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Oberheffen

Landkreis Gießen.

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val von sich getan und bescherte uns als Aeppelwoi- BalzerDie silberne Hochzeit" von Stoltze. Herr Seitz belebte das Programm mit kleinen Spatzen in heimischer Mundart. Den Schluß machten die Notizen aus dem Senderaum",Das Alibi , der Tünnes aus Köln und die hier bereits bekannte Bauerntheaterparodie. Es herrschte diesseits und jenseits der Rampe eine recht vergnügte Stim­mung, und der angebrochene Abend fand, soweit wir sehen konnten, anderweitig eine dem Faschings­dienstag entsprechende Fortsetzung. .

Hans Thyriof.

Gießen einen Preis erringen, worüber ihr em Diplom ausgestellt wurde. Kam. Bierau wurde zum Ehrenmitgliede ernannt. Der Kameradsschafts- Führer rief die Kameraden zur Beteiligung am diesjährigen Reichskriegertag am 26. und 27. Juni in Kassel auf. Weiter wurde beschlossen, von jetzt an wieder das Ehrenschießen am Grabe verstorbe­ner Kameraden aufzunehmen und Kameraden da­für bestimmt. Kam. Rau berichtete über seine Teilnahme am vorjährigen Reichskriegertag, bei dem er die Ehre hatte, die Fahne der Lollarer Krieger­kameradschaft als eine der ältesten im Kyffhäuser- bund in der Ehrenkompanie tragen zu dürfen, und legte wohlgelungene Aufnahmen davon vor. Der kürzlich veranstaltete Kameradschaftsabend fand all­gemeine Anerkennung. Es wurden einige den Abend betreffende Fragen besprochen. Mit dem Sieg-Heil auf Führer und Vaterland schloß der Kamerad­schaftsführer die Tagesordnung. Bei einem guten Trunk, Gesang und dem Austausch von Militar- und Kriegserlebnissen blieb man noch einige Zeit in echter Kameradschaft beisammen.

$ Lollar, 8. Febr. Der hiesige Gesang­vereinSängervereinigung" hielt am vergangenen Samstagabend in feinem Vereinslokal Zur Linde" seine Hauptversammlung ab. Nach der Begrüßung durch den Vereinsführer Erich Espik erfolgte die Ehrung der im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder: Johann Dietz, Karl Deibel und Ludwig Seipp. Aus den beiden Berichten, dem des Dereinsführers und des Schrift-

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für bte Einbringung eines Dahloorschlages not­wendige Stimmenliste der aufstrebenden national­sozialistischen Bewegung ein. Der Verstorbene zählte zu den ältesten und aktivsten Mitgliedern des All­deutschen Verbandes. Aufgeschlossen für alles Schöne, war er ein großer Natur- und Wander­freund.

Abschiedsabend fürprofeffor Or. Zwick.

Am vorigen Freitag veranstaltete wie man uns heute berichtet die Veterinärmedizinische Fach­schaft der Ludwigsuniversität einen Abschiedsabend anläßlich der bevorstehenden Uebersiedlung des langjährigen Ordinarius für Veterinärhygiene und Tierseuchenlehre, Professor Dr. W. Zwick, nach München. Anwesend waren außer den Studenten, Dozenten und Assistenten der Veterinärmedizinischen Fakultät zahlreiche Vertreter der übrigen Fakul­täten, an ihrer Spitze Se. Magnifizenz Prof. Dr. Pfähler, der nach einer Würdigung der großen Ver­dienste von Professor Zwick um die Gießener Universität durch seinen Amtsnachfolger, Professor Dr. Beller, in herzlich gehaltenen Worten dem Scheidenden den Dank der Universität zum Aus­druck brachte. Von den Studierenden der Veterinär­medizinischen Fakultät wurde Professor Zwick durch ihren derzeitigen Fachschaftsleiter Geyer ein von dem Gießener Kunstmaler Will geschaf­fenes Aquarellbild überreicht, das ein Gießener Landschaftsbild darstellt und für Professor Zwick eine Erinnerung an seine erfolgreiche Lehrtätigkeit und die Anhänglichkeit seiner Schüler bilden soll. Profssor Jakob gedachte in launigen Worten der Schwierigkeiten, die bei der im Jahre 1919 erfolg­ten Berufung von Professor Zwick zu überwinden waren, Dozent Dr. Schaaf sprach für die Ange­hörigen des von Professor Zwick geschaffenen und vorbildlich geleiteten Veterinärhygienischen und Tier- seuchen-Jnstitutes. In einer bewegten und seine Lebenslinie aufzeigenden Rückschau dankte Professor Zwick und versicherte, als Emerit kein Eremit zu werden und an dem Leben und an den Vorgängen in der Gießener Universität auch fernerhin regen Anteil zu nehmen.

Oie Eintopfgerichte der Gaststätten am 14. Februar.

DNB. Der Leiter der Wirtschaftsgruppe Gast­stätten- und Beherbergungsgewerbe teilt seinen Mit­gliedern mit, daß für den fünften Eintopfsonntag am 11. Februar folgende Eintopfgerichte für die Gaststätten vorgeschrieben sind:

1. Suppentopf mit Geflügelklein oder Fleisch­einlage,

2. Sauerkraut oder Mohrrüben mit Schweine­fleisch,

3. Fischeintopfgericht nach freier Wahl,

4. Vegetarisches Gemüseaericht.

Die Festlegung dieser Eintopfgerichte gilt nur für Gaststätten.

Veranlagungsrichtlinien zur Ein­kommensteuer und Körperschastssteuer.

DNB. Der Reichsminister der Finanzen hat auch in diesem Jahr Deranlagungsrichtlinien zur Ein­kommensteuer und Körperschaftssteuer herausge- geben. Sie werden im Reichssteuerblatt veröffent­licht und können auch durch den Buchhandel zum Preise von 50 Pf. bezogen werden. Ihre Kennt­nis ist für alle Steuerpflichtigen wichtig, die für 1936 zur Einkommensteuer oder Körperschaftssteuer herangezogen werden. Die neuen Veranlagungs­richtlinien stellen eine Zusammenfassung und Neu­ordnung der bisherigen Verwaltungsanweksungen dar. Dabei sind Erläuterungen und Verwaltungs- anordnungen, die durch Aenderung der gesetzlichen Vorschriften, Ablauf der Geltungsdauer oder aus anderen Gründen ihre praktische Bedeutung ver­loren haben oder für die Zukunft als erledigt gelten können, nicht mehr mit ausgenommen wor- den.

Die neuen Veranlagungsrichtlinien enthalten aber nicht nur das Material der früheren Richtlinien, sondern darüber hinaus auch eine Reihe neuer Er­läuterungen und Verwaltungsanordnungen. So ist bei der Behandlung kurzlebiger Wirtschaftsgüter klargestellt, daß bei übermäßiger Vorratshaltung

von solchen Gütern die Bewertungsfreiheit nicht gegeben ist.

Don Interesse sind noch die Ausführungen über die steuerliche Behandlung des Unterschiedsbetrages zwischen dem Ausgabekurs und dem Einlösungs­kurs bei Rückzahlung oder Umtausch von Anleihen und über die Berücksichtigung besonderer wirtschaft­licher Verhältnisse.

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kommender Windstöße hüpft die scbwere Maschine gleich einem Wellenreiter mit sanftem Ruck. Auf der Erde liegt Schnee. Es ist herrlich, im Winter zu fliegen, begeisternder fast noch als ein Flug über sommerliches Land. Zwar hat die Erde jetzt ihre Buntheit mit weißem Mantel zugedeckt, und da und dort nur ist ein Farbfleck übnggeblieben. Die Ziegelwände der Bauernhäuser leuchten mit ihrem besonnten Rot freundlich aus dem weißen Schnee­grund. Wie wird die Farbe hier in ihrer Verein­zelung lebhaft empfunden, und wie vereinfacht und übersichtlich stellt sich die ganze Landschaft in ihrer winterlichen Verhüllung dar. Sie ist zwar der bunten Zerstreuung beraubt, aber dafür schwingt sie in großen Formen. Wir erleben sie einzigartig in ihrer plastischen Klarheit. Die Kurven der Höhen- züae und Talsenkungen schwinden stärker, jeder Erdbuckel, ja jede Furche gewinnt optische Be­deutung. Dort wird eine Wagenspur erkennbar, sie führt über dichte waldige Höhen, schlängelt sich durch einen Hohlweg, das Auge verfolgt sie weiter bis hinaus in die Ebene, wo sie in das Ornamentband der baumbestandenen Landstraßen mündet. Eine lautlose Welt liegt da unter uns in weißem Schwei­gen, das nur zuweilen von eines Baches dunkel geschlängelter Linie unterbrochen wird.

Die Dämmerung wirft ihre grauen Schleier über das Land, einen über den anderen und immer dichter. Dunkel wird es am Horizont, das Weiß der Erde verwandelt sich in stumpfes, eintöniges Grau. Irgendwo in dem dunklen unendlichen Raum bemerkt man plötzlich ein mildes, ruhig strahlendes Licht. Was mag es fein? Ein Rätselraten beginnt, mit dem sich die Menschen im Bauch des metallenen Nachtvogels die Zeit vertreiben. Hin und wieder überfliegen wir ein Blinkfeuer, das mitten aus walddunkler Verlorenheit die Richtung anzeigt. Nun wird das mit roten Leuchtstreifen abgesteckte Vier­eck eines Luftsperrgebietes sichtbar. Und jetzt tauchen zahlreiche Lichter aus der Dunkelheit, Perlenschnüre von Lichtern heben sich hervor, ziehen kreuz und quer. Berlin! Eine Weltstadt erscheint als märchen­haftes Gespinst aus feinstem Lichtfiliaran. Das dumpfe Dröhnen der Propeller erstirbt, auf der Unterseite der Tragflächen sind Maanesiumfackeln entzündet worden, taghell liegt das Rollfeld unter uns.

Hochschulnachnchten.

Von den amtlichen Verpflichtungen wurde auf eigenen Antrag entbunden Professor Dr. Friedrich von der Leyen, Ordinarius für deutsche Philo­logie an der Universität Köln. Don der Leyen ist besonders durch seine Märchenforschung bekannt ge- worden.

** Reißt keine Weidenkätzchen ab! Kaum ist die winterliche Schneedecke verschwunden, kaum hat die Sonne der schlafenden Natur einige Warme Tage geschenkt, da sieht man schon wieder Kinder wie auch Erwachsene mit Weidenkätzchen, die kaum ihre Knospen entwickelt haben, aus dem Wald kommen. Es kann nicht oft genug darauf hingewiefen werden, daß dieser Unfug für die Imkerei einen großen Schaden bedeuten kann. Es liegt im Interesse der Imkerei und damit des gan­zen Volkes, daß jeder einsieht, welche Schäden das Abreißen der Weidenkätzchen bringen kann und daß jeder mithilft, diese Unsitte, die ja außerdem straf­bar ist, zu bekämpfen.

** Ausbildung in der e r st e n Hilfe­leistung bei Unglücksfällen. Auf Veran­lassung der hessischen Landesregierung werden zur Zeit im Kreise Gießen für die Beamten und Ar­beiter der einzelnen Oberförstereien Ausbildungs­

alten Kämpferinnen 78 an der Zahl drL Ehrennadeln überreicht. Zur Verschönerung des Abends trug ein Mitglied ein auf die Überreichung der Ehrennadeln bezugnehmendes Gedicht vor. Hier­auf wurde das Frauenschaftslied gesungen. Sodann wurde an Stelle der zurückgetretenen seitherigen Ortsgruppenleiterin Frau Heil Frau Strack als solche in ihr Amt eingewiesen und verpflichtet. An- chließend wurden den Amtswalterinnen die Amts­walterinnen - Nadeln überreicht. Nachdem Frau Wrede noch verschiedene Anregungen, besonders auch für die Ausgestaltung der Heimabende, ge­geben hatte, wurde die Versammlung in der ub- lichen Weise geschlossen.

<> Allendorf a. d. L d a., 9. Febr. Gestern abend veranstaltete der hiesige Kirchengesang­oer e i n im Uebungslokal vor Beginn der Gesana- stunde zu Ehren seines Dirigenten, Lehrers 5) eil, eine kleine Geburtstagsfeier. Lehrer Hell, der den Verein seit Gründung ununterbrochen bis heute in vorbildlicher und uneigennütziger Weife er be­zieht keinerlei Entgelt geführt hat, vollendete sein 36. Lebensjahr. Aus diesem Anlaß hielt der Vor­sitzende des Vereins, Pfarrer Andres, eine kurze, humorvolle Ansprache, in der er insbesondere aus die großen Verdienste des Gefeierten um den Kir- chengesangverein hinwies. Als sichtbares Zeichen der Dankesarbeit wurde Lehrer Heil ein Geschenkkorb überreicht. Lehrer Heil dankte in herzlicher Weise und versprach, seine Kraft auch fernerhin in den Dienst des Vereins zu stellen.

nsf. Londorf, 8. Febr. Die Dertrauensftau der Abteilung Volkswirtschaft - Hauswirtschaft, Frau Marie Becker, veranstaltete hier eine K o ch v o r - sührung über Eintopfgerichte. Die Frauenschaft von Londorf und Kesfelbach, sowie die Mitglieder vom Deutschen Frauenwerk nahmen daran teil. Die schmackhaften Kostproben fanden allgemeinen Beifall. Die Leiterin sprach ein kurzes Schlußwort, indem sie die Aufgabe der Hausfrau betonte, durch Ausnutzung und praktische Verwen­dung der Lebensmittel unsere Vorräte zu strecken, um die Lücken zu schließen, die noch in unferer Selbstversorgung vorhanden find.

§ Beuern, 8. Febr. Der hiesige Turnver- e i n feierte am Samstagabend im Saal der Wirt­schaft ,Zur Germania" bei starker Beteiligung seiner Mitglieder fein diesjähriges Wintervergnügen. Der stellvertretende Vereinsführer Gustav W a l l b o t t sprach herzliche Begrüßungsworte und brachte das Sieg-Heil auf den Führer aus. Unter Leitung von Mitglied Otto Schneider boten die Schüler Frei­übungen und Turnen am Barren, während die Turner unter Leitung von Mitglied Gustav R i naldo mit Hebungen am Barren aufwarteten. Sämtliche Vorführungen fanden den starken Bei- fall der Besucher. Ein heiteres Theaterstückchen er­freute alt und jung. Tanz beschloß den Abend.

< Garbenteich, 8. Febr. Der Gesang­vereinFrohsinn" hielt am vergangenen Samstag im Kreise seiner Mitglieder sein 5 9. Stiftungsfest im SaaleZum weißen Roß" ab. Der Vereinsführer Wahl begrüßte die Teil­nehmer und dankte besonders dem Kreisführer Müller (Gießen) für fein Erscheinen. In seiner Ansprache ging er u. a. auch auf das Deutsche Sängerbundesfest 1937 ein und forderte zu reger Teilnahme auf. Svdann gedachte der Vereinsführer des Chormeisters Georg Harnisch (Steinberg), der seit 15 Jahren den Chor des Vereins leitet. Er überreichte ihm im Auftrag des Vereins als äußeres Zeichen des Dankes einen Geschenkkorb und hob seine Treue im Dienste des Vereins und damit des deutschen Liedes hervor. Im weiteren Verlauf des Abends fang der Chor einige Lieder und ließ dabei gute Schulung erkennen. Eine be­sondere Ehrung wurde dem Sänger Heinrich I a m- m e r l. zuteil, dem durch den Kreisführer Mül- l e r (Gießen) für 40jährige Mitgliedschaft und aktive Sängertätigkeit die silberne Ehrennadel des Hessischen Sängerbundes verliehen wurde. Weiter­hin wurden die Mitglieder Wilhelm G ö r l a ch und Ludwig Schlund, sowie der stete Förderer des Vereins, Friedrich Kissel I., zu Ehrenmitgliedern

Gießener Stadttheater.

Kampf dem Berdrutz!"

Den Ausklang des Faschingsprogramms im Stadttheater bildete gestern ein großer, karnevali­stisch bunter Abend, der unter der DeviseKampf dem Verdruß" und unter der Gesamtleitung von Paul Nieren ein festlich gestimmtes, zu faschings­mäßigen Taten und Abenteuern bereites Publikum vereinte. Da die Besucher großenteils im Kostüm erschienen waren, entsprach das äußere Bild auch im Parkett dem heiteren und farbenfrohen Rahmen, den man der Bühne gegeben hatte. Ein Herren- Sextett (Ganz groß") und der Faschingsprolog von Herrn Nieren, der in guter Laune, wie ge­wohnt, den Ansager machte, bildeten den Auftakt zu einem abwechslungsreichen und recht ausge­dehnten Programm, das im wesentlichen mit Ge­sang, Tanz, Rezitation und Miniaturtheaterszenen bestritten wurde. (Daß uns manches davon über­raschend bekannt vorkam, liegt wohl daran, daß der Fasching im Theater bereits am Sonntag ein wenig gefeiert worden war.) Herr K u e n sang, von Herrn Walther begleitet, aus demPostillon von Lonjumeau" und aus dem TonfilmEin Lied geht um die Welt" eine ausgezeichnete Leistung. Un­ter den Klängen des Narrhalla-Morsches zog Prinz Karneval Heinz I. (H u b) mit Gefolge auf die Bühne und begrüßte das jauchzende Volk mit Alaaf!, Helau', und Gut Stuß! Natürlich wurde auch geschunkelt, wozu sich der völlig unsterbliche Treue Husar" hervorragend eignete. Herr Geiß- l e r erzählte die kleinen Ungereimtheiten von der Liebe. Die Kölner und Stuttgarter Prinzen Kar­neval entboten uns ihre Grüße. Ein Sketsch hieß Das große Los", das zweite SchunkelliedDu kannst nicht treu sein." Frau Castus und Herr U h l sangen vom blauen Meer und von der großen Liebe. Eine sehr witzige Nummer war die parodi­stische Einmann-Oper, von Wolfgang Froherz am Flügel inszeniert, gespielt und gesungen. Herr Nieren widmete dem verstorbenen Karnevalisten Willi Ost ermann einen ehrenden Nachruf; des Gießener Heimatdichters Louis Frech wurde mit dem schönen Liede vom Riegelpfad gedacht. Frl. Prinz und Herr Lindt brachten ein Tanzduett und ergötzten alle Leute mit der häuslichen Szene Hier herrscht Ordnung!"

Nach der Pause gab es einen komischen Drahtseil­akt, und es erschienen, geführt von Irmgard Zen­ner, die Tanzgruppe, ferner die Gießener Sänger- Knaben, die sich zunehmender Popularität erfreuen. Herr Hub hatte den Hofstaat des Prinzen Karne-

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Zeitschriften.

Die Februarfolge vonW estermanns Monatsheften" enthält einen aufschlußreichen Beitrag Dr. Paul Rohrbachs über verpaßte Ge­legenheiten des Weltkrieges, über Fehler auf deut­scher Seite, die zum unglücklichen Ausgang des Weltkrieges beigetragen haben und die gemacht wurden, weil es manchen unserer verantwortlichen Stellen an geographisch-politischen und historisch- politischen Vorausblicken fehlte. Ein Aufsatz von Dipl.-Jng. Stolper, dem Abteilungsleiter im Reichs­amtSchönheit der Arbeit" bringt viele Vorbilder von Werkstätten, Maschinenhallen, Kantinen, Ge­meinschaftsräumen, Umkleideräumen usw. im Sinne des Reichsamtes. Alma Rogge, die norddeutsche Er­zählerin, ist mit einem bebilderten AufsatzLand der Friesen", Schicksal und Abbild einer Landschaft, vertreten und Anton Dörfler mit seiner neuesten ErzählungDas späte Lied." Die koloniale Frauen­schule in Rendsburg hat es sich zur Hauptaufgabe gemacht, dafür zu sorgen, daß nach Uebersee eine deutsche Jugend hinausgeht, die nationalsozialistisch denkt und versucht, drüben die neue Idee unserer Heimat zu verkörpern und vorzuleben. Diele Bilder zeigen, wie ernst die Ausbildung unserer Mädchen für Uebersee genommen wird. In diesem Zusam­menhang verdient auch der BeitragWie ich Ur­waldsiedler wurde", Beachtung, er zeigt in Wort und Bild das Werden einer deutschen Siedlung in den Wäldern Perus. Dom weiteren Inhalt des Heftes seien noch erwähnt die BeiträgeAus meinem Leben", Erinnerungen von Rudolf Huch. Bergland im Schnee",Fasching zwischen Kohl­rabi und Butterschmalz", mit lustigen Bildern von Rotraut Hinderks-Kutscher und die ernste Erzäh­lung von Kurt Wolft,Kamerad, weißt du noch?

Jede junge Mutter hat ihre Erfahrungen in der Pflege des Säuglings und des Kleinkindes, doch kommt auch oft einmal der Augenblick, wo sie gern einen guten Rat haben möchte. Es tauchen Fragen auf, die sie gern von berufener Seite beantwortet hätte: Wann erfolgt das erste Anlegen, find beson­dere Vorbereitungen zum Stillen nötig, was ist beim Anlegen zu beachten, wann entstehen Still­schwierigkeiten, wie ist der Nahrungsbedarf des Neu­geborenen unb des Säuglings, warum sind die Trinkmengen im einzelnen festzustellen und zu notieren, was ist zu tun, wenn sich Mllchmangel einstellt und Zwiemilchernährung notwendig wird, usw. lieber alle diese Fragen liest die junge Mut­ter im Februarheft der ZeitschriftMutter uno Kind" (Verlag Staude, Berlin W 30).

kurse in der ersten Hilfeleistung durch die Sanitäts­kolonne Gießen abgehalten. Am Samstag ging der für die Oberförsterei Londorf abgehaltene Kursus mit über 40 Teilnehmern zu Ende. Es waren be­teiligt die Förstereien Londorf, Rüddingshausen, Allertshausen und Odenhausen. Kreis - Kolonnen­führer Kratz (Gießen) nahm die Prüfung vor und stellte fest, daß sämtliche Beteiligte in Theorie und Praxis alles das gelernt haben, was im Ernstfälle notwendig ist. Die Freudigkeit und das Interesse, mit dem die Teilnehmer, trotz des zum Teil weiten Weges, den sie bis Londorf machen mußten, den theoretischen und praktischen Unterweisungen gefolgt sind, machten dem Leiter des Kursus und seinen Helfern die Arbeit leicht und hatten zur Folge, daß sich 12 Mann zur Weiterarbeit im Dienste des Deutschen Roten Kreuzes gemeldet haben.

** Prüfungen im Fröbelseminar. Am gestrigen 9. Februar haben die Prüfungen für Ostern im Fröbelseminar begonnen. Zuerst finden die schriftlichen Prüfungen statt, dann die praktische und zum Schluß, Anfang März, die mündliche Prü­fung. Die Prüfungen finden zum Teil im Fröbel­seminar, im Kindergarten in der Walltorstraße und in der Gartenstraße statt. Die Seminaristinnen er­halten den Abschluß als Kindergärtnerinnen und Hortnerinnen, die anderen Prüflinge werden zu Kinderpflegerinnen und Haushaltsgehilfennen aus­gebildet.

§ Lollar, 8. Febr. Gestern nachmittag hielt die Kriegerkameradschaft Lollar im KameradschaftslokalZum Schwanen" den diesjäh­rigen General-Kameradschaftsappell ab. Kamerad­schaftsführer Zaubert begrüßte die zahlreich er­schienenen Kameraden. Sodann ehrte die Versamm­lung die Gefallenen des Weltkrieges und die Toten der Kameradschaft. Kameradschaftsführer Tau­be r t gab bann den Jahresbericht. Aus diesem war zu ersehen, daß die Kameradschaft auch im vergangenen Jahr eine rege Tätigkeit entwickelt hat. Der Kassenbericht des Rechners Kam. Schmidt gab ein günstiges Bild von den Kassenverhältnissen. Kamerad K l i n k e l berichtete über die durch zwei Kameraden vorgenommene Kassenprüfung, Aus seinen Antrag wurde dem Rechner Entlastung er­teilt. Es folgte ein Bericht über das Schießwesen innerhalb der Kameradschaft. Die Beteiligung am Schießen war sehr rege. Die erste Mannschaft des Vereins (Kam. Kaletsch, Müller, Strick und Scheer) konnte bei dem Wettkampf um den Bundeswander- preis und die Reinhard-Pokale im Kreisverband - ' Preis erringen, worüber ihr ein

ellt wurde. Kam. Bierau wurde

Blick aus dem Kabinenfenster.

Von Hans Timmendorf.

Im Wartesaal des Flughafens. Eine merkwürdige Stille, ganz anders als in den geschwätzigen Hallen der Bahnhofe. Ein Blick durch die Glasscheiben auf die startbereiten Maschinen. Es ist draußen frostig und trübe. Pech, denkt man. Kein Wetter für einen Winterflug. Selbst die großen Dreimotorigen drau­ßen, die wie geduckt auf dem betonierten Startplatz liegeq, scheinen zu frösteln: man hat ihnen brennende Feldosen unter die Nase gestellt.

Wenige Minuten später befinden wir uns be­reits in der Luft. Die Welt unter uns versinkt in Grau. Wolkenfetzen flattern wie weiße Geisteriah' nen vorüber. Schon schwimmen wir in einer trüben, milchigen, undurchsichtigen Masse; wir scheinen darin zu hängen ohne Fortbewegung. Bis endlich dieses breiige Nichts unter uns zurückweicht, und dicht über einem brauenden Wolkenmeer hin gleiten wir jetzt, lieber uns ist kein Himmel, sondern abermals eine lastende stumpfgraue Decke. Weder Himmel noch Erde sind zu sehen. Wir fliegen in einer ge­spenstisch leeren Raumschicht zwischen zwei im Un­endlichen sich zusammenschließenden Ebenen aus Wolken und Dunst. Mattes, glanzloses Licht ist um uns. Man glaubt durch Urweltlandschast zu fliegen vor der Erschaffung von Himmel und Erde. Die Zeit wird endlos. Plötzlich nähern wir uns unver­sehens der oberen Decke, schon stoßen wir hindurch der Himmel, hoch, glänzend und blau, eine azurne Riesenglocke und die Sonne, sie schleudert schräg ihre brennenden Strahlen durchs Kabinen­fenster, diese Wintersonne. Unter uns, anzusehen wie riesige Wattebauschen, der Gischt des Wolken­meeres. Und darunter, erinnert man sich, liegt die Erde, die vor einer Stunde noch so grau war und der entronnen zu sein man sich jetzt königlich freut.

Es hat aufgehellt. Der Himmel ist jetzt blankge­fegt und über die unsichtbaren Hindernisse heran­

führers Walter Zipp, war zu entnehmen, daß sich das verflossene Dereinsjahr würdig an die ftühe- ren Jahre anreiht. Ganz besonders lobenswert sei die intensive Tätigkeit im Chorgesana und die viel­fache Beteiligung bei öffentichen Anlässen. Der Höhepunkt, das Winter ko nzert, habe bestes Zeugnis abgelegt vom Wollen und Können des Vereins. Alle Anerkennung gehöre dem uneigen­nützigen Dirigenten Heinrich Meyer (Wieseck) und der unermüdlichen Hingabe der Sänger. Der Kassenbericht vom Rechner Heinrich K o o b gegeben, zeigte ein erfreuliches Bild der finanziellen Lage des Vereins. Wie in jedem Jahre waren auch dies­mal wieder vier altverdiente Mitglieder, die über 40 Jahre dem Verein die Treue hielten, zu ehren. Es handelt sich um die Mitglieder Heinrich H e 11 ch e , Heinrich K a r b e r, Heinrich Moos VI. und Hein­rich Zecher, Die Jubilare wurden zu Ehrenmit­gliedern ernannt. Desgleichen konnte einer größe­ren Anzahl Mitglieder eine kleine Gabe als An­erkennung zuteil werden, und zwar für den lobens­werten regelmäßigen Singstundenbesuch. Darunter befanden sich drei bewährte Sänger: Ludw. Groß­haus, Adolf H a s s e l b a ch und Armin Klin­ke!, die durch versäumnislosen Singstundenbesuch Vorbild für jeden Sänger sein dürften. Bei der Neubildung des Vorstandes wurde auf Vorschlag des Chrenvereinsführers Freudenberger der seitherige Dereinssührer Erich E s p i ch, dem mit­samt seinen Mitarbeitern im Vorstand Entlastung erteilt wurde, einstimmig wiedergewählt. Die seit­herigen Vorstandsmitglieder blieben in ihren Aemtern. Als Rechnungsprüfer für 1937 wurden Karl Klinket und Heinrich Henkelmann be­stimmt. Mit dem Gruß an den Führer wurde die Versammlung beschlossen.

* Daubringen 9. Febr. Die Abt. Volkswirt­schaft - Hauswirtschaft veranstaltet hier wöchentlich unentgeltlich einen kurzen Lehrgang im K o - chen. Mögen recht viele Frauen die Gelegenheit ergreifen, um in fröhlicher Gemeinschaft manches zu lernen, was in der jetzigen Zeit für jede Haus­frau nützlich und wertvoll ist.

A 11 e nd o r f a. d. Ld a., 8. Febr. Hier fand im Saale der Gastwirtschaft von Horn eine Ver­sammlung der hiesigen Ortsgruppe der N S- F r a u e n s ch a s t statt, zu der auch die Kreis­frauenschaftsleiterin Frau Wrede- (Gießen) er­schienen war. Nach Eröffnung der Versammlung durch die stellvertretende Leiterin der NSF.-Orts- aruppe Frl. Merkel hielt Frau Wrede einen Vortrag, in dem sie am Schlüsse zu treuem Zu­sammenstehen und zur fleißigen Mitarbeit am Frauenwerk aufforderte. Anschließend wurden den