I.AS.-Kampsspiele in Nürnberg.
Oie Splele sind eröffnet. - Kanonenschläge als Startzeichen.
RWHau und Ausblick des Landschastsbundes.
Oie Winterarbeit 1937/38 des Ortsringes Gießen.
OJL-tfpotl
Der Gießener Hausbesitzerverein vor neuen Aufgaben.
Meter-Laus zeigte Peters, daß er noch lange nicht zum alten Eisen gehört, wenn es für ihn auch nur Zum 3. Platz langte, so war die Entscheidung doch äußerst knapp Erwin Neide! versuchte sich einmal über 400 Meter Das Ergebnis war ein erfreulicher dritter Platz.
Aus der Siegedifte:
3 X 1000 - Meter - Staffel: 1. Turnv. Heuchelheim 8.13,4 Minuten; 2. Tv. 1860 Koblenz 8.35,3 Min.; 3. RAD Dierdorf, 8.56,3 Minuten.
3000 - Meter - Lauf: 1 Franz Reidel, Turnverein Heuchelheim 8.58,1 Minuten.
Weitfprung: 1. Stahlhut, To. Heuchelheim 6,54 Meter; 2. Klein, SC Neuwied, 6,46 Meter
Hochsprung: 1. Klein, SC. Neuwied, 1,73 Meter; 2 Stahlhut, Tv Heuchelheim, 1,73 Meter
1500 - Meter . Lauf - 1. Kramer, Koblenz, 4.11,3 Minuten; 2. Kleemann, SV. 1900 Gießen, 4.12,3 Min.; 3. Bleeser, SV. Langenhahn. 4.20,2 Minuten.
400 - Meter - Lauf: 1. Klein, SC. Neuwied, 53,2 Sekunden; 2. Nußbaum, Bonner FV., 54,6 Sek.; 3. E. Neidel, Tv Heuchelheim, 55,0 Sekunden.
Dreikampf: 1. Klein, SC. Neuwied, 2178 Punkte; 2. Gerharz, SC. Höhr, 2032 P.; 3 Stahlhut, Tv. Heuchelheim, 2027 Punkte.
800 ■ Meter - Lauf: 1. Görres, SC. Neu- wied, 1.59 Minuten; 2. Kramer, Koblenz, 2.00Mm.; 3. Peters. 1900, Gießen, 2.01,8 Minuten.
Tv. Heuchelheim I — Mlv. Gießen I 8:11.
Einer Einladung des Turnvereins Heuchelheims folgend, trat der Männerturnverein am vergangenen Sonntag mit zwei Mannschaften in Heuchelnd^ an- JDtit uicht allzuviel Hoffnungen ging der Mtv. Gießen in den Kampf, mußte er doch 4 seiner besten Kräfte, Seipp, Zehner, Strack und Pfeifer ersetzen. Heuchelheim bewies sich schon immer aus eigenem Platze als ausgezeichneter, spielstarker Gea- ner, der sich erst in letzter Minute geschlagen be- ?cnnLUm so hoher ist der Sieg der ersatzgeschwächten Mannerturner anzuerkennen. Die Mannschaft ging m der Aufstellung: Walter; Brenner, Lübke; Frohneberg, Fehrenbach, Krausch; Eger, Scheuer- monn, Wagner, Winter, Vogel in den Kampf
Der Gastgeber konnte während des Verlaufes der ersten Halbzeit eine leichte Ueberlegenheit für sich buchen; die Männerturner waren ihm stets stark auf den Fersen, konnten es jedoch nicht ver- hmdern daß der Platzbesitzer jeweils mit einem Tor Vorsprung die Führung behielt. Besseres Stehvermögen und uneigennütziges Spiel der Stürmer- reihe schufen den Männerturnern in der zweiten Halbzeit ein positives Torverhältnis, das mit dem Schlußpfiff auf 11:8 erhöht werden konnte.
Borkämpfe im Schwimmen.
Schlag auf Schlag wurden nachmittags im Schwimmstadion die Wettbewerbe im Schwimmen mit den Vorkämpfen in Angriff genommen. Wie in der Leichtathletik so entschied auch hier nicht der Einlauf, sondern die Zeit für die Teilnahme an den Endkämpfen, eine Art der Ausscheidung, die nur Zu begrüßen ist. Daß die Zeiten in den Vorläufen nicht sehr gut waren, lag an der ungewohnt niedrigen Wassertemperatur, der schweren Bahn und der durchweg doch starken Ueberlegenheit der Favoriten.
Vier Auswahlmannschaften bestritten die Vorrundenspiele zum Wasserballturnier. Hatte es bereits im ersten Kampf zwischen Süddeutschland und Niedersachsen eine große Ueberraschung gegeben, als der Süden mit 4:2 (2:0) siegte, so fam der Ausgang des anderen Treffens zwischen Mitteldeutschland und Niederrhein noch unerwarteter. Bis zum regulären Spielschluß stand der Kampf noch 2:2 (1:1), in der Verlängerung glückte Mitte dann em knapper 3:2-Sieg, so daß es am S^-Stag ZU dem Endspiel Süd gegen Mitte kommt.
Mit einer wieder ganz hervorragenden Leistung warteten die Hitlerjungen der Ruhr-Niederrhein- Sieben im Endspiel der deutschen Jugendmeister, schast auf, das sie jederzeit sicher mit 7:0 (2:0) gewannen. Der Sieger zeigte eine vorbildliche Mannschaftsleistung.
Ausgezeichnete Besetzung für das 3. Gießener Bahnradrennen
Der Gießener Radfahrer-Verein v. 1885 veranstaltet am Sonntag fein 3. Bahnradrennen. Das Rennen, das zugleich den Abschluß der Bahnrenn- faison bilden wird, hat eine Besetzung erfahren, wie kaum ein Rennen der letzten Jahre Mit den Fahrern Schorn, Horn, Kienle, Prinz, Frei, Karten- bcrg. Fücker, Ruland, Wirtz, Breuer, Schneider (sämtlich Köln), Grundlage, Hellwig (Münster), Hölver, Harre (Dortmund), sowie Neumann (Gießen) gehen durchweg Aschenbahnspezialitäten an Den Ablauf. Breuer, Ruland, Frei, Prinz, Horn, Schorn und der Gießener Neumann sind Fahrer, die schon mehrmals in Gießen am Start waren. Ganz besonders der Kölner Schorn, der durch seine Spurts das sportfreudige Publikum noch immer in Begeisterung versetzte wird auch bei diesem Rennen zu einem sportlichen Erfolg beitragen Der Kölner ist augenblicklich in Hochform. Aber auch die anderen Fahrer, insbesondere die beiden „Nationalen" Korn und Kienle, sowie Breuer werden dem auf der Gießener Bahn gut eingefahrenen Schorn großen Widerstand entgegensetzen.
Tv. Heuchelheim
für den Gau Hessen erfolgreich.
Leichtathletische Wettkämpfe in höhr-Grenzhaufen.
Eine kleine, aber um so erfolgreichere Expedition hatte der Gau Nordhessen zu den 10. leichtathletischen Wettkämpfen des Sport-Club 08 Höhr entsandt. Die Interessen des Gaues vertraten P e • t e r s und Kleemann von der Spvg. 1900 Gießen, sowie Franz und Erwin Neidel und S t ah l ° h u t vom To. Heuchelheim
Den schönsten Erfolg errang zweifellos der To. Heuchelheim, der in der 3X1000-Meter-Staffel mit etwa 100 Meter Vorsprung als überlegener Sieger durchs Ziel ging, und mit 8,13 Minuten eine achtbare Zeit herauslief Dann ist vor allem noch der schöne Sieg von Franz Neidel zu erwähnen, der über 3000 Meter ein ganz überlegenes Rennen lief und mit 8,58 Minuten seine diesjährige Bestzeit erreichte. Einen weiteren 1. Sieg gab es durch Stahlhut im Weitsprung mit 6,54 Meter. Im Hoch- fprung mußte er diesmal den Sieg dem Neuwieder Klein überlasten. Beide-übersprangen 1,73 Meter die Zahl der Versuche entschied aber zugunsten des Neuwieders. Im Dreikampf wurde Stahlhut außerdem Dritter. Ueber 1500 Meter lief Kleemann (1900) ein schönes Rennen, erst im Endspurt mußte er sich dem Koblenzer Kramer beugen. Im 800-
Der Gießener Hausbesitzerverein ist von einem schweren Verlust betroffen worden. In feinem verstorbenen Vereinsleiter Heinrich Launsbach betrauert er einen Mann, der sich durch treue Pflichterfüllung über feine Heimatgrenzen hinaus einen Namen in der Hausbesitzerbewegung gesichert hat. Dem Andenken dieses Mannes widmete der Hausbesitzerverein in seiner außerordentlichen Mitgliederversammlung im „Kühlen Grund" am gestrigen Donnerstagabend ein stilles Gedenken. Der stellv. Vereinsleiter, Oberingenieur A. Kurz, gab eine Würdigung der Verdienste des verstorbenen 1. Vereinsleiters, der 30 Jahre dem Gießener Verein angehörte und in 24jähriger unermüdlicher Tätigkeit als Dereinsführer Außerordentliches nicht nur für den Gießener, sondern für den Hausbesitz überhaupt geleistet hatte. Durch feinen Tod, so sagte Oberingenieur Kurz u. a. weiter, verlor nicht nur das Landesgebiet, sondern die deutsche Hausbesitzerorganisation einen durch vorbildliche Pflichterfüllung ausgezeichneten Vorkämpfer. Dem Verstorbenen wurden die üblichen Ehrenbezeugungen erwiesen.
Der Gießener Hausbesitzerverein ist nun vor die Aufgabe gestellt, sich nach einem neuen Dereins- leiter umzusehen, wofür Vorschläge entgegengenommen wurden, die dem Präsidenten des Reichsbundes der Haus- und Grundbesitzer, T r i b i u s (Berlin), unterbreitet werden müssen. Zu diesem Zwecke gab das Mitglied des Beirates, Architekt Nicolaus, die erforderliche Aufklärung an Hand der neuen Satzung, wobei er auch auf die Bedeutung des Zusammenschlusses im Reichsbund und den örtlichen Vereinen zur Bewältigung der großen Aufgaben, die dem Hausbesitz von der Führung gestellt sind, verwies. Vor allem erfordere die stete
erfüllten die Bedingunaen. Gebiet Schlesien siegte vor Sachsen und Franken.
Oer Mannschasts-Künfkampf
Der schwerste aller wehrsportlichen Wettbewerbe bei den NS.-Kampfspielen, der Mannschafts-Fünfkampf, wurde mit dem 30-Meter-Schwimmen begonnen. Geschwommen wurde im Drillichanzug mit Marschstiefeln, Koppel, Mütze und „Affen" Die vier anderen Hebungen dieses Wettbewerbs — 250- Meter-Hindernislauf, Handgranatenweitwurf, KK.- Schießen und 20-Kilorneter-Gepäckrnarsch — stellen ungeheure Anforderungen. Gleich die erste Hebung stellte den Arbeitsdienst in den Vordergrund Der Arbeitsgau 13 Magdeburg-Anhalt schwamm mit 33,6 Sekunden — für den letzten Mann! — eine hervorragende Zeit.
Mit dem 250 - Meter • Hindernislauf wurde der Mannschafts-Fünfkampf fortgesetzt. In Stärke von 1 Führer und 11 Mann in großem Dienstanzug mit 25 Pfund Gepäck galt es, mehrere schwierige Hindernisse zu nehmen Die schnellste Mannschaft stellte die SS. mit 2:37,2 Minuten vor dem RAD.
Oer Mannschasts-Wehrkampf.
Die beiden Vorläufe zum Mannschafts - Wehrkampf gaben den Zehntaufenden wiederum Gelegenheit, ihre Kameraden anzufeuern. Mit einem „Sprung-auf-rnarfch-marfch!" starteten die Mannschaften zum 100-Meter-Hindernislauf auf Rasen. Obwohl die Polizei mit 21,8 Sekunden die beste Zeit erhielte, kam der RAD. mit 24,6 an die erste Stelle, oa die Polizei vier Fehlwürfe zu verzeichnen hatte. Den dritten Platz sicherte sich die SS., so daß RAD., Polizei und SS. am Samstag die Entscheidung bestreiten.
Große Begeisterung löste auch der 4 0 0 - M e t e r- Hindernislaus aus, bei dem sich die sechs Besten für den Enokampf durchsetzten. Drei Wehrmachtsangehörige, zwei SS.-Münner und ein Polizist bestreiten die Entscheidung. Die beste Vorkampfzeit erzielte Gefreiter Gottschalk mit 1.23,5 Minuten vor SS.-Scharführer Filledöck (1:24,5).
Erste leichtathletische Entscheidung.
Die erste leichtathletische Entscheidung fiel in der Deutschen Staffel über 100, 200, 300, 400 und 500 Meter. Allianz Berlin siegte überlegen in 3:03,4 Minuten vor der SS.-Sportgemeinschaft Berlin, dem Polizei-SD. Berlin und der Kriegsmarine Kiel. — Im Vorkampf zum Kugelstoßen fetzte sich Olympiasieger Hans Wöllke mit 15,11 Meter an die Spitze.
Deulfchland-Riege turnte.
Einen nachhaltigen Eindruck hinterließ das Turnen der Deutschland - Riege am Hochreck. Frey (Kreuznach), Winter (Frankfurt a. M.), Stadel (Konstanz), Schmelcher (München), Stangl (München), Pludra (Berlin), Müller (Leuna) und Beckert (Neustadt) bewiesen erneut die große Klasse der deutschen Geräteturner am Reck.
Fußball: Schalke - Leipzig 4:0 (2:0)
Ohne überragende Leistungen zu zeigen, schlug der deutsche Fußballmeister Schalke 04 den Pokalsieger VfB. Leipzig glatt mit 4:0 (2:0) Toren aus dem Feld. Es war das erste Zusammentreffen beider Mannschaften nach dem Pokalendspiel am 3. Januar 1937, das die Sachsen mit 2:1 überraschend zu ihren Gunsten gestalteten.
starke Entwickelung der Stadt Gießen die erhöhte Aufmerksamkeit eines solchen Vereinsleiters, zumal in kürzester Zeit mit der Altstadtsanierung begonnen werde, bei der eine ganze Reihe von wichtigen Fragen für den Hausbesitz aufgeworfen werde. Der stellv. Dereinsleiter Kurz unterstrich diese Aufgaben und wies ganz besonders auf die staatspolitischen Forderungen der Siedlung und des Luftschutzes hin, die zu berücksichtigen sein werden. Nachdem einige Vorschläge aufgegeben wurden, die weitergereicht werden, wurde Die neue Satzung des Reichsbundes der Haus- und Grundbesitzer angenommen, die auf die Durchdringung der Mitglieder mit den nationalsozialistischen Staatsgedanken ausgerichtet ist und die Forderung des Zusammenschlusses aller Haus- und Grundbesitzer zur Durchführung der Wohnungspolitik der Reichsregierung und zur Erfüllung der Aufgaben des Luftschutzes usw. enthält. Oberingenieur Kurz machte darauf aufmerksam, daß zu diesem Zwecke auch eine Auf- klärunas- und Werbearbeit vorbereitet wird.
Anschließend wurden Fragen der Mietverträge geklärt, sowie weitere Auskünfte erteilt. Der stellv. Dereinsleiter gab bekannt, daß die Geschäftsstelle auch weiterhin mit Frl. Launspach, die über umfangreiche Sachkenntnisse verfügt, besetzt und in dem gleichen Hause wie bisher bleibt. Ende September findet in Köln die Reichstagung statt, an der drei Reichsminister (v. Krosigk, Dr Schacht und Seldte) zu Tagesfragen sprechen werden. Als Gießener Vertreter wird Adolf Schmidt an der Tagung teilnehmen und in der Oktober-Versammlung Aufschluß über die in Köln ausgegebenen neuen Richtlinien erteilen.
Gute Leichtathletik-Ergebnisse
Es gab bereits bei den Dorkämpfen der Leichtathletik gute Leistungen Neckermann lief die 100- Meter in 10,9 Sek., Blazejezak die 400-Meter in 49,4 Sek., Leichuw sprang 7,07 Meter weit und Kullmann schleuderte den Speer 63,13 Meter weit.
Der Moderne Fünfkampf.
Mit dem 300-Meter-Schwimmen wurde am Donnerstag bereits die vierte Prüfung zum Modernen Fünfkampf entschieden. Lt Lemp, der schon bei den Olympischen Spielen schnellster Schwimmer war, schlug nach 4:26,1 Min als weitaus bester Teilnehmer an. Der letzte Wettbewerb, der 4000- Meter-Geländelauf, wird erst die Entscheidung bringen, die wohl nur noch zwischen SS.-Hstuf. Hilde- brandt und Oblt. Cramer liegen dürfte. In der Klasse B bewältigte Lt. Kaiser die Schwimm- Prüfung in 5:12,8 Min. als Bester.
Vorkämpfe der Boxer.
Im Tanzring des Stadions wurden am Donnerstagmorgen die ersten acht Vorkämpfe des Box- turniers abgewickelt. Zu der flotten Durchführung der Kämpfe kamen wirklich gute Leistungen. Die große Heberraschung der ersten Dorkämpfe war Loibls k.-o.-Niederlage. Der Ulmer traf auf den chlagstarken Berliner SS.-Mann Seidler, der ihn in der zweiten Runde entscheidend besiegte. Die Sieger der acht Dorkämpfe haben bereits die End- runde erreicht.
Mannschasts-Wehrsport-Künfkampf der HZ.
Einen der härtesten Wettkämpfe führt die Hitler- Jugend mit dem Mannschafts-Wehrsport-Fünfkampf durch, der am Donnerstag früh um 6 Uhr mit oem 20-Kilometer-Orientierungs-Gepäckmarsch ge« tartet wurde. Als erste Mannschaft startete die des Gebietes Ostland. In Abständen von drei Minuten olgten dann die übrigen Teilnehmer. Jede Mann- schaft bestand aus einem Führer und neun Mann. Nach 3 Kilometer erfolgte die erste Zwangspause von 15 Minuten, in der die erste Aufgabe des Orientierungs - Gepäckmarsches: Kartenkunde, zu losen war. Kaum am Ziel, dem Militärschießplatz am Südfriedhof, angekommen, wurden zwei weitere Uebunaen des Fünfkampfes erledigt: das Klein- kaliberfchießen liegend freihändig und kniend. Erft Danach konnten die Teilnehmer das Gepäck ablegen
• ™rtGn ^bung übergehen. Diese brachte ’ ^"G"-?00-Meter-Hindernislauf. Den Abschluß bildete : das Keulen-Zielwerfen aus 35 Meter Entfernung i n»ne,I?EnG5f^e/r^r^51 gab prächtige Leiftun- 1 gen. Fast sämtliche Teilnehmer und Mannschaften
Kaum hatte der Führer und Reichskanzler bei der feierlichen Grundsteinlegung des Deutschen Stadions den dritten Hammerschlag getan, da kündeten Kanonenschläge den offiziellen Beginn der 1 NS.-Kampfspiele, die nach dem Willen Adolf Hitlers künftig einen steten Bestandteil des Partei- taasproaramms bilden werden, an, und im gleichen Augenblick setzten auf allen Plätzen schlagartig die Vorkämpfe in allen Sportarten ein.
Ueberragende Leistungen im Patrouillenlauf.
Die Vorkämpfe begannen gleich mit einem Höhepunkt, dem 1500-Meter-Mannschafts- Patrouillenlauf, den die Mannschaften in Stärke von 1 Führer und 11 Mann im großen Dienstanzug zu erledigen hatten. Der Start ging in Zwei Grupven auf der Aschenbahn vor sich,' wobei die Mannschaften durch je 20 Sekunden getrennt waren. Der Abstand innerhalb der. Mannschaften durste vom ersten bis zum letzten Mann, dessen
t r a ch t u ng halten Unter Leitung von Prof. Dr. Klüpfel soll ein erdgeschichtlicher und gesteinskundlicher Gang durch Gie - ß e n unternommen werden Arn Buß- und Bettag wird eine Führung durch den Alten Friedhof stattfinden, bei der Obedriegsgerichtsrat i. R. Koch auf die Familien- und Lokalgejchichte eingehen wird. Für Ende November ist ein Vortrag von Dr Jörns Kustos des Oberhessischen Museums, vor- aesehen, der über die Vor- und Frühgeschichte des Gießener Gebietes sprechen wird. Im Zusammenhang damit werden die vor- geschichtlichen Sammlungen des Oberhessischen Museums besichtigt. Ende Januar soll eine größere Veranstaltung im Cafe Leib dem Gießener Humor und den humorvollen Begebenheiten aus der Geschichte der Stadt gewidmet sein; Amtsgerichtsrat Gros und Dr. R o l o f f werden durch Vortrag bzw. durch Vorlesungen manche lustige und interessante Episode wachrufen Der Volkstanzkreis wird für das Rahmenprogramm sorgen. In weiteren Vorträgen wird man Prof. Dr Götze über „G i e- ß e n e r Familiennamen" in der gemeinsamen Veranstaltung mit dem Oberhessischen Geschichtsverein hören. Studienassessor Dr. Wilhelm! wird einen Vortrag über .Gießener Straßennamen" halten.
Vorgeschlagen wurde ferner, für das nächste Jahr ein Ausflug nach Friedelhausen — Sichertshausen — Staufenberg. Aus der Versammlung heraus wurden weitere Anregungen gegeben. Die Vorarbeiten für die geplanten Winterveranstaltungen sind bereits im Gange. Mit dem Gedenken an den Führer wurde die Arbeitssitzung geschlossen.
Bei den NS.-Kampfspielen ist der international berühmte Olympiastarter Franz Miller mit der Startpistole tätig. Man sieht ihn in der Uniform des Unterbannführers der HI. bei feiner Arbeit. — (Schirner-M.)
Zeit gewertet wurde, nie mehr als 30 Meter betragen Gleich im ersten Lauf vollbrachte der Arbeitsgau 27 Baden des RAD. eine ganz hervorragende Leistung, erzielte er doch eine Zeit von 4:51,1 Minuten. Die kluge Zusammenarbeit, gepaart mit erstklassigem Können, feierte einen Triumph. Eine ähnlich ooraüglidje Leistung hatte die SA.-Gruppe Kur Pfalz zu verzeichnen. Als nächste gina die Polizei (Jnsvektionsbereich Hefen - N a s s a u) nach 5:29,5 durch das Ziel. Im zweiten Lauf siegte die SS. (Oberabschnitt Süd- west) in 5:118 vor dem NSKK. (Motorbrigade Kurpfalz-Saar), das 5:29,5 benötigte. Es werden folgende schnellsten Mannschaften die Ent- cheidung am Samstag bestreiten: Reichsarbeitsdienst (Arbeitsgau 27 Baden), Polizei (Jnspektions- bereich Hessen-Nassau) und SS. (Oberabschnitt Süd- west).
Am gestrigen Donnerstagabend fand im Hindenburg" eine Arbeitssitzung der Fachamtsleiter und Vertrauensmänner des Ortsringes Gießen des Landschaftsbundes Volkstum und Heimat statt.
Ortsringleiter Dr. Michel gab zunächst einige organisatorische Mitteilungen. Die Mitgliederzahl des Drteringes beläuft sich gegenwärtig auf 650. Die Kassenführung wurde in Ordnung befunden.
Dann umriß er in wenigen Sätzen die Arbeit des vergangenen Sommers. Es fand eine Wanderung durch den Krofdorfer Forst statt, an der sich 97 Mitglieder beteiligten Ferner wurden ein pflanzenkund- licher Gang und mehrere Ausflüge durchgeführt, bei denen man sich besonders den Vogelstimmen widmete. Gemeinsam wurde die Skagerrak-Kunstausstellung besucht. Herr R e h n e l t betreute in sorgfältiger Weise die Enzianwiesen bei Rödgen. Ein Volkstanzkreis unter Leitung von Frl. Hübner hat die Arbeit aufgenommen bzw. fortgeführt.
Für den Winter 1937/38 ist wieder eine Reihe von Veranstaltungen und Vorträgen vorgesehen, die unter dem Leitgedanken „Alt Gießen" stehen wird. Der Ortsring wird bemüht sein, die Verbindungen mit dem Oberhessischen Geschichtsverein, dem Goethebund, der Gesellschaft für Natur- und Heilkunde und dem Volksbildungswerk aufrechtzuerhalten. Außerdem soll dafür Sorge getragen werden, daß Heberschneidungen der Veranstaltungen des Landschaftsbundes mit denen der genannten Vereinigungen nicht stattfinden.
Vorgesehen ist demnächst eine Kunstgefchicht- l ich e Fahrt nach Butzbach (Fachwerkbauten) und Nieoer-Weisel (Johanniter-Kloster) unter Führung von Prof Dr. R a u ch Im Dezember wird Prof. Dr. Henneberg eine sternkundliche B e -
Bei den NS.-Kampfspielen in Nürnberg zeigte die überragende Leichtathletik-Leistungen. Der neue deutsche Jugendfunfkampsmeister Bongen (Nieder- rhem), den unser Bild zeigt, stieß die 10-Pfund- Kugel 16,57 Meter. — (Schirner-M.)


