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mir au'dj mit der tiefsten Gottglaubigkeit in die Zukunft hinein. Wäre das, was wir erreichten, möglich gewesen, wenn die Vorsehung uns nicht geholfen hätte? Ich weiß es, alles Menschenwerk ist schwer und vergänglich, wenn es nicht gesegnet wird von dieser Allmacht. Wenn aber diese All­macht ein Werk segnet, so wie sie unseres gesegnet hat, dann können Menschen es auch nicht mehr zer­stören. Solange die Träger der Bewegung diese

Fahne fest in ihren Händen tragen, wird keine Macht der Gegner sie uns jemals entwinden kön­nen ! Eure Ehre ist die Ehre dieser Flagge, und die Ehre dieser Flagge wird immer Eure Ehre sein! So können wir denn eines star­ken Glaubens sein, jenes Glaubens, der mich be­seelt hat in den Jahren 1918/19, da ich zum ersten Male diese Fahne entwarf: Es muß uns gelingen, ein neues Deutschland aufzubauen! Dieses

Glaubens sind mir heute mehr denn je, denn die - s e s Deutschland steht und klar gezeichnet ist sein Weg in die Zukunft."

Minutenlang brausten nach Schluß der Rede dem Führer die Heil-Rufe der begeisterten Hundertau­sende entgegen, und immer wieder erneuerten sich die jubelnbn Kundgebungen der Treue, die die Männer und Frauen der Bayerischen Ostmark dem Führer darbrachten.

Deutschland ehrt Anton Bruckner.

lich ab 1. Oktober 1937 auf 200 RM. erhöh? werden, um den Kreis der Kinderbeihilfeberechtigten auf die Nichtsozialversicherungspflich­tig e n , also auf die kleinen Handwerker, Klein­gewerbetreibenden, Landwirte usw., deren Ein­kommen eine bestimmte Grenze nicht übersteigt, auszudehnen. Aus der stärkeren Berücksichtigung des Familienstandes bei den Steuern und bei der Gewährung von Kinderbeihilfen ergibt sich eine Erhöhung der Kaufkraft und damit des Lebens­haltungsstandes der Kinderreichen. Es haben hier volkswirtschaftliche, sozialpolitische und bevölke­rungspolitische Gedanken in einheitlichen Maßnah­men ihre Verwirklichung gefunden.

Führer und Volk huldigen dem großen Tondichler in der Walhalla bei Regensburg.

Ministerialdirektor Dr.Gütt

Regensburg, 6. Juni. (DNB.) Am heutigen Sonsrtag ist Anton Bruckner eingetreten in die Ruhmeshalle deutschen Geistes und deutscher Größe. Der Führer selbst hat den großen Tondichter auf seinem Einzug in die Walhalla begleitet. Die Wiese vor der Walhalla ist dicht gefüllt mit Volksgenos­sen aus allen Schichten. Nach dem Abschreiten der Ehrenkompanie der Wehrmacht betritt der Führer den Säulengang der Walhalla. Die Fanfarenklänge gehen unter in dem Orkan des Jubels, der dem Führer entgegenbrandet, als er sich auf die Ehren­tribüne begibt. Mit dem Führer kommen der Schirmherr der deutschen Kunst, Reichsminister Dr. Goebbels, als Vertreter der österreichischen Re­

gierung der österreichische Gesandte in Berlin, Exz. Tauschitz, die Reichsminister D a r r ö und Dr. Gärtner, die Reichsleiter Himmler, General Ritter von Epp, Fiehler und Dr. Dietrich, Botschafter v. P a p e n , Gauleiter W ä ch t l e r, Vertreter der Wehrmacht, der Präsident der Reichs­musikkammer Prof. Dr. Peter Raabe und andere führende Männer. Nachdem sich der Jubelsturm ge- leat hat, bringen die vereinigten deutschen und öster­reichischen Chöre denGermanenzug" wirkungsvoll zu Gehör. Das Chorwerk leitet über zur Rede des bayerischen Ministerpäsidenten Siebert. Dann tritt der Schirmherr der deutschen Kunst, Reichs­minister Dr. Goebbels, vor das Mikrophon.

Der Wann nnb das Werk.

In seiner Rede führte Dr. Goebbels u. a. folgen­des aus: Wir alle haben uns heute mit Ihnen, mein Führer, an einer weihevollen Stätte versam­melt, um einen b e r größten Meister deutscher Tonkunst zu ehren. Mit uns fühlt sich in dieser Stunde das ganze deutsche Volk auf­gerufen, in Dankbarkeit des Genies zu gedenken, das uns und der Welt wie einst Beethoven vor ihm in neun gewaltigen Sinfonien ein künstle­risches Vermächtnis hinterlassen hat, das zu den stolzesten Besitztümern unserer na­tionalen Musikkultur gehört. Aber nicht nur das Werk allein spricht aus diesem Meister der sinfonischen Kunst.

Vor uns stehl in Anlon Bruckner der deutsche Kantor, der, Lehrer und Musi- kant zugleich, das kirchenmusikalische ErbederVergangenheit treulich pflegt und mehrt, ohne von den eigenen Werken, die er in gewissenhafter Ausübung seines be­scheidenen Amtes dazu beisteuert, sonderlich viel Aufhebens zu machen, der aber ebenso liebevoll und mit der gleichen Selbstverständlichkeit sich auch der heimatlichen Volksmusik annimmt, mit der sein vielseitig lebensnahes Wirken außerhalb der Kirche ihn auf das engste ver­knüpft.

Wie jedes Genie ist Bruckner etwas durchaus Einmaliges und Eigengewachsenes, und um ihn zu begreifen, muß man auf die Wurzeln seines Da­seins, die blut- und rassebedingten Grundkräfte sei­nes Menschentums zurückgehen. Er kommt aus einem alten Bauern stamm, den wir jetzt bis zum Jahre 1400 zurückverfolgen können. Sein ganzes Leben hindurch, auch, als feine berufliche und gesellschaftliche Stellung ihn längst in eine an­dere Sphäre getragen hatte, verleugnet er niemals die typischen Merkmale des bäuerlichen Menschen, Seine fast mystisch wirkende Naturverbundenheit, seine harte und vollkommen phrasenlose Liebe zum heimatlichen Boden und zum großen deutschen Vaterlande, die schlichte Gradlinigkeit seines Cha­rakters, die sich mit echter Demut paart und doch ein stolzes Bewußtsein der eigenen Leistung in sich trägt, seine kindhaft reine Weltfreudigkeit, die auf dem Boden eines von keinen Verstandeszweifeln angekränkelten Gottglaubens ruhte alles das läßt erkennen, wie stark und unversehrt er in einer

so anders gearteten Zeit das bäuerliche Ahnenerbe in sich bewahrt. Süßliche Schlagworte, wieder Musikant Gottes" oder ,/der Sänger unserer lieben Freu", müssen noch heute dazu herhalten, aus Bruckners schwerem Lebenskampf eine Art reli­giösen Märtyrertums zu machen.

Wie die Persönlichkeit, so ist aber auch das künstlerische Lebenswerk Bruckners vielfacher Miß­deutung ausgesetzt gewesen und heute noch ausge­setzt. Ein feindseliges journalistisches Kritikästertum hat ihm durch ununterbrochene Quälereien sein ar­beitsreiches Leben verbittert. Eduard Hanslick hat einmal in einem Tischgespräch mit Anton Bruckner selbst das diese Gilde von kritischen Eintagsfliegen vollends demaskierende Wort fallen lassen:Wen ich vernichten will, den vernichte ich". Wenn im neuen Deutschland die Ausübung der öffentlichen Kunstbetrachtung von Gesetz wegen in eine geord­nete Bahn gelenkt worden ist, so glauben wir, auch damit eine Dankesschuld an den einsam ringenden, von seinen Peinigern bis zum Tode gequälten Mei­ster abgestattet zu haben.

In seinen Werken der Reifezeit ist der kämp­ferische Tatenwille, ohne den wir uns eine echte Symphonie überhaupt nicht vorstellen kön­nen, mitreißend wirksam. Es bedeutet eine vollkom­mene Verkennung dieser Brucknerschen Musik, wenn versucht wird, seine Symphonie insgesamt als reli­giöse Kunst, als eine Art absolute Kirchenmusik $u charakterisieren, ja, sie schlechthin mit dem Begriff Messen ohne Text" abzustempeln. Es ist an der Zeit, gegen diese falschen Deutungsversuche Front zu machen; denn Anton Bruckner läßt sich wie jedes Genie nicht in die Fesseln einer dogmatisch bestimm­ten Schablone hineinzwängen.

Wir alle fühlen und wissen, daß seine tiefe Gottgläubigkeit längst alle konfessionellen Schranken gesprengt hat und daß sie in dem gleichen heldischen Wellgefühl des germanischen Menschentums wurzelt, dem alle wahrhaft gro­ßen und ewigen Schöpfungen der deutschen Kunst entspringen. 3n diesem Sinne bedeuten Anlon Bruckners Symphonien für uns ein nationales Vermächtnis. Der Führer und seine Regierung betrachten es als ihre kulturelle Ehrenpflicht, alles in ihren Kräften Stehende zu tun, um das ganze deutsche Volk dieses beglückenden Erbes teilhaftig werden zu

lassen und durch eine großzügige Förde­rung der Brucknerpflege daran mitzu­helfen, daß diese in ihren Auswirkungen nicht nur in die Tiefe, sondern auch in die Breite dringt. Aus diesen Gründen haben sie sich ent­schlossen, der Internationalen Bruck­ner-Gesellschaft solange jährlich zur Her­ausgabe der Originalfassung seiner sämtlichen Symphonien einen nam­haften Betrag zur Verfügung zu stellen, bis das Gesamtwert des Meisters in der von ihm ge­schauten Form vorliegt.

Lassen Sie mich, mein Führer, in dieser Feier­stunde noch aussprechen, daß Anton Bruckner als Sohn der österreichischen Erde ganz be­sonders dazu berufen ist, auch in unserer Gegen­wart die unlösliche geistige und seelische Schick­salsgemeinschaft zu versinnbildlichen, die das gesamte deutsche Volk verbindet. Es ist daher für uns ein symbolisches Ereignis von mehr als nur künstlerischer Bedeutung, wenn Sie, mein Führer, sich entschlossen haben, in diesem einst von einem bayerischen König gestifteten deutschen Nationalheiligtum, das nunmehr Ihrer Obhut an­vertraut ist, als erstes Denkmal unseres Reiches eine Büste Anton Bruckners auf­stellen zu lassen.

Der Weiheatt.

Nach der Rede des Reichsministers übergibt der Präsident der Bruckner-Gesellschaft Professor Auer (Wien) dem Führer und Reichskanzler die Bruckner-Medaille mit den Worten: Wir bitten Sie, als er ft er die Ehrenmedaille der Internationalen Bruckner-Gesellschaft entgegen­zunehmen. Sie sei ein kleines Zeichen unserer tie­fen Dankbarkeit für die Aufnahme der Bruckner­büste in die Walhalla." Der Führer nimmt die Me­daille mit herzlichen Worten des Dankes entgegen und begibt sich in die Halle. Auf der Empore spielt das Münchener Philharmonische Orchester unter Leitung von Prof. Dr. von Hausegger die Feierliche Musik" aus Bruckners 8. Symphonie. Der Präsident der Reichsmusikkammer, Prof. Dr. Peter Raabe, nimmt die Enthüllung der Bruckner- Büste vor. Als einzige der mehr als 200 Büsten ist die Statue Anton Bruckners mit der Hakenkreuz­fahne umkleidet, zum Zeichen, daß diese Büste die erste ist, die im Dritten Reich in dieser Ehrenhalle Aufstellung gefunden hat. Eine der schönsten deut­schen Chöre,'die Regensburger Domspat­zen, bringen nun einen A-cappella-C^or zu Ge­hör. In wundervoller Harmonie klingt das Echo der hellen Knabenstimmen von den hohen Wänden der Walhalla zurück. Der Führer legt einen Lor­beerkranz nieder, dessen Schleife die Standarte des Führers und als Inschrift die WorteAdolf Hitler" trägt. Der Führer grüßt das Denkmal Anton Bruck­ners und die Teilnehmer dieser Gedenkstunde ehren das Andenken Anton Bruckners ebenfalls mit dem deutschen Gruß.

Als der Führer wieder aus der Halle tritt, be­grüßen ihn die Tausende erneut mit jubelnder Be­geisterung. Die Lieder der Nation klingen auf. Ihnen schließt sich die österreichische Nationalhymne an. Den Beschluß der Feierstunde bilden Fanfaren aus der 5. Symphonie von Bruckner.

Mr wachsende Völker haben eine Zukunst.

Oie Frankfurter Tagung des Reichsbundes der Kinderreichen.

erklärte, es fei dem Nationalsozialismus vorbehalten geblieben, gegenüber der liberalistischen und marxi­stischen Wirtschaftslehre und Lohnpolitik die Binsen­wahrheit zu vertreten, daß eine Familie von sechs, acht oder gar zehn Köpfen und Mäulern mehr brauche als der einzelne Mensch oder eine kin­derarme Familie mit ihrem einzigen Kinde. In­folgedessen verlange er einen gerechten Fami - lienlastenausgleich für die kinderreiche Fa­milie. Man müsse dabei aber so vorgehen, daß nicht der einzelne Arbeitgeber belastet werde, sondern daß der Lastenausgleich innerhalb der Berufsschichten und, um gerecht zu sein, in Prozenten des jeweiligen Einkommens und nach der Kinderzahl gestaffelt vor­genommen werde. Dies fei das Ziel, das dem Reichs­innenministerium vorschwebe. Dem Führer könne man nicht dankbar genug sein dafür, daß er die Voraussetzungen für den wirtschaftlichen Wiederauf­stieg und die Lebensgrundlage unseres Volkes ge­schaffen habe. Darum müsse man auch Geduld haben, weil sich solche umwälzenden finanziellen Fragen nur in Zeiten lösen lassen, in denen es der Wirtschaft gut gehe, und in denen die Lohnpolitik gewisse Belastungen vertragen könne.

ReichsamksleiterDr.Groß

überbrachte die Wünsche des Stellvertreters des Führers. Das große Ringen zwischen dem Chaos und der Kultur der Menschheit steht heute blutrot über allen Ländern der Erde. In diesem großen Ringen zwischen Ordnung und Chaos ist auch die Bevölkerungspolitik des nationalsozialischen Staates beispielhaft geworden.

Eine Weihestunde auf dem Römerberg.

Der erste Tag des Reichstreffens der Kinder­reichen fand feinen festlichen Aus klang in einem WeihefpielEwiges Volk" auf dem alten historischen Römerberg. Tausende von kinderreichen Vätern und Müttern hatten sich zu der nächtlichen Weihestunde eingefunden. Das Weihefpiel, gestaltet vom Generalarbeitsführer Dr. Decker und durch­geführt vom Oberstfeldmeister Thilo Scheller, stellt in den Mittelpunkt das Kind als das höchste Kleinod des deutschen Volkes. Das Weihespiel hinterließ bei den Besuchern einen tiefen Eindruck.

Kinder verbürgen die Unsterblichkeit unseres Volkes.

LPD. Frankfurt a. M., 6. Juni. Das Reichs­treffen des Reichsbundes der Kinderreirchen erreichte am Sonntagnachmittag feinen Höhepunkt mit einer Kundgebung, in der Reichsminister Dr. Goeb­bels zu den kinderreichen Vätern und Müttern aus allen Teilen des Reichs sprach. Hinter dem in reichem Blumenschmuck prangenden Rednerpodium grüßten an einer viele Meter hohen Wand die Symbole des Reiches und des Reichsbundes der Kinderreichen. Auf der Ehrentribüne hatten sich zahlreiche Ehrengäste aus Partei, Staat und Wehr­macht eingefunden, ebenso eine italienische Abord­nung sowie die Vertreter der Internationalen Liga für Leben und Familie. Als Reichsminister Dr. Goebbels in Begleitung des Gauleiters eintraf, brausten ihm stürmische Heilrufe entgegen. Eine Schar junger Mädchen überschüttete ihn mit einer Fülle von Blumenspenden. Dann hieß Gauleiter Sprenger alle, die sich im Reichsbund der Kin­derreichen zusammengefunden haben, im Gau Hessen-Nassau herzlich willkommen. Sie alle hätten durch die Tat bewiesen, daß sie wüßten, worauf es im heutigen Staate ankomme; denn wenn wir nicht eine ausreichende Zahl Kinder bekämen, würde alle Arbeit vergeblich fein. Darum fei die Arbeit des

Frankfurt a. M., 5. Juni. (LPD.) Am Sams­tagabend versammelten sich in der Frankfurter Fest­halle die Amts träger des Reichsbundes der Kinderreichen zu einem Appell. Reichsbundesleiter Stüwe erklärte: Das erste Ziel der Wiederher­stellung des Ansehens der kinderreichen Familie fei erreicht. Der Begriffkinderreich" fei im natiynal- fozialiftischen Sinne aus einem Zahlenbegriff von einst zu einem 5ßertbe griff von heute ge­worden. Kinderreich fei wieder ein Ehrentitel und komme nur jenen zu, die als vollwertige erbtüchtige Familien einen Nachwuchs auf» ziehen, der nach Stärke und Tüchtigkeit einen Reich­tum für Familie und Volk bilden. Der RdK. stehe vor einem neuen Kampfabschnitt, nämlich der i n - neren Ausrichtung innerhalb der eige­nen Reihen zum verstärkten Kampf gegen den Dolkstod. Im weiteren verkündete der Reichsbun­desleiter eine Neugestaltung der Bei­träge im Sinne einer Staffelung nach dem Ein­kommen und der Kinderzahl. Der Reichsbund wolle keine grundsätzliche Besserstellung der Kinderreichen gegenüber den anderen Volksgenossen, wohl aber deren Entlastung von vielfachen Nach­teilen und von begründeten Sorgen seelischer Art, die auf ihnen lasten. Der Reichsbundesleiter teilte zum Schluß mit, daß der Dichter Heinrich Eckmann, Reichsminister Dr. Hans Frank, Gauleiter Grohö (Köln) und SS.-Obergrup­penführer Erbprinz zu Waldeck und Pyrmont als kinderreiche Väter zu Mitgliedern des Ehrenrings ernannt worden feien.

Staatssekretär Reinhardt

führte dann u. a. folgendes aus: Es ist eine der wichtigsten Aufgaben, den Gedanken der Früh- ehe und den Gedanken der kinderreichen Familie zu fördern. Wir haben seit 1. August 1933 bis heute 750 000 Ehestandsdarlehen im Durchschnittsbetrag von etwas mehr als 600 Reichsmark, insgesamt 455 Millionen Reichsmark, gewährt. Es werden weiterhin monatlich rund 15 000 Ehestandsdarlehen gewährt werden. Die Zahl der Eheschließungen ist im Dreijahresabschnitt 1933 bis 1935 um 4 2 0 0 0 0 größer gerne- f e n als im letzten Dreijahresabschnitt zuvor. Das ist eine Zunahme um 26 v. H. Den Ehen, die Ehe­standsdarlehen erhalten haben, sind bereits 550 000 Kinder entsprungen. Das sind verhältnis­

mäßig doppelt so viel Kinder wie in den Ehen, die in der gleichen Zeit ohne Ehestandsdar­lehen geschlossen worden sind. Es erweist sich, daß die durch Ehestandsdarlehen geförderten Ehen eine weit größere Fortpflanzungsfreudigkeit aufweisen, als die anderen Ehen. Es ist erforderlich, die wirt­schaftlich bessergestellten Kreise unseres Volkes auf diese Tatsache besonders hinzuweisen. Es muß be­sonders von einem Volksgenossen, der für d i e Beamtenlaufbahn zuge lassen worden ist, verlangt werden, daß er frühzeitig hei­ratet. Jeder Beamtenanwärter ist nach national sozialistischer Auffassung verpflichtet, allen anderen Volksgenossen auch in der Frage der ftüh- zeitigen Familiengründung Vorbild zu sein. Es wird demnächst bestimmt werden, daß ohne Rück­sicht auf das Dienstalter die Bezüge der höchsten Stufe gewährt werden, sobald der Beamte heiratet. Diese Neuregelung gegenüber bisher roitb wahr­scheinlich bereits mit Rückwirkung ab 1. April 1937 gelten. Diese Verbesserung genügt, um den jungen Männern die Ausrede, ihre Bezüge seien noch nicht hoch genug, um heiraten zu können, zu nehmen. Die Bezüge sind, sobald der Beamte heiratet, so­fort so hoch, wie bisher in der Regel erst ab dem fünften Jahr nach bestandener Prüfung. Zu der Verbesserung der Anfangsbezüge kommt das We­niger an Lohnsteuer. Ein junger Beamter, der unter solchen Umständen nicht bald nach bestan­dener Prüfung heiratet, ist nicht wert, in die Be- amtenlaufbahn des nationalsozialistischen Staates endgültig übernommen zu werden. Es mutz erstrebt werden, die Uebertragung einer Planstelle an den jungen Beamten davon abhängig zu machen, daß er verheiratet ist.

Auch in einer demnächst erscheinenden Reichsschulgeldordnung wird bei der Bemessung des Schulgeldes für den B e - such der höheren Schulen der Fami­lienstand in wesentlich stärkerem Ausmaß be­rücksichtigt werden als bisher. Es wird für das Schulgeld ein Höch ft sah bestimmt werden, und es werden Geschwister - Ermäßi­gungen gewährt werden. Bei der Bemes­sung der Geschwister-Ermähigungen werden nicht nur Kinder, die gleichzeitig eine Schule besuchen, und auch nicht nur alle schulpflich­tigen Kinder, sondern auch diejenigen

Kinder, die noch nicht schulpflichtig sind, berücksichtigt werden, schließlich auch die Kinder vom 16. bis zum vollendeten 21. Le­bensjahr, wenn sie zu Beginn des Schuljahres sich in der Ausbildung befinden. Die Geschwi- ster-Ermähigung wird nicht von einem Nach­weis besonderer wirtschaftlicher Verhältnisse ab­hängig sein, sondern in jedem Fall ge­währt werden.

Solange der Aufbau der deutschen Wehrmacht und die Durchführung der sonstigen großen natio- nalpolitischen Aufgaben große Summen erfordert, sind der Verwirklichung aller anderen Grundsätze des Nationalsozialismus, soweit dadurch die öffent­lichen Finanzen berührt werden, gewisse Grenzen gezogen. Was im Rahmen der bestehenden Grenzen zur Hebung der wirtschaftlichen Lage der Kinder­reichen irgendwie geschehen kann, wird geschehen. Als eine der ersten Maßnahmen muß erstrebt wer­den, daß bei der Bemessung der Ein­kommen st euer und der Vermögens« fteuer nicht nur die Minderjährigen, sondern auch die volljährigen Kinder berück­sichtigt werden. Das Aufkommen an erhöhter Einkommensteuer der Ledigen stellt das Sonder­vermögen zur Gewährung von Ehestandsdarlehen dar. Aus diesem Sondervermögen werden auf An­trag einmalige Kinderbeihilfen an minderbemittelte kinderreiche Fa­milien gewährt. Wir haben solche an mehr als 400 000 Familien im Durchschnittsbetrag von 390 Reichsmark gewährt. Es find dadurch rund 2,25 Millionen Kinder mit durchschnittlich 62 RM. pro Kind bedacht worden. Außerdem werden seit August 1936 laufende Kinderbeihilfen gewährt, zunächst an Sozialoersicherungspflich­tige, deren ungekürzter Lohn 185 RM. monatlich nicht übersteigt, 10 RM. monatlich für das fünfte und jedes weitere Kind unter 16 Jahren. Die Zahl der Familien, an die diese laufenden Kinderbeihil­fen gewährt werden, beträgt 240 000, die Zahl der Kinder 320 000. Die Gewährung laufender Kinder­beihilfen wird nach Maßgabe der zur Verfügung stehenden Mittel ausgebaut werden, bis es schließlich möglich fein wird, durch Schaffung einer Reichsfamilienkaffe einen vollständigen Familienlaftenausgleich herbeizuführen. Die Einkommensgrenze von 185 RM. bei der Ge­währung laufender Kinderbeihilfen wird wahrfchein-

Reichsbundes so ungeheuer wertvoll.

Reichsminister Dr. Goebbels

überbrachte die Grüße und guten Wünsche bee Führers und der Reichsregierung. Er erinnerte an das Wort Clsmenceaus, daß es 20 Millionen Deutsche zu viel auf der Welt gebe. Die demokra­tische Republik habe sich nicht gegen diesen furcht­baren Satz aufgelehnt, ©ie habe im Gegenteil, teils unter Zwang, meistens aber freiwillig all die außen­politischen Dersklavungsverträge unterschrieben, die mit die Aufgabe hatten, dieses Wort wahr zu ma­chen. Daß Deutschland kinderarm geworden fei, fei niemandem besser zustatten gekommen als eben dieser Weimarer Republik. Sei sie doch ohnehin nicht damit fertig geworden, den lebenden Deutschen Arbeit und Brot zu bringen.Wir hatten jedes Vertrauen zu unserer nationalen Zukunft verloren und es konnte gar nicht wunder nehmen, daß sich dieser Verlust am deutlichsten in einer nach und nach erschreckende Ausmaße annehmenden Kinder­armut auswirkte. Wir aber", so erklärt Dr. Goeb­bels unter stürmischem Beifall,haben das Wort jenes französischen Staatsmannes in sein Ge­genteil umgekehrt?

Für uns sind nicht zu viel, sondern zu wenig Deutsche auf der Welt! Denn Deutschland seine großen nationalen und internationalen Aufgaben erfüllen will, kann es das nicht allein mit Dacht, mit Lebensraum und mit technischen Hilfsmitteln tun. Alles das ruft nach dem Arm der Denschen. Darum fordert der neue Staat den Kinderreichtum. Die Ve- völkerungszunahme ist ein nötiges Aufbäumen gegen den schleichenden Volkstod, der von 1918 bis 1933 über Deutschland gekommen war. Rur wachsende Völker sind junge Völker, und nur junge Völker werden auf die Dauer in der Welt bestehen können!

Unter begeisterter Zustimmung der Massen stellte der Minister fest, daß es der Führer gewesen sei, der durch seine Politik dem Volk wieder Vertrauen in die Zukunft und damit den deutschen Vätern und Müttern wieder den Mut gegeben habe, deutschen Kindern das Leben zu schenken. So könnten wir beglückt davon sprechen, daß ein neues Blatt in der Geschichte unseres Dol-