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Wer das erstemal die Seinestadt besucht, sollte es so einrichten, daß er nachmittags ankommt, sich ins Hotel begibt und erst nach Einbruch der Dunkel- heü wieder auf die Straße hmausgeht. Der große Betrieb an den Seine-Kais ist stiller geworden. Dunkel liegt die lange Seitenfront des Louvre. Quer über den äußeren Hof des Gebäudekomplexes, vor­bei an dem von der Herrschaft des Jugendstils zeu­genden Denkmal für Gambetta, geht noch ein leich­ter Abendverkehr. Davor breitet sich in mattem Licht, das gespenstisch die vielen Figuren und Ba­sen auf den Blumenrabatten beleuchtet, der zier- : liche Louvre-Garten, an den sich dann nach dem Triumphbogen Napoleons, der einst für die Viktoria vom Brandenburger Tor in Berlin be- - stimmt war, im heimlichen Halbdunkel die T u i l e - rien-Gärten anschließen. Es ist ein geschlosse­ner Hain, in dem nach den Regeln der französi­schen Gartenkunst die Bäume wie am Schnürchen ausgerichtet sind, nur eine breite Allee in der Mitte freilassend, die durch breite Wasserbecken un­terbrochen und abgeschlossen wird, in denen Tag und Nacht der Springbrunnen plätschert. Der Pa­riser erholt sich am Rand der Becken von der Hitze des Tages oder ergeht sich im raschelnden Laub dieses frühen Herbstes auf dem Kies unter den Bäumen; ein paar Kinder lassen noch ihre Schiff­chen schwimmen. Doch wenige Schritte aus dieser Abendidylle heraus führen uns mitten in das Pa­riser Leben hinein, in den mit faszinierendem Tempo pulsierenden Weltstadtverkehr, dessen Herz die Place de la Concorde ist.

Bei diesem Gegensatz von Schwarz und Weiß begreift man im Nu, daß Paris tatsächlich eine L i ch t st a d t ist. Einst waren mit dieser Bezeichnung die hellen Fronten der Kalksandstein-Architektur ge­weint, die inzwischen düster geworden sind. Dafür strahlt der gewaltige Platz, der in Europa nicht seinesgleichen hat, von einer fast unvorstellbaren Lichtfülle. Er hat seine heutige Gestalt schon 1854 durch den Kölner Baumeister Hittors erhalten. Der hellerleuchtende Rosengranit des Obelisken von Luksor ist flankiert von schäumenden Springbrun­nen, deren gläserne Fassungen von innen erleuch­tet sind. Die breiten Fronten der klassizistischen Monumentalbauten des Kriegsmarineministeriums sind ebenso angestrahlt wie dahinter am Ende der wahrhaft königlichen Rue Royale die Säulenfas­sade der Kirche La Madeleine und seitlich die Galerie der Tuilerien. Vom anderen Seine-Ufer, gegenüber der Madeleine, leuchtet im Strahl der Scheinwerfer die Abgeordneten-Kammer herüber; und nach Westen dehnt sich die breite Prunkstraße der Champs Elysees bis herauf zu dem Triumphbogen am E t o i l e, der, mit einem Kranz von Lichtbändern umgeben, vor dem schwarzen Nachthimmel steht. Auf dieser ganzen großen Fläche und die Allee entlang die mehr als zwei Kilometer bis zum Triumphbogen flimmert es von glitzern­dem Licht. Erst allmählich kann man dieses fun­kelnde Spiel des Lichtermeeres begreifen.

Heber die Concorde, herauf in die Königliche Straße zur Madeleine und über die weite Strecke der Champs Elysees flutet und stürmt und tobt wie ein reißender Strom eine Flut von Autos. Vier, sechs Wagen nebeneinander in beiden Richtungen

wenigstens einmal im Leben in Ruhe und ohne jede Knickrigkeit Paris zu erleben. Licht- und Was­serkünste, wuchtige Gebäude, weite Repräsentations­plätze und lang gedehnte Alleen bilden das leuch­tende Gesicht von Paris. Es gehört doch schon ein Ruck dazu, bis man es wagt, sich in diesen Tru­bel zu stürzen. Hat man sich aber erst einmal ein Herz gefaßt, so merkt man schnell, wie geregelt und gefahrlos es in dem scheinbaren Chaos des Pari­ser Verkehrs zugeht. Die Schutzleute an der Bord­schwelle oder inmitten der Straße beschleunigen noch mit wirbelnder Bewegung des an der Hand hän­genden weißen Gummiknüppels das Tempo; aber sie heben nur kurz die Zeigefinger, die Wagen stehen und die Straße ist frei. Doch auch.Lhne diese Hilfe kommt man kreuz und quer über Straßen und Plätze, weil jeder Autofahrer auch bei seinem rasenden Tempo das Recht des Fußgängers auf die Straße anerkennt und mit selbstverständlicher Höflichkeit bestimmt jeder Dame ausweichen wird, wobei man freilich die Nerven dazu haben muß, daß haarscharf vor und hinter einem die Wagen vorbeirasen, während man sich gemächlich über den Fahrdamm schlängelt.

Es gibt freilich auch noch ein anderes Pa- r j s. Man kann das ahnen, wenn man eben den Beamten mit der Laterne in der Hand unter der Seine-Brücke im Dunkel der niederen Uferstraße

Fußball der SA.-Kampfgemeinschast.

SA.Kampfgemeinschaff I Lollar IL SA. II 1900 Gießen III.

Zum zweiten Verbandsspiel tritt die SA. am Sonntagnachmittag in folgender Aufstellung an: Lotz; Sauer, Weller; Steinei, Heilmann, Glitsch; Weihrauch I., Weihrauch IL, Kreiling, Schmitz, Schneider. Der Ausgang des Spieles ist als offen zu bezeichnen. Ein knapper Sieg der SA.-Mann- schaft ist jedoch zu erwarten. Das Spiel findet auf dem Unioerfitätssportplatz statt.

Nach dem guten Abschneiden gegen VfB.-Reichs- bahn III ist auch gegen 1900 III mit einem Sieg der zweiten SA.-Mannschaft auf dem Sportplatz 1900 ju rechnen.

Spiele derKreisklaffen om 10. Off 06er.

1. Kreisklasse.

Rüddingshansen I VfB.R. Gießen I. *

VfB.-R. Gießen konnte in den beiden vorher­gehenden Spielen auf eigenem Platze hoch gewin­nen. Auch das Spiel gegen Rüddingshausen wird VfB.R. für sich entscheiden können.

verschwinden sieht oder sich gar aus der nachtdunk­len 6ite, der Altstadt, in das Viertel bei der Ba­stille oder auch bei Tage in den geschäftigen Wir­bel des» unangenehmen Straßenschmutzes um den Nordbahnhof begibt. Doch auch das kann den Ein­druck nicht verwischen, daß die Menschen in Paris ohne Sorgen zu sein scheinen, daß sie von all dem politischen Trubel und dem offensichtlichen Nieder­gang der Wirtschaft noch zu wenig berührt sind, zu ahnen, daß mit den marxistischen Methoden der Gegenwart doch auch der Reichtum des Landes, der dieses Paris nährt, gefährdet werden könnte. Frithjof Melzer.

Nächtlicher Bummel durch Paris

Stadt des Lichts. - Erste Eindrücke.

SA.-Kampfgemeinschaft Gießen I Lollar IL

Aus diesem Spiel wird die SA. als Sieger her­vorgehen.

Heuchelheim I Allen-Vuseck I.

Hier stoßen zwei gleichwertige Gegner aufein­ander. Der Ausgang -dieses Spieles ist nicht vorher- zusagen.

Großen-Vuseck I Wieseck I.

Die Mannschaft von Wieseck hat bisher noch nichts gezeigt und wird wohl in Großen-Bufeck die Punkte lassen müssen.

Garbenleich I 1900 Gießen II.

Die Garbenteich er werden dieses Spiel auf eige­nem Platze wohl gewinnen.

VfB.-R. Gießen II Lich I.

Lich konnte am vorigen Sonntag gegen Hungen einen hohen Sieg herausholen, trotzdem dürste die 2. des VfB.-R. das Spiel gewinnen können.

Hungen I Sfeinbad) I.

Die technisch bessere Mannschaft von Steinbach könnte das 'Spiel überlegen gestalten und die Punkte erringen.

und auf dem Platz querdurcheinander ihren ver­schiedenen Zielen zustrebend mit diesem rasenden Tempo, das in Paris gefahren wird, Privatwagen und Taxen in den in Paris so beliebten leuchtend bunten Farben und die niedrigen Omnibusse, die wohl altertümlich aussehen und doch schnell und sicher das Tempo mithalten, ja erst bestimmen. Es gibt keine großen Bogenlampen oder weithin sichtbare Lichtquellen. Alles scheint aus sich heraus zu leuchten. Aber eine Fülle von Gaslampen steht auf dem Platz und entlang den Prunkstraßen. Man möchte das für rückständig halten; vielleicht ver­danken diese Lampen ihr Dasein auch tatsächlich nur der konservativen französischen Sparsamkeit, die jedwedes Dina bis zur letzten Möglichkeit auf­braucht. Aber dieses Gaslicht flimmert viel stärker als die falte elektrische Lampe, es gibt einen silbri­gen Glanz, der das glitzernde Spiel erst recht ver­vollkommnet. Gerade das bewirkt, daß man aus nächster Nähe erst beim Ueberqueren des Platzes bemerkt, daß, gedeckt durch Balustraden und am Rande durch Bäume, sicher an 1000 Autos noch hier parken, ohne eigentlich recht sichtbar zu sein.

Jetzt zur W e l t a u s st e l l u n g , die sich von hier im Herzen der französischen Hauptstadt an beiden Seine-Ufern nad) Westen bis zur Schwaneninsel in den Parks und Anlagen um Den Eiffel-Turm erstreckt, kommt noch der bunt leuchtende Glanz Der Pavillons und der Leuchtfontänen in der Seine hinzu; vielleicht spielen auch gerade Scheinwerfer zur Vervollständigung des Feuerwerks hoch herunter vom Eiffel-Turm.

Hat der Fremde diesen ersten Eindruck von Pa­ris, so ist ihm damit eine Ahnung dafür aufgegan­gen, warum es die Sehnsucht jedes Franzosen ist,

Steinberg II Großen-Lmden T.

Bei diesem Spiel werden die Leute von Großen« Linden gewinnen.

2. Kreisklasse.

Klein-Linden II Oppenrod.

Die 2. von Klein-Linden hat bewiesen, daß sie kämpfen kann, und wird den Oppenrödern das Nachsehen geben.

Göbelnrod Flensungen.

Zwei gleichwertige Mannschaften. Das Ergebnis aus diesem Spiel sollte erst beim Schlußpfiff fest­stehen.

Lehnheim Geilshausen.

Geilshausen wird gegen den Neuling Lehnheim siegreich bestehen können.

Muschenheim Treis.

Das Spiel gegen Treis werden die Muschenheimer, zumal auf eigenem Platze, für sich entscheiden können.

1900 Gießen III SA.-Kampfgem. Gießen II.

Da die beiden Gegner noch nicht zusammengespielt haben, ist eine Vorhersage nicht zu treffen.

VfB.-R. Gießen III Gröningen.

Bei diesem Spiel wird die 3. des VfB.-R. gegen Grüningen siegreich bestehen können.

Heuchelheim II Launsbach.

Launsbach wird sich auf dem Platze in Heuchel­heim behaupten können.

Staufenberg Daubringen.

Die Leute von Daubringen werden den Staufen­bergern das Nachsehen geben.

Oie Jugend im Kampf um die Punkte.

Die Spiele am kommenden Sonntag.

ButzbachSteinbach.

VfB. I Spvgg. 1900 I (Philipp, Gießen). Muschenheim Lich (Decker, Garbenteich). Staufenberg Wieseck II (Scharf, Wißmar). Heuchelheim Krofdorf (Rinn, Rodheim).

RodheimWatzenborn-Steinberg (Arnold, Heuchel­heim).

Großen-Linden Hungen (Offenbacher, Gießen). Garbenteich Ettingshausen (Laux, Leihgestern). Großen-Vuseck Wieseck (Rohn, Gießen). Lollar Alten-Buseck (Pieh, Londorf).

Klein-Linden VfB.-R. III (Wlodarek, Wieseck).

In Steinbach tritt Butzbach zum ersten Male auf den Plan; man ist auf die Spielstärke Der Mann­schaft gespannt Im Gießener Lokalderby geht es um die Tabellenführung Der Gruppe I. Ob sich Die Blauweißen gegen Die Leute vorn Waldsportplatz durchsetzen können wird Das Spiel am Sonntag zeigen. In Muschenheim wirD Der Plaßbesitzer die Punkte behalten. Wieseck macht einen schweren Gang nach Staufenberg; ein Unentschieden wäre für Die Gäste ein Erfolg. In Heuchelheim sollte wohl Krofdorf Das bessere Ende für sich behalten. In Rodheim ift Das Spiel offen. Der Tabellen­führer Großen-Linden wirD sich wohl auf eigenem Platz Die Punkte nicht nehmen lassen. Garbenteich gegen Ettingshausen sieht Die Platzbesitzer im Vor­teil. Ein spannendes Spiel kommt in Großen-Bufeck zustande, das den Besseren als Sieger zeigt. In Lollar werden sich Die Platzbesitzer die Punkte nicht nehmen lassen. In Klein-Linden werden die Gie­ßener wohl nicht siegen können.

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