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Ausklang -er Lahrestagung -er Reichsfilmkammer.

Oie Tagung der Fachgruppen.Kilmball 1937.

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Am Freitagabend hielt Reichsminister Dr. Goebbels bei der Kundgebung der Reichsfilm­kammer im Sitzungssaal des Reichstages eine Rede, über die schon ausführlich berichtet wurde. Das Bild zeigt einen Teil der anwesenden Filmschauspieler. Von links nach rechts: Will Dohm, Hanna Waag, Maria And er gast. (Dahinter in der zweiten Reihe): Hansi Knoteck, Willy Fritsch und Lilian Harvey. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Der zweite Tag der Iah^estagung der Reichsfilmkammer war den Tagungen der Fachgruppen vorbehalten. Bei allen Gruppen nahm der Präsident der Reichsfilmkammer Staatsminister a. D. Prof. Dr. L e h n i ch das Wort. Bei der Fach­gruppe Filmtheater wurde einstimmig die Auf­lösung des Reichsverbandes Deutscher Filmtheater beschlossen. Der Leiter der Fachgruppe Filmtheater Dr. Q u a d t stellte fest, daß die deutschen Film­theaterbesitzer mit einer Zahl von 5321 Theatern und 1 953 634 Sitzplätzen am 1. März 1937 nach Amerika an der zweiten Stelle in der Welt marschierten. Vom September 1934 bis zum März 1937 seien in Deutschland insgesamt 461 Filmthea­ter neu bzw. wieder eröffnet worden.

lieber technische Fragen referierte Diplom-Inge­nieur W a r n ck e , während Fritz Fuhrmann die organisatorischen Fragen behandelte. Reichskul- turwalter Hinkel führte u. a. aus, der National­sozialismus habe das deutsche Kunst- und Kultur­leben in einer mühevollen Arbeit von den Vertre­tern einer artfremden Rasse und ihnen wesensver- waydten Menschen gesäubert, damit ihre Plätze von Leuten gleichen Geistes besetzt würden. In weiteren Tagungen wurden Fragen des inländischen Filrn- vertriebes, der Filmproduktion, der Kultur-, Werbe­film- und Lichtspielstellen, der Film- und Kinotech­nik, sowie der filmtechnischen Forschung' behandelt.

Nach ernster Beratung und zielstrebiger Arbeit schloß die Reichsfilmkammer ihren ersten Jahrestag mit einem festlichen Ereignis ab, dem Filmball 19 3 7, der Künstler, Wirtschaftler, Techniker, Ver­leiher und Theaterbesitzer vereinte, und dem auch Reichsminister Dr. Goebbels beiwohnte. Der Präsident der Reichsfilmkammer, Staatsminister a.D. Professor Dr. L e h n i ch , und sein Stellvertreter, Hans Weidemann, konnten als Ehrengäste u. a. Reichsminister Dr. Goebbels, Reichsleiter Aierl, den Pressechef der Reichsregierung, Staatssekretär Funk, den Reichssportführer von Tschammer und O st e n , die Reichskulturwalter Hinkel und M o r a l l e r und viele Kultursenatoren begrüßen.

In den überfüllten Sälen spielten die besten Berliner Kapellen. Ein hübsch zusammengestelltes Pro­gramm, an dem zahlreiche namhafte Filmkünstler teilhatten, sorgte dafür, daß der Filmball 1937 zu einem schönen und beschwingten Fest wurde.

Oer Führer

an die deutschen Filmschaffenden.

Der Führer und Reichskanzler hat in folgen- 6em Telegramm an den Präsidenten der Reichs­filmkammer für da^ Grußtelegramm der deutschen Filmschaffenden gedankt:Den zur 1. Jahrestagung der Reichssilmkammer Versammelten danke ich herzlich für die Grüße, die ich mit aufrichtigsten Wünschen für weitere erfolgreiche Arbeit der deut­schen Filmschaffende^ bestens erwidere.

gez.: Adolf Hitler."

Reichsminister Dr. Goebbels dankte mit nach­stehenden Worten:Für die Grüße von der Jah­restagung der Reichsfilmkammen danke ich Ihnen bestens. Ich grüße alle anläßlich der 1. Jahres­tagung der Reichsfilmkammer versammelten deut­schen Filmschaffenden aufs herzlichste und wünsche, daß diese Zusammenkunft für den deutschen Film wertvolle und fruchtbare Ergebnisse zeitigen möge.

Heil Hitler! Reichsminister Dr. G o e b b e l s."

Oer Filmvolkstag in der Reichshauptstadt.

Der im Jahre 1935 ins Leben gerufene F i l m - volkstag wurde in diefem Jahre aus Anlaß der Tagung der Reichsfilmkammer in weit größerem Umfange wiederholt. Waren es vor zwei Jahren rund 400, so hatten sich diesmal bereits mehr als 2000 deutsche Lichtspieltheater mit einer Freivor- stellung für diesen Tag zur Verfügung gestellt. In der Reichshauptstadt strömten am Sonntagmittag Tausende Volksgenossen den Lichtspielhäusern zu. Wohl sämtliche Berliner Kinos waren bis auf den letzten Platz besetzt.

Begegnung mit dem Grafen Zeppelin.

Zur Erinnerung an seinen 20. Todestag am 8. März.

In jener Zeit vor der Jahrhundertwende, als die Eisenbahnknotenpunkte wegen des Umsteigens noch eine große Rolle im Reiseverkehr spielten, machte ein geflügeltes Scherzwort immer wieder die Runde:

Seh'n wir uns nicht in dieser Welt, Dann seh'n wir uns in Bitterfeld!

Ein fröhlich aufgelegtes Schicksal wollte es, daß meine einzige Begegnung,die ich mit dem Gr afe n Zeppelinin dieser Welt" gehabt habe, in Bitterfeld stattfand.

Daß Bitterse.ld ein Eisenbahnknotenpunkt von großen Ausmaßen sein mußte, sah ich sofort ein, als mit mir tausende und aber tausende Schau­lustige und Begeisterte aus allen Wind- und Schienenrichtungen auf dem Bahnhofsvorplatz in Bitterfeld zusammenströmten.

Man schrieb an diesem Tage den 28. August 1909. Wer von uns hatte damals bereits ein Luftschiff gesehen? Kaum einer!\Das Unheil von Echter- dingen, wo das erste auf einer Fernfahrt be­griffene Zeppelin-Luftschiff im Sturm auseinander­gebrochen war, lag nur wenige Jahre zurück. Da­mals brachte das deutsche Volk in kurzer Frist eine Nationalspende von sechs Millionen Mark auf, die demnärrischen Grafen" endlich genügende Mittel für den Bau seines Starrluft­schiffes in die Hand gaben.

Um so erregtet und erwartungsvoller war ganz Deutschland an diesem Tage, den ersten Fernslug des inzwischen erbauten neuen Luftschiffes nach der Reichshauptstadt zu erleben. Die Kunde, daß Gras Zeppelin in Bitterfeld die Ankunft seines Luft­schiffes erwartete, um es dann selbst nach Berlin zu führen, hatte sich 'blitzschnell herumgesprochen. Daher also schon zur Mittagszeit der überfüllte Bahnhofsvorplatz.

Rechtzeitig hatte ich mich von Halle auf den Weg gemacht. Und so gelang es mir noch, die Menschen­mauer vor dem Bahnhofshotel, in dessen ersten Stock sich Gras Zeppelin mit seinem Stabe auf­hielt, zu durchbrechen. Ich stand nun in der ersten

(Scherl-Bilderdienst-M.)

Reihe und konnte hoffen, den Grafen beim Ver­lassen des Gasthofes aus nächster Nähe zu sehen.

Wir vertrieben uns die Wartezeit, indem wir uns in immer größere Begeisterung hineinerzählten. Was uns allen die größte Hochachtung vor diesem Manne einflöhte, war, daß er sich an seine kaum übersehbare Lebensaufgabe herangemacht hatte, als

schon ein langes, tatenreiches und verdienstvolles Leben hinter ihm lag.

Als 32jähriger Offizier hatte er im Kriege von 1870/71 mitgefochten und sich durch Tapferkeit aus­gezeichnet. Von 1887 bis 1890 war er württem- bergischer Gesandter in Berlin gewesen und 1901 als General in den Ruhestand getreten. Diesen Ruhestand" benutzte er nun dazu, um sich dem Bau seiner Luftschiffe zu widmen. Wahrlich ein kühnes Wagnis für einen 63jährigen.

Doch was Lebenskampf heißt, das sollte Graf Zeppelin so recht erst jetzt erfahren! Nichts ist ihm an Zweifel, Hohn und Mißtrauen erspart geblieben, die man ihm anfänglich in reichstem Maße ent- gegenbrachte. Graf Zeppelin hat den Leidenskelch eines Erfinders erst ganz bis zur Neige leeren müssen, bevor er auf den Gipfel des Ruhmes hin- aufsteigen konnte.

Das aber war das zweite, was wir an diesem Manne bewunderten, daß es für ihn auf seinem Lebenswege niemals einEs geht nicht!" gab. Deutschland war damals bitterarm an solchen Männern!

*

Indessen: Die Wartezeit vor dem Gasthof wollte kein Ende nehmen. Ich beschloß näher zum Grafen vorzudringen. Es glückte mir, in den Gasthof hin­ein- und die Treppe zum ersten Stock hinaufzu­kommen. Ungehindert gelangte ich bis vor die Tür des Eckzimmers, in dem Graf Zeppelin mit feiner Umgebung zu Mittag. Es war ein fort­währendes Kommen und Gehen auf dem schmalen Flur. Ich machte mich als Türöffner nützlich, und hatte so vortreffliche Gelegenheit, ständig einen Blick in das Zimmer des Grafen Zeppelin zu tun.

Aber es kam noch besser! In den frühen Nach­mittagsstunden trafen die ersten Drahtmeldungen vom Herannahen des Luftschiffes ein. Sie wurden von einem der nächsten Mitarbeiter des Grafen unten vor dem Gasthof an einem Fahnenmast am geheftet. Schnell sprang ich als eifrigerGehilfe" hinzu und mußte jetzt auch ab und zu das Zimmer betreten, in dem Graf Zeppelin, nunmehr Kaffee trinkend, in aller Ruhe Meldung auf Meldung ent­gegennahm. Als Zeppelin einmal aufstand und im Zimmer auf und ab ging, sah er mich und stellte mir in freundlichstem Ton die Frage:

Sind Sie hier im Hause angefteUt?"

Nein, Euer Exzellenz! Ich bin Student!" ant­wortete ich schnell.

Leider kam in diesem Augenblick eine neue Mel­dung, so daß ich um ein erhofftes längeres Ge­spräch kam. Die Meldung war die letzte vor der Ankunft des Luftschiffes. "So nahm ich schleunigst Reißaus", um den weit außerhalb der Stadt ge­legenen Landeplatz des Luftschiffes noch vor feiner Ankunft zu erreichen.

Ich hatte abermals Glück. Unmittelbar an der Absperrkette stand ich, als die Gondeln des Luft­schiffes langsam auf den Boden setzten.

Unbeschreiblich der Jubel der Zehntausende! Un­beschreiblich die Begeisterung für den Grafen Zep­pelin! Unbeschreiblich die grenzenlose,, stumme Be­wunderung, als das Luftschiff im Flug nach Berlin den Blicken der Zurückgebliebenen entschwand!

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Im Jahre 1934 führte mich ein Vortrag zum zweiten Male in meinem Leben nach Bitterfeld. Man kann sich meine Gefühle vorstellen, als ich diesmal dem Bahnhofshotel zuschritt. Ich stteg die­selbe knarrende Treppe zum ersten Stock empor, ging an der Tür deshistorischen" Eckzimmers vor­über, und habe an dem Abend noch lange wach gelegen.

Ein Vierteljahrhundert deutscher Geschichte zog im Geist an mir vorüber. Ich brauche hier nichts von den Erfolgen der Zeppeline im Frieden und nichts von den Heldentaten im Kriege zu berichten. Sie sind mit ehernem Griffel in das Buch der Ge­schichte eingetragen.

Dem Grafen Zeppelin war es vergönnt, diese Taten noch zu erleben, bis ex im dritten Kriegs­jahr, am 8. März 1917, als ein großer Deutscher in Walhall einzog.

Zwanzig Jahre sind seitdem vergangen. Sie waren abermals erfüllt von immer neuen Siegen der Zeppeline. Immer größer, immer schneller, immer mächtiger wurden sie. Sie trugen den Namen des Grafen Zeppelin rund um den Erdball. Kein Volk der Erde brachte einen Mann seinesgleichen hervor. r. B.

Naiionalspanischer Geesieg

Zwei bolschewistische Kriegsschiffe versenkt.

Paris, 7. März. (DNB.) An der Küste der Gascogne (Südwestfrankreich) kam es zu einem Gefecht zwischen dem nattonalspanischen Kreuzer Canarias" und dem nationalen Torpedoboot 23 e l a 5 c o" mit drei bolschewistischen Schiffen. Zwei bolschewisttsche Einheiten wurden völlig zusammengeschossen und gingen unter, das TorpedobootJoss Luis Diez" wurde schwer beschä­digt und mußte sich in die französischen Gewässer flüchten. Der KreuzerCanarias" konnte noch den bolschewistischen Handelsdampfer Ga Id am es" aus Bilbao abfangen, auf dem sich der katalanische Abgeordnete Carrasco Formiguera befand, der als Vertreter der Bol­schewisten von Barcelona bei den baskischen Sepa­ratisten in Bilbao weilte, sowie mehrere marxi­stische Stadträte von Jrun, die sich vor Einnahme der Stadt durch die Nationalen nach Bilbao ge­flüchtet hatten. Es ist dies der erste größere See- fieg der nationalen spanischen Flotte über die Bol­schewisten seit Beginn des Krieges. Bisher hatte es die bolschewistischen Schiff» J^ts vermieden, sich zu offenem Kampf auf dem Meer zu stellen.

Der Führer wieder auf der Auioschau.

GrotzeAuslandsabschlüssederAuwindustrie

Berlin, 7. März. (DNB.) Der Führer besuchte am Samstagabend erneut die Internationale A u - tomobil - und Motorradaus st ellung, um sich noch einmal in aller Ruhe an Ort und Stelle von den zahlreichen technischen Verbesserungen zu überzeugen, die deutsche Konstrukteure, deutsche Che­miker und deutsche Arbeiter im letzten Jahre ge­schaffen haben. Der Führer war begleitet von Di­rektor Merlin und Oberingenieur Schirz, die ihm auch von dem außerordentlichen Erfolg der

Ausstellung Bericht erstatten konnten: In 15 Taget? hatte die Autoschau über 650 000 Besucher, d. h. gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung der Besucherziffer um über 10 v. H. Aus dem Aus- lande besichtigten die Ausstellung über 6000 Kraft- fahrzeughändler, d. h. um über 35 v. H. mehr als im Jahre 193 6. Hinzu kommen die Kom­missionen von Straßenbahn-, Omnibus- und Eisen­bahnverwaltungen aus Belgien, Ungarn, der Tsche­choslowakei, Rumänien, Bulgarien, Dänemark und Schweden, Abordnungen von Fachingenieuren aus fast allen europäischen Ländern usw. Dementspre­chend ist auch der wirtschaftliche Erfolg. Fast alle Aussteller berichten übereinstimmend, daß die auf der Ausstellung getätigten Abschlü s s e ihre Pro­duktion über Monate hinaus, ja teilweise sogar für das ganze Jahr 1 937 sicherstellen. Be­sonders fallen dabei auch die Auslandver­käufe ins Gewicht, die sich gegenüber dem Vor­jahre bei einigen Firmen m e h r als verdop­pel n konnten. Ganz neue Absatzmärkte, die von uns bisher kaum beliefert wurden, sind neu er­schlossen worden, so z. B. die nordischen Staaten und Finnland. Unter den Personenwagen erfreuten sich die mittleren Wagenklafsen der regsten Nachfrage.

Aus aller Welt.

Auf dem Wege zum moforifieden FD-Jug.

In der Verwaltungsakademie Breslau gab Reichs­bahndirektor Stroebe einen Ueberblick über die Entwicklung der 23erbrennungstriebroagen bei der Reichsbahn. Die ©efamtfilometerleiftung der Triebwagen der Reichsbahn konnte im vergangenen Jahre um über 30 v. H. auf rund 40 Millionen Kilometer gesteigert werden. Die Reichsbahn ist auf dem besten Wege zu dem motorisierten FD-Zug, der wahrscheinlich noch in diesem Jahre auf die Schienen kommen wird. Es handelt sich um einen vierteiligen Triebwagentyp, der einen langsam laufenden 1350 PS starken Dieselmotor in einem besonderen Maschinenwagen enthält, der neben der Kraftzentrale auch noch je ein Post- und Gepäckabteil aufweist, während der 2., 3. und 4. Wagenteil den Reisenden zur Verfügung stehen. Der 4. Wagenteil enthält einen Speiseraum mit Anrichte und Küche. Diesermotorisierte Fv-Zug" enthält keine dritte Wagenklasse mehr, wie die Reichsbahn überhaupt in den künftigen Schnell­triebwagen nur noch die zweite Wagenklasse führen wird.

Grohfeuer in der Berliner Friedrichstadt.

In der Nähe des Bahnhofes Friedrichstraße, un­weit der Stelle, wo vor einigen Wochen ein Groß­feuer tobte, bei dem ein Feuerwehrmann ums Leben kam, brach in der Nacht zum Montag ein verheerendes Schadenfeuer aus. In einem Hause befindet sich in dem ersten Stock die Gaststätte R h e i n t e r r a s s e n". Kurz vor 5 Uhr wurde bas Feuer bemerkt, als es bereits im Innern des Hauses die ober st en drei Stockwerke er­griffen hatte. Die Feuerwehr ging mit stärkstem Kaliber gegen den Brandherd vor. Fünf mechanische Leitern wurden aufgerichtet. Das Feuer hatte sich bei Eintreffen der Wehr bereits auf die ganze Vorderfront des Hauses ausgedehnt. Die Feuerwehr brach die im Erdgeschoß liegenden Ladengeschäfte auf, um zu verhindern, daß auch bis hier hin der Brand durchgriff.

Bombe explodiert im französischen Schnellzug.

In einem Wagen des Schnellzuges Marseille Port Bou (spanische Grenze in Richtung Bar­celona) explodierte in Cerbere eine Bombe. Sämt­liche Reisende hatten den Zug bereits verlassen, um sich der üblichen Paß- und Gepäckkontrolle zu unter­ziehen. Der Eisenbahnwagen stand im Nu in hel­len Flammen. Die Feuerwehr konnte ein Ueber- gretfen auf die anderen Wagen verhindern. Die Polizei vermutet einen politischen Anschlag im Zusammenhang mit den Ereignissen in Spa­nien. Sie verhaftete einen Franzosen, der sich schon seit einigen Tagen in der Grenzgegend verdächtig gemacht hatte. Im Garten des spanischen Konsulats in Perpignan sand man eine Höllenmaschine und an anderer Stelle einen zu einer Höllenmaschine umgebauten Benzinkanister.

Matrosen des KreuzersEmden" retten 15 Frauen und Kinder.

Daily Mail" berichtet aus Bombay über eine mutige Rettungstat von Matrosen des deutschen KreuzersEmden". Als im Hafen von Bombay ein vollbesetztes Fährdoot gekentert war, feien Mitglieder der Besatzung des deutschen Kreuzers so­fort ins Wasser gesprungen und hätten fünfzehn Frauen und Kinder gerettet.

Wetterbericht

des Relchswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.

Ueber Deutschland erstreckt sich noch immer eine Tiefdruckrinne, auf die von Norden her kältere, von Süden her mildere Luftmasfen einströmen. Demgemäß liegen im Norden des Reiches die Tem­peraturen meist unter, im Süden über dem Ge­frierpunkt. Das Gegeneinander der verschieden­artigen Luftmassen bedingt mehr unbeständiges und zu Niederschlägen geneigtes Wetter.

Aussichten für Dienstag: Wolkig bis bedeckt und weitere Niederschläge, teils Schnee, teils Regen, im Norden des Bezirks bei öst­lichen Winden Temperaturen um 0, im Süden etwas milder, teils südliche bis westliche Winde.

Aussichten für Mittwoch: Fortdauer Oer sehr unbeständigen und zu Niederschlägen geneig­ten Witterung.

Lufttemperaturen am 7. März: mittags 2,8 Grad Celsius, am 7. März: abends 1,6 Grad, am 8. März: morgens 2,2 Grad, Maximum 3 Grad, Minimum heute nacht 1 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 7. März: abends 1,1 Grad, am 8. März: morgens 1 Grad, Niederschläge 8,7 Millimeter.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum­schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen- leiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. 21. II 37: 10 933. Druck- und Verlag: Brühl'fche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Emzelverkaufspreis 10 Pf und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Ps. mehr

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.

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