Montag, r.ZunUM
181. Jahrgang
Ur. 129 Erstes Blatt
Ich habe vor
mannes gehört,
Deutschland will arbeiten in Ehre und Freiheit
den Söhnen der Bayrischen Ostmark.
rer von den wirtschaftlichen Grundgedanken,
3.
4.
„Es
I e n
von vier libe- Kri- ent-
großen Verdienste um die Förderung des herzlichen Einvernehmens zwischen Italien und dem Deutschen Reich das Grohkreuz des Verdienstordens vom deutschen Adler."
Die Insignien mit der verteihungsurkunde werden dem italienischen Regierungschef in den nächsten Tagen vom deutschen Botschafter von hassell überreicht werden. Auch der Königlich-Italienische Außenminister Graf Liano di Lortellazzo ist vom Führer und Reichskanzler durch Verleihung des Großkreuzes des Verdienstordens ausgezeichnet worden.
„Ich werde niemals zugeben, daß man dieses Volk wieder zerreißt in sich kämpfende religiöse Streithausen?" (Bei diesen Worten bricht ein ungeheurer tosender Beifallssturm der hunderttausende los und braust über das Feld.) „Wir haben hier Erfahrungen genug aus der deutschen Geschichte und brauchen keine weiteren zu sammeln; sie sind die trauriasten, die es gibt. Einst hat unser Volk 18,5 Millionen gezählt, und davon sind nach einem dreißigjährigen Kriege 3,6 Millionen übriggeblieben. Ich glaube, das wird so mancher, dem es nicht paßt, daß wir endlich ein Volk geschaffen haben, wieder über Deutschland herbeilühren wollen. Auch dieser Versuch wird mißlingen: Das deutsche Volk und das Deutsche Reich Zerstören sie uns nimmer und nimmer mehr!" (Lang anhaltende
stürmische Beifallskundgebungen.)
In seinen Schlußworten wandte sich der Führer unmittelbar an die vor ihm stehenden Männer der Partei: „Ihr, meine braune Garde, Ihr seid die Kampftruppe dieser ganzen Entwicklung, seid die Repräsentanten dieser politischen Mission. Ihr habt zuerst diese Fahne getragen, und ich weiß, Ihr werdet sie so weitertragen, weit hinein in die deutsche Zukunft, und wenn der letzte Mann von Euch vorbei ist, werden schon wieder die ersten Kolonnen der deutschen Jugend nachrücken. Ein endloser Strom des deutschen Blutes und des deutschen Lebens, So werden Generationen um Generationen unseres Volkes in unserer Geschichte weitermarschieren. Immer dieses Banner vor Augen, das uns verpflichtet, zu unserem Volk, zu seiner Ehre, zu seiner Freiheit und zu unserer Gemeinschaft, zu unserer wirklichen nationalsozialistischen Brüderlichkeit. Sie werden es dann als selbstverständlich finden, daß dieses deutsche Volk nur einen Weg geht, den die Vor- sehuna ihm zu gehen geboten hat, indem sie diesen Menschen eine gemeinsame Sprache gab. So gehen
Hal uns gebannt! 3m Banne dieses Zieles marschieren wir! Wer sich dem in den Weg stellt, soll sich nicht beklagen, wenn früher ober später der Marsch einer Ration über ihn hinweggeht."
Zur zweiten Aufgabe übergehend, dem Volke Arbeit und Brot zu geben, sprach der Füh-
Mussolini erster Träger des Großkreuzes des Verdienstordens vom deutschen Adler.
Berlin. 7. 3uni. (DNB. Funkspruch.) Der Führer und Reichskanzler hat als erstem Staatsmann dem königlich-italienischen Regierungschef Benito Mussolini das Großkreuz des neugestiflelen Verdien st ordens v o m deutschen Adler verliehen. Die Urkunde über die Verleihung, die in besonders künstlerischer Form auf Pergament ausgeführt und vom 31. Mai datiert ist, hat folgenden Wortlaut:
„3m Namen des Deutschen Reiches verleihe ich Seiner Exzellenz dem königlich-3talienischen Regierungschef Herrn Benito Mussolini als Zeichen meiner Freundschaft und in Ehrung seiner
denen sich der Nationalsozialismus in den Jahren seiner Aufbauarbeit leiten ließ. Dem ralistischen Schlagwort von einst „Freiheit der tik" habe der Nationalsozialismus die Parole gegengesetzt: „Freiheit der Leistung und des Könnens"! „Wir haben keine Politik billi-
Oer Führer spricht in Regensburg zu
Regensburg, 6. Juni. (DNB.) Die Bayerische Ostmark beging am Sonntag ihren Gautag. Den Höhepunkt erreichte das Gautreffen mit der Heerschau der nationalsozialistischen Kämpfer auf dem Rennplatz in Prüfening, die ihre besondere Weihe durch die Anwesenheit des Führers erhielt, der zu den hier versammelten 150 000 Kämpfern der Bewegung und 50 000 Volksgenossen der bayer. Ostmark sprach. Der Führer warf einleitend einen Rückblick auf die großen Jahre des Kampfes um den Beginn einer neuen Zeit, die als ein Wendepunkt im Leben unseres Volkes vor nunmehr viereinhalb Jahren angebrochen sei, und in der bis heute viel mehr erreicht wurde, als selb st die kühnsten Hoffnungen erwarten lassen konnten.
Vier Aufgaben habe sich der National- fozialisrnus damals gestellt:
geschehen ist", so rief der Führer aus. und hunderttausendfach klang ihm in den jubelnden heilrufen die Bestätigung seiner Worte ent
gegen.
„Vorher bot Deutschland ein Bild grenzenloser Ohnmacht, einer beklagenswerten Zersplitterung, und dementsprechend war auch die Einschätzung unseres Volkes durch das Ausland. Heute haben wir ein Reich, ein Symbol, eine führende Bewegung und in ihr selbst einen Willen, lieber den Wünschen und Empfindsamkeiten einzelner steht heute das Interesse eines ganzen Volkes! Es gab für uns nur das harte Entweder — Oder: Entweder Verzicht auf die ewig lächerlich gewordenen wie schädlichen Rückstände einer schlechten Vergangenheit, oder Verzicht auf die deutsche Zukunft Wir verzichteten lieber auf die Vergangenheit und streiten für eine Zukunft." (Begeisterte Beifallsstürme der Massen.)
Sie stehen hier in einer alten deutschen Stadt, in der einst ein König die Walhalla errichtete nut dem Vermächtnis, in ihr alle großen deutschen Männer unserer Geschichte zu vereinen und damit die unlösliche Blutsoerbundenheit des deutschen Volkes auszudrücken.
Wir glauben, unsere erste Aufgabe, ein Volk zu schaffen, haben wir schon heule so gut wie gelöst: Vor uns sieht ein Ziel, und dieses Ziel
„Moskau biffierf pariser Vorbehalte."
Rom. 6.3urti. (DNB.) Unter der U-b°r,chrift „Moskau diktiert Pariser Vorbehalte , läßt sich „Popolo di Roma über die französische Antwort berichten, daß Delbos unter dem Druck
1.
2.
Ein Volk zu schassen, diesem Volk das tägliche Brot durch Arbeit zu sichern, dieses Volk und seine Arbeit zu beschützen, ihm wieder die Freiheit und Ehre und damit die Wacht zu geben, und in ihm wieder eine neue höhere soziale Gemeinschaft zu errichten, kann niemand bestreiten, daß auf al- vier Gebieten Ungeheures
Ich habe vor wenigen Tagen erst zu meiner Freude aus dem Munde eines englischen Staats- daß Großbritannien nur dann in der' Lage sei, für den Frieden einzutreten, wenn ihm eine st a r k e Rüstung zur Verfügung tehe. Das ist auch meine Meinung in Bezug auf Deutschland!" „In knapp vier Jahren" — so aßte der Führer den Kampf des nationalsozialistischen Deutschlands um Ehre und Freiheit der Nation noch einmal zusammen — „haben mir den Vertrag, der uns als Diktat einst zur größten Schande unseres Volkes wurde, Stück für Stück beseitigt, die Nation freigemacht und ihr alle die Eigenschaften zurückgegeben, die das Charakteristische eines freien Volkes und einer freien Nation sind." (Stürmische Heilrufe und minutenlange begeisterte Kundgebungen der Massen.)
Zum letzten Punkt, dem Versprechen, die sozialen Probleme zu lösen, erklärte der Führer, schon die nationalsozialistische Bewegung sei der beste Garant für eine solche wahrhaft soziale deutsche Volksgemeinschaft. Sie frage nicht: Was bist du? Wer bist du? Hast du Geld? Was hast du gelernt? Woher bist du gekommen? Hast du ein Vermögen? Hast du ein Geschäft? Bist du Unternehmer oder bist du Arbeiter? Oder: Bist du vielleicht Katholik oder Protestant oder andersgläubig? Sondern sie stelle nur d i e eine Frage: B i st du deusch und will st du deutsch sein? Das heißt zugleich: Bist du anständig und willst du immer anständig sein? Willst' du als ehrlicher Mann in deinem Volke arbeiten, willst du vor allen Dingen, wenn es notwendig wenden sollte, die Interessen deines Volkes höher stellen als deine eigenen Interessen? Wenn ja, dann b i st du uns willkommen!
ft e II i g t werden könnte.
Die Auffassung in Rom.
Rom, 6, Juni. (DNB.) Wie in italienischen Kreisen verlautet, erscheinen die englischen Vorschläge der italienischen Regierung grundsätzlich annehmbar, besonders die Schaffung ernster Garantien und die Einrichtung von Sicherheitsszonen in den Häfen der beiden Parteien. Dagegen möchte Italien den dritten Punkt, wonach die mit der internationalen Kontrolle beauftragten vier Mächte im Falle neuer Angriffe sich über die zu treffenden Maßnahmen gemeinsam beraten sollen, wesentlich bestimmter gefaßt sehen. Unter der Ueberschriftt „Italien und Deutschland haben die englischen Vorschläge in vollkommener Ueberem- stimmung beantwortet — Prinzipielle Zustimmung mit Ergänzungsvorschlägen" erklärt „Giornale d'Jtalia": Gegen die beiden ersten Punkte der englischen Note hätten Italien und Deutschland nichts einzuwenden. Es werde sich aber darum handeln, nicht nur mit Worten, sondern durch die Tat zu beweisen, inwieweit die spanischen Bolschewisten die Sicherheit der deutschen und italienischen Schiffe gewährleisten können zu einer Zeit, in der sie mehr denn je bestrebt seien, in Europa Unordnung und Konflikte anzuzetteln, ihre Anklagen gegen das faschistische Regime zu erneuern und ihre verbrecherischen Handstreiche zum Gelingen der Weltrevolution vorzubereiten. Die internationale Beratung über die im Falle neuerlicher Zwischenfälle zu treffenden Maßnahmen — Zwischenfalle, die nur von den Bolschewisten hervorgerufen werden könnten — sei zweifellos nützlich und sogar notwendig, um alle die Mächte, die an der Kontrolle teilnehmen, zu einer Antwort zu verpflichten. Die internationale Beratung dürfe aber nicht der angegriffenen Macht die Möglichkeit einer sofortigen und persönlichen Aktion nehmen. Jede Macht, die in ruhiger Erfüllung ihrer Kontrollaufgaben plötzlich angegriffen würde, müsse sich das Recht vorbehalten, sofort ihre Maßnahmen zum Schutze ihrer Sicherheit und ihrer Ehre zu ergreifen, ohne auf Besprechungen und die Zustimmung Dritter warten zu müssen. Die Art und die Grenzen dieser Maßnahmen wurden natürlich von dem Verantwortungsbewußtsein, das man bei jeder Großmacht woraussetzt, bedingt. Allein schon das Wissen, daß sie in keinem Falle ungestraft entkommen, werde die Friedensstörer von ihrem gefährlichen Abenteuer abhalten und in ihren Absichten und Taten zu vorsichtigerem Vorgehen veranlassen.
Llm die Wiederaufnahme der Kontrolle
Deutschland und Italien zu den englischen Vorschlägen.
jemand meint, weil das deutsche Volk so friedliebend ist, etwa auf deutsche Schiffe, die internationale Aufträge zu erfüllen haben, Bomben werfen zu können, dann werden wir ihm zeigen, daß wir uns zu wehren wissen!" (Beifall-
stürme der Hunderttausende.)
„Um unsere Freiheit und damit unsere Ehre zu wahren, haben wir diese große neue deutsche Wehrmacht aufgebaut. Deutscher Mann, du brauchst deinen Kopf nicht mehr zu senken, du bist jetzt wieder gleichberechtigt und kannst stolz erhobenen Hauptes durch die Welt gehen! Denn du, weißt: Niemand rührt dich an, ohne daß dich nicht das ganze Volk in Schutz nimmt! Diese Gleichberechtigung ist aber auch die einzige Voraussetzung ür das Wirsamwerden unserer unermeßlichen wirtschaftlichen Arbeit, denn wer soll überhaupt wirtschaftlich tätig sein, wenn er sich nicht dessen bewußt sein kann, daß der Ertrag seiner Arbeit ihm weder geraubt noch verkürzt werden kann? Wer will für die Zukunft wirtschaftliche Projekte ersinnen, wenn er nicht die Sicherheit besitzt, die allein die Freiheit einem Volke geben kann? Es gäbe keine wirtschaftliche Unternehmung, wenn nicht der stählerne Schild der nationalen Wehr darübergehalten würde!"
„Wenn uns aber jemand erklärt, wir würden das in kurzer Zeit nicht mehr tragen können, so sei ihm gesagt: Der Deutsche wird seinen Stahlhelm tragen! Auf alle Fälle solange als ihn die anderen zu tragen vermögen. Sollte aber einmal die Zeit kommen, in der die Helme wirklich abgeseht werden, dann werden wir auch den unseren in Ehren ablegen aber immer bereit, wenn notwendig, ihn sofort wieder aufs Haupt zu sehen. 3ch glaube, damit nutzen wir am Ende dem Frieden am allermeisten."
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Eichener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhesfen
Moskaus die Ansicht vertrete, die Teilnahme an der Kontrolle solle auf alle am Nichteinmischungsausschuß beteiligten Mächte ausgedehnt werden. Dieser Vorschlag laufe darauf hinaus, Sowjetrußland die Entsendung von Kriegsschiffen in die spanischen Gewässer zu gestatten und durch deren Anwesenheit jede Möglichkeit einer Zusammenarbeit zwischen den vier Westmächten zu verhindern. Da das Ziel der sowjet- russischen Politik darin bestehe, die Zwietracht in Europa zu erhalten, solle die Teilnahme Sowjetrußlands an der Kontrolle Zwischenfälle und Mißtrauen zwischen Deutschland, Italien, Frankreich und England Hervorrufen. Wie könne man im Ernst annehmen, daß eine Kontrolle, die von 27 Staaten ausgeübt werde, überhaupt wirksam sein könne. Deutschland und Italien hätten bereits darauf hingewiesen, es sei bei Zwischenfällen schon schwer, vier Mächte unter einen Hut zu bringen. Während die Regierungen verhandeln würden, wie es im Londoner Ausschuß üblich sei, hätten die Bolschewisten Zeit genug, um eine ganze Flotte zu vernichten. Das sei aber gerade Moskaus
London, 7. Juni. (DNB. Funkspruch.) Die Londoner Montagblätter beschäfttgen sich mit den Antworten Deutschlands und Italiens auf die britischen Vorschläge für die Sicherheit der Ueberwachungsschiffe. Sowohl Deutschland wie auch Italien hätten im großen und ganzen den britischen Vorschlägen ihre Zustimmung erteilt, gingen aber in einigen wesentlichen Punkten mit der britischen Regierung n i d) t einig. 2)ie Franzosen wünschten die Abschaffung der vier lleberwachungszonen, damit alle 27 Nichteinmischungsmächte praktisch an der Überwachung teilnehmen könnten. Frankreich schlage außerdem vor, daß sämtliche Ueberwachungsschiffe „neutrale Beobachter" an Bord nehmen sollen.
„Times" schreibt, Hauptgegenstand des Schriftwechsels zwischen London, Rom, Berlin und Paris sei die Präzisierung der deutschen und italienischen Ansicht, daß die Handlungsfreiheit des einzelnen im Falle eines Angriffes auf eines der Ueberwachungsschiffe nicht beschränkt werden dürfe durch ein Abkommen, das sofortige gemeinsame Beratungen zwischen den vier interessierten Mächten vorsehe, wie es die britische Regierung vorgeschlagen habe. Auf englischer Seite sei man der Ansicht, daß das Selbstverteidigungsrecht gegen Angriffe mit größter Genauigkeit festgelegt werden müsse. Das Abkommen über Beratungen, das England vorschlage, solle eine gemeinsame Aktion innerhalb der humanen Grenzen vorsshen etwa unter der Voraussetzung, daß es niemanden wünschenswert erscheine, der gemeinsamen Aktion durch individuelle Vergeltungsmaßnahmen vorzugreifen. Man könne damit rechnen, daß die französische Anregung, die spanische Küste sollte anstatt von den vier Ueberwachungs- flotten von sämtlichen 27 Mächten überwacht werden, sowie die Anregung der „neutralen" Beobachter Einwände Hervorrufen wende. Es scheine aber, als ob die französische Regierung diese Reform nicht als dringlich vorgebracht habe.
Das Ziel der britischen Politik sei, Deutschland und Italien wieder für die Mitarbeit an der lieber« wachung und im Nichteinmischungsausschuß zu gewinnen. Wenn dies geschehen sei, werde die britische Regierung keine Zeit verlieren, um die Verhandlungen über ein Abkommen zur Zurückziehung der ausländischen Freiwilligen aus Spanien zustande zu bringen. Es bestünden Anzeichen dafür, daß die Zurückziehung von größeren ausländischen Kontingenten und sogar aller Ausländer ohne Prestigeverlust bewerb
ger volkstümlicher Phrasen getrieben. Wir haben das Geld seines phantomhaften Charakters entkleidet und es in die Rolle gebracht, die ihm zukommt: Nicht Geld und nicht Devisenbestände, sondern d i e Arbeit allein ist die Grundlage des Geldes! Es gibt keine Steigerung des Lohnes, wenn nicht eine Steigerung der Produktion Hand in Hand damit geht. Mit dieser Wirtschaftserkenntnis haben wir sieben Millionen Arbeitslose auf rund 800 000 dezimiert und dabei für alle wesentlichen Lebensgüter die Preise fast vollständig st a b i l gehalten. Heberall wird 'beute gearbeitet. Der Bauer bestellt seine Felder, der Arbeiter liefert für ihn die Fabrikprodukte, eine ganze Nation ist tätig. E s geht aufwärts!" (Begeistert stimmen die Hunderttausende dieser Feststellung des Führers zu.)
Der Führer sprach dann von dem Kampf der letzten vier Jahre um Freiheit und Ehre der deutschen Nation. Er schilderte, wie anderwärts in der Wett heute Unruhe und Zerrissenheit den Nährboden für bolschewistische Experimente schaffen, während Deutschland in Wirklichkeit eine Insel des Friedens sei, und deshalb sei uns dieser Friede auch doppelt und dreifach teuer. Der Führer legte dar, wie Deutschland nach dem Kriege abge- r ü ft e t hat, und stellte die Frage, warum d i e anderen es nicht auch taten. Es sei bemerkenswert, daß man den Segen der Abrüstung erst zu erkennen scheine in dem Augenblick, in dem Deutschland wieder in Wehr und Waffen geschützt sei.
„Das deutsche Volk ist kein Volk, das heute oder morgen einen Krieg beginnt. Der Deutsche ist qi seinem ganzen Wesen nicht nur friedfertig und friedliebend, sondern vor allem verträglich. Er will arbeiten! 3n unserem Lande wollen Millionen Bauern ihre Felder bestellen, ihre Ernte einbringen, wollen Blil- lionen Arbeiter ihrer Arbeit nachgehen. Dieses Volk will keinen Streit, aber es will auch nicht, daß andere Streit mit ihm suchen! Es will nur sein Lebensrecht und läßt sich dann allerdings nicht von jedem Nächstbesten beleidigen oder angreifen! Wenn
Absicht, denn je wirkungsloser die Kontrolle sei, um so eher müßte man sich auf Schwierigkeiten, Mißverständnisse, Verwirrung und Konflikte gefaßt machen.
Noch ein Todesopfer des Bolschewistenüberfalls auf die „Deutschland".
London, 6. Juni. (DNB.) Nach einer Reuter- Meldung aus Gibraltar kehrte das Panzerschiff „Deutschland" am Sonntagmittag nach Gibraltar zurück, um ein weiteres Opfer des bolschewistischen Bombenüberfalles an Bord zu nehmen. Es handelt sich um den Heizer Helmut Dürr, der im Lazarett seinen Verletzungen erlegen ist. Damit ist die Zahl der durch den bolschewistischen lleberfall getöteten Besatzungsmitglieder der „Deutschland" auf 29 gestiegen. Admiral von F i s ch e l besuchte die im Lazarett liegenden Verwundeten. Es werden bereits Maßnahmen für die Ausgrabung der beerdigten Opfer getroffen, die auf Wunsch des Führers nach Deutschland übergeführt werden.


