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vienztag, Y.Zebruar 1957
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)
lr.33 Zweites Blatt
Beim Maschinengewehr-Schießen der 2. Kompanie.
Schießübungen der 14. Kompanie.
Veränderlich • einzeln» igestemM, ie Winde g: Wch gen geir),
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Der gelbe Domino.
Von Peter Purzelbaum.
und Galerien des Schlosses zu Versailles
anbruch bis um die Mittagszeit dauern wird an der sich die Standorte Gießen, Wetzlar Marburg beteiligen werden. Die Leitung Uebung hat der Kommandeur des Jnf.-Rgts. Oberst Herrlein. Als Uebersichtspunkt für
und und der 116, Zu
straße zweigt eine dünnere Linie, ein Nebenweg, zu zwei durch Dreiecke gekennzeichneten Hütten ab. In der einen Hütte erscheint eine Hand, die der Schreiberin, die damit anzeigen will, welchen Wigwam er aufsuchen soll. Daneben stehen drei Kreuze, durch die die Schreiberin andeutet, daß sie und ihre Freundinnen Christinnen sind. Auf der anderen Seite der Hauptstraße zweigt ein zweiter Nebenweg zu dem Wigwam des jungen Mannes ab; der Fisch, der ihn bezeichnet, steht bereits in der Richtung zum Wigwam der jungen Indianerin; er scheint also durchaus bereit zu sein, der freundlichen Einladung zu folgen.
Viel drastischer drücken sich Liebende bei anderen Völkern aus. Professor von Le Co q hat von einer Expedition nach Zentralasien einen Liebesbrief mitgebracht, den einer seiner Diener in Kutscha (chinesisch Turkestan) von einer jungen Frau erhielt. Er bestand, wie es bei den Eingeborenen jener Ge« gend üblich ist, aus einem bunten Kattunsäckchen, in dem sich eine Reihe von Gegenständen befanden, die eine sehr vielsagende und den Leuten ohne weiteres verständliche Bedeutung hatten. Ein Stück Ziegeltee wollte sagen: ich kann keinen Tee mehr trinken; ein Strohhalm: ich bin bleich geworden aus Liebe zu dir; eine rote Frucht: ich erröte, wenn ich an dich denke; eine gedörrte Aprikose: ich bin dürr wie die Frucht geworden; ein Stück Holzkohle: mein Herz ist vor Liebe brennend; eine trockene Blume: du bist schön; ein Stück Kandiszucker: du bist süß; ein Kieselstein: ist dein Herz hart wie Stein?; eine Falkenfeder: hätte ich Flügel, flog ich zu dir; ein Walnußkern: ich bin ganz dein. Als der Professor seinem Diener, der von der Absenderin nichts wissen wollte, riet, er solle doch wenigstens den Kandis essen, erschrak dieser furchtbar und erklärte, der Genuß der eßbaren Dinge würde ihn völlig vom Willen der Frau abhängig machen, wenn sie Zaubersprüche bei der Absendung gesprochen hätte ...
schauer eignen sich besonders die Gegend: Höhe 216 hart ostwärts Daubringen und Höhe 250, 1250 Meter südlich Treis a. d. Lda., bei gutem Wetter auch Ruine Staufenberg.
Oer Sauleiter weiht die Jahne des NG.-Studentenbundes.
NSG. Der Reichsstudentenführer hat den Studenten von 11 Hoch- und Fachschulen des Gaues Hessen- Nassau in Anerkennung ihrer seitherigen Tätigkeit eine Studentenbundsfahne verliehen. Der Gauleiter wird am 17. Februar, 20 Uhr, im Saalbau zu Frankfurt a. M. die Weihe dieser neuen Fahnen unseres Gaues im Rahmen einer Kundgebung vornehmen und zu den Studenten sprechen.
Frankfurt.
! eine Tief, ländlich unb 'sluft heran» am Montag chte weitere tiederschläge. Westwinden anschließend kein duch n kann. Dir 'den im A
Offiziere und Mannschaften der 2. Kompanie bei der gemeinsamen Mittagsmahlzeit an der Feldküche. — Bild links: Im Vordergrund der Bataillonskommandeur Major Wiese, daneben der Bataillonsadjutant Oberleutnant Schultzen, im Hintergrund der Kompaniechef Hauptmann Beigang. — (Aufnahmen [4]: Pfaff, Gießen.)
Wunderliche Liebesbriefe.
Wie fangen es wohl die jungen Menschen bei den des Schreibens unkundigen Völkerschaften an, wenn sie einander eine Nachricht zukommen lassen wollen? Das Bedürfnis wird doch auch bei ihnen vorhanden fein, und sie haben in der Tat Hilfsmittel gefunden, die vollständig ausreichend sind. So haben die Indianer Nordamerikas ihre Bilderschrift, mit der sie sehr viel ausdrücken können, und die jedenfalls für ihre Liebesbriefe völlig ausreichend ist. Das zeigt ein Beispiel, das Fr. W. P o l l i n im Dezemberheft der im Bibliographischen Institut in Leipzig erscheinenden Monatsschrift „Atlantis" veröffentlicht. Es ist der Liebesbrief einer Indianerin, die ihren Liebsten einlädt, sie in ihrem Wigwam zu besuchen. Sie gehört zum Stamme der Bärenindianer, der junge Mann ist Schlammfischindianer. Das ist in der mit ein paar groben Strichen hingeworfenen Zeichnung durch die Umrisse eines Bären und eines Fisches sehr einfach ausgedrückt. Man sieht also eine große gebogene Linie, die Hauptstraße, die zwischen zwei durch die Umrißlinien bezeichneten Seen hinführt, und von dieser Haupt-
daher, und dort Masken, die ganz als Pferde vermummt sind, von anderen Masken an langen Stricken geführt und mit lautem Peitschenknallen vorwärts getrieben; hier kommen Masken mit eisernen Schellen behängt, deren Gesamtgewicht oft 15 Kilo übersteigt, unter deren Last sie sich nach seltsamem, altem Rhythmus hüpfend vorwärts bewegen.
Eine Gruppe von Masken in schwarz-gelben Kleidern, den alten Reichsfarben, tragen dicke Folianten mit sich, die sie aufschlagen und dem Volk vor die Augen halten: da ist ein zänkisches Eheweib geschildert, oder ein liederlicher Mann, oder andere Bösewichter recht drastisch dargestellt — und die Masken lesen einem der Zuschauer den dazugehörigen Text laut und mit verstellter Stimme vor. Aus dem allgemeinen Gelächter zu schließen wissen die Masken sehr gut, welcher Text für welchen Menschen paßt, zuletzt aber bieten sie ihrem Opfer aus einer Schachtel Süßigkeiten an: Strafe muß sein, aber Versöhnung auch!
Dem ganzen Zug voraus aber tollen Hunderte von Kindern in Dominos und spitzen Hüten, der „Narren-Samen", wie er tiefbeutig an diesem Tage heißt. Es ist der große Tag der Stadt Rottweil, ein Fest, dessen volkstümliche Ausgelassenheit noch heute von einem Schimmer tiefen mittelalterlichen Ernstes durchleuchtet ist. B.
verschiedenartigsten Ziele (knieender Schütze, liegender Schütze, feindliches MG., Entfernungsmesser usw.) aufgebaut. Die Gefechtsannahme ging dahin, daß die aufgebauten Ziele eine feindliche Truppe darstellten, die mit der Front nach Westen, also etwa in Richtung südlich des Steinbruchs bei Daubringen, feuerte und von der Kompanie mit kurzen Feuerstößen der leichten Maschinengewehre Überfällen und möglichst vernichtet werden sollte. Die Mannschaften befanden sich mit den Maschinengewehren in der Steingrube in voller Deckung, die Maschinengewehre mußten zu den Feuerüberfällen von der Bedienungsmannschaft jeweils mit forschem Schwung auf den Grubenrand gebracht, schnell gerichtet, mit kurzem Feuerstoß abgeschossen und dann schnell wieder in volle Deckung zurückgenommen werden. Der Bataillonskommandeur, der Kampanie- chef und der Bataillonsadjutant überwachten auch hier die Schießübungen der einzelnen MG- Trupps sehr eingehend, wobei die Mannschaften für gute Leistungen manche lobende Anerkennung erhielten, daneben aber auch durch Belehrung und I Ratschläge für ihre weitere Ausbildung wertvolle
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m Lange, die fc ins TW; l AnzW> i Inhalt 37: M Ms- Lch sämtlich m einschlW rten 15 Pf j Samstag; mehr.
1935 gültig.
Soldaten feiern die Feste, wie sie fallen. Das soll ! M. heißen, daß der militärische Dienst plan- ; riifjig seinen Gang geht, ohne Rücksicht darauf, ob I grabe der Wettergott ein freundliches Gesicht zeigt, csr einer miesepetrigen Stimmung in Gestalt von huerregen, Nässe von unten und reichlich viel lierf freien Lauf läßt. Denn ein altes militärisches $Drt sagt ja: „Dienst ist Dienst und Schnaps ist Shnaps!"
so hatte die 2. Kompanie des I. Bataillons um fms Gießener Infanterieregiments auch am gestrige Montag bei Dauerregen und reichlich viel Dreck ihen Dienst vom frühen Morgen bis zum Abend. Wh morgens um 5 Uhr marschierte die Kompanie | irüer Führung ihres Chefs, Hauptmann B e i - g n g, von Gießen ab. Der Marsch ging unter «Dauerndem Regen, aber doch mit frohem Gesang v7k sich, wenn auch hinter Daubringen die zum lILungsgelände führenden Feldwege immer „ela- stacher" wurden, d. h. der Dreck sich wie weicher Kuchenteig an die Stiefel hängte und dazu die Best chtung von oben her weiter anhielt. Nebel und N»gendunst taten ein übriges, um das erste Ge- flytsschießen der Kompanie von vornherein unter €i wenig günstiges Zeichen zu stellen.
Das Gelände für das gefechtsmäßige Schärfst eßen war in einer weiten Bodensenke zwischen Tn u b r i n g c n und Alten-Buseck ausge- A hlt, nach 'Westen begrenzt von den großen Wald- st^ken in der Nähe des Daubringer Steinbruchs, n"dwärts von dem Hügelgelände in der Nähe der Dvier-Werke, ostwärts von den flachen Höhen in Achtung des Alten-Busecker Waldes, südwärts von bin Waldstücken in der Nähe des Hangelsteins. D-s Schußfeld, langgestreckt und zum Teil mit nüberen Heckenstückchen bestanden, in der Haupt- f(T)c aber Wiesengelände mit angrenzendem Acker- | bincn, bot Öen Schützen gute Blickmöglichkeit auf ins Vorfeld der Stellungen, die beim Gewehr- jtiefjen der Mannschaften am Waldrand zwischen brn Hangelstein und der nordwärts gerichteten Lnie in Richtung des Steinbruchs bei Daubringen | Iq, während beim Maschinengewehrschießen eine j!j aje Steingrube südwärts der Didier-Werke, die zum ■ Liiil mit Steinabfällen aller Art ausgefüllt ist "und mdt ihren Rändern gute Deckungsmöglichkeit für I AG.-Nester bietet, das Stellungsgelände abgab. j Die Vormittagsstunden waren mit dem Gewehr- i | st.eßen der Mannschaften ausgefüllt. Scharf peitschte die Schüsse ins Gelände. Der ziemlich erhebliche Ä. nst erschwerte den Schützen die Sicht, dennoch nrrbe von den Leuten alles Können eingesetzt, um
zu einem guten Schießresultat zu gelangen. Der 1 Kommandeur des I. Bataillons, Major Wiese, i wohnte bereits vom frühen Vormittag ab dem Schießen bei und überprüfte in Gemeinschaft mit dem Kompaniechef und dem Bataillonsadjutanten, Oberleutnant Schultzen, die Leistungen der Schützen. Mittags gab es für die Kompanie den angenehmen Besuch der Feldküche, die mit einer guten Erbsensuppe mit Fleischeinlage und heißem Tee mit Rum erschien und den von der unfreundlichen Witterung reichlich durchkühlten und noch reichlicher durchnäßten Soldaten eine angenehme Erquickung brachte. Wir hatten, dank der Einladung des Kompaniechefs, die Möglichkeit, mit einem Teller Erbsensuppe die vortreffliche Kochkunst des Kompaniekochs feststellen zu können. Die Offiziere und Mannschaften taten denn auch dem köstlichen Inhalt des Feldküchenkessels alle Ehre an.
Nach kurzer Pause begann der zweite Abschnitt des Gefechtsschießens, das Maschinengewehrschießen. Am Südrande der alten Steingrube wurden die Maschinengewehre in Stellung gebracht. Im Wie- sengelände^ auf 400 Meter Entfernung, waren die 1
Hinweise bekamen. Bei dem durchweichten Gelände und dem andauernden Regen mußten natürlich an die Mannschaften allerlei Anforderungen gestellt werden. UeberaU konnte man aber die Wahrnehmung machen, daß die Leute mit voller Hingabe alle 'Kraft und alles Können zur Erfüllung ihrer Hebungen einsetzten. In einer Feuerpause wurde durch eine Besichtigung der beschossenen Ziele die Feuerwirkung ermittelt. Dabei stellten die Offiziere befriedigende Ergebnisse in Gestalt von zahlreichen Treffern an den Zielen fest, wie man auch schon während das Schießen von der Feuerstellung aus erkennen konnte, daß das Feuer zum großen Teile gut auf den Zielen lag. Nach der Feuerpause wurde das MG.-Schießen fortgesetzt, bis gegen 16.30 Uhr die Uebung ihr Ende fand.
Bei andauerndem Regen machte sich die Kompanie auf den Rückmarsch nach Gießen, wo die Mannschaften am Abend sicherlich noch mancherlei Arbeit mit der Säuberung der Schußwaffen und ihrer übrigen Ausrüstung zu leisten hatten. B.
*
Die 14. Kompanie führte ihr Gefechtsschießen am Freitag auf dem gleichen Gelände durch. Die Kompanie hatte ebenfalls bei ihrer Uebung unfreundliches Wetter zu ertragen, das aber dem militärischen Dienst keinerlei Abbruch tat.
Militärische Uebung am Lil.Februar.
Von dem Standortältesten der Garnison Gießen wird uns mitgeteilt:
Am Donnerstag, 11. Februar, findet im Raume Lollar, Staufenberg, Allendorf a. d. Lda., Londorf a. d. Lda., Beuern, Alten-Buseck, Wieseck, eine Uebung verbundener Waffen statt, die von Tages-
______ erfüllt von einer zahlreichen, prächtig ge- stmückten und in den Trachten aller Völker gekleide-
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zwischen den Mahlzeiten Atem schöpfe. Nach einigem Zögern erklärte sich der Kammerherr bereit und heftete sich dem gelben Domino auf die Sohlen.
Durch lange finstere Korridore, über Höfe und Treppen folgte er ihm und gelangte endlich zu einer Tür, durch welche sich beim Deffnen ein dicker erstickender Rauch ins Freie wälzte. Doch nicht der Eingang zur Hölle tat sich auf... sondern das Wachtlokal der Schweizeraarde, und der Rauch entquoll ihren geschwärzten Tonpfeifen. Nun fand das Geheimnis feine Aufklärung: der gelbe Dominomantel war.Gemeingut sämtlicher hundert Schweizer-Soldaten, und mit diesem angetan hatten sie der Reihe nach den Speisesaal ausgesucht und die Vorräte auf dem Büfett ihres Königs verschlungen.
öer Rottweiler Narrensprung.
Ein alter Fastnachtsbrauch.
In einigen Gegenden unseres Vaterlandes haben sich, fern allen zeitgemäßen Wandlungen des Fa- fchinas, alte Karnevalsbräuche unverändert durch die Jahrhunderte erhalten. Zu den ältesten und eigenartigften gehört der „Rottweiler Narrensprung". Dieser Brauch wird nicht in den Abend- und Nachtstunden gefeiert, nicht in der Zeit, wo das Tagewerk beendet ist und die Feier ihr allgemeines Recht hat, auch nicht in den geheimnisvollen Stunden vor Sonnenaufgang, wo so manches „umgeht", nein, die Stunde dieses Mummenschanzes ist um acht Uhr früh, also die nüchternste Stunde des Tages. Die Sonne steht schon voll am Himmel, aber noch ohne rechte Lust und Kraft, fahl und kahl liegen die Gassen der alten Reichsstadt um diese Tageszeit. Am Fafchingsmontag aber bricht mit dem Glockenschlag acht durch das alte Stadttor der Zug und überflutet Straßen und Plätze.
Die Vermummten tragen Kostüme, die sich in den Familien von Geschlecht zu Geschlecht fort- geerbt haben, und darüber hölzerne, ebenfalls seit Generattonen vererbte Masken mit prachtvoll geschnitzten spätgotischen Zügen. Unmöglich zu sagen, ob sich unter diesen phantastischen Gewändern ein Mann ober eine Frau verbirgt, die Maske verhüllt Person und Geschlecht. Es sind die Typen des mittelalterlichen „Jedermann", die hier die Straßen füllen. Da geht der Lächelnde, das hölzerne Gesicht erstarrt in ewig heiterer Selbstzufriedenheit, sich selbst beschützend mit einem grotesken kleinen Schirm, und dort der Weinende, die Maske in ewigem Schmerz verzogen, mit dicken hölzernen Tränen, die kein Taschentuch trocknet, auch er unter dem kleinen Schirm. Und da sprengen Zentauren
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te Gesellschaft. Denn Ludwig XV. und die Mar- qrfe Pompadour gaben einen Maskenball. Man be.rüßte sich, man neckte sich, trieb geistreiche Spie- teien und versuchte einander in der Verkleidung zu erkennen. Ludwig XV. hatte die Maske eines üxusbaumes gewählt, die ihn vollkommen um lmitlich machte, so daß er manche Antwort erhielt, .i ü- sonst wohl kaum als König zu teil gewor- k w ' e.
Plötzlich entstand in den Sälen eine auffällige Um Re. Obgleich man zu jener Zeit viel und gut zu flun pflegte, schienen doch die Gäste des Balles rsättlich zu sein. Mit seltsamer Schnelligkeit •frte sich das reichbesetzte Bufett, so daß der Haus- iOTmeifter sich die größte Mühe geben mußte, die tifftetjenben Lücken sofort wieder aufzufüllen. Ja <5 erschien fast unmöglich, Speisen und Getränke s»! schnell, wie sie verschwanden, wieder herbeizu- shisfen. Dennoch bemerkte man kein auffälliges bringen am Bufett, ja die meisten der Eingelade- iie"i hatten bisher wenig ober überhaupt noch gar Wt gegessen.
Nunmehr wurde das Bufett der Mittelpunkt der dl iemeinen Aufmerksamkeit. Da fiel eine, in einem eenen Domino gehüllte Gestalt auf, die ganz unge- re.ire Mengen in sich hineinschlang, sich' daraufhin innige Minuten entfernte, wieder zurückkam und mi ungeschwächtem Appetit neue Verwüstungen imer den Vorräten auf den Tischen anrichtete. Ä-s nur an Eß- und Trinkwaren vorhanden war, ^schwand in so überraschender Weise, daß die .guidjauer ein Grausen ankam.
Das ging ja über jeden Maskenscherz! Hatte man ; denn mit einem Werwolf zu tun? Die verwilderte Frage drang auch zu den Ohren des Königs, der in den Speisesaal eilte, um den um Heimlichen Vorgang mit eigenen Augen anzusehen, luö) er wurde bestürzt und wußte sich die Er- Ihinung nicht zu erklären. Das konnte kein Mensch |irv sondern nur ein unheimlicher, höllischer Spuk!
L'ls der gelbe Domino zum werweißwievielten Dclle alles Eß- und Trinkbare verschlungen, sich Tir wieder von der Tafel abwandte und aus der $ü-e verschwand, fragte der König, sich demaskie- tre, einen Kammerherrn, ob er sich getraue, dem lexenst zu folgen und ausfindig zu machen, in lechem unterirdischen Gewölbe oder Grabe es
Gefechtsschießen im Landregen.
Mit der 2. Komp. 1Batl.Lnf.-Reg/146 im Gelände zwischen Daubringen und Alten-Buseck
Die Kostprobe.
In der Tür des Kompaniegebäudes trifft der Herr Hauptmann die beiden Essenträger. Mit dem Kübel in der Hand machen sie Front.
„Na, zeigt mal her", sagt der Hauptmann.
„Verzeihen Herr Hauptmann —"
„Ach was, — ich möchte das Essen kosten!"
Aus dem obersten Knopfloch der Drillichjacke des einen Soldaten zieht er den Löffel, tunkt ihn ein und —
„Pfui Teufel, das schmeckt ja wie Abwaschwasser!"
„Verzeihen Herr Hauptmann — das ist es auch!"
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