Begräbnis des ältesten Einwohners von Lang-Göns.
*. Lang-Göns, 5. Dez. Am heutigen Sonntag wurde der ölte st e Einwohner unseres Dorfes, Zimmermeister Heinrich Kiefer, unter sehr starker Beteiligung der gesamten Gemeinde zu Grabe getragen. Der Verstorbene stand im 9 3. Lebensjahre und hätte es am 4. Februar 1938 vollendet. Er war Altveteran der Jahre 1866 und 1870/71 und hat in beiden Kriegen aktiv im Gefecht gestanden. Die Beerdigung fand deshalb mit ollen militärischen Ehren statt. Eine Abteilung der Militärkapelle von Gießen spielte dem alten Kriegs- kameraden auf seinem letzten Gange. Geschlossen folgte sodann der Kriegerverein.
Nach der Einsegnung auf dem Friedhof sprach der Vorsitzende des Kriegervereins, Karl Kd. Nern, in warmen Worten von den Verdiensten des Entschlafenen. Heinrich Kiefer war Mitbegründer und durch viele Jahrzehnte Vorsitzender des hiess- gen Kriegeroereins, in den letzten Jahren Ehrenvorsitzender. In der langen Zeit seines Lebens hat er sich stets als ein treuer und mitfühlender Kamerad gezeigt. Nach der Kranzniederlegung folgten drei Ehrensalven.
Heinrich Kiefer erlernte von seinem Vater das Zimmermannshandwerk und stand ihm auch vor, solange es seine Körperkräfte gestatteten. In den letzten Jahren seines Lebens war er wohl noch geistig recht rüstig, doch erinnerten körperliche Lei- den an das hohe Alter. Der Tod kam leicht und rasch. Nur einige Tage hat er zu Bett gelegen. Der Verstorbene war seit dem Jahre 1916 Witwer und wohnte bei seiner Tochter. Er hatte fünf Kinder, wovon noch vier leben. Bis auf die Tochter sind alle nach auswärts verzogen, so daß der Name Kiefer, der über 250 Jahre in unserer Gemeinde heimisch war, mit dem Entschlafenen nun für unser Dorf ausstirbt. Außer den Kindern überleben ihn 13 Enkel und 6 Urenkel.
Zur Zeit ist nun niemand mehr in Lang-Göns, der das 90. Lebensjahr überschritten hat. Die älteste Einwohnerin, Frau Anna Müller, Wwe., Amthausstraße, steht im 87. Lebensjahr, ihr folgt Anton Schäfer, Hundstaatenstraße, der am 12. Dezember das 86. vollendet. Von den 18 Volksgenossen unserer Gemeinde, die im Jahre 1937 ihr 80. Lebensjahr überschritten hatten, sind 2 gestorben.
Landkreis Giehen.
Leihgestern 6. Dez. Ihre silberne Hochzeit können am Mittwoch, 8. Dezember, der Schreiner und Kolonialwarenhändler Karl T e x - tor II. und seine Ehefrau Elisabethe, geb. Gerlach, Hindenburgstraße dahier wohnhaft, begehen.
cxd Langsdorf, 7. Dez. Am 8. Dezember begeht ein Glied der alten Bauernsippe Fay die Feier der Goldenen Hochzeit: der Landwirt Heinrich Fay IX. und seine Gattin Elisabeth, geborene Roth. Beide Eheleute sind noch sehr rüstig, nur ist der Gatte seit etwa 15 Jahren an den Beinen gelähmt. Der Jubilar, der 77 Jahre zählt, war einst ein schmucker hessischer Dragoner, der nach drei Jahre in Darmstadt bei den ehemaligen „Chevaulegers" diente. Er war 30 Jahre lang Mitglied des evangelischen Kirchenoorstandes, bis feine Erkrankung ihn hinderte, fein Amt auszuüben. Die Jubilarin, die im 74. Lebensjahr steht, gehört gleichfalls zu einem unserer ältesten Geschlechter, das der Gemeinde im Laufe der Generationen viele ansehnliche Männer gestellt hat. Frau Fay hat den werdenden Generationen 20 Jahre lang als Hebamme gedient. An ihrem Jubeltage nahmen ein Sohn und zwei Enkeltöchter teil.
8. Lang-Göns, 6 Dez. Am 9. Dezember vollendet Konrad Rudolph, Obergasse, in großer geistiger und körperlicher Frische sein 80. Leben s- j a h r. Das Geburtstagskind konnte vor einem Jahre seine goldene Hochzeit feiern.
Jahres-Rückschau des Radfahrer-Vereins 1900 Wieseck.
Dufer Tage fand die Generalversammlung des Radfahrer-Bereins 1900 Wieseck statt. Vereins- uhrer Schäfer gedachte zunächst des kürzlich verstorbenen Ehrenmitgliedes Ludwig Kirchner. Die Versammlung ehrte den verdienten Vereinskameraden. Dem Geschäftsbericht des Vereinsführers war zu entnehmen, daß das Dereinsleben auch im abgelaufenen Vereinsjahr sehr rege war. Der Jugend bot sich Möglichkeit, sich mit dem Saalsport vertraut zu machen. Um auch den nötigen Nachwuchs des Radballsportes heranzubilden, hatte sich der Verein dazu entschlossen, in diesem Jahr zwei neue Radballmaschinen zu beschaffen. Die Bezirks- Veranstaltungen sowie solche von Nachbarvereinen
wurden mit gutem Erfolg besucht. Auch die Som- meroeranstaltung des Vereins nahm einen sehr schönen Verlauf. Der Dereinswerbewart Fritz Kling ermunterte die Kameraden, in der seitherigen Weise fördernd im Verein mitzuarbeiten. Der Bericht des Kassenwarts Ludwig Jung zeigte, daß mit den Geldern des Vereins richtig gewirtschaftet wurde und die Mitgliederbewegung einen kleinen Zugana zu verzeichnen hatte. Otto S ch n a - b e l als Saalfahrwart konnte mitteilen, daß der Saalsport rege betrieben wird. Dem gesamten Vorstand konnte Entlastung erteilt werden. Vereins- führer Schäfer übernahm weiter die Vereinsführung. Die Versammlung bestimmte außerdem Mitglied Otto Kling zum stellvertretenden Vereinsführer. Dann wurde noch über das kommende Winterfest gesprochen, zu dem noch zwei auswärtige Kunst- fahrer verpflichtet werden sollen.
Die Fußball-Ergebnisse der Kreisklaffen.
1. Kreisklasse.
SA.-Kampfgemeinschaft Gießen I — Wieseck I 2:1; Lollar II — VfB.-R. Gießen I 1:9; Heuchelheim — Großen-Buseck 0:3; Alten-Buseck — Rod- heim 3:1. — DfB.-R. Gießen II — Großen-Lin- den I 6:1; Lich — Garbenteich 8:0. Dieser Sieg der Licher bedeutet eine Ueberraschung. Mit einem solchen Ergebnis hatte man nicht gerechnet.
2. Kreisklasse.
Flensungen — Treis 4:5: Der Tormann der Flensunger ist an der Niederlage schuld. Es wurde auf beiden Seiten bis zur letzten Minute um die Punkte gekämpft.
Oppenrod — Grünberg 1:4: Die Grünberger hatten neue Leute eingestellt, die sich bewährten.
Göbelnrod — Geilshausen 1:2: In diesem Spiele wurde hart um die Punkte gekämpft und dem Gast- verein gelang es, das siegbringende Tor anzubringen.
Staufenberg I — 1900 Gießen III 6:1: Der hohe Sieg der Staufenberger kommt unerwartet. Die 3. Mannschaft von 1900 trat aber nur mit 8 Mann an, daher ist die Niederlage zu verstehen.
Daubringen I — SA.-Kampfgemeinschaft Gießen II 2:1: Hier trafen sich zwei gleichwertige Geg- ner, doch Tore entscheiden.
Lollar II — VfB.-R. I 1:9 (0:5).
Es war zu erwarten, daß die Lollarer Elf den Siegeszug der Grünweißen nicht hemmen konnte, daß das Ergebnis aber so hoch ausfiel, überrascht. Die Gastgeber waren gezwungen, drei Spieler an die erste Mannschaft abzutreten, der Ersatz machte sich stark bemerkbar. Eine Kritik der Mannschaften erübrigt sich, lediglich ist die großartige Leistung des Lollarer Torhüters hervorzuheben, der seine Mannschaft vor einer höheren Niederlage bewahrte.
VfB.-R. II — Großen-Linden I 6:1 (4:0).
Einen eindeutigen Sieg errang die Reserve gegen die eifrig spielenden Gäste. Bereits in der Halbzeit stand der Sieg fest, in der zweiten Hälfte kamen die Gäste mehr auf, aber es reichte nur zu einem Ehrentor.
SM. — Tv. wieseck 2:1.
Zu einem knappen, aber verdienten Sieg kam die SA.-Mannschast am Sonntag gegen Wieseck. Im Anfang waren die Turner von Wieseck feldüberlegen, jedoch fehlte dem Sturm der Torschuß. Durch einen Elfmeterball ging Wieseck in der 25. Minute in Führung und konnte diesen Vorsprung bis zur Halbzeit halten. In der zweiten Halbzeit wurde die SA.-Elf überlegen. Dem Mittelstürmer
gelang der Ausgleich. Noch einmal versuchte Wieseck den Sieg an sich zu reißen, kam aber nur zu einem Pfostenschuß. Kurz vor Schluß war es dem Halblinken der SA. vorbehalten, durch einen Weitschuß das zweite und siegbringende Tor zu erzielen.
Alten-Buseck I — Rodheim I 3:1 (0:0).
Wie im letzten Spiel gegen Großen-Buseck, so war die hiesige Mannschaft auch in diesem Spiel gezwungen, einige gute Spieler zu ersetzen. Auch die Gäste waren gezwungen, einige Ersatzspieler einzustellen. Dieser Ersatz fügte sich auf beiden Seiten gut ein. Alten-Buseck bot die bessere Gesamtleistung und hätte bei besseren Stürmerleistungen ein höheres Resultat erzielen müssen. Erst nach Halbzeit wurde der Sturm aktiver, und dreimal mußte sich der beste Mann der Gäste geschlagen bekennen. Noch bis eine Minute vor Schluß stand das Spiel 3:0 für die Einheimischen, als den Gästen ein Strafstoß zugesprochen wurde, der zum ver- dienten Ehrentor verwandelt wurde.
Gpielverein Kassel gewinnt Dorsprung.
Im Gau Hessen ist der Spielverein Kassel, der Meister des vergangenen Jahres, unbestrittener „Herbstmeister" geworden. 14 Gutpunkte und nur vier auf der Minusseite zieren sein Konto, und mit diesem Bestand läßt sich schon hoffnungsvoll in die Zukunft sehen. Vorläufig droht nur von Kewa Wachenbuchen und dem wiedererstarkten SC. 03 Kassel, die sechs und sieben Minuspunkte haben, Gefahr. Der Spielverein schlug am Sonntag Borussia Fulda sicherer als es das 2:1 (2:0) besagen mag. Kewa war spielfrei und Kassel 03 läßt durch einen l:0-Sieg in Hanau aufhorchen. Eine gute Leistung ist auch das 2:2, das der VfB. Groß- Auheim in Hersfeld erzielte, und schließlich muß auch der erste Sieg der Fuldaer Germanen, mit 2:0 gegen BC. Sport Kastel erzielt, gebührend gewürdigt werden, gibt er doch den Germanen, die noch das Tabellenende zieren, wieder Hoffnung!
Tagung der Schiedsrichter in Wehlar.
Am Samstagabend versammelten sich die Schiedsrichter der Gruppen Wetzlar, Dill und Gießen in Wetzlar. Kreisschiedsrichterfachwart Gutmann, Wetzlar, begrüßte die große Zahl der Teilnehmer. Da Gauschiedsrichterfachwart Wingenfeld das Spiel Wetzlar 05 gegen Naunheim leitete, benutzte er die Gelegenheit, zu seinen Mitarbeitern und den Schiedsrichtern des Kreises Gießen - Wetzlar - Dill über seine Eindrücke bei der Tagung der Gauschiedsrichterfachwarte des Reichsbundes für Leibesübun
gen in der Reichsakademie für Leibesübungen im Reichssportfeld im November dieses Jahres zu berichten. Er hob besonders das Uebereinkommen zu einer einheitlichen Regelauslegung und einer einheitlichen Linie im deutschen Schiedsrichterwesen hervor. Er sprach von den Begegnungen mit führenden Männern des deutschen Sportes und von den überwältigenden Eindrücken des Reichssportfeldes, der Reichsakademie für Leibesübungen und deren Einrichtungen. Er sprach ferner von dem Aufbau und der Weiterbildung der Schiedsrichter und Anwärter. Dem Schiedsrichter müsse heute, so führte er u. a. aus, mehr denn je Beachtung geschenkt werden, denn mit einem guten Schiedsrichter-- bestand steige eine Sportbewegung. Schon in den Vereinen solle die Ausbildung der Schiedsrichter beginnen. Er wandte sich auch dem Verhalten des Publikums zu und übte berechtigte Kritik. Kreis- fußballfachwart Henkel, Gießen, sprach noch zu den Dereinsführern richtungweisende Worte.
Oie Handball-ErgebniffeimKreis VIII.
Das überaus schlechte Wetter hat den Plätzen am letzten Sonntag sehr zugesetzt. Unter diesen Umständen ist es verständlich, daß die Spiele nicht auf jener Höhe standen, die man sonst kennt. Es gab auch verschiedene Ausfälle. Die Spiele selbst verliefen diesmal im allgemeinen ohne Ueberraschung. In der Gauklasse siel es dem Tv. Wetzlar schwer, Tuspo. 87/09 Kassel mit 9:7 zu schlagen.
Bezirksklasse.
To. Münchholzhausen — Tv. Lützellinden 5:7 (5:3) Mto. Gießen — To. Roth 11:3
Tv. Hörnsheim — Tv. Niedergirmes 5:4
Spogg. 1900 Gießen — VfL. 1860 Marburg 3:17.
In der ersten Halbzeit sah es noch keineswegs so aus, als ob Lützellinden gewinnen würde. Die Mannschaft konnte sich einfach nicht finden und mußte den Platzbesitzern einen knappen Vorsprung überlassen. Erst nach der Pause konnte man wieder das gewohnte zweckmäßige Spiel sehen. — Die Männerturner haben ihre Mannschaft umgestellt. Die Umstellung bewährte sich. — Das Experiment, das sich der Tv. Hörnsheim leistete, hat geklappt. Im Sturm, der bisher nie richtig schießen konnte, wirkte erstmals der Tormann Wenzel mit, dessen Schuß und gutem Spiel nicht zuletzt der Sieg zukommt. — Die 1900er hatten nur eine zweite Garnitur zur Stelle, die dem Ansturm der Gäste keinen Widerstand entgegensetzen konnte.
1. Kreisklasse.
Tv. Holzheim — Tv., Hausen 8:10
MSV. III. AR. 9 (Barbara)—Tv. Lang-Göns 10:0 Tv. Katzenfurt — Tuspo. Groß-Rechtenbach 6:5 Tv. Dutenhofen — Tv. Dornholzhausen ausgefallen.
Die Mannschaft des To. Hausen konnte auch das Rückspiel gewinnen. Allerdings traf sie auf einen Gegner, der stark ersatzgeschwächt antreten mußte. — Auch Lang-Göns hatte Ersatz in seinen Reihen und konnte so den Soldaten nicht den Widerstand entgegensetzen, den man erwartet hatte. Trotzdem hielt sich die Mannschaft tapfer und lieferte ihrem Gegner ein schönes Spiel. — Trotzdem Katzenfurt gewinnen konnte, so dürste es doch zu einem Punktverlust kommen, weil das Spiel vorzeitig abaepfiffen werden mußte. — Der Platz in Dutenhofen war grundlos.
2. Kreisklasse.
Bis auf das Treffen Allendorf (Lahn) — Atzbach mußten alle angesetzten Treffen roeaen der schlechten Plätze ausfallen. Das Spiel in Allendorf, das Atzbach mit 8:6 für sich entschied, konnte nicht befrie- 'bi gen.
Ein Freundschaftsspiel lieferten sich Grüninaen und Garbenheim. Während Grüningen mit Ersatz antrat, hatte Garbenheim seine komplette Mannschaft zur Stelle, die denn auch das Spiel mit 11:5 für sich entschied.
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Angebote mit der Aufschrift „Angebot auf Lebens- mittel für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 1938" sind bis zum 15. Dezember 1937, vormittags 10 Uhr, der Zahlmeisterei der III./A.-R. 9 nur durch die Post einzusenden. Höchstpreisüberschreitungen sind unzulässig. Angebote mittels Bietungsschein, der von der Zahlmeisterei unentgeltlich abgegeben wird, können nur auf ganze Lose gemacht werden. Bieter sind nach den Bestimmungen der Verdingungsordnung bei der Deffnung nicht zugelassen. Wenn Bewerber bis zum 20. Dezember 1937 nicht benachrichtigt sind, mußte ihr Angebot unberücksichtigt bleiben.
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Attest des Arztes
Aufgebotsverfahre»
benutzt. Bei Vergiftung sofort Kerzanregende Mittel geben (Äaf« fee) bis der Arzt herbeikommt.
Attest des Arztes, ärztliches Zeugnis, darf nur den festgestellten Untersuchungsbefund enthalten, sonst hohe Bestrafung des Arztes. Vom Untersuchten darf daran nichts geändert werden, Urkundenfälschung!
Aether, leicht brennbare, chemische Verbindung, die zur Narkose von Kranken, die operiert werden sollen, und im Haushalt zum Entfernen von Fettflecken benutzt wird. Bei der Verwendung ist äußerste Vorsicht notwendig.
Aetherische öle, der Auszug stark riechender Stoffe aus Pflanzenteilen, Knospen, Blüten, Samen und Früchten.
Ätzkali, Ätznatron. Vergiftungen (Unglücksfall, Selbscmordvers.), Arzt sofort rufen. Erich : Schlingbeschwerden, blutiges Erbrechen, blutige Durchfälle. Erste Hilfe: Essigwasser, saurer Wein. Zitronen- und Apfelsinensaft, schleimige Getränke, Milch. Verätzung am Auge: Spülen mit Wasser. Borwasser. Arzt!
Aubrietie — Blaukissen^ reizende frühlingsblühende Stemgarten- staude; kann durch Teilung nach der Blütezeit leicht vermehrt werden.
Aufbausalze sind chemische Mischungen von verschiedenen Mine- ralstöffen, sollen die Funktion des Körpers heben und das Wohlbe- finden steigern.
Aufforderung zum Tanz steht dem Herrn zu, er gibt die Aufforde
rung durch eine Verbeugung zu erkennen. Wenn die Dame ablehnt, darf sie den Tanz keinem anderen Herren vergeben, es sei denn, baff fte sich damit entschuldigt, der Tanz sei bereits verspro- chen.
Auffrischen von Wollstoffen wird durch Abbürsten mit Salmiakwasser erreicht, von farbigen Waschstoffen durch Spülen in stark ver. dünntem Essigwasser. Teppiche werden aufgesrffcht, wenn man sie mit nassen Teeblättern oder feuchtem Kaffeesatz abbürstet.
Aufgebot. Der Eheschließung muß ein Aufgebot vorausgehen zur Offenbarung evtl, vorliegender Ehehindernisse. Das Aufgeoot er- folgt durch Aushang einer Bekanntmachung der Namen, des Standes und des Wohnortes der Verlobten am Rathaus oder einer entsprechenden Stelle während zweier Wochen. Die Bekanntma- chuntz des Aufgebotes muß erfol- gen in der Gemeinde, wo die Verlobten ihren Wohnsitz bzw. ihren Aufenthalt haben Hat einer der Verlobten seinen Wohnsitz inner, halb der letzten sechs Monate gewechselt. dann ist das Aufgebot auch am früheren Wohnsitz bekannt zu machen. Die Ehe muß binnen 6 Monaten nach der Vollziehung des Aufgebots geschlossen werden, sonst verliert das Aufgebot seine Kraft (s. a. Ehestandsdarlehen).
Aufgebotsverfahren. Durch das Aufgebotsverfahren werden unbestimmte oder unbekannte Beteiligte mit ihren evtl. Rechten oder Ansprüchen ausgeschlossen, wenn sie ihre Rechte nicht bis zu
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