver­handlungen mit dem Reichsnährstand wird künftig­hin auch der Gießener Frühjahrs- Pferdemarkt wieder zur Durchführung kom­men. Für den Herbst d. I. ist ein großes F i s ch e r s e st auf dem Teich an der Schlageter- straße geplant, das als Petri Fischzug durchgeführt werden soll und im einzelnen ein Preisfischen der Besucher, Fischerstechen, Bootfahren auf dem Teich, Feuerwerk, Konzert usw. bringen wird. Man ist ferner bemüht, den Besuch der Kurgäste aus den benachbarten Bädern bei den Bäder-Omnibus- rundfahrten auch für unsere Stadt zu gewinnen. Bei allen Werbemaßnahmen wird der Fremdenverkehrs' verein in eifriger und vorbildlicher Weife durch das Gießener Stadtverkehrsamt und durch den Landes- Fremdenverkehrsoerband unterstützt. U. a. gibt der Landesfremdenoerkehrsoerband in den nächsten Wochen ein Werbeheft heraus, das insbesondere auch der Provinz Oberhessen gewidmet sein wird. Die Neuordnung unseres Gießener Museums wird ebenfalls eine erhebliche Anziehungskraft aus­üben, zumal durch die interessanten prähistorischen Funde beim Bau der Reichsautobahn in der Nähe

von Griedel. Das Museum wird diese prähistorischen Funde zu einer wirksamen Ausstellung Herrichten.

Reue Stabfplanfafel auf dem Vahnhofsplah.

An Stelle der gegenwärtigen unansehnlichen Orientierungstafel auf dem Bahnhofsplatz soll eine neue Tafel angebracht werden. Dabei ist vorgesehen, den Stadtplan aus Glas aufzutragen und die Orientierungstafel an die städtische Stra­ßenbeleuchtung anzuschließen, damit der Plan während der Dunkelheit beleuchtet werden kann. Man hofft, mit dieser Beleuchtungs­einrichtung der Orientierungstafel dem Reisenden­verkehr einen wertvollen Dienst zu leisten. Die Tafel soll auch Raum für weitere wichtige Anga­ben enthalten. Ob sie an der Stelle der gegenwärti­gen Tafel wieder angebracht wird, oder einen neuen, günstigeren Platz erhält, soll in einer Rücksprache zwischen der Vereinsleitung und der zuständigen Stelle des Bahnhofs noch geklärt werden.

Blumenschmuck-Wettbewerb 1937.

Die bisherigen guten Erfolge des BlurnenschrnM- wettbewerbs haben Veranlassung gegeben, diese Maßnahme der Verkehrswerbung auch für 1937 wieder zur Durchführung zu bringen. Insbesondere wird erwartet, daß sich die Hausbesitzer und Mieter in den Hauptverkehrsstraßen an dieser Veranstal­tung beteiligen. Es wurde dabei angeregt, durch die Lieferung von verbilligten Blumenkästen seitens der Schreiner und verbilligter Blumen seitens der Gärtnerschaft es auch wirtschaftlich schwächeren Volksgenossen möglich zu machen, an dem Wett­bewerb teilzunehmen. Die Verteilung der Prämien soll gelegentlich einer vom Reichsnährstand für den Herbst geplanten Blumenausstellung in Gießen erfolgen.

Bei der Besprechung über diese Werbemaßnahme wurde lebhafte Klage geführt über die Verunreini­gung von Straßen durch achtloses Fortwerfen von Papier, Zigarettenschachteln usw. Insbesondere sei dieser Uebelstand nach Aufmärschen usw. in Er­scheinung getreten. Es soll darauf hingewirkt wer­den, daß hier eine grundlegende Aenderung Platz greift.

Weiter wurde mitgeteilt, daß eine Anzahl von Schmuckbrunnen in den verschiedenen Stadt­gegenden wiederhergerichtet werden soll, ferner ein neuer Zierbrunnen für den Platz an der Tannenstraße / Fröbelstraße von einem Gießener Volksgenossen gestiftet ist. Der Verkehrsverein hat auch die Absicht, aus seinen Mitteln Beträge für diesen Zweck verfügbar zu machen.

Weihnachtsbäume in den Straßen.

Uebereinftimmen'b kam der Wunsch zum Ausdruck, im Einvernehmen mit zahlreichen Stimmen aus der Bevölkerung für die kommende Weihnachtszeit wiederum, wie bis 1934 geschehen, Weihnachts­bäume mit Lichterschmuck in den Hauptverkehrs­straßen aufzustellen.

Verschiedenes.

Der Vorsitzende Bürgermeister Prof. Dr. Hamm machte noch Mitteilungen über die Altstadtsa­nierung. Er zeigte dabei überzeugend die Dring­lichkeit dieses Projekts, ebenso die Wege zu seiner Durchführung. Von dieser Neugestaltung ist eine beachtenswerte Verschönerung des Stadtbildes zu erwarten.

Das neue Sport-Freibad, für das im städ­tischen Haushalt 100 000 RM. vorgesehen sind, wird ebenfalls ein wertvoller Anziehungspunkt zum Be­suche unserer Stadt werden.

Der Verschönerung des Straßenbildes durch die Schaffung von interessanten Hausfassa­den auf dem Wege der Wiederherstellung von Fachwerkbauten will die Stadt weiterhin mit Geldbeihilfen an die Hausbesitzer förderlich sein.

Reit- und Fußgängerwege sollen so­wohl am Rande der Stadt, wie auch in unseren Waldungen im Laufe der kommenden Jahre ge­schaffen werden. Zu diesem Zwecke ist vorgesehen, einen Plan für die Anlage von Reitwegen auszu­arbeiten, ebenso auch einen Plan für die Schaffung von Fußgänger- und Radfahrerwegen für den Spazierverkehr in der Umgegend der Stadt. Be­rufene Männer werden sich dieser dankenswerten Aufgabe annehmen. Dabei soll auch erstrebt wer­den, im Stadtwald eine Anzahl van Unterstell- hütten als Wetterschutz zu schaffen und dafür die örtlich geeigneten Formen zu finden, jetzige Ruhe­punkte herzurichten, den steilen 21 b ft i e g vom Schiffend erg zum Forstgarten mit einer ausreichenden Beleuchtungsanlage für den abendlichen Heimweg zu verbessern, ferner alle Be­strebungen zu unterstützen, die in der gleichen Rich­tung laufen.

Für den Ludwigsplatz wird die Einrichtung einer öffentlichen Fernsprech st elle ge­wünscht. Mit Beginn des Fahrplanwechselns der Reichsbahn wird der Reichsautobahn-Schnell- omnibus von Frankfurt auch bis Gießen ver­kehren, mit Haltestelle an der Ecke Frankfurter Straße-Liebigstraße und am Bahnhof. Für den Ver­kehr mit Klein-Linden wird eine Verbesse­rung des Omnibusbetriebs gewünscht. Weiter wird der dringende Wunsch ausgesprochen, dem jetzigen Mangel an geeigneten Ausflugs- g a ft ft ä 11 e n in der Umgebung von Gießen abzu­helfen, ebenso auf mehr Schönheit in den Schre­bergärten hinzuwirken. Zum Schluß wurde auch noch die Frage der Autoparkplätze näher be­sprochen.

Droese. V. a. B.: Treffen imAndres", Sonnen­straße. Bekenntnisgemeinde Gießen: 8.15 Uhr Bibel- und Bekenntnisabend im Johannessaal.

Kameradschaft ehem. 116er.

Der für heute angesetzte Karneradschastsabend ist wegen der heutigen Kundgebung der Partei auf Mittwoch Nächster Woche verlegt worden.

Die deutsche Arbeitsfront x ll.S.-0emeinttttattKratt durch frcuöc"

Theatervorstellung.

Donnerstag, 13. Mai, bringen wir im Stadtthea­ter als letzte Sondervorstellung dieser Spielzeit das LustspielDer Etappenhase", von Karl Vunje Preise: -.50, -.70, -.90 RM. Die Karten können bereits auf der Kreisdienststelle, Schanzenstraße ab­geholt werden.

Zweitägige Omnibus-Psingstsahrt an die Bergstraße und durch den Spessart.

Fahrtweg: Gießen Frankfurt a. M. Darm­stadt Bensheim Reichenbach Lindenfels Beerfelden Michelstadt Amorbach Milten­

berg Wertheim Schollbrunn Rohrbrunn Aschaffenburg Hanau Friedberg Gießen. Teilnehmerpreis einschl. Uebernachtung und Ver­pflegung 17 RM. Abfahrt: 7 Uhr am Haus der Deutschen Arbeit, Schanzenstraße. Vorherige An­meldung auf der Kreisdienststelle ist erforderlich.

Sonderzug zur Ausstellung in Berlin Gebt mir vier Jahre Zeit"

vom 21. bis 24. Mai, Teilnehmerpreis 17.50 RM. Schriftliche Anmeldung auf der Kreisdienststelle.

Urlaubssahrten.

Zu nachstehenden Fahrten im Monat Mai wer­den noch Anmelbungen entgegengenommen: 13. bis 21. Mai, Harz, Teilnehmerpreis 37. RM; 13. bis 23. Mai, Bodensee, Teilnehmerpreis' 42. RM.; 24. bis 31. Mai, Schwäbische Alb, Teilnehmerpreis 30.50 RM.

Pfingffroanberung.

(Zwei Tage.) Gießen durch das Hinterland Hohensolms Nieder- und Ober-Weidbach Wei­denhausen Gladenbach Allna Frauenberg - Marburg, mit der Bahn nach Gießen. Vorherige Anmeldung auf der Kreisdienststelle ist erforderlich.

Hitler-Jugend Samt 146 Gießen.

vetr.: Arbeitstagung aller UnterbannGefolgschafts-' führer und Stellenleiter des Vannes 116.

Die ursprünglich für den 11. Mai vorgesehene Führer-Arbeitstagung findet nunmehr am 12. Mai, pünktlich 20.15 Uhr, auf der Banndienststelle statt.

'Bett.: Gesolgschafts- und Schar-Appelle.

Der Appell der Fliegergefolgschaft und der Mo­torschar findet am 13. Mai in Gießen statt.

Der Appell der Gefolgschaft 15/116 (Graßen-Lin- den) findet am 14. Mai, um 20.30 Uhr, statt.

Belr.: Großkundgebung am 12. Mai.

Der Unterbann 1/116 stellt zu der Großkund- gebung am heutigen Mittwoch eine Ehrenformation (Gefolgschaft 2/116 und Fliegergefolgschaft) mit einer Fahnenabordnung.

Bett.: Ltternbesprechung der Gefolgschaft 4/116.

Die Elternbesprechung der Gefolgschaft 4/116 (Gießen-Ost) findet am kommenden Freitag, 14. Mai, pünktlich 20.30 Uhr, im Schützenhaus statt.

SOM., Untergau 146, Gießen.

Am Donnerstag, 13. Mai, um 20.30 Uhr, findet für die Mädel- und JM.-Führerinnen der Gruppe 6/116 und 10/116 in Reiskirchen (bei Fritzel) eine wichtige Führerinnenbesprechung statt, zu der du mit deiner Sportarartin bzw. einem geeigneten Mädel zu erscheinen hast. Mitzubringen ist Turn­zeug und Schreibzeug!

2im Freitag, 14. Mai, um 20.30, Uhr, findet in Londorf eine Führerinnenbesprechung statt für die Mädel- und JM.-Gruppen 7/116 und 8/116

RUHL Seltersweg Nr. 67

adiO Telephon Nr. 3170 I

eparaturen I897 D H

Geilshausen. Turnzeug und Schreibzeug ist mitzu- bringen. Letzteres gelt auch für die am 12. und 13. angesetzten Besprechungen.

Mädelgruppe 2/116 Giehen-Rord.

Die Mädelgruppe 2/116 tritt am Mittwoch, 12. Mai, um 20.15 Uhr, zum Gruppenappell an der Schillerschule an.

Sitzung des Sezirksverwaltungs- gerichts Gießen.

Am Freitag, 14. Mai, vormittags 8.30 Uhr, fin­det im Sitzungssaal des Regierungsgebäudes zu Gießen, Landgraf-Philipp-Platz 3, eine öffentliche Sitzung des Bezirksverwaltungsgerichts Gießen statt mit folgender Tagesordnung:

1. Klage des Julius Jonas in Londorf gegen den Bescheid des Kreisamts Gießen vom 28. Januar 1937 wegen Versagung des Wandergewerbescheins für das Kj. 1937.

2. Klage des Alex Walldorf in Gießen gegen den Bescheid des Kreisamts Gießen vom 6. Februar 1937 wegen Versagung des Hausiererlaubnisscheins zum Verkauf von Speiseeis für das Kj. 1937.

3. Klage der Anna Engel Wwe. in Muschenheim auf Aufhebung des Beschlusses des Kreisamts Gie- ßen vom 9.10.1936 wegen Entziehung der Wirt­schaftskonzession.

Oberspielleiter Paul Wrede geht nach Mainz.

Paul Wrede, Oberspielleiter der Operette und Oper, Mitglied des Stadttheaters Gießen seit der Spielzeit 1932, wurde für die Spielzeit 1937/38 an das Stadttheater in Mainz als Oberspielleiter der Operette verpflichtet.

Das Deutsche Frauenwerk.

Wenn wir einmal die Frage stellen, welche Aen- berungen der Nationalsozialismus, der doch eine rein männliche Bewegung ist, den Frauen gebracht hat, so werden wir erstaunt sein über die verschie­densten Antworten. Gerade dadurch, daß diese Welt­anschauung beiden Geschlechtern den Platz zuweist, auf den sie von Natur gehören, weckt er in der Frau wieder ureigenste Kräfte. Nicht in einem ge­dankenlosen, oder auch bewußten Machahmen männ­licher Arbeitsweise und in einem Nachlaufen auf den von Männern vorgeschrittenen Wegen sieht der Na­tionalsozialismus das Ideal für das Frauenschaffen, nein, er zeigt der Frau ihr eigenstes Betätigungsfeld und fordert sie auf, hier neue Pfade zu suchen und die Gebiete auszubauen, die für das Wiedererstarken der Nation von unendlicher Bedeutung sind.

Der nationalsozialistische Geist hat dem deutschen Volke nicht nur die Ehrfurcht vor der Mutter wie­der eingeprägt, und lehrt es, in dem Kinde wieder ein Geschenk und eine Freude zu sehen, sondern er gibt der Frau auch wieder Raum zu eigner Gestal­tung und öffnet ihr den Ausblick für neue Ziele im kulturellen Leben. Die seelische Betreuung unseres Volkes ist in die Hände der Frauen ge­legt worden. Dies gilt auch, und zwar in ganz anderem Sinne, für die Frau auf dem Lande. Die Mutter muß wieder lernen, Märchen erzählen und Lieder fingen, sie muß Zeit haben, die Fragen der Kinder zu beantworten und mit ihnen zu spielen.

In diesem Bewußtsein der Verantwortung am seelischen, kulturellen Erstarken unseres Volkes haben sich die Frauen zusammengeschlossen in der großen Aufbauorganisation, dem Deuffchen Frauenwerk. Hier mitzuhelfen, ist der Stolz und die Pflicht jeder deutschen Frau! F. K.

Umtausch alter Rundfunkgeräte und Lautsprecher.

Wie im vergangenen Jahr hat auch in diesem Fahr die deutsche Rundfunkwirtschaft im Einverneh­men mit der Reichsrundfunkkammer eineUm- tauschaktion" für alte Rundfunkgeräte eingeleitet. Danach können in der Zeit bis 15. Juli d. I. ge­braute Empfangsgeräte und Lautsprecher in Rund­funkgeschäften gegen ein neues Gerät umgetauscht merben. Bei ben umzutauschenben Geräten ist es gleichgültig, aus welchem Baujahr sie stammen, oder ob bie Herstellerfirmen noch bestehen ober nicht. Segen Rückgabe bes alten Gerätes ober Lautsprecher Fann ein neuer Empfänger ober Lautsprecher zu einem um 15 v. H. verbilligten Preis, auch gegen Teilzahlung, bezogen werden, lieber alle weiteren Einzelheiten gibt jeher Runbfunkhändler, bei dem auch die Liste ber zum Umtausch zugelassenen neuen Geratetypen aufliegt, genaueste Auskunft. Durch diese Umtauschaktion ist jeder Rundfunkhörer in die IJage versetzt, an den Sendungen des deutschen nundfunks mit den neuesten Erzeugnissen der Rund- unktechnik teilzunehmen.

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.** Maienblasen. Vom Turme der Stadt- k i r ch e wird am heutigen Mittwochabend ab 19 Uhk folgendes bargeboten: 1. ChoralSei Lob' und CHS