bahnen ans, das dadurch zahlungsunfähig' geworden ist. Die Stimmung des Bahnpersonals ist verzweifelt, da über 300 Personen brotlos geworden sind. Die Aussichten von 100 Pensionsberechtigten, ihr Ruhegehalt zu erhalten, sind gering.
Der Tod in der Lawine.
Im Gebiet des Monte Rosa (Penninische Alpen) wurde eine aus 11 Personen bestehende Skifahrer- Gesellschaft in der Nähe von Gressoney von einer gewaltigen Lawine verschüttet. Sechs von ihnen konnten sich ohne fremde Hilfe befreien, weitere vier wurden ohne Verletzungen geborgen. Dagegen fand ein junger Arzt, der von einem Krankenbesuch im Gebirge kam und sich der Skifahrergruppe angeschlossen hatte, den Tod. Seine Leiche konnte erst nach langem Suchen aufgefunden werden.
Erdbeben in Algerien.
Ein Erdbeben, das die Gegend von Guelma, 75 Kilometer östlich von Constantine (Algerien), heimgesucht hat, forderte zwei Tote und 11 Schwerverletzte. Zwei Dörfer in der Um- aegend von Guelma sind völlig zerstört. In Guelma selbst wurden mehrere Häuser, darunter das Gefängnis der Stadt, in Mitleidenchaft gezogen. Die Gefangenen versuchten, durch die entstandenen Mauerrisse zu entfliehen, wurden aber von den Wächtern mit Revolvern in Schach gehalten.
Große Ilnwetterschäden in Alabama (USA.).
In großen Teilen des Staates Alabama sind durch schwere Wolkenbrüche und heftige Stürme große Schäden angerichtet worden. Zahlreiche Wohnhäuser und Geschäftsgebäude stürzten ein oder wurden stark beschädigt. 21 Personen sind zum Teil schwer verletzt worden.
Vier Tote bei einem Flugzeugunglück in USA.
Bei Lousburg in Rord-Karolina (USA.) ist ein Verkehrsflugzeug, das sich auf dem Wege von Miami (Florida) nach Akron (Ohio) befand, a b - gestürzt. Der Pilot und die drei Insassen wurden getötet.
Großes Schadenfeuer in Stockholm.
Das fünfstöckige Hauptlager der Stockholmer Aktiengesellschaft „Milchzentrale" ist von einem zehnstündigen Großfeuer völlig zerstört worden. Bei den Löscharbeiten, die durch starken Frost erschwert wurden, ist ein Feuerwehrmann ums Leben gekommen. Zwei Feuerwehrmänner trugen schwere Verletzungen davon. Der Schaden beläuft sich auf etwa eine Million Kronen.
3m Schlaf erstickt.
Ein 58 Jahre alter Einwohner von Koblenz wurde in seiner Wohnung t o t aufgefunden. Der Mann war durch Ersticken zu Tode gekommen. Offenbar ist in der Nacht, während der Mann schlief, ein Funke aus dem Ofen auf den mit Briketts gefüllten Kasten gefallen, so daß die Briketts ins Schwelen gerieten und tödlich wirkende Gase entwickelten.
Die Rekord-Sau.
Eine Rekord-Sau befindet sich im Besitz eines Hufschmiedes in Ungarn. Sie überraschte ihren Besitzer mit einem Wurf von nicht weniger als 2 7 Ferkeln. Zehn von den Ferkeln starben in den ersten zwei Wochen nach dem Wurf; der Rest aber wächst gesund der künftigen Fülle entgegen.
Zeitschriften.
— Ein Museum deutschen Kulturwillens bildet das „Haus der rheinischen Heimat" in Köln, das in vieler Hinsicht einen ganz neuen Museumstyp
Das Donau
Abhilfe gegen eine
Daß Flüsse ihre Geschichte haben, ist eine Binsenwahrheit. Die Namen Rhein, Donau, Themse oder Marne rufen uns die Tatsache immer wieder in die Erinnerung zurück. Es knüpfen sich aber auch manche Geschichten an den Lauf der großen Ströme, die nicht so ohne weiteres zu verstehen sind. Eine von ihnen spielt im Oberlauf der Donau und ist deshalb interessant, weil sie einer Laune der Natur entsprungen ist, nicht aber der Bosheit der Menschen.
Kommst du an der hohen Schwarzwaldbahn in das Städtchen Donaueschingen, wo der Fürst von Fürstenberg wohnt, so wirst du nicht vergessen, die Donauquelle im fürstlichen Schloßpark aufzusuchen, die vornehm in Stein gefaßt ist. Eine Inschrift des Inhalts, daß sich diese Quelle des längsten europäischen Stroms „700 Meter über dem Meere" und „2840 Kilometer bis zum Meere" befindet, läßt den Besucher in Ehrfurcht erschauern, so daß selbst der alte Witz nicht zünden will, den ein Freund immer bereit hat: „Wenn ich jetzt die Hand auf diese Quelle lege, dann hat Budapest kein Wasser mehr..." Die Sache hat aber auch insofern einen Haken, als das Donauwasser, das von den badischen Bergen und ihren Zuflüssen kommt, den Weg bis zum Schwarzen Meer gar nicht mitmacht, sondern unterwegs „versickert", um anderswo einen neuen Abfluß zu suchen und auf diesem Wege durch den Bodensee in den Rhein zu münden, also in die Nordsee zu wandern.
Das kommt so: nicht weit von der Grenze zwischen Baden und Württemberg liegt Immendingen. Dort verschwindet das Wasser des schon stattlichen Flusses, so daß er in der heißen Jahreszeit monatelang trocken liegt. Tuttlingen und andere gewerbereiche Orte in Württemberg haben dann kein Wasser in der Donau. Erst viele Kilo-
oerkörpert. Einen Blick in dieses Museum gewährt ein Beitrag von Prof. Dr. Walther Schneider in der neuesten Nummer der „I l l u st r i r t e n Zeitung Leipzig" (Verlag I. I. Weber, Leipzig), der die organische Aufgliederung dieses Museums schildert und aus der Fülle des Dargestellten einige Zeugnisse rheinischer Kultur herausgreift und im Bilde wiedergibt. — Ein mit erläuternden Abbildungen ausgestatteter Aufsatz von Otto Brünig unterrichtet über Blindflug und Blindlandung und ist auch für den Laien leicht verständlich. — Mancher Leser wird mit Interesse erkennen, daß seine Jugendliebe: das Herbarium, auch heute noch Geltung hat; ihm zeigt der Beitrag „Pflanzen in der Mappe", wie die Wissenschaft das Herbariumverfahren pflegt, und die beigegebenen Abbildungen geben ihm einen Hinweis zu neuen Herbariumversuchen.
— „Der Naturforsche r", vereint mit „Natur und Technik". Hugo Bermühler Verlag, Berlin- Lichterfelde-N„ bietet mit jedem Heft einen Querschnitt durch den neuesten Stand aller Naturwissenschaften. Im Februarheft zeigt Privatdozent Dr. Rittmann, wie weit die Erforschung der vulkanologischen Naturerscheiungen gekommen ist. Rach seinen Darlegungen sind die Ursachen der vulkanischen
Aach-Gesetz.
Laune der Natur.
meter weiter abwärts füllt sich das Bett des Stromes aus neuen Zuflüssen.
Durch Jahrzehnte hat man sich mit der Frage beschäftigt, wohin die versickerten Wassermengen der oberen Donau fließen. In den achtziger Jahren warf man einige Zentner Kochsalz in die Sickerlöcher, die sich im Bereich des Kalksteins des Schwäbischen Jura besinden. Dieses Rezept löste das Rätsel: Das Wasser der Donau trat in der starken Quelle der Aach wieder zutage, die sich 12 Kilometer weiter südlich befindet, aber 170 Meter tiefer liegt als Immendingen. Dieser kleine Fluß, die Aach, treibt munter seine Mühlen und Werke, bis er in den Bodensee bei Radolfzell mündet. Kein Wunder, daß Württemberg sich dadurch benachteiligt fühlte und von Baden Abhilfe verlangte. Dieses wieder betrachtete die Gabelung eines Flusses als einen ganz natürlichen Vorgang und sah keine Veranlassung, die Wasser der Aach in den Sickerstellen des Donaubettes abzugraben, richtiger gesagt, zu stopfen. So entspann sich zwischen Stuttgart und Karlsruhe ein Federkrieg, der sich durch Jahrzehnte ohne Ergebnis hinzog, wobei auch die beiderseitigen Landtage alljährlich fleißig sekundierten. Sogar die Schulkinder wußten über diesen „Staatskonflikt" gut Bescheid. Unter der Weimarer Verfassung kam die Sache auch einmal an den Staatsgerichtshof, der aber mit diesem Problem ebensowenig fertig werden konnte wie andere Instanzen vorher. Nun hat die Reichsregierung durch ein besonderes Donau-Aach-Gesetz die Sache in ihre Hand genommen. Damit dürfte eine endgültige Regelung bevorstehen, die darauf hinzielen könnte, d-urch technische Einrichtungen das Wasser des oberen Laufes für Donau und Aach gleichmäßig zu verteilen oder auf andere Weife den Anliegern gerecht zu werden.
Tätigkeit geklärt. Professor Dr. Helfer untersucht die Gründe für die Gefährdung der Fische durch Giftstoffe. Direktor Hölzel bringt einen mit ausgezeichneten Aufnahmen bebilderten Aufsatz über die Wale des südlichen Eismeeres. Dr. Stoye behandelt, von der Natur des Jnselreiches ausgehend, das Thema „Japan — Volk und Raum". Professor Dr. Hennig lenkt den Blick auf den Einfluß des Golfstroms im Eismeer. Zoologische Beobachtungen liegen zwei bebilderten Aufsätzen zu Grunde: „Der Kaisergranat" von Dr. Volz und „Versuch mit einem jungen Kuckuck" von Dr. Rüstig. Einen guten Ueberblick über die Farbenkinematographie gibt F. Paul Liesegang. „Kleine Beiträge" und Forschungsergebnisse aus allen Gebieten, Anregungen zur Naturbeobachtung, die Bücherschau und die beliebte Preisfrage schließen das abwechselungsreiche und vorzüglich ausgestattete Heft ab.
Büchertisch.
— Luftfahrer voran! Ein Volksbuch vom Fliegen in aller Welt. Herausgegeben von Walter W i e n r i ch. 1. Jahrgang 1937. 154 Seiten. Mit 85 Abbildungen. Leinen 4,80 Mark. Franckhsche Verlagshandlung, Stuttgart. — (19) — Flieger erzählen vom Fliegen — so entsteht eine lebendige, zeitgemäße Geschichte der Luftfahrt, nicht aus hi
storischen Abhandlungen, sondern Sur fesselndes? vielseitigen Berichten. Junge und alte Flieger, Pio. niere der Luftfahrt und Kriegsflieger, Fallschirm, abspringer, Ballonfahrer und Segelflieger, rote Hirth, Übet, Mittelholzer, haben sich hier zusam- mengefunben. Sie erzählen von Luftkämpfen und Sturmflügen, von berühmt gewordenen Abenteuern und unbekannten Erlebnissen in der Heimat und in fremden Ländern. Viele bisher unveröffentlichte Bilder zeigen vieles von dem, was man vom Flie- gen wissen möchte.
Wetterbericht
des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.
Von England her zieht fortgesetzt eine Tiefdruck« ftörung über Deutschland hinweg, welche die Wit« terung unbeständig gestaltet. Da wir gleichzeitig im Zufuhrbereich der aus nördlichen Breiten des Atlantik kommenden Luft verbleiben, werden die Niederschläge überwiegend als Schauer und im Gebirge durchweg als Schnee fallen.
Aussichten für Freitag: Veränderlich mit zeitweiliger Aufheiterung, aber auch einzelnen Niederschlagsschauern, im Gebirge Schnee, bei leb-
Gedenket der hungrigen Vögel!
hasten westlichen Winden Temperaturen in den Niederungen bei 0 Grad und im Gebirge Frost.
Aussichten für Samstag: Fortdauer der wechselhaften, ziemlich kalten Witterung mit Schauerneigung.
Lufttemperaturen am 10. Februar: mittags 5 Grad Celsius, abends 1,8 Grad; am 11. Februar: morgens 0,4 Grad. Maximum 5,4 Grad, Minimum heute nacht 0 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 10. Februar: abends 1,5 Grad; am 11. Februar: mor- aens 1 Grad. — Niederschläge 3,6 mm. — Sonnenscheindauer 2,4 Stunden.
Winlersport-Wetterbericht.
Vogelsberg. Hoherodskopf: Nebel, — 4 Grad, 13 Zentimeter Gesamtschneehöhe, 8 Zentimeter Neuschnee, Pulverschnee, Sportmöglichkeiten im Wald gut. — Herchenhainer Höhe: Bedeckt, —4 Grad, 15 Zentimeter Gesamtschneehöhe, 15 Zentimeter Neuschnee, Pulverschnee, Sportmöglichkeiten gut.
Rhön. Wasserkuppe: Nebel, —3 Grad, 25 Zentimeter Gesamtschneehöhe, 22 Zentimeter Neuschnee, Pulverschnee, Sportmöglichkeiten sehr gut.
Schwarzwald. Feldberg: Schneefall, —4 Grad, 80 Zentimeter Gesamtschneehöhe, 12 Zentimeter Neuschnee, verweht, Sport sehr gut.
Alpen. Schneefernerhaus: Schneefall, — 8 Grad, 340 Zentimeter Gesamtschneehöhe, Pulverschnee, Sportmöglichkeiten gut.
Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. I. 37: 11 250. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts- Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.
Karl Geltz
im 38. Lebensjahre.
im 55. Lebensjahre.
Gießen (Kaplaneigasse 2), den 9. Februar 1937.
Gießen (Mittelweg 16), den 11. Februar 1937.
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Postfach 136.
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Altersvereinigung 1882/1932
Uf CDDC DRUCKSACHEN VV CH DC Brühl. Gießen
Hermann Kirchner und Söhne.
Gießen (Seltersweg 8), Berlin, Magdeburg, 10. Februar 1937.
Beteiligung erbeten.
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Die Einäscherung fand in der Stille statt; von Beileidsbesuchen und
Blumenspenden bitten wir abzusehen.
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Am Dienstagabend verschied nach kurzem schweren
Leiden unser 1b. Sohn, Bruder, Schwager, Onkel u. Neffe
Die Trauerfeier findet am Freitag, 12. Februar, nachm. 3 Uhr, in der
Kapelle des Neuen Friedhofs statt Beileidsbesuche dankend verbeten.
Die Trauerfeier findet Freitag, den 12. Februar, nachm.
2.30 Uhr in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt.
In tiefem Schmerz:
Familie Karl Geitz
nebst Angehörigen
In tiefer Trauer:
Anna Weinhardt, geb. Arnold
nebst allen Angehörigen.
Nach kurzer, schwerer Krankheit verstarb plötzlich und unerwartet
mein herzensguter Mann, mein lieber Vater, Schwiegervater, Bruder,
Schwager und Onkel
Franz Weinhardt
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Die Beerdigung findet am Freitag, 12. Februar, nachmittags um 3 Uhr, vom Sterbehause aus statt.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen 1
Kath. Knöß, geb. Walther Familie Wilh. Knöfc Familie Heinrich Knöfi nebst allen Angehörigen
Daubringen. Queckborn, Darmstadt, den 11. Februar 1937.
Todes-Anzeige
Am 10. Februar entschlief nach längerem schweren Leiden im Alter von 60 Jahren mein lieber, herzensguter Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel
Herr Karl Jakob Knöß


