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Wandung heraussah und dem gewöhnlichen Luft­druck ausgesetzt war Erniedrigte er in der Kammer den Druck aus den Luftdruck der Brusthöhle, so konnte ohne Gefahr für die Atmung die Brust­höhle eröffnet werden Dadurch wurden nun alle Organe, vor allem aber die Lungen, dem chir­urgischen (Eingriff zugänglich Sauerbruchs dreibän- diges Werk über dieses Thema gab auch anderen Chirurgen die Möglichkeit. Lungenkranke, die man früher aufgeben mußte, zu heilen.

Auch feine Leistungen im Weltkrieg sind ein Zeugnis seiner genialen Größe. Er hat die bewegliche Prothese" erfunden, einen be­wegbaren Arm, den er mit einigen chirurgischen Kunstgriffen an die erhaltenen Muskeln anschlietzen konnte Nicht nur in der Vollendung der chirurgi­schen Handfertigkeit, auch m seiner m e n s ch l i ch e n Größe sieht Sauerbruch den idealen Arzt; so gehen denn auch seine wissenschaftlichen Leistungen über das Chirurgische hinaus Nach langem For­schen gelang es ihm. eine Ernährungsform zu­sammenzustellen. unter dem Namen derS a u e r- bruch-Hermannsdorferschen Diät", die eine bedeutende Heilmethode für die Tuber­kulose geworden ist Auch sind aus feiner Arbeit bedeutende Untersuchungen über den Krebs her­vorgegangen

Das Dritte Reich ernannte Sauerbruch zum Staatsrat und zum Mitarbeiter am Vier­jahresplan, denn Sauerbruch hat als Erster jeneKrise in der Aerzteschaft erkannt. 1925 geißelte er bereits die unhaltbaren Zustände In der Aerzteschaft durch einen großen Vortrag auf dem Kongreß für Naturforscher und Aerzte. Er erkannte, daß die Aerzteschaft sich nicht den wirtschaftlichen und sozialen Umwandlungen entsprechend umge- faltet habe. Es fehlte der persönliche Z u - ammenhang mit dem Patienten. Er elbft schuf Pläne zur Besserung, er führte sie zu­nächst in seinem Wirkungsbereich aus. Mit dem Auge und den unbewaffneten Sinnen die Krank­heit im Menschen zu erkennen, ist das. was er immer wieder von seinen Schülern verlangt.W i r haben keine Fälle, wir haben Men­sch e n o o r uns."

Darüber hinaus sieht er das Volk. Die Ge­

sundung des einzelnen ift der Anfang von dem aus er zur Gesundheitsführung der Nation über­leitet. Er verlangt gegen die immer drohenderen Bestrebungen zum ärztlichen Spezialistentum den Menschenarzt.

So ist Sauerbruch für seine Schüler der Schwer­stes verlangende Leyrer, er ist auch das größte arzt- liche Vorbild: hervorragender Wissenschaftler und Beherrscher der ärztlichen Kunst, von unendlicher Hingabe für das Wohl des einzelnen und der Nation, ein Gefundheitsführer seines Volkes. D. O.

Wilhelm Filchner.

Der Erforscher des unbekannten Asien.

Professor Dr. h. c. Filchner.

Vor wenigen Tagen erst erreichte uns die Nach­richt. daß Wilhelm F i l ch n e r , der im Frühjahr dieses Jahres an der chinesisch-tibetanischen Grenze gefangen genommen und ins Innere Turkestans verschleppt worden war, sich nun wieder auf freiem Fuß befindet. Auf dem Marsche über das Dach der Welt, der keineswegs Filchners erster ist, wird bei Forscher in den nächsten Tagen seinen 60 G e -

b urtsta g begehen Am 13. 9 1877 in München geboren besuchte Filchner das Gymnasium und wählte zunächst den OffiAiersberuf, der ihn bald in den GroßenGeneralstab führte Innerlich ist Filch- ner seinem Soldatentum immer treu geblieben, auch als ihn mit 23 Jahren die Forscherleidenschaft er­faßte und er am 24 Mai 1900 zu seiner ersten großen Unternehmung, dem Ritt über den Pamir aufbrach. Drei Jahre später schon war er mit einem festumrissenen wissenschaftlichen Pro­gramm als Leiter der deutschen China-Ex­pedition wieder auf dem Dach der Welf Im Jahre 1910 durchquerte er Spitzbergen auf Schneeschuhen und nahm dann an der deutschen Antarktisexpedltion teil.

Während des Weltkrieges stand Filchner als Hauptmann an der Westfront, aber kaum war der Krieg beendet, als es ihn wieder hinaus zu neuen großer? Forschungsunternehmungen trieb 1926 bis 1928 gelang es ihm, auf einer großen geophysika­lischen Expedition, die ihn von Rußland aus nach Turkestan und Tibet führte, die bis dahin lückenhaften erdmagnetischen Karten Jnnerasiens au verbessern und zu vervollständigen. Seine Mes­sungen wurden von wesentlicher Bedeutung für die Verbesserung und Ergänzung unserer bis dahin noch sehr unsicheren Kenntnisse von der Größe und Verteilung der Säkularvariation im westlichen China.

Längere Zeit war Filchner auf dieser Expedition verschollen und sogar bereits tot gesagt, bis er nach zweieinhalb Jahren wohlbehalten in der Heimat eintraf In seinem BucheOm mani p a d m e hum" berichtet er von den Gefahren und Anstrengungen dieser Reile

Kaum hatte Filchner sich Zeit genommen, die Er­fahrungen dieser Reise auszuwerten, als er 1934 wieder ins Innere Asiens aufbrach. Wieder war er längere Zeit verschollen, als die erste Nach­richt von ihm in diesem Frühjahr besagte, daß er in Gefangenschaft geraten war

Als Forscher wie auch als Wissenschaftler ist Filchner nicht nur in Deutschland, sondern in der ganzen Welt geachtet und geehrt.

sal ja zu einem großen Teil wir selber sind. So wurde die NSDAP die große Bekenntnisfront des deutschen Volkes Wenn die nationalsozialiltifche Bewegung nicht nur in einer Stunde der Erhebung diese Erkenntnis bejaht, sondern die innere Bewußt­heit auch durch den Alltag trägt, dann wird sie trotz aller Gegnerschaften eine Immer festere, durch das Leben ständig überprüfte Form bilden und jene Grundlage schaffen, die notwendig ist damit über das Dasein der heute Lebenden hinweg eine Tradition entsteht, die das Große der Vergangenheit mit den Notwendigkeiten unseres Jahrhun- derts verbindet und typenschaffende Macht der kommenden Geschlechter wird Das zu erreichen, erscheint uns als die vielleicht größte Kulturtat. die unserem kämpfenden Geschlecht noch Vorbehalten bleibt. Dieses Herde und harte Denken trägt auch besonders den jetzigen Reichsparteitag, der im Zeichen des Bekenntnisses au schöpferischer Arbeit steht, für uns. für unsere Kinder und Kin­deskinder.

Der Ehrentag

des Reichsarbeiisdienstes.

Nürnberg. 8. Sept (DNB. Funkspruch.» Die wettergebräunten jungen Männer des Reichsar­beitsdienstes haben am heutigen Mittwoch ihren Ehrentag. Ihr Appell auf der Zeppelin­wiese ist immer wieder einer der erhebendsten und beglüdenbften Eindrücke des Reichsparteitages. Das ist in diesem Jahre um so mehr der Fall, als dieser Parteitag schon durch seine Namensgebung im Zeichen der Arbeit, des Willens zum Schaffen steht.

In den 280 Zelten in der Zeltstadt Langwas - s e r, m denen 38 000 Arbeitsdienstkameraden aus den 30 Gauen des Reiches untergebracht find fand heute bald nach Sonnenaufgang das Wecken statt. Nach dem Morgenappell und der Losungs­ausgabe wurden die Fahnen vom Fahnen­hain am Horst-Wessel-Platz abgeholt, und bann oegann der Marsch zum Zeppelinfeld in zwei großen Marschkolonnen.

Oie NGOAp. ist unsere geistige und seelische Heimat!

Reichsleiter Alfred Rosenberg auf der Kulturtagung im Nürnberger Opernhaus.

Nürnberg, 7. Sept. (DNB.) Die führenden Männer des geistigen und künstlerischen Lebens Deutschlands versammelten sich Dienstagabend im Nürnberger Opernhaus zu der Kulturtagung die nun seit langen Jahren bereits einen der Höhe­punkte der Reichsparteitage bildet Außer Den Mit­gliedern des Diplomatischen Korps, den Reichs- Ministern, Reichsleitern und allen anderen in Nürn­berg versammelten führenden Männern aus Staat und Partei sah man hier die Präsidenten aller Einzelkammern der Reichskulturkammer. die Reichs- fulturroalter, die Mitglieder des Reichskultursenates, die Rektoren aller deutschen Hochschulen und viele Män«er und Frauen, die im deutschen Geistesleben auf den verschiedensten Gebieten der Wissenschaft und Kunst einen klangvollen Namen haben Die Uniformen der Parteiformatlonen und der Wehr­macht, die farbenfreudige Amtskleidung der Hoch- schulrektoren ergaben zusammen mit dem festlichen Lichterglanz den Eindruck eines Festtages. Während das Diplomatische Korps m der großen Ehrenloge Platz genommen hatte, saßen die führenden Män­ner der Partei und des Staates im Parkett. Für die zum Reichsparteitag gekommenen auslän­dischen Gäste waren mehrere Logen reserviert.

Sofort nach Erscheinen des Führers, der den Weg vom Deutschen Hof zum Opernhaus zusam­men mit Reichsminister Rudolf Heß zu Fuß zu­rückgelegt hatte, wobei ihm die auf den Straßen zu vielen Tausenden wartenden Volksgenossen wieder begeistert zujubelten, begann die Feierstunde Das Philharmonische Orchester München brachte unter der Leitung von Professor Dr. Peter Raabe den Einzug der Götter Walhalls" von Richard Wag- ner zum Vortrag.

Reichsletter Alfred Rosenberg

nahm bann bas Wort:

Jede große weltanschauliche Bewegung, die sich im Kampfe um eine Zukunft mit den Mächten ihrer Gegenwart auseinanderzusetzen hat, erhält die Richtung dieses Kampfes mit dem ersten be­wußten Auftreten chres Gedankens oorgeaeidjnet. Die größte Aufgabe der Führung einer solchen Be­wegung auf dem Gebiete der weltanschaulich kul­turellen Auseinandersetzung besteht darin, zwar im­mer eindeutig und kompromißlos die Voraus­setzungen ihres geistigen Daseins zu verteidigen, jedoch mit dem Bewußtsein, daß tiefe geschichtliche Auseinandersetzungen mit ande­ren Maßen gemessen werden müssen als die Spanne eines kurzen Menschenlebens es zuläht. So sehr allo die einmal besiegte politische Ver­gangenheit davor zurückgehalten werden muß, auf dem Umwege über Kultur und Weltanschauung wieder zu politischer Macht zu gelangen, so gilt deshalb in gleicher Weise die besondere Vorsicht und Aufmerksamkeit der NSDAP, allen jenen viel- fach sektiererischen Erscheinungen, die an unserer linken Flanke entstehen. Wie einst Martin Luther um seine Reformation zu retten sich gegen d i e Schwarmgeister wenden mußte, so hat, wenn auch in anderer Form, auch die Welt­anschauung des Nationalsozialismus alle Ursache, bei feierlichen Anlässen jene Kräfte zurückzuweisen, die zwar von allgemein anerkannten völkischen Postulaten ausgehend, dann doch nur einige ro e n i ge Punkte einer geistigen Gesamtheit herausgreifen und mit sektiererischer Besessenheit diese als die einzigen Maßstäbe für die weltanschauliche Betrachtung und Wertung hin- steilen.

Die nationalsozialistische Bewegung hat sich schon während des Kampfes von politischen Sekten zu säubern gewußt, und sie verfügt heute erst recht auch über jene inneren Kräfte, um bas in letzter Zeit bemerkbar hervortretenbe weltanschauliche Schwärmerwesen im nötigen Abstand von sich zu halten. Wir denken nicht daran, irgendwelchen sich weltanschaulich betä­tigenden Persönlichkeiten oder religiös Jo- weit sie nicht gemeingefährlich werden Schwierigkeiten in der Darlegung ihrer Uebet- jeugung zu machen. Um so mehr aber legen wir Gewicht darauf, zu erklären, daß keine dieser Gruppen und Grüppchen das Recht be­sitzt, sich als Vertretung nationalsozialistischer

Weltanschauung auszugeben ober gar als Vollender unserer Weltanschauung aufzutreten. Vielmehr stellen wir als unverrückbares Postu­lat das Bekenntnis auf, daß die Vertretung und Durchsetzung der nationalsozialistischen Weltanschauung das geistige hoheitsrecht der NSDAP. ist und bleiben wird. Die NSDAP, ist für uns alle nicht nur unsere politische, sondern auch unsere ehrlich erftrittene geistige und seelische heimatl

Wir sind dabei auch der UeberAeugung. daß ein­mal jener geistige Hochmut gewisser Außenstehender überwunden werben muß, bie scheinbar noch im­mer ber UeberAeugung finb, baß bie nationalsozia­listische Weltanschauung von Nichtsozialisten gedacht unb vollenbet werben müsse, bie also uns über uns selber belehren wollen, anstatt b e i s i ch selbst eine Ueberprüfung vorzunehmen. Wir wissen, baß ber Nationalsozialismus als Gesamt­heit nicht nur einen neuen Staat errichtet, sonbern auch ein neues Weltbilb zu formen begon­nen hat. Unb wir sind nicht so bescheiden, wie viel­leicht manche noch glauben, nun von außen her unsere Denker und Kulturgestalter zu beziehen und uns eine fremde geistige Ahnenreihe aufzwingen zu lassen. Es sind oft scheinbar kleine Wendungen des Geistes und des Charakters, die einmal innerlich anerkannt die Entwicklung ganzer Jahrhunderte, ja Jahrtausende bestimmen können. So hat einmal die siegreiche Behauptung von der Gleichheit aller das antike aristokra­tische Ideal in einer Stunde feiner Schwäche ge­stürzt unb zeitigte bann soziale unb geistige For­men, bie erst heute im Zeichen bes national­sozialistischen Denkens überrounben werben, nicht als Bekenntnis einiger Propheten, sonbern a I s inneres Erlebnis von vielen Millio­nen. Aus bem Dogma, ber bem Sinn ber Schöp­fung widersprechender Gleichheit aller Raffen, folgte notwenbig eine fortschreitende Mißach­tung bes Leibes unb damit eine durch Jahr­hunderte betriebene Durchführung der angeblich theologifch-philofophifch begründeten Trennung zwischen Seele und Körper. Die Ver­wahrlosung dieses Leibes wurde schließlich als ein besonderes Kennzeichen der Heiligkeit betrachtet. Dies führte bann folgerichtig zu einer immer stär­keren Vertretung ber Lehre von ber Erbfünbig- feit bes Menschen, unb in unseren Tagen wirb als letzte Konsequenz biefer tausendjährigen Entwicklung nicht selten bas Dasein ber Volk­heit s e l b st als ein Fluch bes Schicksals unb als Strafe für einen ehemaligen furchtbaren Fall ber Menschheit gewertet.

Gegenüber ber entscheidenden Behauptung von der wesenhaften Gleichheit aller INenschen sind wir der heute festbegründeten UeberAeugung, daß gerade die tatsächliche Ungleichheit dieser Seelen und Charaktere die Voraussetzung für jede wahre Kultur der Weltgeschichte ge­schaffen hat. Und wir glauben ferner, daß auch die großen Kulturschopfungen innerhalb der letzten Zeitepoche geradezu als die nicht zu unterdrückenden Proteste des künstle­rischen und weltanschaulichen Ge­wissens der europäischen Volker anzuspre­chen sind. Aus dieser UeberAeugung ergibt sich deshalb für uns nicht etwa diekünstliche Trennung" Awischen Seele und Leib, sondern die Erkenntnis, daß in einer vielleicht nicht immer materiell faßbaren Weise Körper, Seele unb Geist eine Dreieinigkeit bilden, deren Zerstörung Augleich die Zer­störung jeder Voraussetzung einer organischen Kulturform bedeuten würde. Aus dieser Er­kenntnis folgt für uns. daß das deutsche Volk entgegen so manchen Behauptungen nicht e r b i ü n b i g, sonbern er bablig ist Unb aus ber Gesamtheit blefes neuen Cebenspulfes bekennen wir, bah bie hohen Werte eines star­ken Volkes unb seiner Kultur nicht in Unter­würfigfeit, Knechtseligkeit unb so oft überheb­licher Demut liegen, sonbern im Stolz auf sich selbst unb in der Achtung vor sich selbst begründet sind.

Wir begreifen sehr wohl, baß für vie.e Vertreter ber Vergangenheit eine Welt unterging, unb wir selbst wissen, baß es ja auch für viele von uns tatsächlich ber Fall gewesen ist Wir finb jeboch ber festen Ueberzeugung, baß durch alle Zeiten hindurch unter mancherlei Formen unb Bekenntnissen ber beutsche Charakter in seinen wesent­lichen Linien boch ber gleiche geblie­ben ist. Unb weil wir auch in bem ehrlichen An­hänger einer geistigen Vergangenheit diese Sub­stanz ehren, so hoffen wir, daß bei unwandel­barem Festhalten bes einmal eingeschlagenen Weges, verbunden mit bem menschlichen Verständnis für die einzelnen inneren Konflikte so mancher deutscher Volksgenossen der große Umschmelzungs­prozeß der Seelen doch mit jener Würde vor sich gehen wird, der unserer großen Zeit entspricht. Der Nationalsozialismus ist emporgeftiegen wie ein Alpenzug nach einer riesenhaften (Eruption (E r i ft d a, ob ber Außenstehende ihn bejahen oberab= lehnen" mag. Die Welt täte jeboch gut, ihn eben als ein gewaltiges Phänomen ber Natur zu be­trachten unb als nicht mehr wegzubiskutierenbe Tat­sache in ihr Bilb bes Lebens einzufügen. Das Scyickfal, in besten Mitte wir stehen, ist groß. Wir haben es nicht als ein unverrückbares uns gleichsam erbrückendes Fatum von außen empfangen, sonbern haben bas Aeußere ergriffen, um es nach unserem Wesen zu formen. Unb beshalb brauchen wir nicht zu einem Schicksal gezwungen zu werden, son­dern dürfen uns frei zu der Gesamtheit der Ge­schehnisse unserer Tage bekennen, weil dieses Schick-

Nürnberg, 7. Sept. (DNB.) 15 00 Hitler- jungen aus allen Tellen Deutschlands sind vom 20. Juli ab mit 400 Bannfahnen von ihren Standorten durch die deutschen Gaue nach der Stabt ber Reichsparteitage marschiert. Am Dienstagvor­mittag, vor ber feierlichen (Eröffnung bes Partei­kongresses, fanb biefer symbolische Marsch ber Hitler- Jugend durch Deutschland mit bem Vorbei­marsch vor bem Führer amDeutschen Hof" seinen vorläufigen Abschluß.

In frischer unb straffer Haltung marschierten bie Jungen am Führer vorbei. Neben bem Führer ftanben auf bem Balkon besDeutschen Hofes" ber Stellvertreter bes Führers, Rubolf Heß, unb ber Reichsjugendführer Baldur von Schirach.

Die Ausstellung

Nürnberg, die deutsche Stadt".

In der altehrwürdigen Karthäuserkirche des Ger­manischen Nationalmuseums wurde die Ausstellung Nürnberg, die deutsche Stadt" durch den Stell­vertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, feierlich eröffnet. Veranstaltet vom Amt Schrifttums­pflege beim Beauftragten des Führers für die lieber« wachung ber gesamten geistigen unb weltanschau­lichen Erziehung ber NSDAP., Reichsleiter R o - s e n b e r g , unb in Fortsetzung ber früheren, auf den Reichsparteitagen und anschließend in vielen Großstädten mit großem Erfolg gezeigten Ausstel­lung über das ewige, das wehrhafte und das poli­tische Deutschland, zeigt sie in neuen Räumen mit einer Fülle wertvoller Schriften. Urkunden, Bilder und Kunstwerke die geschichtliche Entwicklung der alten Reichsstadt in ihrer schicksalhaften Bedeutung für das deutsche Volk.

UraufführungUnternehmen Michael" in Nürnberg.

Der Ufa-FilmUnternehmen Michael" wurde Dienstag nachmittag im Ufa-Palast Nürnberg ur- aufgeführt Unter den Besuchern bemerkte man ^en Stabschef der SA., Lutze, Reichsschatzmeister Schwarz, Staatssekretär Meißner, Reichsleiter Bouhler und zahlreiche Gauleiter Ferner war die Wehrmacht besonders stark vertreten Den Auftakt bildete eine musikalische Darbietung der Kapelle des 10. Pionierbataillons Regensburg Der Film löste starken Beifall aus. Im Namen aller Schauspieler, die sich unter der Regie von Karl Ritter.zu die­sem Film zusammengefunden hatten, dankten Hein­rich George und Matthias Wiemann für den Beifall des vollbesetzten Hauses.

Man sah es den Jungen nicht an, daß sie viele hun­dert Kilometer in ihren Tagesmärschen zurückgelegt hatten; sie kannten die letzten Wochen hindurch nur das eine Ziel: den Vorbeimarsch vor bem Führer! So zog Bann um Bann an bem Führer vorbei, unb fest war ber Blick der Jungen auf den Führer gerichtet. Die Tausende, die am ..Deut­schen Hof" standen, jubelten den Hitlerjungen zu; ihre größte Freude aber war der Augenblick, da sie dem Führer ins Auge sehen konnten.

Nach bem Nürnberger Parteitag ziehen bie Marschblocks weiter nach Laubs berg, wo ber Abolf-Hitler-Marsch mit einer Feierstunde auf ber Festung Canbsberg seinen Abschluß finbet

foiflerjungen marschieren vor dem Führer.

Der »Adolf-Hitler-Marsch der deutschen Jugend- vor dem Führer in Nürnberg.

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Die Fahnen der Jugend vor dem Führer. (Aufnahme: Scherl-Bilderdienst.)