Ausgabe 
8.9.1937
 
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Mittwoch. 8. September W3Z

Nr. 209 Erster Blatt

187. Jahrgang

für Kunst und Menschast

e s v e r -

ist ja erst In dem Augenblick meßbar, in dem es sich zur Tat zu verdichten beginnt. Erst dann wirkt es substantiell und kann unter Umständen als eine mögliche Bereicherung des Kulturbesitzes eines Vol­kes angesehen oder als dessen unwürdig eben ab­gelehnt werden.

So ist denn auch die Kulturgeschichte der vergange­nen Zeitalter nur die Registrierung kultureller Lei­stungen und nicht hie Wiedergabe kultureller Mei­nungen oder eines kulturellen Wollens! Was auf dieser Welt gedacht, geredet und niedergeschrieben

Reichsmmister Dr. Goebbels verkündet die ersten Träger des Deutschen Aaüonalpreises

Professor Ludwig Troost, der große Bau- meister, der eigentlich verdient hätte, als Erster Träger des Deutschen Nationalpreises zu wer­den, weilt leider nicht mehr unter den Leben­den. Der Führer hat bestimmt, daß ihm sym­bolisch über das Grab hinaus als E r st e m diese Ehrung zuteil werden soll.

Professor Ludwig Troost hat in seinen Bauwerken den monumentalen und richtungweisenden architek­tonischen Stil des neuen Reiches für alle Zeiten vorgezeichnet. Die Parteibauten auf dem Königlichen Platz und das Haus der Deutschen Kunst in München werden noch in Jahrhunderten Zeugnis ablegen von der starken, formenbildenden Kraft dieses einzigartigen Baumeisters. Er gehört in die erste Reihe unserer großen deutschen bau­lichen Gestalter. Sein Geist, seine Werkstreue, sein überragendes Genie der baulichen Gestaltung wer­den noch für die fernste Zukunft Vorbild sein, nach dem eine kommende künstlerische fugend sich aus­richten soll. Im Namen des nationalsozialistischen Deutschlands erfüllt der Führer deshalb eine Dan- kespflicht, wenn er bestimmt, daß Professor Ludwig Troost, zwar durch den Tod von uns geschieden, aber in seinen Werken ebenso welterlebend die Reihe der Träger des Deutschen Nationalpreises

darüber hinaus das ganze deutsche Volk wird es mit tiefer Genugtuung begrüßen, daß der Führer in Alfred Rosenberg einen seiner ältesten und treue st en Mitkämpfer durch Ver­leihung des Deutschen Nationalpreises auszeichnet.

Für den zweiten Deutschen Nationalpreis für Kunst und Wissenschaft hat der Führer eine Zweiteilung in Beträge von je 50 000 NM. angeordnet. Als Träger wurden vom Führer zwei Aerzle bestimmt: Geheimrat Professor Dr. August Bier und Geheimrat Professor Dr.

Ferdinand Sauerbruch.

Damit werden zwei deutsche Wissenschaftler preis­gekrönt, deren Namen in der ganzen Welt von stärkstem internationalem Klang sind. Geheimrat Bier wird, obwohl er jetzt schon im Ruhestande lebt, von allen deutschen Aerzten nicht nur als der große vorbildliche Chirurg, sondern auch als das Vorbild des deutschen Arztes als Lehrer und Erzieher geliebt und hoch verehrt. In ihm bewundert das junge Deutschland die starke Persönlichkeit, die höchste Wissenschaftlichkeit mit tiefstem deutschen Menschen­tum auf das glücklichste verbindet. Seine Arbeiten haben wesentlich mit dazu beigetragen, einer neuen deutschen Heilkunde die Bahn freizumachen. Auch die heute tätige Chirurgengeneration bekennt sich freudig zu ihm als zu ihrem großen Lehrer und unübertrefflichen Meister der Operationskunst. In Professor S a u e r b r u ch hat der jetzt im Ruhe­stand lebende Geheimrat Bier einen würdigen Nach­folger gefunden. Sein Name hat im In- und Aus­lande vor allem durch seine Arbeiten auf dem Ge­biete der Lungenchirurgie besondere Bedeutung er­halten. Seine vielseitige Persönlichkeit übt heute auf Patienten, Schüler und Studenten die stärksten Wirkungen aus.

Den dritten Nationalpreis hak der Führer dem Forschungsreisenden Dr. Wilhelm F i l ch n e r verliehen.

Die erste Tat dieses echten deutschen Forschers war der im Jahre 1900 begonnene und auch glücklich mit nur zwei Pferden durchgeführte Ritt über den Pamir. Drei Jahre später überquerte Filchner als Leiter der Deutschen China-Tibet- Expedition das Reich der Mitte von Schanghai aus. Filchner legte die Forschungsresultate in einer ganzen Reihe von Werken nieder. Im Jahre 1910 überquerte Filchner auf Schneeschuhen Spitz­bergen. Im Anschluß daran leitete er in den Jahren 1910 bis 1913 eine Expedition in d i e Antarktis, wo er das Prinz-R?gent-Luitpold- Land entdeckte. Im Jahre 1926 brach er wieder zu einer Expedition auf. Er wurde zwei Jahre von Tibetanern festgehalten und in Europa auch schon totgesagt. Filchner hat von dieser Expedition schwere körperliche Schäden davongetragen. Im Jahre 1934 entschloß sich Filchner zu einer neuen Expedi­tion, die Mitte 1936 nach Verhandlungen mit der Nankingregierung beginnen konnte. Zu Anfang dieses Jahres wurde er beim Grenzübertritt von Zentralchina nach Chinesisch-Turkestan wieder fest- qenommen. Erst in den letzten Tagen konnte die Presse berichten, daß er durch Eingriffe verschiede­ner Behörden wieder in Freiheit gesetzt wurde. In Filchner verehrt über Deutschlands Grenzen hinaus die ganze Welt einen echten deutschen Forscher, der unter Hintanfeüung von Gesundheit und Leben seinen großen wissen-

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Nürnberg, 7. Sept. (DNB.) Auf der Kultur- lagung des Reichsparteitages 1937 hielt der Füh - i e r folgende Rede:

Zu den Begleiterscheinungen des hinter uns legenden Kulturverfalls gehört auch die abnorm ^schwellende K u n st l i t e r a t u r. Dieser Vorgang ichnelt sehr stark der emsigen theoretischen Betäti- liung schwacher Spießer in jener Freiheit, die sie 'm Liede und mit dichterischen Phrasen verherr- ! chen, ohne aber irgendwie zu versuchen, sie irgend­wie praktisch herbeizuführen. Sie sind nicht nur der j*ften Ueberzeugung, dieser ihrer allerdings so Manischen Art und Weise der Freiheit wirklich Lenen oder nutzen zu können, nein: sie finden learin vor allem auch die ihnen vollständig ge­igende innere Befriedigung. So erleben sie die Isrrliche Tatsache eines Zustandes nur als einen Lraum, in dem sie sich aber um so wohler fühlen, (Is sie ihn besingen dürfen. Sie ertragen geduldig Sklavenketten, aber reden von der Schönheit der

schon in der Systemzeit wegen

r a t s bestraften deutschen Pazifisten verliehen worden war. Dieser Akt stellte eine be­wußte und gewollte Kränkung und Belei­digung des ganzen deutschen Volkes dar. Es mußte deshalb für alle Zukunft Deutschen die Annahme des Nobelpreises untersagt wer­den. In einer Ausführungsbestimmung wurde an­geordnet, daß die Verleihung des Preises in einem feierlichen Staatsakt alljährlich auf dem Reichsparteitag in Nürnberg stattfinden soll. Ueber die Verteilung des Preises entscheidet der Führer. Zum erstenmal seit seiner Stiftung wird der Deutsche Nationalpreis heute auf dem Reichsparteitag der Arbeit in Nürnberg von Ihnen, mein Führer, verliehen. Ich habe in Ihrem Namen d i e Preisträger bekanntzugeben Sie erfah­ren durch die Verleihung die höchste Ehrung in Kunst und Wissenschaft, die das nationalsozialistische Deutschland zu vergeben hat.

s'ehen müßten, um sie zu erkämpfen! Wir haben in < Deutschland diese Art politisch-bürgerlicher Selbst- lsfriedigung 1-5 Jahre lang erlebt und haben unter ' i»r nicht wenig gelitten. 15 Jahre lang schrieben ; mb redeten sie von Völkerrecht, von der Gleich- lsrechtigung, von Menschenrechten überhaupt und ute» dabei so, als ob durch ihr Gerede und Ge­schreibe die Tatsächlichkeit dieses Zustandes entweder l-rbeigeführt oder in seiner Existenz gar schon be­wiesen würde, und versuchten damit, sich und lindere bewußt oder unbewußt über die harte Wirklichkeit hinwegzutäuschen. Wehe dem aber, der B nun wagte, dieser Fata Morgana die harten Tatsachen entgegenzuhalten! Niemand hat deshalb iluch den Marschschritt der nationalsozialistischen Bataillone mehr gehaßt als jene, die fortgesetzt in 'Nationaler Freiheit" taten und von .Wehrhaftigkeit redeten. Denn ihr Kampf war ein schöner und vor allem ein gefahr- lio f e r Traum, das Ziel der anderen aber nur luurch bittere Opfer zu erreichen. In ihrer Welt (genügte es zu reden. Zum Eintritt in die andere ilber mußte man handeln!

I Die Waffen dieser bürgerlichen Freiheitssänger waren im schlimmsten Falle Tinte und Feder. Vom Nationalsozialisten aber wurden tausende Entbeh­rungen gefordert. Allein aus ihrem Ringen kam tllmählich die wirkliche Freiheit. Eine Frei- jsit, die nicht ein Ergebnis poetischer Betrachtun­gen, sondern das Resultat schwerer politischer Kämpfe ii, deren Elemente daher auch nicht Aufsätze ober Leitartikel sind, sondern geschichtlich feststehende Er- t gnisse und damit Leistungen.

Cs war aber natürlich schwerer, zu einem 16. März 1935 zu kommen ober bas Rheinlanb zu besehen, als sich in Zeitungen und literari­schen Broschüren mit theoretischen Abhandlun­gen über das richtige Wesen einer wirklichen Freiheit zu befassen. Geschichtlich wird aber sicherlich nur das Tatsächliche gemeßen, b. h. geschichtlich ist entscheidend nicht das politische Wollen oder die theoretische Betrachtung, son­dern die politische Leistung d.h. die Tat. (Beifall.)

Es ist auf dem Gebiet der kulturellen Entwick­lung nicht anders. So wie die politische Regenera­tion außerhalb der literarischen Behandlung nur i Lurch die positive Leistung kommen konnte, so kann sch auch die kulturelle Wiedergeburt nicht in Leit- (Ttifeln, Kunstkritiken, Kunstbetrachtungen oder 5 unstabhandlungen erschöpfen, sondern sie muß zu k ner positiven kulturellen Leistung führen. Was nachte wohl unsere gesamte Kunstliteratur, wenn br nicht vergangene Jahrhunderte, ja Jahrtau- stnde die sachlich materiellen Grundlagen für ihre theoretischen Abhandlungen geliefert hätten? Wie nürbe etwa bie Menschheit in Zukunft noch von ( ner Bereicherung ihres kulturellen Lebens sprechen Finnen, wenn statt einer Vermehrung tatsächlicher 5'ulturleistunqen nur eine Ausweitung bes Um= finqes ber literarischen Behanblung ober der Be­trachtungen stattfinden würde?

Man kann daher nicht von einer Kulturpolitik reden, wenn man unter ihr nur die sogenannte geistige theoretische Befristung mit kulturellen Fragen versteht. Nein: Die Aufgabe einer Kulturpolitik ist genau so wie auf dem Gebiet der allgemeinen Politik die Führung zu neuen, in diesem Falle kulturellen Leistungen!

Diese, bas heißt bie Ergebnisse ber wirklich schöp­firischen Arbeit werben bann gesammelt unb später r elleicht auch mieber einmal gewogen unb können t unprobuktioen Zeiten ber bann vermutlich wie­der wuchernden Literaten bie erforderlichen neuen Vesprechungschemen liefern. Keinesfalls könnte bics euer bas sog. kulturpolitische Wollen sein, denn dies

Nürnberg, 7. Sept. (DNB.) Auf der Kultur­tagung hiett Reichsminister Dr. Goebbels zur Ver­kündung des Nationalpreises folgende Rede:

Mein Führer: Eure Exzellenzen! Parteigenossen und Parteigenossinnen! Am 30. Januar 1937 haben Sie, mein Führer, durch einen Erlaß den Deut­schen Nationalpreis für Kun st und Wissenschaft gestiftet. Dieser Erlaß hat folgen­den Wortlaut:

Um für alle Zukunft beschämenden Vor­gängen vorzubeugen, verfüge ist mit dem heu­tigen Tage die Stiftung eines Deutschen Na­tionalpreises für Kunst und Wissenschaft. Dieser Nationalpreis wird jährlich an drei ver­diente Deutsche in der höhe von je 100000 Mark zur Verteilung gelangen. Die Annahme des Nobelpreises wird damit für alle Zukunft Deutschen untersagt."

Der Erlaß war dadurch notwendig geworden, daß im Jahre 1936 der Friedens-Nobelpreis an einen

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Als erstem unter den Lebenden hat der Führer den Deutschen Nationalpreis dem Partei­genossen Alfred Rosenberg verliehen.

Alfted Rosenberg hat in feinen Werken in hervor­ragendstem Maße die Weltanschauung des National- foAialismus wissenschaftlich und intuitiv HgrTnb en und festigen geholfen. In einem unermüdlichen Kampf um bie Remerhaltung ber nationalsozialistischen Weltanschauung hat er sich ganz befonbere Verbienste erworben. Erst eine spa­tere Zeit wirb voll zu ermessen vermögen, wie tief ber Einfluß bieses Mannes auf bie geistige unb welt-

Es ist im übrigen auch gar nicht möglich, in Wort unb Schrift gerabe bas auszubrücken, was ä. B. der menschlichen Stimme im Gesang ober überhaupt ber Musik zu vermitteln gelingt. Denn auch bies ist eine Sprache ber Völker. Ihr Inhalt unb ihr Ausbrucksoermögen finb ebenso eigenartig wie unersetzbar. Gerabe bie Musik gibt mit ihren Mit­teln Empsinbungen mieber, bie m solch tiefster Ein« bringlichkeit roeber besprochen noch beschrieben wer­ben können. Um wieviel rounberbarer aber die Ausdrucksfähigkeit dieser Sprache ist, kann man er­messen an der Schwierigkeit ihrer Erlernung und ihres Verstehens. Wenn es den normalen mehr technischen Ausdrucksmitteln der Sprache und der Schrift noch ohne weiteres gelingen kann, über Völker hinweg Brücken einer allgemeinen wissen­schaftlichen Verständigung zu schlagen, so versagen sie als Mittel der Derständlichmachung vieler see­lischer Regungen unb Empsinbungen gegenüber ber Musik fast vollstänbig. Die höchsten musikalischen Wunderwerke sinb baher auch nur einem kleinen Kreis von Nationen allgemein verstänblich, im be* sauberen aber überhaupt nur jenen Auserwählten unter biefen Völkern, die dank einer wenn auch in grauester Vorzeit ruhenden gleichen A b - ft a m m u n g eine noch vorhandene gemeinsame Antenne für die Aufnahme dieser feinsten Ausstrah­lungen seelischer Empfindung besitzen.

Die wahrhaft hohe künstlerische Leistung ist die seltenste begnadete Aeußerung einer einem Volke geschenkten inneren Veranlagung oder besonderen Fähigkeit, und sie ist daher auch der schlagendste Beweis für die einem Volke schon in die Wiege gelegte höhere Bestimmung. Denn die Zeil kann kein Kunstwerk gebären, sondern die Menschen schaf­fen es aus dieser ihrer inneren Bestimmung heraus, und zwar so, wie sie es sehen und emp­finden, oder wie ihr Ohr es vernimmt.

Es gehört z. B. seit jeher zu den ersten mensch­lichen Kunstregungen der Versuch, das eigene Ich, b. h. ben Körper des Menschen, in Bild und Form wiederzugeben. Längst ehe die Sprache die Aus- drucksmöglichkeiten fand, die Gestalt des höchsten Erdenwesens in Worte zu fassen, versuchte der schöpferisch veranlagte Mensch durch die Zeichnung den Eindruck des Gesamtbildes seiner selbst oder seiner Umwelt festzuhalten und wiederzugeben.

Allein hier sehen wir, wie wenig die künstlerische Befähigung zu tun hat mit dem gegebenen tat­sächlichen Zustand der Menschen an sich und wie sehr sie ausdrückliche Gabe ist weniger befähigter Völker und deren besonders begnadeter einzelner Menschen. Denn jedes Wesen dieser Erde muß ober müßte sich selbst als vollenbet empfinben. Aber selbst unter ben menchlichen Rassen ist es nur we­nigen gegeben, biefer körperlichen eigenen Voll­endung einen künstlerisch zutreffenden Ausdruck zu verleihen. Nicht weil der Grieche schön war, gelang es ihm seinen schönen Körper in Bild und Plastik darzustellen, sondern weil es dem Griechen gegeben war, diese Schönheit zu empfinden, d. h. sie bewußt zu erkennen und dem nachzugestalten. Nur dem sind bie Meisterwerke der antiken Kun st zuzuschreiben. Es gibt ohne Zweifel Negerstämme mit einem geradezu klassisch schönen ebenmäßigen Körperbau, allein es fehlt ihnen trotzdem die höhere Fähigkeit, ihr eigenes Ich auch nur annähernd unb im Silbe wieberzugeben. Es mögen baher bie Völker noch so schön, b. h. zweckmäßig in ihrem Körperbau geformt gewesen sein, so war boch bas Entscheibenbe, ob ihnen jene Gabe zuteil würbe, ihre Schön­heit bewußt zu erkennen und dementspre­chend wiederzugeben. Die meisten aber erkannten weder den Adel ihrer eigenen Erscheinung oder die Formen ihrer Umwelt, noch gelang es ihnen im Sinne eines gestaltenden Schauens, die Kraft zu einer Wiedergabe dieser Eindrücke zu finden. Dies mag am stärksten bie große Begnabung erhellen, bie ben Völkern mit künstlerischen Fähigkeiten zu­teil würbe.

Daß diese Kunst aber nur einzelnen Rassen in einem höchsten Sinn ver­liehen ist und nicht der Mehrzahl, kann die Bedeutung ihres Wertes nur erhöhen. Denn so stehen einer großen Tilade kulturell schwacher, weil schöpferisch steriler Völker wenige andere gegenüber, die seit grauester Vorzeit die künst­lerische Erkenntnis mit der Fähigkeit der künst­lerischen Gestaltung verbanden.

Allein nicht nur die Kulturvölker sind in der Minderzahl gegenüber den kulturell Untüchtigen, auch innerhalb dieser Völker selbst sind es wieder nur einige wenige, die als gesegnete Auserwählte die intuitive Gestaltungskraft zur Fest­haltung und Wiedergabe des Gesehenen, von ber Vorsehung verliehen erhielten. So wie auf allen Gebieten bes Lebens stets einzelne Menschen bie Bahnbrecher neuer Erkenntnisse, bie Vollbringer neuer Lei st ungen finb, so auch auf bem kulturellen. Hunderttausende mögen ben gleichen Körper besitzen, Liebe unb Leib mag hie beiben Geschlechter in Millionen fühlenben We­sen zueinanber führen ober voneinanber entfernen,

wirb, kann nur insofern einen Eigenwert bean­spruchen, als es als rein geistige Arbeit selbst einen Beitrag zu bem allgemeinen Bestaub geistiger unb bamit tm tiefsten Grunbe boch wissenschaftlicher Er­kenntnisse liefert. Die Kultur ber Völker ist aber nun einmal viel zu sehr burch bie tatsächliche Lei­stung bebingt, als baß geistige Abhanblungen etwa als Ersatz für fehlenbe Kulturschöpfun- g e n auf bem Gebiet sagen wir ber Musik, ber Architektur ober auch ber begleitenben Künste gelten könnten.

Freiheit". Sie benehmen sich unterwürfig, allein Ige wettern in kriegerischen Schlachtrufen von Hel- : i=ntum, von männlichem Kampf unb von Sieg! Je »ehr sie sich aber in diese heroischen Visionen hin- enfteigern, um so mehr hassen und verfolgen sie j ben, ber, bie Wahrheit erfennenb, ihnen bie Fest­stellung entgegenhält, baß bie Freiheit eben nicht vorhanden und die Helden daher erst einmal aus-

Genie und Gemeinschaft als Grundpfeiler aller wahren Kultur Die große Rede des Führers auf der Kuttmtagung in Nürnberg.

Siebener Anzeiger

General-Anzeiger für Gberheffen

Druck und Verlag: vrühlsche UnlversttStrdruckerei ii. Lange in Siehrn. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulftratz« 7

schaftlichen Zielen dient.

Ich mache mich gewiß zum Dolmetsch aller Deut­schen, wenn ich den ersten Trägern bes National­preises für Kunst und Wissenschaft die Glückwünsche des Führers, der nationalsozialistischen Bewegung und des deutschen Volkes zum Ausdruck bringe. Möge auch in fernster Zukunft, auch wenn von nach uns kommenden Generationen noch verdiente Deutsche mit diesem vom Führer gestifteten Preis ausgezeichnet werden, nur solche diese Ehrung er­fahren, die sich würdig unb mit Stolz in bie Reihe r (Finfhifc biefes fDlannes auf die geistige unv wett-sderer stellen können, b-m'n her Führer h"nte zum anschaul-che Gestaltung des nationalsozialistischen! ersten Male den Deutsch n ' yionalpreis für Kunst Reiches ist. Die nationalsozialisttsche Bewegung und und Wissenschaft verliehen hat.