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Oie begehrten höheren Lagen.

Winterhäuser über 1000 Meter im Bayrischen Hochland. Don C.I. Luther, München.

Wer als passionierter Skiläufer eine Reife in die winterlichen Berge unternimmt, will die Gewähr haben, absolut sichere Schneeoerhältnisse vorzufinden. Wenn schon Niederschlagstage in Kauf zu nehmen sind, dann sollen die Niederschläge so trocken wie möglich sein; Pulverschnee für neue Före dürfen sie bringen, nicht aber Regen und Taumatsch.

In die höheren Lagen kam einst nur der gute Skiläufer, der Rucksacktourist. Heute aber sind die hochgelegenen Berghäuser infolge Wegbahnung, Träger-, Saumtier- oder Bergbahn-Verkehr fast für jedermann erreichbar. Nimmt man die Berghotels an den Kopfstationen der Bergbahnen ins Auge, so fehlt es auch nicht an Komfort. Zu nennen find hier (* = bewirtschaftete Skihütte mit Touristenlager bis zu mehrbettigen Zimmern; Touristenküche. ** = Berghaus, auch mit einigen Einzelzimmern; Tou­risten- bis Gasthausküche. *** = gasthausartig; Goulasch bis Sekt. **** = Berghotel; Küche bis Forelle; Musik):

Predigtstuhlhaus**** bei Reichenhall (1613 Me­ter), Wendelsteinhaus**** bei Brannenburg (1840 Meter), Wankhaus** (1780 Meter), Kreuzeck­haus*** (1660 Meter), Schneefernerhaus**** (2650 Meter) bei Garmisch-Partenkirchen, Nebelhorn­haus*** (1930 Meter) bei Oberstdorf; 1936 ver­größert bis ****.

Auf eines aber muß der Gast dieser und anderer Berghäuser verzichten können: Auf den Wechsel­besuch von Haus zu Haus, auf die Bridge- oder Cocktailpartie im Nachbarhotel. Ich denke aber, daß gediegene Abendgespräche, gelegentlich eine Schach­partie, ein Skikartenstudium und trotz allem ein Tanz in Skistiefeln zum Rhythmus von Hand­orgeln, Klampfe oder Platte als Ersatz gut genug sind.

Als besonderen Vorteil hat man aber zur Hand: Schnee, immervon Haus aus fahrbar", Sonnen­aufgang und Untergang mit Fernblick, nahe Gipfel, Skilehrer, kurzum: Skiläuferleben an der Quelle aus erster Hand. Da liegt im Skiparadies des Roß­feld (1200 bis 1500 Meter) oberhalb Berchtesgaden- Schellenberg die neue Schellenberger Skihütte (1525 Meter), ein modernes Skihaus**, worunter ein Sportheim zu verstehen ist, da es auch Besseres als nur Matratzenlager und Erbswurstsuppe zur Ver­fügung stellt. Raupenschneeautos schnurren ab Berchtesgaden über den Obersalzberg recht nahe an das Haus heran. Zum Vorderbrandhaus ** (1100 Meier) am Jenner aber muß man ohne Zubringer- Hilfe hinaufsteigen. Auskunft: Schellenberger und Berchtesgadener Verkehrsamt.

In das Predigtstuhlhaus**** (1613 Meter) oberhalb Reichenhall fährt man in neun Minuten mit der Schwebebahn direkt hinein; das Skigelände rings­herum ist für den Skikurs und für Wanderungen aller Art mehr als ausreichend, und die Abfahrt ins Tal ist knifflig.

Einfache, sogenanntezünftige" Unterkunft findet man in den Chiemgauer Bergen u. a. im Hoch- selln* (1669 Meter) und Hochgernhaus** (1560 Me­ter) bei Siegsdorf an der Reichsautobahn und bei Marquartstein, bei Reit im Winkel auf demWln- telmvos (1160 Meter) im Almhaus*** und Berg­haus Brecht!***. Dann auf der Steinlingalm* (1350 Meter) oberhalb Aschau bei Prien an der Kampen- wand, auf der Hochries** (1569 Meter) ob Fras­dorf. Alle diese Unterkunftshäuser liegen in der Nachbarschaft immer besiedelter Skihütten. (An­schluß!)

Zünftig ist ferner das Brünnsteinhaus* (1350 Mi'ter) bei Oberaudorf sowie das Haus auf dem Hohen Asten* (1140 Meter) bei Fischbach, indes das Wendelsteinhaus (1724 Meter) als Berggast­hof zu betrachten ist. Diese Häuser thronen aus­nahmsweise über dem Skigebiet, d.h. das Skigebiet liegt unter ihnen. Mitten drin aber die Roßgassen­alm** (1200 Meter) des Sudelfeldes.

Das schöne Skiparadis des Sudelfeldes liegt näm­lich zwischen Oberaudorf und Bayrischzell und ob Bayrischzell 1095 Meter hoch. Das Berghotel Sude- seld*** ist ein kleiner Feldbergerhof des Bayerischen Hochlandes. Rund 50 Gäste können darin zu einer netten Skigemeinde zusammenwachsen. Don der Bahnstation Bayrischzell ist man leicht in drei Vier­tel Stunden oben und in der oberen Sudelfeld­alm** (1650 Meter), dann aber dicht beim schön­sten Skischnee und in der Nachbarschaft vieler Ski­hütten, von welchen einige auch bewirtschaftet und also gegebene Ausflugsziele find.

Etwas einfacher find die Unterkunftsverhältnisse am Spitzingshaus** (1100 Meter), Blecksteinhaus (1100 Meter), in der unteren und oberen First­alm** (1300 bis 1400 Meter), im Bodenschneidhaus (1400 Meter) und an der Rotwanü in der Schön­feldalm* (1260 Meter) und dem Rotwandhaus** (1750 Meter), alle oberhalb der Bahnstationen Neu­haus-Fischhausen bei Schliersee. Und doch haben sich da oben verwöhnte Gäste, die aus der Schweiz kamen und alle Skigegenden der Erde kannten, schon wochenlang wohlgefühlt. Auf jeden Fall hat man hier unmittelbar Anschluß an das immer interessante Skiläuferleben Münchens, das auf der Firstalm z. B. einen Skiläuferfasching entwickelt, der sehr originell ist und seinesgleichen nirgends hat.

Aehnliche Häuser sie haben vorherrschend mehr- bettige Räume und müssen bei Sonderwünschen frühzeitig benachrichtigt werden befinden sich knapp oberhalb Tegernsee auf der Neureuth** (1000 Meter) und oberhalb Rottach-Egern auf dem Wall­berg ** (1500 Meter) und auch bei Bad Tölz auf dem Blomberg ** (1200 Meter). Auch die Aueralm* (1300 Meter) am Fockenstein ist hier zu nennen. Aehnlich sind hier auch die Geländeverhältnisse für

den Skilauf: voralpine Touren, mehr oder weni­ger steil, doch nicht gefährlich, meist markiert oder wegweisend verspürt, Berge, die in der Regel 200 bis 300 Meter über den Hütten gipfeln (1 bis 3 Stunden Anstieg), schöne Abfahrten und Uebungs- hänge samt Skilehrer ringsum. An ein Auszählen der Möglichkeiten ist nicht zu denken, da alles ringsrum Skigebiet ist und fast überall offen, d. h. übersichtlich ist. Das gilt auch für die Berge um Lenggries im Isartal und die Bayernhütte** (1362 Meter) und Brauneckhütte** (1540 Meter) am Brauneck, das einer der besuchtesten Skiberge ist. Jedes dieser Skigebiete hat auch seine schöne Ski­karte und von den genannten Talstationen ist man in 1 bis 3 Stunden oben. Gepäck wird ntit Schlitten oder Trägern hinaufbefördert.

Für Garmisch-Partenkirchen wurden die Berg­bahnhäuser schon genannt. Skihüttenartig ist dort noch das vom Bergbahnhof der Kreuzeckbahn in einer halben Stunde zu erreichende Hochalmhaus** (1700 Meter) in dem sehr schneereichen Hochkar, der Eckbauer** (1626 Meter) auf dem Berg der großen Olympiaschanze und die Esterbergalm* (1120 Meter) hinterm Wank.

Ebenfalls skihüttenarttg sind bann noch die St. Antonhütte* (1300 Meter) und das Gipfelhaus* (1397 Meter) am Kranzberg von Mittenwald und bei Oberammergau die Pürf'chlinghäufer* (1564 Me­ter) und die Starnberger Hütte* (1684 Meter).

Das Allgäu ist nicht minder reich an solchen Ski-Höhenparadiesen; doch davon vielleicht ein andermal.

Der zweite Punkt der Tagesordnung betraf die Instandsetzung der Abortanlagen der Stadthalle. Der Rat einigte sich auf den Einbau eines sog. Emser Brunnens. Weiter wurde über die Verwer­tung des im Jahre 1937 anfallenden Werk- und Nutzholzes beraten. Der Rat schlug vor, daß das Holz in der Hauptsache an zwei einheimische grö­ßere Firmen auf Grund der eingereichten An- geböte abgegeben werden soll.

* Grün berg, 11. Jan. Die Berufs sbera» tu n g des Arb eitsamtes Gießen hält bis auf weiteres an jedem 1. und 3. Donnerstag im Monat in der Nebenstelle des Arbeitsamtes zu Grünberg S p r e ch st u n d e n ab, und zwar nach­mittags von 13.30 bis 15.30 Uhr. Die erste Sprech­stunde findet am 21. Januar statt.

OOber-Bessingen, 10. Jan. Bei der dieser Tage durchgeführten Holzoer st eigerung wur­den folgende Preise erzielt: Buchenscheiter je zwei Raummeter 18 bis 22 Mark, Buchenknüppel 13 bis 16,50 Mark, Buchenreiser je 5 Meter 8 bis 9,50 Mark, Buchenrollscheiter je zwei Rauinmeter 18 bis 19 Mark.

V Watzenborn-Steinberg, 10. Januar. Gestern abend veranstaltete der Gesangverein Eintracht" im VereinslokalZum grünen Baum" sein Wintervergnügen. Gleichzeitig konnte der Verein auf sein 67jähriges Bestehen zurück­blicken. Musik der Kapelle Bender leitete den Abend ein. Der stellv. Vereinsführer Ludwig Fett begrüßte die Teilnehmer und umriß dann in kurzen Zügen die im vergangenen Jahre geleistete Arbeit. Er gab der Hoffnung Ausdruck, daß sich auch im kommenden Jahre die Sänger eifrig in den Dienst der Pflege des deutschen Liedes stellen werden. Der Chor des Vereins unter Leitung von Chor- meister Harnisch verschönte den Abend mit meh­reren gut vorgetragenen Kunstchören und einigen Volksliedern, die reichen Beifall fanden. Im wei­teren Verlauf gelangten noch zwei Theaterstücke zur Ausführung, die ebenfalls beifällig ausgenommen wurden. Stunden kameradschaftlicher Unterhaltung beschlossen den Abend.

<£ Leihgestern, 10. Jan. Der Gesang­vereinLiederkranz" hielt gestern abend im VereinslokalZum Löwen" seine gut besuchte Jahreshauptversammlung ab. Nach Begrüßung durch den Vereinsführer wurde der im abgelaufe­nen Jahre verstorbenen beiden Mitglieder gedacht, deren Andenken in der üblichen Weise geehrt wurde. Aus dem Jahresbericht des Vereinsführers war zu entnehmen, daß der Verein im verflossenen Jahre sich die Pflege des deutschen Liedes angelegen sein ließ, die Sängerschar die Zahl 85 erreicht hat und drei Sänger (Georg Sern X., Georg Waldschmidt und Karl Waldschmidt) ihr 40jähriges Sänger- jubiläum begehen können. Der Abschluß der vom Rechner vorgetragenen Jahresrechnung kann als recht gut bezeichnet werden. Der Vereinsführer Wilhelm Jung V., der schon 15 Jahre den Der- ein führt und sein Amt niederlegen wollte, muß auf allseitige Aufforderung sein Amt weitersühren.

cv) Eberstadt, 10. Jan. Gestern wurde aus unserer Gemeinde die Getreide spende für das Winter Hilfswerk ab geliefert. Das Er­gebnis betrug 3 Zentner Roggen und 2,22 Zentner Weizen.

Vreußen.

Kreis Wetzlar

<5 Krofdorf, 10. Jan. Die NS. -Gemein­schaf tKraft durch Freude" veranstaltete am Samstagabend einen Vortrag, der sehr gut be­sucht war. Als Redner war ein Spanienflüchtling aus Barcelona, Pg. Kurz, verpflichtet worden. Der Redner sprach zunächst über die spanische Land­schaft, über die landwirtschaftlichen Möglichkeiten südlich der Pyrenäen, ferner über die Allgemein­bildung und die Kultur des spanischen Volkes, wie auch über die Voraussetzungen, die zu einer Aus­breitung des Bolschewismus in Spanien führen konnten. Schließlich gab der Redner aus eigener Kenntnis der Dinge eine Schilderung von den Greuel- und Schandtaten der Bolschewisten auf der Iberischen Halbinsel. Seine Ausführungen gipfelten in einem Treuebekenntnis der Ausländsdeutschen zu Führer und Vaterland. Ortsgruppenleiter Schmidt wies in Anknüpfung an die letzten Morte des Redners darauf hin, daß wir in Deutsch­land allen Anlaß hätten, unserem Führer dafür dankbar zu sein, daß wir in einem Lande der Ruhe und des Friedens leben können.

* Wißmar, 10. Jan. In dem am 7. Januar erschienenen Bericht über eine Bürgerversammlung des Reichsluftschutzbundes wurde der Name des Gemeindegruppenleiters falsch wieder­gegeben. Der Name mußte richtig lauten Törner (nicht Körner).

Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, am Sonntag vormittag meine liebe Frau und treue Lebensgefährtin

Emma Böhling, geb. Gerberding

nach kurzer Krankheit in die Ewigkeit abzurufen.

In tiefer Trauer .

Wilhelm Böhling.

Gießen (Alicenstraße 34), den 11. Januar 1937.

Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 13. Januar, nachmittags 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt

___________0158

MWMOM für Haupt- und Nebenberuf gegen Provision und evtl. Zuschuß ge­sucht. Nichtfachleute werden ein- gearbeitet. Schriftliche Angebote unt. 0159 an d. Gießener Anzeiger.

Am Samstag, dem 9 Januar, verschied nach kurzer schwerer Krankheit mein unvergeßlicher, lieber Mann, mein treusorgender Vater, unser lieber Sohn. Bruder Schwager. Enkel und Neffe

Karl Reitz

im 51. Lebensjahr

In tiefem Schmerz:

Minna Reitz, geb Gösche

Kurt Reitz und alle Verwandte

Gießen. Frankfurt. Magdeburg, Oberhausen, Grand-Moyeuvre, den 11. Januar 1937

Die Trauerfeier findet am Dienstag, dem 12. Januar, nachmittags 2 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt ______________________________________________________________ 0160

Am Samstag entschlief sanft nach kurzer, schwerer Krankheit unser herzallerliebstes Töchterchen, mein liebes Schwesterchen, unser liebes Enkelkind und Nichtchen

Hannelore

im Alter von sechs Jahren.

Die Beisetzung findet Dienstag, den 12. Januar, nachmittags l1/, Uhr von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt

0162

danken wir herzlichst

Die Hinterbliebenen.

Gießen, Kassel, den 10. Januar 1937.

_____________ 200 D

Für die zahlreichen Beweise der An­teilnahme bei dem Tode unseres lieben Bruders

Otto Kling

Rechtsanwalt in Bad-Nauheim

Ihr rauher

HUSTEN

der Sie plagt, gibt zu denken. In derartigen Fällen heißt es, nicht anstehen lassen und die Atmungsschleimhäute stärk. Als Helfer bewährt haben sich Jungs Asthma- und Husten-Tee mit echtem Husten-Kandis, Paket 0.65 u. 1.30. Diese her­vorragende Kräuterkur zu­sammen m.Spitzwegerichsaft macht Sie widerstandsfähig gegen Schädlichkeiten. Be­stellen Sie im Fachgeschäft für Heilkräuter und sanitäre Trauben- und Pflanzensäfte KräuterhausJung, Gießen

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___________W.

Der Herr hat's gegeben Der Herr hat's genommen.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Wilh. Weiß

Gießen (Bleichstraße 15 I), den 11. Januar 1937.

Wegen Verhei­ratung d. Mäd­chens f.kl.Haush. (2Erw.)i.Küche und Hausarbeit perfektes

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Der Gauleiter auf Besichtigungsfahrt.

NSG. Der 9. Januar sah den Gauleiter bei einer Umschau, die durch die Vielgestaltigkeit der einzelnen Objekte ein interessantes Bild von der lebendigen Entwicklung des Rhein-Main-Gebietes gab. Der Besuch des Wormser Heimatmuseums, das in einer tausendjährigen Kirche untergebracht ist, ließ die Bemühungen erkennen, die gemacht werden, um die historischen Zeugen von Deutsch­lands ältester Stadt, soweit es überhaupt möglich ist, sprechen zu lassen. Erschwerend fällt allerdings die Tatsache ins Gewicht, daß fremde Eroberer und Mordbrenner seit Jahrhunderten versuchten, die Nibelungenstadt am Rhein auszuplündern und die Denkmäler uralter deutscher Vergangenheit zu ver­nichten oder zu stehlen.

Dieser Vergangenheit gegenüber steht die Gegen­wart mit ihrem alles mitreißenden Tempo des Auf­baues. Als typisches Beispiel kann man in Worms die Rohpappenfabrik bezeichnen, die aus altem Papier, Lumpen und Säcken also aus Abfällen einen Bodenbelag herstellt, der dem Linoleum nicht nur ebenbürtig, sondern sogar überlegen ist. Vor allem freute sich der Gauleiter über die vorbild­lichen hygienischen Einrichtungen, die Wasch- und Umkleideräume und den würdig ausgestatteten Ge­meinschaftsraum des Betriebes, Anlagen, die der Belegschaft seit Mai 1935 zur Verfügung stehen. Am erfreulichsten war die Tatsache, daß 40 v. H. der dort hervorgehenden Produktton dem Export gelten und damit ein wertvoller Beitrag in der Erfüllung des Vierjahresplanes geleistet werden kann.

Verschiedene Mitteilungen gaben dem Gau-

Oberheffen.

Schwerer Derkehrsunfall bei Lich.

* Lich, 11. Jan. Am gestrigen Sonntagabend gegen 21 Uhr ereignete sich auf der Landstraße SteinbachLich in der scharfen Kurve unmittelbar vor unserer Stadt ein schwerer Verkehrs­unfall. An dieser Stelle fuhren der 27 Jahre alte Willy Weicker und der gleichfalls 27jährige Karl Holzapfel, beide aus Lich, nachdem sie kurz zuvor ein in gleicher Richtung fahrendes Per­sonenauto überholt hatten, mit dem Motorrad in scharfem Tempo gegen einen Baum und dann die Straßenböschung hinab in den Wiesengrund. Bei dem heftigen Anprall erlitt Holzapfel einen Schädelbruch, eine Gehirnerschütterung, einen Bruch des Nasenbeins und andere Kopfverletzungen, Weicker trug gleichfalls schwere Kopfverletzungen davon. Die Insassen des kurz vorher überholten Personenautos fanden die beiden verunglückten Mo­torradler seitwärts der Landstraße liegend auf und sorgten für schnelle ärztliche Hilfeleistung. Die Ver­unglückten wurden dann dem Krankenhaus in Lich zugeführt.

eiter Veranlassung zu der Bemerkung, daß er als Beauftragter des Vierjahrespla­nes für den Gau Hessen-Nassau keine bürokrattschen Kompetenzstreitigkeiten und keine Verkrampfungen duldet. Nur so wird es möglich sein, dem Vierjahresplan im Gau Hessen-Nassau einen ganz großen Erfolg zu garantieren.

Am Nachmittag des Samstags erschien der Gau- lei t e r in seiner Eigenschaft als Lande sjäger- meister zu einem Appell und der anschließenden Trophäenschau des Jagdkreises Bensheim. Er konnte hier mit Genugtuung feststellen, daß alle Kreise des Landes Hessen in der Erfüllung der Pflichten einen weiteren Fortschritt aufweisen kön­nen. Seine Forderung gilt der vorbildlichen Hal­tung des deutschen Jägers, weil auf die Dauer nur das Vorbild der Kritik standhält. Er sieht in der deutschen Jägerschast eine Pflichtgemeinschast, die nicht nur jagt, sondern die in der Hege und Pflege des Wildes unserem Volke und damit vor allem auch den Nichtjägern die Freude am Wald und dem herrlichen Wildbestand erhält. Sein besonderer Wunsch gilt der Uniformierung der Jägerschaft, weil gerade im öffentlichen Auftreten die Uniform, d. h. eine Einform, den einheitlichen Geist der deutschen Jägerschast dokumentiert. Falsche Vorstellungen fallen und neue Erkenntnis bricht sich Bahn.

Ob kulturell, wirtschaftlich oder jagdlich, wie es die Besichtigungsfahrt des Samstags ergab: Wir kommen all überall vorwärts im Gau. Der Um­bruch des Geistes und der Tat hält unvermindert an, das Tempo aber steigert sich von Tag zu Tag.

CanblrPif (fließen.

* Heuchelheim, 9. Jan. Hier lief, auf Ver­anlassung der Gaufilmstelle, der TonfilmDer höhere Befehl" undUm Ehre, Freiheit und Frie­den". Eine Ufa-Wochenschau beschloß die Vorfüh­rung. Der Besuch der Veranstaltung war gut.

§ Al le nd o r fa. d. Lda., 9. Jan. In der gestri­gen diesjährigen ersten Ratssitzung stand als erster Punkt die Amtseinführung des neuen ersten Beigeordneten auf der Tagesordnung. Nachdem der am 1. Oktober vorigen Jahres in den Ruhestand getretene Gemeinderechner Chr. F o r m h a l s von hier durch den Bürgermeister zum er st en Beige­ordneten für die hiesige Stadt vorgeschlagen worden war und dieser Vorschlag die Genehmigung der vor­gesetzten Behörde gefunden hatte, fand nun die Ver­pflichtung statt. Bürgermeister K r i e b wies in einer kurzen Ansprache auf die Pflichten des Beigeord­neten hin, und nahm dem neuen Beigeordneten den Amtseid ab. Beigeodneter F o r m h a l s gelobte, daß er auch fernerhin, wie er dies ja auch in den langen Jahren als Gemeinderechner getan, seine ganze Kraft in den Dienst der Stadt stellen wolle