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Gießener Anzeiger sGenerai-Anzeiger für Oberheffen) Mittwoch, 8. September 1037

Die Proklamation des Mhrers.

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Wirischast im Dienst der Dolksgemeinschast.

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Es gibt als Dogma weder ein sozialisierte Wirt- schäft, noch gibt es eine freie Wirtschaft, sondern es gibt nur eine verpflichtete Volks­wirtschaft, d. h. eine Wirtschaft, der im gesam­ten die Aufgabe zukommt, einem Volke die höchsten und besten Lebensbedingungen zu verschaffen. In­sofern sie dieser Aufgabe ohne jede Lenkung von oben, aus dem freien Spiel der Kräfte heraus gerecht wird, ist es gut und vor allem für eine Staatsführung sehr angenehm. Soweit sie auf irgendeinem Gebiet der ihr zukommenden Auf­gabe als freie Wirtschaft nicht mehr zu folgen vermag, hat die Führung der Volksgemeinschaft die Pflicht, der Wirtschaft jene Anweisungen zu geben, die im Interesse der Erhaltung der Gesamt­heit notwendig sind. Sollte aber eine Wirtschaft auf dem einen oder anderen Gebiet überhaupt nicht in der Lage fein, von sich aus die gestellten großen Aufgaben zu erfüllen, dann wird die Führung der Volksgemeinschaft andere Mittel und Wege suchen und finden müssen, um den Erfordernissen der Allgemeinheit zu genügen. Das eine aber ist sicher: Wie überall sonst ist auch hier beim vor­handenen Willen auch ein möglicher Weg.

Der Dille des nationalsozialistischen Staates nun, die wirtschaftlichen Grundlagen der Ma­llon zu sichern, hat seinen schärfsten Ausdruck gefunden in dem Entschluß, der Ihnen hier im vergangenen Jahr verkündet wurde: Innerhalb einer kurz bemessenen Zeit die Kation auf einer Reihe lebenswichtigster Gebiete von der Will­kür oder den Unsicherheiten des Auslandes unabhängig zu machen. Dieser Entschluß wird ebenso sicher ver­wirklicht, wie einst der nationalsozialistische Staat verwirklicht wurde. Insoweit zu seiner Verwirklichung privatwirtschaftliche Kräfte ge­nügen, werden sie damit befaßt, sowie aber eine ersichtliche Unmöglichkeit eintritt, auf die­sem Wege das gesteckte Ziel zu erreichen, wird

Krieg, nach einer schandbaren Revolution, nach 15- jähriger Ausplünderung und Erpressung bietet heute trotzdem das Bild einer in s t ch g e schl 0 ssenen ruhigen Kraft. Ein Friede, der geschützt wird durch das eigene Volk.

Drei Tatsachen möchte ich heute als ASschluß eines Kapitels der deutschen Geschichte hier fest­stellen:

1. Der Vertrag von Versailles ist tot!

2. Deutschland ist frei!

3. Der Garant unferer Freiheit ist unsere eigene Wehrmacht!

Parteigenossen und Parteigenossinnen!

Wenn die nationalsozialistische Staatsführung nichts weiter in der Geschichte unseres Volkes auf­zuweisen hätte als diese drei Ergebnisse ihrer Füh­rung und ihrer Tatkraft, dann würde sie sich damit allein schon ein Ruhmesblatt sichern in den ge­schichtlichen Annalen unseres Volkes. Ein Diktat, das für Ewigkeiten gedacht war, haben wir in noch nicht einmal fünf Fahren beseitigt!

Eine neue Wehrmacht in knapp vier Jah­ren wieder aufgebaut. Dabei ist aber Deutschland heute nicht isoliert, sondern in enger Freund- jchaft verbunden mit mächtigen Staa­ten. Die natürliche Interessengemeinschaft des na­tionalsozialistischen Deutschlands und des faschisti­schen Italiens hat sich in den letzten Monaten immer mehr als ein Element der Sicherung Eu­ropas vor dem chaotischen Wahnsinn erwiesen. Es wird in Zukunft nicht möglich sein, an irgendeiner Stelle über diese Willensgemeinschaft hinweg ein­fach zur Tagesordnung schreiten zu können. Unser Abkommen mit Japan dient der gleichen Auf­gabe, zusammenzustehen in der Abwehr eines An­griffs auf die Kulturwelt, der heute in Spanien, morgen im Osten ober übermorgen vielleicht wo anders stattfinden kann. In uns allen lebt die starke Hoffnung, daß auch andere Mächte die Zeichen der Zeit verstehen möchten zur

Stärkung dieser Front der Vernunft und des I Schutzes des Friedens und unserer Kultur!

Denn auch kulturell steht der nationalsozia- listische Etat einer durch und durch unsicheren Welt geschlossen und gefestigt gegenüber. Wenn Sie in diesen Tagen über das gewaltige Baugelände dieser Stadt gehen oder die schon vorhandenen Versamm­lungsräume betreten, bann wirb auf Sie alle bie stolze Ueberzeugung einströmen, baß bie Ration auch auf biefem Gebiet bie Zeit ihres Verfalls b e e n b e t hat unb ben Beginn eines neuen großen Aufstieges soeben erlebt. Was in Berlin, München unb Hamburg feiner Ausführung entgegenaeht ober auch zum Teil schon seine Gestaltung erfahren hat, ist ber Beweis für eine Kulturgesinnung, bie mehr ist als ein Wollen! Sie repräsentiert sich in nicht mehr wegzuleugnenben Taten!

Die größte Revolution aber hat Deutschlanb erlebt burch bie in biefem Lanbe zum erstenmal planmäßig in Angriff genommene Volks- unb bamit Rassen­hygiene. Die Folgen bieser beutschen Rassenpolitik roeroen entscheibenbere sein für bie Zukunft unseres Volkes als bie Auswirkungen aller anberen Gesetze. Denn s i e schaffen ben neuen Menschen. Sie werben unser Volk bavor bewahren, wie so viele geschichtliche traurige Dorbilber anberer Rassen an ber Unkenntnis einer einzigen Frage bas irbische Dasein für immer zu verlieren. Denn welchen Sinn hat alle unsere Arbeit unb unser Mühen, wenn wir sie nicht in ben Dienst ber Erhaltung bes beutschen Menschen stellen. Was aber hat jeber Dienst an biefen Menschen für einen Wert, wenn wir bas Wichtigste versäumen, ihn in seinem Blute rein unb unoerborben zu erhalten? Jeber anbere Fehler ist zu beheben, jeber sonstige Irrtum einmal zu korrigieren, nur was auf biefem Gebiete versäumt wirb, kann sehr oft niemals mehr gut- gemacht werben.

Ob aber auf diesem Rassen- und damit volks­hygienischen Gebiet unsere Arbeit eine fruchtbare war, können Sie wohl in diesen Tagen hier am besten selbst ermessen. Denn was Ihnen in dieser Stadt entgegentritt, das ist der deutsche Mensch, kommen Sie und sehen Sie nun

selbst, ob er unter der nationalsozialistischen Führung schlechter oder ob er nicht besser ge­worden ist. Messen Sie nicht nur die Zahl der mehr geborenen Kinder, sondern messen Sie vor allem das Aussehen unserer Ingend. Wie schön sind unsere Mädchen und unsere Knaben, wie leuchtend ist ihr Blick, wie gesund und frisch ihre Haltung, wie herrlich sind die Körper der hunderttausende und Millionen, die durch unsere Organisationen geschult und ge­pflegt werden.

Wo gibt es heute bessere Männer, als sie hier zu sehen sind? Es ist wirklich die Wie­dergeburt einer Kation eingetreten durch die bewußte Züchtung eines neuen Men­schen. Und dies ist die geschichtlich erhabenste Rechtfertigung für unser handeln in ber Ver­gangenheit und die stärkste Verpflichtung für unser Wollen und für unsere Entschlüsse in der Zukunft. Denn nur wer fein Volk gesund erhält, sichert ihm diese Zukunft. So sehen wir in dieser Woche das neue deutsche Volk vor uns auferstehen, sehen die gesunde und so schöne Jugend, sehen die harten Gestalten unseres Arbeitsdienstes, sehen die hun­derttausende der Männer unserer Kampf­bewegung und erleben vor allem die stolze Selbstsicherheit der Soldaten unseres jungen Heeres. Ein wahrhaft erhebendes Ergebnis einer historischen Arbeit!

Meine Parteigenossen und Parteigenossinnen!

Im fünften Jahre nach der nationalsoziali­stischen Revolution können wir keine herrlichere Feststellung treffen als die eine: Es ist wie­der schön, ein Deutscher zu sein, und ein Glück, in Deutschland zu leben! Das deutsche Volk, die nationalsozialistische Bewegung, die nationalsozialistische Armee und unser Reich Sieg-Heil!

die Kation als solche diese Arbeit über­nehmen. Es möge sich niemand darüber täu­schen: Einer Volksgemeinschaft, der es gelingt, eine gewaltige Armee aufzubauen, einen riesi­gen Arbeitsdienst zu mobilisieren, das Gigan- tenunlernehmen der Deutschen Reichsbahn zu

Das Dritte Reich ehri seine großen Meister.

Die fünf Träger des neugeschaffenen Deutschen Rationalpreifes.

leiten usw., wird auch gelingen, z. B. die deutsche Stahl- und Eisenproduktion auf jene höhe zu bringen, bie notwendig ist! Wir sind schon mit anderen Aufgaben fertig geworden als mit den im Vierjahresplan bestimmten! Und ich möchte schon heute Ihnen, meine Partei­genossen und -genossinnen, die Versicherung abgehen, daß diese Arbeit unter der Leitung des Parteigenossen Göring genau in dem vorgesehenen Tempo verläuft!

Eines ist sicher: es gibt weder eine Ideologie der Staats-, noch eine solche der Privatwirtschaft. In beiden Fällen trägt die letzte Verantwortung im­mer derselbe Faktor: nämlich die Gesamtführung der Ration, b. h. bie Volksgemeinschaft selbst Im übrigen gibt es in unserer Wirtschaft nur eine ein­zige Frage, bie uns seit Jahren fortgesetzt mit schwersten Sorgen erfüllt: Es ist bie Schwierigkeit unserer Lebensmittelversorgun g Der beutsche Lebensraum ist ohne koloniale Ergänzung zu klein, um eine ungestörte sichere, bauernbe Er­nährung unseres Volkes zu garantieren Kein an- beres Volk kann eine größere Leistung auf biefem Gebiete aufweisen als wir Die Zahlen, bie Partei­genosse Darrs Ihnen in biefem Kongreß unter­breiten wirb sind glänzenbe Beweise für biefe Be­hauptung. Allein es ist ein auf bie Dauer uner­träglicher Gebanke Jahr für Jahr vorn Zufall einer guten ober schlechten Ernte ab« hängig zu sein Es ist baher bie Forberung nach einem bem Reich gehörenden Kolonialbesitz eine in unserer wirtschaftlichen Rot begründete, und die Einstellung der anderen Mächte zu dieser Forderung eine einfach nicht ver­ständliche Deutschland hatte seine Kolonien einst die­sen Mächten weder geraubt noch gestohlen In einer Welt in der man heute nur so von moralischen Phrasen trieft, wäre es angebracht auch diese Tat­sache zu berücksichtigen.

Im übrigen spricht für bie deutsche nationalsozia­listische Wirtschaftsführung eine einfache und nüch­terne Tatsache Als wir vor fünf Jahren bie Macht übernahmen, alich bas wirtschaftliche Leben Deutsch- lanbs einem Friebbof Heute aber ist es roieber er­füllt vom Rhythmus der Schaffenskraft und der Arbeit eines ber fleißigsten Völker ber Welt.

Dies alles ist nur möglich burch bie Auto­rität ber heutigen Staatsführung, die ihrerseits roieber ihre Wurzel hat in ber Natio­nalsozialistischen Partei.

Wir sind überzeugt daß gerade auf dem Ge- biet der wirtschaft aber die Parteigenossen und Parteigenossinnen und alle wahrhaften Kafio- natfoUalisten überhaupt bie höch steVfIichI besitzen, der Führung des Reiches blind zu vertrauen und ihre Anordnun­gen oder auch nur ihre Bitten sofort zu berücksichtigen. Denn wir hoben einen schwereren Kampf als andere burdpuführen.

137 Menschen aus einem Quadratkilometer sind schwerer zu ernähren als elf oder zwölf. Dieses Wunder kann uns nur gelingen bei äußer­ster Disziplin der ganzen Volks­gemeinschaft, bei einem sofortigen Eingeben aller auf die Kotwendigkeiten des Tages oder der Zeit. Wir Deutsche können es uns nicht erlauben, auf diesem Gebiete ieben seinen eige­nen Wea neben zu tasten! Gemeinsam werden wir iedes Vroaramm, so oder so, zu lösen in der Caae sein Für sich allein würde ieder nur das Opfer der allgemeinen Schwierigkeiten werden.

Wenn ich mich nun ber Politik zuwenbe, bann glaube ich, meine Parteigenossen, genügen hier nur wenige Feststellungen zum Rechenschaftsbericht auf biefem Gebiet Um uns herum ist bie Welt erfüllt von Krieg und Karnnkaeschrei' Unruhe Mufft b'- Bölk"r unh RencUukicm-'n erschüttern ntM Staaten' Deutschlanb nach einem grauenhaften verlorenen

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Auf ben ältesten Silbern aus ber Geschichte nationalsozialistischen Bewegung fehlt selten neben Aböls Hitler ber heutige Rerchsleiter Alfred Rosenberg Wenn Rosenberg in ben Jah­ren bes Kampfes ben Leitaufsatz besDB ge­schrieben hatte ober mit einer Rebe vor bie Oeffent- lichkeit trat war es immer von befonberer Bedeu- tung im Leden ber Bewegung, zu deren ältesten Lehrern unb Kämpfern dieser deutsche Balte ge­hört Der tägliche politische Kampf ist ihm feit Jahrzehnten immer roieber Motor gewesen zu einem Schaffen, bas über bem Tagesstreit steht unb bamit bie geschichtliche Senbung ber fiitlerberoegung hervorhebt Die Werke bes Denkers Al fr eb Rosen­berg zeichnen sich burch bie schneibenbe Grundlich- feit bes norbischen Menschen aus.

Am 12. Januar 1893 würbe Alfreb Rosen- b e r g in Reval geboren Mit 25 Jahren erwarb er an ber Technischen Hochschule in Riga, damals nach Moskau verlegt, bas Diplom bes Ingenieur-Archi­tekten Als im Winter 1917/18 bie beutdjen Trup­pen in Reval einmarschierten, erschien als einer ber ersten Rosenberg mit ber Melbung als Freiwilliger Sie würbe ihm zur schwersten Enttäuschung. Man lehnte bie Einstellung bes russischen Staatsange­hörigen ab Aber ber Drang bes in bolschewistischer Gewalt hellsichtig Geworbenen trieb chn in bas

Paul Ludwig Troosi.

Der Baumeister des Dritten Reiches.

Als vor zwei Jahren, am 21. Januar 1934, Pro­fessor Paul Lubwig T r o o st starb, ba war sich bas beutsche Volk bewußt, einen seiner größten Baumeister verloren zu haben. Der Architekt Prof. Paul Lubwig Troost ist ber Schöpfer macht­voller Bauwerke, bie in alle Ewigkeit als Künber bes neuen beutschen Baustils hineinragen werben. Es ist bie schönste Krönung für bas Lebenswerk biefes beutschen Architekten, baß ihm als ersten ber neugeschaffene Deutsche Nationalpreis zuteil würbe.

Professor Troost, am 17. August 1878 in Elber- felb geboren, begab sich nach bem Stubiurn an ber Technischen Hochschule in 2) a r m ft a b t auf eine Studienfahrt nach Italien, wo er als Privatarchi­tekt wirkte. Seine meisterhaften Fähigkeiten in ber großen räumlichen Gestaltung unb seine Formsicherheit kamen bei ber Jnnenraumgestaltung unb auch bei ber künstlerischen Ausgestaltung ber großen beutschen Ozeanbampfer zum Aus­druck

Unvergänglich wirb ber Ruhm Lubwig Trvvsts burch bie herrlichen Bauwerke, bie er als Bau­meister bes Dritten Reiches schuf. Schon lange vor ber Machtübernahme reiften in stetem Gedankenaustausch zwischen bem Führer unb Pro­fessor Troost bie Pläne für bie machtvollen Bauten ber Bewegung. Wer heute nach München kommt, roirb von Bewunderung erfüllt vor biefen Monumentalbauten stehen, in benen ber beutsche Baustil einen so repräsentativen Ausdruck findet. Es ist Trvvsts verbienstvolle Tat, ben K v - niglichen Platz in so einbrucksvoller Weise umgestaltet, bie Bauten bes Führerhauses, bie Ehrentempel ber Ewigen Wache unb bas monumentale Haus ber Deutschen St u n ft gestaltet zu haben Erst vor wenigen Wochen feierte bie Kunst biefes Architekten bei ber Ein­weihung einer feiner glanzvollsten Schöpfungen ihren größten Triumph. _ .

Mit ganzem Herzen gehörte Lubwig Troost zur Gefolgschaft bes Führers. So war es felbstver- ftänblid). baß er stets in engster Derbunbenheit mit der Volksseele und der nationalsozialistischen Be­wegung lebte und wirkte. Er wird dem deutschen Volk in seinen Werken als einer der größten Bau­meister stets lebendig bleiben.

Alfred Rosenberg.

Ein geistiger Wegbereiter des Nationalfozialismus

Ringen für Deutschland Und es kam eine Zeit, da er marschieren durfte, 1923 mit Adolf Hitler beim Marsch für deutsche Erneuerung am blutigen 9 November. 1918 war Rosenberg nach Deutsch­land gekommen Sein Kampf als Journalist, Schriftsteller und Redner galt dem selbsterlebten Bolschewismus. Als 1919 in München die jüdische Räterepublik ausgerufen wurde, begab sich R o - f e n b e r g auf den Rathausplatz, um eine anti­bolschewistische Rede zu halten Daß er hier mit

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dem Leben davonkam, ist ein Wunder. Mit großer Hartnäckigkeit entwickelte er die Lehre feines Füh­rers von Den ewigen Grundlagen des Abendlandes.

Es gibt keinen Zweig am Schrifttum Des natio­nalsozialistischen Deutschlands, wo man nicht die Deutung empfindet, d'e der Kampf Adolf Hitlers durch seinen treuen Kämpfer Rosenberg erfuhr.

Die Wertschätzung, bie Abolf Hitler Rosenberg entgegenbringt, kam barin zum Ausbruck, baß 1933 ein außenpolitisch es 21 m t ber NSDAP, eingerichtet unb Rosenberg zum Chef besfelben er­nannt würbe. Am 31. Januar 1934 würbe Rosen­berg vom Führer auch mit ber Ueberwachung ber gesamten geistigen unb weltan­schaulichen Schulung und Erziehung der Partei und aller gleichgeschalteter Verbände so­wie des WerkesKraft durch Freude" betraut

Von Rosenbergs politisch-weltanschaulichen Wer­ken fand vor allem seinMythos des zwan­zigsten Jahrhunderts" als eine der geistig grundlegenden Dokumente der Bewegung weiteste Verbreitung.

August Bier.

Ein vorbildlicher Arzt, Helfer und Ratgeber.

Machtvolle Klarheit unb wissende Einfachheit sind einmal als Kennzeichen unserer neuen Zeit bezeich­net worden Der Charakterkopf der medizinischen Wissenschaft dieses umwälzenden Zeitalters ist August C. B. Bier, dem die höchste deutsche Auszeichnung, der Nationalpreis, zuteil wurde.

Dieser Arzt hat durch Klugheit und Gründlich­keit während einer kranken Zwischenepoche einen kraftvollen Atem von Gesundheit um sich verbrei­tet. So wurde er über denMediziner" hinaus Helfer unb weiser Ratgeber im schönsten Sinne Man rühmt Bier in erster Linie als einen der größten Chirurgen der Welt Er ist mehr, und es ist bekannt, daß dieser Künstler operativen Eingriffs erst alle anderen Auswege prüft und nur im wirklichenNotfälle", dann aber mit deispiel- loser Treffsicherheit vorgeht Die einen nennen ihn so den Chirurgen der Gegenwart, die anderen be­rufen sich auf ihn als Bejaher der Homöopathie, unb ebenso laut rühmt man ihn als einen neuen Hippokrates, bem lehrende Wissenschaft bas Wich­tigste sei Er ist alles in einem?

Er kam ben Grundlagen des Ledens durch harte

Arbeit und Genialität am nächsten. Dieser halb 76jährige, trägt im Antlitz die Züge eines Militärs und zugleich bie eines Gelehrten. Im Herzen des Reiches ward er am 24. November 1861 geboren. Der Junge trieb Sport als Lebensnotwendigkeit und blieb bem Gebauten bis heute treu. Die Hoch­schule für Leibesübungen in Berlin warb 1920 burch feine Initiative ins Leben gerufen In feine Studienzeit Berlin, Leipzig, Kiel fällt ein Sprung nach Sübamerika, wo er als junger praktischer Arzt arbeitete unb ftubierte. Van bort holte ihn Friedrich von Esmarch, ber Altmeister ber Chirurgie, nach Kiel. In Greifswalb gewann Bier feine homöopathischen Gründer- f e n n t n i ff e. Eine Berufung nach Bonn folgte. Wenige Jahre später1907 ging August Bier nach Berlin als schnell volkstümlicher Nachfolger Professor v. Bergmanns, zugleich als Leiter ber chirurgischen Universitätsklinik. Seine neuarti­gen Behandlungsmethoden setzten sich burch.

In bieser schaffensreichen Zeit trat Bier bem Volke einfach unb freunblich, seinen Stubenten hu­morvoll unb imponierenb, vielen Kollegen beißend unb mit herausforbernber Unerschütterlichkeit ent­gegen. Die Politikaster bes Zwischenreiches emp- fanben ihn als unangenehm, was sich zu gehässiger Feindschaft steigerte, als ber Weltruf erobernbe Ge­lehrte seinen Namen früh einsetzte für eine Kanz­lerschaft Abolf Hitlers. Als großer Diener fei­nes Volkes unb damit ber Menschheit lebt Bier seit fünf Jahren in ber Mark.

Ernst Ferdinand Gauerbrnch.

.Meufchenarzt" und Gesundheitsführer feines Bottes.

Geheimer Hofrat Staatsrat Professor Dr med. Emst Ferbinanb Sauerbruch würbe am 3. Juli 1875 in Barmen geboren. Schon währenb seines Stubiums entschloß er sich, Chirurg zu werben. Nur wenige Jahre war er Privatbozent in Breslau unb in Greifswalb, um bereits 1908 zum ao. Pro­fessor in Marburg ernannt zu werben. 1911 folgte er bem Rufe als ordentlicher Professor an die Uni­versität Zürich. Im Weltkrieg finden wir ihn als beratenden Chirurg eines Armeekorps Seit 1918

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Staatsrat Professor Dr. Sauerbruch.

bekleidete er als Ordinarius den Münchener Lehrstuhl für Chirurgie, feit 1927 leitet er die Chirurgische Klinik der Universität Berlin, dieCharite"

Sauerbruchs Lebenswerk ist die Brustkorb- ch i r u r g i e. Durch das von ihm aefdjaffeneDruck- differenzverfahren^ gelang es, auch bei verzweifelten Fällen Lungenkranke zu heilen. Da in der Brust­höhle ein Unterdrück herrscht, war es bis dahin nie möglich gewesen, den Brustkorb zu eröffnen, ohne baß bann sogleich bie Atmung aussetzte. Er baute sich barum eine große Kammer, in ber er sich selbst mit bem Patienten befand, dessen Kopf aus der