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funden, gemeinsam hoben sie mlf ihren Spaten dem klajsenhochrnut und dem k I a s j e n h a h d o s G r o b g e j ch a u feit Bei unserer Arbeitsgemeinschaft haben wir die Nichtachtung der fjonbarbeit längst über wunden. Wir achten jede in ansländi ger Gesinnung geleistete Arbeit Wir werten den arbeitenden Menschen nicht nach der Art seiner Arbeit, sondern nach sein er Arbeilsgesinnung und Ar b e i t s I e i st u n g. Wir werten eine Arbeils leiflung um so höher, je wertvoller sie für un­ter Volk ist. Uneigennütziger Arbeit im Dienste des Volkes gebührt besondere Ehre. Darum ist der Arbeitsdienst der deutschen Jugend e i n Ehrendienst.

Wir tun kund, daß wir unsere Gemeinschaft auf» gebaut haben auf den Grundpfeilern der Treue, des Gehorsams und der Kameradschaft, weil wir in diesen Tugenden auch die Grund» Pfeiler einer wahren Dolksgemein» ich a ft sehen Wir bekennen uns zu dem Glauben, oatz wir auf Erden sind, um unserem Volke zu die­

nen als Arbeiter und. wenn es Not tut, als Kämpfer damit unser Volk seiner Eigenart ge maß leben und seine ihm von Gott verliehenen Fähigkeiten und Anlagen entfalten kann zum Wohle auch anderer Völker Indem wir so mit Herz und Hand unserem Volke dienen, glauben wir auch Gott zu dienen, der die Völker geschaffen und uns in unser Volk gestellt hat Damit wird uns unser Arbeitsdienst im tiessten Sinne auch zum Gottesdienst.

Dieser Geist soll unsere Arbeitsmänner und Ar» beitsmaiden während ihrer Dienstzeit leiten und bei ihrem Ausscheiden aus dem Neichsarbeitsdlenst be­gleiten, so daß auch ihr ferneres Leben ein Ar­beitsdienst für Deutschland bleibt Darum glauben wir, daß unser Arbeitsdienst ein nicht mehr zu entbehrender Bestandteil unserer nationalsozialisti­schen Volkserziehung geworden ist und ein grani­tener Quaderstein im Fundament des neuen Rei» ches Wir glauben, daß unser Arbeitsdienst so da­zu beiträgt daß Ihre Lehren und Ihr Werk, mein Führer, fortlebt von Generation zu Generation bis in die fernste Zukunft Dieser Glaube ist es, der uns immer wieder neue Kraft gibt für unsere Arbeit.

LiedHeiliges Feuer*' und gaben damit der gewal­tigen Kundgebung einen erhebenden Ausklang.

Marsch durch Nürnberg.

Roch einmal am Führer vorbei

Am Nachmittag stand die ganze Stadt im Zei­chen des großen Marsches der 38000 Arbeitsdienst männer, Die nun auf ihrem Wege durch die Stra­ßen der alten Noris der Bevölkerung und den Parteitagsteilnehmern ih'-en Gruß entboten In dichten ehernen Mauern iäumten die Menschen die Straßen, durch die der Marsch des Arbeitsdienstes führte und als dann die erzbraunen Kolonnen in Zwölferreihen oorbeizogen zeigte sich wieder in der herzlichen Begrüßung die enge Verbundenheit, die zwischen der Bevölkerung und dem Arbeitsbiensi besteht Die Notbrücken die zur Erleichterung des Verkehrs über d'e Straßen geschlagen sind waren von den Zuschauern ebenso dicht besetzt wie die Fenster und Balkone aller Häuser Von überall her rief und winkte man begeistert den Arbeitsdienst­männern zu deren Hüte mit Tannenbrüchen oder Eichenlaub geschmückt waren Gau um Gau mar­schierte mit den Spielmanns, und Musikzügen und den Fahnenblocks vorbei Lied um Lied klang auf.

Wer Deutschland kennen will,

muß auch den Arbeitsdienst sehen.

Der Führer spricht.

Dann nahm der Führer das Wort. Seine Ansprache hatte folgenden Wortlaut:

Meine Arbeitsmänner, meine Arbeitsmaiden, Parteigenosse Hier!!

Es genügt nicht, von einer Volksgemeinschaft zu träumen ober von ihr zu reden Diese Gemeinschaft muß erkämpft und erarbeitet werden Wie überall steht auch hier über dem Wort d i e Tat. Sie kann nicht aus einem bloßen Wunsch

Reichsurbeitsführer Hier! stellt dem Führer Führerinnen des weiblichen Arbeitsdienstes vor. (Aufn.: Scherl-Bilderdienst-M.)

e.

geboren werden, sondern der Wunsch muß sich ver­wandeln in einen Willen und der Wille muß sich umsetzen in eine Tat.

Und eine der stolzesten laten, die der Nationalsozialismus zur Wiederaufrichtung einer kommenden deutschen Volksgemeinschaft voll­bracht hat, war die Gründung des Reichsarbeitsbien st est (Stürmischer Beifall der Hunderttausende.)

Dieser Parteitag steht im Zeichen der Ar­beit. Das Werk, das sich in euch uns vorstellt, ist auch ein Ergebnis unermüdlicher Arbeit Ihr er st er Arbeiter, meine Kameraden und Kame­radinnen, ist Ihr Führer, Parteigenosse H i e r l ! (Stürmische Heilrufe.) Er hat einen Gedanken auf- gegriffen, einen Plan verwirklicht, aus zerfahrenen Anfängen jene Gemeinschaft geformt, die ihr seid und die wir nun hier vor uns sehen. Er wird diese Gemeinschaft weiterleiten und damit weiter ent­wickeln. Gewiß ist auch dieses große Werk erst ein Beginn Allein schon dieser Beginn ist für uns alle überwältigend. Ihr, meine Kameraden, seid in diesen wenigen Jahren ein Teil unse­res Volkes geworden, der gar nicht mehr wegaedacht werden kann. (Anhaltende stürmische Zustlmmungskundaebungen) Ihr gehört in diesen Staat, den die Partei begründet hak aenau so, wie die Wehrmacht hineingehört Ihr seid nicht mehr wegzudenken und leid auch niemals mehr wegzubringen! (Erneute stürmische Kund­gebungen.) Es ist für uns eine erhebende lieber Zeugung, zu wissen, daß bis in die fernsten Zeiten hinein Generation um Generation das Gewehr des Friedens, den Spaten, schultern und mit ihm antreten wird zum Dienst an unserer Gemeinschaft und damit an unserem Volk Es ist beglückend für uns, zu wissen, daß durch euch ein neuer Garant geschaffen wurde für die ewige Stärke Deutschlands, für die Größe unseres Volkes und unseres Reiches.

Der Reichsarbeitsbienst ist heule keine Phan­tasie mehr, sondern eine gewaltigeWirk- I i ch k e i 11 Möchten doch die Vertreter ande­rer Völker und anderer Auffassungen nur einen Blick hier herein werfen, damit sie be­greifen, was in diesen knappen viereinhalb Jahren geschafft worden ist. damit sie ver­stehen, daß sich hier ein neues Volk aufrichtet, das ebenso gewillt ist, mit Fleiß seiner Arbeit nachzugehen, wie entschlossen, sich von nie­manden um fein Leben und sein Lebensrecht bringen zu lassen. (Eine Nation wird immer repräsentiert durch ihre wertvoll st en Kräfte! Wer aber Deutschland kennen will, der muh auch diese Kraft hier sehen, und er wird dann den richtigen Eindruck gewinnen von unserer neuen Gemeinschaft und damit unserem Volk.

So begrüße ich euch heute wieder Ich bin glück­lich und stolz, das Gedeihen dieses Werkes fest- stellen zu können. Ich sehe in euch einen Garan­ten für die Durchsetzung des großen Zieles, das mir einst vorschwebte:Ein Volk ein Reich eine Gemeinschaft eine Kraft!" (Mi­nutenlange, nicht endenwollende jubelnde Heilrufe brausen über das Feld.) Wenn Deutschland nach außen hin die Macht seines Selbst­schutzes zeigt, dann zeigt es nach innen zugleich aber auch dieKraftseinerArbeit. In beibem sehen wir die Sicherheit des Lebens des Volkes, dem wir mit Stolz angehören. Unser Deutschland Sieg-Heil!

Minutenlang dauerte es, dis sich die Begeiste­rung gelegt hatte, als der Führer vom Ziel des großen Werkes sprach:Ein Volk, ein Reich, eine Gemeinschaft, eine Karst." Im Anschluß an die An­sprache des Führers fangen die Arbeitsmänner das

Immer wieder erneuerten sich die Kundgebungen als Beweis der Verbundenheit von Bevölkerung und Arbeitsdienstmännern

Bei ihrem Marsch durch die Stadt wurde den Arbeitsdienstmännern noch einmal das große Er­lebnis zuteil daß sie am Führer vorbeimarschie­ren konnten Umjubelt von den Zehntausenden. die am Frauentorgraben standen, zogen sie auch am Deutschen H o s" vorbei, wo der Führer vom Balkon aus den Vorbeimarsch abnahm Neben dem Führer standen Reichsarbeitsführer H i e r l und Reichsführer SS Himmler Immer wieder grüßten die Tausende amDeutschen Hof" den Führer und die Arbeitsmänner denen man deutlich die Freude über ihren Ehrentag ansah

VomDeutschen Hof" aus ging der Marsch wei­ter durch die Stadt und zurück zum großen Zelt­lager des Arbeitsdienstes in Langwasser, wo bald nach der Rückkehr der Arbeitsdienstmänner der Aufbruch aus Nürnberg begann. In den frühen Abendstunden schon verließen die ersten Sonderzüge mit den heimkehrenden Arbeitsdienst­männern die Bahnhöfe In der Stadt aber schwingt das Singen und Klingen des großen eindrucksvollen Aufmarsches noch nacf) und läßt das Erlebnis die­ses Ebrentaaes des Arbeitsdienstes wach bleiben.

Das Eindrucksvollste, was ich je gesehen habe."

Einmütige Bewunderung für den Aeichsarbeitsdienst in der Londoner presse.

London, 9. Sept. (DNB. Funkspruck.) Der Aufmarsch des Arbeitsdienstes hat den stärksten Widerhall in den Londoner Morgenblättern gefun­den, die besonders die schneidige Haltung der Ar­beitsdienstmänner bei dem Vorbeimarsch vor dem Führer hervorheben. Als bemerkenswert wird die Teilnahme des weiblichen Arbeitsdien­stes herausgestellt. DieTimes" schreiben: Die Soldaten des Spatens" haben im Hellen Nürnber­ger Sonnenschein einen schneidigen Aufmarsch ge­zeigt.Daily Telegraph" hebt die besondere Wir­kung hervor, die das auf Kommando erfolgte Schultern der Spaten gehabt habe Im Bruchteil einer Sekunde sei dabei aus einer brau­nen Masse von Uniformen einblaugrauer See von glitzerndem Stahl" geworden Die 100 000 Zu­schauer seien in stürmische Beifallsrufe ausgebro­chen und hätten in Sprechchören den Führer, Deutschland, die Kameradschaft und die Heiligkeit der Arbeit bejubelt.Spaten als Gewehr des Friedens" überschreibt das Blatt seinen Auszug aus der Rede des Führers.

Morning Post" schreibt, die Anerkennung, die dem Führer des Reichsarbeitsdienstes Konstantin Hierl gezollt wurde, sei in Anbettacht der Tat­sache, daß der diesjährige Reichsparteitag den NamenReichsparteitag der Arbeit" trage, ganz besonders bezeichnend gewesen

Ward Price schreibt in derDaily Mail": Bei der Parade vor Hitler zeigte sich am Mittwoch­morgen die bemerkenswerte Fähigkeit der deutschen Jugend für mannhafte Disziplin. ..Dailn Erpreß" bringt eine Mitteilung, die die in Nürnberg an­wesende Witwe des früheren britischen Schatzkanz­lers Lord Snowden am Mittwoch im Anschluß an die Vorführungen des Reichsarbeitsdienstes nach London gesandt hat:Es ist das Eindrucks-

Nürnberger Allerlei.

Von unterem W.S

Nürnberg. 8. September

Nürnberg gleicht auch in diesem Jahre wieder einem aufgewühlten Ameisenhaufen. Zumeist brän* gen sich die aus allen Landesteilen zusammen- geftrömten Volksgenossen in den Hauptstra­ßen der Stadt, und zwar auf jenen Verkehrs­wegen, die der Führer wiederholt zu benutzen pflegt und die eigentlich auch kaum mehr von Ab­sperrungsketten der SS frei werden Wieder steht man Männer und Frauen, die mit dem Klapp­stühlchen unter dem Arm durch die Gegend ziehen oder ein Periskop, das heißt zwei an einem Stock befestigte Spiegel, geschultert spazieren tragen und Dann leweils wie ein geölter Blitz an die Men- jdjenmauern heranflitzen, wenn irgendeine führende Persönlichkeit der Bewegung im Auto vorbeifährt eie können bequem über die vorderen Reihen hin» wegsehen, sie kommen immer auf ihre Kosten

lÜber auch draußen vor den mächtigen Toren v ?tQhL n ben Lagern des Arbeitsdienstes und der Wehrmacht herrscht das gleiche rege Leben. Am Mittwock früh marschiert ber 21 r beite» bienft auf der Zeppelinwiese auf Schon began­nen Die ersten Hebungen für biefen großen Appell Am Montagmittag mußten bie Musiktrupps an» treten, bie im Parabemarsch unb unter flingenbem öpiel am Platz bes Führers oorbeizogen unb bie bet biefer Gelegenheit bereits bewiesen baß es wie am Schnürchen gehen wirb Zum ersten Mal finb in biefem Jahr Abteilungen bes weib­lichen Arbeitsb'en st es in größerer Zahl erschienen Die Arbeitsmaiben fallen überall burch ihre schmucke Tracht unb burch ihr gesunbes Aus­sehen auf Sie finb in einem großen Lager unweit bes Arbeitsbienstlagers zusammengefaßt, wo straffste Drbnung herrscht unb bie gleiche Disziplin geübt wirb, wie sie in ben heimatlichen Lagern oorhe- schrieben ist.

-Sonderberichterstatter

Besonbers reges Interesse namentlich bei der Jugend findet Das Wehrmachtslager, in dem Zelt an Zelt gereiht ist und das Formationen sämtlicher Truppenteile beherbergt Neben den Schützen stehest Kavalleristen, neben den Männern der Panzerwaffe die der Artillerie und der Nach- richtentrupps, die Flieger nicht zu vergessen 70 Of­fiziers» und 130 Mannschaftszelte bilden die Unter­künfte der Wehrmachtsabteilungen für die nicht weniger als 130 Feldküchen aufgefahren sind Man macht sich keinen Begriff, welche Mengen an Le- bensmitteln die etwa 17 000 Mann täglich ver­brauchen Die Männer an den Feldküchen und in den Verpflegungszelten haben von früh bis spät zu tun, um ben im Magenfahrplan oorgeschriedenen Kurs innehalten zu können Das Gleiche gilt auch für bie Männer vom Bayernzug, jener riesigen Verpflegungsstation, bie für bie Formationen ber Partei eingerichtet worben ist unb bie bereits alle deutschen Gaue bei ben verschiebensten Gelegen­heiten gesehen hat.

Für ben Fremben ber seit Jahresfrist zum e r» ft e n Male wieber Nürnberg betritt, finb d i e Parteitagsbauten von befonberem Inter­esse. Sie finb in ben letzten zwölf Monaten weiter gebiehen Steht man am Dutzenbteich mit feinen vielen Kränen bann hat man ben Eindruck, als sei_ Nürnberg eine Hafenstabt Aber der Schein trügt Diese Kräne gehören zum Baugerüst der Kongreßhalle, von ber, einer Atrappe gleich, ein Stück in Holz aufgeführt worben ist, ba» mit man sich vergegenwärtigen kann wie bieser neue Bau später aussehen wirb Aber auch a u f bem Märzfeld bas später einmal die Wehr» madjtsübungen sehen soll, ist heftig gewirkt wor» Öen Zwei gewaltige viereckige Türme ragen in die tuft eie bilden ben Anfang eines riesigen Mau- ernkranzes. ber sich um bas Felb herumziehen wird. Die Große Straße, die quer durch das

vollste, was ich jemals gesehen habe. Wer auch immer in England es mit Roheit und Mißachtung behandelt, der begeht eine sehr große Torheit."

Heer des Friedens."

Französische Pressestimmen znm Tag des Reichsarbeitsdienstes

Paris, 9. Sept. (DNB Funkspruch.) Der Auf- marsch bes Arbeitsbienstes finbet in mehreren Pa­riser Blättern besonbere Beachtung Diese Kunb- gebuna, so schreibt ber Sonberbenchterstatter bes Jour' sei sicherlich von allen die eigentüm» l i ch st e unb s ch ö n st e zugleich Sie zeige wie keine anbere ben wahren Charakter bes Dritte nRe'ches unb bas Bemühen alle Män» ner in ein unb biefelbe Form zu gießen Der Führer habe zu ihnen in jenem bewegten Ton ge­sprochen, ber ihm eigen sei, jebesmal, wenn er sich an bie Iugenb wenbe Man fühle unb ver­stehe, bah sie seine bevorzugtesten Zuhörer seien Diese beutsche Iugenb, bie seit vier Jahren in der Hitler-Jugend, in den Arbeitslagern und den Kasernen herangezogen werde, kenne nur ben Führer unb schwöre nur auf i h n

Die Blätter unterstreichen weiter die erstmalige Anwesenheit des Arbeitsdienstes der weiblichen Jugend Die Kundgebung, so schreibt berFi­garo" habe ben Stempel eines einbrucksvollen Ernstes getragen unb sei von einer unbe - schreibbaren Schönheit unb Größe Nach ben Ausführungen bes Führers die keinen politischen Charakter getragen hätten, müsse man hervorheben baß bas Heer ber Arbeit nur bazu bestimmt sei, ein Heer bes Stiebens zu fein

Reichsparteitagsgelänbe gelegt würbe, ist inzwischen >m Rohbau sertiggestellt worben. Sie ist nicht we­niger als 90 Meter breit Etwa in ber Mitte bieser Straße wirb bas neue Stabion für bie NS.» Kampfspiele enchtet werben Die ©runbftemlegung zu diesem Sportplatz, ber nach feiner Fertigstellung 405 000 Personen fassen kann erfolgt noch in bie» len Tagen Das Stabion hat etwa bie Form eines Hufeisens Nur laufen bie beiben Teile dieses Huf­eisens parallel zueinander An der offenen Stelle halten rechts und links riesige Adler auf gewaltigen Türmen Wacht An die offene Stelle schließt sich bann ein Ehrenhof an, um ben ein ©äulengang herumgeführt wird Zur Großen Straße felbft bin schließt bas Stadion mit einer Stanbartenballe id, bie ebenfalls auf Säulen richt Das ganze Projekt, bas m Form eines Mobells bereits vorhanden >st, macht einen überaus imposanten Eindruck Wenn man zum Vergleich ben Umfang unb bie Größe ber anberen Parteibauten heranzieht, kann man sich ungefähr vorstellen. wie imponierenb dieses Stadion werden wird

*

Der diesjährige Parteitag wird wie alle seine Vorgänger im Film fest gehalten werden. Jedoch nicht nur in den Wochenschauen der Film­theater, sondern von Richard Q u a ß (Berlin) als Herstellungsleiter und Hermann Stoß (Berlin) als Gestalter auf dem Bildstreifen Beide Männer haben den Auftrag erhalten, einen Film über den organisatorischen Unterbau bes Parteitages ' zu schaffen Das Filmwerk wirb ben TitelD a s Nürnberger Uhrwerk" erhalten Als Ein­leitung ist bas mittägliche Spiel ber Kunstuhr an ber Frauenkirche in Nürnberg vorgesehen bas täg­lich alle Fremben anlockt, bie interessiert bem Vor­beiziehen ber Kurfürsten vor dem sitzenden Kaiser zusehen Von hier aus wird dann übergeblendet auf das einem Uhrwerk ähnlichen (Betriebe bes or­ganisatorischen Apparates, ber dies­mal noch stärker burdjgebilbet worben ist als in früheren Zeiten, ber aber auf ber Fülle ber Erfah­rungen vergangener Jahre aufbaut unb sich bereits bis zur höchsten Vollendung ausgebildet hat Ge­rade dieser Apparat ist für jeden Volksgenossen hochinteressant Es lohnt sich, ihn einmal im Film festzuhalten und zu zeigen, welche Mühewaltung erforderlich ist, um einen Parteitag ordnungs­mäßig abrollen zu lassen.

Neugestaltung der Kranken- kaffen-Gpitzenverbände.

Berlin 8. Sept. (DNB.) Im Reichsgesetzblatt wird die Zwölfte Verordnung zur Neuordnung der Krankenversicherung veröffentlicht, die am 1 Oktober 1937 in Kraft tritt Die Spitzen­oerbände der Krankenkassen, nämlich die Reichsver­bände der Orts-, Land-, Betriebs- unb Innungs­krankenkassen werben in öffentlich-recht­liche Körperschaften umgemanbelt. Sie unterstehen ber Aufsicht bes Reichsarbeits­ministers, ber auch mit Zustimmung bes Stellver­treters bes Führers bie Leiter Der Reichs- oerbänbe beruft unb abberuft Den Reichsoer- bänben gehören bie in Frage kommenden Kranken» kästen kraft Gesetzes an Die Mitgliedskasten finb an ber Leitung ihres Reichsverbanbes baburch betei­ligt, baß ihre vorn Reichsarbeitsminister zu be­rufenen Vertreter ben Beirat bilben, ber den Derbandsleiter zu beraten unb zu unterstützen hat.

Die Aufgaben ber Reichsverbänbe beziehen sich neben bet Beratung ber Verbanbskasten auf Den Abschluß unb bie Aenberung von Verträgen mit ben Verbänben unb Vereinigungen ber Heil- berufe, ber Heilanstalten, ber Lieferanten ber Kran­kenversicherung sowie mit anberen Trägern ber Reichsversicherung ober beren Verbänben Weiterhin obliegt ihnen bie Uederwachuna ber pünkt­lichen Abrechnung unb Abführung ber von ben Mitgliedskasten für Leistungen der Äerzte, Zahnärzte unb Dentisten zu entt'chtenben V e r - tun gen. Enblich ist es ihre Aufgabe zu Schiebs» Einigungs» unb Prü^ungs- ämtern bie Beisitzer zu benennen, ihre Mitglieds­kassen gegenüber anderen Versicherungsträgern und vor den Versicherungsbehörden zu vertreten bie Fortbi 1 buna ber bei ben Krankenkassen tätigen Beamten unb Angestellten zu förbern ben Reichs» arbeitsminister unb bas Reichsversicherungsamt in grunbsätzlichen Fragen ber Gesetzgebung unb Ver­waltung zu unterstützen sowie unter Beteiligung ber NSDAP, bie für bie Ernennung unb Abbe­rufung ber Kassenletter zustänbigen Stellen zu beraten

Neben ben Reichsverdänben gibt es in Zukunft keine Kastenvereinigungen meyr Die zur Zeit bestehenben beren Zahl im gesamten Reichsgebiet über hunbert beträgt werben in einem vereinfach­ten Verfahren burch ben Vorsttzenben bes Oberoer- sicherungsamts aufgelöst ober wenn aus» nahmsweise ein Bebürfnis für ihre Erhaltung be­steht. in Versicherungsträger (Kassenverbänbe) u m - g e ro a n b e 11 Durch bie neue Verorbnung wird somit die Organisation der Krankenversicherung er» heblich vereinfacht Die Krankenkassenspitzen, verbände erhalten eine klare Rechtsfvrm unb be­stimmte Aufgaben unb werben fest in ben Rah­men ber gesetzlichen Krankenversicherung eingebaut. Damit ist gleichzeitig sichergestellt, baß sie nicht mehr einseitige Interessenvertre­tungen werden können

Kunst und Wissenschast.

Rund 1150000 Besucher auf der AusstellungEntartete RunfP

München, 8. Sept (DNB.) Der Besuch ber Ausstellung(Entartete Kunst" in München Hält un­unterbrochen stark an. Bis Heute wurden 1 1 4 9 0 9 5 Besucher gezählt. Auf bie Gäste aus bem Aus­lande macht bie Ausstellung einen tiefen Eindruck. 3n Gesprächen geben sie ihrer Verständnislosigkeit darüber Ausdruck, daß ein Teil der Auslandspreise die Ausstellung mit gehässigen Steuerungen be­gleitet Sehr oft wird bedauert, daß es nicht auch im Auslande möglich ist. eine solche Schau über bie (Entartung ber Kunst zu veranstalten.

Adele Sandrock unter riesiger Beteiligung der Wiener Bevölkerung beigefefjt

Unter nefiger Beteiligung aller Schichten der Wiener Bevölkerung wurden am Mittwochnachmit- tag die sterblichen Ueberreste Adele Sandrocks auf dem protestantischen Friedhof bes Wiener Dor» ortes Matzleinsbors zur letzten Ruhe gebettet. Tau- senbe waren bereits im Laufe des Vormittags an ber Aufbahrung vorübergeschritten, um ber großen deutschen Künstlerin die letzte Ehre zu erweisen. Im Auftrage bes Führers unb Reichskanzlers legte Botschafter von Popen, der in Begleitung des