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facher, wie Mathematik, Physik, Chemie, Biologie, _ ' . re r . r, zn _ tx: J.l. re >-> fimhn

diese Weise wird es

Gießener Künstler- und Pressefest.

Der Vorverkauf beginnt am 14. Januar.

In seinen weiteren Ausführungen beschäftigte sich Prof. Dr. Behaghel an Hand von Briefen usw. mit der lebensvollen Gestaltung des Charakterbildes des großen Gelehrten. Dem mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrag schloß sich eine Aus- spräche an.

geehrt.

Die übrigen Stunden des Abends waren der Un­terhaltung gewidmet. Mehrere humoristische Dor-

der Flakartillerie, der Luftnachrichtentruppe und des RegimentsGeneral Göring". Gesuche, die nach dem 15. Januar eingchen, können nicht mehr berücksichtigt werden.

Die Außerkurssetzung von Reichssübermünzen.

_ Dir deutsche Rrbcitüfront N.2.-6emeiMastfiraft durch frcuöc"

aus mir, als was ich heute mit meinen neunund­zwanzig Jahren bin: ein schlechtbezahlter Operateur- gehilfe, der ..."

Hör auf! Ich will nichts mehr davon Horen!

Evelyn hielt sich mit einer heftigen Gebärde die Ohren zu. Ihr Mund Duckte seltsam, und in ihren dunkel geweiteten Pupillen spiegelte sich die Glut des Abendhimmels.Warum denn immer gleich von der Zukunft reden, bevor man noch die Gegenwart genossen hat? Wozu sich gegenseitig Versprechungen machen? Es kommt ja nachher doch immer ganz an­ders. Du ...!"

Sie warf plötzlich beide Arme um Alland und preßte ihr Gesicht gegen seine Brust.

Besser, man denkt gar nicht daran, was mor­gen sein wird oder in einem Jahr ... Wir haben ja noch so viel Zeit vor uns. Uetzer eine Woche nicht? Eine ganze Woche, um glücklich zu sein...!"

Ihr leichter Körper zitterte in seinen Armen, von tiefinnerem, tonlosen Schluchzen geschüttelt, ihr Ge­sicht lag glühend an das seine geschmiegt, und in ihre Küsse mischte sich das bittere Naß ihrer Tra­nen ...

Tagung her Gesellschaft Liebig-Museum

Ein großes Gießener Museum in Vorbereitung.

Gaststätten und Verdunkelung.

Wenn am 13. Januar die Derdunkelungsülmng in Stadt und Kreis Gießen stattfindet, werden dre Gaststätteninhaber und Ladenbesitzer eine besondere Aufgabe zu erfüllen haben Sie müssen mancherlei mehr bedenken als die Volks- genossen, die sich lediglich um ine Derdunkelung ihrer Wohnung zu bekümmern haben. Es ist notig, den Publikumsverkehr mit den Bedürfnissen der Hebung in Einklang zu bringen. Es Hande t sich nicht nur um die Abblendung von Lichtstrahlen m den Wirtschafts- und Nebenräumen forme auf Fluren und in Treppenhäusern, sondern ganz be- sonders auch um die Anlage einer Lichtschleuse, int den Zu- und Abgang von Gasten ermöglicht, ohne daß ein Lichtschein nach außen fallen kann. Auch die Ladenbesitzer müssen am Hebungsabend bis zur vollständigen Verdunkelung ihre Schaufensterlicht- rerlame auf ein Minimum einschränken und pein­lich auf die Abschirmung des Lichtes bedacht fein, damit kein Lichtstrahl nach außen fallen kann.

Gaststärtemnhaber! Ladenbesitzer! Seid euch der Verantwortung bewußt! Arbeitet am Selbstschutz der Zivilbevölkerung mit! Nehmt die Hnbequemlich- keiten auf euch! Ihr dient so dem Daterlande!

Kriegerkgmeradschast Gießen.

trachtete er sie eine Weile von der Seite. Dann, mit einmal, brach etwas in ihm auf eine heiße, sehnsüchtige, drängende Zärtlichkeit, die ihm fast das Herz zersprengte und ihn über alle Hemmun­gen seiner Natur hinwegriß.

Unb gibt es denn gar nichts, was Ihnen die Kunst ersetzen könnte, Evelyn?" fragte er warm und eindringlich.Könnten Sie sich nicht auch ein anderes Lebensglück denken? Ein ganz eigenes, persönliches Glück meine ich, das vielleicht wert­voller und haltbarer ist als der Ruhm ...?"

Das junge Mädchen ließ mit einer hoffnungs­losen Bewegung die Schultern fallen.

Zu spät!"

Die rauhe Bitterkeit ihres Tones erschreckte ihn. Beschwörend legte er den Arm um sie.

Aber Kind, das ist doch Unfinn! Sie" fangen ja grabe erst an zu leben. Wenn Sie eine Liebe fänben, Evelyn, eine große Liebe, in ber Sie ganz aufgehen könnten ... Einen Mann, ber Sie ver­göttert, der ach, Evelyn, wozu das dumme Verstecktspiel? Sie wissen ja längst, daß ich Sie Hebe von der ersten Stunde an. Sie wären ja gar keine Frau, wenn Sie bas nicht bemerkt hät­ten."

Allanb atmete schwer. Er fühlte, wie unter ber Berührung seines Armes ein leichtes Zittern burch ihren Körper ging. Aber sie rührte sich nicht. Sie kam ihm nicht mit bem kleinsten Wort entgegen. Unb bas ernüchterte ihn ein wenig. Zögernder fuhr er fort:

Es ist vielleicht überhaupt ganz unverantwort­lich von mir, einem jungen Mädchen wie Ihnen von Liebe zu sprechen. Ich habe ja nichts, rein nichts, worauf ich mich babei stützen könnte weder Stellung noch Vermögen, nicht einmal eine selbständige Praxis?

Evelyn lachte leise in sich hinein.

Was hat das mit Ihrer Liebe zu tun?* fragte sie, ohne ihn anzusehen.

DNB. Der Reichsminister der Finanzen hat durch Verordnung vom 29. Dezember 1936 die alten Ein- mark-, Einereichsmark- unb Fünf-Reichsmark-Stücke außer Kurs gesetzt. Atz 1. April 1937 gelten sie nicht mehr als gesetzliche Zahlungsmittel. In den folgen­den drei Monaten, unb zwar bis zum 30. Ium 1937 einschließlich, werden diese Münzen von Reichs- unb Lanbeskassen noch in Zahlung genommen und ge­gen andere Zahlungsmittel umgewechselt. Ab 1. Juli 1937 hört die Einlösungspflicht auf. Die Münzen haben bann nur noch ihren Metallwert.

Die Außerkurssetzung umfaßt alle Einmark- und Reichsmarkstücke aus Silber und die alten großen Fünf-Reichsmark-Stücke. Die zur Erinnerung an besondere Begebenheiten geprägten Fünf-Reichsmark­stücke sind von der Außerkurssetzung nicht ausge­nommen. In Kurs bleiben demnach von den Reichsmarkstücken nur die aus Reinnickel gepräg­ten Münzen unb als Fünf-Reichsmarkftücke nur die neuen kleinen Fünf-Reichsmarkstücke.

Es liegt im Interesse jedes Volksgenossen, die in Rede stehenden Münzen so schnell als möglich in Zahlung zu geben, damit sie in den Besitz der mit her Einziehung beauftragten Reichstzank gelangen.

Sehr viel, Evelyn, so gut wie alles! Ich kann doch ein so junges, schönes unb begabtes Geschöpf wie Sie nicht an mich binden auf nichts als eine ganz nebelhafte Zukunftshoffnung hin. Wenn ich noch einen bestimmten Zeitpunkt angeben könnte! Wenn ich sagen könnte in ein, zwei Jahren ...! Aber so! Vielleicht wird mein Lebtag nicht m>.

hatte sie sich gekauft, um ihn damit zu überraschen. Darum die ganze Geheimnistuerei! Rasch versöhnt sprang er auf unb lief ber Geliebten ein Stück Wegs entgegen. Als sie ihn kommen sah, blieb sie mitten auf ber Straße stehen unb sagte, blaß vor Enttäuschung:

Hast bu mich denn gleich erkannt, Frank?

Er mußte über ihre bestürzte Miene unwillkür* lich lachen.

Aber natürlich, du Schäfchen, schon vom Balkon aus. Glaubst du denn, daß irgend jemand der dich einmal gesehen hat, dich nicht auf den ersten Blick wiedererkennt? Dazu braucht man noch nicht ein­mal wie ich in dich verliebt zu sein."

Er führte ihre schlaff bargebotene Hanb zärtlich an seine Lippen.Verzeih mir, Liebling, ich wollte dir nicht den Spaß verderben. Du siehst fo, bezau­bernd aus in deinem neuen Kleid, daß ..."

Er verstummte unb ließ ben Blick prüfend auf ihr ruhen. Etwas an ihr kam ihm plötzlich fremd vor, er wußte nur nicht sofort, woran es lag. Aber in ber nächsten Sekunde schon machte er eine Ent­deckung, die ihm ein Rot ber Bestürzung in die Wangen trieb.

Was hast du denn mit beinern. Haar gemachte stammelte er verwirrt.Du hast es doch nicht etwa färben lassen?"

Auch sie wurde rot.

Doch , gestand sie unb nahm mit einem kurzen nervösen Auflachen ben Hut vom Kopf.Gefall' ich bir nicht so?"

Allanb konnte nicht anmorten. Ganz entsetzt starrte er auf ihr Haar, bas fein metallisches Blond mit einer viel dunkleren Schattierung vertauscht hatte, einem ins Rötliche spielenden Haselnußbraun, wie man es jetzt an vielen Frauen sah. Auch die Frisur war verändert. Die halblangen Pagenlocken waren kürzer geschnitten unb etwas nach rückwärts gekämmt, so baß die schöngewölbte Kinberstirn zum Vorschein kam. Eine nicht unkleidsame Haartracht, die sie aber entschieden älter machte und bem zar­ten Gesicht eine gewisse Herbheit verlieh.

Warum hast bu das getan, Evelyn?" sagte et vorwurfsvoll,ohne mich vorher zu fragen? Dein Haar war so wunderschön das schönste Haar, bas ich je gesehen hatte ..."

(Fortsetzung folgt!)

Schmuckgebäude zu schaffen. Durch entsprechende gärtnerische Anlagen im jetzigen Vorgarten wirb auch nach außenhin ber schöne Einbruck des neuen großen Museums ber Stadt Gießen gefördert wer-

Nachdem die Mitglieder dem Verkauf des Vor­gartens zugestimmt unb Bürgermeister Prof. Dr. Hamm für seine Darlegungen besonderen Beifall gezollt hatten, wurden die baulichen Erneuerungen besprochen, die, wie die Instandsetzung des Daches, nicht mehr aufschiebbar sind, wenn das Gebäude nicht verfallen soll. Mit einem Appell zur Unter» stützung unb Erhaltung dieses wertvollen Kultur­denkmals der Stadt wurde die Versammlung be­schlossen.

In einem anschließenden, mit starker Hingabe für die Persönlichkeit des Forschers unb Praktikers Justus von Liebig ausgezeichneten

Vortrag überNeues aus alten Akten unb Schriften des Liebig-Museums"

gab Hnioerfitätsprofessor Dr. O. B e h a g h e l einen interessanten Beitrag zur Forschung über die Per- sönlichkeit Justus von Liebigs. In kurzem Hinweis streifte der Vortragende den außerordentlichen Wert dieses Museums, das über ein Personlichkeits- museum hinaus einen großen familiengefchichtlichen unb zeitgeschichtlichen Wert erhalten hat. Aus ben Schätzen dieses Museums hob ber Vortragende die Kolleghefte des damaligen cand. med. C. Speck aus Dillenburg hervor, ber in interessanten Aufzeich­nungen über die Lietzigschen Vorlesungen zu be­richten weih. Von ber Korrektheit des Vaters be­richtet ein Manuale von Liebigs Vater, das die Ausgaben für sämtliche Kinder zur Aufrechnung bei der Erbteilung enthält unb aus dem u. a. her- voraeht, baß Justus' Sommersemester 1822 unb das Wintersemester 1822/23 in Erlangen 513 Gulden 30 Kreuzer, die Doktorwürbe in Erlangen 72 Gul­den unb die Militärvertretung 75 Gulden gekostet haben. Bezeichnend ist babei, daß für Justus auch 5 Gulden, die er 1824 bei einem Besuche in Darm­stadt vom Vater erhalten hat, unter ber Rubrik beim einpaar Tage Hiersein" vermerkt sind. Don den noch nicht ausgewerteten Briefen nannte der Redner solche von Medizinalrat Thiersch, von Medizinalrat Trapp aus Anlaß der Analyse des Bad Homburger Elisabethenbrunnens, an Schmied- ling über die Silberspiegelherstellung unb an Dr.

1 Schneider in Petersburg über bas Fleischextrakt.

Im Kreise der Mitglieder unb deren Angehörigen beging am Samstagabend im Caf6 Leib die Kne- gerkamevabschaft 1874 Gießen ihr 63. Stiftungsfest. Die Veranstaltung stand ganz im Zeichen tamerao- schaftlicher Unterhaltung. Musik der Kapelle Krengel leitete den Abend ein. Auch im Verlauf der Veran­staltung unterhielt die Kapelle mit ausgezeichneten musikalischen Vorträgen.

Der stellvertretende Kamevabschaftsführer August Wagner hieß die Teilnehmer herzlich willkommen unb betonte, daß es ber tiefere Sinn des Abends sein solle, den Beweis zu erbringen, daß m der Kriegerkameradschaft Gießen der alte soldatische Geilt noch lebendig ist. Nach einem Vorspruch, der den Zuhörern Ernst Moritz Arndts ernstes vater­ländisches Denken bewußt werden liefe, hielt Der 1. Kamerabschaftsführer, Rektor Stroh, die Fest- ansprache. Er ging von den eben gehörten Worten des Dichters aus unb erinnerte daran, wie schon immer in solchem Geiste Deutschlands Söhne für Hei­mat und Vaterland stritten. Jahn, Fichte unb Stein bauten an diesem Vaterland, unb einem Bismarck sei es gelungen, bas Zweite Reich zu schmieden. Im Glauben unb Vertrauen auf bie Liebe der Deut­schen zu Heimat unb Vaterland habe der Führer Adolf H i 11 e r öas Dritte Reich geschaffen. Deutsch­lands Söhne fochten 1813 für die Idee des Vater­landes, 1870/71 gaben sie Blut unb Leben bet Gravelotte und St. Privat, 1914 bis 1918 kämpften sie bei Langemarck, in Rußlanb, in ben Karpathen unb auf allen Meeren. Ihnen allen gelte Zeit un­teres Lebens unser Gedenken, allen jenen, die ge­fallen sind für unser deutsches Vaterland, auch den Führern ber Armee, des Generalfeldmarschalls von Hindenburg unb Generaloberst von Seeckt. Allen, die fielen, habe ein göttlicher Funke die Kraft gegeben, zu sterben: unter einem Blücher, Moltke und einem Hindenburg hotten sie die Kraft zu hel­denhaftem Kampfe. In einer Minute stillen Ge- denkens wurde ber Gefallenen gedacht. Die Musik spielte das Lieb vom guten Kameraden. Den Kame­raden im Kyffhäuferbunb sei, so fuhr der Redner fort, die Aufgabe gegeben, sich dessen würdig zu er­weisen, daß sie die Fahne, die Armbinde unb bas Hakenkreuz tragen. Die Ehre verpflichte, in Gefolg­schaftstreue zum Führer zu stehen, alle Lauheit ab- zuwerfen. Die Kamerabschaft sei frischen Geistes unb werde es bleiben.' Die Kameradschaft nehme alle Kraft aus einer großen Vergangenheit, sie stehe fest in der Gegenwart unb marschiere unter dem Führer in eine bessere deutsche Zukunft. Mit dem Gelöbnis der Treue zu Führer und Vaterland, mit drei­fachemSieg-Heil!" fand die Festansprache ihren Abschluß. Gemeinsam wurden das Deutschlandlied unb das Horst-Wessel-Lied gesungen.

Nach einer kurze Pause nahm Kamerabschasts- sichrer Stroh die Ehrung einiger treuer Mitglieder vor. Er rühmte deren Treue unb stellte sie als leuch- tenbes Beispiel ber Treue vor Augen. Für 50jährige Zugehörigkeit zur Kameradschaft wurde Konrad Wenzel ausgezeichnet. Für 25jährige Zugehörig- feit wurden die Kameraden Konrad Becker, Heinrich Guthordt, Heinrich Schöck, Karl Stöver, Ludwig Möbus und Paul Schuld

Der Kartenvorverkauf zum Gießener Künstler- sind. e _

unb Pressefest 1937, das am 2. Februar in samt- Freiwillige fUt* OIC Luftwaffe.

lichen Räumen des Gesellschaftsvereins abgehatten M-ldelchluK 15 Januar

wird, beginnt Donnerstag, 14. Januar. Die Festkarte 1937 ^ft bie Frist für

kostet: Herren 3,50 Mark, Damen 2,50 ^arf, plafe- ^)un at5 Freiwilliger für die Luftwaffe

Mieter des Stadttheaters 1,50 Awrk einschl. Steuer. Eintritt im Herbst 1937 ab. Wer sich bis jetzt

Die Karten sind zu haben an der Theaterkasse, in nQl n^t gemeldet hat, muß sein Eintrittsgesuch den Geschäftsstellen des Gießener Anzeigers und der jofor| einreichen bei einem Truppenteil derjenigen Oberhefsifchen Tageszeitung. Festkarten für Platz- Waffengattung, bei der er dienen will. Dafür kom» mieter des Stadttheaters nur an der Theaterkasse, jmen in Frage alle Truppenteile der Fliegertruppe,

Das fremde Gesicht

Roman von Caren.

13. Fortsetzung. (Nachdruck verboten!)

Sie nannte als ihren Lehrer einen jungen russi­schen Tanzmeister, der in Paris viel von sich reden machte, unb besten Name Allanb schon aus irgend- einer Zeitschrift her bekannt war. Evelyn erzählte voll Stolz, daß Potuloff sie ganz umsonst ausbilbe, daß er ihr sogar Solounterricht erteilt habe, zum stillen Aerger der anderen, bie ihre Stunden teuer bezahlten.

Ich war seine beste Schülerin", versicherte Eve­lyn.Aber er wollte buch noch nicht allein auf­treten lassen, weil ich noch zu jung sei. Der Er­folg könne mir zu Kopf steigen. Unb dann sei es aus mit meinem Talent, meinte er ..." Ihr ©lief verschwamm plötzlich in Tränen.Bei Potuloff hätte ich es zu etwas gebracht. Potuloff war nicht der Mensch, der einem übertriebene Hoffnungen macht. Er war sehr streng mit mir mit mir besonders. Zwei, drei Jahre noch bann wäre ich soweit gewesen, bann

Ihre Stimme schwanfte. Mit trostlosem Ausbruck starrte sie in die Landschaft, bie in der ungeheuren Feuersbrunst eines südlichen Sonnenuntergangs zu fast antiker Großartigkeit erstarrte.

Sie saßen auf einer kleinen Bank über den Klippen, gegen bie das vom Mistral bewegte Meer mit weißen Gischtkämmen anrollte. Alland erhob ein wenig die Stimme, um nicht von bem Brausen ber Wellen übertönt zu werden.

Haben Sie denn Ihr Studium aufgegeben?" forschte Alland vorsichtig.Aufgeben müssen?"

Die stummverzweifelte Gebärde, mit der sie seine Frage bejahte, traf ihn auf einmal wie ein Blitz der Erkenntnis. Das also mar es, was sie zum Selbstmord getrieben hatte! Das ihr geheimes Leid, die Quelle ihrer Schwermut! Daß er auch nie an fo etwas gedacht hatte ...!

Er hätte gern gewußt, warum sie auf die Fort­setzung ihrer Studien so plötzlich hatte verzichten müssen. Aber ihr Gesicht hatte wieder diesen ab­weisend verstockten Ausdruck, der ihn immer bis zur Verzagtheit einschüchterte. Teilnahmsvoll be-

Zwei Tage später geschah etwas,das Allanb stutzig machte. Als er, wie jeden Morgen, Evelyn zum Spaziergang abholen wollte, war sie schon aus- aegangen unb ließ ihm sagen, daß sie erst gegen Mittag zurück fein werde, er möge in seinem Hotel auf sie warten. Sie hatte ihm tagszuvor von die­ser Programmänderung kein Wort gesagt, vielleicht aus Angst, er würde sie dann begleiten wollen. Sie hatte ja manchmal so sonderbare Anwandlungen von Selbständigkeit.

Ein wenig verärgert ging er nach Hause und setzte sich auf seinen Balkon, von dem aus man den Hoteleingang unb ein Stück der Straße überblicken konnte. Kurz vor halb eins von unten herauf ertönte gerade das Gong, das die Gäste zu Tisch rief sah er Evelyn kommen. Er erkannte sie schon von weitem an ihrem beschwingten Gang, er hätte sie unter Tausenden erkannt. Aber es fiel ihm sofort auf, daß sie ein neues Kleid trug, ein leichtes sportliches Sommerkleid, das er noch nie an ihr gesehen hatte, unb einen breitranbigeh wei- . feen Filzhut, der die obere Hälfte ihres Gesichtes (UU'I Muyun ...'. fast ganz beschattete. Dem Liebenden fiel ein Stern Lebtag nicht mehr1 oom Herzen. Das also war es: em neues Kiew

Zimmer 7, entgegen.

Jahres Programm des Amtes Nelsen, , , Ä...

Wandern und Urlaub 19 37. Dieses Pro- Freiwilliger Eintritt Ms Heer, gramm, das alle Reisen des Wahres 1937 enthält, inelbefdiluh 15 Januar

ist zum Preis von 20 Pf. auf der Kreisblenststelle Melbefchlufe 15. dauuar.

erhältlich.^ DNB. Das Oberkommando des Heeres gibt be-

sk 151/37 Schwarzwald Kniebis kannt: Freiwilliger Eintritt ins Heer zum Herbst vom 13 bis 17. Januar. Diese Fahrt ist ab 1937 ist bei allen Truppenteilen für Wehrpflichtige nW* KÄSäwW" 5ÄSÄS-Ä

Am Donnerstag, 14. d. k um 20.30 Uhr, m ber 3^ fofort seine aktive Dienstpflicht erfüllen

Aula des Gymnasiums, ^11 Pg. Professor Dr^ I.^ 'B. Abiturienten vor Beginn des Hochschul-

Hummel einen Vortrag:D 1 e D e r s 0 r g u n g Odiums, meldet sich sofort bei dem Truppenteil, Deutschlands mit mineralischen Roh H . bem er einzutreten wünscht. Die Annahme von stoffen. Der Eintrittspreis zu diesemDortrag' Meldungen wird am 15. Januar 1937 abgeschlossen, der un Rahmen des Vierjahresplans großes Inter eingehende Meldungen können nicht mehr

esse finden wird, betragt nur 20 Pf. s berücksichtigt werden. Weitere Auskünfte erteilen

die Truppenteile, die Bezirkskommandos und die Meldeämter, bei denen auch Merkblätter für den Eintritt als Freiwilliger in das Heer zu erhalten

den Sprachsächern zu meistern waren, so wird wohl jedem Einsichtigen klar, daß es allerhöchste Zeit gewesen ist, bie schon im 2Utertum erkannten Gesellschaft Liebig-Museum hielt am gestri- < WahrheitenDielwisserei ?hrt mcht denken und Sonntagvormittag eine außerordentliche Mit- 1 Nicht vielerlei, sondern viel durch die Veremhett Aiederversammlung mit vorangegangener Vor- < lichung des höheren Schulwesens w eher zu Ehren ^^sitzuna ab- I

kommen zu lassen. Denn olle Klagen, daß die von dem stellv. Vorsitzenden, Hniversi-

Wissenshohe ber Neifeprufllnge (Abiturienten) der ofessor Dr. Weitz, geleiteten

-ub-rord-nMch-n mitglie^rverfammtung einer3 Schulpolitik, die 'Alleswisser" züchten wollte, wurde die 5mibe der Mitglieder "ber die Der- statt junge Menschen zu erziehen, die etwas leihung der Chrenplakette der Stadt Gießen an können! Dr.-y- den fixeren Vorsitzenden, Geheimrat Dr Som-

tonnen! Sörtwfuen mer, zum Ausdruck gebracht. Der Vorsitzende wur-

^ornonzen. "dabei die großen Verdienste dieses Forschers

Tageskalender für Montag. ub Gelehrten um die Stadt Gießen und insbeson-

Gloria-Palast, Seltersweg:Hannerl unb ihre bere um die Schaffung des Liebigmuseums ^iebnaber". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Port gjnen großen Verlust erlitt die Gesellschaft burch Arthur" Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus ben £ob des Geheimrats Hniverfitäts-Professor Dr. am Brand: 17 bis 18 Hhr Ausstellung ber Delge- Dr. h c Behaghe 1. Er hatte an ber tulturel- mälbe Aquarelle unb Zeichnungen von Pros. Otto [en Entwickelung der Stadt Gießen und per Um» Dill (Neustadt an ber Weinstraße). tversität, deren Rektor er mehrmals war, lebhaften

z hinteil. Für feine besonderen Verdienste um die

NSOAV. - Amt für DolkSwohlsahtt. Gesellschaft wurde er mit ber Liebig-Medaille aus» Ortsgruppe Gletzen-Rord. gezeichnet. Sein Name wirb fortbestehen m ber Ge-

"N Demcy oer urwu fp stellv. Vorsitzende über ben augenblicklichen

halten. dann den in Verbindung mit der Beseitigung des

Ortsgruppe Gretzen-Oup. Vorgartens des Liebigmuseums stehenden groß- Minlerhilsswcrk d°- W toltes t« «Ä

Am Montag, 11., Dienstag, 12., ^MA"och, . Verschönerung der Stadt und der Derkehrstech- 13. Januar findet m der Or -gruppe » Sud der D-rfih°n°E^°er^^ und am

durch die NS.-Frauenschaft bie ^HW. Pfundsamrn ßi bi beseitigt und die ganze Front vor hing statt Es wird gebeten die ^ensrnM l. ^big U1£ der alten Klinik in gerader

spenden (Pfundpakete) zur Abholung berettzuhalte . öer ^5 jetzigen Zaunes des Hauptge-

bäudes zurückverlegt. Gleichzeitig wird ber Stabt bas jetzt als Waschküche bienenbe kleine Haus aus bem Grundstück des Zollgebäudes nieberlegen, um dadurch die Front des jetzigen Museums der ßiebig» , Gesellschaft besser zur Geltung zu bringen. Der Gin»

Amt Reisen, Wandern unb Urlaub. gang des jetzigen Museums wird nach dem Vorbild

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SrrisbienftftelteKdF.", Gießen, Echanz-nstratz-18, Stadt, eine neue Sehenswürdigkeit und auch