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Mit Hessens BOM. in Bamberg

Dann zeigen Heilrufe ohne Ende

baren Tatsachen muß man es schon als eine boden­lose Frechheit bezeichnen, wenn sich in Nyon der Sowjetjude Litwinow-Finkelstein herausnimmt, ab­wesende Mächte, die immer und immer wieder ihre Bereitschajt zur Zusammenarbeit im Sinne einer Erhaltung des Friedens bewiesen haben, zu be­leidigen und die anderen Konferenzteilnehmer mit der ungeheuerlichen Drohung einzuschüchtern wagt, daß die Sowjetunion sich für den Schutz ihrer eigenen Interessen nidjt auf internationale Ein­richtungen verlassen könne. Wenn Deutschland und Italien ihre Teilnahme an dieser Mittelmeerkonfe­renz abgelehnt haben, .roeil sie sich von ihr nach den unverschämten Noten der Sowjetunion an Ita-

Auch In diesem Jahre wölbte sich wahrend des Appells der Politischen Leiter am Freitag, abend Uber der Z-ppelmwiese der herrliche Lichtdom, der aus 154 Flakscheinwerfern 6« Wehrmacht an den nächtlichen Himmel geworsen wurde. (Aufn.: Scherl-Bilderdienst-M)

deren Rückwände das Hakenkreuz auf führen. Der ganze Mittelaufbau ist kreuzfahnen eingekreist, deren Spitzen werferlicht funkeln.

nalsozialistischen Freiheitsbewegung denken, emp­finden wir es als ein besonderes Glück, uns einmal in jedem Jahre in dieser alten Stadt gegenüber­treten zu können. Hier ist jeder von euch nur * 1 n Glied des Gesamten? Keiner von euch steht hier allein! In eueren Dörfern, in eueren Werkstätten und Fabriken, da mögt ihr vereinsamt sein. Hier empfindet ihr die gemeinsame

a f t rn & Gewalt einer gemeinsamen Idee! Hier könnt ihr ermessen, was es bedeutet, als einzelner trotzdem nicht vereinsamt, sondern Glied einer großen und stolzen geschlossenen Ge­meinschaft zu sein.

Ich bin so glücklich, wenn ich jedes Jahr ein­mal meine allen Kämpfer wieder vor mir sehe. Ich habe immer das Gefühl, daß der Mensch, solange ihm das Leben geschenkt ist. sich sehnen soll nach denen, mit denen er sein Leben ge­staltet hat. Das aber würde mein Leben sein

Weihe derneuen HI Vannsahnen

NSG. Nürnberg, 10. Sept. In Nürnberg ist es kühler geworben und schwere Wolken hängen

t r a n s p o r t des BDM. nach Nürnberg. Nach dem stillen Erlebnis, das immer den Mädel allein gehören soll, erwartet sie das Große: der Führer und das Bekenntnis der ganzen deutschen Jugend zu Adolf Hitler.

Nürnberg, 10. Sept. (DNB.) Der Abend des Freitags war den Politischen Leitern Vor­behalten, die in einer Stärke von 140 000 Mann

verspottet worden sind, da habt ihr euer gläu­biges herz zu mir geführt. Ihr wußtet gar nicht, ob ich siegte. Ihr habt es nur ge­glaubt! Damals nahmt ihr Entbehrungen, Opfer und Verfolgung, Spott und haß auf euch. Delch ein wunderbarer Weg feit diesem Beginnen! heute sind die Männer, die einst auszogen im Kampfe gegen ein faules System die Herren eines Staates geworden! Und in dieser Stunde, da müßt ihr es alle empfinden: Deutschland gehört nicht einem von uns, es gehört uns allen! Wir haben es erkämpft und damit verdient! Dieser Sieg ist uns wahrlich nicht geschenkt worden! (Minutenlang brausen die Heilrufe über das

Feld.)

Ihr steht hier vor mir, 140 000 politische Führer ein leil der großen Armee, die unser deutsches Volk heute leitet und lenkt, ein Bild, wie es das frühere Deutschland nie gekannt hat. Einst glaubte man. unserem Volke das Rückgrat brechen zu können. Aber es ist weitaus stärker ge­worden als jemals zuvor. Dieses Wunder ist das Ergebnis von ebensoviel Glauben wie Mut aber auch von Opfern und vor allem Fleiß' Welche Arbeit steht nicht hinter dieser gewaltigen Leistung? a

Wir haben den Parteitag des Jahres 1937 unter das Motto der Arbeit gestellt Man erhebt hier und da außerhalb Deutschlands die Frage: Warum eine solche Parole? Wir haben, nachdem wir in vier Jahren Deutschland freigemacht haben, das Recht nunmehr uns unserer Arbeit zu freuen' (Jubelnde Zustimmung.)

Ich weiß, was so viele Hunderttausende meiner Parteigenossen und besonders meiner Führer über­all draußen im Lande in diesen Jahren an per­sönlichen Opfern auf sich genommen haben. Und ich weiß, wie groß dieses Opfer ist, das nie­mals in der Oeffentlichkelt heroortritt. Gerade wenn wir an diese unbekannten Soldaten unserer natio-

verbrecherischen Hetzern, deren einzige Arbeit nur darin besteht, auf Papier die Völker um ihre Ehre, um ihr Ansehen zu bringen und sie damit gegeneinander in Kampfstellung zu führen. Möge die Welt einsehen, daß es ein Glück für sie ist, daß inmitten eines sich immer mehr ausbreitenden Unruheherdes in Europa außer dem großen Staat im Süden sich auch im Norden einer befindet, der konsolidiert ist. der fest ist und der fest bleiben wird. Deutsch­land wird nicht überrannt werden, weder von innen noch von außen! Und ich glaube, daß diese Tatsache ein höchster Beitrag zum Frie­den ist, weil sie vor allem jene warnen, die von Moskau versuchen, die Welt in Brand zu stecken. (Tosende Stürme der Zustimmung brau­sen über das Feld.)

So sehen wir dem kommenden Jahre mit stol­zem, zuversichtlichem Vertrauen entgegen. Deutsch­land wird die ihm gestellten Aufgaben erfüllen! Sie alle kennen die großen Pläne, die wir zu verwirklichen uns vorgenommen haben. Sie gehen zum Teil über Jahrzehnte, zum Teil über Generationen hinaus Möchten die anderen Völ­ker sich ebenfalls große Aufgaben stellen! Dann würden sie vielleicht leichter die Sehn» u ch t nach dem Frieden begreifen können, die uns Deutsche erfüllt Diese großen Zukunfts­aufgaben aber werden gelöst dank der die ganze Nation zusammenfassenden, sie zusammenhaltenden und führenden Bewegung. Und Ihr könnt stolz sein, daß Ihr teilhabt an dieser geschichtlichen Auf- aabe! Was ist der einzelne von uns! Was würde er ein ohne diese Bewegung! Sie hat uns erst un­seren Wert gegeben? Ganz gleich, wo der ein­zelne steht, als Nationalsozialist ist er unersetzbar.

Wenn diese Stunden und Tage vergehen und ihr wieder zurückkehrt in eure Gaue, in eure Städte, Dörfer, in eure Fabriken und Werkstätten, dann werdet ihr euch zurückerinnern an dieses aber­malige große Gemeinschaftserleven. Ihr werdet dann zu Hause noch einmal all das überdenken, was in diesen Tagen und Stunden auf euch ein­stürmte. Aber erst mit der Entfernung und dem Abstand von hier werdet ihr die Größe dieser Zu­sammenkunft wieder ganz ermessen. Uns allen wird vor allem etwas in Erinnerung bleiben: Wir haben uns wieder gesehen, haben uns wieder gehört und haben wieder unser altes Gelöbnis erneuert, ihr. meine alten Kampf­gefährten und chr. mein junger Nachwuchs:

Und mit diesem Wissen verbindet sich unser Glaube. Der Allmächtige hat uns diesen wunderbaren Weg gehen lassen, und er wird uns weiter segnen. Denn wir kämpfen hier für ein höheresRecht, für eine höhere Wahrheit und für einen höheren mensch­lichen Anstand. Ich kann heute so ruhig in die Zukunft sehen, denn wir haben unser Haus nun wohl bestellt Wir haben Vorsorge getroffen, daß unsere deutsche Heimat nicht mehr das erleidet, was wir anderthalb jahr­zehntelang erleben muhten. Dadurch aber ist dieses Deutschland ein Element der Ruhe, ein Faktor der Sicherheit und damit ein Garant des Friedens ge­worden Möge die andere Welt dies begreifen! Möge sie sich nicht verführen lassen von jenen

^Steinhäger

-Urquell

Möge die Welt Deutschlands Beitrag zum Frieden begreifen

Dann zeigen Heilrufe ohne Ende das Nahen des Führers an, der in dem breiten Eingang gegenüber der Holztribüne von Reichsorganisations­leiter Dr. Ley und den Reichs- und Gauleitern empfangen wird. Im Augenblick, als der Rerchs- organifationsleiter dem Führer 140 000 Politische Leiter zum Appell meldet, werden aus 154 Schein­werfern zartblaue Strahlenbündel emporgeschleu­dert und bauen einen Lichtdom von atemraubender Schönheit. Als Kuppelmitte zeichnen sie auf den Wolken ein helles Viereck von gewaltigen Dimensio­nen, ein Spiegelbild des Aufmarschfeldes.

auf dem mächtigen Zeppelinfeld in 12 gewaltigen Blocks angetreten waren, um aus dem Munde des Führers die Marschrichtung für das kommende Jahr zu vernehmen, während die 32 000 Fahnen vor dem Südeingang Aufitellung genommen hatten. Pünktlich erfaßten die Scheinwerfer ein riesiges, eichenlaubumkränztes Hakenkreuz auf dem Mittel­teil der Tribüne mit ihrer strahlenden Fülle, und im gleichen Augenblick werden auch die Fahnen­gruppen auf den 34 Türmen, die die großen Wälle unterteilen, angestrahlt. Wahre Garben von Licht erhellen die hohen Pfeilerreihen, die sich zu beiden Seiten an den Mittelteil der Tribüne anschließen, rotem Felde von Haken- im Schein-

all es für Deutschland! Deutschland Sreg-Heil!

Die Hunderttausende nehmen den Gruß auf, der wie ein heiliges Gelöbnis in dieser nächtlichen Stunde unter dem Lichterdom über das weite Feld hallt. In tiefer Ergriffenheit stimmen die Massen in das Deutschland- und Horst-Wessel-Lied ein.

Oer Gauleiter beglückwünscht einen ?0jährigen Marschteilnehmer. NSO. Gauleiter Sprenger besuchte am Frei- wg nach dem Kongreß das Gaustandquartier in £r!n3'c1.. ?em 70jährigen Marschteilnehmer, Pg-Philipp Rader IV., aus Ostheim bei B u tz - dach zu seinem 70. Geburtstag zu beglückwünschen. Schon am Morgen dieses Tages wurde Pg. R ä r f im Gaustandquartier in der Hans-Schemm- Schule von seinen Kameraden geehrt. Den Höhe­punkt der Ehrung bedeutete aber der Besuch des Gauleiters, der persönlich seinen Glückwunsch aus- sprach. Pg. Philipp Räder, der noch so rüstig ist, daß er sich als Marschteilnehmer am Reichspartei- tag gemeldet hat, erhielt vom Gauleiter, der ihn als

mungsvoll eingeleitet wurde die Feierstunde mit der Hymne Ty. SchellersDeutschland, du unser Mütter Land." Dann zeigte der Reichsjugendführer den Sinn der Mädelarbeit und -erziehung,die aus unserer Bewegung nicht mehr weazudenken ist", und einen Mädeltyp heranzieht, der sich seinen Lebensaufgaben bewußt ist. Im Gedenken an Her­bert Norkus wurden dann die Wimpel entrollt. Denn mögen wir auch fallen, wie ein Dom steht unser Stab" klang es tausendstimmig über den

NSG. Bamberg, 10. Sept. Es war eine son­nige vielversprechende Fahrt, die die 200 BDM- Mädel aus dem Gau Hessen-Nassau im Sonderzug West" durch den Spessart und durch das Maintal in die Stadt des BDM., das alte freundliche Bamberg brachte. Wer im vergange­nen Jahr noch nicht dabei war, der ließ sich über­raschen von der Herzlichkeit des Empfanges durch die Bevölkerung. Eine riesenlange Kolonne nacy der anderen marschierte singend an. Nach allen Seiten winkten die Mädels, die sich noch von man­chem großen Treffen her kennen. Aber Disziplin muß sein, und so führten dieLotsenmädel^ zum Standquartier des Obergaues Hessen-Nassau, der Harmonie". Dann hielten die Mädel die roten Ouartierscheme in der Hand und rieten, wohin der Zufall sie für drei Tage geführt hat. Ueberall stan­den die Bamberger in den Straßen und schauten nachihrem Mädel" aus. Nach einer Stunde waren die Erwartung und die Spannung gelöst Zum Abendbrot, das wie jede Mahlzeit auf der Sam­melstelle eingenommen wird, gab es viel zu erzäh­len. Fast alle haben es sehr gut getroffen.

Während der Feierstunde am Donnerstag ließen sich die Mädel gefangen nehmen von dem herr­lichen Raum des Domplatzes, der sie im Licht der Scheinwerfer groß und feierlich umfing. In der alten Hofhaltung, bewacht von Kameraden der HI.

ohne euch! (Nichtendenwollende Kundgbung der Begeisterung und der Ergriffenheit) Daß ihr mich einst gefunden habt, und daß ihr an mich glaubtet, hat eurem Leben einen neuen Sinn, eine neue Aufgabe gestellt. Daß ich euch ge­funden habe, hat mein Leben und meinen Kampf erst ermöglicht. (Erneute stürmische Kundgebungen.)

Ihr wißt, daß unser alter Feind sich jetzt wieder anschickt, die Welt in Unruhe zu versetzen. Ihr wißt, daß er dabei versucht, mit jenen Waffen zu kämpfen, die wir an ihm kennen. Ihr wißt aber auch, daß dieser Versuch an der Geschlos­senheit unserer Bewegung in Deutschland von vornherein scheitern muß. Es ist ein lächerliches Unterfangen, zu versuchen, noch einmal nach Deutschland die Krankheit hineinzutraaen, die wir ausgetrieben haben. Allein, sollte dieser Versuch, statt von innen, von außen her unternommen werden, bann wissen wir es alle: Die deutsche Nation unter der Führung ihrer Partei wird Deutschland schützen undniernalsrnehr v e r g e h e n lassen? (Minutenlange Heilrufe und Zustlmmungskundgebungen.)

Deutschland wird nicht überrannt werden.

Oer Führer spricht zu 140000 politischen Leitern auf der Nürnberger Zeppelinwiese

Das erste Gedenken gilt den Toten des Weltkrie­ges, den Opfern der Arbeit und den Ermordeten der Partei. Alles hatte sich von den Plätzen er­hoben und hebt die Arme, die Fahnen senken sich, während das Lied vom guten Kameraden erklingt. Als die getragene Weise verklungen ift, wendet sich Dr. Ley an den Führer: Jahr um Jahr, so sagt er, stehen nun in diesem unendlichen Lichterdom 140 000 Männer der Partei, Männer aus allen Gauen. Zwei Millionen Menschen sorgen sich in allen Gegenden Deutschlands polifisch und sozial um den Volksgenossen. Wenn man bedenkt, daß von diesen zwei Millionen 9 7 v. H ehren amt- lichihre Pflicht tun und kaum 3 v. H. haupt­amtlich arbeiten, so ist das eine Volksführung, die die letzte Regung in unserem Volke zum Führer bringt und die Willensäußerung des Führers wie­derum bis zum letzten Volksgenossen bringen läßt, eine Volksführung, bie in bester Weise vollen- b e t ist. Mit einer solchen Organisation kann man jebe Aufgabe lösen, mein Führer. Sie sprachen vor einem Jahr bas Wort:Ich bin bei Euch, unb Ihr seib bei mir!" Das ist bas schönste unb herrlichste Wort, das wir kennen. Hier steht keine Hierarchie, hier stehen Männer, die persönlich mit ihrem Führer verbunden sind, deren Her­zen mit dem Herzen des Führers in gleichem Takt schlagen. Das ist das Wunderbare unserer Partei. So bitte ich Sie, mein Führer: Geben Sie uns die Parole für das nächste Jahr Diese zwei Millionen Männer der Politischen Leitung werden jede Aufgabe lösen, die Sie ihnen stellen!

lien nichts versprechen konnten, so hat diese erste Sitzung bereits die Richtigkeit ihrer Auffassung voll­auf ergeben.

Scharfe Zurückweisung in Rom.

Rom, 11. Sept. (DNB.) Zu den Anwürfen Lit- winow-Finkelsteins gegen Italien, der erklärte, Sowjetrußland sei am Ende seiner Geduld und werde bei Fortsetzung der Angriffe Dergel - tungsmaßnahmen gegen Italien er­greifen, wird von italienischer Seite gesagt, daß diese Maßnahmen als Angriffshandlun­gen betrachtet werden würden.

alten Hofhaltung, bewacht von Kameraden der HI., unser Stab" klang es tausendstimmig über den ftanben bie 587 eingerollten Wimpel, bie am Frei- Platz. Hierauf trugen bie Jungmäbel unb Unter- tagabenb vom Reichsjugenbführer geweiht würben, gauführerinnen bes ganzen Reiches ihre Wimpel Dann sprach bie Reichsreferentin Trübe Bürkner hinab zur Stabt. Hell unb groß blieb der Platz von ber Verpflichtung bes Führenbürfens, bas ein zurück, ben alle mit bem Bewußtsein einer neuen ""wer größeres Färbern von sich selbst sein muß. unb unaufhörlichen Verpflichtung verließen. Am Ihr Gelöbnis wuchs bann auch im Lieb über bas' Samstag für 5 Uhr begann bereits ber A b -

Die Ansprache des Führers.

Meine Parteigenossen? Jährlich einmal kommt ein Teil ber politischen Führerschaft bes beutschen Vol­kes nach Nürnberg, ein Teil ber politischen Sol­daten unb ein Teil ber Wehrmacht. Diele, bie bas Wesen unserer Bewegung nicht verstehen, mögen sich vielleicht rounbern, baß sick biese Zusammen­kunft in jebem Jahre wieberholt. Wir, Die wir sie nun seit vielen Jahren erleben bürsten, erkennen ihren Sinn unb ihren Wert: Für uns National­sozialisten sinb diese Tage bas s ch ö n st e Fest bes ganzen Jahres? (Iubelnbe Zustimmung der Hunberttausenbe.) Was bedeutet es nicht für den einzelnen an Sorgen unb an Opfern, hierher zu kommen! Unb bennoch, wenn biese Tage ihr Enbe finden, erfaßt uns alle eine Trauer; es geht uns wie Kinbern, bie ein großes Fest verlassen. Für uns sinb biese Tage bie Erinnerung an bie Zeit unseres geschichtlichen Ringens um Deutschlanb. Unter euch stehen so viele vor mir, die bie Bewegung noch kennen aus ber Zeit, ba es schwer unb gefahrvoll war, sich zu ihr zu be­kennen. Gerabe für biese alten, treuen Kampf­genossen sinb aber biese Tage bie schönste Rück­erinnerung unb zugleich bie s ch ö n st e Beloh - n u n g. Einmal im Jahre st e h e n mir uns roieber persönlich gegenüber. Einmal im Jahre, ba seib ihr roieber bei mir, wie früher so oft in ben Kämpfen um Deutschlanb? Damals konnte ich in euere Gaue hinausqehen, unb Jeber von euch kannte mich. Heute müßt ihr zu mir kommen, unb hier an btefem Platz, ba sehen wir uns bann immer wieder als d i e alte Garde ber nationalsozialistischen Revolu­tion! (Tosende Begeisterungskundgebungen schla- gen bei diesen Worten bem Führer entgegen.)

Es ift ein wunderbares Geschehen, das hinter uns liegt, und das sich in unserer Zeit erfüllt. Wie viele unter euch haben mich die Jahre hindurch begleitet in meinem Hingen um Deutschland. Damals, als wir noch verlacht und

am Himmel. Weder sie noch der zeitweilig ein­setzende Regen fönen aber ber Stimmung ber HI. im Lager Langwasser unb ihrer Begeisterung, am Reichsparteitag ber Arbeit teilzunehmen, Abbruch tun. Bis Freitag nachmittag waren bie letzten HI. - Einheiten aller Gebiete eingetroffen. Ge­bietsführer Branbt empfing ben zweiten Son­derzug des Gebietes Hessen-Nassau unb rückte an ber Spitze seiner HI. in bas Lager ein. Den Höhe­punkt des Lagerlebens bildete bie Weihe ber 104 neuen Bannfahnen burch ben Reichs­jugenbführer. 53 000 Jungen waren am Fahnen- Hügel angetreten. Die Bann-, Jungbann- unb Ge­folgschaftsfahnen ber HI. knallten luftig im Herbst­wind, als Baldur von Schirach von Fanfaren- Rufen begrüßt, im Lager eintraf. Hoch lodern die Flammen aus den Opferschalen, die bas Ehrenmal des HI.-Lagers mit den Namen ber 21 ermorbeten Jungen ber Hitler-Jugenb flankieren. Das Lied Horch auf Kamerad!" schallt über das weite Lager, als die eingehüllten Bannfahnen eingetragen wer­den. Und während die JungenVolk ans Gewehr" anstimmen, entrollen sich die neuen Fah­nen für bie in biefem Jahre neu aufgestellten Banne.

Der Reichsjugenbführer weist in der Weiherede darauf hin, daß in alle Zukunft die neuen Banner der deutschen Jugend an ben Reichsparteitagen in­mitten ber Lagergemeinschaft ihre Weihe burch das Tuch erhalten, das einst ein Herbert Norkus durch sein Blut zum erhabensten Symbol gemacht habe. Der Geist dieses Unsterblichen solle damit Einzug halten in die Jugend aller Zeiten. Während der Reichsjugenbführer jede Fahne mit der Herbert- Norkus-Fahne weiht, schallt über ben weiten Platz bas LiebNun laßt bie Fahnen flattern" Mit einem breifachen Sieg-Heil auf ben Führer unb dem gemeinsamen LiedVorwärts, vorwärts!" wird bie Feierstunbe geschlossen. Der Adenb war bem Singen in den Lagerstraßen vorbehalten, bie Inzwischen von ben Gebieten nach ihrer Eigenart ausgeschmückt unb verschönt worben sind.

Heute unb bas eigene Ich hinaus in bie Ewigkeit des Volkstums, bas sich im Bamberger Dom eines feiner schönster Denkmale schuf. Schweigenb kehrten bie Möbel nach ber Feierstunbe burch bie nächtlichen Straßen, an alten verträumten Laternen, heim­lichen Winkeln unb klaren Häuserfronten vorbei in ihr Quartier zurück

Der Freitag gehörte ber alten fürstbischöflichen Resibenz. lieber sie fanb in einer frühen Vor- mittagsftunbe ein Lichtbilbervortrag statt, ber bie Möbel in beren Schönheit unb bie klare Romantik einführte, bie sie bann in einem anschließenbem Runbgang selbst auf sich einroirfen lassen konnten. In verhaltenem Schritt bewegten sich am Freitag- abenb in Bamberg bie 5000 Möbel burch bie nächt­liche Stabt zur Wimpelweihe auf bem D o m p l a tz. Hoch unb hell ragte ber Dom über die Stadt hinaus in den dunklen Himmel. Stim-

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