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Abänderung der britischen Vorschläge

wie

3.

4.

Haft eine halbe Million zurück .gen, also auf einen T1* \ v -1 - v- v werhältnissen entspricht. Noch interessanter und für S»ie innere Gesundung der deutschen Wirtschaft be-

wisse Routen zu halten.

Bereitschaft der englischen und französischen Schiffe, auf Wunsch die Handelsschiffe ande­rer Rationen zu schützen.

Bereitschaft Englands und Frankreichs, wei­tere Kriegsschiffe ins TNlttelmeer zu entsenden.

növer zu beteiligen, sondern sie seien im Gegenteil tief entrüstet über den Ver­such Moskaus, sie mit Deutschland und Italien in Schwierigkeiten bringen zu wollen. Ls könne aber kaum geleugnet werden, daß Eng­land und Frankreich, indem sie an der Rumpf­konferenz festhielten, sich der Beschuldigung aussehten, offenen Auges in die von Moskau aufgestellte Falle hineinzuspazieren. Die Konferenz hätte weniger Befürchtungen ausgelöst, wenn man Sowjetruhland einfach ausgeschlossen hätte, um die Beteiligung Deutschlands und Italiens zu erleichtern, de­ren Anwesenheit viel wichtiger sei, als die Sowjetruhlands.

Es werde betont, daß keine Rede davon sein könne, einen neuen Plan in Kraft zu setzen, bevor er Deutschland und Italien zur Zu- stimmung vorgelegt worden sei. Die bri­tischen Vertreter würden ihr äußerstes tun, um Sowjetrußland daran zu verhindern, seine Sabotagemanöoer fortzusetzen und Anklckgen gegen Deutschland und Italien zu erheben. Mög­licherweise würden weitere diplomatische Bespre­chungen mit Deutschland und Italien erforderlich sein, um deren notwendige Zustimmung zu den ge­planten Maßnahmen zu erhalten.

DieMorning Post" sagt, die Ablehnung Deutsch­lands und Italiens sei enttäuschend, aber angesichts der sowjetrussischen Torpedierungsmanöver könne man mit dem Standpunkt der beiden Mächte sympathisieren. Moskau habe die Absicht verfolgt, Deutschland und Italien von der Konferenz auszuschließen, sich in die Gesellschaft der zwei Westmächte einzuschleichen, und damit einen Keil zwischen diese und die autoritären Staaten zu treiben. _ ...

Weder England noch Frankreich wären aber in irgend einer Weife geneigt, sich an diesem üblen Ma-

London, 10. Sept. (DNB. Funkspruch.) Die ablehnende Haltung Deutschlands und Italiens auf die englisch-französische Einladung zur Mittelmeer- tonferenz hat in London Enttäuschung her- vorgerufen, aus der die Morgenblätter kein hehl machen. Man nimmt an, daß die englische Abord­nung jetzt ihre Vorschläge in stark abgeän­derter Form vorbringen wird. Gleichzeitig wird die Hoffnung ausgedrückt, daß Deutschland und Italien sich den Maßnahmen, die auf der Mittelmeerkonferenz etwa zustande kommen, spä­ter a n s ch l i e ß e n. DieTimes" erfährt, daß bei den gestrigen Besprechungen z w i s ch e n E d e n, Chautemps und Delbos in Paris eine vollständige Einigung über die Vorschläge erzielt worden sei.

Der englisch-französische Plan wird nach der Daily Mail" folgende Maßnahmen enthalten.

1. Schuh der Handelsrouten im INittelmeer durch Zerstörer verschiedener Mächte, die in Zwischenräumen von 50 Meilen aufge­stellt werden.

2. Anweisung an die Handelsschiffe, sich an ge-

Million zuruckgegan- Stand, der etwa den Friedens-

Der französische Außenminister Delbos ist am Donnerstagabend mit den übrigen Mitgliedern der französischen Abordnung nach Genf abgereist. Mit dem gleichen Zuge reisten Außenminister Eden und Unterstaatssekretär Vansittart, so- der polnische Außenminister Oberst Beck.

Deutschlands Antwort auf die Einladung zur Mittelmeerkonferenz.

Deutschland und Italien wünschen Befassung des Richteinmischungsausschuffes

Die Konferenz von Ayon stark entwertet

Oie pariser presse mahnt zur äußersten Vorsicht.

führen.

Gleichzeitig Hal die deutsche Antwort aber < daran erinnert, dah die Reichsregierung, als - sie vor wenigen Monaten ihrerseits mit ! einer ähnlichen Initiative hervor- ' trat, bei der britischen und der französischen Regierung einer Haltung begegnete, die für sie wenig ermutigend ist, Vertrauen in ( neue kollektive Abreden auf diesem Gebiet zu sehen. Obwohl es damals nach dem folgen- schweren lleberfall auf das deutsche Panzer­schiffDeutschland" zu einer bindenden Vereinbarung über die Behandlung solcher Fragen gekommen war, haben sich die britische und die französische Regierung nach dem gleich darauf folgenden Torpedoangriff auf den deut­schen KreuzerLeipzig" bekanntlich nicht dazu entschlichen können, der Reichs­regierung gegenüber auch nur ein M i n i -

* mum von Solidarität zu zeigen.

Bei der Stellungnahme der Reichsregierung konnte ferner die Tatsache nicht unberücksichtigt bleiben, daß die Sowjetregierung es für richtig gehalten hat, in diesen Tagen wegen gewisser Vorfälle im Mittelmeer unbewiesene An­schuldigungen gegen die italienische Regierung zu erheben und weitgehende Forderungen daran zu knüpfen. Die Reichs- regieruna pflichtet der italienischen Regierung darin bei, daß dieser nicht zugemutet werden kann, sich an einer Sonderkonferenz der geplanten Art zu beteiligen, solange der durch die Note der Sowjetregierung verursachte Zwischenfall nicht eine befriedigende Erledigung gefunden hat.

Trotz aller dieser erschwerenden Umstände hat aber die Reichsregierung den Versuch, durch gemeinsame Beratung zu einer Beruhigung der Lage zu gelangen, nicht verzögern wollen. Sie hat deshalb im Einvernehmen mit der ita­lienischen Regierung vorgeschlagen, anstelle der Einberufung einer Sonderkonferenz den Lon­doner Richteinmischungsausschuh mit der Angelegenheit zu befassen, dessen Ar­beitsgebiet aufs engste mit den hier in Rede stehenden Fragen zusammenhängt und dessen Organisation die Möglichkeit bietet, bei allseiti­gem guten Willen schnell zu einer Re­gelung zu gelangen. Die Beratung in dem Londoner Ausschuh würde zugleich den Vorteil bieten, dah daran auher den von Eng­land und Frankreich eingeladenen Mächten auch noch andere interessierte Mächte wie z. B. Portugal und Polen teilnehmen könnten.

Die ilaljemVe Antwort.

Rom, 9. Sept. (DNB.) Die italienische Antwort an England und Frankreich, die zur gleichen Zeit in Rom überreicht wurde, wie die deutsche Antwort in Berlin, stellt fest, daß Italienals Mittelmeer- großmacht unmittelbar an der Sicherheit und am Frieden in diesem für Italien lebenswichtigen Meer interessiert ist." Die ersten Nachrichten über die Ini- tiative zu einer Mittelmeerkonferenz feien daher oon der faschistischen Regierung günstig ausgenom­men worden. Sie habe sich in der Tat darauf vor­bereitet, zustimmend zu antworten und das, obgleich gelegentlich des Angriffs auf dieLeipzig eine ähnliche Initiative nicht ergriffen worden ist.

Die Role weist bann auf die neue Lage hin, die durch die so w jetrussische Rote und durch ihre gegen Italien gerichteten, aber von Italien mit aller Entschiedenheit zurück- gewiesenen Anklagen entstanden ist, so dah Die faschistische Regierung jede Lutschei d un g 1 in zustimmendem Sinne verschie- ; b e n muh, so lange der durch die swo;etruss.sche . Rote entstandene Zwischenfall nicht b e f r i e d i - ' g e n d er l e d i g t ist .

Die faschistische Regierung erklärt dann, -nicht s , ,, . ... wntr on mnfi ha au Dienen

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Anarchistenherrschast im roten Teil Asturiens.

Salamanca, 10. Sept. (DNB.) Ein Front­berichterstatter des Hauptquartiers in Salamanca meldet, daß in Asturien die Anarchisten unter Führung von Berlamino Tomas, der in der Revolte im Oktober 1934 eine Rolle spielte, d i e Macht an sich gerissen und Asturien für unabhängig erklärt hätten. In Gijon herrsche nach der Flucht zahlreicher Marxistenführer und infolge der Will­kürherrschaft der Anarchisten Panik. Die Häuser und Wohnungen der wohlhabenden Familien seien sämtlich geplündert und die Wertgegenstände auf drei im Hafen liegende Schiffe verladen wor­den. Am Donnerstag seien der sowjetrus­sische Konsul von Gijon und ein s 0 wjet- rus s i s ch e r General, in dessen Händen die militärische Leitung gelegen habe, sowie eine große Anzahl Gefangener aus dem Baskenlande und Santander oon den Anarchisten ermordet worden.

zug haben,keine der europäischen Großmächte und andere unmittelbar interessierte Mächte auszuschlie- ßen und damit im besonderen die Teilnahme oon Polen und Portugal ermöglichen. Die faschistische Regierung erklärt sich zum Schluß im voraus bereit, im Einvernehmen mit der Reichsregierung ihren Vertretern im Nichtein- mischungsausschuß alle notwendigen An­weisungen zu erteilen."

Paris, 10. Sept. (DNB. Funkspruch.) Die aus- aedehnten Besprechungen zwischen dem englischen Außenminister und seiner Begleitung und den ver­antwortlichen französischen Regierungsmitgliedern in Paris haben zu dem Beschluß geführt, trotz der Nichtbeteiligung Deutschlands und Italiens n a d) Nyon z u gehen, und dort einen Plan für die Sicherheit der Handelsschiffahrt im Mittelmeer auf­zustellen. Der Plan soll anschließend den nichtbe­teiligten Mächten zur Annahme oder zur Kenntnis unterbreitet werden.

Man betont in unterrichteten Kreisen, daß Frank­reich und England auch allein st art genug seien, um gegebenenfalls die Freiheit der Meere zu garantieren. Andererseits ist man sich auch barauber klar, daß die beabsichtigten Maß­nahmen eine sehr heikle Lage schaffen können und daß deshalb mit äußerster Vorsicht vorge­gangen werden muh. In der Pariser Frühpresse wird zugegeben, daß die Konferenz von Nyon ohne die Anwesenheit Deutschlands und Italiens nicht den Wert und auch nicht die Wirksam­keit haben wird, die man ihr zugedacht hatte.

Die ursprünglich von der englischen Regierung ausgearbeiteten Vorschläge werden nunmehr von

Die Kämpfe zwischen Japan und China haben keinen Einfluß auf Die Rohstoffmärkte aus- geübt. Die Tendenz ist im Gegensatz zur Vorwoche fester geworden, wenn man auch nicht vergessen darf, daß gewöhnlich im September die Preise an­steigen. Die Metall notierunaen brachten stetigere Kurse, vor allem auf dem Kupfermarkt, da das amerikanische Angebot nachließ. Auch die Ge­treide markte lagen fester. Dagegen ist für Oele und Textilien eine Abschwächung eingetreten, und Arnar nicht nur am Baumwollmarkt, sondern auch für Wolle, wobei bemerkenswert war, daß auf den australischen Wollauktionen Japan sich fast voll­ständig zurückhielt und voraussichtlich auch bei den nächsten Auktionen nicht wieder einschalten wird. Die Baumwollnotierungen gaben weiter nach, und zwar nicht nur auf Nachrichten aus USA, wo man eine Baumwollernte erwartet, die die höchste seit

könnte, für die bestehende Lage Abhilfe zu schaf­fen." Sie vertritt die Ansicht,daß die zu behan­delnden Argumente vom Nichteinmischung s- a u s s ch u ß in London sachgemäß geprüft und er­örtert werden könnten". Dieser Ausschuß habeauch in technischen unb Schifftsfragen eine Erfahrung, die ihn vollkommen befähigt, die in ber Verbal­note genannten Fragen zu erörtern". Ein solches Verfahren würde nicht nur die Einberufung einer Sonderkonferenz vermeiden, sondern auch denVor-

mach Bulgarien, Jugoslawien, Rumänien und der Tschechoslowakei gesteigert werden konnte. Auch in ber Ausfuhr nach einigen südamerikanischen Län- bern wurden bessere Erfolge erzielt. Einen beson- bers erfreulichen Erfolg hat die deutsche Frauen- kleiderindustrie aufzuweisen, die ihre Aus-

I ffuhr nach England im Monat Juli auf 27 000 £ gegen 17 000 £ im Juli 1936 zu steigern vermochte.

>ie von dem Reichskommissar für die Preisbildung I bewirkten Preissenkungen für Zell- iwolle und Glühlampen liefern einen ein« brucksvollen Beweis für die Fortschritte, kosten- und ! preismä^iger Art, die die allgemeine Erzeugungs- "teigerung und die zielbewußte Fortführung der Dierjahresplanarbeiten ermöglicht haben. Im Ber­sin mit den vorangegangenen Preissenkun-

, gen für Kali und S t i ck st 0 f f, für Alumi - V nium und Magnesiumlegierungen schaffen | bie neuen Maßnahmen einen erwünschten Ausgleich [ Für unvermeidbare Verteuerungen, wie sie sich aus I bem starken Anziehen der Weltmarkt­preise für wichtige Rohstoffe ergeben haben. Geht man davon aus, daß der Zellwollepreis noch vor -twa zwei Jahren rund 2,28 Mark betragen hat, 0 ergibt sich im ganzen eine Preisherabsetzung um stroa 37 v. H., die um so mehr ins Gewicht fällt, als die Erzeugung von Zellwolle in den letzten Jahren erheblich gesteigert worden ist. Wird die Zellwollepreissenkung den letzten Verbraucher in bem Umfange erreichen, in welchem der Rohstoff- nnteil zu den Gestehungskosten des Fertigerzeug­nisses steht, so wird die Senkung der Glühlampen­preise um 5 bis 8 v. H. dem Verbraucher im vollen Umfange zugutekornrnen. Hier lagen die Preise bis­her schon 60 v. H. unter dem Vorkriegsstand. Die Notwendigkeit, Eisen und andere devisenbelastete Werkstoffe im Wohnungs- und Siedlungsbau mög- ichst einzusparen, hat der Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Arbeiterwohnstättenbaues Anlaß ge­geben, die mannigfachen Ersparungsmöglichkeiten in inem übersichtlichen Merkblatt zusammenzustellen. Sie berücksichtigt dabei nicht nur die amtlichen An- »rbnungen auf diesem Gebiete, sondern gibt dar­über hinaus zahlreiche Anregungen, die in Arbeits- lusschüssen der Arbeitsgemeinschaft und der Bau­wirtschaft erarbeitet und geprüft worden sind. Zweifellos ergibt sich aus der heutigen Sachlage ber Zwang zu gewissen Vereinheitlichungs- und Normierungsmaßnahmen Auf der anderen Seite iber kann sich aus dem Zwange, in manchen Ge- »ieten wieder auf fast vergessene, von der Land- .chaft dargebotene Baustoffe zurückzugreifen, eine willkommene Möglichkeit ergeben, den Wohnungs- mib Siedlungsbau wieder mehr der Eigenart der üinzelnen Landschaften anzupassen.

Die Deutsche Bank und Diskontoge- e l l s ch a f t wird am 6. Oktober eine außerordent­liche Hauptversammlung abhalten, auf der der em» ige Punkt der Tagesordnung lautet, die Versamm­lung wolle beschließen, daß die frühere F i. r m a - !»urch Fortfall der Worteund Diskontogesellschaft wieder hergestellt werde. Ferner ist in den Vorstand »er Bank der Bankier Herrmann I. A b s Jtng<etre» en, wodurch die Lücke, die durch das Abscheiden . Z ch l i e p e r s, der hauptsächlich die ausländischen ? Fragen im Interessenbereich der Bank bearbeitete, wieder geschlossen wird. Die Wiederaufnahme des ulten Firmennamens entspricht durchaus dem Sprachgebrauch, denn als sich 1929 die Deutsche Bant und die Diskontogesellschaft vereinigten, ist Der neue Name nie volkstümlich geworden, und überdies sst es ja auch nicht mehr die Hauptaufgabe der Banken, einfache Diskontgeschäfte vorzunehmen. \ Beim Baden ist der Generaldirektor der BIZ (Bank

Vie sieht es in der Wirtschaft ans?

Die Leipziger Herd st messe 1937 hat wieder durch ihren Umfang Aufsehen erregt. Gegen­über der Herbstmesse 1936 ist die belegte Aus­stellungsfläche um 6 v. H. gewachsen. Die Zahl der Aussteller hat seitdem sogar um 8 0. H. auf 5500 zugenommen. Darunter waren allein 360 Au s- steller aus dem Auslande. Von den west­europäischen Ländern waren Frankreich, Groß­britannien, die Niederlande und Belgien gekommen. Lon den Nordstaaten waren Aussteller aus Däne­mark, Schweden und Finnland vorhanden, die öst­lichen und südöstlichen Länder waren durch Danzig, Estland, Bulgarien, Jugoslawien, Oesterreich, die Tschechoslowakei, Rumänien und Ungarn ebenfalls aut vertreten. Ausstellende Firmen aus Italien, der Schweiz und Portugal runden das Bild des Aus­landes ab. Besonders reichlich wurden vom Aus­lande landwirtschaftliche Erzeugnisse angeboten. Das Geschäft hat im allgemeinen be- friedigt. In manchen Zweigen sind sogar die Um­sätze der bekanntlich ausgezeichneten diesjährigen Frühjahrsmesse noch übertroffen worden. Besonders bemerkenswert ist es, daß sich jetzt auch die Messe ganz entschieden auf den Vierjahresplan eingestellt hat. In den GeschäftsAweigen, die schon seit Jahren Neustoff verwenden, so namentlich auf der Textil­messe, sanden die Erzeugnisse aus Zellwolle bzw. Mischgarn starken Absatz. Die Intensität des wirtschaftlichen Aufschwunges in Deutschland hält weiter an. So ist die Zahl der bei den Arbeits- ,ämtern gemeldeten Arbeitslosen schon auf

zeichnender als der zahlenmäßige Abgang an Ar­beitslosen ist jedoch die ständige Zunahme .an Beschäftigtenzahlen. Nach den Fest- sstellungen des Statistischen Reichsamtes hat im Monat Juli die Zahl der Industriearbeiter bei einer »Steigung um nahezu 20 000 zum erstenmal die "7-Millionen-Grenze überschritten. Rechnet man zu Den Industriearbeitern noch die in der Landwirt­sschaft, im Handel, im Verkehrsgewerbe und in «anderen Wirtschaftszweigen tätigen Arbeiter, dazu mach die Angestellten hinzu, so hat die Zahl der Be- Ichästigten in Deutschland bereits 19 Millionen über« chritten, während sie in den Jahren der Krise kaum 14 betrug.

Unter den vielen Zweigen des deutschen Expor­tes, die im letzten Jahre Zeichen eines erfreulichen Anstieges aufgewiesen haben, ist besonders die deutsche Textilausfuhr zu erwähnen. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres stieg die Ausfuhr mengenmäßig um 5,8 v. H., wertmäßig dagegen sogar um 10,6 v. H. Die Ausfuhr nach der Schweiz, nach Holland und den Vereinigten Staaten ist zurückgegangen, während die Ausfuhr

In Paraguay haben regierungstreue Marine­soldaten und Kavallerie die Aufständischen entwaff­net und die Ordnung wieder hergestellt. Staatsprä­sident P a i v a übernahm wieder die Regierungs­funktionen. Die aus dem Chaco anrollenden Trup­pen haben den Befehl erhalten, in ihre Garniso­nen zurückzukehren.

Berlin, 9. Sept. (DNB.) Die britische und die französische Regierung haben am 6. September einer Reihe von Regierungen, darunter auch der Reichsregierung, eine Einladung zugehen lassen zu einer Konferenz, die am 10. Sep­tember in der Nähe von Genf züsammentreten und die Maßnahmen zur Beseitigung der letzthin im Mittelmeer hervorgetretenen Schwierigkeiten beraten soll.

Die Reichsregierung hat in ihrer Antwort betont, daß sie selbstverständlich jeden Versuch, die durch den Bürgerkrieg in Spanien verursachte Unsicherheit im Mittelmeer zu beenden, begrüße, und daß sie sich freuen würde, wenn es gelänge, zu diesem Zwecke zwischen den beteiligten Mächten eine Verständigung über gemeinsam z u ergreifende Maßnahmen herbeizu-

für internationalen Zahlungsausgleich) Pierre Quesnay, ertrunken. Quesnay galt als befähigter Bankier und hat im Dienste der Internationalen Kredit- und Wirtschaftsbeziehungen eine ausgebrei­tete Tätigkeit entwickelt. Nicht nur für die BIZ, son­dern auch für Frankreich ist der Verlust dieses Man­nes schwer, der übrigens ein direkter Nachkomme des in der Wirtschaftsgeschichte als Physiokraten be­kannten Volkswirts Quesnay war, dessen Schüler Turgot als Finanzminister Ludwigs XVI. die zer­fahrene Wirtschaftspolitik des alten Frankreich wie­der einzurichten versuchte, und nach anfänglichen Er­folgen durch das Mißtrauen des von der Königin Marie Antoinette und ihres Hofklüngels aufgehetzten Königs stürzte. Damit war die letzte Gelegenheit verspielt, das alte Frankreich und damit das König­tum zu retten.

1931 sein mirk sondern auch auf Meldungen aus den anderen Ländern. Der Baumwollver­brauch der Welt ist überhaupt nicht mehr so dringend, da andere Textilrohstoffe usw. im Vor­dringen sind und den Verbrauch von Baumwolle zurückdrängen. So wird in diesem Jahr in Deutsch­land eine Vermehrung der Produktion der Zellwolle von 70 000 auf 170 000 Kilogramm erwartet, wo­mit ungefähr ein Fünftel unseres Baumwoll- und Wollbedarfs aus eigener Produktion ersetzt wird. Die Politik des amerikanischen Landwirtschaftsmi­nisters, den Baumwollpreis möglichst hoch zu hal­ten, ist unter diesen Umständen als ebenso geschei­tert zu betrachten, wie seine Vorschriften über An- baubeschränkuna, die einen immer stärkeren Wider- , ftanb der Produzenten auslösen. Die Lage des Baumwollmarktes bleibt also kritisch.

Grund auf abgeändert werden müssen. Das Journal" schreibt: Es bestehe nicht mehr die Mög­lichkeit zur Schaffung von verbotenen Zonen und einer genauen Aufstellung der im Mittelmeer vor­handenen U-Boote. Die Ueberroadjung müßte ohne bie Beteiligung Sowzetruß- lands durchgeführt werden, zumal man Moskau schon von der Beteiligung an der Kontrolle aus­geschlossen habe, als die politische Atmosphäre noch nicht so stark mit Elektrizität geladen war, wie jetzt. England und Frankreich würden eine sehr heikle Partie zu spielen haben. Die Torpe­dierung der Konferenz durch Sowjetrußland habe das hauptsächlichste Ziel von Nyon zunichte ge­macht, nämlich die Möglichkeit einer politi­schen Annäherung der Westmächte.

DerMatin" warnt davor, Beschlüsse zu fas­sen, die als politische Manöver gegen die eine oder andere Macht ausgelegt werden könnten. Es wäre vielleicht sogar am besten gewesen, wenn man ganz auf die Konferenz von Nyon verzichtet hätte. DieEpoque" sagt, die sow­jetrussische Haltung stelle ein abenteuer­liches unb verbrecherisches Manöver der Bolschewisten gegen die Ruhe und den Frieden Europas bar.

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