Nr.8 Erstes Blatt
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187. Jahrgang
Montag, 11. Januar 1937
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
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Krankreich plant Annektion Spanisch-Marokkos.
Die pariser preffe bereitet den Anschlag durch tolle Hetze gegen Deutschland vor.
tun des
EinsranzöfischerSchrittinSurgos
Paris, 9. Ian. Die französisch.e Regie-
8. April 1904 und des französisch-spanischen Vertrages vom 3. Oktober des gleichen Jahres darstellten. In ihm sei ein Verbot zum Eintritt fremder Truppen in das Gebiet des Sultans von Marokko und die Schaffung einer entmilitarisierten Zone verabredet worden. Die französische Note weist ferner auf die Artikel 5 und 6 des spanisch-französischen Vertrages vom 27. November 1912 hin, in dem Spanien sich verpflichtet habe, keinerlei Rechte an dritte Mächte abzutreten und keine strategischen Befestigungen in der Meerenge von Gibraltar zu errichten. Der französische Protestschritt wird begründet mit Nachrichten über die Landung kleinerer Truppenkontingente ausländischer Herkunft in Melilla an der Mittelmeerküste von Spanisch-Marokko und die Arbeit von Ingenieuren an der Ausbeutung von Erzgruben im Hinterland von Melilla.
Die französische Regierung hat die Garnison Fez in Alarmzustand versetzt und das französische Mittelmeergeschwader angewiesen, seine jetzt beginnenden Manöver an der marokkanisch-nordwestaftika- nischen Küste abzuhalten. Der französische Marineminister Gasnier-Dupar, der sich auf einer Besichtigungsreise in Tunis befindet, wird an die algerische Küste gehen. Die Blätter melden auch, daß Kriegsminister D a l a d i e r sich Ende der nächsten Woche mit einem großen Stabe von Militärsachberatern zu einer Inspektionsreise nach Marokko begeben werde.
Die pariser Begleitmusik.
BerbrecherischePressehetze gegen Deutschland.
Paris, 10. Ian. (DNB.) Die Angst der französischen Volksfront vor einer endgültigen Niederlage der spanischen roten Regierung hat mehr als seltsame Blüten gezeitigt. Um ein Eingreifen Frankreichs gegen die nationale spanische Regierung zu ermöglichen und Frankreich bei diesem Schritt vor der Welt zu rechtfertigen, ist die gesamte Pressemeute der französischen Hauptstadt gegen Deutschland losgelassen und ergeht sich in unverantwortlichen, ja geradezu verbrecherischen Anschuldigungen über vermeintliche Absichten Deutschlands in Marokko. Und dies trotz der eindeutigen und mehrfachen schär st en Dementis der Reichsregierung. Gleichzeitig künden in großen lleberschriften die Blätter einen Schritt des französischen Generalresidenten von Marokko beim spanischen Oberkommissar in Melilla an. Dieser Schritt bezieht sich auf die Artikel der spanisch-französischen Verträge von 1904 und 1912. Die Demarche sei entweder am Samskag- nachmittag unternommen worden oder werde am Sonntag erfolgen. Der Ton der Presse ist in den letzten 24 Stunden wesentlich heftiger geworden. Während man zunächst noch von einem P r o t e st sprach, unterstreicht man heute, daß es sich um eine Warnung handele und daß die französische Regierung in voller Uebereinstimmung mit London sei.
Der Petit P a r i s i e n , der sich in frechen Angriffen an die Adresse der deutschen Regiernug gefällt, schreibt u. a., Deutschland werde sich auf eine energische Antwort gefaßt machen müssen, wenn es ihm einfallen sollte, sein gefährliches Spiel fortzusetzen. Die französische und englische Regierung hätten ihre Informationen ausgetauscht, denn die Nachrichten, die aus der spanischen Marokkozone einträfen, forderten eine genaue Kontrolle, bevor man Entschlüsse fasse. Die leitenden Persönlichkeiten in England und auch in Frankreich seien sich darüber einig, daß ein Festsetzen Deutschlands in Spanisch-Marokko eine unhaltbare Lage schaffen würde. — Pertinax behauptet im Echo de Paris, wenn die Deutschen in Spanisch-Marokko festen Fuß faßten, so bedeute das eine Bedrohung der französischen Besitzungen in Afrika. Frankreich werde aber, so erklärt er in anmaßendem Ton seinen Rechten Achtung zu verschaffen wissen, und' England werde der Haltung Frankreichs zusammen — Die außenpolitische Mitarbeiterin des Oeuvre schießt wie gewöhnlich mit ihren hysterischen und jeder Vernunft hohnsprechenden Behaup- ungen den Vogel ab. Sie phantasiert von deutschen Organisatoren in Rio del Oro und auf den Kap Verdischen Inseln. In Funchal und Madeira stelle man eme lebhafte Tätigkeit deutscher Ingenieure fest. Auf den Kanarischen Inseln erwarte man in den nächsten Tagen das Eintreffen deutscher Techniker. . ~ fnrft einer
Der Figaro bezeichnet ftden Verjuch einer deutschen Einmischung in der 9)101:0^^0=
zone als unannehmbar. Die dlesbezugftch n V träge seien formell, und man werde thnen Achtung verschossen. - Der P ° p u l ° i r VCtı'Tt zn der lächerlichen fjoffnung, bie ®9 französischen Regierung werde einen Program
a hat bei der spanischen National-Regierung
Generals Franco in Burgos darauf aufmerksam gemacht, daß gewisse Vorgänge in Spanisch-Marokko ihrer Ansicht nach eine Verletzung des britisch-französischen Vertrages vom
wechsel der spanischen Nationalisten auslösen. — Ein bescheidenes Maß von Vernunft zeigt nur das Journal, auf das die Aufregung der französischen Regierung und Presse einen lächerlichen Eindruck macht. Da die französische Regierung mit der Nationalregierung in Burgos keine diplomatischen Beziehungen unterhalte, hätte sie sich logischerweise an die einzige von ihr anerkannte Regierung i n Valencia wenden müssen. Ein solcher Schritt aber hätte die rote Regierung gezwungen, ihre Machtlosigkeit einzugestehen. So habe man sich denn dahin geeinigt, daß es sich um eine rein marokkanische Angelegenheit handele und den
Weg über den spanischen Oberkommissar in Marokko gewählt.
Oie richtige Lleberschrist.
Paris, 11. Jan. (DNB. Funkspruch.) Die Regie des von Paris entfesselten Feldzuges in der Marokko-Angelegenheit hat nicht überall geklappt. So überschreibt der in Straßburg erscheinende „Elsässer" die von einem großen französischen Nachrichtenbüro verbreitete erste Meldung über angebliche deutsche Pläne in Spanisch-Marokko in richtiger Würdigung ihres Inhalts „Eine Ente?"
DiegeheimenplänebessranzösischenGeneralstabs
OerWeltbcl'chewismus will die Basis her nationalen Srbebung (Spaniens treffen.
Paris, 10. Jan. (DJIB.) Wie aus französischen Rechtskreisen mit aller Bestimmtheit verlautet, werden schon seit einiger Zeit von dem französischen Generalstab geheime Pläne ausgearbeitet, deren Ziel die Annektion Spanisch-Marokkos ist. Da ein derartiger Schritt diplomatisch aufs sorgfältigste vorbereitet werden muh und man nicht eines Tages die Welt mit der Annektion Spanisch-Marokkos überraschen kann, soll die Aufmerksamkeit abgelenkt werden, indem man Deutschland ähnliche Pläne unterstellt, obgleich sich hierfür auch nicht der Schimmer eines Beweises erbringen läßt. Mit Besorgnis fragt man sich nur, was England zu diesen geheimen Plänen sagen wird, die langsam der Verwirklichung entgegenreifen sollen, während der Welt gegenüber die Richteinmischungs- politik geheuchelt wird.
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Unter der Ueberfchrift „Paris will Krieg in Marokko" schreibt der „Völkische Beobachter" u. a.: Mit wohl verteilten Rollen bringen die Pariser Sensationsblätter eines wie das andere heute morgen ihre Brand berichte aus Marokko. Wenn es nach den Behauptungen dieser Journaille ginge — die ja nur die Kulisse für die im Hintergründe arbeitenden Winkeldiplomaten des Quai d'Orsay sind —, dann wäre Spanisch-Marokko ailf dem besten Weg, eine deutsche Festung mit allem Drum und Dran zu werden. Mit Madame Tobouis (natürlich) als „Petroleuse" an der Spitze rast dieser Pöbel einer losgelassenen Pariser Pressemeute mit tollem Gegeifer gegen das verhaßte Friedensbollwerk des nationalsozialistischen Deutschlands an. Aus der Art, wie diese Pressekampagne ausgezogen ist, -wird ganz klar, wie man nun mit den verlogensten Mitteln eine Situation konstruieren will, die ein bewaffnetes Einschreiten erleichtert. Deshalb existieren auch für die Pariser Presse offenbar die wiederholten deutschen Dementis nicht.
Die Hetze dient nämlich offensichtlich dem Ziel, ein militärisches Eingreifen Frankreichs in Spanisch-Marokko vorzubereiten. Frankreich erscheint heute die Gelegenheit günstig, wo die spanische Abwehrkraft durch den Kampf gegen den Bolschewismus in Anspruch genommen ist, um die spanische Marokkozone selbst an sich zu reißen. Mit dieser nunmehr vorbereiteten Aktion dient die französische Politik jedoch nicht nur den eigenen Zielen, sondern ebenso den Interessen des mit ihr verbündeten Weltbolschewismus. Denn der französische Angriff
auf Spanisch-Marokko bedeutet ja eine Aktion im Rücken des Generals Franco und gegen d i e bisherige Basis der nationalen spanischen Erhebung. Ist damit schon die Situation hinreichend geklärt, so wird sie noch interessanter durch die Pläne, die die Komintern in Spanisch-Marokko verfolgt. Am 5. Juli des vergangenen Jahres wurden in Moskau Beschlüsse der Komintern gefaßt, daß von Spanisch-Marokko die rote Revolutionierung Spaniens wie auch Nordafrikas (Italien) ausgehen soll. T e t u a n und Tanger sollten die Operationszentren sein. Durch das rasche Losschlagen von General Franco wurde dieser Plan vereitelt, und die Zentrale der Dritten Internationale mußte nach Französisch-Marokko verlegt werden. Zugleich wurde eine erste Summe von fünf Millionen von Moskau zur Verfügung gestellt. Der Kongoneger I v o n z o der schon in früheren Jahren in Zentralafrika bei bolschewistischen Negerumtrieben führend tätig gewesen ist, wurde außerdem mit besonderen Aufgaben betraut. Als Ziel der roten Aktion in Marokko wurde erklärt, ,daß das brennende Spanisch- Marokko das Signal für die Feuersbrunst in ganz Nordafrika sein werde". Damit werden die Hintergründe der Marokkokampagne der Pariser Presse noch besonders grell beleuchtet. Die straffe Gewalt, in der sich Spanisch-Marokko seit der Erhebung des Generals Franco befindet, hat alle Hoffnungen der Komintern auf die Revolutionierung Marokkos zerschlagen. Der Weltbolschewismus weiß außerdem, daß in Spanien die endgültige Niederschlagung der roten Revolte nicht mehr aufgehalten werden kann. Deshalb soll nun ein Schlag gegen die Operationsbasis Franco geführt werden — und dazu dient nach altem Pariser Rezept wieder einmal ein „bedrohter Vertrag". So schließt sich der Ring: Nachdem die neue Offensive der Nationalen vor Madrid die Roten wieder weiter zurück- treibt, läßt Paris die Maske des europäischen Biedermanns fallen und bereitet eine militärische Intervention großen Stils vor. Ziel dieser direkten französischen Waffenhilfe für den Weltbolschewismus ist Spanisch-Marokko und zum Anlaß dient wieder einmal der beliebteste aller Weltschrecken — Deutschland. So sieht das Spiel aus, das heute von Paris aus unter der Lügenhetze der Sensationspresse eingeleitet wird. Von Marokko aus will Frankreich dem in Spanien geschlagenen Bolschewismus zur Hilfe kommen. Für Europa aber ergeben sich aus einer derartigen Aktton unabsehbare Konsequenzen. Deutschland warnt in letzter Stunde und ist unter allen Umständen entschlossen, zu verhindern, daß dieses Spiel — und seien es einstweilen auch nur Presselügen — auf seinem Rücken ausgetragen wird!
Wo Men die Fabrikanten der neuesten Greuelmärchen?
Berlin, 10. Jan. (DNB.) Heber die Drahtzieher der neuen Hetzkampagne gegen Deutschland und die Methoden der Lügenfabrikanten schreibt der „Montag" unter anderem: Deutschland und Italien haben in London Noten überreicht, die nach dem Urteil aller diplomatischen Fachmänner geeignet sind, die Gefahr, die sich aus der bolschewistischen Einmischung in den spanischen Bürgerkrieg ergibt, noch gerade rechtzeitig zu beheben. Die Völker Europas atmen auf und blicken dankbar nach Berlin und Rom. Wenige Stunden später überschütten mehrere Pariser und Londoner Zeitungen und einhe Nachrichtenbüros die ganze Welt mit einer Fülle von geradezu phantastisch erlogenen Behauptungen. In Leitartikeln werden diese Lügen als Tatsachen ausgenommen: Friede? so fragt man und antwortet: Nein, Krieg. Aber Deutschland ist schuld. Diese Parole läuft im Widerspiel der ausgetauschten Nachrichten und Arttkel über alle Telephonleitungen und Kabel der Welt. Der Bolschewismus versucht eine neue Schlacht gegen das nationalsozialistische Deutschland und damit gegen den Frieden mit den Mitteln der Lüge.
Die Methode dieser hetze läßt deutlich die Spur jener verbrecherischen Firma erkennen, die den Frieden der Welt seit Jahren mit Lügennachrichten gefährdet. Die Meldungen erschienen im Oeuvre, in dem Madame Gene-
vieve T a b o u i s, und im Echo de Paris, roo Pertinax arbeitet. Eine alle Berufsgemeinschaft verbindet die Tabouis und den nichtarischen Korrespondenten des Echo de Paris mit den im westlichen Europa tätigen bolschewistischen Politikern und Agenten: Litwinow - Finkelstein, Potemkin und Moses Rosenberg. Das Geschäft hat folgende Grundlage: Litwinow-Finkelflein und Moses Rosenberg, der zwei Jahre lang Unter-Generalsekretär des Völkerbundes war, verraten politische Geheimnisse. Die Mitarbeiterin des Oeuvre und Pertinax erhallen dadurch die gewünschten politischen Sensationen. Sie zahlen die Ware des Verrates mit Unterstützung der bolschewistischen Propaganda. Madame Tabouis und Pertinax eröffneten mit einer großen Zahl von jüdischen und im Banne des Bolschewismus lebenden Journalisten in Genf und auf den internationalen Konferenzen ein Aus- taufchgefchäft. Ehrenwerte Ehefredakteure und Leiter von englischen und französischen Nachrichtenbüros gaben die Nachrichten dieser Korrespondenten immer wieder in angeblich gutem Glauben weiter und verseuchten
Ein zweites Gibraltar?
Was wird matt in England dazu sagen?
Die französische Presse vom Sonntagmorgen überschlägt sich in hysterischen und verlogenen Angriffen gegen Deutschland, die alles bisher Bekannte m den Schatten stellen. Unb, doch steckt System in den mit allen Mitteln einer ruchlosen Pressepropaganda erdichteten und gefälschten Behauptungen. Man ist auf Seiten der Volksfront über hie Entwicklung in Spanien ^während der letzten Zeit aufdas äußerste besorgt und sucht nunmehr den spanischen Roten mit allen Mitteln Luft zu schaffen, indem man auf angebliche Pläne Deutschlands hinweist, die nur i n der Phantasie französischer Gehirne leben. Ein Alibi für die französische Regierung soll geschaffen und die Welt rechtzeitig auf den Sünden- bock Deutschland hingewiesen werden, wenn Frankreich sich zu weiteren Hilfsmaßnahmen für die spanischen Roten entschließt. Diese Scheinheiligkeit muß entlarvt und der Heuchelei der französischen Nichteinmischungspolitik die Maske vom Gesicht gerissen werden, damit die ganze Welt sieht, 'wo die Drahtzieher sitzen, die Europa in ständiger Aufregung halten. Litwi- now-Finkelstein und Moses Rosenberg sind es, die das Feuer schüren und die in den mit sowjetrussischem Gelde gekauften Subjekten Pertinax und der ewig hetzenden Madame Tabouis ihre Helfershelfer haben, die vor keinem noch so verwerflichen Mittel zurückschrecken.
Der prakttsche Boykott des Nichteinmischungsabkommens durch die französische Regierung, die Bil- düng eines Sowjetsystems in Südfrankreich und die Ablenkung der Weltaufmerksamkeit auf angebliche Pläne Deutschlands in Spanisch-Marokko sind in ihrem Zusammenhang höchst bedeutsam für die wahren Absichten der französischen Volksfront, die nach Mitteln und Wegen sucht, die spanischen Roten vor dem Zusammenbruch zu retten und in einer Form für sie zu intervenieren, die Frankreich vor den Augen der Wett rechtfertigt. Hierdurch wird die Aufmerksamkeit auf Deutschland abgelenkt, während vom französischen General st ab gefährliche und ganz geheime Pläne in Bezug auf eine Annektion Spanisch-Marokkos vorbereitet werden.
Die Pariser Sonntagabendblätter beschäftigen sich bereits mit den Voraussetzungen, die für ein Eingreifen Frankreichs in Spanisch-Marokko notwendig wären. Daß sie dabei die Lüge von deutschen Truppenlandungen in Marokko trotz dreimaligen deutschen Dementis erneut wiederholen, nimmt nicht mehr wunder. Damit ist klar und eindeutig der Z we ck der gesamten Pariser Pressemache der letzten drei Tage entlarvt. Es dürfte nunmehr feststehen, daß Frankreich die Gelegenheit ausnutzen will, einmal zugunsten der spanischen Roten gegen General Franco militärisch zu intervenieren, indem Spanisch-Marokko durch französische Truppen besetzt wird, zum anderen Spanisch-Marokko in französische Gewalt zu bringen. Denn es bedarf keines Hinweises, daß das durch den Bürgerkrieg geschwächte Spanien nicht in der Lage ist, mit Frankreich sich in irgendeinen Kampf um Spanisch-Marokko einzulassen. Frankreich will also am spanischen Bürgerkrieg profitieren und nunmehr sich an der Meerenge von Gibraltar direkt festsetzen.
Nachdem die französischen Absichten so eindeutig und klar entlarvt sind, darf man gespannt darauf sein, was England dazu sagt: denn es dürfte England kaum gleichgültig sein können, wenn Frank- reich sich gegenüber von Gibraltar militärisch festsetzt und dort nun ei n zweites Gibraltar anlegt, und wenn Frankreich gleichzeitig Versuche macht, die Bewegungen des General Franco lahmzulegen und mit Hilfe eines von Frankreich abhängigen Sowjet-Spaniens Gibraltar auch vom Norden zu bedrohen. Es dürfte klar sein, daß das Mittelmeer von diesem Zeitpunkt an für England jederzeit verschlossen werden kann und England dann mehr denn je ein Vasall von Frankreichs Gnaden würde.
damit dleDeltlm Sinne der Kriegs- g e f a h r.
Aus diesem Kreise von Kriegsverbrechern, von geschworenen Feinden jeder Ordnung, von willenlosen Werkzeugen Moskaus stammten jene Meldungen, mit denen im Dezember 1935 die Verständigung zwischen England und Italien hintertrieben, der englische Außenminister Hoare gestürzt, Laval geschwächt und die Grundlage für die heutige Dolksfrontre- gierung in Frankreich gelegt wurde. In dieser Gemeinschaft sind die gemeingefährlichen Kombinationen über angebliche Angriffs- abfidjten Deutschlands auf d i e Niederlande, über angebliche Absichten des Durchmarsches Deutschlands durch die Schweiz ausgebrütet worden. Aus dieser trüben Stelle stammen alle Nachrichten, die in den Senattonsblättern der Wett über angebliche Gegenätze unter den führenden Männern des national- ozialistischen Deutschland verbreitet werden. In diese Gemeinschaft hinein weisen auch gewisse Beziehungen zwischen Journalisten, die sich für den jüdischen Mörder David Frankfurter besonders interessierten.
Moskau kontrolliert und bewacht diese Herde von Hetzern heute mit Meisterschaft. Wer sich dieser kriegsverbrecherischen Arbeit wieder entziehen will, wird durch persönliche Angriffe mundtot gemacht. Seit Adolf Hitler die positive Arbeit für den Fnr« den in Europa begonnen hat, muß jeder Schritt vorwärts nicht nur gegen den oft schwachen Willen mancher Staatsmänner und Diplomaten, nicht nur gegen das Mißtrauen von Generälen und Wirt-


