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Attaches der Deutschen Gesandtschaft, von haf­ten erschienen war, einen Kranz nieder Unter den zahlreichen Blumenspenden fand ein großer Lorbeer- kränz des Reichsministers Dr Goebbels befon- dere Beachtung An den Trauerfeierlichkeiten nah­men u. a. der holländische Gesandte, Vertreter des österreichischen Unterrichtsministeriums, der Stadt Wien sowie zahlreiche Kollegen und Kolleginnen der Wiener Bühne teil

7. Internationale Kochkunstausstellung.

Die vom 9 bis 20 Oktober 1937 aus dem Fest- Hallengelände in Frankfurt a Main stattfindende 7. Internationale Kochkunstausstellung gliedert sich in zwei Hauptabteilungen: die Industrie- und Han- delsabteilung umfaßt Nahrungs- und Genutzmittel, Getränke, küchentechnische Einrichtungen. Hotel- und Goststättenbedarf, Reinigungsmittel und Dorrich- hingen gegen Verderb in der Küche, Großküchen- onlagen, Kühlschränke und Kühlanlagen, Fachwis- senschaft und Fachliteratur Die Gastronomische Ab- teilung zeigt die eigentliche Kochkunstschau mit ihren beiden HauptgruppenKalte Küche" undWarme Küche' In der Kochkunstschau. AbteilungWarme Küche" werden acht Küchen in Betrieb genommen In denen 14 deutsche und 8 ausländische Kochmann, schäften kochen. Vom Ausland sind vertreten: die

Schweiz, Oesterreich, Italien. Ungarn Schweden, Tschechoslowakei. Frankreich und USA In Betrieb genommen werden ferner eine zeitgemäße Diät» und Krankenhausküche, eine Fischküche und eine Großküche für Massenverpfle- gung Ein besonderer Anziehungspunkt sind die Ausstellungen der deutschen Hotels und Gaststätten m geschlossenen Räumen, die die Kochkunstschau, AbteilungWarme Küche" umrahmen, ferner die große PlattenschauDer schön gedeckte Tisch die festlich geschmückte Tafel" An Sonderoeranstaltun- gen sind zu erwähnen Die Schau der Wirtschafts- gruppe Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe, die Fachschau der Bäcker. Musterweinstube und Muster- bar, in der auch der internationale Mixerwettstreit stattfindet, die Sonderschau des Reichsnährstandes Kampf dem Verderb" undVerbrauchslenkung", schließlich die Sonderschau der Deutschen Arbeits­front über ..Berufserziehung".Fachwissenschaft" undFachliteratur Die Reichssprachen- schule in Wernigerode wird demnächst nach Frankfurt a. M verlegt und mit dem Koch­kunstmuseum zurReichskoch, und Sprachenschule" vereinigt, um die im Gaststättengewerbe Schaffen­den auf die großen Probleme der Berufserziehungs­arbeit auszurichten.

Stürmischer Erfolg der Deutschen Kulturwoche.

Walküre" und Veelhovens Kennte in Paris.

Paris, 9 Sept. (DRV Funkspruch.) Im Rah- men der Deutschen Kulturwoche in Paris wurde am Mittwoch ttn Th^ätre des Champs Elys^es Richard WagnersW a l k ü r e" vor über­vollem Haus gegeben. In der ungekürzten Bayreu­ther Besetzung (Inszenierung von Tietje n. musi­kalische Leitung Furtwängler. Bühnenausstat­tung und Kostüme von P r e e t o r i u s) wurde die Walküre" zu einem neuen großen Erfolg der deutschen Kunst. Von den Hauptdarstellern ragten besonders Franz Völcker als Siegmund und Ru- dolf Bockelmann als Wotan, Maria Müller als Sieglinde und Frieda Leider als Brünhilde hervor.

Schon nach dem ersten und zweiten Akt dankte den Darstellern herzlicher Beifall der deutschen und der französischen Zuhörer. Der Beifall steigerte sich nach der fast fünfstündigen Aufführung zu einer Ovation für alle Mitwirkenden, vor allem für die überragende Stabführung Furtwänglers. Un­ter den Ehrengästen sah man Staatsminister S a r- raut. den französischen Botschafter in Berlin, Francois-Poncet, den deutschen Botschafter in Paris, Grafen We lcz e k, Staatssekretär Funk und den Reichskommissar für die Weltausstellung Dr. R u p p e l.

2m Pleyel-Saal fand die Aufführung von Beethovens Neunter Symphonie durch das Berliner Philharmische Orchester und den Bruno Kittelschen Chor unter Leitung von Gene­ralmusikdirektor Staatsrat Furtwängler statt. Solisten waren Erna Berger Pella Hochrei­ter, Walter Ludwig und Rudolf Watzke An­wesend war der Präsident der französischen Repu-

blik, Lebrun, der bei seinem Erscheinen von den Philharmonikern mit der Marseillaise begrüßt wurde Anschließend wurde das Deutschlandlied und das Horst-Wessellied gespielt Ferner sah man Staatssekretär Funk, Außenminister D e l b o s den Landwirtschaftsminister Monn et, den ehe­maligen Ministerpräsidenten F l a n d i n . den ehe­maligen Finanzminister und Ministerpräsidenten Caillaux mit Gattin, Vertreter des Diplomati­schen Korps, den französischen Botschafter in Ber­lin. Francois-Poncet, den belgischen Bot­schafter in Paris, Polizeipräfekt Langeron, weitere Regierungsmitglieder, den deutschen Bot­schafter in Paris und Gattin, zahlreiche Vertreter des Comite France-Allemagne. viele französische Abgeordnete, Senatoren und Behördenverter Das vollbesetzte Haus spendete nichtendenwollenden Bei­fall.

Im Anschluß an die Aufführung gab Reichskom- missar Ministerialdirektor Ruppel und Gattin einen Empfang für die Ehrengäste der Deutschen Kulturwoche Als Staatsrat Furtwängler er­schien, wurde er mit erneutem Beifall begrüßt Auf dem Empfang überreichte Staatssekretär Funk dem französischen Botschafter in Berlin, Fran­cois-Poncet, als Ehrengabe einen Faksi­miledruck der Partitur der Neunten Sym­phonie von Beethoven. Der Druck wurde in diesem einzigen Exemplar eigens von deutschen Künstlern hergestellt. Staatssekretär Funk sprach dem fron» zösischen Botschafter seinen wärmsten Dank für die Anteilnahme aus, die er an der Vorbereitung und Durchführung der Deutschen Kulturwoche in Paris genommen hat.

Die bolschewistische Seeräuberei urkundlich nachgewiesen.

Zwei aufschlußreiche Telegramme der ehemaligen baskischen Machthaber.

Berlin, 9. Sept. (DNB Funkspruch ) Als An­greifer des im Mittelmeer überfallenen britischen ZerstörersH a o o c" konnte ein b o 1 s ch e w i st i - s ch e s Unterseeboot nachgewiesen werden. Es wird nun bekannt, daß die baskischen Bolschewisten sogar schriftliche Befehle zum Angriff ihrer U-Boote und Flugzeuge auf deutsche Kreuzer er­ließen. Der Wortlaut dieser zwei Telegramme von Bilbao nach Santander, die nach der Einnahme von Santander aufgefunden worden sind, wird jetzt durch denVölkischen Beobachter" veröffentlicht Der Text lautet:

Baskische Regierung. Telegraphisches Kabinett

Vorsicht! Telegramm.

(In baskischer Sprache)

Chef der kantabrischen Seestreitkräfte an den Krieaskommissar.

Es wird befohlen, daß Unterseeboote C2 und C5 s i ch in der Nähe von Santona bereithalten, um im Fall, daß Handelsschiffe oder Stadt beschossen wird, sofort deutsches Schiff zu torpedieren.

1937.

Fuerza Navales del Cantabrico.

Estao Mayor.

iIb a o, 1 Januar Gobierno Provisional de Euzkadi. Presidencia Eabinete Telegrafico.

Baskische Regierung. Telegraphisches Kabinett. Vorsicht! Telegramm.

(In baskischer Sprache)

Chef der kantabrischen Seestreitkräfte an Chef der Wasserflugzeuge

Santander.

Nach Erhalt dieser Mitteilung haben Sie in aller Eile d i e größtmögliche Anzahl von Apparaten bereitzumachen. Die Mann- ichaften haben in Malano zu bleiben und Befehle zum Abflug und Instruktionen abzuwarten, die an Die Telephonnummer 1708 gegeben werden Wir halten Jagdflugzeuge bereit, um bezi 5(ug der Wasserflugzeuge zu schützen Wahrschein-' lich Aufgabe Flug über Santona und Bombar­dierung. wenn möglich, des deutschen Kreuzers.

Bilbao 2. Januar 1937.

Stempel: Stempel:

Gobierno Provisional Fuerza Navales bei de Euzkadi Cantabrico.

Presidencia Estao Mayor

Gabmete Telegrafico.

(Unterschriften.

England hält an der Mtelmeerkonserenz fest.

London, 9 Sept. (DNB Funkspruch.) Die eng­lische Presse rechnet bestimmt damit, daß die M 11- telmeerkonferenz am Freitag in Nyon oder in Genf eröffnet werden wird Die englische Re­gierung sei entschlossen, die Konferenz u'n g e a ch - t e t der sowjetrussischen xorpebie- rungsoersuche und auch im Falle daß Deutschland und Italien nicht erschei­nen würden, abzuhalten. Dieser Entschluß werde als das Ergebnis der gestrigen Kabinettssitzung be­zeichnet, auf der b i e englischen Vorschläge für bie Mittelmeerkonferenz ferhcmeftellt worben seien. Der Inhalt ber Vorschläge wird noch geheim- gehalten. Es wird aber angebeutet, baß bie ur­sprünglich vorgesehenen englischen Vorschläge im Falle ber Abwesenheit Deutschlands und Italiens von ber Konferenz nicht in ihrem vollem Umfang durchgeführt werden konnten, son­dern möglicherweise durch andere Vorschläge, bie ebenfalls beraten worben seien, ersetzt werden müß­ten.

Daily Telegraph" meldet, bas Kabinett habe beschlossen, baß eine Vereinbarung auf ber Mittel­meer-Konferenz nicht durch politische Faktoren be­hindert werden dürfe In London werde bas sow­jetrussische Vorgehen aufs schwerste geka­belt. Man sei aber anscheinend ber Auffassung, daß bie Angelegenheit zwischen Italien und Sow­jetrußland unmittelbar geregelt werben müsse Die Mittelmeerkonferenz werbe sich nach englischer Ansicht nur mit bertechnischen Frag e" bes Piratentums im Mittelmeer befassen Es hanbele sich hierbei um ein anberes Aufgabengebiet, als der

Londoner Nichteinmischungsausschuß zu erfüllen habe Die englischen Vorschläge hätten bie Zustim­mung von Paris erhalten und sähen die e n g ft e Zusammenarbeit zwischen ber eng­lischen und ber französischen Flotte im Mittelmeer vor. Die englische Regierung glaube, daß. wenn auch gewisse Staaten ber Konferenz nicht beiwohnen würben, unter ben übrigen ver- tretenen ßänbern em genügenbes Maß von Zu­sammenarbeit erzielt werden könne um wirksame Sicherheitsmaßnahmen für ben Schutz ber Schiff­fahrt im Mittelmeer herbeizuführen. Für bie un­heilvolle Atmosphäre, unter ber bie Konferenz zu­sammentrete, fei in erster Lime bie Sowjet- Diplomatie zu tabeln. Inmitten ber Bemühun­gen, eine Zusammenarbeit im Mittelmeer herbei­zuführen, müßten bie beiben Moskauer Noten an Italien entroeber als ein plumpes unb törichtes Vorgehen ober aber als der überlebte Versuch, jeden Ansatz zu einem gemeinsamen Handeln z u sabo­tieren. betrachtet werden.

zialiens Antwort steht noch ans.

Neue sowjetrussische Note erschwert Zusage Noms.

Rom. 8. Sept. (DNB) Nach einer Moskauer Meldung ber Taß ist ber Sowjetbotschafter in Rom beauftragt worden, bie italienische Ant- wort bie in ber sofortigen Zurückweisung ber bolschewistischen Manöver bestanden hatte für unbefriedigend" zu erklären unb der ita-

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