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faffenen Reichsgesetz über die Beseitigung von Tier» kadaoern. Das Vergraben von gefallenem Vieh — als eine Art feiner Beseitigung — ist mit den heutigen Erfordernissen unseres Rohstoffbedarfes unvereinbar; es würde eine Mißachtung und den Verlust von Volksvermögen bedeuten. Die großen Ziele des Dierjahresplans sehen demgegenüber eine zweckbewußte Ausnützung unserer heimischen Rohstoffquellen zur Stärkung unserer Eigenoersorgung vor.
Für den Kreis Alsfeld war daher die Errichtung .und die Wiedereröffnung der Tierkörperverwertungsanstalt bei Hopfgarten zum Zwecke der Erfassung und Verwertung der verendeten Tiere im Abdeckereioerfahren ein Gebot der Stunde. Die verantwortlichen Stellen haben nach langwieriger Kleinarbeit die Voraussetzung für die Wieder- inbetriebnahme der Anstalt geschaffen. So wird nunmehr auch der Kreis Alsfeld fein Teil zur Gewinnung und Sicherung heimischer Rohstoffe bei- tragen.
Zuchtfohlen-Versteigerung und -Prämiierung in Hungen.
Q] fjungen, 10.Aug. Heute wurde hier eine =B e rft ei g-e -r u n g und Prämiierung von Fohlen abgehalten. Es waren aufgetrieben: Kaltblut: Stutfohlen Klasse I 11 Stück, Hengst- i fohlen Klasse II 21 Stück; Warmblut: Stutfohlen Klasse I 8 Stück, Hengstfohlen Klasse II 21 Stück, zusammen 65 Stück. Bei der Versteigerung, bei der bie Nachfrage nach Kaltblutfohlen größer war als uach Warmblutfohlen, wurden folgende Preise erzielt: Kattblutfohlen von 360 bis 740 Mark, Warmblutfohlen bis 560 Mark. Die Prämierung hatte folgendes Ergebnis:
Warmblut-Stutfohlen, Schauklaffel: L Ferd. Jochem, Villingen, 2. Preis; 2. Otto Schneider, Wippenbach, 2. Pr.; 3. Hugo Junker, Inheiden, ». Pr.; 4. Christian Röder, Laubach, 3. Pr.; 5. Friedlich Wilh. Coburger, Reichelsheim, 3. Preis.
I Warmblut-Heng st fohlen, Schau- klasse II: 1. Wilhelm Metzger, Röthges, 1. Preis; 2. Wilhelm Wagner, Beienheim, 1. Pr.; 3. August Weil, Lang-Göns, 1. Pr.; 4. Wilhelm Eifer, Sei» »ersheim, 2. Pr.; 5. Willi Seipp, Trais-Münzen- »erg, 2. Pr.; 6. Heinrich Bellinger, Rockenberg, 2. Pr.; 7. Karl Schmidt, Münzenberg, 3. Pr.; 8. Adolf Port, Langd, 3.Pr.; 9. Otto Eckhardt, Kirch- Höns, 3. Pr.; 10. Louis Mathes II., Bellersheim, Preis.
Kaltblut-Stutfohlen, Schauklasse I: . Rudolf (Eifer, Ober-Widdersheim, 1. Preis; 2. Alert Bommersheim, Dorn-Affenheim, 2. Pr.; 3. Alois Lung, Dorn-Affenheim, 2. Pr.; 4. Georg Huber, Mieder-Weifes, 2. Pr.; 5. Otto Hofmann II., Unter» Widdersheim, 3. Pr.; 6. Hermann Becker, Muschen- 1 eim, 3. Pr.; 7. Heinrich Leidner, Villingen, 3. Pr., Schauklasse II.
Kaltblut-Hengstfohlen, Schauklasse II: .. Rudolf Eß, Dom-Assenheim, 1. Preis; 2. Georg 1 Vhilipp Krausgrill, Nieder-Weifel, 1 Pr.; 3. August Weber, Lang-Göns, 2.Pr.; 4. Wilhelm Stein II., Zeienheim, 2. Pr.; 5. Willi Wagner, Lang-Göns, ..Pr.; 6. Hrch. ßangftrof, Oppershofen, 3. Pr.;
Otto Schwarz, Utphe, 3. Pr.; 8. Johann Karl /anaftrof, Rockenberg, 3. Pr.; 9. Hugo Schäfer, Un- isr-Widdersheim, 3. Preis.
Gchottener Sommermarkt.
/Schotten, 10. Aug. Der altbekannte Schot- le n e r Sommermarkt Hütte auch in diesem hahre seine Anziehungskraft bewährt, wenn auch ter eigentliche Rindviehmarkt nicht mehr an den Imfang und die Bedeutung der Vorkriegszeit her- tnreid)"en kann. Der Zustrom zu dem gestrigen Pferde- und Fohlenmarkt war sehr stark. (■5 waren insgesamt etwa 100 Tiere aufgetrieben, | hr schönes Zuchtmaterial. Die Preise waren gut, lurchschnittlich wurden für ein Fohlen etwa 500 bis DO Mark bezahlte Der Handel war flott. An Rind-
vieh waren etwa 70 Stück aufgetrieben. In der Stadt, besonders in den Wirtschaften, herrschte lebhafter Marktverkehr. Zum heutigen Schweine- markt waren 450 Stück Schweine aufgetrieben. Es kosteten Ferkel bis 7 Wochen alt 12 bis 14 Mark, bis 9 Wochen alt 16 Mark, 12 bis 13 Wochen alt 20 bis 22 Mark, Einleger 35 bis 40 Mark. Der Handel war etwas schleppend, es verblieb geringer Ueberftanb. Ungeheuer groß ist die Zahl der Marktbuden und Stände, die in den Marktstrahen der Stadt aufgeschlagen sind. Rund um die Kirche stehen Verkaufsstände aller Art. Morgen klingt der Sommermarkt in einem großen Krä- mermarft und in ein Volksfest aus.
Erinnerungsstätte der Herrnhuter in Herrnhaaq.
EPNH. Der Gottesacker der Gemeinde Herrn» Haag bei Büdingen soll nun wieder als Erinnerungsstätte der Herrnhuter Brüdergemeinde würdig hergestellt werden. Die Gemeinde in Herrn- haag wurde von Zinsendorf selbst im Jahre 1738 gegründet, als er nach seiner Verbannung aus Sachsen während seiner Reise auf der Ronneburg eine Zufluchtsstätte gefunden hatte.
Landkreis Gießen.
LJ Watzenborn-Steinberg, 11. August. Heute morgen ereignete sich hier ein Autoun - fa 11, der zum Glück noch glimpflich ablief. Ein Personenkraftwagen verlor in der Ferdinand-Werner- Straße das rechte Vorderrad. Der Wagen fuhr nach Verlust des Rades noch 15 Meter weiter und konnte einen Meter vor dem Eisengeländer, das die Straße nach dem steil abfallenden Hang abschließt, zum Stehen gebracht werden. Die Insassen kamen mit dem Schrecken davon. Das lose Rad lief etwa 30 Meter weiter und wurde später wieder eingesetzt. Zu allem Glück schliefen um diese Zeit noch die Kinder der anliegenden Häuser, die sich sonst gern unter den schattigen Bäumen der Unfallstelle auf» halten.
00 Mainzlar, 10. Aug. Im Saale von Friedr. Koch fand eine Bauern - Versammlung statt. Ortsbauernführer Heinrich ©paar IV. gab die neuesten Bestimmungen zur Getreide- und Obstablieferung bekannt. — Die hiesige Pflicht- feuerwehr hielt dieser Tage eine größere Uebung ab. Neben den Exerzierübungen wurde auch ein Brandangriff auf den Saalbau Müller durchgeführt.
4= Saasen, 10. Aug. Am Sonntag konnte die hiesige Krieaerkameradschaft die Einweihung ihres neuen Schieß standes begehen. Nachdem in der jüngsten Generalversammlung der Bau eines Schießplatzes beschlossen worden war und sich hierfür in der Nähe des Dorfes günstiges Gelände gefunden hatte, wurde sofort mit den Arbeiten begonnen. Allabendlich zogen die Kriegerkameraden hinaus, um sich in selbstloser Einsatzbereitschaft an den Bauarbeiten zu beteiligen. So wurde der Weihesonntag auch zu einem wahren Ehrentag für die alten Kriegerkame- radsn. Zur Weihefeier begrüßte Kameradschaftsführer W. Stark I. die Kameraden und hieß sie herzlich willkommen. Insbesondere begrüßte er den Kysshäuser-Kreisführer und einige Kameraden des Kreisvorstandes. Er fand herzliche Worte des Dankes für alle, die zur Fertigstellung des Standes beigetragen haben. Unterabschnittsführer Glaub (Reiskirchen) gab feiner Freude darüber Ausdruck, daß die Kriegerkameradschaft Saasen in so kurzer Zeit und noch während der Erntearbeiten die Fertigstellung des Schießstandes bewerkstelligen konnte. Die Weiherede hielt der Kreisführer des Kyffhäu- fer-Bundes Dr. M o n n a r d. Er wandte sich zunächst an die Jugend und forderte sie auf, nun fleißig dem Schießsport zu huldigen. Der Krieger- kameradschaft stellte er anheim, den Stand in uneigennütziger Weise auch den Gliederungen der Partei zur Verfügung zu stellen. Sodann gab der Kreisführer den ersten Schuß auf dem neuen Schießstand ab. Anschließend wurde mit dem Preis-
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
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0,756 41,96 0,168
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137,45
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Die hinter Den Papieren angeführten Zistern geben Die Höhe Der zuletzt geschlossenen DividenDe an. Reichsbankdiskont 4 v H. LombarDzinsfuß 5 v H ____________
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150,25 158,5
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234
131,75 158,25
135,25 149,9
176,5
98
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207
120,75 60,25 121,5
163,25
3%
Deutsche Retchsschatzanwei- jsungen von 1935, II. Holge ... 4*4% Deutsche Reichslchatzanwet- Hungen von 1936, III. ftolge .. 5-v2% Doung Anleihe von 1930 .. 4-2% Hesiische Volksstaat von 1929 4ä% Deutsche Reichspostschatz von 934 I......................
Buderus Eisen...............5
Cement Heidelberg...........7
Cement Karlstadt ............6
Conti Gummi.............. 12
Daimler Motoren.......... 6%
Dessauer GaS ............... 4
Deutsche Gold- und Silber .... 9
Deutscbe Linoleum.......... 10
Elektrische Lieferungen........6
Elektrische Licht und Kraft.....7
I. G. Farben-Jndustrie.......7
Fellen & Guilleaume.........6
Gesfürel.................... 7
Th. Goldschmidt............. 6
Gritzner Maschinen........... 0
Harpener................. S'/r
Hoesch Eisen............... 3/r
Philipp Holzmann........... 8
Ilse Bergbau................ 6
Ilse Genüsse................ 6
Kali Aschersleben............ 4
Klöcknerwerke ............. 4*4
Kokswerke und Chemische Fabrik 7
Lahmeyer .................. 6
Mainkraft................... 4
ManneSmann............. 4Vi
Mansselder Bergbau......... 7
Metallgelellschaft............. 6
Orenstein & Koppel..........0
Rheinische Braunkohle....... 12
Rheinische Elektro............6
Rheinstahlwerke..............6
Rbeinisch-Westfälische Elektro .. S
Rütgerswerke ............... 7
Salzdetfurth Kali............6
Schultheis Patzenhofer........4
Siemens & Halske ........... •
Süddeutsche Zucker.......... JO
Vereinigte Stahlwerke...... <7»
Westdeutsche Kaufhof.........0
Westeregeln Alkali............ *
Zellstoff Woldhos........... 8
Otavi Minen...............°'6
Deutsche Reichsbahnschatz
L»erhessen Provinz-Anlethe mit
4*8% Hess. L an deSbk. Darmstadl
Dolbpfe R 12 ............
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t!-% Prruß. LandeSpfdbr.-Ansi Goldpfe. R. 19............
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Rheinische Hyp. Liquidation
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Lsuergütschein-BerrechnungSkurs
6'5. für Verkehrswesen .... 6¥»
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A iddcutscher Lloyd..........0
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8'chsbant................. 12
9 Hiner Handeirqefellschaft . 6%
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§ dmlschc Diskonto............ 5
L Dresdner Bank...............
9.August
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13,11
13,09
schießen begonnen. Der Schießstand, für dessen Errichtung etwa 1000 Arbeitsstunden geleistet werden mußten, stellt einen der schönsten der Umgebung dar und dürfte mit feinen vier Schußbahnen allen Anforderungen entsprechen.
Kreis Alsfeld.
# Groß-Felda, 10. Aug. Die Ehefrau des Landwirts Heinrich Stein I. stürzte so unglücklich vom Wagen, daß sie unter bie Räber geriet unb überfahren würbe. Die bebauernsroerte Frau erlitt einige Rippenbrüche und mußte in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden. Der Unfall ist für die Frau um so schwerer, als sie bereits vor einiger Zeit einem ähnlichen Unfall zum Opfer fiel, von dem ihr eine Beinlähmung zurückgeblieben war. — Der ältefte Einwohner
unseres Ortes und letzte Veteran von 1870/71, Wiegemeister und Flurschütz i. R. Peter Schar- mann, konnte dieser Tage im Kreise seiner Kinder, Enkel unb Urenkel seinen 9 1. Geburtstag begehen. Der hochbetagte Mann erfreut sich noch aller körperlichen unb geistigen Frische.
Kreis Wetzlar.
± Wißmar, 10. Aug. Die Ernte ber Körnerfrüchte ist beenbet worben. Gegenwärtig sinb brei Dreschgarnituren in unserem Orte beschäftigt. Die meisten ßanbroirte breschen im Felde vom Wagen weg, größere Betriebe dreschen in der Scheune. — Dieser Tage wurden hier im Saale von Wolf durch die ©aufilrnftelle der Film „Unsterbliche Melodien" und ein schönes Beiprogramm gezeigt. Die Veranstaltung war gut besucht.
Wirtschaft.
Mein-Mainische Börse.
Millagsbörse still, aber freundlich.
Frankfurt a. M., 10. Aug. Die Umsatztätigkeit an der Börse hat noch nicht zugenommen, weil die Beteiligung der Kundschaft immer noch schwach blieb, wodurch auch der berufsmäßige Handel keine nennenswerte Unternehmungslust zeigte. Da aber Abgaben kaum mehr Vorlagen und teilweise eher Kaufintsresse bestand, war die Haltung durchaus etwas freundlicher.
Am Aktienmarkt ergaben sich zu den ersten Notierungen vorwiegend Besserungen von 0,50 bis 1 v. H. Eine Sonderbewegung ohne besonders lebhaften Umsatz vollzog sich in der Bemberg-Aktie mit 156 bis 156,50 (152,50), was auch auf die übrigen Marktgebiete leicht ausstrahlte. Von chemischen Werten zogen Scheideanstalt 1 v. H. an auf 267, IG. Farben, Deutsche Erdöl und Metallgesellschaft blieben behauptet. Am Elektromarkt gaben Felten 0,75 v. H. nach, im gleichen Ausmaß höher lagen RWE. Don Montanaktien notierten bei Beginn Hoesch mit 125,50 (126), Mannesmann mit 126 (125,50) unb Verein. Stahl unv. 121. Im einzelnen eröffneten Deutsche ßinoleum 1 v. H., Sübb. Zucker 0,50 v. H., Cement Heibelderg 0,40 v. H. höher, BMW. 0,50 o. H. leichter, Daimler unb Reichsbank unverändert.
Am Rentenmarkt erhielt sich weitere Nachfrage, insbesondere nach Pfandbriefen, doch war bas Geschäft wieder klein. Im Freiverkehr blieben Kommunal-Umschuldung mit 94,90 unverändert.
Auch im Verlaufe war das Geschäft sehr klein, ebenso die Kursveränderungen. Weiter fest und verhältnismäßig lebhaft waren am Aktienmarkt Scheibeanstalt mit 268,50 nach 267, unb Bemberg mit 158 nach 156,50, anberfeits waren RWE. 0,50 v H. ermäßigt auf 135,50. Von später notierten Werten gewannen Buberus 1,40 v. H. auf 130,90 unb Th. Golbschmibt 1,13 v. H. auf 150, Westeregeln 1,50 v. H. auf 121. Von Großbankaktien bröckelten DD.-Bank 0,25 v. H. ab auf 125.
Das Rentengeschäft war später ebenfalls klein bei behaupteten Kursen, Reichsbahn-Vorzugsaktien 128 (127,90). Oberhessen Altbesitz nach Pause 135,50 (134,50). Goldpfanbbriefe würben vielfach roieber rationiert, ßiquibationspfanbbriefe zogen meist geringfügig an, Nass, ßarrbesbanf leichter mit 101,55 (101,90). Kommunal-Obligationen unb Stabtanleihen unveränbert. Von Jnbustrie-Obliqationen 5 v.H. Vereinigte Stahl 101,50 (101,75), 1951 do. 99,90 (100), 5 v. H. Hoesch unverändert 102,25.
Im Freiverkehr hörte man Adlerwerke Kleyer mit unv. 118,90 und Verein. Groß-Almerv- der Tonwerke mit 104.50 bis 105, Ufa 71,40 (72). — Tagesgeld unv. 2,75 v. H.
Abendbörse still.
Die Abendbörse war ohne Anregung und nahm einen ruhigen Verlauf. Am Aktienmarkt bröf« feiten die Kurse angesichts der Geschästsstille überwiegend geringprozentig ab. Besonders Montan- werte lagen niedriger, Buderus mit 130,65, Harpe-
ner mit 179, Nheinstahl mit 157,75 verloren je 0,25 v. H., Mannesmann mit 125,65 0,40 v. H. und Hoesch mit 125 0,50 v. H. Die im Mittagsverkehr stark aestiegenen Bemberg ließen auf 157,50 (158) nach, ferner hatten IG. Farben gegen den Berliner Schluß eine Einbuße von 0,65 v. H. mit 167.65, je 0,25 v. H. leichter notierten noch Deutsche Erdöl mit 151 unb AG. für Verkehr mit 128,25. Fest lagen anbererfeits Junghans mit 140,75 (139,50, aber schon 140,50 in Berlin), Conti Gummi zogen 0,50 v. H. an auf 190. Elektro- unb Maschinenwerte kamen behauptet zur Notiz, so u. a. Siemens mit 218, Schuckert mit 176, Licht & Kraft mit 156,75, AEG. mit 131,25, bzw. Demag mit 151
Am Rentenmarkt hatten Altbesitzanleihe einiges Geschäft zum Berliner Kurs von 128,40 (128,25), 4,50 v. H. Krupp würben 0,25 v. H. höher gefragt mit 99,75, während Farben-Bonds auf 134,13 (134,50) zurückgingen. Im Freiverkehr bewegten sich Kommunal-Umschuldung zwischen 94,90 bis 95.00.
Frankfurter Obff- und Gemüsemarkt.
Frankfurt a. M., 10. Aug. Arn Ob st markt kam das Geschäft zu Beginn der neuen Woche nur schleppend in Gang und erfuhr auch später keine sonderliche Belebung. Von Obst fanden besonders Pfirsiche, für die das Angebot aber sowohl vom In- als auch vom Auslande nur klein war infolge der heißen Witterung erhöhte Beachtung. Aber auch die saftigen Sommeräpfel wurden gut gefragt, wie auch Birnen, Mirabellen, Pflaumen, Reine- flauben und Zwetschen bei sehr reichlichen Zufuhren verhältnismäßig gut abgesetzt wurden. Beerenobst kommt mit Ausnahme von Preißel» beeren kaum mehr an den Markt. Die Preise bewegten sich durchweg nach unten:
Am Gemüsemarkt herrschte weiterhin reichliches Angebot, besonders in Gurken, während Spinat wenig zugeführt wurde. Das Geschäft nahm überwiegend einen schleppenden Verlauf, wobei die Preise sich kaum veränderten. Etwas höher lagen Bohnen, Kopfsalat und Spinat. Reges Geschäft verzeichneten Tomaten im Zusammenhang mit der Witterung, der lebhaften Nachfrage konnte unter Zuhilfenahme der ausländischen Zufuhren entsprochen werden.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 10. Aug. Auftrieb: Kälber 527 (494), Hämmel unb Schafe 170 (212), Schweine 3092 (3561). Notiert wurden je 50 Kilogramm Lebendgewicht in RM.: Kälber a) 60 bis 65 (am 3. August 62 bis 65), b) 55 bis 59 (53 bis 59), c) 48 bis 50 (45 bis 50), d) 36 bis 40 (35 bis 40). Hämmel b2) 46 bis 51 (48 bis 50), c) 40 bis 45 (—). Schafe a) 42 bis 45 (42 bis 45), b) 37 bis 40 (39 bis 40). Schweine a) 57 (57), bl 57 (57), b2) 57 (57), c) 56 (56), d) 53 (53). Sauen gl) 57 (57). Marktverlauf: Kälber und Schweine wurden zu- geteilt. Hämmel und Schafe mittelmäßig, lieber» stand: 13 Schafe.
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Karbolineum 231
Karbolineum, aus Steinkohlen ober Holz gewonnenes braunes Teeröl das zum Schutz von Holz gegen Fäulnis verwendet wird. Pfähle sollten vor dem Einsetzen in den Boden mit K. getränkt und gestrichen werden. Vielfach genügt auch leichtes Ankohlen an einem offenen Feuer.
Karbolsäure, Desinfektionsmittel aus Steinkahlenteer, das aber stark giftig ist unb dessen Anwendung daher nicht zu empfehlen ist.
Karbunkel, Gruppe von mehreren dicht beieinander stehenden Furunkeln, kann handtellergroß werden und entsteht befand im Nacken, Rücken und Gesicht. Die erkrankte Stelle ist bretthart, die Haut darüber fühlt sich heiß an und ist gerötet. Die Behandlung besteht in der Eröffnung: nur durch Den Arzt wegen der möglichen schweren Folgen.
Kardamom, Kardamum, Fruchtsamen indischer Pflanzen, die als Gewürz bei der Wurstzubereitung, bet Backwerk und bei Der Herstellung von Likören und Parfümerien dienen. Kardamom raucht leicht aus und soll daher erst vor der Verwendung gemahlen werden.
Karies der Zähne. Zahnfäule. Sobald ein Zahn schmerzt, zum Zahnarzt (s. Zahnkrankheiten). Karin, roetbl. Vorname, schwedische Umwandlung von Katharina.
Karl, männl. Vorname germanischer Herkunft mit der Bedeutung „Mann, Held".
Kartoffel
Karlsbader Salz, aus den Karlsbader Mineralquellen durch Verdampfung gewonnenes Salz, das als Abführmittel dient.
Karmin, purpurroter Farbstoff, aus Koschenilleläusen gewonnen, wirb zu Wasser- unb Ölfarben verwendet.
Karneol, rötlicher Halbedelstein, der als Monatsstein Dem August zugerechnet wird.
Karpfen, im Süßwasser lebender Edelfisch, der gezüchtet wird, sehr alt werden kann unb ein Gewicht von 35 kg erreicht. Zur Verwenbung im Haushalt eignen sich am besten Karpfen bis 3 kg. Karpfen blau nennt man gekochten Karpfen, der meist mit Meerrettich gereicht wird. Sehr beliebt ist auch die polnische Zubereitung als Karpfen in Bier. Kartenspiel ist eine anregende unb entspannende Unterhaltung, solange es nicht zur Leibenschast ausartet und um höhere Geldbeträge geht. Lädt man zum Kartenspiel ein so soll man nur gute Spieler aufforbern und darauf achten, baß bie Mitspieler nicht burch große Verluste mißgestimmt werden. Harmlose Kartenspiele können auch Kindern erlaubt werden.
Kartoffel, Erdapfel, Grundbirne, Knollenfrucht die 15—20 o H. Stärkemehl aber außerdem andere Nährstoffe enthält und daher eines ber wichtigsten Nahrungsmittel bildet. Die Kartoffeln enthalten giftiges Solanin, das beim Kochen zerstört wird. Bei alten Kartoffeln sitzt ber Giftstoff unter der Schale, wes-
IBie zerdrücken Sie gekochte Kartoffeln?
Mit dem Kartoffelstampfer aus Holz geht es auch schon. Noch besser ist aber bie Kartoffelpresse. Dann gibt es überhaupt keine Stücken mehr. So eine Kartoffelpresse kostet bei Häuser nicht viel. Sie ist aber sehr haltbar.
J. B. Häuser, Gießen, am Osroalbsgarten, Fernsprecher 2145/2146.


