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Hr.36 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Hreitag, l2.Wruar (937
Manöverkrieg zwischen Lahn und Lumda.
Winierübung der Garnisonen Gießen, Wetzlar und Marburg.
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Schwere Waffen der Infanterie beim Stellungswechsel.
Artillerie in der Feuerstellung in der Nähe der Wellersburg.
tenden Widerstand gegen die vordringenden blauen Truppen. Am frühen Nachmittag aber setzt Rot zu einem kräftigen Offensiostoß über Staufenberg auf Daubringen erfolgreich an.
Der Divisionskommandeur, Generalleutnant O ß - w a l d, wohnt der Hebung von Anfang bis Ende bei. Er besichtigt an zahlreichen Stellen die Truppen bei ihren Bewegungen im Gelände.
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Der Verlauf der Hebung zeigt zahlreiche interessante Einzelbilder. Auf alle Einzelheiten der Kampfhandlungen kann in diesem Zusammenhang natürlich nicht eingegangen werden, weil man als Schlachtenbummler eben immer nur einen Teil des Frontgeschehens vor Augen hat, das Gesamtbild auf Grund der ununterbrochen einlaufenden Meldungen nur dem Leitenden, für ihren Kampfraum den Führern der beiden Parteien bekannt ist. Es ergibt sich daher von selbst, daß unser Bericht keine fachmilitärische Abhandlung über die Hebung sein kann, sondern nur einige interessante Einzelausschnitte aus dem Gesamtbild zu bieten vermag. Nach dieser Richtung hin haben wir ebenso wie alle übrigen Schlachtenbummler am gestrigen Tage viel Schönes erlebt.
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Am letzten Montag waren wir im Landregen Zeuge des Gefechtsschießens der 2. Kompanie L Bataillons JR. 116 in der Gegend südöstlich von Daubringen. Am gestrigen Donnerstag führte die Soldaten und uns, als Manövergäste, der Weg wiederum in diese Gegend und noch ein Stück darüber hinaus anläßlich der Winterübung der Garnisonen von Gießen, Wetzlar und Marburg. Mittlerweile hat sich aber der Winter wieder eingestellt. Denn am Morgen, den wir zu früher Stunde im Gelände erleben, zeigt die Landschaft ein ausgesprochen winterliches Bild. Leichter Schnee bedeckt die Aecker und den Wald. Etwas Frost hat die Erde leicht frieren lassen, aber beim Gang über die Sturzäcker sinkt man bis an die Knöchel im Erdreich ein, und die Geschütze unserer Gießener Artilleristen stecken zum Teil bis an die Achse der Räder in der Erde. Im Laufe des Tages, bei zeitweisem schwachen Schnee und Regen, bei allmählich immer stärker einsetzendem Tauwetter, wird die Passierbarkeit des Geländes nicht besser. Dennoch bleibt alles, Soldaten und Schlachtenbummler, selbst die Frauen und die Mädels, stramm bei der Stange, sie machen unverdrossen den Bormarsch der blauen Partei mit, sind aber ebenso soldatenbegeistert später auch bei der roten Partei, als diese im westlichen Teil des Lumdatales, in der Gegend zwischen Staufenberg und Daubringen, immer stärker in Erscheinung tritt. Charakteristisch für die Begeisterung der Bevölkerung ist nicht nur die Tatsache, daß überall in den Orten des Hebungsraums (Staufenberg, Daubringen, Mainzlar, Treis an der Lumda), die Bevölkerung in Scharen auf den Straßen weilt und zum Teil mit den Soldaten hinauszieht ins Gelände, kennzeichnend für die Begeisterung ist u. a. auch das Bekenntnis eines jungen Saubringer Mädels, das es im freien Feld inmitten des schlimmsten Drecks ablegt mit den Worten: „Heil werd naut geschafft, heit gehts bei de Svldate". Hnd dabei finkt das arme Ding mit Halbschuhen bis weit über die Knöchel in Wasser und Dreck ein. Daß die Schulen mit ihren Lehrern geschlossen auf dem „Schlachtfeld" erscheinen und überall hin eifrig den Soldaten folgen, sei als Selbstverständlichkeit hier verzeichnet. Daß aber auch manche Großväter, trotz der Ungunst des Wetters, sich auf den Weg gemacht haben, und unermüdliche Begleiter der Truppen sind, ist schon etwas ganz besonderes und zeugt eindrucksvoll dafür, wie sehr die Liebe aller Volksgenossen unserer Wehrmacht gilt. Erwähnt sei in diesem Zusammen
hänge noch, daß die Soldaten überall in den Orten herzliche Ausnahme finden.
Das „Schlachtfeld" wird im Westen von der Linie Hangelstein—Staufenberg, im Norden von den Höhen bei Staufenberg bis in die Gegend von Treis a. d. Lda., im Osten von der Linie Treis— Climbach—Nordrand des Alten-Busecker Waldes, im Süden vom Alten-Busecker Wald — Rand des Wiesecker Waldes am Fuße des Südhangs des Hangelsteins begrenzt. Das Hebungsgelände ist durch seine Bodenformation und seine vielgestaltigen Waldbestände, Acker- und Wiefenland und allerlei Bodenfalten und -gruben, für den Einsatz der verschiedensten militärischen Machtmittel sehr interessant und auswertungsfähig. Mancherlei Heberrafchungs- momente bei der Entwicklung der Truppen sind in solchem Gelände natürlich gegeben und begünstigen die Durchführung der Operationen. Allerdings müssen dabei — und zumal bei den Boden- und Witterungsverhältnissen wie am gestrigen Donnerstag — an Mensch und Tier, wie auch an die Fahrzeuge sehr große Anforderungen gestellt werden. Der Verlauf der Hebung" zeigt denn auch, daß diese nicht etwa ein militärischer Spaziergang ist, sondern daß die Soldaten außerordentlich viel hergeben müssen,
um die von der Führung gestellten Aufgaben zu erfüllen. Nach dem Signal „Das Ganze halt", am Nachmittag kurz nach 14 Uhr, und auf dem Rückmarsch der Truppen zu ihren Standorten kann man denn auch die Wahrnehmung machen, daß die Männer ein ansehnliches Maß von Strapazen bewältigt haben.
Heber die Kampftage ist in großen Zügen zu sagen: Die Hebung steht unter der Leitung des Kommandeurs unseres Jnf.-Rgts. Nr. 116, Oberst H e r r I e i n. Blau ist im Raume östlich der Lahn und südlich der Lumda unter Führung von Oberstleutnant Döring, Kommandeur unserer Gießener Artillerieabteilung, im Angriff und in gut fortschreitendem Kampf aus der Gegend des Hangelsteins bis auf die Höhen südlich von Treis (Lda.) in Richtung Climbach. Rot steht unter Führung von Oberstleutnant Brabänder, Kommandeur des II. Batl. Jnf.-Rgt. 57 Marburg, und operiert westlich der Lahn und nördlich der Lumda aus dem Raume von Salzböden und südlich Nieder-Walgern; das MG.-V. 2 Wetzlar ist als rote Truppe aus der Gegend von Kesselbach—Londorf nördlich der Lumda bis in den Raum von Staufenberg und Daubringen vorgeschoben und leistet hier am Vormittag hinhal-
Am Morgen kurz vor 8 Hhr weilen wir auf unserem Wege zum Gefechtsfeld als der ersten Truppe bei zwei in unmittelbarer Nähe der Wellersburg am Südrand des Wiesecker Waldes (Südabhang des Hangelsteins) in Stellung gegangenen Batterien unserer Gießener Artillerie. Da der Ma- növerkrieg um 7.30 Hhr begonnen hat, haben unsere Artilleristen schon allerlei Arbeit hinter sich. Mensch und Tier haben auf dem weicken Acker- und Wiesenboden schon erhebliche Anstrengungen geleistet. Ein Geschütz ist bis an die Radachse in den Boden eingesunken. Wir treffen die Mannschaften während einer kurzen Feuerpause an, nachdem sie ihr Feuer in nordöstlicher - östlicher Richtung auf den nördlichen Rand des Alten-Busecker Waldes gelegt haben. Trotz der Kälte des winterlichen Frühmorgens sind die Soldaten guter Dinge und mit allem Eifer bei ihrer Aufgabe
Unfer Weg führt uns sodann zum Gefechtsstand des Führers der blauen Partei, den wir noch auf seiner ersten Befehlsstelle des Tages, am Nordhang des Hangelsteins, antreffen. Hier herrscht reger Betrieb. Der Vormarsch der Infanterie von Blau ist bereits in vollem Gange; die Kompanien haben zum Teil das Waldstück des Hangelsteins schon durchschritten,' kurze Zeit später treffen wir
Tankabwehr sichert die Straße nach Staufenberg zu.
Infanterie auf dem Vormarsch in Daubringen. — (Aufn. [4]: Pfaff, Gießen.)
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Kleines Schiff auf Dem großen Meer 23on Willy Kramp.
Es ist gut, daß die Seekrankheit nicht abgeschafft werden kann, Sonst würden die Reisenden der „Bremen" und „Europa" vollends glauben, daß das Meer nur dazu da fei, um von ihnen nett oder langweilig oder großartig gefunden zu werden. Hier auf unserem kleinen Frachtdampfer, der sich bei Windstärke 8 mutig und eifrig durch Ost- und Nordsee vorwärts wühlt, erlebt man das Meer als eine harte, gestrenge Wirklichkeit, die Gehorsam fordert, als ein Element, das durch Feindschaft und Freundschaft Menschen formt nach seinem Bilde: hart und klar und tief und rätselhaft. Element wie Erde, Luft und Feuer, nur wilder und geheimnisvoller als diese.
Wir in den Städten wissen ja nicht mehr, was das eigentlich ist: die Elemente. Wir glauben, sie seien etwas Böses und Niedriges. Aber die Elemente sind die Baustoffe Gottes in der Welt.
Wir sprachen von der Seekrankheit: Ist die Seekrankheit schön? Gewiß nicht. Man steht mühsam an Deck oder liegt in der Koje; sterbensübel ist einem in jedem Falle, das kleine Schiff rollt und stampft über die fremde Tiefe, und man kann mit dem lieben Verstand schlechterdings nicht begreifen, daß das bißchen Wiegen und Schaukeln einen Menschen so krank machen kann, so sterbenskrank!
Dann schließlich gewöhnt man sich. Man „gewöhnt" sich, ja, aber was heißt das? Ich glaube, es heißt: Man wird gehorsam gegen das Element, gehorsam, wie es die Seeleute sind. Was meine ich damit? Seht euch die Seeleute an: Ihr Gang ist befreit, ruhig, prüfend, jede Bewegung geht richtig von der Körpermitte aus. Hnd das haben sie von den Wellen gelernt, an deren Rhythmus sie sich gewöhnen müßten. «Ihr Blick ist still und fernhin gerichtet: das haben sie von der Weite des Meeres, ähre Gesichter find hart und wissend, ihre Rede still und brüderlich: Das macht der Tod, den sie kennen, weil er ihnen immer nahe ist.
Man kann „Passagier", „Reisender" sein wollen auch an Bord unseres kleinen Frachtdampfers. Das sieht bann etwa folgendermaßen aus:
Ein rosiger, stattlicher, eleganter Herr tritt zu mir auf die Kommandobrücke, wo ich mich mühsam auf den Beinen halte. Er begrüßt mich forsch, stellt fest, daß wir anscheinend die einzigen Passagiere an Bord seien und erkundigt sich nach meinem Befinden.
Seekrank? Oho, das solle ihm allerdings nicht passieren. Er nehme sich zusammen. Er lasse sich vom Meer nicht sein körperliches Befinden vorschreiben. Bisher sei er auch noch nie krank gewesen, und nun gar „auf diesem Pott hier —!" Na, zunächst gebe es jetzt einmal Mittag, und ich solle lieber mit ihm in die Kajüte kommen und einen „ordentlichen Schlag" essen, das sei besser, als hier zu stehen und auf die Seekrankheit zu warten. (Typische Einstellung eines „Passagiers": Das Meer hat mir nichts zu befehlen. Hier bin ich auf einem Schiff, d. h. ich bin so gut wie an Land. Was ich mit dem Meer meinerseits anfange, ist vollkommen meine Sache.)
Nach einer Weile kam er zurück. Jedoch er hatte sich etwas verändert. Er ging zwar noch stolz und aufrecht, aber etwas stimmte nicht mit ihm ... Ohne mich armen Seekranken eines Blickes zu würdigen, ging er schnurstracks ins Kartenhaus hinein, offenbar um mit dem Kapitän zu plaudern, doch sehr bald stürzte er stumm und merkwürdig eilig wieder heraus — rosig, stattlich immer noch, aber bei weitem nicht mehr so forsch wie zuerst. Er trat neben mich und brachte mühsam hervor: „Das ist ja zum Kotzen!"
Gesagt, getan. Der Rest waren Naturalien.
Ich stand dabei und dachte: Wie gut, daß die Seekrankheit nicht abgeschafft werden kann!
Der Kapitän trat aus dem Kartenhaus und sagte ruhig: „Man kann den Mund auf verschiedene Arten voll nehmen." sicherlich dachte er dasselbe wie ich
Wissen Sie, was eine Heulboje ist? Das ist ein metallenes großes Ding, das als Warnung für die Schiffe an bestimmten' Stellen nahe der Küste im Meere verankert ist und in regelmäßigen Abständen einen heulenden Ton von sich gibt. Eine Heulboje also. Eine solche Heulboje kann einen selber zum Heulen bringen mit ihrem melancholischen Gesang. Jetzt fahren wir zum Beispiel an der Insel Fehmarn vorbei, und da liegt eine solche Heulboje und heult. Heult wie ein Mensch, der von aller Welt verlassen ist. Tag und Nacht und Jahr für Jahr muß sie da liegen und beulen, bitte stellen Sie sich das vor! Niemand denkt an die arme heulende Boje draußen auf See
Ooooooo ....! Aber die Heulboje hat Sehnsucht nach dem Land... Alles auf See hat Sehnsucht nach dem Land. Hört die Matrosen, sie sagen: „Ja, an Land —!" Hnd lächeln dabei und meinen: „... Familie, stilles Zimmer, Braut, Lampe, Musik, Garten, Glocken am Sonntag, Feierabend mit Kindern..." Sie sagen: „Ja, an Land!" und ihre Augen leuchten. Aber sie wissen nicht, daß das
Meer trotzdem ihr richtiges Schicksal ist urtb daß auch diese Sehnsucht nach dem Lande zu ihrem Seemannsschicksal gehört.
Ich liebe dieses kleine Schiff, das sich immer aufs neue geduldig und mutig den großen grünen Wellen hinneigt; das unsere Wohnung und unsere Welt ist hier auf dem fremden feindlichen Wasser.
Jetzt ist es Nacht, der Mond scheint über dem Meer, der Himmel ist voller Sterne. Die Sturmwolken sind ihres Weges gegangen, aber die Oberfläche des Wassers ist noch aufgewühlt von dem eben abgeklungenen Sturm. Schwere schaumige Wellen rauschen weich von der Seite her, fassen unser Schiss und heben es schräg hoch, so daß man jedes Mal fürchten muß, das Schiff werde die Balance verlieren und seitlich umschlagen. Aber das Schiff geht nicht unter. Es fährt sogar munter weiter unö weiter, immer von weißem Schaum umgeben. Hnd da ist eine gute richtige Sache: Ein Schiff nachts auf dem Meer. Der Himmel hoch, voller Sterne, das Meer vom Mondlicht glitzernd übergossen, ein bebendes sanftgewelltes Hügelland.
Nacht, tiefer Winter. Auf dem Lande brennen sie noch die Lampen und sitzen im Warmen, an stillen Tischen. Hier ist dunkles Wasser, Dienst, Wachsamkeit, Befehl und Gehorsam.
Hnd so fährt unser kleines Schiff durchs große Meer.
Mutig, munter, unermüdlich
Gloria-palast:
,z(Seine Tochter ist der Peter"
Der Streit um das einzige Kind aus geschiedener Ehe ist weniger ein filmisches als ein episches Thema, und man merkt dem Film auch an, daß ein Roman (von Edith Z e 11 w e k e r) dem Drehbuch (von Erich E b e r m e y e r) als Vorlage gedient hat. Das eigentliche, sehr ernsthafte Problem mit seiner rechtlichen wie rein menschlichen Seite wird aber, zum Glück für den Film, der im Ganzen auf einen Hellen und heiteren Ton gestimmt ist, nur gestreift und jedenfalls auf eine überraschend unkomplizierte, wenn auch die einzig mögliche Weise aus der Welt geschafft. Ein wirklicher Gewinn ist die Bekanntschaft mit einem neuen Filmkinde namens Traudt Stark, das sich durch feine ungezwungene und unverdorbene Natürlichkeit die Herzen der Beschauer gewinnt; die Szenen dieser kleinen Elisabeth, die in Tiroler Lederhosen umherspringt und von allen Leuten nur Peter genannt wird, sind herzerfrischend. Kar! Ludwig
Diehl ist ein zärtlich besorgter Papa, Paul Hörbiger ein rührender und gemütvoller Onkel. (Man muß an den Kinderarzt Dr. Engel denken, den er neulich spielte.) Dazu die Tschechowa, in jugendlicher Eleganz eine gefährliche Rolle mit Takt überschauend, und Maria A n d e r g a st, als Gegentyp, einfach und herzlich. Ein paar zarte Liebesszenen sind ihr zu verdanken. Heinz H e 1 b i g führte Regie; die Landschaft zwischen Salzburg und Kitzbühel gibt einen prächtigen Rahmen. — Im Beiprogramm: gute und seltene Tierbilder aus dem deutschen Walde; ein Micky-Maus-Scherz; die neue Ufa-Wochenschau und ein Vorspann zu den „Blinden Passagieren" Pat und Patachon.
Hans Thyriot.
Ähnlichkeiten bei Menschen und Tieren.
Heber diese Probleme stellt der Zoologe Krieg, ehemals Leiter der deutschen Gran Chaco-Expedi- tion, in „Natur und Volk" interessante Betrachtungen an. Zwillinge, die gemeinsam einer Eizelle entstammen, gleichen sich vielfach so, daß sie kaum für ihre nächste Umgebung auseinander zu kennen sind. Sie müssen stets gleichen Geschlechtes sein, und da es Tiere gibt, bei denen der ganze, oft ein halbes Dutzend Individuen enthaltende Wurf sich aus nur einem Ei entwickelt (wie z. B. bei den Gürteltieren), so kommen mit jedem Wurf nur Brüder oder nur Schwestern, niemals gemischte Geschlechter zur Welt. Bei Menschen ist die Aehnlichkeit der Züge oft nur eine scheinbare, die dadurch heroorgerufen wird, daß z. B. die Mundstellung beim Reden in einer bestimmten Sprache, die in Gebärdenspiel ausgebildeten Muskeln zu Haltung oder Bewegungen bringt, die den Gesichtsausdruck dem der sie umgebenden Menschen ähnlich macht.
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Ernannt wurden: Dr. habil. Johann Leß an der Universität Berlin zum ordentlichen Professor der Tierheilkunde daselbst; der Dozent Dr. Friedrich Scheffer an der Universität Jena zum ordentlichen Professor für landwirtschaftliche Chemie daselbst. —
Von den amtlichen Verpflichtungen wurden entbunden: Professor Dr Jakob Bilz, Ordinarius für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Universität Freiburg; Professor Dr. Nikolaus H i l- fing, Ordinarius für Kirchenrecht an der Universität Freiburg.


