SIEG v DER SCHÖNHEIT
3OCHHEIM
Aus der engeren Heimat
Der frühere Brauch, dieses Iahresfest um Luthers
dortige Eleonorenhospiz zeigt eine gi Wicklung. Des erkrankten Rechners H
Sammlung an, die nach dem Lied „Erhalt uns ; ?Hexr bei deinem Wort" der Direktor des Landes-
lünftige Ent- i o r ft wurde
sechs Jahre einstimmig wiedergewählt.
Es schloß sich die öffentliche Hauptver
* Herbstein, 10. Rov. (Eigener Drahtbericht des Gieß. Anz.) In unserer Stadt wütete in der verflossenen Nacht eine schlimme Feuers- b r u n ft. Gegen 0.30 Uhr bemerkte man in der Scheune des Landwirts Johann Georg Biktorian Ruhl Feuer, das sich von der mit Erntevorräten vollgefüllten Scheune rasend schnell über die Stallungen und das Wohnhaus ausbreitete, so daß in kurzer Zeit die ganze Hofreite ein Flammenmeer bildete. Die Feuerwehr war zwar rasch zur Stelle und konnte auch aus einem nahegelegenen Bach die Flammen energisch bekämpfen, aber bei den großen Heu- und Strohvorräten und bei dem in den Dächern mitverwendeten Fugenstroh war es ihr leider nicht möglich, gegen das mit unheimlicher Schnelligkeit um sich greifende Feuer fo wirksam zur Geltung zu kommen, daß eine Rettung der Gebäude möglich gernefen wäre. Die ganze Hofreite, bestehend aus Wohnhaus, Scheune und Stallungen, ferner das
gedacht und die Rechnungsablage auf 1938 verschoben. Einer Ergänzung der Satzung und einer Bestimmung, wonach der Vorsitzende über die Aufnahme von Mitgliedern entscheidet, wurde zuge- stimmt. Die ausscheidenden Mitglieder wurden auf
Große Feuersbrunst in Herbstein.
Hofreitevollständig niedergebrannt.-Kind im letzten Augenblick gerettet
Vereins für Innere Mission, Pfarrer Röhricht, ! mit einer Andacht eröffnete. In feiner Begrüßung s dankte der Vorsitzende den auswärtigen Gästen, I Öpm Kirchenvorstand, Pfarrer Becker für die Ar- ’ Seit der Vorbereitung, dem Kirchengesangverein und
Weise „Wach auf, du deutsches Land" und dem Choral „Wachet auf, ruft uns die Stimme" begrüßte Pfarrer Lic. zur Rieden, Offenbach, die Versammlung. Rach dem 100. Psalm (Kirchenchor) hielt Landesvischof Dr. Johnsen, Braunschweig, der Reichsobmann des Deutschen Evangelischen Männerwerks, einen Vortrag über „Der Dienst der Kirche im deutschen Volk." Die Frage „Was tut die Kirche?" erhält die Antwort: „Sie dient!" Die Gemeinde folgte dankbar den tiefgründigen Ausführungen.
Werks, Landesamt Nassau-Hessen, verbunden.
Einen würdigen Auftakt bildete der Festgot- i i e 5 b i e n ft am Sonntagabend in der gut besuchten Stadtkirche, bei dem Pfarrer Becker den Al- -taröienft versah und der Landesobmann des Braun- Ichweigischen Evangelischen Männerwerks, Pfarrer Lic. Schäfer, Braunschweig, die Predigt hielt. Der Kirchengesangverein verschönte den Gottesdienst mit drei Chören.
Der Montag brachte im‘ Johannessaal zunächst ine geschlossene Mitgliederversammlung, än der der Vorsitzende, Oberkirchenrat D. Wagner, «Gießen, den Jahresbericht gab. Hervorzuheben ist eine Hilfeleistung für den Bestand der Kleinkinderbewahranstalt zu Gießen. Bei dem Besuch der Herberge zur Heimat in Friedberg machte sich die fort« schreitende Besserung der Lage auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar. Bei dem erfreulichen Rückgang Der Skrofulose nimmt das Elisabethhaus in Bad- Nauheim besonders Herzkranke Kinder auf. Das
dem Pofaunenchor für ihre Mitwirkung, auch am Montagabend. Die Kirchensammlung am Volkstag für Innere Mission habe gezeigt, wie tief diese Arbeit auch in der Seele der oberhessischen Bevölkerung Wurzeln geschlagen habe. Pfarrer Lic. Schä - fer hielt dann einen Vortrag über das Thema „Der Mann und die Bibel." Die Aussprache über ihn wurde verlegt in die Arbeitsgemeinschaft am Nachmittag: „Die Mission des Männerwerks." Den Tag beschloß ein Volksmissionsabend in der Jo- hanneskirche. Nach Einleitung mit der mächtigen
vor einigen Tagen in Gegenwart eines Regierunqs- vertreters von Darmstadt mit den Besitzern des (Geländes — 20 an der Zahl — ein Lokaltermin statt. Die meisten Besitzer waren bereit, ihr Gelände zu einem annehmbaren Preis an die Stadt abzutreten, oder gegen Tauschgelände im Zuge der Feldbereinigung hinzugeben. Nur ein kleiner Teil der Besitzer forderte so hohe Preise (1,80 bis 2 RM. pro Quadratmeter), daß die Stadt vielleicht das Enteignungsverfahren anwenden muß. Die Ratsherren find der Meinung, daß versucht werden soll, soweit als möglich das Gelände im Tausch zu erwerben und erst im äußersten Falle zur Enteignung zu schreiten. Für die Uebergangszeit bis zum Jahre 1941, dem Zeitpunkt der Beendigung der Feld- bereinigung, soll den Besitzern von Grabgelände anderweitig Gelände zur Verfügung gestellt werden. Hierzu wird Gelände an der Marburger Hohl, das die Stadt pachten müßte, vorgeschlagen, sowie ein nahe bei der Siedlung liegendes Wiesengelände in Größe von 6000 Quadratmeter, das kürzlich zum Verkauf angeboten wurde und mit dessen Ankauf Ortsbauernführer Großhaus beauftragt wird.
Beigeordneter A l b a ch teilte mit, daß der seitherige städtische Pfandmeister Thom, der an der Bahn Anstellung gefunden hat, am 31. Oktober dieses Amt niedergelegt hat, und an seine Stelle der frühere Hauptnachtwächter D a p p e r getreten ist, der außerdem noch mit Botendiensten der Bürgermeisterei beschäftigt werde.
Eine weitere Mitteilung des Beigeordneten besagte, daß das Ueberlandwerk Oberhessen aufgesor- dert wurde, einen Kostenvoranschlag wegen Verbesserung der Straßenbeleuchtung einzureichen. Hauptsächlich dreht es sich um die Anbringung von Lampen über der Straßen'yütte und
gesamte Mobiliar und alle Erntevorräte fielen dem entfesselten Element zum Opfer. Der Viehbestand konnte bis auf ein Pferd, das in den flammen um« kam, gerettet werden. Glücklicherweise sind bei dem verheerenden Unglück Menschen nicht zu Schaden gekommen. Eine Wöchnerin mit einem zw e i Tage alten Kindchen, die in dem Wohnhause im Wochenbett lag, konnte rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden, ebenso gelang es noch im letzten Augenblick, ein etwa 7 Jahre altes Mädchen, das im Obergeschoß des brennenden Wohnhauses schlief und in der Aufregung zunächst aus den Augen gekommen mar, im letzten Augenblick noch in dem Zimmer aufzufinden und zu retten. Da die Hofreite vollständig niederbrannte, ist der Schaden natürlich sehr groß. Der vorbildlich arbeitenden Feuerwehr gelang es wenigstens, die Flammen auf die Hofreite zu beschränken und die Nachbargrundstücke zu schützen.
bessere Beleuchtung wichtiger Verkehrsplätze, z. B. der Höfetränksbrücke.
Konzert derGängervereinigung Lollar.
* Lollar, 10. Nov. Das Konzert-, das am vergangenen Sonntag die „Sängervereini- g u n g Lollar" veranstaltete, gestaltete sich wieder, wie bisher in jedem Jahre, zu einem Ereignis für unsere Gemeinde. Für den Chor des Vereins wurde das Konzert gleichzeitig zu einer erneuten Leistungsprüfung. Die treue Zuhörerschaft' nahm die Darbietungen mit großem Beifall auf. Die gehegten Erwartungen wurden bei weitem erfüllt. Das Programm war ausgezeichnet gewählt. Die Musikkapelle Grengel bestritt in bewährter Weise den musikalischen Teil. Die Ouvertüre zu „Figaros Hochzeit" bildete einen glücklichen Auftakt, Der Chor sang sodann die schwere Komposition „Volk" (Heinrich), die an Sänger und Dirigenten (Heinrich Meyer) die höchsten Anforderungen stellte. Mit großer Freude hörte man neben Volksliedern und volkstümlichen Chören Werke wie „Maiennacht" (Seibert), „Fährmanns letzte Fahrt" (Pauli) und
Sitzung der Ralsherren in Grünberg.
+ Grünberg, 8. Nov. Der erste Beigeordnete A l b a ch leitete die Sitzung. Von besonderer Wichtigkeit war die Frage der Kleinsiedlung. Als deren Platz ist das Gelände vorgesehen, das sich im Westen der Stadt von der Färbgrabengasse und der verlängerten Adolf-Hitler-Straße nach der Villa „Emilia" hinzieht und jetzt als Garten- und Grab- gelände dient. Benötigt werden 12 000 Quadrat-
der, während die Glieder des Kindergottesdienstes Sprechchöre und flott wiedergegebene Theaterszenen darboten. Eine besondere Ueberraschung bereitete Lehrer Simon den Zuhörern. Er hatte mit Jugendlichen auf Blockflöten einige Choräle und geistliche Lieder eingeübt. Mit größtem Eifer waren die jugendlichen „Musikanten" bei der Sache. Der starke Beifall war der schönste Lohn für ihre Darbietungen. In mühevoller Arbeit hatten die Mitglieder der Evangelischen Frauenhilfe wertvolle Verlosungsgegenstände hergestellt, die bei den Gewinnern viel Freude auslösten. Gemeinsam gesungene Kirchen- und Volkslieder gaben der Feier den passenden Rahmen. Den Dank für alles Gebotene sprach Pfarrer Becker in seinem Schlußwort aus.
** Preußisch - Süddeutsche Staatslotterie. Die Ziehung der 2. Klasse der laufenden (50./276.) Lotterie findet am 19. und 20. November statt. Schluß der Erneuerung 12. November.
Kirche und Schule.
Iahresfest des Oberhefsischen Vereins für Innere Mission.
„Nachtzauber" (Storch). Der Chor ließ durch die sorgfältige Wiedergabe, durch klare Aussprache usw. erkennen, daß ernste Arbeit geleistet wor-den ist. Den Schluß der Vortragsfolge bildete ein Chorwerk mit Orchesterbegleitung, und zwar wurde der Straußsche Walzer „An der schönen blauen Donau" vorbildlich zur Ausführung gebracht. Sänger und Musiker fanden sich in schönem Zusammenwirken. Stürmischer Beifall war der Dank der Zuhörer. Die Musikkapelle Krengel bereicherte die Vor- tragsfolge mit guter Musik. Man hörte u. a. die Fantasie aus Der Oper „Die Meistersinger von Nürnberg", ein großes Potpourri aus der Operette „Die lustigen Weiber von Windsor" und schließlich noch zwei solistische Darbietungen, um die sich die Herren Schwyrzlose (Trompete), Kehrmann (Flöte) verdient machten. Der Abend in seiner Gesamtheit wurde für den Chor und seinen Dirigenten zu einem schönen Erfolg und zu einem neuen Ansporn, auch weiterhin in Treue dem deutschen Lied zu dienen.
Landkreis Gießen.
s. Lang-Göns, 10. Nov. Am nächsten Samstag, 13. Nov., können Johann Georg Müller II. und Ehefrau Katharine, geb. Hartmann (Mohr- gasse). Das Fest der Goldenen Hochzeit feiern. Es ist das dritte Ehepaar, das in diesem Jahre dies seltene Fest begehen kann.
Kreis Wetzlar.
* Krofdorf, 9. Nov. Am kommenden Donnerstag, 11. November, kann unser Einwohner Georg Krumbach in geistiger und körperlicher Frische seinen 7 8. Geburtstag feiern. Der hochbetagte Mann vermag noch heute tatkräftig in der Landwirtschaft mitzuarbeiten. Seit 50 Jahren ist er Leser des Gießener Anzeigers. Wir gratulieren!
Der frühere Brauch, dieses Iahresfest um Luthers meter, auf denen man im nächsten Jahre zwölf Geburtstag, 10. November, zu begehen, kehrt wie- Siedl er stellen errichten will, während vier der. In Diesem Jahre ist mit ihm Tagung und weitere Bewerbungen einstweilen noch zurückgestellt Lehrgang des Deutschen Evangelischen Männer-Iwerden müssen. Zwecks Erwerb des Geländes fand
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Coton, entbehrliches französisches Fremdwort für Baumwolle oder Kattun.
Cousin, entbehrliche franz. Bezeichnung für Vetter, das gleiche für Cousine — Base
Covercoat, engl., Bedeutung: Überrock, .glatter, Kostüm- oder Mantelstoff aus Wolle, Baumwolle oder Halbwolle, vielfach imprägniert und wasserundurchlässig.
Cremefarben, Farbton der Cremesüßspeise.
Crepe de chine (chinesischer Crepe), florartiger Seidenstoff, auch andere gekräuselt wirkende Gewebe werden als Crepe bezeichnet. wie Georgette, Marocain, Chiffon, Satin. Das verdeutschte Wort ist Krepp.
Crescens, entbehrliches Fremd-
und daher für Koch- und Speisegeräte verwendet wird.
Cro^uettes, Krusteln, gebackene Klößchen aus Quetschkartoffeln, Reis oder Fleischmasie.
Cul de Paris, früher Bezeichnung für ein Polster, das rückwärts unter dem Frauenrock getragen wurde.
Cumberlandsauce, kalte Tunke aus Rotwein, Fruchtgelee, Senf, Pfeffer usw., die zu kaltem Wild und Fisch gereicht wird.
Curry, sehr scharfe ostindische Gewürzmischung, aus Pfeffer, Koriander, Kardamom usw.
Cutaway, englisch, Bedeutung: „schneide roeg , langer, Herrenrock, dessen Schöße vorne abgerundet, weggeschnitten, sind. Der Cutaway ist ein offizielles Kleidungsstück für den Vormittag und wird mit schwarz-weiß gestreiften Hosen, Gamaschen sowie Umlegekragen mit gemusterter, schwarzer, langer Krawatte oder Stehkragen mit Plastron getragen.
Cyclame, s. Alpenveilchen.
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