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llr. 288 Lrsteg Blatt

18Z. Jahrgang

Zreitag, 10. Dezember WäZ

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Oer nationalsozialistische Führerstaat ist der Boden, auf dem die Persönlichkeit gedeiht.

ReichspreffechefOr.Oietrichvor denBerliner Studenten über,Gemeinschastundpersönlichkei^

Erste Etappe der Oetbos-Reise

Von unserem (5. 3 -Berichierstafter.

Nachdruck verboten!

Warschau, Dezember 1937.

Der Besuch des französischen Außenministers 2 e l b o s in der polnischen Hauptstadt war ein versuch, in den französisch-polnischen Beziehungen dn Zustand wiederherzustellen, der vor dem Lbschluß des deutsch-polnischen Ver- n d i g u n g s p a k t e s in den Beziehungen zwi- |!jen Paris und Warschau galt. Bis zum Jahre der j rittonalen Revolution in Deutschland befand sich ^olen in der Bundesgenossenschaft Frankreichs, (ine daß eigentlich von einer wirklichen französisch- p-lnischen Bundesgenossenschaft gesprochen werden tnnte. Das soll heißen, für Frankreich war Polen tn Instrument zur Festigung des französischen Si- ljsrheitssystems, eine Figur vielleicht eine sehr bLeutsame Figur, aber doch nur eine Figur - die sich nicht nach dem Gesetz der ihr innewoh- irnben eigenen Schwerkraft auf dem politischen Schachbrett Europas bewegte, sondern gemäß den T ünschen und Bedürfnissen, die am Quai d'Orsay Wanden.

Der im Januar 1934 abgeschlossene deutsch- klinische Freundschaftsvertrag schenkte ^len die außenpolitische Selbständigkeit und Be- vegungsfreiheit; die Regelung seiner Beziehungen z. seinem größten und wichtigsten europäischen Nach- tun befreite Polen von dem Zwang, Glied und ö'.strument in dem- französischen Sicherheitssystem X Einkreisung Deutschlands zu sein. Aus einem En den französischen Bedürfnissen weithin abhängi- flin Bundesgenossen wurde Polen zu einem selb- Mndigen Partner in dem ausschließlich l> ateralen polnisch-französischen Bündnis. Diese Me Stellung Polens erhielt ihre klassische Formu- liirunq, als der damalige französische Außenmini- jtir Barthou im April 1934, also wenige Mo- ncke nach dem deutsch-polnischen Zehnjahresabkom- ir-n, den größten politischen und militärischen Stra- iknen des polnischen Volkes, Marschall P i l s u d - s!i, für die französischen Ostpaktpläne zu gewin- , nm versuchte.

Der greise polnische Marschall antwortete da­mals, für die polnische Außenpolitik bestehe zu otererft die Notwendigkeit der Regelung der Be­dungen Polens zu feinen Nachbarn. Die iknbniffe ftünben erst an zweiter und die übrigen tt!70päischen ßänber an letzter Stelle, zu benen von len auch bie Tschechoslowakei trotz ihrer gemein- Imnen Grenze mit Polen gerechnet wirb. Diese Ab­sa-e Pilsudskis an bas kollektive französische Sicher- hk-tssystem hat dann zu der Annäherung der fran- Mschen Außenpolitik an die Sowjetunion mb zu einer Abkühlung der Beziehungen zwischen 1 y:ris und Warschau geführt, die erst im vergange­ne Jahr im Rambouillet durch die polnisch-fran- Mschen Rüstungs- und Kreditabkommen überwun- 6(i worden sind.

Die Antwort, die Marschall Pilsudski wenige Üfonate nach dem Abschluß des deutsch-polnischen L^ständigungsabkommens Barthou erteilte, be- iftiiiigte jetzt wenige Wochen nach den deutsch-pol- nichen Minderheitenerklärungen Außenminister ck, der von Pilsudski autorisierte Leiter der ?c irischen Außenpolitik, Delbos gegenüber. Der Ausfall des sowsettschen Bundesgenossen als ernst­ster Partner für Frankreich infolge der wachsen- ten innerpolittschen Krisis und des Engagements h- Roten Armee im Fernen Osten, schließlich auch Wge der in Spanien erfolgten Enthüllungen mes Kampfwertes veranlaßte die französische til.sßenpolitik, nochmals nach Warschau zu ce icn, um dort, wenn auch nicht die alten Ostpakt- siine wieder aufzunehmen, so doch wenigstens zu «reichen, daß durch einen tschechoslowa- M|sich - polnischen Ausgleich Polen an das sicmzösische System der Kleinen Entente an- . . schlossen wird.

ffn Warschau hat man, ehe Delbos im Lande I fectr, recht deutlich zu verstehen gegeben, daß die i emisch-tschechoslowakischen Beziehungen eine An- elsgenfjeit sind, die ausschließlich Warschau rd Prag und sonst niemanden mehr an- «hen. Es ist darum wahrscheinlich, daß Delbos .j n nicht allzu hohen Erwartungen aus dem Nord- wreß, der ihn über Berlin in die polnische Haupt- i-aiit gebracht hat, ihren Boden betrat. Trotzdem ist Utes Thema von ihm in Warschau zweifelsohne Mhrt worden. Aus den offiziellen Verlautbarun- cer über diesen Besuch geht nicht hervor mit ISichern Erfola. Aber ist es ein Zufall, daß die ienen offiziellsten polnischen ZeitungenGazeta Msta* und das MilitärblattPolska Zbrozna , te- au an dem Tag, an dem der französische Außen- miifter Warschau verließ, in ihren Lettaufsatzen iur tschechischen Frage Stellung nehmen? Un» zwar in dem Sinn, daß polnischerseits bei dem £(=nroärtigen Stand der polnisch-tschechojlowaki- km Rechnungen keine Sehnsucht nach einer An- Tiierung zu der Tschechoslowakei bestehe, zumal U Prag völlig im Fahrwasser der Politik der jomintern und der anderen Moskauer Stellen be- Ifn: e. Ehe also Warschau bereit ist, Prag die Hand h reichen und vieles, vieles zu vergesf"n, was feit Wieberaufrichtung des polnischen Staates von | br: aus gegen den polnischen Staat und das pol- rsfte Volk unternommen wurde, dürfte noch viel Buffer die Moldau hinabfließen.

' S ie grundsätzlichen Meinungsverschiedenheiten, die o ich en Paris und Warschau trotz der eindeutigen Empathien des polnischen Volkes für die Fran­cs m und trotz des Weiterbestandes, ja vielleicht lii pp:ir der erneuten Befestigung der französisch-pal- ' isyen Bündnisbeziehungen bestehen, können aus br Trinksprüchen trotz ihrer gutwattierten diplo-

Berlin, 9. Dez. (DNB.) Zum dritten Male nahm der Reichspressechef Dr. Dietrich auf aka­demischem Boden Stellung zu den geistigen Pro­blemen unserer Zeit. In seinen beiden früheren Vor­trägen in der Reichshauptstadt und in der Kölner Universität hatte Dr. Dietrich die neue Sinngebung der Politik und die, philosophischen Grundlagen des Nationalsozialismus aufgezeigt und zu den Waffen deutschen Geistes aufgerufen. Auf der Grundlage der dabei verkündeten Erkenntnisse behandelte Dr. Dietrich nunmehr vor den Vertretern des deutschen Geisteslebens und den Studenten sowie zahlreichen Ehrengästen aus dem Diplomatischen Korps, aus Staat und Partei, der Wehrmacht, Kunst und Wis­senschaft eines der tiefergreifenbften Probleme un­serer Tage: Gemeinschaft und Persön­lichkeit.

Die nationalsozialistische Revolutton, so erklärte Dr. Dietrich, ist eine Revolution d e s Den­kens. Sie hat das individualistische Denken durch das gemeinschaftsbewußte Denken ersetzt, das unse­rem Leben ganz neue Grundlagen und neue, unge­heuere Auswirkungsmöglichkeiten erschließt. Der Begriff der Politik hat durch das gemeinfchafts- bewußt nationalsozialistische Denken einen ganz neuen Sinn bekommen. Der volkspolitische S t a a t s g e b a n f e, ber hier erstmals in ber Ge­schichte verwirklicht worden ist, hat staunenswerte praktische Wirkungen erzielt. In vier Jahren hat der Führer mit ihm ein ganzes Volk von innen und außer her befreit, eine besiegte und unterdrückte Nation wieder zur Weltgeltung emporgeführt. Das nationalsozialistische Denken hat weiter ein neues wirtschaftliches Denken hervorgebracht, das heute im Vierjahresplan, erst in feinen ersten Auswirkungen hervortritt. Es ist berufen, zum erstenmal in der Welt bie wirtschaftliche Vernunft ohne Rücksicht auf wie immer geartete selbstsüchtige Interessen zum Siege zu führen. Das nationalsozialistische Denken hat auch bem Begriff bes Sozialismus zum erstenmal einen lebens­vollen Inhalt gegeben. Es hat uns weiter ben Be­griff wahrer Kunst wieder geschenkt und er­schlossen; denn es hat uns bas Schönheits­ideal ber Gemeinschaft als den strahlend­sten Ausdruck der Seele unseres Volkes wieder vor Augen gestellt.

Die Frage: Wie ist persönliche Freiheit in der gemeinschaftlichen Gebunden­heit, wie ist Persönlichkeit innerhalb der Gemeinschaft möglich?, ist eine der aktuellsten und kritischsten Fragen, die derN Nationalsozialismus überhaupt gestellt werden könne. Grundsätzlich ge­sehen, heißt das Problem: Wie läßt sich das Prin­zip sozialer Gebundenheit mit dem personeller Frei­heit in einem geschlossenen Denksystem vereinigen? Auf unser heutiges Leben bezogen, und in unsere heutige Zeit übertragen, lautet bie Frage: Wie kann Persönlichkeit, bie nur unter ber Sonne ber Frei­heit wächst, in einem Lande gedeih en, in dem Ge­meinschaft durch die Autorität eines Willens be­dingungslos herrscht?

Das Problem vonBindung und Freiheit", Ge­meinschaft und Persönlichkeit, erfaßt den grund­legenden Zusammenhang allen sozialen Lebens überhaupt. Die Philosophen aller Zeiten, von Plato bis zur Moderne, haben um dieses Problem ge­rungen und die Mächtigen dieser Erde, die Beherr­scher der Völker, haben sich an seiner Lösung ver­geblich versucht, an jener echten Lösung, bie. das Glück ihrer Völker durch eine organische, volksver­bundene Herrschaftsform begründet und deren Be­stand in sich selber gewährleistet. Wir, die wir heute das Gebäude des individualistischen Denkens Zu­sammenstürzen sehen, wissen, daß kein Rousseau- scher Gesellschaftsvertrag diese Lösung zu geben ver­mag, sondern nur eine Weltanschauung. Eine Welt­anschauung, in deren Mittelpunkt nicht wirklich­keitsfremde, blutleere Konstrukttonen stehen, sondern die naturgegebenen Werte des mensch­lichen Lebens: Nicht Individualismus und Ge­

matischen Höflichkeit herausgelesen werden, die die Außenminister der beiden Länder auf dem offi­ziellen Bankett wechselten. Oberst B e ck sprach von der Zweiseitigkeit der polnisch-französischen Zusam­menarbeit, während Delbos darauf hinwies, daß bie Solidarität zwischen Frankreich und Polen keinen erklusiven Charakter trage. Der Geist des Völkerbundes, ben ber polnische Außen­minister bei früheren Gelegenheiten mehrfach als ein abfterbenbes Gebilde gekennzeichnet hat, be­stimme bie polnisch-französische Zusammenarbeit unb beiben Ländern sei die Treue zu eingegangenen Ver­pflichtungen gemeinsam.

In diesen Aeußerungen stehen sich Zwei gegen­sätzliche Auffassungen über die Mithoden ber Politik gegenüber. Frankreich will mit seiner Methobe bas System der kollektiven Sicherheit noch einmal retten, das für frühere französische Außenminister das A und das O ihrer politischen Betrachtungs- unb Handlungsweise war. Außenminister Beck glaubt an das PritzZlp ber zweiseitigen Regelung ber zwischenstaat­lichen Beziehungen, ein Prinzip, bas bie polnische Außenpolitik selbständig gemacht unb ihr einen be­achtlichen Platz unter den Staaten Europas ver­schafft hat.

sellschaft, fonbem Gemeinschaft und Per­sönlichkeit?

Jndioibualismus und Gesellschaft",Gemein­schaft und Persönlichkeit", bas sind zwei Begriffs­paare, die in verschiedenen Ebenen liegen. Individualismus, Liberalismus, Marxismus, sie kannten nicht und kennen heute noch nicht jenen einzig möglichen naturgegebenen Ausgangspunkt unseres Denkens, die Gemeinschaft, die Rasse, das Volk, jene Gemeinschaft, ohne die der einzelne nicht einmal denkbar ist, denn sie hat ihn ja überhaupt erst reden und in Begriffen denken gelehrt. Erst die nationalsozialistische Weltanschauung als ganz neues Gemeinschafts- und rassemäßiges Denken greift tief genug in die Ganzheit unseres Seins, um die Gegensätze aufzuheben, um Ge­meinschaft und Persönlichkeit als polare wechselwir­kende Einheit aus einer Wuirzel zu ent­wickeln! Alle Schwierigkeiten, alle Derständnislosig- keit, alle Problematik, alles Aneinandervorbeireden der heutigen Zeit kommt nur daher, daß wir noch zu nahe am Schnittpunkt zweier grundver­schiedener Denksysteme liegen.

Persönlichkeit und Freiheit sind auch heute noch die Kronzeugen, die der Liberalismus uns immer wieder als Beweis für die Richtigkeit feines Den­kens präsentiert. Persönlichkeit so sagen sie ist individualistisches Denken, sie gehört in die Sphäre des Einzelnen, nur in ihr kann sie wirken und nur in ihr sich zur einsamen Höhe ihrer Lei­stung ergehen. Hier sehen wir jenen verhängnis-

Dr. Dietrich wandle sich dann der zweiten Säule des individualistischen Denkens, dem Problem der Freiheit, zu. Ein Freiheitsbegriff, der nicht aus der Gemeinschaft abgeleitet wird, sei a priori falsch und für jegliche Erkenntnis auf dem Gebiet des menschlichen Zusammenlebens unbrauch­bar. Er wirke nicht lebensbejahend, sondern lebens­zerstörend. Deshalb sei auch die sogenannteindi­viduelle Freiheit", wie ihre Apostel so leichthin und selbstverständlich behaupten, nicht etwas, was dem Menschen etwa von Natur aus gegeben märe. Von Natur aus sei ihm das Gemeinschaftsbe-- w u ß t s e i n gegeben, das Pflichtbewußtsein für die Gemeinschaft, in der er geboren sei. Der indi­vidualistische Freiheitsbegriff aber wolle Befreiung des einzelnen von dieser Pflicht gegenüber der Ge­meinschaft. Nietzsche habe den wahren schöpferi­schen Begriff der Freiheit wunderbar in der Frage­stellung apostrophiert:Frei nennst du dich. Frei wovon? Was schiert das Zarathustrn? Deinen herrschenden Gedanken will ich hören und nicht, daß du einem Joche entronnen bist. Hell soll mir dein Auge künden:Frei wozu?" Freiheit wovon" sei individualistische Freiheit, sei Zügel­losigkeit und Willkür, die zur Anarchie führe, Freiheitwozu" dagegen schöpferische Freiheit, die Freiheit der Persönlichkeit, die Freiheit des für die Gemeinschaft schövferischen Menschen. Sie allein sei die wahre Freiheit und verdiene diesen Namen.

3n Freiheit handelt, wer seinem wesen gemäß handelt! Das Wesen der Menschen aber liegt in ihrer Art begründet, in ihrem votklichen Charakter, in ihrer Raisebedingtheit, in ihrer Ra'senseele, wie es Rosenberg aus­drückt. Sie handeln frei und fühlen sich frei in ihrem handeln, wenn sie diesem, ihrem rassisch bedingten Wesen gemäß handeln. Darum sagt Rosenberg:Freiheit heißt Arlgebundenheit." D.h.: Der Mensch handelt dann in Wahrheit frei, wenn er dem Wesen der Gemeinschaft gemäß han­delt, der er durch die Rande des Blutes ange-

Oie Kehrseite von Gdingen.

Deutschland mußte auf Grund des Versailler Diktats das Gebiet abtreten, das man heute fälsch­lich alspolnischen Korridor" bezeichnet. Dieser Landstreifen stößt an die Ostsee. Um nun 5em polnischen Staate einen Hafen zu geben, der in der Lage ist, mit Danzig in Wettbewerb zu treten, wurde das Fischerdörfchen Gdingen ausgelöscht. An feine Stelle trat die Hafenstadt Gdingen. Sie trägt noch heute alle Merkmale einer aus dem Boden gestampften Stadt. Neben Fischer­hütten stehen mehrstöckige Gebäude, neben Well­blechbaracken finden sich weitläufige Hafenanlagen. Gleichzeitig wurde unter großem Kostenaufwand eine von Oberschlesien nach Gdingen lau­sende Eisenbahnlinie gelegt. Alles in allem hat diese Gründung ungeheure Summen verschlun­gen, nur weil man sich dem Wahn hingibt, man könne mit einem eigenen Handelshafen Danzig ent­thronen. Dabei war Danzig nicht nur bereit, son­dern auch in der Lage, jeden von und nach Polen gehenden Verkehr zu bewältigen.

Hätte man sich also der Danziaer Anlagen bedient, dann wären dem Staat Milliarden erspart

vollen Denkfehler am Werk, auf dem der ganze Individualismus beruht, auf dem fein ganzes Sy­stem errichtet ist.

Persönlichkeit ist kein Individualbegriff, sondern ihrem ganzen Wesen nach ein Gemein­schaftsbegriff. Und zwar ein gerade für die Gemeinschaft typischer Begriff, denn Persönlichkeit kann nur auf dem Boden der Gemeinschaft wachsen. Persönlich­keit ist man nur durch Leistung inner­halb und für die Gemeinschaft. Der Begriff der Persönlichkeit seht die Anerken­nung der Gemeinschaft voraus. Ohne sie kann man ein Sonderling, pn Einzelgänger, ein Virtuose sein, man kann einen Spleen haben oder ein Original sein. Was das indi­vidualistische Denken Persönlichkeit nennt, ist gar nicht Persönlichkeit in ihrem notwendigen schöpferischen Sinn. Es ist nichts anderes als individuelle Eigenart in ihrer ver­schiedensten Gestaltung. Entscheidend für die Persönlichkeit ist, daß sie aus innererltot- wendigkeit i m Sinne der Gemein­schaft wirkt, und nur in der Gemeinschaft hat die Persönlichkeit ihren Lebensraum. Wie also könnte sie grundsätzlich im Gegensatz zu ihr stehen?

hört. Die Stimme des Blutes ist hier der Quellpunkt der Freiheit. Wer ihrem Rufe folgt, empfindet fein handeln als frei, wer ihren Ruf mißachtet, empfindet Freiheit.

Was der Individualismus Freiheit nennt unb wonach so mancher ßiberalift, wenn nicht laut, so doch leise ruft, das ist nicht Freiheit, sondern Ver­antwortungslosigkeit. Wahre Freiheit ist nur schöpferische Freiheit. Wenn sie positiv und schöpferisch Mitarbeiten wollen am heutigen Leben der Nation, dann besitzen sie ja Freiheit, dann brauchten sie nicht danach zu rufen. Dann brauchten sie nur zu schaffen und zu werken unb nur mit Hand anzulegen, und sie fühlten sich eben­so frei und glücklich dabei, wie wir Nationalsozia­listen auch, weil wir durch diese Arbeit für die Na­tion unserem eigenen Wesen, unserer eigenen Art und unserer ureigensten Gesinnung gemäß handeln und wirken.

An ber Wiege des Dritten Reiches stand d i e Macht ber Persönlichkeit neben ber schöpferischen Gemeinschaft. Nicht m Reichtum unb Glanz, sondern als Unbekannter, Namenloser stieg der Führer aus dem Schoß des Volkes an die Spitze der Nation. Aus der Ein­heit von Volk und Führer, aus der Uebereinftim« mung ihres Denkens und Fühlens, aus dem Gleich­klang ihrer Herzen erwuchs jene Harmonie der Kräfte, die heute das unmöglich Erscheinende mög­lich macht und das Große zur Tat werden läßt. Volk und Führer, das ist bie polare Einheit von Gemeinschaft und Persönlichkeit in ihrer lebens­spendenden, wechselwirkenden Kraft. Was dem Füh­rer die Gemeinschaft bedeutet, bedeutet ihm auch die Persönlichkeit.

Systematische Persöntichkeitsaustese unb zielbewußter Aufbau einer Volksführung, wie wir sie heute in der gewaltigsten Oraani- fation aller Zeiten, der nationalsozialistischen Partei, vor uns sehen, so etwas hat es noch nie gegeben auf der Welt! Es ist der kühne unb newaltiae Versuch, das Schicksal eines Volkes und feiner Führung dem blinden Spiel

geblieben, bann würden aber auch nicht 1012 000 Männer verzweifelt, weil sie arbeitslos find, durch Gdingen laufen, und wie der in Gdingen erschei­nendeKurjer Baltycki" sagt, eine dauernde Gefahr bilden. Denn diese 12 000 Mann sind fast durchweg verheiratet. Jede Famifte zählt etwa fünf Kopfe, so daß insgesamt 60 000 Menschen im wahrsten Sinne des Wortes überflüssig sind. Das Blatt be­zeichnet 60 000 Personen für Gdingen als ausrei­chend. Es sind also doppelt so viel Menschen in Gdingen, wie diese rasch aufgeführte Stadt er­nähren kann. Wie aber diese enttäuschten und ver­zweifelten Menschen leben, die das obengenannte Blatt alsBallast" bezeichnet, ergibt sich aus einer Mitteilung desExpreß Poranny", wonach 30 000 Menschen in Baracken leben. Aus dieser Zahl geht auch hervor, wie unfertig bie Hafenstabt noch ist. Auffallenb ist die Offenherzigkeit der polnischen Presse, mit der sie bie Kehrseite Gbingens behan­delt. Bisher war biefer Hafen für alle Bolen ein Rührmichnichtan. Wer es wagte, ben Wibersinn dieses Hafenbaues feftzunageln, war natürlich ein Todfeind der Polen. Jetzt ist man in f b ft so ent­täuscht, daß man mit der Wahrheit nicht mehr hinter dem Berge bleibt. -

D:e Glimme des Vluies ist die Quelle der Zreiheil.