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Oberheffen.

Großes Gängerfest in Schotten.

X. Schotten, 7. März. Unter Leitung des oberhessischen Provinzvorsitzenden des hessischen Sängerbundes Wendler (Bad-Nauheim) fand heute mit den maßgebenden Stellen eine Bespre­chung über die Durchführung des 100jährigen Jubiläums des Schottener Männer­chores statt. Als Festtage wurden der 10., 11. und 12. Juli bestimmt. Am Samstag wird in der Turnhalle ein Begrüßungsabend und eine offizielle Feier ftattfinden. Sonntag morgen wird am Ehren­mal eine Ehrung der Gefallenen ftattfinden. Es schließt sich ein Gruppenfinaen in der Turnhalle an. Nach dem großen Festzug, Der besonders schön aus­gestaltet wird, findet aus dem Festplatz, als welcher der Marktplatz vorgesehen ist, eine Massenkund­gebung statt, verbunden mit Massenchören und vor­aussichtlich einer Ansprache des Führers des hessi­schen Sängerbundes, Ministerialrat R i n g s h a u - s e n. Der Montag wird als Jugendfest ausgestaltet. Die Einladungen an die Gastvereine ergehen dieser Tage. Die Ausschüsse beginnen alsbald mit den Vorbereitungen für das Fest.

Elternabend der Volksschule Lich.

D Lich, 7. März. Unter außerordentlich starker Beteiligung aller Bevölkerungskreise beging die hiesige Volksschule in der Turnhalle ihren dies­jährigen Elternabend. Der Abend kann sich würdig seinen Vorgängern an die Seite stellen, ja er überbot sie in manchem noch. Allein schon die Teilnahme der ganzen Stadtbevölkerung in einem bisher nie gewohnten Maße gab Zeugnis von dem Interesse der Gemeinde für diesen Elternabend. Nach der vom Schülerchor vorgetragenenMah­nung" knüpfte der Leiter der Schule, Rektor S a - m e 5, an seinen Willkommensgruß den Hinweis auf die tiefere Bedeutung dieser Veranstaltung an. Er betonte, daß die Zusammenarbeit von Schule und Elternhaus notwendig sei, um im Bunde mit den nationalsozialistischen Jugend-Organisationen unsere Jugendlichen zu echten deutschen Menschen zu erziehen. Die reiche Vortragsfolge brachte schöne, dem kindlichen Gemüt Ausdruck gebende Geoicht- vorträge, mehrere besonders beifällig aufgenom­mene Mundartvorträge, verschiedene Volkstänze, die Proben emsigen Treibens deutscher Art waren, ein nettes Kasperlstück und einige reizende Theater­szenen, so die vomWolf und den sieben Geißlein"

Dorfklatsch" u. a. Das vor noch nicht langer Zeit gegründete Mundharmonika-Orchester der Schule gab unter Leitung von Lehrer Hinkel, der in besonderer Weise die musikalische Seele der Kinder zu wecken und zu pflegen versteht, Proben eines schon beachtlichen Könnens, für die dem jungen Orchester und seinem Dirigenten stürmische!' Beifall zuteil wurde. Die vorgetragenen Chöre verherr­lichten Heimat und Vaterland, während m einigen Sprechchören die Jugend ihr Wollen für unser Va­terland betonte. Im Dritten Teil des Abends, der unter dem LeitwortNeue Erziehungswege" stand, zeigten die Knaben in turnerischen Darbietungen am Reck ihre körperliche Gewandtheit. Nachdem Rektor Games noch kurz auf die für Volk und Vaterland so segensvolle Erziehung der Kinder zur Gemeinschaft einging und hierbei insbesondere die segensreiche Auswirkung eines Aufenthaltes in einem Schullandheim hervorhob, fand die Vor­führung des FilmesSchullandheimlager der Volks­schule Großen-Linden in Heppenheim" statt, durch den die Eltern sich von dem guten Zweck eines Schullandheimlagers überzeugen konnten. Nach einem Sprechchor der Oberklasse fand der Abend seinen roürbtgen Abschluß.

Zägerappell des Kreises Schotten in Laubach.

Laubach, 8. März. Am Samstagnachmittag fand im Saale desSomser Hof" ein Jäger- appell für den Kreis Schotten statt, mit dem eine Gehörnschau verbunden war. Kreisjäger­meister O st h e i m (Laubach) hieß die in stattlicher Zahl erschienenen Weidgenossen herzlich willkom­men. Sein besonderer Gruß galt dem Kreisbeauf­tragten der NSDAP. Kreisleiter K r o m m (Schot­ten), dem Vertreter des Lqndesjägermeisters Stabs­leiter Schlich (Darmstadt), dem Gaujägermeister Oberforstmeister Nicolaus (Gießen), dem Kreis­jägermeister des Kreises Lauterbach Forstmeister Simon,, dem Vertreter der Landesregierung Ober- forstmeister 2) e u ft e r (Darmstadt), sowie den Orts­gruppenleitern, Ortsbauernführern und Behörden- vetretern.

Nach der Begrüßungsansprache gab Forstmeister Ostheim das Ergebnis des Plakettenschießens 1936 bekannt. Bester Schütze des Kreises im Jagd­schießens war diesmal wie im Vorjahre Förster Karl Becker (Laubach-Friedrichshütte).

Weitere silberne Plaketten erhielten Forstassessor Detter (Schotten). S. Drchl. Prinz Reuß (Bunzlau in Schlesien), Leibjäger hch. Melchior (Laubach), sowie Karl und Walter Schanz (Ober-Schmitten). Je eine bronzene Plakette erhiel­ten: S. Erl. Graf Georg Friedrich zu Solms-Laubach, Förster Wagner (Alten­hain), Prof. Dr. Hugo Hahn (Schotten), Karl K i tz (Ober-Seibertenrod), Graf Kerstenbrock (z. Z. Berlin) und Förster Repp (Petershainer Sof). ...

Nach der Preisverteilung sprach KrelSsagermeister Ostheim über das ThemaJagdausübung und Wildverwertung", das von den Zuhörern mit gro­ßem Beifall ausgenommen wurde. Gaujägermeister Nicolaus gab anschließend seiner Freude darüber Ausdruck, daß gerade Laubach eine Hochburg des Weidwerkes, mit feinen weitausgedehnten Wal­dungen und seinem Wildreichtum, als Tagungsort für den Jägerappell bestimmt worden fei. Er wies auf die am 10. und 11. April in Gießen stattfin­dende Gausausstellung, sowie auf die internatio­nale Jagdausstellung in Berlin hin.

Die Grüße des am Erscheinen verhinderten Lan­desjägermeisters Gauleiter Sprenger über­brachte Stabsleiter Schlich. Kreisleiter Krvmm, der bei Ausübung des Weidwerkes auch um Be­rücksichtigung der landwirtschaftlichen Belange bat, gedachte des Führers und des vor einem Jahre er­folgten Einmarsches der deutschen Truppen in dem Rheinlande. Zum Schlüsse hielt Tierarzt Wach­tel ein interessantes Referat über Wildkrankheiten, wobei er besonders darauf hinwies, daß gerade heute der Beachtung der Wildkrankheiten eine große Bedeutung im Hinblick auf die allgemein aner­kannten Grundsätze moderner Forschung in der Ge­sundheitslehre zukommen Zur Ausartung des Wil­des müßten die als krank angesprochenen Stücke ausgemerzt werden.

Die mit dem Jägerappell verbundene G eh o ru­sch a u war mit 363 Gehörnen und 6 Geweihen be­schickt. Die Hirsche waren ausnahmslos in den Graf zu Solms-Laubachfchen Waldungen erlegt worden. Das ausgestellte Material zeigte, daß es sich bei den Trophäen fast ausnahmslos um abschußfähige Böcke gehandelt hat. Außerdem wurde noch eine Anzahl alter Laubacher Jagdwaffen, Geweihe und Keilerköpfe gezeigt, die zur Ausschmückung der Ausstellung beitrugen.

Landkreis Gießen.

CO Klein-Linden, 7. März. Unter starker Beteiligung seiner Mitglieder und vieler Tum- freunde hielt der Turnverein 1889 Klein­

Linden am Samstagabend im Turnerheim sein Wintervergnügen ab. Turner, Turnerinnen und Jugendliche boten unter der Leitung von Oberturn­wart Wilhelm Harnisch und mit Unterstützung der Turnwarte Rudolf Jung, Tilli Hahn und Walter Weber Geräteübungen mancherlei Art, Ballspiele und Reigen, die sämtlich starken Bei­fall fanden. Vereinsführer Karl Weiß sprach über den Aufstieg des Turnens nach der Machtübernahme durch Adolf Hitler. Frohsinn und Tanz ließ die Besucher einige frohe Stunden verleben.

-- Garbenteich, 7. März Am Donnerstag hielt die hiesige Ortsgruppe vom D o l k s b u n 5 für das Deutschtum im Ausland (VDA.) einen Werbeabend ab, der sehr gut besucht war Der Leiter des Abends, Lehrer Mörschel, wies in herzlichen Worten auf die Bedeutung des VDA. hin und warb neue Mitglieder. Vorn Gesangverein Frohsinn" wurden zwei Chöre vorgetragen, die allgemein gefielen Darauf hielt Lehrer Hofmann La'ng-Göns, einen Vortrag überSpanien, das Land und feine Bewohner". Anschließend führten die Mädchen der Mittelklasse einen sehr schönen Reigen auf. Nach Gedichtvorträgen von Schülerin­nen schloß der Leiter den schön verlaufenen Abend. Die Werbung hatte Erfolg, eine ganze Anzahl von Besuchern trug sich in die Liste ein.

4- Grünberg, 8. März. Am Samstag hielt der hiesige SA.-Sturm 24/R. 116 in Der Turn­halle einen KameraDschaftsabenD ab. Sturmführer Müller konnte neben Den zahlreich erschienenen MitglieDern Des Sturmes unD ihren Angehörigen StanDartenführer Lutter, Vertreter Der einzelnen ParteiglieDerungen sowie Des Sturmbannes, begrü­ßen. Der AbenD brachte neben verschiedenen An­sprachen gesangliche und humoristische Darbietungen. Den musikalischen Teil bestritt eine aus MitglieDern Des Sturmes zusammengestellte Kapelle. Kraftomni­busse hatten Die auswärtigen Teilnehmer geholt und brachten sie nach Schluß Des AbenDs wieder nach Hause zurück. Am Sonntagvormittag wurde durch die Untergauführerin Käthe Pfeffer im Parteihaus am Winterplatz eine Werkausstel- lung eröffnet. Die Ausstellung enthält Die von Den Jungrnädeln unD BDM. in Den Heimabenden an= gefertigten Hand- und Bastelarbeiten. Besonders von Frauen wurden die sorgfältig angefertigten Ar­beiten zahlreich besichtigt. Am Sonntagabend fand in der Stadtkirche eine musikalische Feierstunde statt. Orgelkünstler Peter von der Au (Mainz) brachte Werke älterer Meister, Stücke Der klassischen Orgelmeister Bach unD Händel, sowie Werke Der neueren Meister Liszt, Rheinberger und Reger.

Todesanzeige

Sonntag, den 7. März 1937 verschied meine heißgeliebte treue Mutter

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Frau Ottilie Franz, Wwe

Wilhelm Kilbinger

sagt herzlichen Dank im Namen aller Hinterbliebenen:

Die trauernden Hinterbliebenen:

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I. d. N..- Karl Franz, Schlossermeister

Frau Berta Mu es, geb. Kilbinger

Gießen (Goethestraße 23), den 8. März 1937

Gießen, Hindenburgwall 22, den 9. März 1937

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Rödgen, Bad Homburg, Wieseck, Lindenstruth, den 7. März 1937

Die Beerdigung findet Mittwoch, 10. März, nachm. 2 Uhr statt.

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Tode unseres lieben Entschlafenen

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Gießen, den 9. März 1937

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Allen, die uns ihre herzliche Teilnahme bei dem Heim­gänge unseres lieben Entschlafenen entgegenbrachten, sagen wir innigsten Dank