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schaftlern, er mutz auch gegen diese Ge­meinschaft von Kriegsverbrechern er­kämpft werden. Die sachlich denkenden Staatsmän­ner würden dem Frieden der Welt einen großen Dienst erweisen, wenn sie ihre Völker über das ver­brecherische Wirken dieser Schwindelfirma unter bolschewistischem Einfluß aufklären würden.

Der Eindruck in Rom.

Borwand für dunkle Machenschaften.

Rom, 10. Jan. (DRV.) Zu den Sensations­meldungen der Pariser Presse über angebliche deutsche Absichten in Spanisch-Marokko schreibt Popoli di Roma": Man frage sich, ob die Ueber- treibungen, die man über ein deutsches Eindringen in Marokko ausstreue, nicht einfach ein Alibi seien, um unter dem Vorwand, in Spanisch-Marokkodie Ordnung aufrechtzuerhalten", einen Einfluß auf d i e Z o n e zu gewinnen, nach welcher man bereits längst schiele. Man hoffe, England durch das Schreckgespenst Agadirs noch beizeiten vom deutsch-italienischen Konzert wegzuziehen und wieder nach Frankreich hinzulocken, ungeachtet der Fehler, die letzteres begangen habe. Jedoch habe man keinen Grund, diese Angelegenheit zu dramatisieren. Im Gegenteil, es sei Auf­gabe und Pflicht der Presse, gerade in solchen Augenblicken die Ereignisse in ihrer wahren Be­deutung und Tragweite darzustellen, indem man sie aller gewollten tendenziösen Aus­schmückung entkleide. Keinesfalls dürfe man aber erlauben, daß der um Spanisch-Marokko voll­führte Lärm zum Vorwand benutzt werde, um die Nichteinmischung und das Problem der Frei­willigen in den Hintergrund zu rücken.

Oer französischeProtest" in Tetuan.

London, 11. Jan. (DNB. Funkspruch.) Der französische Konsul in Tetuan in Spanisch-Marokko suchte am Sonntag den spanischen Ober­kommissar in Tetuan auf, um den von der französischen Presse so lärmend angekündigten P r o t e st" vorzubringen.

General Queipo de Llano gegen die Lügen.

Lissabon, 10. Jan. (DNB.) General Queipo de Llano sprach am Samstag über den Sender Sevilla und erklärte u. a. folgendes: Die Sow­jets versuchen, England gegen Deutsch­land und Italien aufzu hetzen, indem sie behaupten, daß diese Staaten Absichten auf Marokko und die Balearen hätten. In Wirklichkeit haben jedoch nur d i e Sowjets die Absicht, spanische Gebiete unter ihren Einfluß zu bringen, indem sic Katalonien bolschewisieren.

Vor einem Sowjetstaat in SMrantteich.

Die Kommunisten regieren in Perpignan.

Varis, 10. Jan. (DNB.) Nach zuverlässigen Nachrichten aus Perpignan ist die Staatsge­walt den Händen der Behörden ent­glitten und praktisch auf die örtlichen kommunistischen Gewalthaber über- g eg a n g e n. Eine Regierungskonkrolle wird nicht mehr ausgeübt. Aehnliche Verhältnisse bahnen sich in ganz Südfrankreich an. Dank dieses Sowjetsystems sind die Lieferungen an die spanischen Roten ständig im Wachsen begriffen, und auch die Zahl der Freiwil­ligen, die ins role Spanien reifen, nimmt täg­lich zu. Von französischer Seite wird keine Grenzkontrolle nach Spanien mehr ausge­übt. Sie liegt restlos in den Händen der roten spanischen Grcnzbehörden, die die Grenzen nach Frankreich hermetisch schließen, während sie für alle Art französischer Lieferungen nach Spanien offen stehen.

In französischen Rechtskreisen herrscht l e b h a f - teste Beunruhigung über diese Entwicklung, auf die seit Vlonaten fortgesetzt in der presse hin- gewiefen wurde und für die die Rechlspresfe um­fangreiches, unwiderlegbares Beweismaterial stän­dig geliefert hat. Die in der Bildung begriffene südfranzösische kommunistische Re­publik mil dem Zentrum Perpignan wird als eine sehr ernsthafte Bedrohung angesehen; diese Be­wegung kann, wenn sie sich weiter ausbreitet und Nachahmung in anderen Teilen Frankreich findet, von den schlimmsten Folgen für den Be­stand der französischen Republik sein.

47000 Are wilsige über d'e französische Grenze gelassen!

Paris, 10. Jan. (DNB.) Echo de Paris bringt offiziell anzusehende Angaben über die Anzahl von Freiwilligen, die in Frankreich angeworben und über die französisch-spanische Grenze nach Barcelona und von dort an Madrider Front geschickt worden sind. Nach Berichten aus zuständigen Kreisen belau­fen sich bisher die Anwerbungen auf insge­samt 4 7 4 0 0 Mann. Diese verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Departements: Paris und Umgebung 9500 Franzosen, 3000 Italiener, 2000 Deutsche (es kann sich nur um Emigranten handeln. Die Schriftleitung), 500 Belgier und 400 Serben und Tschechoslowaken. Im Departement Pas de Calais und anderen nordfranzöfischen Provin­zen 3000 Franzosen, 3100 Belgier, 1100 Italiener, 300 Engländer, 250 Serben, Polen und Tschecho­slowaken, in den anderen französischen Departe­ments rund 25 000 Mann verschiedener Nationali­tät, insgesamt 47 400 Mann.

Unaufhaltsames Vordringen der nationalen Truppen.

Die Bolschewisten rufen nachwehrfähigen" Frauen!

Salamanca, 11. Jan. (DNB. Funkspruch.) Am Sonntag stellten anderMadriderFront die nationalen Streitkräfte, die von der nach La Corunia führenden Landstraße über Cuesta de las Perdicos hinaus vordrangen, zum erstenmal die Verbindung mit den in der Universitätsstadt liegenden nationalen Truppenteilen her. Hiermit ist ein großes Ziel erreicht. Die nationalen Stel­lungen in der Universitätsstadt, auf denen wochenlang das heftigste Feuer der Bolsche­wisten lag, sind jetzt um mehrere Kilometer nach dem Norden und Nordwesten ver­

längert. Die Artillerie und die Luft­waffe haben auch am Sonntag die Operationen der nationalen Infanterie hervorragend unterstützt. Nach Meldungen nationaler Beobachtungsflieger schreitet die Räumung der Orte Escorial und Guadarama durch die Roten fort.

Bezeichnend für die Lage und die Verfassung der Bolschewisten in Madrid ist ein Aufruf des Leiters des sog. bolschewistischen Verteidigungsausschusses. Darin werden a l lewehrfähigen" Frauen (!!) zur Teilnahme an den Kämpfen aufgefordert. In dem Aufruf wird ferner erklärt, daß die Ange­hörigen der roten Milizendafür verantwortlich

London, 11. Jan. (DNB.) Die britische Regie­rung hat ihren Vertretern in Berlin, Paris, Rom, Lissabon und Moskau ein Schriftstück zuge- stellt, das nähere Anweisungen zur weiteren Be­handlung des N i ch t e i n m i s ch u n g s p r o blems enthält. In ihm heißt es:

Auf Grund der Antworten Deutschlands, Ita­liens, Portugals und der Sowjetunion ist die britische Regierung glücklich, festzustellen, daß grundsätzlich Uebereinftimmung unter Öen hauptsächlich betroffenen Mächten darüber herrscht, daß sofortige Maßnahmen er­griffen werden sollten, um das E i n st r ö m e n ausländischer Freiwilliger nach Spa­nien zu unterbinden. Tatsächlich wären gewisse Re­gierungen bereit gewesen, eine solche Maßnahme zu einem früheren Zeitpunkt zu ergreifen. Es wird nun allgemein verlangt, daß diese Maßnahme von allen beteiligten Regierungen gleich­zeitig ergriffen werden soll, daß die aesamte Frage der indirekten Formender Ein­mischung in Spanien verfolgt und ein zureichen­des und wirksames Kontrollsystem eingerichtet werden soll. Der Nichteinmischungsausschuß hat einen detaillierten Plan für die Ueberwachung in den spanischen Häfen und an den Landgrenzen Spaniens ausgearbeitet. Der britischen Regierung cheint es, daß dieser Plan ohne Schwierigkeit so erweitert werden könnte, daß er die An tun st von Freiwilligen und militärischem Personal sowohl wie von Kriegsmaterial zu Land und zur See in Spa­nien mitersaht. Eine solche Ausdehnung könnte in der Tat den Plan für beide Parteien in Spanien annehmbarer machen als dies vielleicht in feiner {egenroärtigen begrenzten Form der Fall ist. Dieser Zlan kann nur zu einer befriedigenden Garantie ür die wirkliche Anwendung des Abkommens ge­macht werden, wenn alle beteiligten Re­gierungen bereit sind, loyal und aus vollem Herzen ihre Verpflichtungen d u r ch z u f ü h r e n.

Die britische Regierung würde dankbar sein, zu erfahren, ob die Regierungen an irgendwelche b e -

gemacht werden, wenn diese zurückweichen" (!!). lieber den kommunistischen Rundfunksender in Ma­drid richtete ein Mitglied des s o g. Ein­wohnerausschusses (der Tscheka zur Be­wachung und Beseitigung mißliebiger Personen) mit zitternder Stimme einen verzweifelten Hilferufan d i e Bolschewisten in der W e l t". Er forderte diejenigen, die nicht selbst aktiv an den Kämpfen teilnehmen könnten, auf, ihre Ge­sinnungsgenossenwenigstens durch materielle Opfer zu unterstützen". Geld- und Sachspenden nehme die rote spanischeBotschaft"' i n Paris entgegen. (!)

sonderen Methoden oder Formen der Kontrolle denken, die anders geartet sind als die oben beschriebenen. Sie würde jeden detail­lierten Vorschlag auf Kontrolle der anderen Form indirekter Einmischung gern erwägen. Der allge­meine Wunsch auf Ausschluß ausländischer Freiwilliger und militärischen Personals aus Spanien würde die sofortige Annahme hierfür erforderlicher prohibitiver Maßnahmen durch jede Regierung innerhalb ihres eigenen Ge­bietes rechtfertigen, selbst vor der Errichtung eines vollständigen Kontrollsystems für Spanien. Zum Beweise ihres aufrichtigen Wunsches, sofort ein internationales Uebereinfommen zu erzielen, ver­öffentlicht die britische Regierung eine Mitteilung, daß es nach dem Gesetz über die Dienstnahme im Ausland für britische Staatsangehörige ein straf­bares Vergehen ist, im Vereinigten Königreich Frei­willige für den Dienst in Spanien anzuwerben.

Die britische Regierung wünscht zu erklären, daß sie, als sie ihre Mitteilung vorn 24. Dezember in der Angelegenheit des Einströmens ausländischer Frei­williger nach Spanien direkt an die Regierungen Deutschlands, Portugals, Italiens und der Sowjet­union richtete, durch den Ernst der Lage beeindruckt und überzeugt war, daß im allgemeinen Interesse sofortige Entscheidungen von den haupt­sächlich betroffenen Mächten notwendigerweise er­listen werden müßten, um die die Mißstände ab- stellenden Maßnahmen auf einen Nenner zu brin­gen (wörtlich: zu konzentrieren). Die britische Re­gierung hatte weder den Wunsch noch die Absicht, sich in die Betätigung des Nichteinmischungsausschusses einzumengen. Im Gegenteil, es geschah aus dem Wunsche heraus, die Aufgaben dieses Ausschusses zu erleichtern und zu beschleunigen, indem sie die vier Machte direkt ansprach in der Hoffnung, daß sie durch die Uebernahme einer Führung in den be­sonderen Fragen, die durch die hauptsächlich betrof­fenen Machte aufgeworfen wurden, sie dem Aus­schuß Helsen könnte, zu schnelleren Schlußfolgerungen zu gelangen.

sich den Nankinger Befehlen unter« ordne und jeden Widerstand aufgebe. Angesichts dieser Lage hat Marschall Tschanghsueliang von Nanking aus am Samstag Vertraute nach Sianfu entsandt, die Yanghucheng zum Einlenken bewegen sollen. Die Nanking-Regierung hofft die Krise im Nordwesten durch friedliche Mittel lösen zu können. Solange Yanghucheng noch Herr der Lage ist, de- steht dazu einige Aussicht. Man verhehlt sich aber nicht die Gefahr, daß Yanghucheng ganz ins kommunistische Fahrwasser gerät und daß die kommunistischen Einflüsse die Oberhand ge­winnen könnten.

Kommunistenverhaftungen in Japan.

Tokio, 11. Jan. (DNB. Funkspruch.) Das ja­panische Innenministerium teilte mit, daß i rn Z u- sammenhang mit einem Aufstands- plan, der jetzt aufgedeckt wurde, 350 Kornrnu- nisten verhaftet worden sind, die feit langem eine ausgedehnte Wühl- und Hetzarbeit in Japan, aber auch auf Formosa und in Korea betrieben haben.

Schon vor vier Jahren waren in Japan Ge- Heimbünde kommunistischer Tendenz gegründet wor­den, von denen vor allem unter den Arbei­tern und Bauern Umsturzpropaganda getrie­ben wurde. Nicht weniger als 300 Funktionäre be­tätigten sich im Auftrage dieser Geheimbünde. Sie gründeten in ganz Japan kommunistische Zellen. Mit getarnten Zeitschriften wurde versucht, die Pa­role des Bolschewismus ins japanische Volk zu tra­gen. Es waren aber auch bereits Vorbereitun­gen für einen bewaffneten Aufruhr getroffen worden. Der Aufstandsplan sah vor, daß wichtige militärische Einrichtungen und Eisenbahnen zerstört, Funkstationen besetzt und Banken beraubt werden sollten.

0er (Streit um Alexandrette.

London, 10. Jan. (DNB.) Wie Reuter aus Gens berichtet, hat der Präsident des Völkerbunds­rates auf Ersuchen der französischen und der türki­schen Regierung die Völkerbundsrats­sitzung vom 18. auf den 21. Januar ver­schoben. Der dreiköpfige Ausschuß, der vom Dölkerbundsrat nach der Vertagung des türkisch- französischen Streitfalles in Genf beauftragt wurde, die Lage im Gebiet von Alexandrette an Ort und Stelle zu prüfen, war am Sonntag Zeuge heftiger Kundgebungen d e r t ü r k i s ch gesinnten Bevölkerung in der Stadt Rihanie, 50 Kilometer von Antiochien entfernt. Vor dem Rathaus, in dem der Völkerbundsausschuß ab­gestiegen war, hatten sich je eine Gruppe Araber und Türken eingefunden, um dem Ausschuß ihre sehr entgegengesetzten Wünsche vor- jutragen. Es dauerte nicht lange bis die beiden Gruppen Handgemein wurden. Es entspann sich eine allgemeine Schlägerei. Die Ausschußmit­glieder versuchten, vom Balkon des Rathauses aus die Streitenden zu beschwichtigen, fanden aber kein Gehör. Man griff zu Revolvern und Gewehren. Schließlich mußte Kavallerie eingesetzt werden, um die Ordnung wieder herzustellen.

Italienische Rassenpolitik in Ostafrika.

Rom, 9. Jan. (DNB.) Der italienische Minister­rat beschloß den Schutz der weißen Rasse und das Verbot des Geschlechtsverkehrs zwischen Weißen und Farbigen. Der Staat wird Maß- nahmen treffen, die, wie es in der Mitteilung heißt, mehr als Warnung denn als Bestrafung gedacht sind, da die faschistische Regierung auf den Bürger­stolz und die politische Reife der Italiener in Ost­afrika zählen könne.

Gioruale d'Jtalia" schreibt u. a., es handele sich vor allem darum, die in den Kolonien ansässigen Italiener vor dem vergiftenden Einfluß einer Rassenvermischung zu bewahren. Die Be- völkerungspolitik Mussolinis verfolge das Ziel, die wertvollen, typischen körperlichen und geistigen Eigenschaften des italienischen Volkes zu erhalten und zu verbessern. Die Reinheit der Rasse sei wert­voll wie ein Edelstein.

Die zum Zweck des Rassenschutzes gefaßten Maß­nahmen seien daher einschneidend und streng. Der außereheliche Verkehr eines Weißen mit einer Farbigen oder einer weißen Frau mit einem Far­bigen werde als Verbrechen angesehen und mit Gefängnis st rase geahndet. Die Ehe zwi­schen Weißen und Farbigen sei viel weniger häufig. Außerdem fei sie ein Sakrament, das den faschisti- chen Staat, der die Lateranverträge unterzeichnet habe, zur Achtung des von der katholischen Kirche ohne Unterscheidung der Rasse vollzogenen Aktes verpflichtet. Freilich könne man erwarten, daß die katholische Kirche nicht weniger als der faschistische Staat öprum bemüht sein werde, in den Katholiken weißer Rasse den ursprünglichen geistigen Wert zu bewahren, der nie dem der Farbigen gleichen könne und der so viel zur Erhaltung des ungeheuren Wer­kes, das die Kirche in der Welt errichtete, beige­tragen habe. Uebrigens werde man auch gegen Mischehen Zwangsmaßnahmen ergrei- en. Durch diese klare Trennung zwischen Weißen und Farbigen beabsisichtige man jedoch nicht eine Unterdrückung der Farbigen. Ja, man wolle sie ge­rade als Rasse erhalten und eben die Kreu­zungen mit ihren unreinen Mischprodukten verhü­ten, damit die beiden Grundrassen nicht eine dritte Rasse hervorbringen, die unruhig, unzufrieden, unfähig und unbeliebt nur zu oft den Anlaß zu so­zialen und geistigen Unruhen geben könnte, was owobl für die Weißen wie für die Farbigen nur ein Nachteil fein würde.

Die Neichsau obahn Berlin-Hannover dem Verkehr übergeben.

Magdeburg. 11. Jan. (DNB.) Am Sonntag erfolgte die Eröffnung der Teilstrecke Magde­burg-Helmstedt und die Verkehrsübergabe der ganzen Reichsautobahnstrecke Berlin-Hanno­ver. Gauleiter Staatsrat Eggelin g konnte als Gäste begrüßen u. a. die Reichsminister Rust und K e r r l. Reichsbahndirektor Bauer faßte die hohe Bedeutung des Werkes in folgende Worte zusam­men:Während außerhalb unseres Vaterlandes von der internationalen Kommune Millionen und Mil­lionen aufgewendet werden, um Tausende von Menschenleben zu vernichten, um einst frucht- bare Landstriche mit blühenden Städten zu z er­kören, haben im Herzen des deutschen Vaterlan­des Tausende von Händen in aufbauender Friedensarbelt eine Strecke von 223 Kilo­meter Länge die größte zusammenhängende Linie im Netz der Straßen Adolf Hitler vollendet." Gens» ralinfpeTtor für das deutsche Straßemvesen, 2)r.

England verbietet Rekrutierungen für Spanien.

London, 10. Jan. (DNB.) Die britische Regie­rung hat mit sofortiger Wirkung jegliche Be­rn t i e r u n g von Freiwilligen für beide Parteien in Spanien unter Strafe ge­teilt. In der amtlichen Mitteilung über das Ver­bot der Werbung heißt es u. a.: In letzter Zeit haben die englische Regierung Berichte erreicht, die beweisen, daß in England Versuche gemacht wer­den, Personen für den Dienst bei den Streitkräften der einen oder der anderen^ sich in Spanien be­kämpfenden Parteien zu rekrutieren. Die britische Regierung wünscht die Aufmerksamkeit auf die Tat­sache zu lenken, daß die Bestimmungen des Gesetzes über die militärische Dienstnahme im Ausland von 1870 und insbesondere die Abschnitte 4 und 5 auf den Fall des gegenwärtigen Konfliktes in Spanien anwendbar sind. Es ist infolgedessen für jeden britischen Staatsangehörigen ein Ver­gehen, irgendeinen Dienst oder irgendeine Be­schäftigung im Militär-, Flotten- oder Luftdienst beider Parteien anzunehmen oder sich auch nur be­reit zu erklären, solche Dienste anzunehmen. Ferner werden diejenigen bestraft, die andere dazu verleiten, irgendeinen solchen Dienst oder Beschäftigung anzunehmen.

Es ist ebenso ein Vergehen für jeden britischen Staatsangehörigen, das Vereinigte Königreich mit der Absicht zu verlassen oder den Versuch dazu zu machen, solche Dienste oder Beschäftiaunaen an­zunehmen. Jede Person, die gegen diese Bestimmun­gen verstößt, kann zu einer Gefängnis st rafe bis zur Höhe von zwei Jahren verurteilt werden aber zu einer Geldstrafe oder auch zu einer Geld- und einer Gefängnisstrafe.

$ie Syamen-Vo'fchewikeu Wmen eine Gr-nrko"trolle ab London, 11. Jan. (DNB. Funkspruch.) Die Roten haben dem britischen Geschäftsträger in Va­lencia eine Mitteilung zugeben lassen, die sich mit dem von der englischen Regierung überreichten Kontrollplan des Nichteinmischungsausschus­ses beschäftigt. Es ist bezeichnend, daß die Antwort der Roten eine Grenkontrolle rundweg a b l e h n t. Eine solche Maßnahme wäre, so wird behauptet, nicht nur mit den Interessen des spani­schen Volkes (das soll natürlich heißen: mit den In­teressen der Spanien-Bolschewiken), sondern auch mit denen dereuropäischen Demokratie" unverein­bar.

Was wird Moskau fun?

Die englischen Blätter zur Anfrage der englischen Regierung. London, 11. Jan. (DNB. Funkfpruch.)Daily Telegraph" hält es für besonders erachtenswert, daß die letzte Aktion von England allein unter­nommen worden ist, während der Schritt vom 24. Dezember gemeinsam mit Frankreich erfolgte. Bei dem früheren Schritt habe man es z. B. in Berlin unangenehm empfunden, daß Paris ande­ren Ländern Lehren über Freiwillige erteile. Das Bestreben der englischen Minister gehe dahin, den spanischen Bürgerkrieg nicht über die Grenzen sich ausweiten zu lassen. Deshalb habe man auch alle Vorschläge militärischer Vorbeu­gungsmaßnahmen abgelehnt. Sowohl in London als auch in Paris fei die Frage einer Seeblockade spanischer Häfen lebhaft erörtert rooröen. Die englischen Minister hätten jedoch be­fürchtet, daß eine derartige Maßnahme Öen Kon­flikt erweitern könnte, statt ihn zu begrenzen.

Aus die üblen französischen Hetznachrichten über angebliche finstere deutsche Pläne in Ma­

rokko wird von den ernst zu nehmenden Blättern kaum ein gegangen. Wo es geschieht, wird darauf verwiesen, daß man in maßgebenden Krei­sen Englands diesen Nachrichten keine erheb­liche Bedeutung beimißt.Daily Mail" meint, daß die englische Regierung mit ihrer Anweisung an ihre Diplomaten öie englische Neutra­lität habe zeigen und die anderen Mächte habe ermutigen wollen, gleiches zu tun. Vor allem aber geht das Blatt auf eine entscheidende Frage ein deren Erörterung von der übrigen Presse geflisseut- llch gemieden wird. Es fragt: Was wird Mos- k a u antworten? Das werde der Prüfstein für die britischen Vorschläge sein, und zwar der wich­tigste. Solange die Sowjets ihre Bemühungen zur Sicherung eines Sieges der Roten fortsetzen, so­lange müßten Deutschland und Italien an der Auf­fassung festhalten, daß das Entstehen e i ri e 5 an­deren bolschewistischen Staates un­tragbar sei. Sollte der Bürgerkrieg in Spanien durch Sowjetrußland aber verlängert werden, so müsse sich das britische Volk darüber klar werden, daß es zweifellos für England uner = tr ä ß 1 i sei, eine Herrschaft Moskaus in Madrid mit ansehen zu müssen.

Bedrohliche Loge in Sianfu.

Die Kommunisten streben nach der Macht

Nanking, 10. Jan. (DNB.) Die Lage in toianfu spitzt sich zu. Es wird behauptet, daß dort emnationaler R e 11 u n g s r a t" für Öen Nordwesten die Macht übernahm. Er verlangt die nationale Einheitsfront der Chi­nesen einschließlich der Kommunisten. Dazu verlautet, daß in ihm bereits kommu - nlstische Vertreter sitzen. Die Zentrale der Organisation befindet sich in Schanghai und soll der Witwe Sunyatsens nahe st ehe n. Es wird nunmehr auch die längst bekannte Tatsache zugegeben, daß die amerikanische Kommunistin Ag­nes Smedley in Sianfu eine rührige Tätigkeit entfalte. Sie hat feit Ausbruch des Putsches die praktische Leitung der Rundfunk- ft a t i o n übernommen. In ihren Propagandareden griff sie häufig unter tendenziöser Verdrehung den Sinn und den Zweck des d e u t s ch - j a p a n i s ch e n Abkommens an. Sie spricht fließend chinesisch, da sie viele Jahre in Schanghai als Journalistin gelebt hatte. In der ganzen Stadt werden kom­munistische Plakate und Propagandazet- t e l verteilt.

General Yanghucheng, ein Untergebener Tschanghsueliangs, befahl die Verstärkung sei­ner Truppen durch Kommunisten'und Banditen. Ueberaü in der Provinz Scheust er­richten die Truppen Yanghuchengs Verteidigungs­anlagen. General Yanghucheng selbst, der seit dem Abflug Tschanghsueliangs nach Nanking zum Macht­haber in Sianfu aufgerückt ist, lehnt die Durchfüh­rung aller von der Nanking-Regierung gegebenen Befehle ab. Er verlangt von der Zentralregierung u. a. Beweise einer antijapanischen Haltung und wirft den Nankinger Stellen Un­aufrichtigkeit vor, was ihm die Unterordnung un­ter die Befehle Nankingsunmöglich mache". Seine Truppen in Scheust und Kanfu feien, so erklärt er, über die Behandlung Tschanghsueliangs durch die Zentralregierung empört.

Abgeordnete des Generals Yanghucheng ersuchten um die Verschiebung des Vormarsches der Naukin-Truppeu über Tuugkwau hinaus nach Westen. Der Oberkommandierende dieser Truppen hat darauf geantwortet, daß er diesen Wunsch nur berücksichtigen könne, falls General Yanghucheng

Neue englische Note zur Kontrolle ver Nichteinmischung.