Ausgabe 
7.12.1937
 
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Begräbnis des ältesten Einwohners von Lang-Göns.

*. Lang-Göns, 5. Dez. Am heutigen Sonn­tag wurde der ölte st e Einwohner unseres Dorfes, Zimmermeister Heinrich Kiefer, unter sehr starker Beteiligung der gesamten Gemeinde zu Grabe getragen. Der Verstorbene stand im 9 3. Lebensjahre und hätte es am 4. Februar 1938 vollendet. Er war Altveteran der Jahre 1866 und 1870/71 und hat in beiden Kriegen aktiv im Gefecht gestanden. Die Beerdigung fand deshalb mit ollen militärischen Ehren statt. Eine Abteilung der Mili­tärkapelle von Gießen spielte dem alten Kriegs- kameraden auf seinem letzten Gange. Geschlossen folgte sodann der Kriegerverein.

Nach der Einsegnung auf dem Friedhof sprach der Vorsitzende des Kriegervereins, Karl Kd. Nern, in warmen Worten von den Verdiensten des Ent­schlafenen. Heinrich Kiefer war Mitbegründer und durch viele Jahrzehnte Vorsitzender des hiess- gen Kriegeroereins, in den letzten Jahren Ehren­vorsitzender. In der langen Zeit seines Lebens hat er sich stets als ein treuer und mitfühlender Kame­rad gezeigt. Nach der Kranzniederlegung folgten drei Ehrensalven.

Heinrich Kiefer erlernte von seinem Vater das Zimmermannshandwerk und stand ihm auch vor, solange es seine Körperkräfte gestatteten. In den letzten Jahren seines Lebens war er wohl noch geistig recht rüstig, doch erinnerten körperliche Lei- den an das hohe Alter. Der Tod kam leicht und rasch. Nur einige Tage hat er zu Bett gelegen. Der Verstorbene war seit dem Jahre 1916 Witwer und wohnte bei seiner Tochter. Er hatte fünf Kinder, wovon noch vier leben. Bis auf die Tochter sind alle nach auswärts verzogen, so daß der Name Kiefer, der über 250 Jahre in unserer Gemeinde heimisch war, mit dem Entschlafenen nun für un­ser Dorf ausstirbt. Außer den Kindern überleben ihn 13 Enkel und 6 Urenkel.

Zur Zeit ist nun niemand mehr in Lang-Göns, der das 90. Lebensjahr überschritten hat. Die älteste Einwohnerin, Frau Anna Müller, Wwe., Amt­hausstraße, steht im 87. Lebensjahr, ihr folgt An­ton Schäfer, Hundstaatenstraße, der am 12. De­zember das 86. vollendet. Von den 18 Volks­genossen unserer Gemeinde, die im Jahre 1937 ihr 80. Lebensjahr überschritten hatten, sind 2 gestorben.

Landkreis Giehen.

Leihgestern 6. Dez. Ihre silberne Hochzeit können am Mittwoch, 8. Dezember, der Schreiner und Kolonialwarenhändler Karl T e x - tor II. und seine Ehefrau Elisabethe, geb. Gerlach, Hindenburgstraße dahier wohnhaft, begehen.

cxd Langsdorf, 7. Dez. Am 8. Dezember be­geht ein Glied der alten Bauernsippe Fay die Feier der Goldenen Hochzeit: der Landwirt Heinrich Fay IX. und seine Gattin Elisabeth, ge­borene Roth. Beide Eheleute sind noch sehr rüstig, nur ist der Gatte seit etwa 15 Jahren an den Bei­nen gelähmt. Der Jubilar, der 77 Jahre zählt, war einst ein schmucker hessischer Dragoner, der nach drei Jahre in Darmstadt bei den ehemaligenChevau­legers" diente. Er war 30 Jahre lang Mitglied des evangelischen Kirchenoorstandes, bis feine Erkran­kung ihn hinderte, fein Amt auszuüben. Die Jubi­larin, die im 74. Lebensjahr steht, gehört gleichfalls zu einem unserer ältesten Geschlechter, das der Ge­meinde im Laufe der Generationen viele ansehn­liche Männer gestellt hat. Frau Fay hat den wer­denden Generationen 20 Jahre lang als Hebamme gedient. An ihrem Jubeltage nahmen ein Sohn und zwei Enkeltöchter teil.

8. Lang-Göns, 6 Dez. Am 9. Dezember vollendet Konrad Rudolph, Obergasse, in großer geistiger und körperlicher Frische sein 80. Leben s- j a h r. Das Geburtstagskind konnte vor einem Jahre seine goldene Hochzeit feiern.

Jahres-Rückschau des Radfahrer-Vereins 1900 Wieseck.

Dufer Tage fand die Generalversammlung des Radfahrer-Bereins 1900 Wieseck statt. Vereins- uhrer Schäfer gedachte zunächst des kürzlich ver­storbenen Ehrenmitgliedes Ludwig Kirchner. Die Versammlung ehrte den verdienten Vereinskame­raden. Dem Geschäftsbericht des Vereinsführers war zu entnehmen, daß das Dereinsleben auch im abgelaufenen Vereinsjahr sehr rege war. Der Jugend bot sich Möglichkeit, sich mit dem Saalsport vertraut zu machen. Um auch den nötigen Nach­wuchs des Radballsportes heranzubilden, hatte sich der Verein dazu entschlossen, in diesem Jahr zwei neue Radballmaschinen zu beschaffen. Die Bezirks- Veranstaltungen sowie solche von Nachbarvereinen

wurden mit gutem Erfolg besucht. Auch die Som- meroeranstaltung des Vereins nahm einen sehr schönen Verlauf. Der Dereinswerbewart Fritz Kling ermunterte die Kameraden, in der seit­herigen Weise fördernd im Verein mitzuarbeiten. Der Bericht des Kassenwarts Ludwig Jung zeigte, daß mit den Geldern des Vereins richtig gewirt­schaftet wurde und die Mitgliederbewegung einen kleinen Zugana zu verzeichnen hatte. Otto S ch n a - b e l als Saalfahrwart konnte mitteilen, daß der Saalsport rege betrieben wird. Dem gesamten Vor­stand konnte Entlastung erteilt werden. Vereins- führer Schäfer übernahm weiter die Vereinsführung. Die Versammlung bestimmte außerdem Mitglied Otto Kling zum stellvertretenden Vereinsführer. Dann wurde noch über das kommende Winterfest gesprochen, zu dem noch zwei auswärtige Kunst- fahrer verpflichtet werden sollen.

Die Fußball-Ergebnisse der Kreisklaffen.

1. Kreisklasse.

SA.-Kampfgemeinschaft Gießen I Wieseck I 2:1; Lollar II VfB.-R. Gießen I 1:9; Heuchel­heim Großen-Buseck 0:3; Alten-Buseck Rod- heim 3:1. DfB.-R. Gießen II Großen-Lin- den I 6:1; Lich Garbenteich 8:0. Dieser Sieg der Licher bedeutet eine Ueberraschung. Mit einem sol­chen Ergebnis hatte man nicht gerechnet.

2. Kreisklasse.

Flensungen Treis 4:5: Der Tormann der Flensunger ist an der Niederlage schuld. Es wurde auf beiden Seiten bis zur letzten Minute um die Punkte gekämpft.

Oppenrod Grünberg 1:4: Die Grünberger hatten neue Leute eingestellt, die sich bewährten.

Göbelnrod Geilshausen 1:2: In diesem Spiele wurde hart um die Punkte gekämpft und dem Gast- verein gelang es, das siegbringende Tor anzubrin­gen.

Staufenberg I 1900 Gießen III 6:1: Der hohe Sieg der Staufenberger kommt unerwartet. Die 3. Mannschaft von 1900 trat aber nur mit 8 Mann an, daher ist die Niederlage zu verstehen.

Daubringen I SA.-Kampfgemeinschaft Gie­ßen II 2:1: Hier trafen sich zwei gleichwertige Geg- ner, doch Tore entscheiden.

Lollar II VfB.-R. I 1:9 (0:5).

Es war zu erwarten, daß die Lollarer Elf den Siegeszug der Grünweißen nicht hemmen konnte, daß das Ergebnis aber so hoch ausfiel, überrascht. Die Gastgeber waren gezwungen, drei Spieler an die erste Mannschaft abzutreten, der Ersatz machte sich stark bemerkbar. Eine Kritik der Mannschaften erübrigt sich, lediglich ist die großartige Leistung des Lollarer Torhüters hervorzuheben, der seine Mannschaft vor einer höheren Niederlage bewahrte.

VfB.-R. II Großen-Linden I 6:1 (4:0).

Einen eindeutigen Sieg errang die Reserve gegen die eifrig spielenden Gäste. Bereits in der Halbzeit stand der Sieg fest, in der zweiten Hälfte kamen die Gäste mehr auf, aber es reichte nur zu einem Ehrentor.

SM. Tv. wieseck 2:1.

Zu einem knappen, aber verdienten Sieg kam die SA.-Mannschast am Sonntag gegen Wieseck. Im Anfang waren die Turner von Wieseck feld­überlegen, jedoch fehlte dem Sturm der Torschuß. Durch einen Elfmeterball ging Wieseck in der 25. Minute in Führung und konnte diesen Vorsprung bis zur Halbzeit halten. In der zweiten Halbzeit wurde die SA.-Elf überlegen. Dem Mittelstürmer

gelang der Ausgleich. Noch einmal versuchte Wie­seck den Sieg an sich zu reißen, kam aber nur zu einem Pfostenschuß. Kurz vor Schluß war es dem Halblinken der SA. vorbehalten, durch einen Weit­schuß das zweite und siegbringende Tor zu erzielen.

Alten-Buseck I Rodheim I 3:1 (0:0).

Wie im letzten Spiel gegen Großen-Buseck, so war die hiesige Mannschaft auch in diesem Spiel gezwungen, einige gute Spieler zu ersetzen. Auch die Gäste waren gezwungen, einige Ersatzspieler einzustellen. Dieser Ersatz fügte sich auf beiden Seiten gut ein. Alten-Buseck bot die bessere Gesamt­leistung und hätte bei besseren Stürmerleistungen ein höheres Resultat erzielen müssen. Erst nach Halbzeit wurde der Sturm aktiver, und dreimal mußte sich der beste Mann der Gäste geschlagen bekennen. Noch bis eine Minute vor Schluß stand das Spiel 3:0 für die Einheimischen, als den Gästen ein Strafstoß zugesprochen wurde, der zum ver- dienten Ehrentor verwandelt wurde.

Gpielverein Kassel gewinnt Dorsprung.

Im Gau Hessen ist der Spielverein Kassel, der Meister des vergangenen Jahres, unbestrittener Herbstmeister" geworden. 14 Gutpunkte und nur vier auf der Minusseite zieren sein Konto, und mit diesem Bestand läßt sich schon hoffnungsvoll in die Zukunft sehen. Vorläufig droht nur von Kewa Wachenbuchen und dem wiedererstarkten SC. 03 Kassel, die sechs und sieben Minuspunkte haben, Gefahr. Der Spielverein schlug am Sonntag Bo­russia Fulda sicherer als es das 2:1 (2:0) besagen mag. Kewa war spielfrei und Kassel 03 läßt durch einen l:0-Sieg in Hanau aufhorchen. Eine gute Leistung ist auch das 2:2, das der VfB. Groß- Auheim in Hersfeld erzielte, und schließlich muß auch der erste Sieg der Fuldaer Germanen, mit 2:0 gegen BC. Sport Kastel erzielt, gebührend ge­würdigt werden, gibt er doch den Germanen, die noch das Tabellenende zieren, wieder Hoffnung!

Tagung der Schiedsrichter in Wehlar.

Am Samstagabend versammelten sich die Schieds­richter der Gruppen Wetzlar, Dill und Gießen in Wetzlar. Kreisschiedsrichterfachwart Gutmann, Wetzlar, begrüßte die große Zahl der Teilnehmer. Da Gauschiedsrichterfachwart Wingenfeld das Spiel Wetzlar 05 gegen Naunheim leitete, benutzte er die Gelegenheit, zu seinen Mitarbeitern und den Schiedsrichtern des Kreises Gießen - Wetzlar - Dill über seine Eindrücke bei der Tagung der Gauschieds­richterfachwarte des Reichsbundes für Leibesübun­

gen in der Reichsakademie für Leibesübungen im Reichssportfeld im November dieses Jahres zu be­richten. Er hob besonders das Uebereinkommen zu einer einheitlichen Regelauslegung und einer ein­heitlichen Linie im deutschen Schiedsrichterwesen hervor. Er sprach von den Begegnungen mit füh­renden Männern des deutschen Sportes und von den überwältigenden Eindrücken des Reichssport­feldes, der Reichsakademie für Leibesübungen und deren Einrichtungen. Er sprach ferner von dem Auf­bau und der Weiterbildung der Schiedsrichter und Anwärter. Dem Schiedsrichter müsse heute, so führte er u. a. aus, mehr denn je Beachtung ge­schenkt werden, denn mit einem guten Schiedsrichter-- bestand steige eine Sportbewegung. Schon in den Vereinen solle die Ausbildung der Schiedsrichter beginnen. Er wandte sich auch dem Verhalten des Publikums zu und übte berechtigte Kritik. Kreis- fußballfachwart Henkel, Gießen, sprach noch zu den Dereinsführern richtungweisende Worte.

Oie Handball-ErgebniffeimKreis VIII.

Das überaus schlechte Wetter hat den Plätzen am letzten Sonntag sehr zugesetzt. Unter diesen Umstän­den ist es verständlich, daß die Spiele nicht auf jener Höhe standen, die man sonst kennt. Es gab auch verschiedene Ausfälle. Die Spiele selbst verlie­fen diesmal im allgemeinen ohne Ueberraschung. In der Gauklasse siel es dem Tv. Wetzlar schwer, Tuspo. 87/09 Kassel mit 9:7 zu schlagen.

Bezirksklasse.

To. Münchholzhausen Tv. Lützellinden 5:7 (5:3) Mto. Gießen To. Roth 11:3

Tv. Hörnsheim Tv. Niedergirmes 5:4

Spogg. 1900 Gießen VfL. 1860 Marburg 3:17.

In der ersten Halbzeit sah es noch keineswegs so aus, als ob Lützellinden gewinnen würde. Die Mannschaft konnte sich einfach nicht finden und mußte den Platzbesitzern einen knappen Vorsprung überlassen. Erst nach der Pause konnte man wieder das gewohnte zweckmäßige Spiel sehen. Die Männerturner haben ihre Mannschaft umgestellt. Die Umstellung bewährte sich. Das Experiment, das sich der Tv. Hörnsheim leistete, hat geklappt. Im Sturm, der bisher nie richtig schießen konnte, wirkte erstmals der Tormann Wenzel mit, dessen Schuß und gutem Spiel nicht zuletzt der Sieg zu­kommt. Die 1900er hatten nur eine zweite Gar­nitur zur Stelle, die dem Ansturm der Gäste keinen Widerstand entgegensetzen konnte.

1. Kreisklasse.

Tv. Holzheim Tv., Hausen 8:10

MSV. III. AR. 9 (Barbara)Tv. Lang-Göns 10:0 Tv. Katzenfurt Tuspo. Groß-Rechtenbach 6:5 Tv. Dutenhofen Tv. Dornholzhausen ausgefallen.

Die Mannschaft des To. Hausen konnte auch das Rückspiel gewinnen. Allerdings traf sie auf einen Gegner, der stark ersatzgeschwächt antreten mußte. Auch Lang-Göns hatte Ersatz in seinen Reihen und konnte so den Soldaten nicht den Widerstand entgegensetzen, den man erwartet hatte. Trotzdem hielt sich die Mannschaft tapfer und lieferte ihrem Gegner ein schönes Spiel. Trotzdem Katzenfurt gewinnen konnte, so dürste es doch zu einem Punkt­verlust kommen, weil das Spiel vorzeitig abaepfiffen werden mußte. Der Platz in Dutenhofen war grundlos.

2. Kreisklasse.

Bis auf das Treffen Allendorf (Lahn) Atzbach mußten alle angesetzten Treffen roeaen der schlechten Plätze ausfallen. Das Spiel in Allendorf, das Atz­bach mit 8:6 für sich entschied, konnte nicht befrie- 'bi gen.

Ein Freundschaftsspiel lieferten sich Grüninaen und Garbenheim. Während Grüningen mit Ersatz antrat, hatte Garbenheim seine komplette Mann­schaft zur Stelle, die denn auch das Spiel mit 11:5 für sich entschied.

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Am 15. Dezember 1937 erfolgt die Vergebung der Küchenbedürfnisse der III./A.-R. 9, Artilleriekaserne, für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 1938 zu festen Preisen, und zwar in folgenden Losen:

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Die Bedingungen für die Verdingung der Küchen­bedürfnisse der III./A.-R. 9, Los I-II, liegen bei der Zahlmeisterei der III./A.-R. 9, Artilleriekaserne, Stabsgebäude, aus. Sie sind dort gegen Erstattung der Selbstkostengebühr von 0,50 RM. ab 8. Dezember 1937 erhältlich. 8058D

Angebote mit der AufschriftAngebot auf Lebens- mittel für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 1938" sind bis zum 15. Dezember 1937, vormittags 10 Uhr, der Zahlmeisterei der III./A.-R. 9 nur durch die Post einzusenden. Höchstpreisüberschreitungen sind un­zulässig. Angebote mittels Bietungsschein, der von der Zahlmeisterei unentgeltlich abgegeben wird, kön­nen nur auf ganze Lose gemacht werden. Bieter sind nach den Bestimmungen der Verdingungsordnung bei der Deffnung nicht zugelassen. Wenn Bewerber bis zum 20. Dezember 1937 nicht benachrichtigt sind, mußte ihr Angebot unberücksichtigt bleiben.

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Attest des Arztes

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benutzt. Bei Vergiftung sofort Kerzanregende Mittel geben (Äaf« fee) bis der Arzt herbeikommt.

Attest des Arztes, ärztliches Zeug­nis, darf nur den festgestellten Untersuchungsbefund enthalten, sonst hohe Bestrafung des Arztes. Vom Untersuchten darf daran nichts geändert werden, Urkun­denfälschung!

Aether, leicht brennbare, chemi­sche Verbindung, die zur Narkose von Kranken, die operiert wer­den sollen, und im Haushalt zum Entfernen von Fettflecken benutzt wird. Bei der Verwendung ist äußerste Vorsicht notwendig.

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Aufforderung zum Tanz steht dem Herrn zu, er gibt die Aufforde­

rung durch eine Verbeugung zu erkennen. Wenn die Dame ab­lehnt, darf sie den Tanz keinem anderen Herren vergeben, es sei denn, baff fte sich damit entschul­digt, der Tanz sei bereits verspro- chen.

Auffrischen von Wollstoffen wird durch Abbürsten mit Salmiakwas­ser erreicht, von farbigen Wasch­stoffen durch Spülen in stark ver. dünntem Essigwasser. Teppiche werden aufgesrffcht, wenn man sie mit nassen Teeblättern oder feuch­tem Kaffeesatz abbürstet.

Aufgebot. Der Eheschließung muß ein Aufgebot vorausgehen zur Offenbarung evtl, vorliegender Ehehindernisse. Das Aufgeoot er- folgt durch Aushang einer Be­kanntmachung der Namen, des Standes und des Wohnortes der Verlobten am Rathaus oder einer entsprechenden Stelle während zweier Wochen. Die Bekanntma- chuntz des Aufgebotes muß erfol- gen in der Gemeinde, wo die Ver­lobten ihren Wohnsitz bzw. ihren Aufenthalt haben Hat einer der Verlobten seinen Wohnsitz inner, halb der letzten sechs Monate ge­wechselt. dann ist das Aufgebot auch am früheren Wohnsitz be­kannt zu machen. Die Ehe muß binnen 6 Monaten nach der Voll­ziehung des Aufgebots geschlossen werden, sonst verliert das Auf­gebot seine Kraft (s. a. Ehestands­darlehen).

Aufgebotsverfahren. Durch das Aufgebotsverfahren werden un­bestimmte oder unbekannte Be­teiligte mit ihren evtl. Rechten oder Ansprüchen ausgeschlossen, wenn sie ihre Rechte nicht bis zu

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