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Paraffin-Geife.

Ein neuer Erfolg der deutschen Chemie.

Von unterer Berliner Schriftleitung.

Stein, und Braunkohle sind die Ausgangsstoffe für eine große Anzahl wertvoller Erzeugnisse, auf die keine Wirtschaft mehr verzichten kann. Wir brauchen nur an das Synthetische Benzin zu den­ken, wir erinnern an das Buna oder an die ver­schiedenen Preßstoffe. Kohle ist die Basis für die herrlichen, schönsten und besten deutschen Farben. Aus der Kohle werden eine Fülle von Medika­menten gewonnen. Jetzt hat ein westdeutsches Werk von der Kohle aus ein synthetisches Fett geschaffen, das sich ausgezeichnet für die Herstellung der verschiedensten Seifen eignet. Dieses Fett ist verarbeitetes Paraffin. Paraffin fällt aber wie­der bei der Benzin-Synthese an. Es ist also ein rein deutsches Erzeugnis. Die oben erwähnte Firma erzeugt heute bereits 20000 Tonnen In du« striefett. Alle Seifen, die aus diesem Fett angefe^ tigt werden, gleichen an Griffigkeit und Geruch den Seifen, die nach dem bisherigen Verfahren produziert werden. Für den erfahrenen Seifenfach- morni ist es sehr schwer, die alte von der neuen Seife zu unterscheiden. Da sie bereits in den Han- del Eingang gefunden hat und flotten Absatz findet, ist von der Verbraucherschaft her schon bescheinigt, daß die Kohlen-Seife in ihrer Gute und Verwend­barkeit in nichts der sonstigen Seife nachsteht. Volks wirtschaf tllich ist die neue Errungen­schaft von größter Bedeutung. Die gegen­wärtig im Bau befindlichen Anlaaen erlauben m absehbarer Zeit eine Verdreifachung der Erzeugung von Paraffin-Seife auf 60 000 Tonnen. Gerade die unscheinbaren Gegenstände des täglichen Bedarfes belasten unsere Zahlungsbilanz, weil es sich hier um einen Massenabsatz han­delt, der immer mit 70 Millionen multipliziert wer­den muß, wenn der Einzelmensch von seinem per­sönlichen Bedarf auf den nationalen Gesamtbedarf schließen will So führt Deutschland alljährlich etwa eine Million Tonnen Oele und Fette ein, die, je nach dem Weltmarktpreis, 30 bis 50 Millionen RM kosten; ein Viertel dieser Einfuhr von Deien und Fetten wurde bisher für die Erzeugung von Sei­fen verwandt. Künftig können wir, wenn wir bei der gleichen Einfuhr bleiben, diese 25 v. S). für andere industrielle Zwecke verwenden. Die Fettlucke ist auf jeden Fall kleiner geworden. Und das ist die Hauptsache. Wieder darf der deutsche Chemiker voller Stolz auf einen großen, seinem Volk gelei­steten Dienst blicken.

Schenkt zu Weihnacht auslanddeutsche Volks- und Heimkunst.

Ich möchte die Möglichkeit haben, durch ganz Deutschland zu gehen und rufen zu können: Bru­der, Schwestern, denkt an eure Volksge­nossen jenseits der geschützten Reichs­grenzen, fühlt mit ihnen ihre schwere Not, ihr Kämpfen und ihr Leiden um ihres Deutschseins und Deutschbleibens wegen, um ihrer unwandelbaren Treue zu ihrer Urheimat, zum schönen freien Deut- chen Reich! . _ .

Deutsch sein und deutsch bleiben jenfeits der ge- chutzten Reichsgrenzen heißt: rechtlos dastehen, un­terdrückt werden, ausgeschlossen sein von allen gut- besoldeten Arbeitsstellen; Hunger, Aussichtslosigkeit, ein immerwährender Kamps um die eigene Mutter- prache, um Besitzerhaltung, um deutsche Sitten und Gebräuche; ein Verbluten in Treue um des Deutschtums wegen!

Es geht wieder auf Weihnachten! Der Winter naht, mit ihm Kälte und Arbeitslosigkeit. Im lieber- maß. ihrer schweren wirtschaftlichen Not strecken die Ausländsdeutschen die Hände aus:Helft uns, ihr Deutschen im gesicherten Reich!" Gebt uns Arbeit, damit unsere Kinder nicht zu hungern brauchen! Wir haben keine Winterhilfe, die uns vor dem Aergsten schützen kann. Wir sollen ja untergehen, wir sollen ja verschwinden, ausge­wischt werden auch dort, wo wir dieselbe, wenn nicht eine größere Daseinsberechtigung haben als all die anderen Fremdvölker, die die Macht in den Händen halten. Gebt uns Arbeit Arbeit bedeutet Kraft!"

Das Wirtschaftsunternehmen des VDA., Abteilung V o l k s k u n ft, Berlin W 30, Motzstraße 35, sieht seine Ausgabe darin, den Volksgenossenda draußen" Arbeit und dadurch die notwendige wirtschaftliche Hilfe zu schaffen. Es ge­nügt ober nicht, auslanddeutsche Volkskunstarbeiten, denn um solche handelt es sich hier, zusammenzu­tragen und liegen zu lassen; sie sollen einerseits im Reich verkauft werden, um den Erlös zusam­men mit neuen Aufträgen den Volksgenossen jen- eits der Grenzen zustellen zu können; andererseits will man die Freude an diese meist in Heim­arbeit angefertigten Gegenstände erneut wecken: sie sollen wieder ins tägliche Leben eindringen und ihre stumme Sprache reden. Denn jedes einzelne Stück trägt Wünsche, Hoffnungen und Glauben der Deutschen da draußen in Blutsverbundenheit mit dem Mutterland in sich.

Sagt nicht: uns ist das zu teuer, ober: wir

haben schönere Sachen hier im Reich! Denkt lieber daran, daß ihr durch den Kauf eure Bruder­pflicht erfüllt, denkt an die unzähligen ausge­streckten Hände von jung und alt, die ihr füllen helft und dadurch neue Zuversicht und Kraft in die Seelen eurer Volksgenossen senkt.

Ein Reichtum von auslanddeutscher Volks- und Heimkunft hat sich uns erschlossen. Wenn wir an die reinwollenen, handgesponnenen und handgestrick­ten Jacken und Westen, Schals, warmen Tücher und Handschuhe für groß und klein denken, die in E st - land angefertigt werden; oder an die unverwüst­lichen Skisocken und Skibänder aus Ungarn und Südslawien; und wenn wir die Silber­arbeiten, Holzschnitzereien und Filetarbeiten aus dem Sudetenland nennen; böhmisches handgeschliffenes Glas, das ebenso Weltruhm be­sitzt, wie die reichbestickte Trachtenbluse aus S i e-

b enbürgen ober die Keramikarbeiten aus Südtirol, so ist das nur ein winziger Teil all der Arbeiten, die das Wirtschaftsunternehmen des VDA. zum Verkauf anfrietet. Ein ausführliches Verzeichnis führt schöne deutsche Volkskunst aus zehn Siedlungsgebieten in Europa auf und zeigt eine ganze Reihe von Abbildungen, um einen Eindruck über diese Erzeugnisse zu vermit­teln. Das Verzeichnis wird gegen Einsendung von nur 8 Pf. in Briefmarken zugesandt.

Aus der Mannigfaltigkeit der Volkskunstarbeiten findet wohl ein jeder etwas, was er selbst brau­chen oder zu Geschenkzwecken verwenden kann. Kauft die Arbeiten der Ausländsdeutschen und ihr helft dazu beitragen, Hunger und Not zu bannen, auf daß überall in der Welt im Zeichen der deut­schen Weihnacht die Zusammengehörigkeit aller Deutschen sich oekunde!

Der jugoslawische Besuch in Rom beendet

Freundschastliche politische und wirtschastliche Zusammenarbeit.

Neuartige Methoden der Erzeugungsschlacht.

Der Reichsbaucrnführer in Braunschweig.

Braunschweig, 8. Dez. (DNB.) Im Anschluß an seine Fahrt durch das hannoversche Land hat Reichsbauernführer D a r r 6 die Landesbauern­schaft Braunschweig besucht und dabei auch den Hof des Generalinspekteurs des- Reichsnähr­standes, Gies ecke, besucht, der sich seit dem 16. Jahrhundert im Besitz des Geschlechtes befindet. Bei Umsiedlungsbetrieben in Klein-Winnigstedt konnte sich der Reichsbauernführer von dem mu­stergültigen Auflrnu dieser seit rund zwei Jahren bestehenden Neubauernhöfe überzeugen. Durch ent­sprechende Landzulagen konnten vormals kleineren Landbesitzern im Wege der Umsiedlung Betriebe in Erbhofgröße zu günstigen Bedingungen übertragen worden. In Söllingen fand die auf ge­nossenschaftlicher Grundlage errichtete Groß- Silo-Anlage die besondere Anerkennung des Reichsbauernführers. Der für die verlustsichere und arbeitssparende Verwertung der Grünmasse tn bäuerlichen Rübenbaubetrieben bahnbrechende Bau ist am 15. September begonnen worden und konnte bereits vier Wochen später in Betrieb genommen werden. Das in verkleinertem und gewaschenem Zustand in die Behälter eingebrachte Futtergut ge­währleistet eine ausgezeichnete Qualität, die bei den bisher vorwiegend üblichen Erdmieten nicht zu er­zielen ist.

Der Reichsschule für Leibesübungen des Reichsnährstandes in Burg Neuhaus machte der Reichsbauernführer einen eingehenden Besuch. Die Arbeit der Schule dient der Verwirk­lichung des idealen Dreiklangs einer Harmonie von Körper, Geist und Seele. Sie will der schweren ein­seitigen Körperbeanspruchung der Landbevölkerung durch geeignete Ausgleichsmethoden der Körper­schulung entgegenwirken. Die zahlreichen Bewerbun­gen zu den sechs jährlich durchgeführten Kursen zeigen, daß man im Landvolk die Notwendigkeit einer geeigneten Körperdurchbildung erkannt hat. Die Landfrquenschule in Helmstedt dient vornehmlich der hauswirtschastlichen Durch­bildung der weiblichen Landjugend.

Ausdehnung des Mieterschutzes.

Berlin, 8. Dez. (DNB.) Durch die Verord­nung vom 4.12.1937 haben der Reichsminister der Justiz und der Reichsarbeitsminister die K ü n d i - gungsschutzbestimmungen des Mieter­schutzgesetzes auf einen großen Teil der bisher mieterschutzfreien Räume ausgedehnt. Don die­ser Maßnahme werden vor allem sämtliche Woh­nungen und sämtliche mit Wohnungen verbunde­nen oder zusammenoermieteten Geschäftsräume er­faßt, die nach dem 1. Juli 1918 durch Neu­bau, Umbau, Einbau ober Teilung entstanden sind, ohne Rücksicht auf ihre Größe und die Höhe der Miete. Für Wohnungen und gemischte Räume in Gebäuden, die vor dem 1. Juli 1918 be­zugsfertig geworden sind, die auch bisher schon reichsrechtlich unter Mieterschutz standen, durch landesrechtliche Anordnungen aber in großem Umfange davon freigestellt waren, ist der Mieter­schutz erheblich verstärkt worden. In den Orten der Ortsklasse A kommt jetzt als Grenze für die Geltung des Mieterschutzgesetzes der Betrag von 1800 Mark bzw. 1200 Mark Jahresfriedensmiete in Betracht. Für Altbauten in Gemeinden, die den Ortsklassen B, C und D angehören, tritt eine Erhöhung der Schutzgrenze vorerst nicht ein. Auch in den mieterschutzfreien Gemeinden ändert die Verordnung nichts. In diesen genießen auch Neubauten, sowie die durch Um- oder Einbau ober burch Teilung geschaffenen Räume, keinen Mieterschutz. Dagegen gilt ber Schutz bes Gesetzes jetzt auch für Wohnungen unb gemischte Räume in ©ebäuben gemeinnütziger Unter- nehmungen, in Altbauten in gleichem Umfang wie bei anberen Altbauten, in Neubauten in jebem Falle. Die Erweiterung bes Schutzes tritt am 1. De­zember 1937 ein. Künbigungen, bie von biesem Tage ab bis zum Inkrafttreten ber Verorbnung ausge­sprochen sinb, haben bemnach keine Wirkung unb müssen, sofern die Voraussetzungen für eine Kün­

digung bzw. Aufhebungsklage nach dem Mieter- chutzgesetz vorliegen, wiederholt werden. Kündigung von Mietverhältnissen über neu unter Mieterschutz tehende Räume, die vor dem 1. Dezember 1937 ausgesprochen worden sind, behalten ihre Wirkung auch bann, wenn bas Mietverhältnis erst nach diesem Zeitpunkt endigen soll. Zu den bisher zugelassenen ! ündigunas- und Mietaufhebungsgründen tritt als weiterer Grund hinzu, daß der Mieter sich weigert, eine vom Reichskommissar für die Preisbildung ge­nehmigte Mieterhöhung anzuerkennen.

Attlees Nostpanienreife.

Scharfe Kritik in England an dem Verhalten des Oppositionsführers.

Bilbao, 8. Dez. (DNB.) Sämtliche Häuptlinge der bolschewistischen Diktatur vereinigten sich in Madrid zu einer Abschiebsfeier für ben Sprecher der englischen Parlamentsopposition A111 e e im Restaurant des Parlamentsgebäudes, um Attlee ihre Bewunderung und Dankbarkeit aus« < usprechen. Attlee entgegnete mit anerkennenden Worten über das Gewaltsystem bei ben Madrid gegen die nationalen Truppen verteidigenden Heer- Dausen. Eine hauptsächlich aus Engländern zu- ammengesetzte Abteilung der internationalen Bol- chewistenhaufen hat zu Ehren Attlees den Namen Brigade Attlee" erhalten. Die bolschewistische Heeresleitung" will damit, so heißt es, ben Dank zum Ausbruck bringen für bie Unterstützung, die )ie englischen Marxisten Sowjetspanien gewährt hätten. *

Die Reise Attlees finbet in ßonbon starke Be­achtung, ba sie oor bas Unterhaus g e« bracht werben soll. Ob es zu einer Abstimmung darüber kommen wird, Attlee wegen Bruchs einer Verpflichtungen, sich in Madrid nicht polittsch zu betätigen, aus dem Unterhaus auszuschließen, steht noch dahin.Evening Standard" erklärt, Englands Verfassung gestehe den Engländern in Wort und Tat einebeispiellose individuelle Freiheit" zu, die aber dem einzelnen selbstverständlich eine hohe Verantwortung auferlege. Es sei bedauerlich, daß der Führer ber englischen Opposition es überhaupt für nötig ge­halten habe, eine solche Reise zu unternehmen. In Barcelona werbe man sich täuschen, wenn man an- nehrne, daß Attlees Besuch zu einer Umstellung der britischen Polittk gegenüber Spanien ausgewertet werden könne. Attlees Verhalten habe ber Sache der Nichteinmischung nur geschadet. Es sei besonders schwer zu verstehen, wie er es habe zulassen können, daß einer internationalen Brigade in Sowjetspanien der Name Attlees gegeben wurde. Attlee könne in England vielleicht einmal Premierminister werden, unb dann werde sich General Franco daran erinnern, daß Englands Ministerpräsident' seinen Namen einer der bolsche­wistischen Banden gegeben habe. Derartige Dinge dienten nicht dazu, die Beziehungen zwischen den Regierungen harmonisch zu gestalten. Attlee sollte sich lieber mit innenpolitischen Fragen beschäftigen und seine Worte etwas mehr überlegen, insbe­sondere wenn er von Außenpolitik spreche.

Hawai wird befestigt.

Washington, 8. Dez. (DNB.) In der ameri­kanischen Presse tauchten in letzter Zeit häufig Nach­richten auf, daß die H a w a i - I n s e l n, die im Stillen Ozean fast halbwegs zwischen ber amerika­nischen Westküste (Kalifornien) unb Ostasien liegen, mit großer Eile erheblich b e f e ft i g t würben. Ins­besondre sollen bie amerikanischen Heeres- unb Ma- rinebehörben mit bem Bau von Flughäfen unb der Aufstellung von Flakbatterien beschäftigt sein. In der Pressekonferenz wurde Präsident Roosevelt gefragt, ob er beabsichtige, die ameri­kanische Flotte, die zum größten Teil in ben kalifornischen Pazifikhäfen San Diego und San Pedro stationiert ist, in Zukunft in Honolulu zusammenzuziehen. Roosevelt bestritt dies energisch. Richtig sei allerdings, daß Hawai st a r k aus- gebaut wird, weil bie Hawai-Jnsel, wenn bie Philippinen ihre volle Unabhängigkeit erlangt hätten,

Rom, 9. Dez. (DNB.) Der jugoslawische Mini- sterpräsibent, Stojabinowitsch, hat mit sei­ner Gemahlin bie italienische Hauptstadt verlassen, um sich zusammen mit Außenminister Graf C i a n o unb bem Minister für Volksbilbung, A l - f i e r i, zu einem eintägigen Besuch nach Mai - l a n b zu begeben. Trotz ber späten Nachtstunbe hatten sich an bem mit ben italienischen unb jugo- lawischen Farben reich geschmückten.Bahnhof zahl­reiche Zuschauer eingefunben, bie zusammen mit ben Aborbnungen ber faschistischen Verbände dem scheidenden Ehrengast lebhafteste Kundgebungen bereiteten. Kurz vor Mitternacht erschien auch der Duce, um sich von bem Ministerpräsidenten und Frau Stojabinowitsch, der ein prachtvoller Rosen- trauß überreicht worden war, zu verabschieden.

Heber die italienisch-jugoslawischen Besprechungen in Rom ist eine Mitteilung ausgegeben worben, in ber es heißt, es fei klar zutage getreten, baß sich bie Beziehungen zwischen Italien unb Jugoslawien in vollstänbiger Übereinstimmung mit ben Verein­barungen von Belgrad vom 25. März d. I. weiter entwickeln. Es würbe festgestellt, baß bem Wil - len zur freundschaftlichen und ver­trauensvollen Zusammenarbeit, ber auf vielfältigen gemeinsamen Inter-

die erste Verteidigungslinie gegen An­griffe bilden müßten, und ein Feind, der Hawai im Besitz habe, von dort mit Leichtigkeit Luft­angriffe auf bie Westküste der Vereinigten Staaten durchfüyren könne.

Die amerikanische presse zu größerer Zurückhaltung ermahnt. Washington, 6. Dez. (DNB.) Staatssekretär Welles sprach in der Universität über die Not­wendigkeit, im Verkehr zwischen den amerikanischen Republiken Duldsamkeit zu üben. Die Presse habe, ohne das Eintreffen von Einzelheiten abzu­warten, bei ber Aenberung ber Staats- form in Brasilien sofort ein großes Geschrei erhoben unb über bie Abkehr Brasiliens von ben bemokratischen Überlieferungen gezetert. Dieser Fall habe roieber einmal gezeigt, wie weit verbreitet in den Vereinigten Staaten die Gewohnheit sei, den amerikanischen Nachbarn vorzuschreiben, wie sie ausschließlich innenpolitische Pro­bleme lösen sollten. Einer der wichtigsten Grund­sätze der Polittk des guten Nachbarn sei es, sich davor zu hüten, die Geschäfte bes Nachbarn für ihn erlebigen zu wollen.

Außenminister Delbos in Bukarest.

Bukarest, 8. Dez. (DNB.) Am Mittwochvor­mittag traf ber französische Außenminister Del - b o.s in Bukarest ein. Delbos begab sich in bas Außenministerium unb von dort zur Audienz beim König, der sich ein Frühstück im König­lichen Palast anschloß. Delbos wurde nach dem Frühstück vom König in eine längere Unterhaltung geflogen und empfing nachmittags die Besuche von Außenminister Antonescu und Ministerpräsi­dent Tatarescu. Am Abend fand in der fran­zösischen Gesandtschaft ein Festessen statt, dem der König und der Kronprinz beiwohnten. Außenminister, Verteidigungsminister und der Mi­nister der Luftfahrt und Marine waren ebenfalls geladen.

Kleine politische Nachrichten.

NSG. Auf der am Donnerstag in ber Deutschlanb- halle, um 20 Uhr, ftattfinbenben ReichLkund- gebung ber Deutschen Arbeitsfront über ben Leistungskampf der deutschen Betriebe wird neben dem Reichsorganisationsleiter Dr. Ley und dem Beauftragten für bie Gesamtburchführung bes Leistungskampfes ber beutfchen Betriebe, Reichs­amtsleiter Dr. H u p fa u e r, ber Reichspostminister Ohnesorge bas Wort ergreifen. Ein Teil der

essen beruht, bie politische Aktion ber beiben be- freunbeten Nachbarstaaten voll entsprochen hat und daß die Vereinbarungen von Belgrad bereits ausgezeichnete praktische Ergebnisse gezeitigt haben. Es wurde deshalb der Entschluß bestätigt, im gemeinsamen italienisch-jugoslawischen Interesse und für bie Festigung bes Friebens unb ber Ordnung diese Zusammenarbeit auf allen Ge­bieten immer herzlicher unb enger zu gestalten.

In der Presse wirb mit Nachbruck auf bie gün­stige Entwicklung ber wirtschaftlichen B e - Ziehungen zwischen beiben ßänbern hingewie­sen. So ist bie jugoslawische Ausfuhr nach I t a l i e n in ben ersten zehn Monaten des laufenben Jahres auf 221 Millionen ßire gestiegen gegen 25 Millionen in ber gleichen Zeit des Jahres 1936; die italienische Ausfuhr hat für die gleiche Zeit eine Steigerung von acht Millionen auf 161 Millionen ßire erfahren. Diese Ausgestaltung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit sei, wie Tri­buna betont, der beste Beweis für die praktische Auswirkung der italienisch-jugoslawischen Verstän­digung und bilde eine zuverlässige Gewähr für eine weitere Festigung der Beziehungen.

Großkundgebung wird am Freitag von 18.45 bis 19 Uhr auf alte deutschen Sender aus­genommen ben Deutschlanosenber übertragen werben.

Um ber Gefahr einer weiteren Ausbreitung ber Maul- unb Klauenseuche zu begegnen, hat sich die Notwendigkeit ergeben, bie BerlinerGrüne Woche" im Jahre 1938 ausfallen zu lassen. Des­gleichen finben bie mit berGrünen Woche" zu» sammenhängenben Tagungen unb Veranstaltungen bes Reichsnährstandes, wie das Internationale Reit- und Fahrturnier, nicht statt.

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Reichssportführer von Tschammer unb Osten ist zu einem zweitägigen Aufenthalt in Kopenhagen eingetroffen. Zu feinem Empfang war ber beutsche Gesanbte von Renthe-Fink er­schienen. Im Mittelpunkt biefes Besuches steht ber Vortrag bes Reichssportführers in ber Deutsch-Dä­nischen Gesellschaft über Entwicklung unb Ziel ber beutfchen ßeibeserziehung.

Der in ßonbon weilende ehemalige japanische Außenminister G r a f I s h i i hatte eine Unterredung mit Außenminister Eden, über deren Inhalt je­doch nichts mitgeteilt wurde.

Die nationalspanische Artillerie hat am Mittwoch erneut die Befestigungen amMadriderStadt- r a n b in ihrer ganzen Ausbehnung unter schweres Feuer genommen. Bolschewistische Flugzeuge bom- barbierten bie Zivilbevölkerung von Palma de Mallorca. Els bolschewistische Flugzeuge stürzten ins Meer. Nationalspanische Flieger bombardierten die militärischen Ziele bei Barcelona, dar­unter eine Lokomotivfabrik und eine Gasfabrik und die ßandverbindung TarragonaBarcelona. Sämt­liche Apparate kehrten wohlbehalten zu ihrem Stützpunkt zurück.

Kunst und Wifsenschast.

Iür Verdienste

auf dem Gebiete der Luftfahrtforschung.

Auf Vorschlag des Reichsministers ber Luftfahrt Generaloberst Göring unb im Einvernehmen mit dem Reichs-Wisfenschaftsminister Rust hat ber Füh' rer unb Reichskanzler zu Professoren ernannt im Bereich ber Luftfahrtforschungsanstalten des Rei­ches: Prof. Dr. phil. Dipl.-Jng. Betz, Göttingen; Dr. phil. Blenk, Braunschweig; Prof. Dipl.-Jng. Bock, Berlin-Ablershof; Dr.-Jng. Busemann, Braunschweig; Dr.-Jng. 2 i r k j e n, Braunschweig;