vor dem Kriege im Gegensatz zu anderen Mächten
B.
Oie Führeriagung der HL.
Darmstadt, 9. Okt. (LPD.) Die Arbeiten der HI.-Führertagung des Gebietes Hessen-Nassau begannen am Samstagvormittag mit einem Vortrag des Reichsamtsleiters Dr. Groß, der den systematischen Aufbau des deutschen Volkes in den Mittelpunkt seiner Ausführungen stellte. Landesbauernführer Dr. Wagner behandelte die nationalsozialistische Agrarpolitik. Gauschulungsleiter Pg. R u - der behandelte die weltanschauliche Schulung der HJ.-Führer. Das ganze Volk solle das große Zeitgeschehen verständnisvoll beobachten, nicht nur die äußeren Erscheinungen sehen, sondern die treibenden Kräfte erkennen. Drei große Aufgaben erwachsen der Führerschaft: Die politische Erziehungsarbeit, die weltanschauliche Aufklärung und die Hinführung zu einer neuen Lebenshaltung. Kleists „Hermannsschlacht" im Hessischen ^andestheater machte sichtlichen Eindruck auf die Zuhörerschaft.
Stolz müsse jeder Volksgenosse darin sehen, Sozial! st der Tat und damit S o z i a l i st Adolf Hitlers zu sein.
Der Beauftragte des Winterhilfswerkes für den Gau, Parteigenosse Haug, schloß die Kundgebung mit dem Gelöbnis, daß die Helfer alle Kräfte zum Gelingen des Werkes in unserem Gau einsetzen. Wir wissen, so rief er aus, daß wir dadurch nicht nur unserm Volk dienen, sondern damit auch das beste Bekenntnis zu unserem Herrgott ablegen.
Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger hat am gestrigen Sonntag das Winterhilfswerk 1 9 3 7/38 im Gau Hessen - Nassau eröffnet. Eine großartige Kundgebung im Schu- manntheater in Frankfurt a. M. war der Rahmen für den Rückblick und den Appell des Gauleiters an alle Volksgenossen im Gau. Aus allen Teilen des Gaugebiets waren die Mitarbeiter des WHW., führende Männer der Partei, des Staates, der Wehrmacht, der Wirtschaft und des übrigen öffentlichen Lebens, u. a. auch Vertreter der Kirche, gekommen, und sie alle hatten den großen Raum des Schumann- theaters bis zum letzten Platz besetzt.
Dor diesen Tausenden von Männern und Frauen entrollte der Gauleiter in seiner Eröffnungsansprache zunächst ein außerordentlich eindrucksvolles Bild von dem bisherigen Wirken der NSV. und des WHW. seit 1933. Es waren Ergebnisse von großer Bedeutung, auf die er mit berechtigtem Stolz Hinweisen konnte, und die erfreulicherweise unfern Gau mit an die Spitze aller WHW.-Leistungen im ganzen Reiche stellen. Angesichts dieser erfreulichen Opferleistungen in unserem Gaugebiet ist es für alle Mithelfer an diesem großen Werke des Führers, die Spender und Sammler in Stadt und Land, ein schöner Lohn, daß der Gauleiter ihnen seine große Anerkennung und seinen herzlichen Dank für diese vorbildlichen Leistungen aussprach. Dank und Anerkennung galten insbesondere auch dem Gaubeauftragten des WHW. Pg. Haug und seinen hauptamtlichen und ehrenamtlichen Helfern und Helferinnen in allen Orten des Gaugebietes, die sich in anerkennenswerter, rastloser Arbeit werktags und sonntags für die Erfüllung der großen Aufgaben der NSV. und in deren Rahmen des WHW. eingesetzt haben.
Mit packenden Worten betonte der Gauleiter dann die dringende Notwendigkeit, daß unser Gau bei den bisherigen Leistungen des Kampfes gegen Hunger und Kälte und bei der Erfüllung der vielfältigen Verpflichtungen der NSV. nicht stehenbleiben darf, sondern alle Anstrengungen machen muß, um die bisher erreichte Spitze der Opferleistungen noch zu übertreffen. Mit Recht konnte der Gauleiter allen Hörern seiner aufrüttelnden Ansprache die Tatsache vor Augen stellen, daß d i e Aufgaben der NSV. und in ihrem Rahmen auch des WHW. trotz des erfolgreichen Kampfes
gültig einverleibt. Rechtsgefühl und politische Vernunft fordern hier vielmehr eine Evolution im Sinne der Wiedergutmachung, d. h. die R ü ck g a b e der Gebiete an ihren rechtmäßigen Besitzer. Das ist die so gern übersehene rechtliche Seite. Daneben aber stehen die Forderungen der nationalen Ehre, die durch die längst widerlegte Kolonialschuldlüge angetastet wurde. Die Verleumdung, Deutschland sei unwürdig, Kolonien zu verwalten, wird zwar heute auch auf englischer Seite nicht mehr ernsthaft vertreten. Wiedergutgemacht werden kann sie gleichwohl nur mit der Rückgabe der Kolonien.
Rechtliche und moralische Realitäten stützen so den deutschen Anspruch und stempeln ihn zu alles anderem als zu einer unbilligen oder gar gefährlichen Forderung. Diese Realitäten verlieren auch nichts von ihrem Gewicht, wenn man sie übergeht oder sie von Grund auf absichtlich verfälscht. Dies gilt vor allem gegenüber der neuen Ausflucht, mit der man in England operiert, daß nämlich eine Rückgabe der deutschen Kolonien gleichbedeutend wäre mit der Gefährdung britischer Weltreichsinteressen, weil Deutschland seine Kolonien z u Flottenstützpunkten und gegen England gerichteten militärischen Ausfallstellungen ausbauen würde. Das ist eine grobe Unwahrheit, die sich angesichts der friedlichen Zielsetzung der deutschen Kolonialpolitik von selbst richtet. Sie ist um so
Am Geburtstage Horst Wessels.
Reichsminister Dr. Goebbels spricht in der Feierstunde der Berliner SA.
Der Appell des Gauleiters.
Alle Volksgenossen in unserem Gau Sozialisten der Tat.
und zugleich anfeuernden Worten den Tausenden aus dem Herzen gesprochen, wie tief sein eindringlicher Appell alle Zuhörer gepackt, und wie stark er damit dem Werke der NSV. und des WHW. Förderung hatte zuteil werden lassen, das alles kam in dem gewaltigen Beifallssturm zum Ausdruck, mit dem die große Versammlung ihm dankte und sich zugleich zu seinen Gedanken und seinen beherzigenswerten Forderungen bekannte.
systems. Die Greuellüge von der Unwürdigkeit und Unfähigkeit Deutschlands zur Verwaltung seiner Kolonien mußte herhalten, um die Abtretung der deutschen Kolonien und ihre Unterstellung unter den Völkerbund mit einem Schein des Rechtes zu verkleiden. Eine verschleierte Annektion und ein Rechtsbruch ohnegleichen wurde so am Ende nach außen hin noch als ein Akt der Vernunft und eines selbstlosen Verantwortungsgefühls hingestellt. Heuchelei und Begehrlichkeit hatten ein würdiges Bündnis geschlossen.
Aber das Mandatssystem ist nicht nur bemerkenswert wegen der Unmoral seines Ausgangspunktes. Es ist auch für die Behandlung der ganzen Kolonialfrage insofern wichtig, als es durch sich selbst die jetzt auftauchenden Behauptungen widerlegt, Deutschland habe die Kolonien verloren, weil es zuvor den Krieg verloren habe. Davon findet sich im Versailler Diktat keine Spur, und wenn Deutschland heute die „W iederaufnahme des Verfahrens" betreibt, um in den Besitz seines Eigentums zu gelangen, so geschieht dies mit um so mehr Berechtigung, als das Mandatssystem kein Eigentums-, sondern lediglich ein Treuhänderverhältnis begründet. Zugleich liegt es im Begriff des Mandates, daß dieses Treuhänderoerhält- nis nichts Endgültiges ist. Das beweist auch die herrschende Mandatspraxis, denn es wurden bereits in mehr als einem Fall Veränderungen und Wandlungen vollzogen. Es gibt also hier durchaus die so beliebten „Präzedenzfälle".
Im Falle der deutschen Kolonien kann eine solche
Mit großen Strichen zeichnete Dr. Goebbels das leuchtende Charakterbild Horst Wessels, die mannhafte Persönlichkeit des Kämpfers, der nicht befangen in Vorurteilen zum Volk ging, weil er zu ihm gehörte und der somit zum Typ des politischen Soldaten der Bewegung wurde. Viel zu lange sei unser Volk ein Volk der Dichter und Denker gewesen, dem die Einsicht in die politischen Voraussetzungen, auf denen sich unser nationales Schicksal aufbaut, und in die Schwierigkeiten, mit denen wir in einer Welt der Gegensätze zu kämpsen hatten, gefehlt habe. Allzu lange hätten wir als romantische Idealisten auf die Einsicht und die Verständnisbereitschaft der Welt verttaut, ein Irrwahn, der uns teuer zu stehen gekommen sei. Erst die nationalsozialistische .Bewegung habe dem deutschen Erbübel der Zersplitterung ein Ende gemacht. Sie habe dem deutschen Arbeiter die Augen geöffnet für die deutschen Lebensnotwendigkeiten.
„Unsere Bewegung", erklärte der Minister, „hat die Nation gelehrt, das Leben real zu sehen, sie hat ihr die Erkenntnis vermittelt, daß Schwert und Hammer, Stirn und Faust, Armee und politische Bewegung Hand in Hand gehen müssen, soll sich das deutsche Volk in der Well behaupten. So erstand der politische Soldat, der, die Waffe des Geistes führend, als Erkennender der Nation voranschreitet. Das Reich wird uns bleiben, wenn wir es mit denselben Tugenden verleidi- gen, mit denen wir es ein st geschaffen haben! Diese Tugenden zu bewahren und ihre Reinheit zu überwachen, das ist die Aufgabe unserer Bewegung und ihrer Kampfformationen, vor allem aber derjenigen Truppe, mit der wir einstmals unsere Versammlungs- und Straßenschlachten geschlagen haben, der S2L 3n ihr muh der alte. Kampfgeist, den wir auf die ganze Nation übertragen wollen, lebendig bleiben! Ohne ihn wäre der Nationalsozialismus nicht lebensfähig und nicht vollständig." Nach der Ansprache des Gauleiters marschierten die Brigaden an dem Führer der SA.-Gruppen Berlin-Brandenburg, Obergruppenführer von I a - g o w, vorbei. Schweigend zogen die braunen Sturmbataillone an dem Hause Große Frankfurter Straße 62 vorüber, in dem Horst Wessel den Kugeln der kommunistischen Meuchelmörder zum Opfer fiel. Ein Vorbeimarsch der Brigade 29 am Nikolaifriedhof, der letzten Ruhestätte des Freiheits- Helden, bildete den Abschluß der Gedenkfeier.
Oer erste Eintopfsonntag.
Berlin, 10. Okt. (DNB.) In Berlin opferten wieder viele unbekannte Männer und Frauen, annähernd 70 000 Block- und Hauswalter und ihre freiwilligen Helfer, ein Tageswerk im Liebesdienst für die Allgemeinheit. An zwanzig verschiedenen Stellen der Stadt wurden öffentliche Spei»
NSG. Nach einem Musikstück und einem Liedoor- trag der Singschar der Hitler-Jugend begrüßte der Gaubeauftragte für das WHW., Haug, die Gäste. Er erklärte dann mit Lieser Kundgebung die Gau- arbeitsgemeinschaft für das WHW. für gebildet. Dem Gauleiter meldete er 22 000 Helfer, die bereit ständen, das große Werk der sozialistischen Tat zu beginnen. Hierauf ergriff
Gauleiter und Reichsstatthatter Sprenger
das Wort. In feiner Ansprache führte er u. a. aus, daß das WHW. des Gaues Hessen-Nassau in seinen Leistungen mit an der Spitze aller Gaue im Reich stehe. Wie im Reich so seien in unserem Gau die Leistungen seit 1933 ungeheuer gestiegen. An Hand von Zahlen bewies er die Opferwilligkeit der Bevölkerung.
An Geldspenden wurden im.WhW. 1933/1934 fast fünf Millionen aufgebracht. Der Betrag stieg im WHW. 1934/1935 auf nahezu sieben Millionen, 1935/36 auf über sieben Millionen RM. und 1936/1937 auf 8 013 000 RM. An Eintopfspenden wurden bisher 6 504 000 RM. gesammelt. Der Wert der Sachspenden war in den vier Jahren über 24 Millionen RM. Die Strahensammlungen ergaben 1933/1934 328 000 RM., 1934/1935 416 000 RM., 1935/1936 919 000 RM. und 1936/1937 1 210 000 RM.
Die Steigerung der Beträge von Jahr zu Jahr müsse auch im Winterhilfswerk 1937/1938 anhalten. Alle Helfer müßten sich für das Gelingen einsetzen. Die Steigerung sei notwendig, da die Aufgaben, die dem WHW. und der NSV. gestellt seien, grö- ßer geworden seien. Früher mußten sieben Millionen Arbeitslose betreut werden. Diese seien heute fast restlos in Arbeit und Brot gebracht. Es gelte nun, die Volksgenossen, die zwar ein Einkommen haben, bei denen aber noch Not herrsche, zu unterstützen, um ihnen das Leben angenehmer zu gestalten. Im vorigen Jahr hätten die Mittel nicht restlos zur Unterstützung eingesetzt zu werden brauchen. Große Beträge hätten für neue Auf
neue Atmosphäre der Zusammenarbeit der Völker auf der Basis der gegenseitigen Achtung und Anerkennung der nationalen Verschiedenheiten anstrebe. — Die Führertagung schloß mit dem Schlußappell und einem Vorbeimarsch der HJ.-Formatio- nen, wobei Gebietsführer Brandt Worte des Abschiedes an die versammelte HJ.-Führerschast und die HI. des Standorts Darmstadt richtete.
Oas Baujahr derHiilerjugend
Weihe von 58 neuen Jugendherbergen.
। Berlin , 9. Okt. (DNB.) Am Sonntag, 17. Oktober d. I., wird der Jugendführer des Deutschen
; Reiches im Rahmen einer Feier, die vom deutschen Rundfunk übertragen wird, die Einweihung der neuen Jugendherberge auf dem Annaberg (Oberschlesien) vornehmen. Zur gleichen Stunde werden weitere 57 Jugendherbergen eingeweiht, bei 19 Jugendherbergen das Richtfest gefeiert und zu 19 Jugendherbergen der Grundstein gelegt. Die Gemeinschaftsweihe von 58 neuen Jugendherbergen sowie die Richtfeste und Grundsteinlegungen bedeuten für das deutsche Jugendherbergswerk, welches seit der Machtübernahme von dem ^Beauftragten des Jugendführers des Deutschen Reiches, Obergebietsführer Rodatz, geleitet wird, einen großen Erfolg in dem Bestreben, über das ganze Reich ein dichtes Netz von Jugendherbergen für die wandernde deutsche Jugend zu errichten. Das deutsche Jugendherbergswerk tritt damit seit 1933 zum dritten Male an die Öffentlichkeit und stellt die Leistungen des Jahres 1937 unter Beweis. Konnten im Jahre 1935 26 neue Jugendherbergen und im Jahre 1936 49 Jugendherbergen in Dienst gestellt werden, so hat sich in diesem Jahr die Zahl erfreulicherweise weiterhin auf 57 erhöht.
sogar die Militarisierung der Eingeborenen a b - lehnte. Im übrigen sollte allein ein Tatbestand wie der deutsch-englische Flottenvertrag mit seiner freimütigen Anerkennung der englischen Weltreichsinteressen es verbieten, mit imperialistischen Verdächtigungen gegen den deutschen Anspruch zu Felde zu ziehen.
Ausdruck britischer Staatskunst ist es früher immer gewesen, Entwicklungen rechtzeitig Rechnung zu tragen, deren Unvermeidlichkeit einmal erkannt war. Wenn man die deutsche Kolonialforderung im Lichte der geschichtlichen Wahrheit und in all ihren Aspekten betrachtet, würde man auch erkennen, daß dieses Problem, seiner ganzen Entstehung und inneren Natur nach, nicht zur Ruhe kommen kann, bis die Forderungen des Rechtes und der Ehre erfüllt sind. Vielleicht macht man sich im übrigen in London auch einmal klar, wie verhängnisvoll es die ganze Nachkriegszeit hindurch gewesen ist, eine Vogel-Strauß-Politik zu treiben und Beschwerden und Krankheitskeime künstlich am Leben zu erhalten, die ganz zwangsläufig den zwischenstaatlichen Gesundungsprozeß aufhalten und immer wieder Rückschläge Hervorrufen müssen. In jedem Falle wird der deutsche Kolonialanspruch der Maßstab sein und bleiben, an dem die Ehrlichkeit mancher Beteuerungen und Absichten gemessen werden muß.
Berlin, 9. Okt. (DNB.) Der ehemalige rote Osten Berlins, wo Horst Wessel einst seinen SA.-Sturm 5 zu einer stahlharten Kampfgemeinschaft zusammenschmiedete und diese Hochburg des Marxismus ins Wanken brachte, war am Samstagabend der Schauplatz eines gewaltigen Aufmarsches der Berliner SA. Die 30. Wiederkehr seines Geburtstages war der Anlaß, um dem Vorkämpfer des Dritten Reiches eine würdige Ehrung zu erweisen. Vor Beginn der Veranstaltung legte der Berliner Gauleiter Reichsminister Dr. Goebbels einen Kranz in dem zu einer Gedenkstätte ausgestalteten Sterbezimmer im Horst- -Wessel-Krankenhaus nieder. Unter den Klängen des Signalhorn-Marsches traf der Gauleiter sodann auf dem Küstriner Platz ein, der im weiten Rund von Hunderten von lodernden Fackeln umsäumt war. Nach dem Gesang des alten Kampfliedes „Durch Groß-Berlin marschieren wir" ergriff Obergruppenführer von Jagow das Wort. Er erklärte u. a.: „Wir wollen uns nicht erschöpfen im bloßen Gedenken, sondern wir wollen darüber hinaus handeln im Geiste des unvergeßlichen Sturmführers. Deswegen marschieren wir von hier durch die Straßen seines Kampfes, wo sie einst das Volk aufriefen für unseren Führer und für Deutschland. Die Berliner SA. steht heute bereit, die Parole ihres Gauleiters Dr. Goebbels entgegenzunehmen zu neuem Vormarsch. 40 SA.-Männer starben im Kampf aus den Reihen der Gruppe Berlin-Brandenburg. Ihrer gedenken wir in dieser Abendstunde, indem wir schweigend den Sturmführer Horst Wessel ehren." Nach einer Minute stillen Gedenkens ertönte das Horst-Wesiel-Lied, von^ der Schalmeienkapelle des Horst-Wessel-Sturmes gespielt. Dann hielt Reichsminister Dr. Goebbels die Gedenkrede.
Er wies daraufhin, daß dieser Tag ein Ehrentag für die Berliner SA. wie auch für die SA. des ganzen Reiches fei. Denn es fei einer aus ihren Reihen gewesen, der ein großes Leben gelebt habe und in die Unsterblichkeit eingegangen sei. „Nur wenige Deutsche", fuhr der Gauleiter fort, „kannten das Lied dieses Freiheitskämpfers, als er starb, dieses Lied, von dem ich schon damals sagen konnte, daß der Tag kommen wird, an dem ein ganzes Volk es fingen wird. Welch ein reiches und erfülltes Leben hat er gelebt! Wenn auf einen, bann paffen auf ihn die Worte: ,Wen die Götter lieben, den lassen sie jung sterbend Strahlend ging er in der Blüte seiner Jugend von uns, seinen Glauben, sein Ideal und sein Lied hinterließ er uns als Vermächtnis. So stieg er zum Heros der nationalsozialistischen Bewegung empor. Das, was wir wollten und wofür wir kämpften, konnte keiner symbolhafter leben und betätigen als er. Zwar konnte er das Reich, das er mit uns erftritt, nicht mehr erleben. Aber mit prophetischem Auge hat er es doch geschaut. Sein Lied haben wir gesungen, verbittert und haßerfüllt nach Niederlagen, aber erhobenen Hauptes und in Jubel und Freude nach unseren Siegen. Es war das Lied unserer Niederlage, und es war das Lied unserer Siegel"
gaben verwendet werden können. Sie seien *ber NSV. zur vorsorglichen Betreuung zur Verfügung gestellt worden.
Der Gauleiter sprach dann über die Erholungseinrichtungen im Gau, die dazu dienen, Mutter und Kind und die Jugend gesund zu erhalten. Alle diese Einrichtungen sollen weiter ausgebaut werden. Diese Arbeit stände erst im Anfang. Ferner seien der NSV. im Partei- und Volksleben unerhört große Aufgaben gestellt worden. Die Wege, die eingeschlagen wurden, sind vorwärts gerichtet und werden ausgebaut. Die Helfer forderte der Gauleiter dann auf, dafür zu sorgen, daß wirkliche Opfer gebracht werden. Die Arbeit, die sie im Dienste der herrlichen Aufgaben erfüllen, sei eine Symphonie des Sozialismus geworden. Der Gauleiter geißelte hierauf das Verhalten der Inneren Mission, deren Vertreter zu der Feierstunde abgesagt hatte, weil diese in die Zeit des Gottesdienstes falle, während die Kirche bei dieser Kundgebung vertreten sei. Alle Schichten der Bevölkerung hätten sich oersainmelt, so rief er aus, um den Sozialismus in die Tat umzusetzen, nur diese Einrichtung gehe einen anderen Weg. Dieses Verhalten richte sich selbst.
Nach der Rede, die der Führer an das ganze Volk gerichtet hat, fuhr der Gauleiter dann weiter fort, muß jeder Volksgenosse in unserem Gau wissen, was er zu tun hat. Jeder, der das Werk sabotiere, werde von der Partei zur Rechenschaft gezogen. Er dankte hieraus allen Helfern, die zu dem großen Erfolg der bisherigen Winterhilfswerke mitgewirkt haben, und vor allem den Beauftragten des Winterhilfswerkes, Parteigenossen Haug, der stets seine Tatkraft für das Gelingen des Werkes ein- gefetzt hat.
An die Spendengeber richtete der Gauleiter zum Schluß den Appell, spürbare Opfer für das große soziale Werk zu bringen. Die Opfer sollen nicht abgewogen werden nach dem Reingewinn der Bilanz und auch nicht prozentual gemessen werden. Jeder solle so geben, daß feine Spende ein Opfer bedeutet, das er fühlt. Solange niemand etwas missen müsse, solange opfere er nicht. Seinen
gegen die Arbeitslosigkeit nicht etwa geringer oder weniger dringlich geworden sind, sondern daß sie im Gegenteil an Umfang und an Bedeutung noch 3U genommen haben, insbesondere in der Richtung der vorsorglichen Betreuung, namentlich auch der Jugend und der kinderreichen Mütter, da ja Vorbeugen immer besser ist als Hilfe bei bereits eingetretenen Krankheiten. Wer sich die große Bedeutung dieses zutreffenden Gesichtspunktes nach jeder Richtung hin klar vor Augen hält, der wird dem Gauleiter in vollem Umfange zustimmen bei seiner Forderung, auch um dieser vorbeugenden Sozialarbeit willen im Dienste des Aufbaues eines gefunden deutschen Volkes m i t den Ostfer spenden nicht zu erlahmen. Man wird ferner der Forderung des Gauleiters überall willig Gehör schenken müssen, um dieser großen Gesichtspunkte willen auch in Zukunft nicht etwa nur zu geben, sondern im wahrsten Sinne des Wortes zu opfern, wenn die NSV. und in ihrem Bereich das WHW. eine „Organisation der Betreuung in deutscher Kameradschaft" fein soll, so wie der Gauleiter es bei der gestrigen Kundgebung als seinen Wunsch aussprach, daß alle diese Opferleistungen angesehen werden sollen als eine „gewaltige Sinfonie des Sozialismus. 1
Dazu unter Anspannung aller Kräfte unermüdlich mitzuwirken, rief der Gauleiter alle Volksgenossen in seinem Gau eindringlich auf, und mit Recht gab er allen in Stadt und Land die Ermahnung, bei den Opferfpenden für dieses großartige Werk der nationalsozialistischen Volkswohlfahrt rasch zu geben, weil damit zugleich doppelt gegeben wird. Stolz kann dann — so betonte der Gauleiter — jeder Spender und Helfer von sich sagen, daß er ein S o - zialistderTat, ein Sozialistim Gei st e unseres Führers Adolf Hitler ist.
Wie sehr der Gauleiter mit seinen anerkennenden
Als Abschluß der Führertagung sprach am Sonn« tag Stabsführer Hartmann Lauterbacher. Der Stabsführer stellte in den Mittelpunkt feiner Ausführungen das Problem der Erziehung zur Menschenführung in der HI. und damit das Problem der Auslese und Heranbildung einer Führerschaft selbst. Der zukünftige HJ.-Führer müsse vor allem die Fähigkeit besitzen, seiner Gefolgschaft die Grundsätze, die er ihnen einprägen will, lebendig vorzuleben. Erweise sich ein Junge zur Führung befähigt, so werde er in fortwährender Schulung weiter gefördert bis zu feiner endgültigen Berufung in einen Führerposten, wo er an dem großen Werk fortwirken kann, das ganze deutsche Volk mit nationalsozialistischem Geist zu durchdringen. Mit dem Problem der richtigen Führerauslese sei eine ganze Reihe anderer Probleme bereits gelöst. Gerade das Führerkorps der Hitler-Jugend müsse sich durch besonders hervorragende Eigenschaften auszeichnen, denn in feine Hand sei die Erziehung der zukünftigen Generationen gegeben. Der Dienst müsse dem Jungen eist wirkliches Erlebnis werden, zu dem sie mit Freuden kommen, und durch das sie aufgeschlossen werden für das Gedankengut des Nationalsozialismus. Eines der wichtigsten Mittel auf diesem Wege seien die Fahrten, weil sie alle andere Erziehungsarbeit der HI. in sich einschließen. Der einzelne könne hierbei seine Gewandtheit, seinen Mut, seine Ausdauer und seine Einsatzbereitschaft beweisen, und die sportliche Leistung könne sich mit der Kulturarbeit verbinden. Gerade auf der Fahrt erlebe der Junge die schönste Form der Kameradschaft. Anschließend b-handelte der Stabsführer die A u s l a n d s a r v e i t der HI., die eine
Wandlung aber nicht in der Richtung erfolgen, daß I grotesker, als es gerade Deutschland war, das schon man die Deutschland unter falschen Begründungen nnr hpm @rionp im tRpnpninh w rmhprpn m?n*fpn und Voraussetzungen entzogenen Gebiete sich end-
Betreuung in deutscher Kameradschaft
Oer Gauleiter eröffnet das WHW. im Gau Hessen-Nassau.
(Eigener Bericht des Gießener Anzeigers.)


